Ak. 151 Zweiter Blatt
Gießen« Anzeiger IGenerai-Anzeigrr für GbecheUn)
mofttas, 1 . Juli 1918
Der ungarische Ministerpräsident über die Verluste bei der letzten Offensive.
Bu da Pest, 29. Juni. (WiLBtt Im ?lbgeordtretenhause hat Sestern $u Beginn bet Sitzung MmsterprÄsidmt Dr. Wekerle Svkgende Erklärung, abgegeben:
Ja Verbindung mit her letzten Offensive, insbesondere mit tzmserem in: Gebiet der Piave stack der Brenta erfolgtet: Vor- icücken und imjerm Rückzüge sind so lveitgehende und unglaubliche Ausstretarugei: tnt Umlauf, daß ich nvich zur richtigen Feststellung des Tatbestandes und um die übertriebenen Nachrichten aus ihren wahren Wert zurückzufü streu, zur Beruhigung der öffentlichen M>eimmg mit voller Ätsiricl-tigkeit vor der Oeffentlichkeit zu äußern wünsche. Kürt, Hort!) Ich hielt es für meine Pflicht, diesbezüglich von der Heeresleitung unmittelbar Informationen emzuholeu, die ich dem Haüsi' mitzubülen wünsche. Zunächst stelle ich fest, daß wir mit voller Aufrichtigkeit und ohne jede Sckstm- färbcrei alle Kriegsnachricksten veröffentlichen. Das Haus weiß, vaß wir an der Piave und an der Brenta vorgsdrungen sind und, un: Meirschenleben zu sckwnen, nachdem die Festhaltung unserer Positionen mit riesigen Verlusten verbündet: gewesen wäre, uns an der Piave zurückgezogen haben und nur an der Brenta manche okkupierten Gebiete behalten haben. Bei diesem Rückzuge sind insgesamt 12 000 Gefangene in die Hände des Feindes gelangt. Wenn ich trotz dieser traurigen Ergebnisse von den: Ganzen Folgerungen aöleite, steht ohne Zweifel fest, daß wir den Italienern bedeutende Verluste verursachten und sie hinderten, einen erheblichen Teil ihrer Truppen an die Westfront zu senden, was im Interesse der gemeinschaftlichen Kriegführung ohne Zweifel ein Ziel ist, das zu erreichen ebenfalls unsere Pflicht war. Diesen Zweck üittben wir auch erreicht. So traurig auch die Ergebnisse sind, glaube ich, wem: wir die Gesche'hnisse in ihrer Gesamtheit in Betracht ziet-eu, können dieselben vom Gesichtspunkt der Kriegführung ans nicht als eine N«tzerlage bezeichnet werden, denn diese Operationen haben dem Feinde entert größeren Schaden verursacht als Uns. Wenn wir ccker den Zweck nicht erreicht haben, daß wir große Fortschritte hätten machen können, so haben nur doch keinerlei Ursache, unser Vertrauen zu verlieren. Sotvohl die Arinee wie das Lmck köta:-et: beruhigt sein, daß uns hier größere Verluste nicht treffen .werden, daß unsere Stellungen gesichert sind und daß, wenn wir auch keinen vollständigen Erwlg hattet:, wir der Tätigkeit unserer Armee in Zukunft und dem Ausgang des Krieges mit Bertvauen entgegen sehen kö nnen.
Abg. Zlinscy: Wie hoch waren die Verluste?
Wekerle: Ich wlll mich ganz aufrichtig äußern. Ter Hon- vednnnister sprach vor kurzem von 8000 Gefangenen. Als er hiervon sprach, hatten rvir das aus den bis zum 22. Juni veröffent-, lichten Berichten des Generals Tiaz festgestellt. Auf (frcunb dev sertyer erschienenen Berichte muß ich dies richtigstellen und feststellen, daß 12000 Mtann in italienische Gefangenschaft geraten find, während 50000 italienische Gefangene in ünsere Hände fielen. Die Ziffer der Kranken und Verwundeteikann nickt strenge abgesondert werden, tveil der Stand in der Weise sestgefteltt zu werden pflegt, daß wir die Zahl der Heimkehrendens Truppen zur Grundlage genommen haben. Wir erlitten einen riesigen, sehr bedauerlichen Verlust, der aber im Vergleiche zur 10. und 11. italienischern Offensive, die damals erlittenen Verluste nicht überschreitet, ja hinter diesen zurücköleibt, denn bei der 10. und 11. italienischen Offensive hatten wir einer: Verlust von 80 000 bis 100 000 Mann. Jetzt aber ist rasier Verlust gleichfalls annähernd 100 000 Mann. (Bewegung.)
Diesen bedauerlichen Umstand bin ich gezwungen festzustellen. In dieser Ziffer sind die Gefallenen, die Leicht- und Schwerver-« letzten und jene enthalten, die als Marode zurückgebvacht wurden. "Bewegung und Rufe: Lauter Ungarn?) Ich, sichre diese Ziffern deshalb cm, um mit ganzer Aufrichtigkeit die Lage darzulegeitz (Zustimmung.) Ferner führe ich sie auch aus dem Grimde an, weil unsere Feinde diese Verluste gewiß in übertriebener Weise schildern werden und vielleicht auch unsere öffentliche Meinung^ Ich will nur noch bemerken, well auch solche Gerüäste im Um Ums find, daß auch diesmal wieder ungarische Truppen in über mäßig großer Zahl in Anspruch genommen worden seien und daß der Verlust bloß diese treffe, daß an der ganzen Offensive und an dem Rückzug 33 ungarische und 37 österreick)ische Regimenter teil- gcwnnmen haben, also 47 Proz. Ungarn und 53 Prvz. Oesterreicher.
Ter Verlust der Italiener betrug beim ganzen Vorrücken und beim Rückzug 150000 Mrrnn. Er übersteigt somit weit unsere Verluste au Toten, Verwunderet: und Kranken. Ties stelle ich auch aus ihren ei getreu Taten fest. Auch wurde die Nachricht verbreitet, daß der Verlust durch den Mangel an Munition verursacht worden sei. (Ruf: Mangel an Pooviattt?) Mit Munition war unsere Armee nie so gut versehen, wie um Rillte Juni. Richtig ist, daß, nacijdem von dxtr über die Piave geschlagenen drei Brücken unglücklicherweise die oberste ein stürzte, dorm die beiden anderen mitgerissen wurden, wodurch in der Beförderung von Prvviattt und .Munition ramberwmdiiche Schnürigkeiten etttfamb-esn. (Bewegung.) Gegenüber den Gerüchten jedoch, als ob dort Fälle vot: Hungertod vorgekommen seien, muß ich ftstnellen, daß anch nicht ein einziger Fall bei uns vor gekommen ist. (Lärm links.) Ter Rückzug erfolgte ganz systematisch und nur wenige Trirppen, die zur Decktmg des Rückzuges dort zurückblieben, fielen in italienisch Gefangenschaft.
Wien, 29. Juni. (WTB.) Zu den vom ungarischen Mmister- präsidenten im ungarischen Abgeordneten hause abgegebenen Erklärungen über die Verlustziffern anläßlich der jüngsten Offensive gegen Italien wird dem Wiener K. K. Korr.-Bureau von maß- gebender Seite folgender Kommentar gegeben:
1. Die Zahl 100 0 00 beruht auf einer irrtümlichen Ausfassungder elligst abgegebenen Telephondepesche. Es wurde der ungarischen Regierung von: Armee-Oberkommando mitgeteilt, daß die Verluste gerinaer aSs die in der 10. und 11. Jsvnzv- Schlacht seiet:, die 800CK)—100000 Mann betrugen. Jrgendwelch qenaum Daten liegen über die in Rede stehende Einbuße an Mattn- .chaften ubechaupk nicht vor. 2. Die durch den Vergleich mit der ^0- und 11. >;souzo-Schlacht angedeütete Verlustziffer bezieht sich nicht am die Pmve-Fvrmt, noch weniger auf die vom Miinfterpräsi- oeirten angeführten 70 Infanterie-Regimenter allein, sondert: auf d« ganze Front vom Stilfser Joch bis zur Adria und umfaßt den fcitrmm vom 15. bis 20. Juni, also sechs Kampftage. .1 In den Gesamt Verlusten sllck immer auch die Abgänge an «ranken einbegriffen, wie dies ja der Ministerpräsident heute auch betonte. Dr^si betragen je nach der Witterung an der Südwest- wvnt tagllch 2 —4000 Manu, ergeben also für sechs niederschlag- imd t alteret che Tage 20—25 000 Mann. Die Verluste überstieget: demnach in kemer Weise das normale Maß uttd bietet: der Oeffeut- ttchkett dw Geroähr. daß die Kampssührrms alles tat, um die Zahl der Opfer etuzuschränlen.
hervor gerufen ansmeh-m. Man Hab« dort ein miütälrifckM Regime eingeführt, dessen Aufmchlorchlttct:g 60 000 Mann erfordere, von betten die meisten besser an der Front ll: Fvcackreich wären. Aber damit iyaht man keineswegs Irland amzusichüchtevn vermocht. Tie Lage sei schlechter denn je «rvvr.
Bern, 29. Juni. (WTB.^ Die „Dallh N-SvS" meldet aus Dublin vom 21. Istmi, die öffentliche Mellrung sei auf die Ankündigung, daß die Wehrpflicht und Homer ule fallen gelassen wüüdrn, vorbereitet geraesen und sehe diese treue Phase der irischen Politik einfach alS ell: netres föaplltel in der Polllik des unchrstülllsn Zwanges an. B»ck bespruxchu wurde WimbarneS kalte Tusche auf das angeblich deutsch-irische KvmMttt. Mar: fveise ldavauf 'hin, daß na-cl), der Erklärung Curzons das ZöoMplott im Mai et:tdeckt, der geü-eimnisvolle Marm in dem Faltboot aber bereits am 12. Sepbember festtgeimmitten tvotllen sei, und mtter- streche die Bvmerkmm Wtmbornes, daß es sonderbar ser, daß weder er, der damals Vizäkönig war, twch ein sonstiges Mitglied der irischet: Exekutive von. dem bestzÄ«nden KotUplott eine Ahnung hatten. Tie ttatiotulliskischien Kverse seien daher geneigt, die gatuze Gochichte als ein Zbontplott der Regiierung anzusehen, da in Irland dem Prinzip der Srsbstb-eiammirng zuwider regiert werde und man eine neue MmosiMve schaffen wolle. „Foeemans Journal", ein Organ der irischen parlametrbarischcn Partei, erklärte: Jie Regierung ist in ibreo iIrenlpollliknM nur bankerott, sondern sie ist eine betrügerische Bankevotteurm: Wimborne hat ihren Betrug mthüllt tmd Cnrzm: hat den Batikervtt zürgegeben. Der Korrespondent schließt: Ich scche die Lage so an, daß die Nationalist^, die seinzige Gesetze und Ordnung .apräsetttieretcke Partei, narl^ent ilir Ziel, näml«l> Hvmerule, m Wegfall ödßoratnöt ist, ihoe konstitu- ttvuelle Kampa gtw nicht s»irtz«fetzet: vernwgen und m amvfyc der Flut des gesetzlosen 2imrfeM:ertt:ms nichts urchr strtgegen zu setzet: ltaben. Gleichzeitig stehen ihnet: die Orangemänuer gegenüber, die durch die ZurLüt-ochme des .HomeiMe-Äerspr-echeus ermutigt worden sind. Krrrz gesagt, die beidan Extvemis^vparteiet: haben jetzt die Obellhm ck. __
Ans Stadt «nd
Die Jrenpolitik Englands.
^ Bei der Oberhaitsdebatte an:
^ W^nrborne die Jrenpolitik der in ^lmtn«nt«r Krllck und bella:dete da-
Zweifel über das tatsächiche Be- Komplotts in dem Sinne. l> *S n «ÄprortMi hatte. Wie dac ,.Ttmcs" «^>«oni,7 aiüi, man .menfct,- von
2 " W*- ®» fei loutx'dxrr, daß
Kr%.t £ v2^*L ifmÖ co E nt «--der-n Mitqli.-k>e der mfa*,,
L te Ä -^ r §iey°.rden ÜRWet teg
17 d -ulffch c fomptät, ttmä sich letzthin
tyüx , nvchr als die Folge eines gutkehveudan B-s-ns, Oü MxMaiMen W-chs-, in der L-g^ in Inland
Gießen, den 1. Juli 1918.
** A m tliche Personalnachcichten. Der Groß- Herzog empfing zum Vortrag: den Staatsminister Dr. von Ewald, den Finanzminister Dr. Becker; außerdem den Generalleutnant z. D. Nvell. — Der Grvßherzog hat am 26. Juni d. I. den Direktor der Gewerbeschule zu Darmstadt, Professor Dr. Ferdinand Meisel, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treue:: Dienste mit Wirkutrg vom 1. Oktober 1918 an in den Ruhestand versetzt.
** Beförderung. OOcraefrcilec Max Pohl, Juchaber des Gsernen KveuMs, wurde z-mu Unteroffizier befördert.
** Das Fest ihrer Silberhochzeit feierten gestern, Sonntag den 30. Juni, Tapezierer Franz Vock und Frau, Wilhelmstraße 4.
** Aus dem Militär Wochenblatt. Befördert: Leut- nwtt Mvrtrewa? d. R. d. FeSxirt.-Hrgts. 35 (I Darmstadt), jetzt b. d. Frldart.-Schie^sckul« Jütet1>»g, :-u'r OSfrst^ttnant; die B^e- wachtmeister Vogt (I Darmsbadti, Armkwcht (WortuM zu Leu^ ncrntts der Reserve b. Feldal r.; jjwi Oberst, der Leutnant d. Res. MueÄ d. Jnf.-Rgt. 87 (H-ageu-, bisher Soest; Bizefcldw. ZiAtmer- mann (I Darmstadr) «rnt Letrtn. b. Arw.-Inf. 2 Aufg.; Scheid, llntewff. d. Fekdart.-Regtzs. 27, zum Fähnrich: Dizefeldw. Barth (Mainz) zum &uüt. b. R«s. der Ins.: Vizeßldw. Hellaud (Worms) zum Lattn. d. Res. d. Fußart.: Bizeselltw. Schwanitz (Mainz), Fachart-Rgt. Nr. 5, zun: Lcutn. b Res. dieses RegstÄ.; zutn Haupttnamr: der Oborleuttr. d. Äw.-Jnf. 1. Aufg.: Emmerich (Worms): Bizefeldw. Atrgstein (Main») zum Äeuttr d. Res. der Inf.; zu Ober-Vetr.: die Beter, der Rrs.: Molk (I Dartnstadt), Hummel (II Darmstadt), Uhrig (Gießei:).
** Nachforschungen nach vermißten deutschen Heeresangehörigen in Rumänien. Nachdem der Rücktransport der in rumänische Gefangenschaft geratenen deutschen Heeresangehörigen nunmehr nahezu a^ durchgeführt erachtet werdet: kaim, soll in Rumänien eine Sondcr-Nachsvrschung nach denjenigen eingeleitet werden, die aus der Gefangenschaft geschrieben haben oder geineldet worden ttnd, über derct: Schicksal aber weiter feine Nachrirdkcn vorlregen. Zu diesem Zweck ergeht' lfiermit an alle Angehörigen vor: in rumänische Gefangenschaft geratenen Sot- daten das Ersull>en, die Natnetr solcher Vermißlen aus den Kreisen Gießen, Alsfeld, Lauterbach, Schotten und Wetzlar an den hiesigen Bezirksausschuß ftrr Ver- mißte und Krriegsgefangene in der L i e b i g st r a ß e, A l t e llnrk, bekmmtzugeben und zwar unter Vorlegmtg einer
Die Htzchtung wird oder beschränkt oder auttorei&kfiat bei einem Mrtverschulden des Arbeiters, wenn dieser zum Heiststel Kostbar- ketten «ickringt oder die Ordnung für die Kleiderablage nicht beuchtet. Die Haftung wird auch eitrseichräutt, wenn der Arbeiter mit einer bcfriitmrten Art der UnterL::tisu:-g einverstanden ist oder E MitLetoachung durchs die Artzei:erschail eingefü^tt ist. Eine moße Abbchnutrg der Haftmig in der Kleiderablageordmrng etct> o:ndet nutzt vot: der Haftung. Die Haftung geht aus dem Arbeits- Vertrag hervor. Es bedari keines bestmderen Berwahrungsverlrages.
**MilitärpersonLt:unter"ehende.iBorjchrii- j. c n des Krieg s w i r 1 s ch a s t s r e ch : s. Die Bvi lswir i, chaft- hat: LtbteLung des Kriegsernährun.^samt hat den Preisprü ungs- tbclleit mitgcfceilt, es könne nicht zweifelhaft seit:, das; die Bestrm- munget: der Vevordnurng über den öan&el ntü Lebens- mid Futter- m:tteln von: 34. Juni 191i» auch auf Milllärpersonen, die einen genehtuigungspflichtigen Handel betreibet:, Amvendung finden, und Q^b dtese sich bei einer Uebertrelung jener Borschritte:: strafbar luuchen. § 10 des Strajgrsetzduck>s bestimmt ausdrücklich, daß auf deutsche Militärpersvnrn die etÜHetueitlerl Straigch'etze dstz Reiches msowell Atnuendung flltden, als illcht die Milllärgesctze ettvas anderes bestimnten. § 3 des ^ Mi-, itärstrasgesetzbuchs geht noch werter, indem er anordnet, daß strafbare Handlungen der Militär- persotren, dre nicht tnilitärische Vergehen oder Verbrechen sind, nach den allgemeinetr Strasgesetz^l beurteilt tverdeu, also die Mllllär- persoueu der LandesstrafgesttzgÄmng uuteruürft. Wenn das preußische Kriegsmini><err.un sich dahin ausgesprachea hat, daß. tnchts dagegen einzuwendeu sei, wenn Acllitärpersonet: ihrem versönlichm Berus nack>gehen, soweit es sich init sen dienstlichen Wußten vereitckaoe.: lasse, so ist darin kerne Dnrchk-verhtmg geltender R«ckstssätze zu finden.
** Warnung vor Verwendung von Zinkkesseln zu m Ei n k o che n. In den letzten Jahren ist zu wiederholten Malen ine Beobachtung gemacht toorden, daß Ztoetschettlatwerge und ähnliche Obsteimkochunget: in Privathaushaltunaeu unter Ver- ivendung von Zinkkesseln hergestellt worden sind. Durch chemische U::terst:chut:gen hat man dann festgestellt, daß sich oft größere Mengen^von Zinksahzen in den eingekochten Obstmengen befunden baden. Sobald durch den Säuregehalt deS Obstes Zinksalze ll: Lösung gebracht worden sitck, kann die Latwerge wegen der damit verbutrdener: Gestrnd heitsschädlichke llen nicht genossen werden. Marmelade und Latwerge sind dann wertlos, toas bei den gegenwärtigen tetrren Obstpreisen für die em-einen Haushaltungen doppelt etnpfindlich erscheittt. Das Publikum wird daher nackHrücklichst davor gewarnt, Zinkkessel zum Elltko-chen von Obft zu verwendet:.
^ . ^.driefaufschriflen. In der jetzigen Zeit, wo der Bestelldienst der Pojbcrn!kalten zum gr>)ßen Teil durch wenig geübte HiffSkrälte besorgt werden muß, wirken Mängel in der Aufschrift
der Postsendungen (ungenaue Bezeichnung des Empfängers, Fehlen in der .Arrgabe von Straße, Hausnummer, Gebäudeteil, Stock
werks usw. auch bei wenig bekannten Personen oder (^)eschäften) besonders erschveretck auf den Betrieb tmd verursachen nicht selten erlöblich- BerzötTerung ll: ihrer Bestellung. Rickuigkeit. ^eut.ttchkell uuö Vollständigkell der Aufschrift sind bk unerläßlichen
Vt >« /*«(«« ^ ^— *_ * . _ » i c «rv
bandschristlichet: Mitteilung bei Betreffenden Urs"der fangenschaft, odc '
. oder emer sonstigen Unterlage, aus welcher ein-
wandpre: festgestellt werden kann, baß der Vermißte tatsäch- lrch rn rumänischer Gefangenschaft war.
** Der unmittelbare Postverkehr zwischen
Deut; chland und denVereinigtenStaalen von
A m e r: k a ist u n t e r b r o che n. Nack> einer Mitteilung des amerrkanischen Roten Kreuzes „ist jegliche ^rresvondenz zw:schen Atnerika einerseits und Deutschland mib Oesterreichs- Ungarn andererseits, sei es direkt oder indirekt — auSgenotn- men b:e Kriegsgesangenenpoft — streMterrs verboten. Den Personen, welche diese Vestimmmig übertreten, dn-ht in Amerika Gefängnis,träfe". Es ist jedoch ellu- beschränkte Nachrrchtenvermittlung durch das Rot? Kreuz ztlgelassen. Die
Zentralauskunftsstelle für Auswanderer ""in Berlin,' Am Karlsbad 10, nimntt knrzge^aßte, ,ni ' ~ "
.. - a z-~ .. nicht in Briefform gehab-
tme Angaben zur Werterlettung entgegen, die den bctreffttr- den Angehörigen in den Bereinigten Staaten, gleichwie in
Kanada und Südamerika, ^persönliche, nicÄ geschäftliche
AufenHalt oder Be-
Nachrichten mitbeiletr oder über deren finden Auskimst erbftten.
** Das Reichsgericht über Schäden durch Luft- fahr zeuge, lieber die Bersill^-vimg gvg-a: Schadon, die durch Lufkstchrzettge verursacht wacker, hat das eine bs-
merkeusrverte ^ch.cl^ckrmg getrost, tw ^ brat Bleich b^r -Lteuervertvartuirg metgeteilt tmrd. Als Feuerperfichertorg \M drs RerchS-Llernpelgeietz jede Versickert mg angc^hen tmsia.:, die ae- w<S)tt Mltz ^En,'osi«., oder -r tzs m« a i
dabet fettten' lltttersilM,, ob bk Vsrstchevt«^ alle h*a Ge
Wßti zugleick) oder ob sie mx gegen K?e(me 2 - tmt ihnen ober nur gewm emjtlm[iM* iuA or^fi emjch®
lRgahr nur rn beschrcktkder Wut w üüernvnnmm ist: GZ ist bt ^tlb auch nicht angän stg, eine llntersch.stdu-ng nmh den etwaigen llr-
ba Feuerversichmmgen. Gerade unt Rücksicht ans die SchLdcn d^ rnfvlge des Krchges durch ^fiemdlichs LuftfahrIvuM und die
^ ...' - - ^ ^uit mm0cj{jc iaib syw
^!^'^ur^'Ntgvn drvlM, ift dsr we^rtlrch« taub umfangreichste |^1 bet ZmmjK, der bm ^
Schiet: ims Ex^oswtvQt zru sichern^bestllnmt ist. Darm ltz.'gt aber
em Versich-r-mtgsv?Nrng vor, der als BerssttzMaky gogvu Feller-' gefacht: zu gelten hat.
x- des Arbeitgebers für
d^Kletderabkaae. Ueber d« de« Arbeit-
gefcerS für Me Klvtdentblage der Arbeiter in gröchiwen Betriebet: hat das Gewcrbegericht Berlin verschieden« bemelch'tvrworte Eut- scheidutrgen getrtstfen, die jetzt amtlich ztrsam.neu gestellt worden such Der Arberstjeber tst verpflichtet zur Bercitstcksimg geci,rneter so- stcherter Räunte für Me UtttetchrllvchMg der nWDeMK-n Sachen' W gilt dies besonders, Wenn die Sacher: außerhalb Ms ?llbeitsrrmnteS abgelegt werden müssen. Im aLlge>m-llken besteht Be"xuhungs^ltck^ tn (^U^rücket: sogar BerwahamElickst. Ä-i Verletzt mg dief^ Michtan ist der Hchtestgcher zu Ersatz Ms GchaMuts v«vvMchtot.
PostbezirSe (
-- ?>. - L? uns. > crud) die Ühonmer des PostamM anMgeben, von dem bk Sendung bestellt ober abgchott wird (z. B. Berlin S 42, Berkir: C 17). Selbstverständlich darf aber auch die Angabe der Straße, der Hausnumnter, dos Gebäudotäls und des Stockwerks in der Aufschrift nicht fehlen.
^ ** Ein gutes 5)asenjahr in Sicht! Von dem guten Märzwetter begünstigt, haben die Hasen zum Teil schon Anstmtz dieses Monats ihre Jungen abgesetzt. Da die Fu-lder und Wiesen gute Nahrung bivdon, haben sich die Jungen gut entwickelt, so daß aus eine ergiebige Hasenja^» zu rechnen ist.
t&ui, 4#£Zim'
fivr oMjo, C^oityebjlpn, /%»%■
Die GM- mb ZilherankaufzsteNe
in öcn Haunten der Bezirks parkasse Siesten ist tnorgen nachmittag von 3 bis 5 Uhr geöffnet!
Landkreis Gießen.
. ** Allendvrf a. Lahn, 29. Juni. Dem Unteroffizier vertrr. Keiner vo nhier wurde das Hessische Mil.-San.-Kreuz am sti 7 Sbat.de verliehen
e. Grünberg, 30. Juni. Der Feuer Versicherung^^ verband hessischer Lobrer, der im Jahre 1897 Pier' gegründet worden sitz l-at sich fett diesem Zeittmt:kt außerorventtich
d:eb stahl mtt übernsttcm«:. Das Kaiser liüZe Äusiickcksamr rn Berlm liat mll dieser Erweiterung des Betriebs fcdi etmcrftalcn eillärt.
** Rod h e i m b. Hunger^ 30. Juni. Ten: llnttroffizier Koch tvuche d<rs lNkertx wrruz^ 1. Klasse verliehen. Dt - (5 \tjtb K reuz 2. Klasse, die Hessische Täpferkeits uedaille sowie das Kriegs^ ehrentzeichen erhielt er sckZm vor tangerer Zeit.
Kreis LtMterbaH.
30 Juni. Lehrer Kack Mük4-er, dev augenblicklich cm einem OssiZiet^AtrsbiWstMSs-AUrßLs tedüllmntt wurde zum Untcrofftz-ier befördert.
Kreis Schotten.
e. Schotten, 29. Jwn. Da der erste Vt'rsitzende dcch BogelSberger Höhenklubs, Krer<4m:ekwr Merck, in dem besetzten Ger iete tätig ist, so wirb die am 6. Juli lln „Htucke-dur^ zu Gießen ststtllchende Hauptversammlung dsBereit,S vo« dem zweiten Vorsitzenden, Dr. md>. Bruch Häuser von Mri-.hstein, gÄe^ct werdet:.
e. Nlfa, 29. Jum. Der hiesige HiM- tmd Sparverell: e. G. !P^ £'«* ^i 106 Mtgliedertr einen Reiug. wllm von
939,72 Mk. Vorschkssse aus Hr>lwLhesim utck Scllv.dsn'teit« betrugen 218 971,72 Mk., die aal Kaufschillinycu 6970Ü9 M nährend die anfgenommeuen Darlehen sich auf 240 757,69 Mk' beliefen.
Starkenbirrg und Rheinhessen.
I Darmstiadt, 30. Jum. Me in der Stadtverord< netenversammluna wurde, hat Dartnstadt 1498
Arrzüge Mksz-übritrgen^ jetzt wsurda: über 1000 frei-
willig abglliesert, fo daß vorläufig an eure z-wmrtstveise üefertmg nicht geLmdt zstr werden brrucht. — Die Sta^tver>rd'- netcuvers-srumLung VamllwL'e eittstimung ellte ErMstm t der Teu». xmtcflw’la'wn. Der F-atu?A«rp:sttzuü betvikrt bei entern ernstckxV.ren L^istgehalt twu 2400 Mk 900 Mk.. bei einem HE t ball tut 5300 Mk 1000 Mk. und brntlbcv lloo Mk. für alle 2e!>rkräft^ 1000 Mk., für sonstige Bediensirte und Velv»esckästtt 7 te ?tt1etter ^00 ML Für jedes Ktllck 200 Mk. Itrlaye. Beamt? otzt:e. etmm.t, HmB-tatt d erh alten 70 Prvzm; des Famil^tizas -). Beamte nrt Rffiltestroch und SmtinWietn' ,e arbtllen Zusäettsa in der Hobe vmr 200—700 M7. — Die Beschwerden neem, den Tarif tre i&m lbwei: sich bei nälterer Prüfimg im erweiterten Varkr'u>^ imbSscknuß grötztetttals als nicht stickjhaltlg erwvsteu
Kreis Wetzlar.
va. Wetzlar, 30. Jtmi. Die Stadt Wetzlar hat jetzt tdre »evrsorgtrng unt «lektrischen: Stron: d-irrrb einen m.meu Äer'fno mck den 8sied«Ew«ckett Ä. G. g,w"geit. dein die StEvervtdrteierT,'


