hl* y}Q 3Wl „Times" erfahren ans Tokio vom
diplomatische Beirat sollte heute zusammentreten. Um dre Entscheidungn «6er Regierung, die sich auf die ameri- r« n i, ch e rr -vor ichsäge einer gemeinsamenjapanisch- a m er i taiit| che n Intervention beziehen, zu billigen, aber er r^rtagte iuh infolge der Opposition von zwei Mitgliedern, die die ^age m Sibirien nicht für kritisch genug hielten, um ein japa Nische» Vorgehen nötig erscheinen zu lassen. -
$je Cholera in Petersburg.
Zetersburg. 15. Jrcki. (WTV.) (Verspätet eingetroffen.) y? ^^ersburg ist die Cholera ausgebrochen. Gestern wurden über 500 Fälle gemeldet.
Kopenhagen, 18. Juli. (WTB.) Nach einer Blättermeldung aus Stockholm wurde infolge der in P e t e r s b u r g herrschenden Choleraepidemie der Dampferverkehr zwischen Stockholm und Petersburg wieder eingestellt.
Die Anklage gegen das Kabinett Bratianu.
» , Bukarest, 18. Juli. (WTB.) Tie rumänische Kam mcr IJöt dm Antrag aus Erhebung der Anklage gegen das Kabinett Bratianu mit 115 Stimmen bei 2Enthaltungen angenommen.
Ein Lchrerinnen-Ausftand in England.
Amsterdam, 18. Juli. Wie „Allg. Handelsbl." aus London erfährt, frag* ein Proteststreik der Lehrerinnen, weil der Gvafichan-srat sich geweigert hat, die Gehälter zu erhöhen. Ungefähr 12 000 Lehrerinnen sind an dieser Bewegung beteiligt und 1200 Schulen werden geschlossen werden müssm.
. * . *
Der Wirtschaftskrieg.
19. Juli. (Reuter.) Das Handelsamt hat die
London,
Achlung von Geldern für die Registrierung oder Erneuerurrg von !N und Handelsmarken, die feindlichen Län
Paten WWMWWWWMWWWWU MM
dern gesch-ckdet werden, verboten. Ebenso ist die Ändung Unser Gelder nach britischen Dominions von alliierten Ländern verboten vwrden, sobald diese Verwendung im Interesse der feindlichen, Länder geschie ht.
London, 18. Jnli. (Reuter.) Times erfahren aus Bal- pararsv vom 10. Juli, daß die deutsche Firma Gilde- meister einen Prozeß gewonnen habe, der gegen die Firma Balfour, Wülliamson und Eo., Agenten der Internationalen Petroleum-Gesellschaft, wegen- der Lieferung pvn Brennöl entsprechend dem Vertrage angostveirgt worden war. Die Lieferung war verweigert worden, weil die amerikanische Regierung die Lieferung verboten fcttte. Infolgedessen hatten die deutschen Sal- peterwncke schließen müssen.
Mördern die erwärmten "Böget m angemessener Zahl ^bzuschießen «oder durch ehre Jagdaufseher oder sonstige zuverlässige Personen (zu deren Bestellung Zustimmung der Bürgermeistereien einzuholen rsh abschießen zu lassen. Solltm die Jagdpächter hierzu nicht bereit fern oder das Abschüßen nicht in mtsprechendem Umfang vor- nehmen, \o haben die Bürgermeistereien die Forstwarte und Feld- rf« nötigen fchls besonders hierzu von dm Gemeindm anzu- stellende zuverlässige Männer mit dem Abschießen zu beauftragen Diese Personen erhaltm dann, statt eines Jagdwaffeiipasses, vom Kreivamt er mm Schleßerlaubnisschnn. Es wird noch darauf lnn- ^ ^ Abschießm der Krähen nicht so einfach ist, wie N ^vorsteUt. Die Krähe ist ein sehr schlauer, scheuer
??^el, ber mich mr den ersahrenm Jäger und guten Schützen nur schwer zu erlegen ist.
^^15 ^^'^^muisse des „Kaffee-Ersatzes" verrät erne Mitteilung ore der „Kriegsausschuß für Kaffee, Tee und deren Eriatzmtttel'' macht. Es heißt, darin: „Rach Versuchen die rm kaiserlichen Gesundheitsamt angestellt worden sind, eignen sich St-enimi tzab fälle, Hasel- und W alnußschalen, sowie Pslaumenkenie (Stein e) zur Herstellung von Kaffee-Ersatzstoffen auch dann nicht ivenn ne rn Mischmig mit anderm, hierfür brauchbaren Stoffen verwendet werden. Mandelsckxüen sind in ihrer chemischen Zu- sainmensetzinig den Pflaumenkernen und Nusüchalen sc ln-
h? T i lTTt ? t ' c ^ 1 ? t9 ^en Pftaumenkcrnm und Nußschalen sehr iwhe- steheird, es kann daher angenommen werden, daß sich Mandelschalen Zur Herltellung von Kaffee-Ersatzstoffen ebensowenig eignen wie Icutz schalen und Pflaumenkerne. Ferner sind ungeeignet zur'Herstellung von Kaffee-Ersatzstoffen: Holzmehl, Dorf (.'), Treber und ttuvgelaugte Gerl^rlohe (!). Außerdem sind grundsätzlich alle solche.Pftali-mmittel bei der Bereitung von Kaffee-Ersatzmitteln' auszulchlreße'l, die stark wirkende oder giftige Stoffe enthalten wie nicht entbitterte Lupine, over die Samm der Kornrade, des Villenkvantes usw. Das gleiche gilt für die übrigen Steinschale v wie Kirschen-, Aprikosen-, PftrsiÄ-. Dattelkerne usw. Iw allge- stchsagen, daß solche Pflanzenstoffe zur Bereitung von Knftee-Ers atzstoswn geeignet sind, denen ein größerer Gehalt an «uefer oder Starke eigentümlich ist. Nach dieser amtlichen Mtt- teiluiig zu urtellen, scheint man auf gewerblicher Seite den Versuch gemacht zu haben, die unmöglichsten Dinge, wie Nußschale ^ ort, Holz-mehl usw., als Kaffee-Ersatz zu verwenden. Die Unterst chun gen des Kaiserlichen Gesundheitsamts haben dem erfreulicherweise ernm Riegel vvrgesckwben.
^ Starkenburg und Rheinhessen.
, Darmstadt, 19. Juli. Unter dem Vorsitz des Staats- MiNist^ers Dr. von Ewald ckand am 5. d. M. die 1. diesjährige
in deii ersten 60 Monateri erttrichcheten Beiträge. Sind mehr als 120 Beitragsnwnate vorhanden, so greift eine aridere Berechnung Platz.
Männliche Angestellte haben frühestens nach Zurücklegsung von 120 Bettra gsmvraten Anspruch auf Ruhegehalt.
Tie Ansprüche aus die Leistungen der Ängesrelltenversiche-- ' Vott'egnng der Beweisstticke beim Rentemrusschnß
rung sind unter iii«nlLLiuuiv> 4 LM.g
in Wilmersdorf, bei der R>'ichsoerll.l>ermtgsanstalt für Angestellte oder einer andcrenß in ländisch.m Behörde anzubringen.
Die deutsch-holländischen Berhandluugen.
Haag,. 18. Juki. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Kbrre- spondmzbureaus. Tie Unsicherheit in den inn e rp o l i t i< scheu Verhältnissen, die mit dem Rücktritt des Kabinetts im Zusammenhang steht, hat einen gewissen Rückschlag auf die bereits sehr toeit^ vorgeschrittenen wirtschaftlichen Berhcmdlunaen! zwffiüMi Deutschland und Holland gehabt. Es wird für wüiischens- wert gehalten,^daß die niederländischen Unterhändler, ehe sie sich lestlegm, sich über die Auffassung orientieren, die in dem neuert Kalnnett über die iwrtsclstlftlichen Verhältnisse herrscht. Infolge deffen ist eine Pause in den Verhmidlumren eingctreten. Tie deut schm Telegiertm sind inzwischen nach Berlin abgereist.
Der Seekrieg.
Neue U-Voot-Erfolge.
Berlin, 18. Juli. (WTB. Amtlich.) Aus stark gesicherten Geleitzügen versenkten unsere Unterseeboote im Mitte l m e e r vier Dampfer von rrmd 16 000 Bruttoregister tv nnen. Ein Dampfer von mindestens 6000 Br^-Reg.-T. wurde durch Torpedoschuß schwer beschädigt, Lorrnte aber noch in den nahen Hafen einlaufen. Außerdem wurden vier kleine Segler versenkt.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Aus dem Reiche.
Die Arbeitszeit in den Bälfercien.
. Berlin, 18. Juli. (WTB. Nichtanttlich.) In der hcitte unter bem Vorsitz des Ltallo^rtreters hes ReichAkanUms, Wirklickvnn C«hnmen Rat v. Paper, abgahaltenen Vollsitzung des Bun des rat s wurde per Euttourf eines Gesetzes über die Ar bei ts zert in den Bäckereien aiigenonrmen.
^ i n g e n, 18. Juli. (Priv.-Tel.) ^ RerchBtagsabge'.irdkieter scheide mann wllte hwte abend vor seinen Wählern in So- lmgeii spreche; die Versammlimg wurde jedoch^ von den Unabhängigen gesprengt. (Frckf. Ztg.)
Ans SiaSt und
Gießen, den 19. Juli 1918.
** Anm c l dun g von beschlagnahmten Einrich- [yj 1 egen ständen. Auf die Bekanntmachiing im Anzeigenteil wird ganz besonoars verwiesen.
** Sammlung getragener Männerober kl ei- dung. Im Anschluß an die Bekanntmachmrg vom 13. d. M. wird bekanntgeg"ben, daß die Zahlungsanweisungeii für die abgelieferten Kleider während der üblichen Geschäftssttmden im Zimmer Nr. 10 des Lebensmittelamtes ausgegeben werden. Näheres im Anzeigenteil.
Ti eb stahl. Jri der Nacht zum 18. Juli wurde aus der hiesigen lllollli : ein ca 10 Mtr. langer u. 13 Ztm. breiter Treibriemen enttveudet. Als Dieb kommt ein Soldat in F-rage, der vorübergehend dorr beschäftigt war uiid seit dem Tage der Tat verschwunden ist. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen.
** Die Weinpreise für 1918. Die Jagd nach der
r-~ • ' S~, »4-»11 Kf. u. , U 1 ! U jL . U Ul/UTuC
Liwiiig des Hessischen Lande aussch'lsses der Nattonalstiftung statt m £ er ^ r Lwter der Geschäftsstelle, Geheimrat Tr. Dictz, den! Eeschaftvbericht fux das ab gelaufene Jahr erstattete und einen Ueoerblick über die Einnahmen nnd Aiisgaben nach dem Stand vom 1. d. M. gab Hiernach belaufen sich die Spenden aus dem Großh-erzogmm Hessen ans insgesamt 1645130 Mark An Bei- hilwn wurden byher bewilligt 260 190 Mart) und zwar an rund -000 Faimlien. In manchen .Kreisen Uiid Städten ist bexnt j Tiicl>r als Vs der dort eingegangenen Spende u, in zwei ländlichen w logar ßrpn wehr als die ganze Spendeneirmahme für Beihst en verwendet ivorden. .Hieraus ergibt sich bei der stets wa.'c, ende i ^wanspruch,nähme der Mtiow l'chttmg die Notwendrq- icit, in cer sammeltatigkeft für die Nationalstiftnng nicht zu erlahmen lind ihr weitere s rum den zuz-iisühren.
m X „7+ F 1 , ,a { ’J ch' 18 ‘ „ Bwfessvr M a h m n d Nadschi-
P l attii e r, lellmder RelXrkteur oes , Osnvcmischen Llond" in LV^itmopel, i,t dort im Alter von 71 Jahren gestorben. Der verstorbene war em geborener Hesse uiid in Weisenau geboren. Er studierte ut Gießen, machte den Krieg 1870/71 mit und war lärme Jahre Hauslehrer wid schließlich Realschuldirektor in Lserlin. ^,>dann siedelte er nach Ä'anitan/inopel über, wo er zum .nvhanimedamsnius üb:rtrat -and 1908 Mitbegründer des deutschen Lokalblattes „Osmamscher Lloyd" wurde, dessen Schriftleitung'er bv> zu seinem setzt erfolgtlM Tode iwiehatte.
Kreis Wetzlar.
ch, 18. Juli. Dem Marine-AMstenzar-zl der Re'erve ^r. mcD. ri tz Koe ster von hier wurde das Oldenburgische Friedrnch-dlug ust-Kr ti i % 2 Klasse verliehen ^ . m - Hochelheim, Kreis Wetzlar), 18. Juli. Postageitt ^ u m wurde mit dein Verdienßckoeuz ausg-ezeichnet.
Hessen-Nassau.
^ ^ E hD 1 u g s h a u s e n (Till), 18. Juli. Offizier-Stellver- oS S ürl ^.^ohnraiin, Inhaber des Eisernoii Kreuzes 1. und 2. Klaffe, erhielt t«s Mffitäraverd ien sckreuz.
* - 7J Frankfurt a. M., 18 J-ffi. Die Staiatsanwaltschast 1 ^'.VU?ünahmte nni..Hause Hirschgraben 16 die Leiche eines 4/»sahrigen Knaben, dessen Körper schivere Verletzungen aufwies, die von Mitzhaudliingen hwrühren und den Tod verursacht haben sollen. Vater und Mutter des Kindes wurden verhasst.
T ch st a. M 18. Juli. Ter seit einigen Tagen hier herrschende Wassermangel hat sich seit Mittwoch abend in eine Wasser- iwt nmgewandelt. Zwei Brunnen des städtisckien Wasserwerks sind verunreniigt, und die übrigen sinv vollständig versiegt. Die Bürgerschaft ist bei der Deckung ihres Wasserbedarfs auf die wenigen ^rmtnen rn den einzelsteii Höfen und eine Quelle ani Main angewiesen -Me ganze Nacht lnndurch vilgerten Männer und Frauen und Kinder mft allen möglichen Wasserbehältern nach dm wenigen ^uellen und schöpften hier das kostbare Naß, uiid un Miterb rochen wallt auch heute der Menschenstrom durch die Sttaßcu den wasser- Ipeiidenden Brunnen zu. Tie Feuerwehr nuifjte Mittwoch abend ftrvcken üben, in ^den ^Backereien stieß das Brvtbacken aus
rcuust nno WNsenscliakt.
— Eine Freiluft-Kunstausstellung in Kopenhagen. Wie aus Kopenhagen berichtet ivird, ist der Oeregaard- Park am Strandweg dieser Tage der Oeffentlickkeit übergeben worden, und zwar rn Form einer Freiluft-Kunstausstellung. Es versteht sich von selbst, daß die einzigen Kunstwerke, die im Freien ausgestellt iverdm können, ohne Schaden zu nehmen, Werke ber, Bildhauerkunst sind. Auf die Rasenflächen mrd zwischen die Baum- gruppen des Parkes sind denn auch nicht weniger als 70 marmorne Bildmcicke verteilt worden. Rach dem Urteil der Fachleute ist die Aufstellung fast überall sehr gcschictt durchgeführt. Unter den Kunst- merfen befindet sich eine Hamlet-Büste von Soius I. Nervil, die den Dänenpnnzen mit dem Totenschädel in der Hand barjfctln Unter düsteren Baum gruppen entfaltet sie eine besonders starke- Wirkung. Weiter sind, um wenigstens einige Namen zu nennen, Rudolph Tegner mit einer Reihc' von Porträtbüsten, Thomas Baerentzen, Thyra Boldsen, Elna Dorsch und Bonnesen vertreten.
— Ausverkauf in den chinesischen Kaiserpa - l ästen. Tie gegenwärttge chinesische Regierung, deren stärffte: Seite die Geldwirtschast gewiß nicht ist, hat seit eimger Zeit einen' sehr erfolgreichen Weg beschritten, aus dem sie sich Geld verschafft:! Sie hat nämlich, so berichtet die „Times" nach einer Meldung aus Pettilg, nicht rrur die Einkünfte des Telegraphenwesens verpscmdet und ^abaksmonopole vergeben, sondern sie hat in den kaiserlichen Palasten „großen Ausverkauf veranstallet"; selbst die'Fische in den Teichen der großen Gartenanlagen sind verkauft worden, die Ural teil Bäume in den prachtvollen Gärten bei den K'aisergräbevn. sind niederhauen und veriäust worden, ja der berühmte „Himmeks- tempel ,oll auch verkauft worden sein, und der Käufer, ein Mine-- ralwasserhersteller, kann ihn also als Fabrikgebäude benutzen, wenn« es ihm paßt. Wefteres Geld hat sich ine Regierung angeblich durch mn Qpinmmonopvl verschafft; eine Gesellschaft soll dieses Monopol rn der Hoffnung übernommen haben, den Opiumhandel im ganzen T^ande wieder ausrichten zu können, obwohl nach einer Ueberein- kunft mit England der Opiumhandel nicht mehr zulässig ist.
Gntbetfuttg mittelalterlicher Wandmalerei e n. i n B o r n e. In der protestaittischen Kirche zu Borne in der niederlündifchen Landschaft Twenthe 'Provinz Oberyssel) sind unlängst mittelalterliche Wandmalereien bloßgelegt lovrden. Beü näheren Untersuchung stellte sich nach einer Mitteilung des» bei Klinkhardt 3- Biermann in Leipzig erscheinenden „Cicerone" Herans, daß ern großer Teil des Kircheniünern unter der Tüiiche mit Malerei bedeckt ist. Im Ehor fand man eine Reihe von Apofteln sonne einen Ehristophvrus -mit dem Christkinde; neben der Kanzel wurden Bruchstt'icke freigelegt. Sie wahrscheinlich zn einer Wiedergabe des Stammes Jesse gehören; besonders aber eine Darstellung von Ri aria mit dem Kinde, Elisabeth und dem lleinen vwpannes soll von mehr als nur kunstgeschichtlicher Bedeutungj sein imd hohen Kunsttoert besitzen. Als Entstehungszerr der Malereien nehmen Fachleute nach Deiner vorläufigen Schätzung den/ Zeitraum etwa zwischen 1480 und 1520 an.
AirchUche
,^.?^?"sche Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Sud-Anlage). Samstag 20. Juli. Borabd.: 8.30: morg - 8 30- -abo».: 9.40 u. 10.20 — Israelitische Lellgionsgesellschaft. Sabbat- ^ern: ani AI.^ulr. Freitag abd.; 8.15; Samstag vorm.: 8 30: 4^30; Sabbatausg.: 10.20. Wochengottesd.: morg. 7.00,
aods. o.Ov.
Die spanische Kmukheit in der Schweiz.
.. . * Bern^, 18. Juli Nach Mitllftlnngen von amtlicher Stelle ftnd rn der Schweizer Armee bisher 6800 Srfrantun- gen an der spainsckfen Grippe mit über 100 Todesfällen vorge- rommen, was viel:ach auf die mangelliasteii famtären Einrichttmqen l n den Gvenzorten, besonders im Jura, zurückzuiühren ist. Re- krutenschulen, Jsistrnkttonskurse und Unteroisizierschulen wurden si- sftert, Urlaube vorllnigert. Tie Bevölkerung ist über die t^sähr- lia>rett der Mankbeit sehr besorgt. Die Zeitungen sprechen von einem wahren Landesunglück. Der Bimdesrat hat heute einen Befall uß gesafft, durch den die Kantoilsregün;mg-eu bzw. ebemeinden ennachtigt werden, mit Rücksicht auf die Epidemie R(assenansamm- hmö ? 1 ™ 1 Kin-os, ^bei Festlichkeiten usw. zu verbieten
cwx - 7. ' - Z T .v:' Vl , i]iv. zu uctolcirR.
M i tt enWalde, 18. Juli. Aus einer Gralwanderung im 1 del geh ir ge stürzte der hier ansässige Dr. Frhr.
r~ , ■ . v .,— ' , v4 ‘ r^T. vu» -utuiuuueu aur
Schnnerigkeiten, weil das Wa„er fehlte. Im Schfaäfthos und zahl- reick>en Gewerbebttiaeben hrpert's im Betriebe. Tie Biehlxilter stehen einer bedrohlichen Lage gegenüber. Das Sofsenheimer Gruppenlvafserwerk ist zwar bemüht, der Wassernot zu steuern in-
nfMTT Kern . ..C." i. i ■ 1- , >
V 1 ' r ’ “ r“ r ' * v vim uHiumyr Art. tyror.
W o cf e b einer ber bekanntesten politischen Schriftsteller Teutsch- lands, tödlich ab.
P a r i s, 17. Juli. (WTB.) Bei V ie rp a in ist ein ^ l r Jo° n c ]t 5 u 9 c n t g I c i ft 18 Fahrgäste wurden getötet und 53 verwundet, 20 darunter schwer.
. • " . .. A’" v 3U ILCUCUI, 10-
dem es..dem hiengen Leitungsnetz Wasser zusschren läßt, doch ist dieses langst nicht genügend. Ter im Bau begrissene neue Tiefbrunnen soll in etroa 10 Tagen betriebsserttg sein. Ob seine Wassermenge dmm für Hoch,st aus reichen wird, muß abgewartet werden
üuu; um!, ytiuigrn: urrcxi uuoert iaßr. HN v sngeU)etnt meten Vernnttb r und Lluskänfer Kreits Preise, die die bisherigen, auch lene von 1017, in den Seh-rtten zu stellen Srohen. Ohne Unterschied der Weiubergslage wollen die Händler für jedes im Herbst zn erntende Pfund Weißtrauben 3,50 M k. bezahlen, ein Preis, der einem Mostyreise von 10500 Mk. für das Stück £1200 Liter! entsprechen loürde. Was dann ein Liter dieses 1918er Mannes kosten ivird, dürfte über alle Begriffe gehen. Der W^in ist pann mir iwch für Millionäre vorhanden. — Der steigende Wenipreis hat aus den rhenlhessischen Dörfern einen erheblichen Rückgang des WnnVerbrauchs im (befolge, da die Landberoohner sich für . 1 l ) ‘ >ci. ' ftatt 30 Ps. ehedem!) keinen halben Schoppen mehr len, n tonnen. Tie Folge dieses „Boykotts" ist die zuneh- mside Schlieifung der Torfwirtshäuser, so daß es bereits viele Dörfer gibt, die llüue Gasthäuser mehr besitzen.
** Krähen p l a g e. Ter Bekämpfung schädlicher Vögel, iiis- besondere auch der Kräl)en, über die in letzter Zeit viel geklagt tvird, wird settenä^der Behörden volle Ausmerlsamkeit zugewendet. Ganz Mckg ist die Auffassung, es werde mft Rücksicht au, die Jagdpächter ine Erteilung der Schießerlcrubnisschünc 'üc Krähen unterlasieii. Bereits im März ds. Js. ist das Schußgeld für die rabenartigen Vögel erhöht uwrdeu. Durch Ansschreioen vom 4. Juni sind alle Bürgermeffterein. nochmals aufgesordert uwrden, Maßnahmen gegen che Ueberhaiidnähme Labenartiger Vögel zu treffen. Es wurde dabei auf die beitehenden Vorschriften vinwiesen und in dieser Hin- N insbesondere bemerkt, daß nach der Bewrdnung durch die Bingermeifterejen zun rchst die Torstlvarte und Jagdpächter zum MschwßÄi n. crivähuterr Vogelarte,r zu veranlassen sind. Die Bürgermeistereien haben die Jagdpächter ihrer Gemarkungen auf-.
ReMen an weibliche Amestel!te nach drm Angchelljeiiversicheliiitgsgesetz. ''
Vvn Kvntrollinspektor Quatma nn, Oldenburg i. Gr.'
Es ist in den in Betracht kommenden Kreisen wohl kaum genügend beachtet worden, daß mit Beginn des ^Jaches 1918 ene MM geringe Zahl weiblicher Angestellter die Wartezett für Las Ruhegehalt nach dem „Versicherungsgesetz für Angestellte" rr- ftillt hat und dan von Monat zu Monat diese Zahl größer wird ^as Gefetz am 1. Januar 1913 in Kraft getreten ist, können ftu-^weibliQ-e Angestellte mit Ent-e des Jahres 1917 die sü die Geltendmackfiung des Ruh.'gehaltsanspruchs erforderlichen 6 1 Beitragsmonate zurückgelegl sein. Weiblinche Angetzellte, die mindepeus 60 Monate versüchnungspflicht.ie^ tittig waren, lmben bei ewtretender Invalidität Anspruch auf das gese'lliche Ruhegeld. -Luw ferne 60 Beitragsnwnate mff Grund der Versicher-nngspslicht oodheiüM, so kmrnm die LeistWigen.erst nach Znrücklegung einer Wartezeit von M Beitragsinonateir beansprucht werden.
Angesielltt haben nack;, Erfüllung der Wartezett und Erhaltuna der Awoarttchaft Anspnich auf .Ruhegehalt, wenn sie entweder das^ 65. Lebensjahr vollendet l>aben oder invalide find Letzteres i\i der, Fall, toenn sie durch körperliche Gebrechm oder LckAvache ihrer köiperlickfen oder geistigen .Kräfte zur Ausübung ihres Benifts dauernd unfähig sind. BerufSnnsahigtfft liegt vor, lvemi die Arbettssähigkeit auf weniger als die Hsikjflle -der> femgeii eines körperlich und geistig gesunden Versickerten von ähnlicher Ausbildung und gleickilwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten, herabgesunfim istz Ist die Berufsunfähigkett keine dauernde, so bestcht nach Ablauf von 26 Wock^i, vom Tage der Erckrankung an gerechnet, Anspruch auf das Mhegehalt für die weitere Daum oer Erkranklmg. Tie Anwartschaft geht verloren, wenn in den ersten 10 Zähren nach bem Eintritt der Bersicherungspflicht jähr- lch mch-t mindestens 8 und später jährlch nicht mri^eftens 4 Bei- tragsmonatc znrückgele-gt werden oder eine Anerkenmmgsgebühr ovn 3 Mark mr Jahre gezählt wird
E Rchegetd der weiblichen Angestellten beträgt, sofern weni- ger als 120 BettragSmonate nachgewie^en sind, ein Viertel der
, ^^^^^u^rüngszul.ag'e für Eisenbahner. Dreier Tage wurde rm Mrmsterrum der öifenttick-en Arbeiten in Berlin-erne fechskopsige Kommission des Mlgemeinen Eisenbahner- empfangen welche die Wünsche der nicht im 'fteamten- aVerliallNis stehenden Bediensteten?jim Vortrao brachte Es rmirde insbesondere in Anbetracht der großen dtvtlage der Eisenbahner ettu oaldige oikrchgrei'ende TeuerAngs'iilage aeso dert. Gleichartig wurden-auch die Fragen der Regelung der Arbettszeit sowie der Sonn- ^PSybert.einer eingehenden Aussprache unterzogen. Der Vertret« ^ Mrinsters, Mrulsterialdirektor Hofs, sagte eine Prüfung der Besckyv erden znvnd stellte dre Einberufung einer Fachkommission zur Regelung dieser Frage tt? Aussicht. Insbesondere wurde die Fordenlikg einer Teuerungszulage anerkannt und iouroe der .Kom- rii! 1 d>er i' dieselbe unverzüglich, sobald die zurzett irock) bestehenden Erhebungen abgeschlossen seien, zur Auszahlung gelangen werde. *
<it * F 1 n C ® an ff * I i e g f Rädern. Das muß man den Amenianern lassen^ in Geldangelegenheiten sind sie praktis.ch' Leute, inn so haben sie jüngst ftir ihre Soldaten an der Westfrmtt eine Bancksillale auf Rädern eingerichtet die in fid^rcr Entfernung Muter ber ^ront hm- und herfahren soll. Es ist, wie ein noravai- sches Blatt mitteilt, die Pariser Zweigniederlassung des großen Neu York Bnnk Gnaranty Trust Co., die diesen Getwnkeu verwirk- licht hat. 'che fahrbare Bank .ist ein großer Panzerkrastwacpm mit zwei (bittersenstern an Stelle der Schalter; wie. bei jeder ttidereii Bank können hier Ein- nnd Anszahlnngen stattfinden! md andere Barrkgesckftfte..abgewickelt werden, nur sind die Kun- len dieser Bank aussälließsich Soldaten.
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IS. Juli 20° R.
adean stakt Wasserwärme ber Lahn am
Meteorologische Beobachtungen der Station < 5 icfteit
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