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W. Jahrgang

8!ag, 28 . ZimI 1013

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Erneute italienische Angriffe abgeschlagen.

(DTD.) Trotzes Hauptquartier, 27. Juni. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppen Kronprinz Nupprecht und

Deutscher Kronprinz.

Die Lage ist unveräitderl. Rege Tätigkeit deS Feindes nördlich der Scarpe und Somnre, westlich von Soissons und südwestlich von ReimS. Auf der Kathedrale von Reims wur­den errreut Beobachter deS Feindes erkannt. Während der Nacht nahm die Artillerietätigkeit auch an der übrigen Front zwischen Yser und Marne in Verbindung mit Erkundungs- gesechten der Infanterie wieder zu.

Heeresgruppe von Gollwitz.

Auf dem östlichen Maasuftr führten wir erfolgreiche Erkundungen durch. Nördlich von St. Mihiel nnrrde ein stär­kerer Vvrstoh des Feindes abgewiesen.

*

Aus feindlichen Bombenstaffeln, dir in den beiden letzten Tage:: zum Angriff gegen Karlsruhe. Offenburg und das lothringische Industriegebiet vorstiehm. wurden 5 Flugzeuge ebgeschosfen. Unsere Bombrngefchrsader griffen gestern Paris und aus dem Wege dorthin Bahnknotenpunkte und Flug­plätze des Feindes an.

Leutnant Rumh errang seinen 25. Lustsieg.

Der Erste Generalguartierureister Ludendorff.

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Der Aberrdbericht.

Berlin. 27. Juni, abends. (WTB. Amtlich)

Von der; Kampffronten niärts Neues.

Dos Echo, das aus der englischen Presse herausschallt, ffbsgt für den 0txwrt§|C?retfirr v .Kühlmann weder tröstlich 7w<b erurutigend. Dve Frage, öb es rich'äg war. daß dar Neichstao die Angelogenhort in gewrsser Weife unent­schieden gekästen hat, wird in derBoss. Ztg." in de- Imerkenswerrer cmsführliä)er Weise erörtert. Das Blatt werllt, von der Ädehrheit werde auch das größte v.wlt- pvlitstche Problem imnrer wieder <ni.f die Fragen der inneren Politik znrückgesührt. Worrrm es sich aber eigentlich sachlich handelt, das führt die Ztg." mit folgenden Sätzen

aus:

l^Wer Staatssekretär hatte, genau besehen, von. sich selbst er- Närt, daß 'er nicht glaube, die politischen Mittel z u besitzen, um die militärische Kriegsführung in geeigneter Weise M ergänzen. Damit entstand für den Reichstag die Pflicht, zu prüfen, ob er unter folchm Umständen diesem Staatssekretär nvck) sein Vertrauen belasten könne. Darauf in allererster Linie kam es Unseres Erachtens an. Und dieses Grundproblem des kritischen Zustandes, in das der Staatssekretär sich d'.trch seine Rede gebracht hatte, ist auch keineswegs durch seine zweite Rede geändert wor­den. Im Gegenteil. Ter Staatssekretär hat in dieser ziveiten Rede seine ersten Ausführimgen verdolmetscht. Und zwar folgender-- maßen:Verhandlung von Parlament zu Parlament, von Redner- lbühne zu Rednerbühne werden uns auf dem Wege zu einer Lösung kaum mehr wesentlich fördern können. Also bleibt nichts übrig, als den Weg der vertraulichen oder diplomatischen Fühlungnahme. Dieser Weg ist gleichfalls hoffnungslos verbaut, wenn von den Gegnern, me ich dies hier gegeißelt habe, jede derartige Annäherung von vornherein als aus mala fides hervor gehend bezeichnet wird. Meine Absicht war dabei, zu zeigen, wie die Gegner eben jeden Weg, der zu einer Verständigung führen kann, vollständig verrammeln."

Da aus den Worten des Staatssekretärs deutlich, herv'vr- geht, daß in Deutschland niemand den guten Glauben.der Gegner und seiner etwaigen Anerbietungen verdächtigen will, so kann poch aus all seinen Wendungen mir geschlossen werden, daß er die Absicht hat, seinerseits solche Anerbietungen zu mackien. Und daß seine ganzen Ausft'chrimgeu mithin nur den Zweck habest können, für etwa schon abgegebene oder noch zu machende diplo­matische Friedensangebote Deutschlands gutes Wetter bei den Eng­ländern zu erbitten. Dadurch hat der Staatssekretär aber dre Situation gar nicht verbessert, sondern im Gegenteil verschlechtert.

Was der Staatssekretär eigentlich wirklich gewollt und b-yAveckt hat, das ist immer noch rricht recht mir. Manche Blatter haben der Vermutung Raum gegeben, er habe es «us einen KouMkt oder eine neue Grrtscheidnug inuerhalb' der Regiewrng direkt angelegt. DieVoss. Ztg." hat ganz recht, wenn fie.ertoäigt, daß gewisse Kreise der Mehrheitsparteien recht unsachlich verfahrmi, wenn sie gegen die Entfernung chrcs bisherigen Schützlings rrur darum eifern und pro- testiwen, weil ^ dadurch! der Schatz chrer Entschließungs- tcrktu Dom Juli des vergangenen Jahres^ und ihres inner- polrttsthen Programms beeinträchtigt würde. Die Frage muß vielrnehr lauten: hat .Kühlmann mit seinen letzten Reden dem Reichsinteresse genutzt oder geschadet? Diese ^-rage wird ja wohl auch ein wenig im Hauptguurtier er­örtert lverderr dürfen, wohin der Reichskanzler sich gestern vvgÄ>en hat.

Der Vsterreichisch-urrgarische Tagesbericht.

Wien, 27. Juni. (WTB.) Amtlich wird verlauttzart: Dn B-ezeecca im Eisch-Tal und auf der Zugna scheiter­ten italienische Erkun-ungsvorfti'he. Der heiß umstrittene

Col del Rosso, am 15. Juni von der Edelweiß-Division im Sturme genomnren und seither in den schwersten Kämpfen siegreich tzchauptet, wurde gestern vormittag nach sck)wernn Trommelfeuer abermals durch stzrrke Kräfte angegriffen. Es war für den Feind ein vergebliches Beginnen, seine Kampf­fähigkeit mit der unserer Salzburger, Kärntner, Ober- und Nieder-Oesterreicher zu messen, an deren Tapferkeit alle An­griffe zerschellten. Die jungen Regimenter 107 und 114, mm der Artillerie in allen Geßechtspaufen mustergültig unter­stützt, haben sich eines Geistes mit ihren altbewährten Stammtrrrppen. den 5^ern, 7ern, 14ern und 49ern, gezeigt. Der Feind erlitt schwere Einbuße ent Toten und Verwun­deten und ließ zalstreiche Gefangene in unserer Hand. Bei Ponte di Piave versuchte der Italiener in Booten unser Uftr zu gewinnen. Er wurde zusammengcschossen.

Der Chef des Generalstabes.

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Von der italienische« Front.

Bern, 27. Juni. (WTB.) Barzini mldet dem Eorriere della Sera" von der i1alienisck>en Front, daß die kleinen italienischen Vorstöße im Gebirge an den letzten Ta­gen hauptsächlich unternommen wurden, um sestzustcllen, ob die Schlagkraft und Moral des österreichischen Heeres durch den Piaverückzug erschüttert seien. Dies müsse nunmehr ver­neint und deshalb über kurz oder lang mit einem neuen österreichischen Vorstoß gerechnet lverden.

Bern, 27. Juni. (WTB.) Bei einer Kundgebung der Beamten des italienischen Sthatzministeriums anläßlich des österreichischen Rückzuges erklärte der Schatzminister N i t t t, er verstehe zwar die ho<l>qehenden Wogen der Begeisterung tn Italien, empfehle aber, sich mit Gleichmut und unerschütter­licher Zuversicht auf weitere harteKrastprobenge- faßt zu machen, da es falsch wäre, sich über die Dauer des Krieges Täuschungen hinzng"ben. Der Krieg werde sich noch lange hinziehen und noch lange seine stahlharte Faust fühlen lassen. Der Feind werde den gescheiterten Versuch er- ncuevn.

Die Jahresversammlung der englischen Arbeiterpartei.

London, 27. Juni. (WTB.) Die Jahresversammlung ^bex Arbeiterpartei wurde gesbcrn in der Hauptl-auc vcm We,d- mlusier eröffnet. Mit Rücksicht auf die Wiazcigtert der zur Ver­handlung gehenden Fragen, wie die Llnstie^ung des Burgfrie­dens und die Llngliederung pon Berufs- rrnd anderen Ve>:ernö- gungen <rn die Partei, wäre?: mehr als 1000 Tlbgeordnete ersächne^i iejme ZM, die die der frül)eren Jahre weit übertrifst. Außer den

nach England zu konimen. Ter Redner sagte, die ArbettMWcteij sei nicht so stark, wie sie es sein würde, werm keines ihrer!w Wieder in der Negierung säße.

Mit einer Mehrheit von 750000 Stimmen wurde der Burg- frieden aufgehoben.

London, 27. Jmri. (Reuter.) Angesichts Hrndersons be­stimmter Erklärung, daß die Arbeiterparteien nicht wünschen, daß die Arbeitsminister aus der Regierung ausscheiden, verlautet, daß die Arbeitsminister beschlossen haben, nicht zurückMreten, wenigstens nicht im gegenwärtigen Augenblick.

London, 25. Juni. (WTB.) Reuter-Mellumg. Kerenskr erschien heute rrachmittag auf der Arbeiterkonserenz, wurde voü Henderson der Versammlung vorgestellt und mit lebhaftem Beifall empfangen. Er sagte:Ich betrachte den Empfang, der mir zuteil geworden ist, nicht als eine Sympathiekundgebrmg für mich, scm- f>cm für die russische Demokratie, die für das von uns allen st teure Ideal kämpft. Ich komme direkt von Moskau und halte ei für meine Pflicht, als Staatsmann und Sozialist dem englischen Volke und den Völkern der ganzen Welt mitzutcilen, daß das russi- sche Volk und die russische Demokratie gegen die Tyrannei kämpfen. Das russische Volk kann nicht gebrock^n tmd kann nicht Unterdrückt werden. Ich glmrbe, ja ich bin dessen sicher, daß das russische Volk sich Ihnen bald für die große Sach: der Jneiheit anschließen wird." Als Kerenski seine Rede beendet hatte, stagte ein Delegierter, als wessen Delegierter KerenSki sprech, und fügte hinzu:Wenn Kerenski hat kommen können, weshalb durftei Troelstra nicht kommend Ter Vorsitzende erklärte, daß eine solche Frage gegenüber einem Mcmne wie Kererrski nicht nur eine Beleidigung, sondern sogar eine große Beleidigung sei. Es entstand ein großer Tumult. Eidlich wurde fast einstimmig beschlossen, daß der Delegierte, der die Störung verursacht hatte, Weggehen müsse.

England und Perfien.

Konstantin-opel, 25. Juni. (Meldmrg d. Wvsrer K. $?. Tel.-Korr.-Bur.) Die Agentur Milli erhielt Persien die Nach­richt, daß zur Vergeltung der durch die Engländer ersvlgten Ver­haftung Suleinurn Dttrzas und seiner Eppdttwn nach Barchadi der Befehlshaber der Armee der islamischen Vereinigung m Reicht, Mirza Kuetschuek Khan, denenglischenKvns ul, den Direk- tor der englischen Bank und einen englischen Offi­zier, der mit der Organisation der armenischen Banden .betraut) war, die sich in der genannten Stadt befinden in Gefangen-i scha s t setzte. Daraufhin brachte die englische Regieru ngj bei der persischen Regierung einen scharfen Protest ein, der mit der Besetzntrg des persischen Gebiets und mit dev Abs«idung von Streitkräften gegen Rescht drohte, falls die oben- genannterl Personen^ nickü freigclassen würden^ Die persische Re^ gierung aTrpvortete, indem sie die e7lglistttm Unttrvbe

Persien Denvahrung emlegte. Mirza Kicetschrek Khans Autorität exftxecft sich über die ganze Provinz Gila und einen großen Teil der Provinz Kaswin.

Nahrungöm:ttelnoL in Rußland.

Genf, 28. Juni. (L. A.) Havas meldet aus Moskau: Der erste Vers'.lch, nach den Plänen Lenins bewaisnete Arbeiter zu ver- wenden, um Nahrungsmittel aus den Dörfern aufzutreiben, ist

,.,-y Qr , . _c -r . .ivivm-a mtSSwrrfl» jämmerlich gescheitert. Die Bauern weigerten sich, Nahrrmgsmittel

ch^ Abgeordneten stlgtm mehrere h.r vor ragende herzu geben, töteten 27 Arbeiter, verwundeten acht und nahmen!

den Rest gefangen.

Arbeiterführer der Einladung der Ärveiterpartei. Unter ihnen, befinden sich Branting, der Führer der sckZwedrschon Sozial­demokratie, Albert Thomas, der srüh.-re foanzösist^e Munitions- nvinister, ferner der belgische Minister Vandervelde. der Se­kretär des internationalen sozialistischen Bur rrrs Camille H u Y s - mans, der Führer der franzSfischen Mehrh.itssozialisten Lan­gen et und der Führer der französischen Minderheitsstzialcsien Renaudel. Ten Vorsitz führte Purdy von der Werlarbeiter- vereinigrrng. Ihm znr Seite siehcn als Sekretäre Arthur Herrderfon, ferner Sp>ney Webb, Ramsey Macdonald cmd andere bekannte Arbeiterführer.

In der ErössnungÄmspräche sagte der Vorsitzende Purdy: Ties ist die erste ldvilstrenz, die unrer der im Februar angenom­menen neuen Part-nr»effassimg stattfindet. Diese P arte wer sassung ist viel kritisiert worden: aber der beste Weg. um die Bewegmrg zu kontrollieren, war nicht die Bildung einer neuen Partei, sondern die loyale Zusmnmewtrbeit aller Richtungen innerhalb der Partei. Niemals hatte der Kmrgreß eine so große ?lusgabe vor sich. Wenn er seine Pflicht nicht erfüllt oder infolge internationaler Zersplitterungen es versäumt, die Bewegung so zu leiten, daß sie den höchsten und lvichtigsten Interessen der urttersten Volksllassen vollauf Genüge tut, so versäumt er eine nie zuvor gebotene Ge­legenheit. Eine nationale Partei, wie sie jetzt angestrebt wird, kann nicht aus rein industrieller Garredlage aus gebaut werden. Die d-offmmg der Arbeiter ist eine von einer starken^ politischen Partei gestützte industtielle Organisation. Die Arbeiter müssen eine hervorragende Rolle bei dem sozialen Wiederaufbau spieleu. Aber alle Hoffnung auf die Schaffung besserer sozialer und beruf­licher Lebensbedingungen nach dem Kriege hat den Sieg z n r Voraussetzung. (Mgemeiner B<isall.) Ich sage das nicht ans Rachsucht, sondern weil die Arbeiterschaft der >Mnzen Erde für die Vernichtung des Militarismus und des WeltherrschastH- strebens ist, die die Politik der Mittelmächte seit Generationen beherrscl^n. Die Rußland urrd Rumänien auferlcgten Friedens­bedingungen warfen ein Helles Licht auf die Friedensbedingungen!, die uns unsere Feinde im Falle ihres Sieges stellen würden. Wir können und wollen solche Bedingungen nicht annehmen. Die Gewerkschafter! und die Arbeiterbewegung wollen nur den end­gültigen Frieden. Ihre Kriegsziele zeigen, wofür sie unbeugsam kämpfen. Die von der Arbeiterschast festgesetzt^! Grundsätze lassen kein Zugeständtris zu. Sie stellen die Grundsätze dar, durch die nach der Ueberzeugnng der Arbeiter der aufrichtige Weltfrieden gesichert worden kann.

Zur Frage des Burgfriedens sagte Arthur Henderson) Zum ersten Male ist der Burgfrieden am 28. August auf vier Mo- inate geschlossen worden und dann wiederholt mck> bis Ende 1916 Erneuert worden. Ter Vorschlag, den Burgfrieden für beendet zu erklären, ersirhr keinerlei Wider-stand von der Regierrmg. Diese er- fucküe lediglich um eine klare Aeußerung über diesen Punkt., Es sei keinesfalls der Wunsch der Arbeiter, die Negieruna auszuschalten, wenn sie diese nicht durch ein richtiges Ardeiterrabinett ersetzen) könnten.

Während der folgenden Diskussion griff der Präsident des Derg-arbeiterverbandes S m i l l i e die Regierung heftig an, well sie den Gästen der Arbeiterpartei die Erlaubnis verweigert habe,

Rotterdam, 28. Juni (L. A.) Times melden aus Peters­burg, daß bekanrttgegeben wurde, daß in den nächsten drei Tagest Brot oder Kartoffeln nicht verabreicht würden. Tie Bevölkernng muß von Törrgemüse lebetr. Männer und Frauest sinken erschöpft auf der Straße nieder.

Hinrichtung wegen gegenrevorutionärer Umtriebe.

Stockholm, 27. Juni. (Priv.-Tel.) Aus Helsingfors wird, wie dieFrankfurter Zeitung" meldet, mitgeteilt: Der frühere Befehlshaber der russischen Ostseeslotte S ch i st u j u ist durch ein Revolutionsgericht wegen gegenrevolutionärer Umtriebe in der D^arine zum Tode verurteilt und hingerir^ tet worden.

Exzar Molam ermordet?

Wie dieFrankfurter Zeitung" meldet, sollte der groß- herzogliche Hof in Darmstad^ aus Moskau ein Telegranrm erhalten haben, das von dem Volkskommissar für die au^- wärttgen Angelegenheiten Tschitscherin unterzeichnet sei, wonach der Exzar Nikolaus zwischen Jekaterinburg und Perm ermordet wurde.

Wir haben uns heute vormittag beim Großh. Hofmar­schallamt telephonisch erkundigt und erfahren, daß diese Mel­dung falsch und erfunden ist. Ueber das Sel-icksal des Exzaren besteht demnach noch keine Gewißheit; die vorliegenden Nach' richten sind lediglich Gerüchte.

Die Gegenrevolntion der Tschecho-Slowaken.

Stockholm, 27. Juni. (WTB.) Nach einer Meldung der Petersburger Telegrapheu-Ageutur nehmen die Tschecho-Slo­waken in der Richtung Ufa-Kiaß eine Neugruppierun^ ihrer Stveitkräfte vor. Die Sowjettruppen treffen Anstalten zur! Verteidigung von Pettosawodsk. Eine tschexl)-o-slotoakische Abtei­lung bemächtigte sich des Bahnhofes von N o wo S e r g i e w s ki. Nach dem letzten Bericht des Oberbefehlshabers der Roten Garde« an der Front Ural-Sibirien, Berzin, haben diese den Güterbahnhpk Sysna an der Wolga und Rozbianka genommen.

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Ein Straferlaß des Königs von Rnmänien.

Bukarest, 26. Juni. (WTB.) Das rumänische Amtsblatt veröffentlicht einen von König Ferdinand Unterzeichnete st Amnestie-Erlaß. Es werden alle deutschen Staats­angehöriger!, die wegen Vergehens zu gunsten ihres Vater­landes oder wegen Verstoßes gegen die Ausnahmegesetze für diq feindlichen Staatsangehörigen gerichtlich verfolgt werden, begna­digt. Allen deutsck-er! Staatsangehörigen, die ivegen der obige-st Vergehen bereits veruttellt sind, wird die Strafe erlassen, ebensq allen denjenigen Deutschen, die sich während der Internierung eins Verurteilung zu-ogen.