** »cncbifl gI§ Kunststadt. Der erste der dret vom »unftwissenschaftlichen Jnstftrft der Latidesutliverfftüt ver- tanslntteten Lichtbilder-Vorträge fand gcsrcrn abetld tm großen finiiaalc der Universität statt. .Herr Professor Dr. H a m ann fotad) über „Venedig als Kunststadt". Au Hand emes reichen Büdcrmaterials gab der Redner einen interessanten,klaren Ueoer- blick über die Einzelphasen der Entwicklung .der ^ogeastadt in Archftekrnr, Plastik, und Malerei. Aeußerst sem wn'slder Redneri nam, lvie Bnredig als dterchaus „renetlauisch", als >vpuo lur ttch angesehen werden nrüsfe, wie das bostemmL v-enei.mm,clpslacMgö, vrieirtaliserreiche sich in einer subtil empfundenen Archrceftur uussprach, die aufs wundervoll,te dem Charakter der ^ladt als Wafserstadt" [ich anschmiegle. k)Iuf bem Wasser säMt alles zu Schweben. Hier in Venedig, der reichen Handelsstadt, traten uateu «emdn die verschiedensten Elemettte zusammen, von Nordetc die Gottnl. von Osten der orientalische Stil. Aber n?tc im Grunde der Charakter Venedigs zum Orient neigt, so vermied nun oer Venetianer jede italienische Uebertt-sertMsi gänzlich und vttdete einen Sttl heraus, der in seiner reppick>artigen Ge'wlrkchett >emev- gleichen sucht. Weich, fließend sind die Formen, ber gmctlrchsti-r Raum- und Flächendispos iteon. Der Hohepnntt der
veneteanischen Kunst ini Mittelalter zeitigte dre herr
lichsten Blüten. Mit dem Eindringen dB ttatrrnpcheil Einflusses, der Renaissance-Fortnen, mit der Verwendung klassizistischer, monumentaler, schwerer Vdoteve (Palladro, begann dann eine Art Niedergang: Niedergang in der Hmncht, oatz eben durch das Eindringen jener dein venetianischen ^emden >snnst- elemente eine Vermischung und Verwischung des typoeh-venettani- schen Charakters eintrat. 'Auch seit dieser Epoche zeugte zwar die Kunst dort Unvergängliches, aber jenes keine, einheitliche, pruntcnd- prachtvolle und doch nicht schreiende Gepräge ging der marchen haften Lido-Stadt ein für allemal verloren.
** Stadttheater. Nochmals sei auch an diejer < 2 tetle daraus hingewiesen, daß am morgigen Donnerstag Framein Hannelore Ziegler vom Hoftheater Mannheim ihren letzten Lanz- abend mit teilweise neuem Programm in Gießen gibt. 'Au erd cm gelangt der äußerst lustige Einakter ,,Tte Hasenpfote" von Hanns Bremert zur Dlfführtmg. _ , ,
** M eldepflicht für gewerbliche Berbrau ch e r von Kohle, Koks und Briketts im Monat Juli Nach Bekanntmachung des Reich sw mmissars für die . Kohlen- verteilung vom 10. Juni Reichsanzeiger Nr. 135) müpen Die Mverblichen Verbraucher die üblichen Meldungen m der Zeit vom 1. bis 5. Juli erneut erstatten. Eine wichtige Neuregelung ist hinsichtlich der Anshilfsliefernngen getroffen, d. h pstche Bezüge. die in der Meldekarte des Vormonats nicht angemeldel waren. Diese sind in Zukunft durch rote Unterstreichung hervorznheveii. Auch die Abgabe von Aushftfslicsernngen ist meldepflichtig (>r ja der Bekanntmachung). Tie Meldekarten sind wie bisher bei den bekannten Stellen zum Preise von 0,25 für ein Meldekartenheft nebst Wortlaut der Bekatuftmachung und von 0,05 Mark snr emc EftMlkarte erhälilich.
** Zur Beachtung f ü r Ta b a k p s l a n zeoel der allgemeinen Knappheit cni Tabak ist es wahrscheinlich, dap m diesem Jahre in größerem Umfange wie bisher Tabakpflanzungen aut kleineren Flächen, lediglich für den eigenen Bedarf der Pflanzer, vorgen emmen werden. Es besteht nun vielfach die tt.v tassnng, daß derartige geringfügige Anpflanzungen,nicht aiimetsc und auch nicht steuerp'richteg seien:. Diese Ansicht ist unzutreffend. Jede Tabakpflanzung, wenn sie in der Absicht ettvlft, die Dabat- btöttrr znni Ra iw n zu . er: end-n. > ! anm?ldechlichttg und unterliegt der Besteuerniig nach den Vorschriften des Tadatstcncrgrretzcs vom 15. Juli 1000. Tic Anmeldung hat am vorgeschrieoenem Formular bei der zuständigen Anttsstelle- bis zum Ablauf ^d^ 15. Juli zu erwlgen. Anpflanzungen, die nach, dem 15- ,mi stattftnden, müssen binnen 3 Tagen crugemeldet werden. ^^Anmeldeformulare sind von den Bürgerin eistereftm zu beziehen. Auskunft erteilt auch das Aufsichtspersonal.
Kreis Schotten.
t. Schotten. 25 Juni. Das hiesige Kreisamt hat eine Verordnung erlassen, wonach jedi^ unbefugte Versendung von Lebensmitteln strenge verboten * ist. Ortsfremde Kurgäste und Sommerfrischler, die diesem Verbot zu widerbandeln, haben außer ihver Bestrafung und der Beschlagnahme der Lebensmittel die llnterf'Ctgintg des werteren Llufenthaltes zu erwarten. Diese Bekanntmachung muß in alben Wrrtsstnben des Kreises ansgehängt lverden. Tie Verfügung wird von allen Einheimischen mit großer Genugtuung begrüßt.
Starkenburg und Rheinhessen.
I Darm ft a d t. 25. Juni. Heute nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr beging ein Landsturmmann dadurch Se lbst m ord, daß, er such vom H o ch z eit s t u r nt hevabstürzte, an dessen Fuß er .zerschmettert liegen blieb _ •
= Hechts h e im Rbsn. , 25. Juni. Lechs Togo dauert nun bereits der „Spuk" von Hechtsheim und überschüttet die „verhexten" Häuser mit allerlei unnützen und zeitw-'ilig auch nützlichen Sachen, wie Käse, Zucker uiid Garn. Trotz aller Wachsamkeit gelang es der Polizei noch nicht, die Urheber dieses groben Unfugs zu ertappen.
M. A. Mainz, 25. Juni. Ein schlimmes Ende halte die Fahrt eines Wiesbadener Brautpaares nach Mainz genommen. Als am Sonntag das Paar genügend gezecht hatte und die Rückreise nach Wiesbaden am Abend unternehmen wollte, geriet es vor dem Hauptbahnhoi in Streit. Ein Schutzmann ermahnte zur Ruhe, der Bräutigam beschimpfte aber den Beamten, so daß dieser ihn auf die Wache mituehmen mußte. Unternaegs warf sich dev Mann auf den Boden und leistete dein Schutzmann Widerstand. Nun griff die Braut ein, beleidigte den Schutzmann und versuchte ihren Bräutigam mit Gewalt zu befreien. Es wurden nun beide mit auf die Polizeiwache getiommen und da sie auch dort feind Ruhe gvben, blieben sie die Nacht über in polizeilicher Obhut. Am Montag morgen wurden sie, nachdem ihre Personalien sestgestellt waren, entlasten. Das Nachspiel folgt vor Gericht.
Kreis Wetzlar.
--- Wetzlar, 25. Juni. Bei einem nächtlichen Einbruch in das Manusakturwaretrgeschätt von Stern erbeuteten Tiebe für» 7000 Mark Anzüge: in der gleichen Nacht tvurden aus dem Ge
Zigarren und
' ' 0
Schlllvigteft jilx das siegreiche Durchhauen tun wert«. Berba^s- divektor Berg erstattete den Jahresbericht für 1917. Im Berichtsjahr sind fünf Genossenschaften ansgeschreden und 24 YMM- getreten, so daß die Zahl der Verbandsgenossenschafteil von 599 aus 618 gesttegen ist. Sie ist bis heute ans 643 angewachen. Dev Gesamtumsatz der Zentralkasse betrug 1 Milliarde 301 Millionen Mark (gegen 659 Niillionen). Für dw Krregs- anleihen wurden 1917 von der Zcntralkasse und den Genossen- schaste-l 49 MMiollw gezeichnet, 1918 zur achten Krrcgsa.nkmhe 40 Millionen, wodurch die bisherige Rekordzifser tet sechsten Anleihe um lmhezu 70 Pvoz. übertrosfen wurde. (Insgesamt zu allen acht Anleihen 139,35 Millionen Mark.) Der Gesamtnmiatz der Z e n t r a l g e n o s s e n s ch a f t der l a n d w i r l_f nii a \ 11. K o n ium vereine hat eine Steigerung von rund 105 Prozent erfahren. (46V 2 MM. gegen 22,7 Mill.) Zn beklagen tst die anßerordentlick>e Tüngemfttelknappheit, wodurch die Ernteertragnisse ständig zmÄckgchen.'Tie Kreditgenossenschaften^ haben rniolge der Geldftüssigkelt eine innere Festigung erfahren. Tie Bezugsund Absatz, ge nossen schäften haben sich in bclnemgender Weise weiter entwickelt. Tie B e r a t u n g s - und R e v 11 i o n s- täti gleit des Verbandes war eine sehr ausgedehnte. Es wurden 1? BezirlSversamurlun,zen abgelmltcn, Beiwattnngsrev ij tonen wurden 281, Rechnungsrevisionen 355 vorgenommen. Die M i l ch- wirtschaf tl i che Versuchsstation nahm 57 000 Fcttbe- slimmnngen lgegeu 44 000 im Vorjahre! vor. Ter Umsatz der Landcs-Milch- und Fettstelle betrug 5.3 Mill. Mark. Die Auslage des Vcrbandsorgans „Hessenland" stieg von 5400 an'^62(X). Das Versicherungswesen wurde- gr'ördwt. Ter Engere A u s , ch u st dielt vier,' der Gesa rnta n s s ch u !: drei Sitzungen ab. Der ÜHdanke der genossenschaftlichen Selbsthilfe ist in ttänmgem Wachsen begriffen. Gemeinsamer Einkauf der Bedarfsartikel und gemeinsamer Absatz sind die Eckn'eiler für die Leistungsfähig lest des Bauernstandes. (Lebbaiter Beimll.i
Leln-er H a l l e r - Offental er »atterte* den Re v i fron s der mp. Reckmnug und Bilanz irerden einstimmig genebmigt, dem Ver- bands prüf identen und dem Geschäsisstül)reirden Direktor Entlastung erteilt.
Nach einer Begrmndnng des Verbandsoirektors Berg uno ctr.ee Befürwor ung d-rch Lehrer O f c n l o ch - Fini'hm, nahm die Genossenschaft einstimmig folgende Guts chl ieß n n g über die Mitst'irkung der i a n d w i r t i ch- a f t l i ch e n Genosse n s cha s - t c n b ei d e r E r f a s s n n g da' r l a n dwi r t s ch a f t l i che ni C'r jeitnin'c au: ...
Das landwirtschaftliche GenossenschastsweteN ln teer für nmere
schüft von
ireulomb für mehrere tausend Mark Zigaretten entwendet. Tie Zigarrendiebe wurden noch im ^aute des Tages auf dem Herborner Bahrrhof verhaftet. Es handelt sich um zwei sckstverc Entbrecher aus Bochum.
ra. Wetzlar, 25. Juni. Für die Ludendorff-Spende sind im Kreise Wetzlar bisher 227 000 Mark ein gegangen.
ra. Erda 'Kreis Wetzlar), 25. Juni. Ter Kreisausschuß hat dem Lehrer Küster für seine Leistungen auf dem (gebiete des Forlbildungsintterrichts eine besondere Anerkennung in Gestalt eines Geldgeschenks aus Kreismitteln zutell werden lassm. - Ins- gesamt 60 Ferienkinher der Stadt Essen haben in unserem Torf Aufnahme gefunden.
ra. Aus dem Kreise Wetzlar, 25. Juni. Tie Raps- ernte wird durch die schweren Regengüsse sehr beeinträchtigt. Ter Ertrag ist mittelmäßig, da die lange Trockenheit die Körner nicht recht zur Entwicklung kommen ließ.
Hessen-Nassau.
- Frau kfnrt i. M , 25. Juni. Am Sonntag .vurde im Hauptbahnhof ein Mann verhaftet, der, nachdem die Fahrkartenschalter geschlossen waren, einen schwunghaften .Handel mit Fahrkarten trieb, wvtz-nrck' es Reisenden, die keine Karten mehrterhalten Konnten, ermöglicht war, nach den Zug M erreichen. Für jede Karte liest nch der finoigr Mann mtßer bem wirklichen Preise noch ein Aufgeld von 3 Mark bezahlen.
Landlvirtschaft die hauptsächlichste Stü'se, um dre durch die ttrwgv- vcri ättnisse verursachten Schäden zu hüten und dre nachhalttge Ercuigungsfälstglei' tt:s allen Gebieten des landwirtfchanltchcp
Betriebes zu festigen. ,
Die geuossenschaftliche Kreti:vrgantsatton muß zetttg ^ooriorge treffeil, um in ausreichender Weise den am Schluß des Krieges an sie heran tretende li 'Anforderung cu auf Bereitstelllmg des dringend nötigen Beiriebskredits in vollem Umfange entsprechen zu können. '
Die genossenschaftliche Warenvermittlung ist Voranstetznng um die Landwittichaft wieder auf die Hölze ihrer früheren Letttung's- fälstgkeit tu bringen. Ihr wefterer Ausbau ist nachdrücklnmt zu fördern. Fiir die Erfassung der laadwirrschaftlichen Erzeugnme bllden die landmirtsckmftlichen Genossenschaften eine besondiws geeignete Unterlage. Auf den ^verschiedensteil Gebieten der Kriegs wirtsck-ast haben sie mit großem Erfolg seither mitgewtrtt ^ewer wird nicht von allen Kommnnalverbänden von ihrer Mitarbeit en.spachender Gebrauch gemacht. Es muß erwartet werden, daß die .Selbsthilfeeinrichtimgen der Erzeuger bei Durchführung der Erfassung aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse^ nicht untätig beiseite stehen. Ganz besonders gilt dies auch ftir die Uebergangswirt scki-aft, in der die Vtftarbeii der Genossenschatten für dte Wieder hers-ellung der Leistungsfähigkeit der landnnrrschaftlichen Betrieb nicht zu eittbehren ist. ^
Hierauf lstelt Tr. P i e t s ch - Hatte a. d. S. eineu Vortrag über die Notwendigkeit des genössenschaftltchcn Zusammenschlusses nach dem Kriege ^ r ,
Fffir die durch Tod ausgeschiedenen Mitglieder des Verbandv- ausschusscs Oekonomierat S t o l l - Georgenhausen und Klocß- Vilbel wurden gewählt: (Outspächter H e i l - Habitzheim tmd Landlagsabgeordneter Fenchel.
Gin Anttag, die Liagesgelder der VoritandsMitglieder von 10 auf 15 Mark zu erhöhen, fand einstimmige Ainmhme.
Bankdirektor Mayer empfahl dringend den Genoftenschaften die Anschaffung eines Postsck)eck-Kontos, lvorauf der Borsitzeiide GH. Oekimomterat Walter gegen 12V.. Uhr die Versammlung schloß. ^
Hieran schloß sich am 'Nachmittag 2 1 ft, Uhr die
28. vröenll. Generalversammlung der Zentralgenossenschast
der Hess. Landw. Konsumvereine, sie im Namen stes^lufsi-chitsrat von Bürgermeister Lösch-Waldülversheim eröffnet und geleitet
wurde.
Ten GesMftsbericht erstattet Direktor Berg. Aus dieiem geht hervor, daß sich das Arbeitsgebiet seit dem vorigen Jahre, nicht weseittlich geändert fcit. Die Mitgliederzahl 5ar sich weiter em wickelt und die Tättgkeit hat sich vermehrt, aus allen Gebieten wurde erfolgreich? 'Arbeit geleistet. Sowohl beim Tüngerbezug bei der Futtermittelverteilung, beim Getreideankauf, bei der Stroh und Henanfbringung, bei der Besch,asfuug von Oelsaaten. bei dem Biehankauf. bei der .Hindenbnrg-Spende, konnte die Organisation verdienstlich mittvirksn..
Tie Oberhessifiche Kornhansgesellfchaft verkaufte ihre Lager Häuser an die Zentral gen assensch>a ft und trat ihr als Bezirks geiwisenschast bei. Auel der OVschäftsbettieb der ..früfcren ober hessischen Hauptgenossensckmst >u Friedberg tvurde überirommeu Tas Ergebnis der Jahr^rechnmig ist befriedigend.
Es schloß sich eine lebhafte Aussprache an, Tas creringe Entgegen lommen der rheinhessifchvn Kommunaloerbande wird kritisiert Tem Varstand inrd Ausfichlsrat wird dann Entlastung ert'ilr Tann wirtz das neu vorg-eleate Statut, aas den Erweiterungen entspricht, einstimmig angenommen.
Ter aus geschiedene Bürgermeiller Keim - Wonsheun ivird ivie der-, Mobs Gettenau in den Vorstand neugewählt. Auch die uussch'itzcndeii Auifick tsrarsmi lg lieber lverdcn wiedergewählt
Nach weiteren Mitteilungen über den Zusammensch-luß der füd- deurschn G'nossenschaften znm gemeinsamen Bezug von Futtermitteln wirb die anregend v-erlaufene Versammlung gies'chjlossen
6^chschnittL,chrsel)tett.
** A1 l g e m e i n st n o e n t i s ch e Ehre il gerichtsbar ieit in Marburg. Auf Anregung der Schwarzbergverbindung Franlonia haben fisch f ä m tliche Kvrporattonen und Berhande der Marburgec Sttiventenschaft sonne dte Freie Studentensckiaft einem Ar arb nr g c r Stndentischen Ehr c it r a t zusam mengcschlvssen. Zweck des Ehrenrates ist, die Ehrenhändel von nichtschlagenden Skudenlea untereinander und zwischeii schlagenden und nichtschlagcnden durch gemischte allgenceine Ehrengerichte ans zugleichen. ' Da für die Erledigung derartiger Ehrenhändel bisher jede sttldentischc Instanz fehlte, so ist durch das Vorgehen der Marburgec Stndentenfckiaft ein »vichttger Sck;ritt auf dem Wege zur Ausgleichung der Etegenfätze in der deutschen Studentenschaft gegeben.
Letztc Nachrichten.
Der neneste Bericht der peererleitnng.
<WTB.) Grotzrs Ha uv t quartier. 26. Jmii. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupvrecht.
Lüvlich der Lcarpe griff der Engländer geftmi früh mit mehreren Kompagnien i«t breiten Abschnitten an. Bei Feuchy und Ncnville-Vrtasse wurde er im Gegenstoß zurilck eworfen. In bell Nachbarabschnitten scheiterten ferne Vor pße in unserem Feuer.
Am Aden) lebte die Arrillerietäligkeit fast an ber ganzen Front aus Zwischen Arras und Albert und bewerferts der Somnle btieb sie auch während der Nacht letchafk. Mehrfach stieß der Feind zu starken Erkundungen vor. Er wurde abgewiesen und ließ Gefangene in unserer Hand. . Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Avre und Marne zeitweilig auflebende Gv- fechtstätigteit. Westlich der Oise erbeuteten wir in Vorfeld- ümpfen französische Maschinengewetzre. Ein feindlicher Teil angriff nordwestlich von Chßteau-Thiercy wurde abgewieftn. Heeresgruppe Herzog Alb recht.
Nördlich vom Rhein—Marne-Kanal brach bayerische Landwehr in die französischen Stellungen nordwestlich von Bures ein und brachte 2 Offiziere und 40 Mann Gefangen- zurück.
*
Aus einem feindlichen (Schwader, das am 24. Fuili östlich von Soiffons bis zur Aisne zum Bombenwurf vor- drang, wurden 5 Flugzeuge abgeschoffen. — Gestern wurden 12 feindliche Flugzeuge und 3 Fesselballone zum Absturz gebracht. — Leutnant Udet errang seinen 33., 34. und 35., Leutnant Kirstein seinen 27., Leutnant Rump seinen 24.. Leutnant Beltjens seinen 23. und Leutnant Billik seinen 21. Lufffieg.
Der Erste Generalauartiermeister Ludendorff.
* * *
Pressestimmen zur Auseinandersetzung im Reichstag.
Berlin, 26. Juni. Tie „Bossische Zeitung" sckneibt: „Als ich der Reichskanzler zu Beginn der gestrigen Sitzung des Rchhs- Inges erhob, zeigte sich, sofort, daß sein Versuch, eine nuaiigenehme Lage zu klären, aufs eaniöarste begrüßt ivurd^. Besonders die Betonung des 'Stegeswillens und SiegesoerLrauens wurde vom gan zen Hause freudig nnterstnchtti. Nicket unbemerkt blieb seine Ab lehAnng, die Schrldsrago .zu erörtern, die v-on der (iteschickNe ohne jeden Zweifel zu unseren Gunsten entt'chiedejr iverde. Gewiß kann nran über die politischen Ziele des Reichskanzlers versa^edeitee Rceinung sein, aber jeder wird ihm zugefteyen müssen, daß jedes seiner Worte eine bestimmte Klarheft und testen Sinn hatte, der keiner Komentterung bedarf. Nach dem Kanzler terflte der taatssekretär die Einzelheiten der Mißversmnoni'te dar."
Dazu heißt es in der „Norddeuttchm Allgemeinen Zaittrug": „Ein nichl voreingenommener Hörer der Rede des Staatssekretärs konnte in ihr nur die Tendenz feststellen, vor .iner falschen Wertung der Lage unö der ans ihr erlvachß'Ur?n Aufgaben aaf Grund einer zu optimisiischen Beurteilung der möglichen Ärtegs- lauer zu warneir, und für den Fall, d kß die veutsche Bererttoftlig- teft, den Krieg durch gerechten politticheii Ausgleich zu beenden, weiter auf den Widers, arid der Feiiide stößt, die Benrnkwortting für die unabsehbare Verlängerung des Krieges den Vestmächben *u#u schieben."
Tie „Vvlkszeftnng" meint: „Wenn der Staatsiettetär ftch mißverständlich ausgedrückt haben sollte, so war es wahrhaftig nicht den vaterländifcheu Interessen zuttäglick, dieses Mißverständnis zum großen ^palt zu erweftern."
Ter „Vorwärts" sagt: „Herr v. Kühlmann hat gestern ferne Rede vom Montag einer so starken einschränkenden Auslegung unterzogen, daß nicht mehr viel von ihr übrig hlieb/'
Der Prozeß Kühimanns g m Sie „Deutsche Zeitung
Berlin, 26. Juni Ter gegen den Redakteur der Deutsch«» Zeittmg Tr. Lohen and den Redakteur der alldeutschen Blätter Tr. Jiimtfr angestrengte Prozeß noegen Bel ei di g n n g des Staatssekretärs des Auswärtigen Amts Dr. u. Kühlmann wird vor der 7. Strafkammer des Landgerichts i unter Bsrntz des Landgerichtdirektors Westermann verhandell werben. Da die Angeklagten den Beweis der Wahrheit rite die in Dem inkrftnierten Artikel ausgestellten Behauptungen angerreten haben, ist eine Anzahl der vom Verteidiger benannten Entlastungszeugen geladen/ norden. Darunter befinden sich außer Sem Staatssekretär Tr. Kühlmann selbst u. a. der Vorsitzende des Alldeurschen Verbandes JuMzrat Claß in Mainz, der Gesandte v. 'Kosenberg, Maior v. Keßler, Legatzionsrar Tr. v. Horsch, Wirklicher Geheimer Rat Kriege, Kommerzienrat Tr. Friedrichs in Potsdam, Generaldirektor der Deutschen Bank Strauß, der Legateousfekretär Freiherr v. Gebsatrel, Direktor Tr. Solmsen in Köln, mehrere Chaufteure, dte das Automobil des Staatssekretärs in Bukarest gefahren haben usw. Tie Verhandlmig wird mehrere Tage dauern.
Siegestaumkl oer Italiener.
i. Köln, 26. Juni. Laut der „Köln Ztg.' veranlaßt die Räumung des M o n t e 11 o und eitriger Piave Abschnitte die fta- lietrische Presse zu einem immer mehr anschwellenden ^iegestanmel von prahlerischer Hoffnung und unvorsichtiger Selbsttäuschung, deren oft Regierung gerade im Augenblick drtngenver denn je fte- dars, um die allgemein Zerfahrung und (itetoitterschwüle nur weisende Lage zu bemeistern.
Die spanische Krankheis.
i. Madrid, 26. Juni. Köln. Meid.) ZalKretche hier ein- gegangene Anfragen lassen vermuten, daß die Nachrickteen über die Grippe bei den Angehörigen der in Spanien lebenden Deutschen B e s or g n i s s e veranlaßt haben. Demgegenüber sei teil gestellt, daß die Krankheit im A b n e h m e n begriffen und übrigens durchweg nur in der mildesten Form aufgetreten ist.
54 VerbandHtag der Hess, landw. Genoffenschaften.
I. Darmftadt, 25. Juni 1918.
Gestern vormittag 10'/? Uhr wurde im „Kaisersaal" der •>4. Verbaut,'tag der hessischen landwirtschattiichetl (tzenvssensck-afte-n eröffnet Vc-riitzenoer Geh. O^cklonomierat Walter-Leugfktd begrüßte lne sehr zahlreiche Veffatinntung, insbesonoeve die Vertreter dcu 'öeguwung and der lriegstvirlschaftlichen Lartdetstellen. Der Bor- gedachv- der Kämpfer an der Front imd der Känipser in >)er Hem»at und legte un Na miete der hessischen Laiedwirtechaft das GMbms cSt, daß die hessische Laudwittschaft ihre vollk
X. G e l n h a u seit, 2a. Jmu.
Fürst Dr. Franz Ich ei
Jseiiburg und Büdingen in Hirstein hat der Universitä, ^Freivurg eine Stiftung owi 100 000 Kvoneu zur Förderimg des Studiums der mittleren ttnd neuerenc Geschichte überwiesmi. Die Stiftung wird sein«- 9oame.tt rvagen.
vevmiichte».
®crternmfd)lnn in Frankreich.
& r» pe 11 5<i a en , 26. Juni. Einem °Vnfer Teleqtttmnr Mfolge ist in freu testen Taget: in Fran kre i ch cm v vll i g c r W e t te r u m schlag eftegetteien. Es herrscht jetz/ st ganz Frankrerck Kälte mit Regeil. Mehrfach ist ft rr Frost ein getreten .Die zu e-rwardende Ernte hat hterdurch bedeutend sÄlld».
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Betr.: Tie Anßerkttrssetzung der Zweimarkstücke.
Mir weisen nochmals ausdrücklich auf den am 1. Juli 191 £ eint redenden Ablauf der Einlösnngsfnst der Zweimarkstücke bin.
G i e ß e n, den 24. Juni 1918.
Großherzoglichüs .Kreisamt Gießen.
■y).
D.: Langermann
ftisLunnsrkchner des Kreises, t^'neffend die Außerkurssetzung der
Reschs-Gesetzbl. S. 6:
v -
An den Obcrbnrgeruicijter zn Gießen, nn die Großh. Bärger- mcistereieii der Landgemeinden des Greises, an die Gemeinde-, Kirchen-, Mark- nnd Z
Nach der Bekanntmachung,
Zweimarkstücke, vont 12. Juli 191,
läuft die Frist zur Einlösung am 1 Juli d I. ab. Auf tttennd der im 8 4 dieser Bcftamttmachung dem Reichskanzler erteilten Ermächtigung ist laut Tte kalNltmachnng vom 1 Juni 1918 Reickrs- 0-esetzbl. S. 437 — für diejenigen Zn>n in orkstücke, für io,4 !>e giMtb« ltaft oi'mackst wird, daß sie aus den deutschen Ichuvoeteeteu otv* «ms dem dbusland nach dem 1. Juli 1918 erngegn'i um 5nt>. dte Einlösututefrist bis zum I Juli 1919 verlängert, ckce Eintötemg solcher Stücke erfolgt jedoch mrr bei der Reich-llmuptkasse in 'Berlin SW. 19, Obenvallsttaße 3.
Auf den Maus st'r Eiullstnugsfrist ist ortsitbtech aufmeektem zu machen, damit Int »aber von Ztvei markstucken im Jnlande vor ^cl-aden betvahrt werben. Ihnen etwa ,ugeltende Anttäge auf Einlösung von Zweimarkite'lckcnt, die aus den Sckmtzgebieten ewer aus dem Auslatlde nach d<mi 1. Juli 1918 stngeftwrl sind, sind nir die Rcichshatlptkasse zu :>erweisen.
Gießen, den 24. Juite 1918.
Grvßberzogliches Kreisamt Gießen.
I. B.: Langer mau».


