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Denkt an die Luderrdorff-Speude

Äawbetft bu noch, mo sie alle kommen,

Diele, denen ihr Liebstes genommen

U»d bringen der Opfer noch mehr? rZMn tnr s wirklich so schwer?

dir wirtlich so leid .

Gin kleines Opfer in großer Zeit?....

^ Curt Reinhard Die tz.

Ä , eichinnng. Kmroni-er Kraft erhielt das Eiserne

Krenz 2. Klasse.

?* b ^ " s mit telkarten - Ausaabe. Die Ausgabe der OT)t-% -Butter*, Mersch-, Kartoffel- 5*1110 Wurstmarken erfolgt eyceitofl und Samstag Siche dlnzeigcnteil. cu- r OefsENtliche Bücher Halle. Im Juni wurden 2211 Bande ausgelE-en. Davon kamen auf: Erzähilenbe Literatur 1282, Zeitschriften l80, Jugend sch r iften 2.82, Literaturgeschichte 14. Gedichte und Dramen 38, Länder- und Völkerkunde 55, Knltur- geschichte 40 Geschichte und Biographien 105, Kunstgeschichte 7 Natuctmstenschasl und Technologie l07..Heer- und Seewesen 7, u?* 1 * 5 ult ^ ^lmdwirtsehrst 12, Gesundhejtslehre 33, Religion und Ptl!owuhie 53, Htaatswissenfchaft 8, Sprachwissenschaft 16. Fvcmdiprachlrchcs 22 Bände. Rach auswärts kamen 45 Bände.

Stadttheater. Auf das am Samstag den 6. Juli stattsmdende Gastspiel des Frankfurter Schauspielhauses sei auch an dieser Stelle ganz besonders hingewicsen. Tie nachfolgende Ptesse- ttimme überJan den Wunderbaren" dürfte von Interesse sein. Es schreibt derBerliner B ö r s e n - C 0 u r ier" : Frank­furter Schauspiel h a u s. Friedrich Kahßlcrs Galgenvogel- tomödaeJan der Wunderbare" ging mit ifrrer behaglich-würzigen Eulenspiegelkkomik so vergnügt über die Bretter, daß die unge ttvungene Heiterkeit der Spielenden bald anstec^nd zu wirken be gann und beifallsfreudiges Echo fand. Dazu gab es reizende Genre mtder, die man per Inszenierung Walter Brügmanns zu danken Mitte Außerdem ein wunderbares Spitzbubentrio: Impekoven Krautz, Ebelsbacher das. wenn cs die Hände in den .Hosentaschen im Gänsemarsch gegen Jan den Wunderbaren aufmarschierte allein schon das Zwerchfell in Schutt ngung brachte.

^ r c ü ^ f n 1,1 m lung. Die .Heeresverwaltung hat umfangreiche Laubheusammlungen organisiert: dieselben haben bereits seit mehreren WockM, begonnen. Das Laub' wird aus harren getrocknet, dami vermahlen und .mit Melasse vermischt als Laub mt ter tuchen der Front zu geführt. Dieser Laubfutterkuchcn soE keineslwgs, wie vielfach angenommen wird, das Rauhfutter ersetzen, sondern den .Hafer. Im Frieden ist bei uns mir in Klein- tmrtschaf^n regelmäßig Laub verfüttert worden, und so ist uns allmählich das Empfinden dafür verloren gegangen, daß Pas ^aub ein gutes Futtermittel seiner Natur nach ist. Tie Er,ahrun gen, die man in andere, l Ländern mit der Laubfütterung gemacht hat, hab^n dazu geführt, daß 80 kg reines Laub Heu in Frankreich >vgl. die Instruktion des französischen Ackerbau-Ministeriums) wie 100 kg mittleren Wiesen Heus Ivewertet werden, die norwegisckie Fachleute rechnen mit 85 t^g Laubheu, in Italien und den öfter reichischen Mpen rechnet man mit 82 kg, die den Toppelzentnc mittleren Wiesenheu ersetzen. Tie Organisation ist zusammen ge as't in der Laubfntter-teile für die Heeresverwaltung, Berli, Potsdamer Straße 31a Tie einzelnen Kriegsnttrtschaftsämter ^richteten wieder, wo cs angängig loar, Sammelnellen, an deren ein OlchÄmgesefsener (Lehrer, Geistlicher' als Samnielleiter i.nt. der die SammelMaßnahmen zu treffen hat. Als Sammler ltei-eu die Stnuer uno Schülerinnen sonst.' alle diejenigen, die sich 5azu melden, zur Verfügung, und es ist erwünscht, wenn sich eine recht zahlreiche Heiligung findet. Tas gesammelte Laub wird ent weder im Schatten getrocknet oder grün angeliefert. Es muß der mieden werden, daß grünes Laub weit transportiert wird, weil die Fracht zu viel koste, und die Futtergualität sehr leidet. Daher wird Grünlaub mir dort angenommen, wo eine Darre in nächster Nähe ist Im andern Fall wird das Laub schattentrocken an­geliefert und dann auf der Darre völlig getrocknet. Tie kauf­männische Verwertung hat die Bezugsvereinigung der deutschen Landwirte. Für größere Gebietsteile hat sie Haupteinkäufer bestellt, denen zahlreiche Untereinküuftr zur Seite stehen. Tas angelieferte Laub haben diese Untereinkänser sofort zu bezahlen, und zwar nach dein Satz: 1 Doppelzentner Grünland 4 Mk., 1 Doppelzentner Lrockenlaub 18 Mk. Außerdem sorgen sie für Säcke und Geräte zur Laubgewinnnng und den Transport zur Darre. Die Verarbei tung der getrockneten Ware m Futterküchen geschieht durch eine größere Anzahl geeigneter Fabriken unter Leitung des Kriegsaus­schusses für Ersatzfutter, der für die Ablieferung dieses Futters an die nlilitärischcn Aonahmestellen Sorge trägt.

** taucht Rosen blatte r! Von einem Leser, der seit 28 Zähren die Rosenblätter als Tabakmischung verwendet und damit die besten Erfahrungen gemacht hat, wird demMannh. Gen. Anz." geschrieben: Rosenblätter als Tabakersatz bis zu

25 Prozent gibt einen guten Brand und Geschmack, besser als Bucken-, Birken- und Kirschenblätter. Ich habe diese Mischung ans alle Arten erprobt und bin dabei nie enttäuscht worden. Nur darf man nicht die frischen Knospen, abschneiden, sondern muß die Blätter kurz vor den: Wfalleu ernten und in der Luft, nicht am Herd, trocknen.

Landkreis Gießen.

-n- G r 0 ß e n - L ind en, 3. Juli. Gefreiter Otto Kl otz, Sohn des Schuhmackermeisters Philipp Klotz, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Masse ausgezeichnet. Tie Hessische Tapferkettsm-edaille besitzt er schon längere Zeit.

** Muschenbeim, 4. Juli. Gefreiter Wilh. Bender er­hielt das Eiserne Kreuz 1. Masse -und das Kri eg sehren Zeichen in Eiwn : das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die hessische Tapferkeits mevaille besitzt er schon länger.

.. tt. Treis a. L., 3. Juli. Als vierter aus unserer Gemeinde \)t der seit 2 Jahren gefangene Musketier H. Weber aus russischer Kriegsgefangenschaft entkommen. Die Hessische Tapfer kertsmedarlle erhnlt Landfturmmann Joh. Friedrich Kehr, das Eiserne Kreuz 2. Masse der Landsturmmann .Heinrich M ü l l e r I., zu Äergeanben sind befördert worden die Unteroffiziere Hettlr.

Benner, zum Gefreiten der Wehrmann

Soc Sammlung für die Ludendorfffpende ergab

>60,Oü Mt.

Kreis Büdingen.

. tm V * en ^ ®. r 9/ d Juli. Zum Oberstleutnant befördert ^2?- a l or Biegtcr, früher im Regiment Kaiser Wilhelm in (ffietzen^ Das Eiserne Kreuz 2. Masse erhielten zu der Hessischen Tapierkeitsmedaille: Landfturmmmrn Georg Schmidt und Pionier Arthur Bauer. Der Frauen verein eröffnete in Ver­di iwung mit dem Roten Kreuz erneiit seine Einmachstelle zum Besten der Verwundeten und kranken Soldaten.

Kreis Lauterbach.

% \ 3"^- Beter Eisenbach, der sich bei Kriegs- uvbruch m Ruß!«K> befand und als Zivilgefangener dort interniert worden war, ketwte dieser Tage in die Heimat zurück.

Kreis Friedbern.

Reke^itz L l ;!y fr i 3 Juli. Das Eiserne Kreuz erhielt der G c y er. .Ilben st adt. Zu Sergeanten Brüder .Karl Joseph Brücker und Peter r 'c_-? c,r 0 Purden sie mit dem Eisernen Kreuz ausge- ITfV' t - <<yer Hessischen Tapferkeitsmedaille.

Eiserne Kreuz 1 Masse, Eil her 2. Klasse, die pepil6>e Tapverkecksm^ille und das Hessische Kriegsehrenzeichen der Gesreite Heinrich Weickert. In unserer 1 Masse I ^ t ^ ^ldzugsteünehmer das Eiserne Kreuz

- ^ Starkenburg und Rheinhessen.

t dach, 3. Juli. In der Nähe unseres Ortes

tn dem Wäldchen «t ber Röllbacher S iße wurde ^in Mann tot auf gefunden.^ Die ^.e,che wies am §1 klaffende, ansckieinend

Jon artcm Lchlagc i»errühcende Wi.,i nif. Offenbar liegt ein Verbrechen vor, dcim die Kleider des Toten waren in einem Zu- K^tertoi läßt, daß er vom Tatort an die Fund- U^le geschleppt ivorden ist. Wie verlautet, soll es sich um einen S, " Kmdwill Uätzlein auf dem .Klotzenhof stehenden .Knecht nanDein der fea einigen Tagen vermißt ,vird. Das Nähere wird vre sofort eingeleitote Untersuchung ergeben.

Krris Wrtzlar.

^Wetzlar, 3. Juli. Der Berteilungsb'amte Hahn vom städtischen Lebensmitttlamte wurde seiner Stellung enthoben, weil er sich umfangreicher Schiebungen mit Butter und Eiern schuldig gemacht hat. Die Verfehlungen Hahns haben schon vor zwei Jahren ihren Anfang genommen.

Hessen-Nassau.

Bad Hvmbur g v. d. H., 3. Juli. Die Stadtverordne tenversainmlung stimmte in geheimer Sitzung dem' Vertrage mit lder Aktien-Gesellschaft Bad Homburg, betr. Uebernahm-e der -Kur- und Badeeinrichtumgen burefji die A.--G. zu. Der Vertrag wurde heute in Frarikfurt a. M. vor Gericht unterzeichnet.

Frankfurt a. M., 3. Juli. Ter heutige P^erdemarkt am Ostbnhnhof wies einen Auftrieb von 416 Pferden auf, die bei reger Kauflust! rasch verkauft waren. In der Hauptsache waren Landwirte die Käufer. Tie Preise bewegten sich wieder in schwindelnder Höhe, namentlich wurden für schwere Arbeitspferde erster Güte fast unglaubliche Preise bis zu 15 000 Mark an gelegt. Aber auch lei chte re Tiere erzielten ^hohe Preise.

= Fulda, 3. Juli. Im Fuldatal hat man allgemein am Dienstag mit dem Kornschnitt begonnen. Nach der Ansicht von Fachleuten ist durck^oeg mit einer guten Mittelernte zu rech'nen, stellenweise sogar mit errier uneingeschränkt guten Ernte.

Hattenheim, 3. Juli. Durch ein Großfeuer wurden in der vergangenen Nacht ein Wohnhaus und zwei Scheunen einge- äschert. Zur Eindämmung des Brandherdes mußten die Mainzer Militürfeuerwehr und die Wiesbadener Feuerwehr alarmiert werden

Kpovt.

Am kommenden Somttag be 1 7 Juli, findet auf dem hiesigen Sportplatz des Vereins für Rasenspiele von 1900 an der Hardt das erste diesjährige Verbandsspiel der 1. Masse statt.'Es ist das erste Verbandsspiel, das seit Beginn des Krieges auf eigenem Platze ausgetragen wird. Es treffen sich die beiden 1. Mannschaften des Wetzlarcr Ball spiel kl ubs und des Gießener Vereins für Nasen spiele von 1900. Da beide Vereine über eine gleichstarke Mannsck-aft verfügen und der Wetzlarer Ballspielklub/der führende Verein im hessischen Bezirk ist, tvird ein sehr interessanter Kampf zu erwarten sein. Das Spiel beginnt um 3.30 Uhr. B.

kp. Mannheim, 3. Juli. Wegen Raubmords hatte sich vor dem Schwurgericht der 26jährige Arbeiter Jakob Einig aus Mannheim zu verantworten. Einig übersiel am 18. September vorigen Jahres in der Wirtschaft zur Fortuna in der Augarten­straße den 65 Jahre alten Wirt Theodor SchnePf, der sich allein in seinem Lokal befand, schlug ihn mit einem Hammer niedeck urtt boraubte ihn. Tor Wirt ist einige Tage später seinen schweren Verletzungen erlegen. Einig wurde nickst wegen Raubmords, sondern wegen erschwcrten Ieaubet, aber unter Versagung mildernder Um­stand, z>u 12 Jahren Zuchthaus und Bcrlust der bürgcrlichenj Ehrenrechte aus zehn Jahre verurteilt.

Vrkefkaftsn 6er Ncüa7Non.

lAnsuymc Anfrage» bleiben nuberüasichligi.»

L. <i.Weltschmerz". Wir können grundsätzlich zu allen ano­nymen Einsendungen keine Stellung nehmen. Auch haben wir für Gedichte eben kaum Verwendung.

Eetztc rLachVielitett.

Dev neuefts Xlevicbt der Heeresleitung.

(WTB.) Grotzks Hauptyuartier, 4. Juli. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe KronprinzRupprecht.

Die GeiechtSlätigkeit lebte am Abend in einzelnen Ab­schnitten auf. Seit frühem Dtorgen starkes Feuer des Fein­des briderfeits der Somme. Hier ljaben sich Jnfanlrrirkämpfe entwickelt.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Hefttge Teilangriffe Oer Franzosen nördlich der AiSne. Oestlich von Mnulin-sous-Touvent wurde der Feind im Ge­genstoß in unseren vorderen Kampflinien abgfwiesen. Im übrigen brachen seine Angriffe vor unseren Dindernifsen zusammen. Erneute Vorstöße des Gegners westlich von Cha­teau-Thierry scheiterten.

Heeresgruppen Gallwitz und Herzog Alb recht.

Ein starker Vorstoß des Feindes auf dem östlichen Maasufer wurde abgewiesi'n. Im Sundgau machten wir bei erfolgreicher Unternehmung Gefangene.

. *

Leutnant Udet errang seinen 40., Leutnant Rumey seinen 29. und 30. Lustsieg.

Ter Erste Generalguartiermeister Ludendorff.

Wieden, 4. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Nach einer ster aus Konstantinopel angelangten Meldung ist S. M. der Sultan gestern um 1 Uhr verschieden.

Mitte dieses Monats unternommen werben sott. Es habe den An­schein, als ob es gelungen sei, alle sozialislisck-en IZarteien der Kammer aus ein gemeinsames Programm zu einigen, das eine Be-^ endigung des Krieges in absehbarer Zeit von der Regierung ver-, langt, dem Ministerium Clemenceau aber das Bertvau'en der sozialistischen Parteien nicht ausdrückt.

Zurückweisung von Gerüchten über das österreichische .^uriser-

haus.

Wien, 3. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Nkebdung des Wienec K K. Telegrapshen-Kvrrespondenz-Buroau s. Heute vormittag er­schienen die Abgg. Wäldrier, Hosrat Schöpfer, Teufel' und die Frei- ^rren von ^Pento und Mataja. beim .Ministerpräsidenten Tr. Ritter v o n S e i d l e r, um ihn auf die seit einigen Tagen im Um­lauf befindlicher! Gerüchte aufmerksam zu machen, welche sich in einer, die Gefühle der patriotischen Bevötternng tief verletzenden, Weise mit ^ ben allerhöchsten Personen des Kaisers und der Kaiserin beschäftigen. Die 'Abgeordneten stellten an den Arnrsterpräsideuten die Anfrage, was seitens der Regierung ge­schehen sei, um diesen empörenden Machenschaften wirftam zu be­gegnen. Don Seidler erklärt?, daß ihm hie in Frage stehenden Ge- rüchte wohlbekannt seien. Er mache sich zum Dolmetsch der Ge­fühle aller Bevölkerungskreise, indem er seine tiefe Entrüstung über diese niederträch,tigen, geradezu sinnlosen Msstreuungen aus- spreckx. Bezüglich der Quelle dieser ^unerhörten, slifiematisch ' be­triebenen Verhetzimg könnte ein. Zweifel nicht bestehen. Sic gehöre tit das Arsenal unserer Gegner, die kein Mittel scheuen, um das Gefüge der M>onarchie zu erschüttern, rmd die selbst vor öem Versuch nickst zurückschrecken, jene festen Bande inniger Liebe und Verehrung, die das allerhöchste Kaiserhaus nkit der- getreuezr Bevölkerung verknüpfen, zur Lockerung zu bringe>r. Er brauchst nicht zu sagen, daß dieser Erfolg diesem schamlosem Treiben nicht bc,chleden sein könne. Kein.vernünftiger Hiensch werde an einen derartigen Unsftm glauben. Jedenfalls verbürge er, der sistkinister- präsident, sich persönlich dafür, daß alle jene abscheulichen Gerüchte, dre in der letzten Zeit über ihre Majestäten verlTveitet worden seien, nicht einen Schatten ^von Wahrheit enthalten Die Berbreftungs derartiger Märchen sei deninach! ein höchst verderbliches Vor­gehen, dem mit aller Strenge des Gesetzes werde .ntgegengetreten: werden, da durchs sie den Manövern unserer Feinde geradezu Vor- ichub geleistet und dasVaterland schwer geschädigt werde. Es werde ohiie Ansehen der Person rücksichtslos vor gegangen werben. Es sei Pflicht eines jeden Staatsbürgers, die öffentliche Verwal­tung bei der Unterdrückung .dieser ruchlosen Umtriebe zu unter stützen, wie dies sehr erfreulicherweise auch bereits geschehe. Er verweise insbesondere auf die imposante Kundgebung, die der katho­lische Volksbund kürzlich veranstaltec habe. 'An die Herren W- geordneten wende sich die Regierung mit der dringenden Bitte, m dem gleichjen patriotischni Sinne wirken zu wollen. - Tie er* schunenen Abgeordneten nahmen die Mitteilung des Minister- Präsidenten mit Befriedigung.zur Kenntnis und sistierten ihm ihre ünd ihrer Parteien k,yale und patriotisch? Mitarbeft zu.

Börsenproteste.

Hamburg 3. Juli. (WTB. Nichtamtlich.) Entsprechend dem gestrigen Beschluß haben an der heutigen Hamburger Fonds- b o r, e keine Notterungen stattgeftlnden. Die Abwicklung der Geschäfte unterblieb demonstrativ. Auf telephonische Anrufe dcn Bstsoen in Berlin und Franchurt wurde nicht geantwortet. Uir 1 Uhr erklärte der Vorsitzende der Wertpapierbörse, Herr Ham­burg, daß sich der Vorstand dem gestrigen Beschluß der Mitglieder, o wett er sich auf die Propaganda gegen die droheittien Maßnahmen bezieht, voll anschließt. Er habe ein entsprechendes Telegramm an den Reichstag, den Hauptausschuß des Reichstages und an eine Anzahl von Reichstagsabgeordneten gerichtet.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Betr.n Hundetvllwut.

Tie Hundesperre wird mit Wirkung vom 10. Juli 1918 auf- gehoben.

Gießen, den £. Juli 1918.

Grvßherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: L a n g e r m a n n.

An den Ob?rbürgermeifter zu Gießen, die Großh. Büraer- mclstereien der Landgemeinden des Kreises. Großh. Volizei- amt Gießen und Großh. Gendarmerie des Kreises.

Vorstehende B-ckanntmachana ist ortsüblich zu veröffentlichen: die in >chrem Bezitzk liegenden Eisenbahnstalsionen sind cntwcech'nd zu verständigen.

Gießen, den 2. Juli 1918.

Grvßher^ogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Langermann.

AuS Rußland.

Moskau, 28. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Pressenachrickiten zufolge wird die Naphta-Not bedrohlich. In den Wolga- Häsen liegen statt 105 MrUionen Pud Naphta wie ; 'n Jahre 1917 lieht nur 12 Millionen. Man befürchtet auch ein baldiges, gänz­liches Stocken der Wolgaschisfahrr wegen des Diangels an Naphta.

Prawda" teilt mit, daß die Reise nach der Murmanküste wegen ber Nahruiigs- und der Wohnungsnot verboten worden ist.

.,Shisn" meldet, baß außer Vertretern Frankreichs Und der Vereinigten Staaten von Amerika sich zurzeit in Wologba auch eine englische Militärmission besindet.

Aus dem (Gouvernement O l o n e tz siiw dem Rate der Volks kommissionäre dringeiide Telearaimne über eine Hungersnot zugegangen, ebcmso von den Ktckebaka- und den Jnserski-Werken. Ti'e sibirische Regierung hat ein Ansfuhrverbot ft'ir Getreide und .Vieh erlassen.

Tas bisherige Wahlergebnis in Petersburg ist das flolgenbe: 406 Bolschewiki, 30 Bolscheiviki-Anhmrger 51 linke Sozi-alrevolutionäre, 19 rechte Sozialrevolutionäre und 29 Mensckse- wtil'i. Trotzki -oll geäußert haben, baß der Rat der Volks- kommissionäce eine Einuttschung der ehemaligen Verbündeten in die inneren russischen Angelegenheiten Äs einen feindlichen Akt aegen die Selbständigkeit der Sowjetrepicklik ansieht.

^Ein Aufruf des Großfürsten Michael.

Kopenhagen, 2. Juli. Wie aus Telegrammen hervor­geht, die nach London gelangt sftid, hat Großfürst Michael eine Kundgebung erlassen, wonach er es als seine Pflich-r an- icht, die Orbnimo wiederherzustellen und in Rußland die Macht neu z h begründen, nachdem die Aliflösung ber Kvn- titiwnte, die über Rußlands Regiernugsform frei lEstimmen sollte nur zu Rußlands Verfall gch'ihrt habe. Der Großfürst verspricht allen Amnestie, die au ber Bertreilmirg ber jetziger, Regierung teil- nehmerr wollen.

Ein Vorstoß stttren Clömeneeau.

Gens, 3. Juli DerMatin" meldet, daß man im Kammer- 'vher v-on eurem Vorstoß dervereinigten.Sozialisten gegen das Ministerium Clemenceau erzähle, der nach 'Ab Mich der in AuSbechnrung begriffemeu Offensive, spätstem abei-

Bckanntmachnng.

Betr.: Truschlöhne.

Nach Anhörung der Preisprütungsstelle für die Provinz Ober­hessen werden folgende Richtpreise für das Dreschen bestimmt:

1. Für Dreschen mit vollständigem Dreschsatz (d. h. mit Presse) auf- gemeinsamem Treschplatz und bei Stel­lung von drei fachkundigen Bediennngsleuten, ohne Verköstigung, ohne Stelttmg von Kohlen und ohne

Bindegarn, ein Stundenlohn von. 8. Mk.

bei Stellung von voller Verkösttgung seitens des Landwirtes für die Bedienungsleute ist für Mann

und Tag eine Vergütung von Mk. 3. abzurech­nen. Für Kohlenstellung settens des Dreschmaschi- nenbesitzers sind für die Treschstunde Mk. 3.50 zu­zusetzen. Bei Stellung von Bindegarn sind nur die Selbstkosten zu vergüten und zwar nach (Gewicht.

2. Für Dreschen in der Hofreite, für ein und dem­selben Besitzer bis zu 5stündiger Arbeitszett unter den gleichen Voraussetzungen wie bei Ziffer 1

ein Stundenlohn von.8.75 Mk

and von 5lOstündiger Arbeitszeit ein solcher von 8.50 Mk Tie Abschläge für Verkösttgung und die Zuschläge sirr Kohlen und Bindegarn bleiben bieselben wie un­ter Ziffer 1.

3. Für für die

0.50 Mk.

;u ment«

ln eitle Vergütung von ......

inde.

4. Für größere Wirtschaftsbetriebe mit längerer Drrsck- dauer bleibt freie Vereinbarung Vorbehalten Es wird empfohlen, hiernach schriftliche Vertrag baren. Wir vertoeisen auf die Reichsgetreideordnung vom 21. Juni 1917 und 29. Mai 1918, nach welcher, falls eine Einigung nicht zustande kommt, die höhere Berrvaltimgsbebörde lProvinzialaitt'- schuß der Provinz Oberhessen) die Festsetzimg vorzunehmen hat J-ügt sich der Treschmaschinenbesitzer alsdann nicht, io kann die Maschine vom Kvnimunalverband in Ansprikch genommen werden.

Gießen, den 2. Juli 1918.

Gws herzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Langermann.

An den Oßerbürgermerfter zu Gießen und die Groß!, Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Vorstehende Festsetzung ist zur .Kemitnis der Landwirte und Drelchmaschmenbesitzer zu bringen.

Gießen, den 2. Juli 1918.

GrvßheAogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: L a n g e r m a n it.

Bekanntmachung.

Betr.: Straßensperre.

Der Ba hn ü bergailg in Hungen tev KreLstzrnße gen-Langsdvrf" wird am Montag den 8. J uli I I ' , mittags von 3 bis 6 Uhr ,vegen Ausführung dringlicher bessernngsarbeiten für sämttichen FuhrwetWverkchr ge sperrt Gießen, den 3. Juli 1918. «esperrr.

Grvßherzogliches Kreisamt Gießen.

I. B.: CellarßnL

nach.