9Q>g. Dr Ju cf : Die freien Berufe brauchen nicht
«londers <msg«zäl>lt zu werden. Jhire Fcheilassimg geht aus dem Vesetz. -um iinudeiten aus der Anssck>ußl>eca.tmrg hervi-r. »
^>er Antrag W a l d st e i n mied abgelelMt.
Paragraph Iwrrd in der Ausschnizsassung angenommen. Bei Bavagrnpl) - nnrd ein )ozialdenwfratiich?r Eintrag mef Freilassung ^wla^e von Kolfl-e Koks und Braun kachle abgelehnt.
Bet B^ragraph 3 beantragt Mg. Keil (Do-.), ven der Be-- stttiermlg frciHiuassen: Bundesstaaten, (Gemeinden, Gemeindever- bmLe svwre g-ennschtioirtschaftlul-e Unternehmungen. Der Antrag wrw nach kurzer- Aussprack)e abgelehirt.
tZnragrapl, (> besagt, die Steuer beträgt 5 pro Mille. Die ^steuerbetragc iuerben auf die volle Miark nach unten abgerundet. «- ^2^'Esmokraten beantragen, hinzuzufügen, die Steuer
betragt 1 pro Mule für Getreide, Äeireidefabrikate, Milch. Butter, Kardosftm, Genrul-e, Flersd) und Fett. — Ueber diesen Antrag nnrd' nmneirtlich abgestimntt. Dafür stimmen von 285 Abgeord- irretm 114, dagegen 171. Der Antrag ist abgelehnt.
Nach einem .ibvmpromigantrag soll ein Paragraph 6a besagen: Beiteht ein Unternehmen ans mehreren versclncdenartigen Betrieben, von denen der eine rn chm hergestellte Gegenstände an rr^ fa iss diese Lieferung, wemi sie 100 000 Mark Mrlich u^rsteigi, umsatzstenerpflichtig. Dabei gilt als Entgelt SP?! l ** € L.T c £ rö, & ^ CL * <ni iO'cte und zurzeit der Lieferung von Wrooer Verkäufern gezahlt zu werden pflegt. Die näheren Voraus- Setzungen bestimmt der Bundesrat.
Paragraph 6a wird nach langer Erörterung in der Fassung des Kompromißanttags angenommen.
Paragraph 7 sieht erhöhte Steuern auf Luxusgegenstände, wie (Äelmetalle .Perlen usw. vor.
Ein Antrag der Unabhängigen Sozialdemokraten will Tublee- sachen streichen.
Wittum (natl.) bittet, diesem Anträge zu entsprechen. Äog. Wald stein (F. Vpt.): Unterliegen auch übermalte Photographien der erhöhten Steuer?
Regierungsrat Pvpitz: Uel>ermalte Photographien sind keine Ongrnalwerke. Sie fallen unter die erhöhte Steuer.
Abg. Bernstein (U. Soz.) begründet den Airtrag seiner Partei und verlangt eine Erhöhung der Steuersätze für Luxus-- gegenstände und Pelzkragen.
Abg. Zimmer mann (natl.) bittet, mechanisch^ Musik- instrumente freizulassen. Sie seien die Musik des kleinen Mannes und wichtig für die Erweckung musikalischen Gehörs bei den Kiichern. Die Musik ist das schönste Geschenk der Musen. Sie mutz gehegt und gepflegt werden.
Tie Anträge der Unabhängigen Sozialdemokraten werden abgelehnt, ebenso der Antrag des Zentrums.
„ An § 17 Ko-rloguna von Geschäftspapieren) beantragt Abg. Wald ste in (svrtsck>r. Vpt.) den zweiten Msatz zu streichen, der auch den Ang^ stellten Auskunftspflicht anfcrlegl.
Unterftaatssekretär Schiffer: Das Vertrauens Verhältnis zum
Mes sioll nicht gatrofdeu roerden Diese Auskunft wird nur in vereinzelten Fällen und danu se.hr vorsichtig eingeholt werden. Wir müssen im Interesse des el-rlick-en Steuerzahlers die Unehrtichelb heranziehen.
Mg. Dr. Pfleger (Zentr.): Wir sind für Streichung dieses Absatzes.
Ullterstaatssekretär Schiffer: Wird der Msatz gestochen, daun müssen alle solckie Fälle durch die Staatsanwaltschaft erledigt werden. Das würde dem Ehef noch unangenehnter sein als die Aus- kunftspslicht der Angestellten.
Der Absatz wird gestticherr.
Bei § 30 beantragt Abg. Nacken (kons.) zu sagen: Von Unternehmen, die vorwiegend Lebensmittel vertreiben, dürfen vorn 1. April 1019 ab Steuern vom Umsatz dieser Waren in Einzelstaaten und Gemeinden nicht mdjr erhoben werden. Bei der Be- Aeichnarng „notwendige Lebensmittel" möge man nicht engherzig verfahren.
Albg. Keil (Soz.) tritt für Fassung des letzten Absatzes nach den Beschlüssen, des Lllusschusses ein. Diese besagen: Steuern vom Warenumsatz, welche beim Jnkrafttveteir dieses Gesebes in Bundesstaaten oder Gemeinden bestehen, di'lrfen vom 1. April 1919 ab nicht werter erhoben werden. Nack) Jnkrasttreten dieses 6ftsetz.es dürfen Stenern vom Warerwusatz von Bundesstaaten oder Gemeinden nicht mehr eingeathrt werden. Damit hört ein Teil der stenerlick)en Verschiedenheit in den Bun.desskaa.ftn auf.
Mg. Koch (F. Vpt.) spricht sich gegen die Bestimrmmg ans, daß das Reich den Bundesstaaten 10 Prozertt aus diesen Steuern zu überiveisen hat als Erhebmrgsvergütnng und 5 weitere Prozent an diejenigen Bundesstaaten xur Uel^ewei'urug an die Gemeinden, die für die Lebensmittelversorgung Einrichttmgen getroffen Habens
Abg. Schiele (Kurs.): Wir sind ftir Streichung des letzten Msatzes und sind bereit, dem.Anträge Nacken beizutveten.
2lbg. Tr. I u n ck (natl.): Wir stimmen dem Anträge Nacken Ku. Tie Einzelstaaten mögen es mit sich ausmachen, wie sie sich Kirr Umsatzsteuer stellen wollen.
?kbg W a r m u t h (D. F.): Mit dem Ausschußbeschluß dürfte auch die einzelstaatliche WarenhauSsteuer in Wegfall kommen. Das kann nicht Aufgabe der RnctMagSgesetzgebnng sein.
UnLerstaetssekret«r Schiffer: Die Annahme, daß durch dein Bericht an den .ReickKLag über die Verwendung der an die Bundesstaaten abgegebenen Beträge dem Reichstag ein Kontrollrecht gegeben seut soll, trifft nicht zu.
Ter Antrag Nacken wird angenommen.
§ 35 besagt, daß das Gesetz mit dem 31. Dezember 1923 außer Kraft tritt.
Abg B e r n st e i n (Soz.) beantragt als Termin hierfür das Ende des ersten Jahres nach Friedensschluß mit den Großmächten anzu setzen.
Der Arvtrag wird abgelehnt.
Es bleibt beim Ansschußl'eschLuß. In einer Resolution wird eine Besteuerung des Luxusmobiliarbesitzes angeregt.
Das Brauntiveinmonopol wird von der heutigen Tagesordnung abgesetzt. Das Gesetz gegen die Steuerflucht wird olpre Aussprache angenommen.
Es folgt die erste Lesung eines Gesetzes über die Errichtung seines Reichssinanzhofes und über die Reichsaufsicht für die Zölle und Steuern.
Dft erste Lesung des von dem Haup-tansschuß vargeschlagene^ kOftsetzes und des Nachttagsetats geht oh ic Aussprache von statten. Auch in dbr zweiten Lesung wird 1ms Wart nicht verlangt. DaS Gesetz und der Nachttagsetat werden angenommen.
Damit ist die Tagesordnung erledigt.
Präsident Fehrenbach schlägt vor, dech noch in die Derattmydes Branntweinmonopols eilezutreten, und zwar, um die Redner zum Paragraph 1 zu hören und dadurch die morgige Tagesordnung zu .entlasten. (Zustimmung.)
Abg. S chw a r z e-LippftM (Ztr.): Die Vorlage ist in der Kommission, da sie sehr spät eingebracht worden ist, durchgepeitscht worden. Die Interessenten sind noch gar nicht gehört worden Es ist nicht gleichgültig, ob der .Konsument 5 oder 10, oder 25 bis 40 Pfennig für ein Gläschen zu zahlen hat. Die Ent schädigungsfrage ist noch nicht erörtert. Die Stellungnahme meiner Freunde bleibt Vorbehalten. _
Mg. Brey (Svz.): Wir sind dem Gedanken der StaakSmm^- pole nicht abgeneigt, hätten aber gewünscht, daß mit der .Kohle und Elektrizität begonnen würde. Diese Fassung bedeutet ein« ungeheure Belastung des Verbrauck>s, des geiverblichen Lebens und der Krankenpflege.
Mg. Dr. Bär Winkel (natl.): Die)'er M^mopolMn ist etn kühnes Wagnis. Gewonnen hat der Moiropolgedanke durch die Erfahrungen mit den Kriegsgesellsck)aften nicht. ES wäre vielleicht besser getvesen, die Verbraucl-sal^abe zu erhöhen. Wir können unS erst entsck-eiden, wenn feststeht, walckies das kleinere Uebel ist.^
Abg. Schees (F. Vpt.): Durch unsere Zustimmung binden wir uns nicht für die Zukunft. Wir iverden auch kSsrftig eine Politik der freien Entfaltung der Kräfte bettciben.
Abg. Mumm (DF.): Die Not der Zeit hat hier einmal eine gute Wirkung ausgeübt. Bei diesem ersten Monopol wird es nicht bleiben. Die Interessen der Angestellten und Arbeiter müssen besonders gewahrt werden.
Mg. Wurm (U. Sctz.): Dieses Monopol ist nichts als ein Schutzgesetz für die konservattven Interessen. Die Kartoffeln müssen sparsamer verwertet werden. Durch hohe Steuern wird die Trunksucht nicht beseittgt. Wir lehnen dieses Monopol ab.
Abg. Di e z - Konstanz (Zentr.): Daß dieses EMonopvl die er- Nttrteten Smnmen bringen wird, glaube ich nicht. Ein grvHer Konsnmrückgang wird eintteten. Wir komm«: aber um dieses Monopol nicht herum.
Daraus wird die W:iterberatung aus Freitag 1 Uhr vettagt, außerdem Anfragen, kleinere Vorlagen und Petitionen, 3. Lesung der Steuerporlagen bis auf das Branntweinnwnopok. Schlug H *9 Uhr. ^ | ^ . . .
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