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** Getreide- und Kartoffelrovisionen. Zur Zeit findet m verschiedenen Kreisen die militärische NachfaZcut von

Futter- und Brotgetreide, Kartoffeln u. dergl. statt, die zur auj reclpw. Haltung der Ernährung von Heer und Heimat erfordernd ist. SSieIf<uf;t ist mm bei der ländlichen Bevölkerung der Mauve ver­breitet, di? militärischer Revisionslloinrnandos hätten den Befehl, Kleider, Weißzeug, Wäsche und dergl. Al besächagnal/men und wegzunehmen. Diese Annahme entbehrt jedoch jeder tatiachluyen Grundlage tmd die hierdurch .geschaffene Beunruhigung rst völlig gegenstandslos. Vielmehr Ixtben die Kommandos ebenso «ne m den Vorjahren, l diglich die Aufgabe, diejenigerr Nalirraug^mutel zu erfassen, deren Bereitstellung uns das Turchhalten bt~* gir {neuen 'Ernte sicher n soll und wird. Diese ssfetreide- und .u rrtchd'l-" revisionen sind int vaterländischen Interesse notwendig und wer- Pen. mit grösttmög lichter Schonung durchgeführt.

** Krie gs ro h sto f s e. Zu der vonr Kriegsamt nach dem Stande vom 1. Januar neu bearbeiteten ZusanimerNtellung von Gesetzen, Bekannt inachrrngen und Verfügungen betresfeno urregv- robstosfe nebst dereii Nachträgen, Ausführungsbestimmungeu und Erbau lerurrr r ist das II. Ergänzung Matt wich dem ö« von.

Mai 1918 erschienen. Dieses Erg ärt zungsblatt -mrd den Gt* Aieheru der Zusamtn. nstellung ohne Ansordern kostenfrei nachg.'^ liefert-. Sollte sti? Nachliesecung nicht erfolgen, so ist da-.uetoe bei der Stelle aiiM fordern, dirrch welche die Zusammen steltring bezogen toorveu ist.

** Aus dem Militärwochenblatt. Befördert zum Oberlr.-. Le Schürmann im Feldart.-Rgt. 63; zum Hauptmann: Oberlt. Eberl ein «Offenbachi); zu Lts. d. Res.: die Vczeseldwebel Halst II Darmstadp, Wiick Wormsb im Jnf.-Leib-Rgt. 11', duges Rgts.: Friedmann, Vizeseldw. lMainzh z. Lt. d. Landw -^nf. 2. Aufg.: Metzger (Mainz), Vizefeldw., z. Lr. d. Res. d /Mtz'-nu.; Schmitt, Georg (Erbach/, z. Lt. d. Landw.-Juf. ^Dstufg : igi Fähnrichen : die Unteroffiziere Nittershausen im Jnf--.ngt.88. Reickselt im Feldart.-Rgt. 63: zum Lt. d. Res.: Bernhalm, Biz-- wackstm. (II Hannover), im Feldart.-Rgt. 63, d. R.; Zeuw, Vrze- ttachtm. (II Darmstadt) im Feldar1.-Rgt. 63, zum Lt. d Low- Feldart. 1. Aufg. ; Bang (Mainz), Vizefoldw., zum Lt. d. Res. d. Fußart.: Linckc, Lt. d. Res. d. Inf. -Rgts. 87 (I Darmstadt), letzt beim 1. Ers.-Bat. d. Rgts., zmn O'berlt.

** S ck r'itnt ü hlen Das Stellvertretende 6)eneralkom- imando 18. K. hat untertn 27. Avril l. I. eine Verordnung über rricht gewerblich betrieberve Schrotmühlen erlassen, tvelche eine er hebliche ^ *'"**"+

Um

d. h. . .

früchteu oder Mais geeignet? Vorrichtung unter die Bestimmun­gen der Verordnung fall. ist in dieser ausdrücklich hervorgehoben worden, daß Vorrichtungen auch dann als Schrotmühlen anztssehen sind, wenn si^ als Kaffeemühlen. Knochenmühlen oder anders bezeichnet iver-vu. Auw Haferquetschm unterliegen der Verordnung. Um bisher hervargetreieneu Mißsdänden vorzubeugen, rvird daraus hin gewiesen, daß die Erteilung der Erlaubnis Kur Benutzung nicht gewerblich b-etriebeuer SchrvtmiWen bei dem Kreiscuüt nachztt

ebenso der Rentner Damhof in Hersseld, der eine Sicherheit von 30000 Mk. zu stellen hat.

Gerichtssaal.

Der Raubmörder Rmno zum Tode verurteilt.

Wiesbaden, 27. Juni. Für beu zweiten Tag waren roeitere 8 Zeugen geladen. Reruro hat, wie der Vorsitzende durch Befragen feststellte, che Volksschule irr seinem Geburtsort Münster im Taunus absolviert und war später in der Gelatinesabrik in Höchst, m den Farbwerken bzw. in der Chemisck-en Fabrik Elektron in Grceshnm besckstiftigt. Als Ersatzreservist wurde er im Juni 1915 zum Militär eingezogeu. Er verblieb aber in .Höchst, weil er inzwischen emc Zuchthausstrafe vom Militärgericht erhalten hatte. Nach semer Entlassung im November 1917 hielt es ihm schaver, Arbeit^ zu finden, spater wurde er im Höchster Braul>aus beschäftigt. ^L-em letzter Wohnort war Nied. Mehrere Zeugen haben den Angeklagten am Tage der Tat bettelnd in Höchst sich herum trei ben sehen. Mittags gegen 1 Uhr !var die Zeugenveritehmung beendet. Das Urteil gegen Renno lautet wegen Raubmords auf Todes­strafe und lebenslänglichen Ehrverlust.

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= Frankfurt a. M., 28. Juni. Vor kurzem brach der 26jährige ^Werkzeugmacher Willy Kunze aus der Saalgasse rn der gegenüberliegende Wohnung eines Bäckermeisters em und stahl 1200 Mk. bares Geld und Schmucksachen, ließ aber dafür seinen Regen schirm am Tatort stehen rmd verriet sich dadurch. Während er den Schirm nicht als sein Eigentum aneriennew wollte, freuten sich seine Schwiegermutter rmd seine Frau außer­ordentlich, als ihnen Willys Schirmals gefunden" von einem Kriminalbeamten vorgezeigt wurde. Kunze erhielt, obwohl noch unbestraft, 18 Monate Zuchthaus.

Utanft mtb rvZ??cn?cha§L.

Die Feier von Grvß'he rzog Karl Alex an de r s 1 0 0. Geburtstag. Aus W e i m a r rvird uns geschrieben: Getreu dem Ans pruch des Eulels von Karl August:Tie Kunst ist etwas Heiliges", im Einklang mt der Tiefe imd Vornehmheit dieser seltenen Fürstennatur trug die hiesige Feier ein künst­lerisches. stilles Gepräge. Das Gvoßh. Museum hat eine Gedacht nismisstellung, uns der Thüringer rlusstcllungsvereni bildender Künstler eine Msstellung von Werken verstorbner Künstler Wei­mars aus dem Besitz Weimarisäier Kuustsreunde und Künstler im DvnndorsMuseum eröffne:. Im H o s t h eater fand vor geladenen Gästen, zn denen die Vorstände der Goethe-Gesellschaft, der ^ha?e-

sucheii ist. ; .- vo nhöchstens . die Bedingung

die Bevösleri'.n: an dieser Stz'll

. rteiluiig einer Erlaubnis .kann auf die Dauer -e-gi Monat gegebe'i und muß in der Regel an Mizeisicher Ueb-erwachuiig geknüvst werden, llm vor N nannelv.nl ichkeiten zu bewahren, sn deshalb iiuf die Vorschriften, welche in den Kr eis blättern Nr. 60 und 69 »-ngedruckt sind, besonders aufmerküm: gemacht.

** B r f ä v st i u 11 g d-es intr echtmäßigen Lebe n s- m i t te l h a n de I s du r ch die .Hee r-e sv e rw-a l t u n g. Zur Befänipfimg . i - unrechtmäßigen Lebensmittelhandels hat das -KriegSmimsteriimi über die Angabe des Inhalts von Lebens- imd Futtermitlelsendungen für die militärischen Bersandflellen besondere Anordnungen getroffen. Sie enisvrechm der Verordnung des Kriegserivahruugsamtes vom 16. Avril. Bei Erzeugrnnen^die von der Rrichsgetreidcstelle bewirtschaftet »verden, muß jeder Sen­dung eine Frackrtbriefa bschrift der Güterabfertigung übergeben iver- den. Die Abschrift muß als solche biezbichrü seid. Glmchzeitig ist ein postsreier 'Umschlag mit der Adresse der Rnchtsgotrerdestolle übergeben. Dir Versender müssen den Inhalt der Sendungen als Roggen, Weizen usw., als .Gemenge aus Hafer und Wicken Gerste und Hafer usw.. als Mehl. Schrot, Grieß .usw. gen-au bezeichnen. Allgemeine Bezeichnungen sind nicht zulässig. Bei Ge­menge aus Rogen, Weizen, Hafer und Gerste miteinander oder mit crnderen Getreidearteu, auch Hülsenfrüchleu, bei Enter, Ein­horn, Spelz ist außerdem die BezeichnungGetreide" notwendig: bei Erbsen. Fuilererbseu, Bohnen. Ackerbohnnr Linsen und Wicken Hülsen fruchte": den Erzeugnissen aus diesen Früchten ..Erzeugnis aus Getreide" oderErzeugnis aus Hülsenfrüchten". Bi es gilt für Schrot. Grieß, Grausten, Grütze. Flocken, Kleie. Malz und Grün­fern. Auch die BezeichnungSaatgut" ist erforderlich, alles bet Wagenladungen und Stückgut.

Landkreis Gießen.

** Londorf, 26. Juni. Anton Konrad Brügge r wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet-. Die Hessische Tapserkeitsmedaille besitzt er bereits.

** Wieseä . 27. Juni. Johann es Weller VIII. und besten Ehefrau Katharina geb. Svmmerlad feiern heute ihre goldene Hochzeit.

up. Vonr Lande, 26. Juni. Ein ...Kohlwrißlingskri braucht in diesem Jahr nicht geführt zu werden. Tie Kälte hat die ersten Exenlptare verrrickOet. Ueberhaupt hat das schädliche Ungeziefer rstreb, die Kälte einen Dämpfer bekommen. Das ist wenigstens ein Nutzen der Sommerkälte. Den Bienen aber bringt sie Schaden. Hatte man zwar nicht 'wieder auf ein so gutes Bienen­jahr gehofft wie voriges Jahr, so erwartete man doch viele

chwärme. Die sind aber durch die Kälte ausgeblieben. Auf ein gutes Bienenjahr ftckgt regelmäßig ein schlechtes.

Kreis Fricdberg.

Q. Bad - stt a u h ei m, 27. Juni. In der gestrigen S t a d . verordneten v ersammlung wurde folgendes verhandelt: Der Ehrenfriedlol iür Krieget soll erweitert werden imd erhält nach Beendigung des Krieges ein T-enkmal. Zur Bewältigung des ftädtisck-c.r' Milch- und Lebensmitteltvcmsportes muß ein drit es Pferd beübasst werden. - Der Stcuerau s schlag für 1916 wird entsprechend o.-n^ Sätzen iX'S vorigen Jahves festgesetzt. -- Für die Ludcudorii-Speudc zeichnete die Stadt 500 Mark. -- Am 28 d. R. kalt derVerband D e u tsch er K i n d er­bst r t e" im hiesigen Kurhaus eine Ausschuß-Sitznug ab, an der Vertreter aus allen Teilen Deutschlands teilnchmen werden. Hessen-Nassau.

*' Fr a ntfurt a. M., 26. Juni. Hier hielt der evan­gelisch' Pfarrstwein im Großherzogtum Hessen seine Hauptver­sammlung ab. Dieselbe war angesichts der schwierigen Verkehrs- Verhältnisse gut besucht. Der 81jährige Vorsitzende Geb. Kirchen- rat S ch r i m p f erstattete den Jahresbericht. Der Verein hat auch in d'n i'etzbm. Jahren erfolgreich gearbeitet und zugenommen. Da der Vorsitzende sein Amt uieoerlegte, ward ihm wärmster Dank und Anerkennung des Vereins in Wort, Geschenk und Ernennung Arm Ehrentzstrsitzenden zuteil. Der Rechner des Vereins, Dekan Röschen-Frcicuseen, und der Schriftleiter des Kirchenblatts, Pfarrer Fri'sck-Rurpertsburg .legten Rectnung-sadlage und Berichte ab. Da sie int 25, Jabreu mit Erfolg ihre Aemtcr verwalteten, feierte sie der Verein in Danlesivorten und mit einem Ehrengeschenk. Bei nachfolgenden Wahl wird der seitherige Stellvertreter des Vorsitzen­den. Dekan Jaudt-Plantg, zum Vr-rsitzenden und Pfarrer Inspektor Weimar-Nieder-Rmnstadt zum Stellvertreter gewählt. Pfarrer Berck-Mombach hielt eineir Vortrag überNotweirdigkeit von Ge­haltserhöhung Und Teuerrmgszrrlagen gleich den Staatsbeamten". Die Versammlmig trat seinem Antrag bst, billigte sehr ausdrücklich die einleitenden Schritte, n .Ich' Geh. Kstrchrnrac Schn mp' in dieser Seche seither getan und wünscht, daß sie, weiter ausgesührt, guten Erfolg haben.

X Hanau, 86. Juni. In der großen Getrstde- und Mehl- schiebereiangelegenheit ist die Voruntersuchung nunmehr abge­schlossen. Der seil Aufdeckung der Machenschaften in Ilntcr- such'.ingshaft befindliche Kreisbeamte Walther, der als der .Haupt- beschuldigte -angesehen lvird, soll gegen Stellung einer 3id>erl>eit von 100000 Mk. aus der Untersuchungshaft eiitlassen werden.

speare-Gesellschast, der Deutschen SebitterMung und der anderen voui verstorbenen Großherzog gesörrerten Anstalten gehörtest, am Vormittag des 24. Juni eine Gedächtnisfeier statt, die durch Orr elf piel ringele riet wurde und mit Orgel, stiel ihren feierlichen: Abschluß fand. Den Kern der Feier bildete die Fe,trede des genfer Universitä'sprosessors Dr. Wilhelm Rein, die, akademstch ruhig gehalten, ohne LobeäüberschwMg, di? Bemümnigeu. des Grostherzogs schilderte, eine neue Blütezeit deutschen Geisteslebens in Weimar erstehen zu lassen und bedeutende Dichter und ^Künstler an sia, ievanzuzieh.nl Sein Hauvtiverk, die Wiederherstellung der Wart­burg, ivurd-e gebührrnd gewürdigt: desglstchen seine Verdienste um g des Volksbildu'ngsweseus, uni Vertiefung religiöser Ge- ,nruung und um Stäriuug unseres Nalionalbewußtseins. Am Abend desselben Tages fanst im Hoftheater stne Galavorstel­lung statt, in der nach dem Huldigungsumrsch von Liszt, der dem Großherzog seinem Regierungsantritt geividmet ist und Mit der .Weimarischen .Hymne schlreßtz die^ OstersvaziergangsMne und die auschließende Szeire in Fausts Stildierzimmer in trefflicher, lebendiger Einrichtung durch Spielleiter Jürgens und guter Darstellung (I ll igen als Faust uw> Max Brock als Mesthisto- stheles) imd^ zum Schluß der erste Mt desLohengrin" mit den besten Kräften des Hof! he ater s zur Aufführung kamem Das Großherzogspaar und die verwitwete Prinzessin Reuß, die Tochter Karl Aleraridevs, wohnien beiden Beranstaltnngen bei und htelteri am Abend in der großen Pause Cercle ab. ,

= Kassel, 26. Juni. An Stelle des verstorbenen Kuiist- malers Hans Olde wurde der hessische Maler Prof. Dr. Karl Bantzer in Dresden zürn Direktor der hiesigen Kgl. Mademi? der bildenden Künste ernannt. Bantzer steht im 61. Lebensiahre. ist in Ziegenhain 1857 geboren und Ehrendoktor der Universität Marburg. Als schaffender Künstler, insbesondre als der Maler der Schwalm genießt er verdienten Ruf. Weithin berühmt chno Bantzers GemäldeSchwälmer Bauerntanz",Abendmahlsfeier in Hessen" (Nationalgalerie in Berlin) und dieWallfahrt zum Grabe der hl. Elisa-mth in der Franftslanerkapellc zu Marburg".

Dem Schstststeller Dr. jur. R i ch a r di S ch a u k a l, Mini sterialrat im Ministerium für öffentlich? Arbeitet in Wien, ist der Adelsstand veclicl)?ii worden.

S?b rur

kuiäCiiüor^ - §psiil!s

für Kriegsbeschädigte!

fluch für OlCfl haben l'L geblutet!

g^fammdttrt SPräfte dem Sm&toret att ötriflWima «er Vrodmkt;^» zuzuführen unter voller Wahrung der SdlbsväudigvLit der mcister in ihrer Betriebsführung. Gerade \ypt Erhaltung der ent)* 'ländigkeil habe sich die Handw-.-rfskammer bei den umfcmgrachwc Berl>audlungen über die boabsichllgt 6>usammnllegirug «r H^uiv- werksbetriebe zum Grundsatz gemacht mtb trach dieser RcchtiMg m Urteil abgegeben, worüber sich Berichterstatter des wertereti ve>

Redner geht sodann zur Frage der RohstoffbeschaftiMg über. Auch die Bereitstellung von Arbeitskräften nach der Demobil machnng sei bereits in Angriff gerwmmen mid im mit der Khckegsamlsstelle 18. Armeekorps die notigen Unterlagen beschafft worden. ^ (W . . . .

Wr die Bereitstellung der Mittel zur Wiederaufrichtung der Betriebe bietet das Gesetz betr. Gewährung von Staatsdarlehen an vom Krieg betroffene Personen vom 13. Riai 1917 eme gewlsfe Handhabe. Tie hier vorgesehene Fürsorge reiche 1 ?voch bei gewaltigen Umfang der .Kriegsschäden nicht aus, weshalb auch die übrigen Bestrebimgen, weitere Mittel flüssig zu machen, Unter stützung verdienen. ^ r . ^ ^ ,

Nach einem Ausblick auf mehr zukünftige Aufgaben geht Red­ner aus die weitere praktische Bearbeitung wtrtfchaftlicher -Hiageii näher ein. ,. , -

Es folgt sodann ein Bericht über die normalen VerwaltmrgS- ausgabeil der Kanrmer. . ....

Ter Redner schließt seine Aicssührimgen damrt, dast die glück liche Durchfichnmg der großen Ausgaben von der Wiederkehr nor­maler Zeiten^und vor allem von den Bedmgurrgen abhänge, unter denen der Friede geschlossen werde.

StaaLskommissar Regierungsrat v. Koepke überbrackfte dn Grüße des Ministeriums. Er betont die Notwendigkeit der C raaur (trticm des Handwerks in der Kriegs- und UÄergaiigs Wirtschaft.

Syndikus S chüt tl er erstattete die Jahresrechnmig für 1917, die mit 39 475 Mk. Einnahme und 39 460 Mi. Ausgabe abschl^Ä. Sie Wird hiach dem Revisionsbericht des stellvertretenden Vor­sitzenden Sames gcnehnngt und der Rechner entlastet. Drc Vor­sitzende legt deti Hcntähaltungsplan für 1918 (Einnuhmen und Aars^ gäben 52 000 Mk.) vor. Auch er wird genehinigt.

Die Anträge des Vorstarides, das Ministerium zu ersucveu, die Kreiskassetibeiträge znr .Handwerkskarnmer aui IVr. Pfennig pro Kops der Bevölkerung (nach der Bevölkerungsziffer von 1910. zu erhöhen (bisher V-'U Psg.) und den Staatszuschuß aufdre Hälfte der Kreiskassenbeiträge festzusetzen, fr-mer die Tagegelder um 50 Prozent und die llebernachtungsgebühren 5 Mk. zu erhöhen, endlich die Emsckyrekbegebühren für Lehrtinge von 2 auf 3 Mk. zu erhöhelr, ,verden uacf> lurzer Debatte, an der sich Machwirth-Alzey, Schmrick-Worms und Sames-Darmstadt be­teiligen, einstimmig genehmigt.

Gesellenpri'i sungscruss chüsse ,micd8,n für die Bäcker Innung Wefchnitztal (Sitz Rimbach, die Metzgerinnung für den vorderen Odenwald (Sitz Lengseld und die Sattlerinuung des KreiieHDarm- stadt genehmigt und eine Reihe von Ortsgetverbevercinsvorfitzsnden bestätigt.

Am Schlüsse der Sitzung berichtete Direktor P a t ch u Ukb.ergangswirts chast und Roh ft o i s v ? r , o r und über die Hessisch? Handwerker-Zentralgeno-ssenscha!! at dingunMtelle der Handwerkskammer für .Heersaufträge.

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' Tie Pariser Kiud.r in Barcelona. Die Unruhe in Paris und das abweisend? Verhallen der französischen Provinz haben dazu geführt, daß maii sich trernts mi- dem Gedarrkeu bs- fcküftigt, eine Anzahl Pariser Kinder im Austaud in Sicher'- heit zu bringerl. Wie das Journal des Dabats mitteilt, ist in Barcelona eine Organifatiotl im Gauge, deren Ziel es ist, Pariser Kinder bei Familien in Bercelona unterzubringen Vortäuftg ivill man einen Verssrch nnt der Entsendung von 50 lleirven Parisern und Pariserinnen machnt, denen »venn möglich bald weitere Reise- trnpps folgen sollen. Demnach reicht die Auszugsbeiv^ung der Pariser bereits über die Eftenzen Frankreichs, imd demgegen­über klingen die Versicherungen der Presse, daß mcut in Paris nichts fürchte, etwas m.-rkwürdig.

Letzte Nachrichten.

Der nenestc ticricbt der t^eeNe^lerL^NH.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 28. Juni (Amtlich.)

W e st t i ch e r Kriegsschauplatz.

Rege Tätigkeit Der Engländer und Franzosen dewer seits der Somme. Auch in anderen Abschnitten, zwischeu Bser und Marne, nahm d'is Artitterieseuer aut Abend zu.

Heute früh steigrttr sich das Feuer des Feindes beider­seits der Lys, zwischen Bailleul und Bechune und südlttl, der Aisne zu größerer Stärke. Unsere Artillerie nahTn den Kampf kräftig auf- Ja einzelnen Abschnitten l'^ben sich Jn- santcriegefechte entwickelt.

Starker Fliegereinsatz führte zu heiligen Lufikämpfen. Unsere Flieger schosfta gestern 25 ftinöri e Flugzeuge und einen Fesselballon, unsere Flugabwehrgeschütze 5 feindliche Flugzeuge ab.

Hauptmaun Berthold errang seinen 37., Leutimnt Lor- nrenchardt seinen 29.. Leutnant Rumep seinen 26. und 27. Lnftiieg.

Der Erste Generalgnarttermeistrr L u d e n d o r f f.

27 *. 5itzn?!g der yanSwerkrkammer.

I. Da^mstadt, den 27 .Juni.

Heute voruultag 10^/2 Uhr fand im Rachrussaal die Tagung der Hcrndnerkskamnrer unter Vorsitz des Geh. Gewerberats Falk Mainz statt. Der Vorsitzende begrüßte die Erschienenen, erneuerte das Gelöbnis des Haudtverkersimrdes zu Kaiser und Reich und g^aciftc der aus dem Feld? dev Ehre gebliebenen Handwerkstncister um- -aesellett. ,

Shrck-ikus Scküttlcr erfiattete fodunn den Tätigkeits­bericht: Die durch Beendigung der feindlichen Handlungen im Osten herbeigefiih'rte Veränderung der Kriegslage habe die Aufmerk­samkeit der mit der Handtoerkssörderung betrauten Stellen mehr und mehr auf die Fragen gelenkt, die für die lledergangstvirtschaft und die Friedenszeit gelöst .vcrden müssen. Es sei dies insbesondere aus deit zahlreick-en Anssp acben über Mittelstandsewlitik im Reichstag und in derr verschiedenen Landtagen ersichtlich, ,vob>ci stets die dringet tde Notwendig int der Wiedercrufrichtltng des Mittel­stands und besonders des Haridwerks betont wurde. Die hierbei besprochenen Progranrm? gliedern sich int wesetitlicheu in 5 Punkte, die die Bereitstellung von Arbeitsgelegenheit, von Rohstosfen, von Arbeitskräften bei Der Denwbilniachimg, von Mitteln zur Wiedererrichtung der Betriebe und die Zuführung und Heran­bildung hai'.diverllichen Nachwuchses behcindeln.

Die Kammer strebe danach, der Hauptstelle die behördliche Anerkennmtg zu verschviffen, damit auch für Friedenszeiten dem Handwerk eine attgemesscme Berücksichtigung an öffentlichen Reichs- lieferungen gesichtert nx'rde. Tie seither bestehenden Verbiridungen tnit militärischen Stellen, wodurch insbesondere des Schneider-, Sattler-- und thmackerhandwerk mit Arbeiten versehen tverden, üben weiterhin ihre günstige Wirkung auf das Handwerk aus. Die Beziehungen zu pflegen imd weiter ausznbauen, ist das st^estreben der .Handtverkskammer, da das im Krieg? mit Erfolg eingefübrte Systein, geschäftliche Behrrndltmg aller Attfträge dttrch die Körpern timten mid Einzelmeister, die Vorteile eines Groß­betriebs in fick) schließt. Insbesondere lvird hierdurch beziveckt, zur­zeit der KriegÄvirtschaft und später der Friedenswirtschaft, die

Eine nordrussische Republik?

!7. Juni. Die ..Deutsch«? Zeitung"

metbet rrach

Berlin,

Schveizer Berichten, es stehe die Gründung einer neuen selbständigen tl v r d r u s si s che n Republik bevor, die den NamenE i s m c? r R ? p u b l i k" tragen und mit der Kvla- Hrlbinsel vereint werden solle. En g l a n d scheine dabei die Hand int Spiele zu haben. Die englische Regierung hat bereits im iw raus erklärt, daß sie nichts gegen den formellen Anschluß der neuen, russischen Republik an d?u russischen Staatetibund cinztirvenden habe, aber als Bedingung der Anerkennung derselben uerlmtgte, haß die neue Republik eilt WirtsäMslsbündnis mit England schliepeu solle und daß England für die Verteidigtmg zu Lande und -nr See sorgen werde.

Französische Stimmen zu KÄplmanns Rede.

Genf, 27. Juni. TieHv m m elibre" stellt die Redr Kühlmanns der Rede des Kaisers gegcblüber und meint, der Kaiser könne wohl Fanfarentönc atlschlagen, der Diplomat aber sehe sich veranlaßt, mit der Wirklichkeit zu rechnen. Kilbi mann batt? nickst das Recht, sich Illusionen hinzugebett, angesichts der Dürge, die er tveiß TieHumanitä" geht noch weiter, indem sic die Rede KühlntaimS als defaitistisch lnustellt.

Knhlnranns Rede in italienischer Beleucktuug.

Lugano, 26. Juni. Die Rode K ü hl m an n s ii'det in per leitenden italietnscheu Presse eine fast ausnahmslos schroffe tmd höhnisch ablveisende Berirteilung.G i o r n a 1 e d'J t a l i a", das Organ Sonninos, schreibt: Die deutsche Bestie, zu allem fähig, hat cs diesmal für nützlicher gehalten, in sanftevüi Tönen zu reden. Das ganze lcfttst aber wiederum aus eine neue Friedens­offensive hinaus, geizen die die Entente gewappnet 'sein muß. Tribuna" sagt, die Erklävimg MUmanns. daß der Friede nicht allem durch die Mackst der Waffen erre^t t werden forme, sei arißergewöhnlich tut Munde eines.Deutsche tntd dazu angetan, d'ta Verlraueu der Mittelmächte aus die .straft bei Wessen ut wr* mivibecn. Auf der.anderen Seite sei sie .^eignet, di> Zuversicht der Ententevül ker zu hoben.