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in ihrer setzten L-itznirg zustimmten. Die Buderuswerke versorgen NLhezu beit g<m*n Kreis Wetzlar mit Elektrizität. Laut Vertrag detr-agt die Mindest abnah me an Strom jährlich 500000 Kilowatt- Mrni>en, der Kochst verbrauch 2 600 000 K.-W.-St Dazu erklärten Wer ciiuge ^utniftncHc aus der Versammlung, daß sie demnächst .ihren Strom ,elbst erzeugen und somit als Großabnehmer aus- '»cheDen. hat die Versammlung gegen die Mindestmenge

wme Bedrutt,: Die Versammlung beschloß, für die ersten 100 000 K.-W. -Sl. 7 Pf., für weitere 700000 K.-W.-St. 6 1 /, Pf. zu zahlen.

neue rttag gill rückioirkend vom 1. April 1918 bis ein­schließlich März 1981. Ins Auge gefaßt wurde ferner der Vau

einer elektrischen Bahn mit Vollspur, die hauptsächlich dem Güter­verkehr dierren soll.

Gerichtsfaak.

1 Darm fta dt, 30. Juni. (Strafkammer.) Das Leser: von Kriminalromanen hat auch einmal eine gute Wirkung gehabt. Sie erweckte in einem 16jährigen Fabrikarbeiter in Offen buch den Wunsch,Detektiv" zu werden. Um sich für diesen Beruf vor- ^bereiten, bat er einen gleichalterigen Arbeitsgenossen, der mit feinen Gilterwageneinbrücheii prahlte, ihn einmal mitznnehmen. Dies geschah. DerDetektiv-Anwärter" benachrichtigte jedoch vor­her den Vorsteher des Güterbahnhofs. Bei einem nächtlichen Be­such des Güterbahnhofes erbrach der andere mehrere plombierte Wagen. Als^ er in enieii der Wagen einftieg, schlug der Detektiv die schwere Türe hinter ihm zu und bervirkte die Festnahme. Der auf solche Weise erwischte Einbrecher erhielt 3 Wochen Gefängnis. Ein 14jähriger Bursche von Sprendlingen bei Offcnbach er­hielt wegen Verbrechens gegen § 176 Ms. 1, 3 des StGB. 4 nate Gefängnis.

== Frankfurt a.M., 30. Juni. Ein interessanter Prozeß . wurde gestern vor der Strafkammer verhandelt. Der Metzgermeister Gustav Neigenfind im Stadtteil Praunheim hatte gemeinsam nnl dem Bockenheimer Viehtranspvrleur Karl Krämer größere Mengen Vieh im Auftrag der Chemischen Fabrik Gries heim-Elek­tron aufge läuft, geschlachtet und der Menageverwaltung der Fabrik tzUgeführt. Krämer bezahlte seinen VieMefcrauten für das Pfund Lebendgewicht 2,40 Mk. und erhielt vom (K.ttvon 4 Ml. ivieder .Der Fabrikaufseher Jakob Litzinger uw' der Bureau Vorsteher Heinrich H e r m a n n aus Griesheim leiteten d-n gesamten C)rheim-- schLachtnngsbetrieb: sie erklärteii vor Gmudt, im A-rntrage der Fabrikleituikg gehandelt zu haben, die geziruugen sei, ihren schwer schaffeudeu Arbeitern besondere Lebensmtttelz;iwendimgen zu ver­schaffen, zumal die Griesheimer Rüstuirgsindustrre die Gesundheit vesonders angreife. Die Direktion sehe sich, imm nicht eine bessere Ernährnng^cnngeführt werde, gezwungen, den Betrieb teilweis zu schließen. Lie habe sich im vaterländischen Sirrne für die Lebens- vnttelbeschcttsung auf geheimem Wege entschieden. Der Fabrikarzt «Is Zeuge bestätigte vorsteheiide Angaben der beiden Beamten. Die 'Stvafkammer verhängte folgende Strafen. Neigenfind, der t«*# in einer anderen-leichlZandelsgeschichte ab geurteilt wurde, erhielt wegen verbotener Schlachtungen Und Schleichhandels 4 M v- Nate Gc.ängnis und 1500 Mk. Geldstrafe, Krämer wegen verbotene Schlachtungen und Ueberchreitung des Höchstpreises 8 Monate Gefängnis und, 1500 Mk. Geldstrafe. Je 6 Wochen ^uterukeb-!!? z daft kamen beiden Angeklagten zur Anrechnung. Die .FWrikoeam t it ermann und Litzinger erhielten wegen An­

nahme von Fleisch obne Marken 150 bzw. 100 Mark Geldstrafe. iAußerdem ^zgg das Gericht den Erlös für das noch vorgeffmdene ^nd an k'.u' KommNualverband verkaufte Fleisch ein und von Kramer fcu; a.is dem Fleischp^fanf erzielten Gewinn von 1800 Mk.

mÄhte die Erschienenen und erläntertk die Ziele und Zwecke der Bereinigung Industrie und Hochschule seien einig geworden, eine Che zu schließen zn beider Besten und zum Nutzen des Vaterlandes. Heute gelte es, das Kind dieser Ehe, die Vereinigung, aus der Taute

zu heben. 1

Tie vorgeschlagenen Satzungen wurden genehmigt und damit dre Gründung für vollzogen erklärt. Minister von Hombergk zu Vach teilte mit, daß der Großherzog persönlich als Mitglied beigetreten sei und genehmigt habe, daß die Vereinigung den Na- meli Ernst-Ludwig-Hv chschul-Gesellschaft führe. Auch das Niiuisterium des Innern sei mit einem einmaligen Bei­trag von 10 000 Mk. Mitglied der Vereinigung geworden.

Ter Vorsitzende teilt mit, daß durch einmalige Beiträge bereits em Kapital von 700 (X Mk. zusammengebracH worden sei, und daß man hoffe, in Kürze eine Million zu erreichen. An jährlichem Verträgen würden 14 750 Mk. zur Verfügung stehen. (Beifall.) Cs wurde sodann ein 9köpfiger Vorstand (davon vier Professoren der Hochschule) und ein 42köpfiger Verioaltungsausschuß gebildet.

Pros. Tr. Wähler hielt einen Ungemein lehrreichen Vortrags über die Verwendung der flüssigen Lun unter Vorführung zahl­reicher Versucl-e und Lichtbildern. Ter Vortrag legte Zeugnis ab von der wichtigen Rolle, die die Chemie in diesem Kriege spielt. Ohne sie hätte das deutsche Volk schon nach wenigen Monaten die Waffen strecken müssen, weil ihm die Rohstoffe ausgegangen wären, womit unsere Feinde auf das bestimmteste rechneten. Das Bei­spiel zeigte abckr auch die Notwendigkeit einer ständigen engen! Verbindung zwischen Landesverteidigung, Forschung und Indu­strie und Technik. Ter Vortrag ivurde mit gespanntester Aufmerk­samkeit entgegengenommen.

Zum Schlüsse wurden noch zwei Arbeitsausschüsse für Papierfabrikation und Lederlchemie gebildet.

Tie Teilnehmer an der Versammlung vereinigten sich sodann zu einer gemeinsamen Mittagstafel im Hotel zur Traube

Vermischtes.

Die Beisetzung )m-st'Mers.

Krieg lach 28. Juni. (WTB.) In größter Einfachheit und stille ist Freitag nachmittag Peter Rosegger zu Gin in' getragen worden. Tie Bewohner des ganzen Aäürz-Tales er­wiesen dem treue,: Landsmann und Dichter die letzte Ghve. Bauern aus Lllpil, dem Geburtsort Roseggers, trugen den einfachen Sarg. Nach der Einsegnung der Leich wurde er aus dem Ortsfriedhos nem Krieglach beigesetzt, Grabvedeti unterblieben auf ausdrücklichen Wunsch der Familie. Ebenso waren cuntlia-c 'PersönlichLeifen von auswärts auf die Bitte der Familie hin nicht erschienen.

*

Konstantinopel, 28. In in. WTB. i Den Blättern zu- svlge sind bei dem Brand, der vorgestern in der nicht ivei: von Konstaittiiwpel an der anatolisch.! Ätüiir des Marmara-Vtecres gelegenen Stadt Kart«l gewütet Hai, 3 00 Häuser, 35 Ge» schä-s'dsbaden, die Kirche und drei Schulen zerstört worden.

* Die erste Post in Deutschland. Ms erste Post in Deutschland wurde neuerdings die Landes post zwischen Münster und Worms im Jahre 1534 bezeichnet. Jetzt iveist Postrat H. Her-

Sründr-no der Ernft-rv-wigs-yochschul-Sesellschast.

1. D a r m st a d t, 30. Juni.

Gestern vvrmittag II 1 /* Uhr fand im Hörsaal des Chemischen Mkstltuts der Technischen Hochschule unter dem Vorsitz des Geh. Baurats Prof. Bern dt die Gründungsversammlung der Ver- einiNrng der Freunde der Technischen Hochchule statt. Zu ihr war der Großherzog mit Gefolge erschenen, ferner die drei Minister^ der Dezernent für die Technische Hochschule im Ministerium (Staate rat von W"ber, der Präsident der Zweiten Kammer, Oberbürger­meister Köhler-Worms, der Vorsitzende des Finanzausschusses Tr. Osann sowie zahlreiche Vertreter der ober- und mittelrheinischeü Industrie und des Handels.

Der Rektor der Technischen Hochschule Prof. Dr. Finger, von dessen Anregung die Gründung der Vereinigung ausging, be-

zl^g in Schwerin <m amtlicher <Sfcd'fe darauf bin, daß schon im jJahre 1516 zweifellos Pvsceri in Deittschland bestanden. Es wurde damals eine veitende Post zwischen Wien und Brüssel durch Franz von Taxis eingerichtet. Wann in Wirklichkeit die erste K>st eüi- gerichtot oder die Berkehrseinrichtung Post genannt wurde, läßt sich schwer sagen. In dem ältesten bisher bekannten Schriftstück wird ein Postmeister ^rus deui Haust Taxis erwähnt. Danach hat vi österreichschen Landeri jedenfalls Ln.de 1489, wahrscheinlich aber schon früher, eine Taxissche Pvst bestanden. Die erste Taxis sch Polt in Deutschland verlegt Ohmann in das Jahr 1490. Vielleicht sind schon früher Posten im Südwesten und Westen Deutschlands entstanden. Lchvn in den folgenden Jahren ist von Posten und Postboten die Rede. 1494 berichtet der Postmeister Meurl aus Koblenz an den Kaiserlichen Prvtonotar Zpprian von Northeim genannt von Sernstem über eine Post von Bingen nach Koblenz In einer Urkunde aus dem Jahre 1499 spricht er von Freiburg i B suiid Mainz,. 1495 ist die Rede von Worms, Kännstatt, Kirittl- Ungen und Rheinhausen. Schon am Ende des 15. Jahrhunderts gab es ziemlich ausgedehnte Posten in Deutschland.

* Eine neue Friedensprophezeiung. Diesmal ist es zur Mwechslung ein japanischer Skinto-Priester, der als Prophet <rustritt. Er heißt Sechachi Kvmoshtta und sein Tempel steht zu Mrlake rmweit Tokio. Seine PropheWimig lautet:Der europäisch

Krieg wird ÄS Seotember 1918 bauern. Die allgemeinen Friedens- vevhandluiiaen werden im November vegimten und enden März 1919. Es ist möglich, daß sie zu keinem Erfolge führen, vwim dauert der .Krieg noch länger imd der Friede >oirv im März 1920 geschlossen. Es wird aller mir ein Friede von zwei Jahren iein^ denn im Februar- 1921 wird ein neuer großer Krieg beginne»; in dem Japan gegen drei große Weltmächu kämpfen .mrd Dieser Krieg wird drei Jahre dauern. Der Prophet KvMvshita beruft sich darauf, daß seine frühereil PlwvlN'Kiungen bezüglich des russisch-japaiiischen Krieges (1904/0?- und des jetzil?en Weltkrieges Mts eingctvoffen sin d.

Lctztc NacyL'ichtcn.

Dev neueste !3cridbt dev Heevesleitnng.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 1. Juli

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz. HeeresgruppeKron Prinz Rupvrecht

Die Gesechtstätigkeit lebte am Abend an vielen Stellen der Front auf. Lebhafte Erkunduntistätigkeit hielt an. Eng­lische Teilangrifft nördlich von Albert wurden abgewiesen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Zwischen Aisne und Marne rege Tätigkeit des Feindes. Mehrfach stieß Infanterie zu starken Erkundungen vor. Bei und südlich von St. Pierre-Aigle griff der Franzose gegen Mittag nach nächtlicher Vorbereitung an. Er wurde abgc- wiesen. Ebenso scheiterten hier nächtliche Vorstöße des Feindes. .

*

Leutnant Löwenhardt errang seinen 32. Luftsieg.

Nach Abschluß der Prüfungen beträgt die Zahl der seit Beginn unserer Angriffsschlachten 21. März 1918 bis­her über unsere Sammelstellen abgeführten Gefangenen, ausschließlich der durch die Krankenanstalten zurückgefichrten Verwundeten: 191 454, davon haben die

Engländer 94 939 Gefangene, darunter 4 Generale und etwa 3100 Offiziere, die

Franzosen 89 099 Gefangene, darunter 2 Generale und etwa 3100 Offiziere

verloren. Der Rest verteilt sich auf Portugiesen, Belgier und

Amerikaner.

Von den Schlachtfeldern wurden bisher 2470 Geschütze und 15 024 Maschinengewehre in die Beutestellen zurück- gefützrt.

Der Erste Generalguartiermeistcr Ludendorff.

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Der türkische Bericht.

Kv nstantinvpel, 28.Ami. >WTB. TttchtmMictz.i Tages­bericht. Pal ästi na front. Stellenweise lebhaftes ArtiUerieseuer anf unseren Dtellnngen und den: rücklvärtigen Gelände Wir er- ividerten das Feuer mit schveren Geschützen aus feindliche Lager in der Gegend von Jericho urid norbösdlick Die beiderseitige Fliegertätigkeit war sehr vege. Es fanden mehrere Lustkumpfe statt, in deren Verlauf ein feindliMs Flugzeug hinter nuferen, Linie abgeschlossen wurde. Ter Führer ist tvt, der Berrbachter ge­fangen. Ein anderes feiirdlick^S Flugzeug wurde zur Landung ge­zwungen. Ein Angriff der Rebellen zwischen Matz« und Maon wurde abgeschlagen. Von den übrigen Fronten nichts treues.

Konferenz zum Anstausth der Kriegsgefangenen.

Berlin, 1. Juli. Ter erste britische Delegierte für die Konferenz zum Austausch der Kriegsgefange­nen, Str George Cave, teilte einem Vertreter der in Amsterdam erscheinendenBritisch News" .mit, daß die Bespvechrmgen heute wieder ausgenommen und voraussichtlich innerhalb einiger 'tnae zu Enr geführt würden. Bezüglich der Behandlung der Kriegsgefange­ne v erwarte man keine größeren Schwierigkeiten, indessen scherm der 'Austausch schwieriger zu sein. Er bege die beste Hofsiiung, sagte er, daß es gelingen werde, auch hierüber zu einem guten Erfolg zu kommen.