mfnje wrtnetung deg tzwMVrdnetachqnshS ratr Darat silr das
BudgetprVoifvrülM und die Krffegskredite stimmen werde, wenn der gegenwärtige Ministerpräsident im 21mte bleibe, weil die Ukraiirer nie zugeben körurteir, daß der KabrnettAchei infolge eines polrnfchen Befehls fülle.
VIe Londoner Arbeitettonferenz.
London, 27. Juni. (Reurcr.) Bei Wiederaufnahme der SiAung der Arbeiterkonferenz wurde die Resolution, daß der öott der Regierung organisierte soziale Wieder - ausüau sich nicht mit Flickgesetzgebung begnügen dürfe, sondern der allmähliche Aufbau einer neuen sozialen Ordnung sein möge, die sich auf eine gut durchgeführte Organisation der Produktion und Verteilung gründet, nach kürzer Besprechung angerrommen. Ein Amendement. daß eine Vermehrung der Produktion durch Soziali sierung der Industrie erreicht werden müsse, wurde mit 1255 000 gegen 653 000 Stimmen migenommen.
Nachdem der Vorsitzende die ausländischen Sozialisten begrübt hatte, erklärte Renaudel, daß die französischen Mehrheitssozial iften der Kvnferenz versicherten, daß die französischen Arbeiter den Krieg fortzuführen beabsichtigten, bisder Feind aus Frankreich herausgedrängt und Belgien wie der her ge stellt sei.
London, 27. Juni. Nach einer Reutermeldung wies in einer Ansprache an die Arbeiterkonsercnz Keren ski darauf hin, doh Rußland drei Jahve laug eine lcbrgeve Front als die Fronten aller .anderen ^Verbündeten gehalten habe und daß Rlußland jetzt noch Nus diesen Wrniden blute. Die russischen Arbeiter und zugleich die anderen Klassen protestieren gegen die Tyrannei, die wieder in Rußland herrsche. In Moskau hätten die Arbeiter kürzlich eine Entschließung angenommen, in der die Beseitigung dieser Tyrannei und die Wiederherstellung demokratischer Einrickitungvn gefordert werde. Zu meinen: Erstaunen, sagte Kerenski, halten sogar einige sehr ernste europäische Politiker ein Regime für deim>- kvatisch, das die konstituierende Versarnnlsung auseiilandertrerbt. die Redefreiheit beseitigt, das Leben von der Gnade jener Roten Gardisten abhängig inacht, sogar die Wahlfreiheit in den Arbeiterräten vernichtet imb alle Institutionen der Selbstverwaltung abgeschafft hat, die auf dem allgemeinen Stimmrecht beruhten. Nach Nenaudel sprachen Albert Thomas, Vandervelde und Branting. Vandervelde berichtete, die belgischen Sozialisten in den besetzten Gebieten seien bereit, an einer internationalen stvne serenz teilzntcelTmen, aber nur unter der Bedingung, daß diejenv-- gen, die die Grundsätze des JuternotionalisnuÄ verraten hätten, dort nicht vertreten seien. Bvcmting äußerte, es sei ein großer Fehler, daß man Tvoeküras Komnren verhindert habe.
«rbeller der „Franks. Ztg.", ern. ^nmatzestzer und gewöhnlicher Ton vor, der «m die Zeiten erinnert, wo die Blätter prophezeiten, daß das italienische Heer in acht Tagen.in Trieft und in vierzehn Tagen in Wien einziehen lverde. Ter klerikale „Corriere d'Jtalia" meint über hebend, Ludcndorsis Plan, in Italien eine Enrscl-ccdung herbeizuführen und das gesamte österreichische Heer alsdann an der Westfront einzufetzen, sei gescheitert, und deshalb
habe jetzt Kühlmann das Wort zu einer neuen Friedensdfsensiv ergriffen. Das „G i v r n a l e d'J t a l i a" schämt sich nicht, zu
schreiben, der Ton Kühlmanns sei bescheidener als der der Red«' „des bösen deutschen Tieres, welches einem Histrionen gleicht, der alle Rollen spielen kann/' Auch ein römischer Brief des „Corriere della Sera" beginnt anmaßend sestzustelien, die Stwtdc der deutschen überinütigen Trunkenheit begirme zu verstiegen, was aber noch nicht bedeute, daß die Stunde der wahren Einsicht herausziehe.
Der türkische Bericht.
Konstantinopel, 28. Juni. (MTB.) Amtlicher Tagesbericht vom 26. Juni.
Palästinafront: An siebende Artillerie- Und Erkundungs- tätigkeit Mif der ganzen Front. Ein Angriff starker eörftmdrmgs- truppen des Gegners im Küsten g eb iet und vorfühlende feindliche Patrouillen wurden abgewieseir. Stoßtrupps und Patrouillen Von uns führten erfolgreiche Erkundungen durch. 9lus dein Oft- Jvrdmmfer drangen wir mit einer Abteilung bis zur Jordan- m/ündung vor. Begleitende Batterien überraschtet: mit ihrem Feuer feindliche Kavallerie im Lager. Aufkläningstrirps^ setzten über dm Fluß. Ent egeirgeworfene feindliche K<r al e ie wurde du- ch Ünscwe Arttllerie zer.-lreut. dtach der Zerstörung seindlick)er Blockhäuser zog sich die Wteilnng ungestört vom Gegner auf ihre Ausgangsstellung zurück. Der überraschte Gegner fand zu roirksamen Gegenmaßnahnren feilte Gelogenyett. Bon der übrigen Front nichts Neues.
Der Zeekrieg.
Mne N-Boot-Erfolge.
^ Berlin, 29. Juni. Amtlich. Im Sperrgebiet des westlichen Mittelmeerrs versanden unsere U-Boot' vier Dampftw imd einen Segler von rrmd 21 000 BRT.
.Ter Chef des Aidnrivalstabs der Marine.
Erfolgreiche Kümpfe zu Wasser und zn Luft.
B f r I i n, 28. Juni. (Amtlich.) Am 27. Jmri vormit-
^ ...._.tags griff eine unserer Ma eine-Jagd ketten unter
London, 27. Jrori.^ (WTB.) Mettmng des^Reuterschen B;v-| Führung des Leutnants ti. Ms. Oster 5amp gueruh i>er
Küste ein stark von Einsitzern gesichertes
billigt. Tas Manifest erklärt, die Wbstinrimtng der Konferenz end spreche nicht den Ansichten der Arbeiter im ganzen Lande. Tie Arbeitern'.inister werden anfgesvrdertt ihre Mandate «im Untcr- frw niederAstogen, und sich Mt ihre Wähler zur W^derwahl zu wenden. dürften das mit vollem Vortraunt in den Ausgang tmr.
Die deutschen Banken in England geschlossen.
London, 28. Juni. (Retter.) Tie „Taily MaU" erfährt: Tre Negiecimg -hat beschlossen, daß die.dentscheu Ba n ke n sofort
widgültig geschlossen werden müssen. Donar Law hat die sielernahni' der Wertpapferc durch das Schatzamt an geordnet.
Eilatt erfährt- baß die crforver! itfjK Summe weniger als '00000 Pfund .Sterling betrage.
Englische Arbeit im Oste«.
WvUfan, 27. Juni. Dvesiemeldunaen smfofge machte Kvmp wiff« Unitzki in der -Sitzung des Petersburger Arbeiter- und rvte Armee-Kates folgende mrffehenerregende DÄttellnug: Die Zeitung Mvlva" wird durch englisches Geld geleitet. In Archangelsk befindet sich ein englisches Bureau, das mit den tschechischest Truppen und den re ch te n ÄMalvevokutturiLrerl in Verbuchung steht. Gegenrevolutionäre Parteien haben dorr England 40 Millionen Rubel lluterstützuny er- hnstlse
wn
o m be n geschw adr r nn. Im Mrlaufe tzkn alle feindlichen Flugzeuge — ungeMr zwanzig — eingriffen, gelang es unserer Kette, die nur aus vier Flugzeugen bestand, vier friudliche Flugzeuge abzw- mncsten. Leutnant Osterkamp errang seinen 15. Lufrsieg-. Flugmaat Zenses war an dem Erftilg mit zroei Abschüssen beteiligt.
Am Abend des 27. Juni gerieten Teile unserer Torpeb ostreitkräfte Flandern auf einer Patrouil- keufahrt vor Ostende in ein Gefecht mit englische n Zerstörern unter Führrmg eines Zcrstörerschiffes. Rach einem envn halbstündigen Gefecht zagen sich die feindlichen Zerstörer mit lwtzer Führt zurück, indem sie sich durch Ein- nebeln der Sicht entzogen. Es wurden Treffer auf dem Füb- rerschiff unö einem der feindlichen Zerstörer beobachtet. Untere nZen-en Boote sind ohne Verluste und Beschädigungen erngelaufru.
Der Chef des Bdmiralstabs der Marine.
Sibfrittt.
Stockhv lm, 28. Juni. (WTB.) Laut einem Telegramm an „Svenska Dagblad" aus Helsrngfors finden in Omsk gegenwärtig bedeutsame Konferenzen zwischen der javanischen und der sibirischen Regierung über gemeinsame Operationen gegen die bolschewistischen Gruppen statt. Auch China ist bei den Verhandlungen vertaten. Japan sei bereit, Sibirien gegen gewisse wirtschastriche Zugeständnisse, wie das Recht zum Goldwäschen, zu helfen.
Fapan lehnt eine Intervention ad.
Washington, 27. Juni. (WTB.) Reuter-Meldung. Eine hier veröffentlichte nichtamtliche Meldung besagt: Die japanische Regierung hat beschlossen, das Ersuchen der Ententemächte nach einer Intervention in Sibirien abzulehnen. In den amtlichen Kreisen und Ententebotschasten in Washington wird die Absage nicht als eine Aufgabe der Entente oder der Vereinigten Staaten aufgefaht, Rußland bei seiner „Rehabilitierung" und Ueber- windung des deutschen Einflusses zu helfen. Ein hoher Beamter erklärte, dah Japans Ablehnung einer militärischen Expedition nur dazu beitragen werde, Rußlands Freunde in der Absicht zu stärken, den Elementen, die bestrebt seien, Gesetz und Ordnung im Lande wieder herzustellen, Hilst und Unterstützung zu bringen.
Exzar.
Äuni. (WTB.) „Washa Rodima" erfährt von einem Mttgtiede der Sowjet-Regiecung, daß das Ge- - i P** bre (5 rmo rdu n g des früheren Zaren l Der Zar und seine Familie seien gesund und
am-er Msahr. Unwahr sei auch das Gerücht, daß der ^ar vor das Revolutionstribunal gestellt werde.
Das griechische Heer.
Lugano, 29. Jyrni. (L. A.) Wie der „Secvlo" ans Saloniki unterm 26. Juni meldet, ist dort General Danglis bn Oberbefehlshaber des grieckftschen Heeres, emgetwffen, mn seinen Ans- enthlllr endgültig in Saloniki zu nehmen. Die griechische Mv- bil i sat lon werde brrmen kurzem einen größeren Umfang mr- nehnren, besonders in Saloniki zu dem Zrveck, Griechenland in den «tand zu setzen, besser xum Dienst auf den rückwärtigen Ber- mnvungÄmren m der Intendantur usw., beizutragen, der bislier fa,t auvichttetzltch von den Engländenr imd Franzvfen besorgt J9HR.
Getreidebcschlagnahme irr Schweden.
s t ^ >hnii. (L. A.) Nach ZeittmgSmeldunaen
hat d:s Juittzkonrmrssanat ern Dekcet Mwgearbertet, drrrch das alles Getreroe, gemahlen und ungemahlen, als Staatseigentum erklärt wird.
Die Wirkung der Kühlmannfchen Rede in Italien.
Lugano, 27. Juni. In den italienischen Kommentaren zur Rede Kühlmanns herrscht, so schreibt ein Mit-
Aus Sem Reiche.
Weitere Einschränkungen des Freuldrnvnkchrs w Bayern.
München, 28. Juni. Die Korr. Hoff mann meldet amtlich: Dce allgemeine GrnährungSla ge hat sich m der letzten Zett so ungünstig Ktsüallrt, daß die Besorgung der eiuhcimisä-en Bevölkerung unt LebaEmittÄn in den von Fremden be,onders stark besuchten Bezirken den gt'ößten Schwierigkeiten begegnet. Tieg gilt vor allem für die Fleisch- und Fettversorgurlg. Weitere Einschränkungen des Fremdenverkehrs lassen sich deshalb nicht vermeiden, zumal, ha dar Zuzug an F-remden hier weit größer ist, als in den letzten Friedensjähren. Aus Grund einer Besprechillig Mit den Vorständen der hauptsächlichsten am Fremdenverkehr beteiligten Wmmirnalverbände, insbesondere des bayerischen Hochgebirges wird daher die Tauer des ohne amtsärztliches Zeugnis zngelassenen Aufenthalts in diesen Bezirkenausdre, Wochen herabgesetzt wer- d e n. Außerdein werden die Vorstände der betreffenden Kvmmmval- verbände ermächtigt, die Höchstzahl der ortsstcmden Personen zu bestimmen, die in den einzelnen Verkehrsorten obti Gaststätten beherbergt lverden dürfen. Als Maßregel soll hierbei gelten, daß in der Regel mir: 50, höchstens GO Prozent der vorhandenen Betten in den Gaststätten, Foenweichäusern usw. belegt werden dürfen. In qlciü^v Weise soll auch eine EinschränkMlg in den Pnvathaushalttmgen durchgeführt iverden. die sich mit deni ^c- rmeten von Wohnungen an Fremde befassen. Mit Rücksicht aut die jetzt schon anwesende große Zahl von Fremder; in nnzelnen Kurorten und Erhottingsptätzen ivecden die Fremden im eigenen Interesse darauf aufmerksam gemacht, daß sie nur dann auf Unterkunft und Verpflegung rechnen können, wenn sie sich diese vorher gesichert haben.
Die VkNvildLnmg der Jugend.
Reichstagsabgcvrdnrter Ta. Müller- Meiningen Ijat fol- geiide kleine Anfrage gestellt: „Die Derwildermig der Ilrgend ist nne der bellageriswertesien Folgen des langer: Ztzrieges. Ihre Krinnrralität steigt in bedenklicher Waise. Der Mangel mr geeigneten ^.ehrkrästcsr ist einer der.HarMtgrüiche ftdr das Mißlingen der Bekämpfung dieser bevanerlichen KriegserscheÄrrmg. Ist der Herr Reichskanzler bereit, daft'cr &orgc zu tragen, daß d.-rrch Ent- l a i s u n g aller garnisorwerroendungsfähigen Md arbeitSverwen- dungsfähigen Lehrer für Hock)!-, Mittel- und vor allem Volkssch.leii ftnoie ber älterer: Jal-rgänge der kriogsver'wvchur^sfähigen Lehrer den qnoßen Gesahreri, die der deutschm Jrrgerw mtä den bisherigen! Zuständen droherc, «ntgryengetreben wiw?"
Berlin,
28. Juni. (WTB.) Ter „R^Ll-Ämzeiger" meldet:
b. H.
fünf
. r ..; 7 w v - --pveußische plari-
wayige imd aichecplanman.ige unmittelbare Staatsbeamte zur Bei'fügliNg gestellt erhalten. Tie geiiarmte Verbandskasse wurde vertraglich verpffickM. auf BeAmifM von pvenßischm planmäsii- gei: und au verplan mäßigen Staatsbcamtm dunch Vermittlung der W uw.u'schlosserten Spar- uns Tarlehcnsvererne, deren Mitglied- st.',rft die Darlehensnehmer besitzen oder erio.'rben. nach Prüfung i er Verhälttriise Darlehen nach den stattrtenmäßigen Grundsätzen dreier Verein« zu gaoLlineir. Die Tarckel^n, die das Eimckiihalbsach. des reinen Ial/r^ü-albos, emschüestlich der ruhegel-altssalsigm Zulagen, im Huch, csalle für den ein-ttnen Vvamtcri jc-dack). 10000 Mark nicht übers,liTeiben dürfen, sind von den Beamben mit vier Prozent zeu verzvisen und dürfen im allgemeinen für den Zech vaum von 5 bis 10 Jahren gegeben werden.
vom haoptaurschutz des Reichstags.
Berlin, 28. Juni. (WTB.) Der Hauptausschuß des ReM/siagS Mn ff l-ente zunächst Es die gestern bei der Beratung der autzerordeiillirhl-n Wegsabgaben zurückgcstelltc Bestftnmung zuruck, loonach Offrzie-re uffv. nur mü ihren Friedensbezügrn zur Knegsabgabe herangezogcn lverft-en sollen. Beschlossen wurde dre Heranzu-Hung mit den KrügSbe^ügen abzüglich der Dienflauf. wanvemschMgimg Hieraus wmde die zweite Ksmig l*# Gi,t- über die .Kriegsstern'r der schaffen vorgeiionimen.
Mub SiaM rZttv CaMI«
Gießen, den 29. Juni 1918.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 1. J«lt bis 7. Juli ISIS haben nachstehende Levensmitteliuarken Gültigkeit:
Brotmarken der L7. Woche, gültig vom 1. 7.1918 - 7.7,1918 Buttermarken „ 27. , „ „ 1 . 7. 1918 - 7. 7.1918
Elermarken Nc. 11. 1.7.1918 - 7.7.1918
Fleischmarken , 87. „ „ „ 1 . 7.1918 - 7. 7.1918
üartofselmarken, 27. , „ „ 1,7.1918 - 7.7.1918
Setsenmarken fiir den Monat Juli 1918.
Ein Umtausch verfallener Marteu findet nicht «ehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken keirr Ersatz gewährt.
Nenanmclonngcn und Anmeldung von Nengeboreuen haben unter Vorlage der nötige« Ausweise, tn4besoodere der Lebensmittel-rlusweiskarte, ans dem Lebeuönrittel- amt zn erfolgen.
Nmzüge innerhalb der Etadt und Wegzüge vou Gießen sind in den zuständigen Bezirken anznnrekdeu.
Geschäftöstnuden des LebensmittelamleS von 9—12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm.
ÄtarkenallSgabe iür Urlauber:
Sonntags von IN—12 Uhr vormittag».
** Dienstjubiläum. Mn 1. Juli begeht der Königl. LoKoinotivsülwer Th. Heb streit sein 25jähriges DienstjubilLum.
** Käse- Derleilung. Don Montag den 1. Juli bis Freitag den 5. J«li 1918 gelangt in einer Anzahl von Geschäften Käse >zür Berffeilmig. Siehe Anzeigenteil .
** Kleiderabgabe. Tie seit Begftm dieser Wache in die Wege geleitete Klerdersanimümg hat bis jetzt recht «ftwuttch« Resultate gehabt, wenn auch die .Zahl der vvn dem Komnnomlver- band Stadt Gießen aufznbrsiigendcn Anzüge bei weitem noch nicht erreicht ist. Es ist dal)er Twtwendig, datz diej«rigxn, dir zur Ab- liesecung eines Anzuges in der Lage sind, und bisher die Ablieferung noch nickst vorgOrommen haben, die baldigst tun. Zur Zell werden 10 o/y über den ^»urch eine Sachaerständigsikommissio« festge e!ffen Siliffhinigsiverl bezahlt. Trese Bergürffttg'.mg kommt demn(vck)it in Wegfall. Falls die form Konrmunalverband Sttürt Gtesten auferlegde Anzahl Mzüge nicht durch sirwvillige Sammlung zusam me ng ebrackst laich, wird die ReichsbolleidungssteKe wm bat für die Ablieferung in Frage komniarrden Personen die Vorlagst eines BerzersMisses üs-er ihren Bestrmü an Kleid ungsstücken vcr-
langen. Tie Rickchgfett des Berzeichirisses toird nachccprüst werden. Weittre Matzna hinan der Reichsoellerdimgssielle sucd zu er
warten. Wer einen Anzug abgeliefert hat, bterbt von diesen Un- annelstnlühiellen versckpict. Tie Anzüge sind dringond noöwend-g, um die in der Rnstuirgsindustrie mrd in sonstigen kriegöwsthtig«-« Betrieben tätige dlrbellecsickBrft mit bat unbedingt erftxvderLich«^ Kleidungsstücken zru versehen.
Von der Feuerwehr. Elstern abend 6 Uhr 58 Mn. erLÄrte plötzlich die Sirene auf s»er allen Hirscküu^t'he5r am MerÜ- platz. Infolge dr's Gen.n1wrs rmr in der Leitung ein Schaden entstanden und frie Sirene hatte sich selbsttätig eingeschaltet, ein Fehler, der in kurzer Zeit durch die Feirerioehr beseitigt war. Jnzloischeu hatte sich auf dem Marktplatz eine große Mrnfihon^ menge angesanimelt und es wurden alle möglichen Mutmaßrmgen laut. Tie einen sprachen von ^lliegergeftchr, die andern von Großfeuer. Wie wenig aller alle Äusflärungen des Ptilstikums in p'a Presse isiitzett, l-at sich gestern bei dem unsrei'.nilltgen Marin so recht gezeigt. Im Ernstfull-e bei Fliegeralarm hätten kne Leute M-rade das Gei-enteil von dem getan, was sbckrdig in Wort und Schrift gepredigt wird. Es kann nicht genug darauf hingewiesett werden, daß bei Fliegeralarm die Leute sofort d« Stramm vao< lass«: und in den näckx.lcn Häusern DecAmg zu ftrchs, haben. Aliffanmtlungeir aus Straßen \ctb Plätzen sind auf alle FÄle vermeiden. Aber auch bei Grvßfeueralarm ist es besser, wem, die Leute zu Hause bleiben, statt m Mengerr nach dem Brandpliatz zu eileu und die Feuerwehr i?l ihrer Arbeit zu stören. La mit den Sirerren sowohl Flieger- wie Großfeueralarm gegeben wird- und von vielen Leichen der IlittL-rschied m hm Signabm nicht erkamP werden wird, so ist eS auf alle Fälle am besten, das erste anyu- nehmeir und ferne Maßmühmen darnach zru richten.
** Vom W v ch e n m a r 1 1. Tie Nachfrage nach GemLse und Boerenobst war auf dern heutigen Wochennmrkte sehr groß. Die städtische Kleinverüaussstelle am Bvandplatz hat eine große Menge Süß- und Sauerkirschen, rote rnrd weiße Joymntisbeeren und Stachelbeeren aus Heidesheim zrcnr vorgeschriebenen Höchstpreis zum Verkauf gebracht. Da daS Gedränge sehr stark Mir, hielt ein Schutz- mttnn die Ordnung ans recht. Da die Enrte des BeerenobsteZ sich chlrch bas schleckste Wetter verzögert hat, so sind in den nächsten- Togen größere Seirdnngen aus Rhcinhessen und von der Bergstraße zu erwarten. Das vorhandene Ge:nüse, das die Stadt zum Höchstpreise verkaufte, wurde auf dem Wock^mnarkte zum Teil be- deittend über dem Höckchpreis v^kauft. Salat war in Neberkkuß da: die ersteir Erbsen und K'arvtoen waren bald ausve. kauft. Der guto Regen wird dem Gemü^em-angel bald ein Ende machen: in ein vaar Tagen kommen die Bohnen.
** Wohltätigkertskonzert. Zum Besten der Lutzor- dorff-Spende findet morgen aberrd 8 Uhr rm Hotel Fstrftenbof ein Wohltätigkeftskonzert statt. 35 Mitglieder der aus dem Felde be- ilrlaubten Kapelle des Res.-Jnf.-Regts. 222. das sich brfarmrtTitä aus Gicßener Freiwilligen rekrittiert, spielen unter Leitung hei, Kapellmeisters O. Mank. Bei dem guten Zwecke der Veranstaltung kann der Besuch nur empfohlen werden. Auch wird sicher mancher Gießener gerne einmal den .Klängen der Musikkapelle larffchen, dies draußen im Felde den Gießener Kriegern AbienLmg. Unterlxrlttmgi mrd Ansporir gibt. (Siehe Anzeige.)
** Deutsche Vaterland spartet Oberheffen. Mttttavch den 3. Juli, 8'/g Uhr, siudet auf der Liebigshöhe kp:selliges Zu- sammerffein der Mitglieder (mit Faimlle) statt. Siche Anzeigr
** GebtsürdieVerwun beten! Die Vorräte an Obst- konserven, die im vergangnten Jahre von oeickchiet««i Seiten flür die Bcrwundcttn tu den hingen Lazaretten dem Roten Kreutz gespendet wurden, sind zmn größten Teil mlfgebrwicht. Es bnnte danrll vielen. Verwrrudeteu und ^kwankcn eine große AalLwt erwiesen uvvdeir. Beim Hcrannahem der Einmachzeit bittet das 8ivto Meuz w-k'der in einer Aüfffvrderung im heuttg«i Anzeigenteil mn Zmvendmrg von Obst Von serveri (Marmeladen, Kompotte, Frucht- schtt), für dereir Zu^Meitturg aZ den nötigerl Zucker urrd dre Ellr- machgcsäße ans Wunsch ilNLntgelllich zur Verfügung stellt. — Amh wiir unterstützen diese Bitte des Rvden .Kreu-eö und hoffen, daß sie Erfolg haben inöge.
** Beschlagnahme von Fasern ans Schilf, Bast, Hopfen, uffw. ?lm 29. Juni tritt eine Nacytragsbelanntmachsna lNr. W III. 3000/6. 18. K. R. A.) zu der Brlmmtmachlmg (Nr. F. III. 3000/9. 16. K. R. Ä), betreffend Beschlagnahme, Verwendung und Veräußn-nm^ von Flachs- und .Hanfswoh, Bast'
fasern, lJutc, Flachs, Raim-c, euwMschem und anßerQK^psiischem,
-Han.f) und von Erzeng-.nsseu arns Bastfasern in Kraft. Es unter* liegen -auf Gnmv der Nachtragsbekairnttwack^iNg außer den beoeitS beschlagnahmten ßn^.ftÄitk'u rax:tmd>T auch Fasen: miß Kvlbcrp- sch'lf, Weidenb-ast, Lpchfen, Luvmcn. Getwidestwh. (Stranfa) und Besenginster der Veichlarpialmw. Tw VorLuf^rinrg mrd Lieferung der aus inländischem K'lbmschill und Besenginstrr geroouEen Fasern ist nur an bu' Ncss>?lanbau,-Gesellschaft m. b. H , Berlin W H Mvhrnrstraße 12—44, die Veränsienmg und Lieserm^ der aus iw ländischem Weideirbast, Hopsen, Lupinen and Grtwidesttvh ge- wor.ner.en Fasern ist nur an eine, von der Kriegs-Rohstc-ff-Abttilung des Königlich Preußpckx-!: Kriegsmiinswrinms besttmkntc Stelle der«m Affine im Ten.tfchen Niffchsanzeiger veröffentlicht w<".char nnrd, oder an Pei^onen gestattet, die eimm fchnftlicben Auchveiöi der Kriegs-Rohstoff^llöttilu^ de>s KMialich Prriitzisll^i .Krieas- minMeriums zur Dewcht,.gung deS Aufkaufs dieser Gegenstärrde erhalten l>afom. Anträge aus Erteilung eines derartigen An Gneises sind bezüalrck) WlbcnsckMs. MenMnsterfafern an die Nessel- archan-Ges«1l!ckiaft m b. H., Berlin W 8, »blimiftmfe 42-44, .Hopßm-, Lupinen- und GrtceidestwhfasM unrmttesbar an ote Beckm 8W 48, Verl.
HedemamrstMße 10, -u richten.


