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** Gi e ße ner Waldbühne Die Aufführung von Björn- lons gehaltreichem LustspielWenn der junge Wein blüht" beginnt morgen (Mittwoch) mn 3^/^ (nicht e r st, tme neulich auf dem ^heaterzettel vermttkt worden »var, um 3 l /a), und zwar um 37iPu f 11 1 ch". Um nämlich eine Störung der gerade in meicm ^tiidc so wirkungsvollen Eingangsszenen zu verhüten, ist ern rechtzeitiges Erscheinen der Besucher dringend erwünscht. Da der Andrang an der Waldkasse gewöhnlich sehr groß ist, empfiehlt J®. Uch, die Karten jedesmal schon im Vorverkauf (bei .Herrn Ehallier, Neuenweg) zu lösen. Voraussichtlich wird das Lustspiel rn diesem Sommer nur einmal gebracht. Es wirken mit die .Damen Mar^cks Poetzsch, Wossidlo, Ka llma r, W e r ne r, Evlverg, melden, Havenith imd Robert

ferner die Sollte diese

Herren Volck, Tel eckst, Feigel und Lerch cwer eine der nächsten Vorstellungen infolge schlechter Witterung wer auS irgendeinem andern plötzlich eingetretenen Grund der- lv ' er ^ en müssen, dann lvird dies sofort nach erfolgter Ent- npließung spätestens aber eine Stunde vor dem auf den ^heaterzetteln und im Inserat angesetzteu. Zeitpunkt durch Aushang an .der Bürgermeisterei (Süd-Anlage) bekanntgegeüen. Tre gelösten Karten behalten in solchen Fällen ihre Gültigkeit für den nächsten Lluffüh rungslag. (S. heutige Anzeige.)

, ** Tie S ch w a r z - W e i ß - L i ch t spiel e, Seltersweg 81, bringen von heute ab bis einschließlich Freitag, 5. Juli, einen! ^pielvlan zur Vorföl nng. in dem Edith Meller inTie wilde! Ursula" nach dem gleichnamigen Roman von H. Courts-Mahler au stritt. Auster dein wird das graste Film werkSchwert und Herd" tn 6 Men von Tr. Fritz Söowronne? aufgrführt. Die Haupt- wlleir sind von SoMeästen dos Schruspielhanses Berlin besetzt. Zeit: vor, wahrend und nach dem Kriege. Tie Direktion hat bei, diesem Programni die Prüfe der Plätze um je 10 Pfg erhöht und rührt 10 °,0 der Gesang, imiahme MI die Ludend-)rff-Spende ab.

. Li ch t spi el h au s, Bahnhofstr. 34. Von heute ab bis ein, wl restlich Freitag steht das Film-Schau spielDas verlorene Paradies" nach dem bekannten Roman von Ludwig Fulda auf ^.m Spielplan. Madtz Christians, Bruno Kästner, Erich Kaiser- Titz haben die Hauptrollen inne. Austerdem wird das Lustspiel Zwei Künstler" vocgeführt.

Kreis Schotten.

Schotte n, 2. Juli. Landtagsabgoordntter Dr. Weber kwt aus Anlaß des Held- ltod-Z seiner beiden Söhne und einzigen Kinder 100 000 Mari als Grundstock zu einem Denknial für die gefallenen Krieger Oberhesfens gestiftet. Das Denkmal, für dessen Errichtung bereits der oberhesfischo Provinzialtag eine namhafte Dumme zur Verfügung stellte, erhält bekanntlich seinen Platz in der mengen OX'martung auf der 11 Morgen großen Bergkuppe des Winterberges.

Kreis Wetzlar.

va. Wetzlar, 1. Juli Zur letzten Sitzung des Kreistages waren 18 Abgeordnete erschienen. Die Rechnung der Kreiskomh rnunalkasse für 1910 wurde in Einnahme auf Ausgabe auf 1 035 563,00 Mark .festgesetzt.

Bestand von 17 292 65 ~

Me chnnngsjahr 1918 l? 051000 Mark gen Heimat für 1918 mit bi: Aufnahme einer n Zahlung der vom Kreise K rie a sunt erst ützuv ge n an die und Wehrleute. io.vi.' der Reick

1 082 859 60 Mk., in! Somit verbleibt ein ' Hark. Der Kreis ha ns ha l ts plan für das ^ nmode in Eiimahme nnd Ausgal>e mit beniat -desgleichen der der Herberge zur ' 5100 Mark. Sodann be'chloß der Kreistag eiteren Anleihe von 5 Millionen Mark zur ils Lieferungsverband vorzulegenderk Familien oinberufener Reservisten wochnlhilfe. Der neu zu gründenden j

'T.'iuf

ragendfte Ereignis des kommenden Winterhalbjahres bilden, da sie nicht nur die loerwollste Privatsammlung Frankfurts, sondern eine der bedeutendsten der Welt ist. Die Sammlung ist besonders reich an kostbaren Gemälden (Rubens, van Dyck», antiken Gläsern und Plastiken und einer blendenden Fülle antiker und moderner Juiveten- und Goldschmuckstücke, die allein Millionenwerte var- stelleu. Der jetzige Besitzer, Fritz von Gans, steht im 85. Lebensjahr.

= Frankfurt a. M., 2. Juli. Ter kürzlich aus einttn Militär-Arresthaus entwichene berüchtigte Einsteigdieb und Ein­brecher Ferdinand Scheller, 22 Jahre alt, wurde von der hiesigen Kriminalpolizei verhaftet. Scheller, der diesmal in ordens­geschmückter Feldwebelunisorm einherwandelte, ist bis jetzt nicht weniger als fünfmal aus Gefängnissen oder seinen polizeilichen Begleitern auf offen er Stra ße entwiche n.

Nachrichten des Standesamtes Gießen.

Geschäfts stunden: An Wochentagen für Aufgebote, Geburts- und Todesfälle vorni. von 810 Uhr und nachm, von 34 Uhr, im übrigen vorm, von 812 Uhr und nachm, von 26 Uhr.

Gestorbene: Juni 1. Marie Kausimann, geb. Kurz, 68 I., Ehefrau des Fabrikanten Eugen Kaufmann, Bismarckstr. 45.

1. Karl Löttgen, Kaufmann, 51 I., Gartenstr. 30. 1. Johan­nes Wetter, Schneioer, 57 I., Schützenstr. 9. 2. Karl Fink, 7 I., Sohn des Forstwatts und Landwitts Otto Fink zu Reöges- hain,, Kreis Schotten. 4. Elvira Äenrme, geb. Traemann, 80 I., Wittve des Leder fabrikanteu Eduard Lemms, Moltkestr. 32.

4. Margarete Theresia Traud, geb. Schneider, 49 I., Ehefrau des Zinu. ermanns Franz Karl Traud zu HerbstHg. 5. Hein- rick« Felömar, 1 Mt., Sohn des Eisenbahnsck-affdeZ Karl Feld- mar, Krosdorfer Str. 30. 6. Wil-elm Klee, 5 I., Soha des Schrei» e.s Heinrich Klee, Walltorstr. 18. 5. Wilhelm Wagner, Bergmann, 15 I., zu Bieber, Kreis 'Biedenkopf. 6. Max Schweitzer, Landw irt, 55 I., zu Ober-Mörlen, Kreis Friedberg. 6. Margarete Schäfer, geb. Wießm'r, 84 I., Wittve des Taglöhners Heinrich Schäler zu Königsberg, Kreis Biedenkopf. 6. Marie Wenzel, geb. Ritzel, 43 I., El-efrau des Gastwirts .Heinrich Wenzel zu Bergheim, Kreis Büdingen. 7. Friedrich Kroll, Sattler und Postageut, 46 I., zu Bleichnbach. Kreis B nein gen. 7. Peter Karl Hermann Zehner, Ta-chdecker, 26 I., Sandgasse 23. 7. Emilie Christiane Marie Luise Henriette Frank, geb. Löber. 63

1., Wittve des Gvoßh. Kanzleiinsp.NtorS Johann Karl Gustav Sldolf Frank, Ebelstr. 12. 8. Elise Ritter, ohne Bin ui, 64 I., aus Helde:, bergen, Kreis Friedberg. 8. Elisabeth Fleischhauer, geb. Fleischhauer, 74 I.. Witwe von Georg Fleischhauer V., zu Bad- Nauheim. 8. Wilhelmine Bergemann, geb. Roloff, 68 I., Eh-e- fra u des Oktwierhcbws August Be egen rann, Seltersweg 74.

11.. Elisabtth Diergardt, geb. Dörnemann. 66 I., Ehefrau von Heinrich DiergarHt, Licker Str. 74. 11. Sophie Becker, geb. Schilling, 78 I., Wittve des Gärtnereibesiyers Georg Becker, Kaiser- Mee 13. 12. Anna Heim, geb. Schmidt, 26 I., Ehefrau des Schreiners Johann Karl Heim. Stephans« r 41. 12. Frieda Cheimowicz, geb. Lutennirska, 39 I., Ehefrau des Althändlers Nüssen Cheimowicz, Walltorstr. 6. -- 13. Margarete Schön, geb.

nunrlieiocg.' 94. m. b. H., zu Düsseldorf tritt der .Ureis mir einer S ammsiulage von 10 000 Mark bei. Tie Kreis iteuer wurde um 10 v. H-. erhöht, der Mehrertrag soll zur neckung cmßergeioöholicher Kriegsausguben Verwendung stnden.

Stark.'nbura und Rheinhessen.

** O f f e n b a ch. 30. Juni. Eine Ofsenbacher Firma, so erzählt i 6jeOffenst Ztg ", suchte einen HauDurschen und erhielt auf ihre ^ Anzeige folgende Antwott:Sie suchen schon lange einen Haus­burschen. Ich /bitte mich Ihnen an, bin 17 Jahre alt, noch militärfrei und verlange 100 Mk. pro Woche, freie Wohnung, freies und Mtez Essen. Wie sind Ihre Bedingungen? Wie Ihre Arbeitszeit? Es wäre mir erwünscht, wenn ich um'5 Uhr mittags frei wäre und leick^te Arbeit hätte. Wenn Sie mich wollen, dann > ehreiben Sie. Angebot fofott erbeten." Dazu fst jede weitere Bemerkung^wohl überflüssig.

K P. Stadecken -Rheinhessen), 1. Juli. Seinen Tod selbst beim Bürgermeisteramt schttftlich angezeigt hat der von hier stammende Apotheker Sualo zu Mainz. Beigeordneter Wolf von hier, der zurzeit die Bürgermeistereigeschäste sühtt, erhiett einen i>mi dem Apotheker unterzeichntten Bttef, worin dieser mitteilte, daß er sich in der Nacht vom 27. zum 28. Juni auf dem hiefigeti Gemeindefriedhost ans Lebensüberdruß mit Morphium vergiften »verde. Ter Beigeordnete machte sich nach Empfang des merk­würdigen Schreibens joiort, nach dem Friedhofe auf und durch­suchte diesen genau, ohne indes etwas von deni Lebensmüden zu sehen. Die sehr bestimmten Mitteilungen Saales veranlaßten ihn, sich alsbald in Be.tz.'it.ing des Dorffchmiedes nochmals nach dem

Friedhofe zu begestul. Nach längerem

suchen fanden |te Grabe liegend vor.

auch

Der

wirklich den Apotheker sterbend cm einem Tod ttat alsbald ein.

Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M 1. Juli. Das eudgülcige Vwsteigerungstz Ergebnis von 50 Gunälden aus dem Nachlaß Fritz Boehles bei Preftal bezifferte sich auf 456 500 Mdrk. Den höchsten Preis erzielte das Gemälde ..Feierabend auf dem Lande" mir 140 000 Mark. _ ; Frankfurt a. M,, Juli Die Versteigerung der

Sammtmig Fritz von Gans fin-det, wie »vir erfahren, i.u Dezember d. I bei Cassirer-Holbing in Berlin statt. Sie wird das hervor-

We'mum, 63 I., ckbe des Wei l.neisüers 0rinri.fi Schön I., WMttmstr. 43. 14. Marie Schmidt, geb. Ger!ach, 77 I., Wittve des Ratsdierr-ers Philipp Stz.not. G-'etstnstr. 50. 14. Otto Zimmer. 2 I., Sohn des L^idtvirtS H inrich Zimmer, zu Wohn seid, Kreis Schatten. 14. Georg Lii-g'ionck . Bäcker, 73 I., von Grünberg, Kreis Giesten. 1.4. Margarete Breitstadt, geb. Lemmer, 83 I., Witwe des Werkstättehfilofsers Kon ad Breit­stadt, Wetzl'einstt.' 40.* 15. Fmnzi.ck.i Katl-.rrina Karolin? Pfeil, geb. Massing. 60 I., Witwe d?S Bahasch-einers Georg P?eil, Credneichr. 38. 16. Marie Pfarrer, geb. Juirg, 31 I., Ehefrau des Maurers Wilhelm Pfarrer, von Vittingeg. 13. Wilhelm Kvch. 7 I., Sohn des Landwirts Jakob Kockt zu Roßbach, Kreis Biedenkopf. 17. Wilhelm Roth. Privatmann, 71 I., Kaiser- Allee 5. 18. Anna Marie Schlichsr, geb. Grutfch. 82 I., Elvesrau des Schchmackers Heinrich Schlicher, Dammstr. 20. 19. Heinrich Schwing. Tagst' imer. 54 I., Neuenweg 48. 19. Dorothea Groß, geb. Schweitzer, 64 I., Witwe des Maurers Joseph Groß. Licker Str. 74. Ferdinand Katz, Handelsmann, 59 I., von Watzenborn. 21. Hemrich Rüster. 12 I., Sohn .-es Weiß- bInders Ludwig Rüster zu Oppenrod. ,- Josephat Ksiaxszkiwiz, 3 I., Tochter des Arbeiters Anton Ksiarszkiwiz. zu Wetzlar. 25. Margarete Guntrum, ohne Beruf. 26 I.. aus.Schlitz. 27. Christine Geißler,^ g?b. Schäfer, 61 I., Wittve des Taglöhners Franz Geißler, Astttweg 3. 27. Marie Seist geb. Nachtigall, 2? 2.' mf £ xau ^ Fuhrmanns Wilhelm Leip-, Wolsstr. 14. 28 Berta Schwabe, geb. Ostrnther, 83 I., Witwe des Stadtkantvrs Ludwig L-chivabe, Kirchtr. 5. .28. Elisabtth Hederich, geb. Mandler, 39 I., Ehewau des Schossers Heinrich Hederich zu Kruzeeibach, Kreis Wetzlar. 29. August Ebel, Dvengler, 61 I., Licher Str. 74. 30. Christine Froh-ihäuscr, geb. Kauf, 84 I., Witwe des Rentners Louis Frohnhäuser. Süd-Anlage 10. 29 Marie Tocter Dienstm^cktzn. 29 J. von Oberndorf, Kreis Wetzlar. oO. Walter Willy Hartmannshenn. 4 Tage, Sohn des Landwirts Konrad Harttncnmshenn. Zu Ebersgöns. Kreis Wetzlar. 30. Nachigall, Knabe ohne Vorname, 3 Stunden, T-ntti des S-ckveiners Attsti Nockgioali. St rin str. 65.

Vermischte».

* Strausberg, 1. Juli. (Privattel.) Auf der Neben­bahn Strausberg Strausberg-Stadt ist gestern, als sich der um 2 1 / a Uhr fällige Ans htzkßzug für den Berliner Vorortzug der Einfahrt z-nm Nebenvahnhof Sttausberg nähette, die Lokomottve aus dem Gleis gesprungen. Zwei auf der Platfform des ersten Wagens stehende Männer wurden herunter geschleudert. Ter eine, der Handwerker Wiltv Lauschst- auS Lichtenberg, ist tot, der zweite, der Arbeiter Gustav Uster aus Berlin, umrde schwer verletzt.

* Stuttgart, 1. Juli. Wie die städtische Polinndicekriorr mitteilt, tritt die sog. S p a n i s ch e K r a n k h e i t auch hier auf. ES handelt sich um Grippe, deren Verlauf bis jetzt gutattig ist.

* Frere Rückfahrt deutscher Flüchtlinge nach Estland. Teittsäne Flüchtlinge w-rden nach Estland frei zurückbe- fördert. Ter Minister der öffentlichen ?lrbeiten hat die Eisenbahn- direktionen ermächtigt, geflüchteten, hilfsbedürftigen Deutschen für ihre dauernde Rückkehr nach Estland freie Fahtt zu gewähren. Sie dürfen auch ihre Habe frackckfrei mit sich führen. Es geschieht dies in demselben Umfang wie hei den rückwandernden Flüchtlingen aus Livland. Für die freie Fahrt ist eine Empfehlung der Ver- kehrspvlitifchen Abteilung des Oberbefehlshabers Ost notlvandig. Sie wird gleichzeitig mit der Genehmigung zur Rückkehr abge­geben. Für rinen vorübergehenden Aufenthalt an den früheren Wohnorten in Estland wird diese Bergünstigmrg nicht geivähtt. Dieselbe Anvieisung hat der Chef des Rcichsamts für die^ Verwal­tung der Reichseisenbahuen der Gcneraldirettion in Straßburg erteilt. Auch die Eisenbahnkommissare sind beauftragt, den Privat­bahnen nahezulegen, dieselbe Vergünstigung auf ihren^ Strecken zu bewilligen. Ebenso ist den Bundesregierungen mit Ltaatsbahnen anheimgestellt worden, sich anzuschließen.

Letzte Nachrichten.

Der neueste Bericht der Heeresleitrrng.

(WTV.) Großes Hauptauartier, 2. Juli (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Ru pp recht.

Ata vieken Stellen der Front leiteten starke Feuer­überfülle Unternehmungen oes Feindes ein-, sie wurden ab- gewiefen.

Heeresgruppe Deutscher Westlich der Oise und südlich der

ron prinz.

Aisne rege Erkmr-

Das K?ger-M in Iena.

Aus Jena wird IMS geschrieben: Wie fremd auch unserm Ohr heute das Wott Fest klingt, das von der Witwe deS vecstorbenen Tondichters, Frau Dr. Reger veranstaltete Musikfest, das vom ~ ri# f 3*1; in Jena tagte, hatte freudigen Widerhall im mn,,lauschen Deutschland gefunden, nnd von fern und nah ivareni zadlreich«' Regericeunde herbrigerilt. TaS Programm gab ein mit »ehr feinem Ver,tändn>s zusammengestelltes, ganz besonders die letz'e Schaffensperiode des Tondichters berücksichtigendes Bild des 3'egerwi'rsts. imd ein Smb auserlesener künstlerischer Kräfte war zu Ieiner 6-ettattung geioouueu worden: das Philliarmonifche Or- ckiester Berlttl, das Leipziger Gewandlmus-Ouartet! und eine AnS- wlisti,ck>er Künstler aus allen Teilen Deutschlands, die hin- ttchilich^ Umr BekMltung für die Reger-Jnterpretterung au der c:vitz^ stehen. TaS Wunder, unter den gegenwärtigen Zeittwrhält- inin'n eine so anspruchzoolle Veranstaltting durchzuführen, vollzog um glatt: nur an zwei Stellen mußten in letzter Stunde Aende- (£V' ne u ^uckrtten: der Klarinettist (Hennann Wiebe! und K'ark Wkrairve konnte'' dienstlicher Verhinderung halber nickst eintreffen:

,L^tnettomiren trat mit schönstem Gelingen Heinrich O s- ; " la ctKn ein. Er vor allem bestritt den großen Erfolg des

.nronrnronzertes' in der alten tradittonserfüllten Stadtkirckst, in *|, L nrit |?imn Auftakt hatte. Introduktionen, Pafsagagli-,

über Elwralthemen kamen durch ihn m Gestaltung z Gehör. Gettrnd Fischer-

r lu än ^ m c 00'O* 11 gkrin seit lange iMmlichst bekannt, !!!!,, ^duster .^eitiemng der Auffassung-einige geistliche Lie- der, Palma Er dm a n n - P a ß t h o r y gab im Vorträge des Praludnnns und Fuge für Solo Violine A-moll, op. 131, Nr. 1, brnte Schönheit voi, Ton und Cantilene und reife Auffafsnng. ttwei voianittagllche riannnermusikkonzerte und zwei große K Lrch'itertonzerte fanden int iShlNises der Zeißwerke statt Untc überall,Ivo Reger zu Wort kommt app an de, Spitze. Sie spielte Variationen und Fuge über ein n0t - s Sl mit rmverghrichlicher technischer Reise

ünd hurrngend leidensck)aftticher Kraft des Ausdrucks. In den Bokaldarbietimgen vereinte sich mit (Pertrud Fisckter-dNaretzki die Lopranistin ..."'ta rilotnicka zum Vortrag einer Anzahl kostbar JHtr die auvgefallene Klarinetienfonatu Pleiten Georg Dohrn (der als »ehr feinsinnstrer Begleiter undi

dungstütigkeit. Stärkere Teilangrisfe des Feindes südlich des Ourry und westlich von Ehateau-Thierrp wurden in unserem Kampfgelünde zum Scheitern gebracht.

Leutnant Udet errang seinen 37. und 38.. Leutnant Kroll seinen 28. und 29. Lustsieg.

Der Erste Generalguartiermeister L u 0 e n d o r f s-

Unzufriedenheit der ukrainiWen Bevölkerung mit dem Kabinett.

Berlin, 2. Jrili. Am 27. Juni empfing der Hettman eine Delegation des a l l - u k r a i n i s -ch! e n Sem st w o - K o n - gresses, die eine Denkschrift überrejchre über die Organieswrung der Regierung in der Ukraine. Darin heiß: es, daß die Politik des jetzigen Kabinetts Unzufriedenheit und Unruhen im Lande Hervor­rufe, und daher ein neues uationales Kabinttt gebildet werden müsse, das bald eine konstimierende Versammlung nnd einen. StaacSrat, der noch vor der Versammlung in Tätigkett tteten soll, rinsetzen müsse. In ukrainisck-en .Regierungskreisen spricht man von einer baldigen Kabineitänderung. Es werden drei Kandidaten­listen genannt: 1. die des Großgrundbesitzers Kntschubei, 2. die des Sozial-Förderalisten Mischnowski und 3. des (öeneralsdaaksamoalts Markewitsch. Tie dritte Liste wird für die aussichtsreichste gehalten.

Aus der französischen Kammer.

Bern, 1. Jtrli. (WTB. McAamtlich.) Bei der Erörterung der provisorischen Budgttzwölftel in der französischen Kammer am vergangenen Donnerstag wies der Finirnzmirnster Klotz darauf hin, daß mfvlge des immer ausgedehnteren Eintreffens amen- konischer Truppen in Frankreich die von der Regierung bei der Bank von Frankreich angeforderten Kredite erhöht werden müssen. Klotz erklärte sodami, daß durch die von ihm ergriffenen Maß­nahmen bez.üglich der Papierverteilung der kleinen Presse das weitere Erscheinen möglick ^mackst wurde. Der Deputierte Lau­rent führte Bestchwerde über die HMiohabung der Militärzensun in feinem Departement Bievre, worauf der Unterstaatssetretär Jgnace in seiner Erwiderung bttonte, daß die Zeiffur besonders in den in die Kriegszone rinbezogenen Departements nicht abge­schafft oder^gemildrrt werden könne. Schließlich gab Mistral seitens der Sozialisten folgende Erklärung ab: Wir wollen die Ve- tierung des Budgets nicht verzögern und werden besungen eine Debatte .über die äußere Politik nicht auswerfen. Wir behalten, uns dies für später vor. Mistral verlas sodami ein Manifest der Federation generals du travril und wies nachdrücklich auf die Forderung des Manifestes bezüglich der Bekanntgabe n riegsziele hin, wobei er sagte, es loerde bald die Initiative zur Eiörterung des ManisesteS^in der Kammer ergriffen werden, was lebhaften Beifall bei der äußersten Linken auslüste. ReckZts wurden Protestrufe laut. Die provisorische:! Zwölftel wurden sodami mit 181 gegen drei Stimmen angenommen.

Nochschulnachtachten.

Göttin gen, 2. Juli. Ter bttanute Oßinäkotoge Pros. Dr. Jung ist im Mter von 58 Jahren gestorben.

Kammerspieler sich bewährte) und Meta Zlotnicka vornehm lind "ar in der Auffassung Liolinsonate H-moll, oy. 122. . . . Klinst stttuhe Eindrücke allerersten Ranges kamen von den Vorträgen des in Kjangschönhrit und Stilreinhrit hervorragenden Gewandhaus- u ldie Herren T o l l g a n d t, W o l s ch k e, H e x r m a n n|

iunb ffOnnel). Das Strrichauartett Fis-moll, op. 121, diese Kostbarkeit Regerscher Satzkunst, Trio T-moll op. 141b und Ma- vierguartttt A-moll, op. 133, wurden in der vollendeten Wieder- A"ve zu tief riudringlichen Offenbarungen des tiondichterischen ihres Komponisten. . . . Ten Gipfel alles östbotenen aber Mten die großen Orck>esteraufffihrnngen dar: der svmphonische Prolog zl> einer Tragödie, op. 108, die romantische Suite, op. 125, die Variationen und Fuge über ein Mozartthema, op. 132, die Serenade G-dur, op. 95, Hymnus der Liebe, op. 138, und die, vaterländische Ouvertüre, op. 140. . . . Ein Gesamtbild von erschütternder Grüße und Kttaft des Genius! der Musik. Werke und Wiedergabe lösten allertiefste Wirkungen ans. Fritz Busch, der an der Spitze des Orchesters stand, war bis vor kurzem noch ein Name, dessen. Klang nicht allzu weit in der deutschen Oeffemlick,- rert trug; er ist einer von den Künstlern, die in der Stille fertia» geworden, plötzlich entdeckt wenden amd dann gleich auf einem Gipwl stehen. Vmi Aachen kommt sein Weg: nach Stuttgart, wo er Stelle Max Schillings einzunehmen berufen ist. geht er Was Viisch, der noch sehr jung ist, als Regerimerprel zu geben hat, Unke beute von keiner Stelle ans überboten merben können; die, Fähigkeit, weiteste Spannungen zu füllen, kennzeichnet seine Lei- ulng, rin hinreißendes rhpthnnsches Temperament und ttefer Ernst tm Erfassen des Geistigen kommen hinzu. Äffr haben feit diesem Regerfest einen großen Orchesterleiter in Deutschland mehr.

Sehr' schön fügte sich in den Rahmen der Wietn'rgabe deS Hvmnus der Liebe das Siaritonsolo, von Albert Fischers vornehm-pathe^ ttjcker Bortragsttinst prchchttg gestaltet, rin. Auch die Suite für Solovioloncell D-moll, op. 131, von Paul Olrüm mer in Klang nnd Sttl hervorragend Mpiell, war ein höchst wertvoller Bestand- des setzten Orchi'sterkvnzerteS. ... Tie Künstler alle wurden enthusmsttsch gefeiert. S. D. G.

f a & V T b? p «'s Flammenwerfers. W

tcheint das ^-Mckfak gerad-? derinodei-nsten" Kampfmittel m fein dpß sie in Wirklichen d-irrcknus nicht Erfindnngen unsinei- Feit sind, sondern fast ansnahmslios rin sehr hohes Mter haben Ties gilt auch, wie Franz M. Fridihaus in dertlmfchan" trusfühtt'

für den Flammemverfei'. der vielfach irrig als ganz neue Was bezeichnet wurde. SckNN im Ja Hwri 24 v. Ehr. wurde ein Flamme, werser benützt, und zwar gebrauchen ihn im Pelope.nneii>ä.k Kriege die Botiei- bei der Belagerung öou Platää nnd Pheieoi Dieser erste betanntgewvrdene Flammenwerfer bestand ans o<m langen, ansge höhlten, mit Eisen bändern umschungene" Segel sta na Tuses Holzrohr zog man am einem Rädergestell gegen di.- Besen gnngswerke, die ja damals bekanntlich durck.oeg aus Holz gebai waren. Der Luftstrom großer Blasebälge, da- am tuut ren 'Hst dieses Rohres angebracktt waren, nmrde in ein Brondgefäst" ai vorderen Ende des Rohres geleitet. Das Branbgefäst W' m .glühenden Kohlen, mit Pech und Schwefel .refüllr. Es entstand n» durch den Luftilroin ein Stichflamme, die das Hol zniert e?r ^1, festiingng in Brand stecken wlltt. Jy der Gefchichtsschreibimg sn, derartige <vlammen-werfer hchrffg als Geschütze betzrichntt wordei was aber durckmnS falsch ist. weil ihnen ,a gerade das Witttiast nämlich d<is Geschoß, fehlt. Iw Jahre 107 n. Este ivurden Fla« inenwerfer der geschilderten Konstruktion von dem Kriensbai mersber des Kaisers Trajan, Apollodyros, auch gegen -stnner.i BririNgungsiverte vertoendet. Andere Flammemmwfer benünte ma fienen das sogenannte griechische Feuer, über das dir Foi-fwun sich noch bis in die jüugste Zeit hinein nicht einig war ^i'art Ul( ater eiert gttimden. auf denen ganz deutlich zu sehe:; ist. ir i> F'ttier bnm Nahkampf mks wriwn metallenen Hondrohren bera,,.' schlägt. Diese Kampfart war besonders beim Angriff übe- brückeil beliebt. Spätere Flammenwerfer, die im 15 ttahrtmiwei gebrauttp .mirden, hatten die Gestalt hohler Mttallgefäste. über Feuer stellte, um ans ilmen uurer Druck brennen>

T^rpentindämpfe lieranSschlaw'" zu lassen. Effn solll. l. im r r 1555 von dem Bischof von Upsala, Olans Maqnn- bri i r,e e e Flammemverfer hatte die Geslalt eines Müimri und a>,ir\- roi einem Reiter auf dem Sattel mitgenommen, sttn der Rückseite de Metallfigur war der Blasebalg angebpwltK, dura, den mau di Flamme entfachte, die harnt aus dem Arimdk der Figur ssch.a Em grösserer Flannnenn»erser, der zur selben Zeit im Gebwiii war, hatte d,e^ Gestalt rines lebensgwßen nrelallencm Pserde- das von zwei Kriegern auf riuem langen Gestüll gegen dst frind ll>che Linie gesehoben wurde. .Form und Wrrkmmsweise warn nattiurlickj. liocki plump unb mnständlicki. im OVnm^' war es ntv dasselbe Prinzw. das auck, den Flaimnemverün-'i de>> A1ritkri-ae« zu Gnmde liegt.