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** Z n ckeraus g ab e. Wie uns vom Lebensmittelamt mtt- geteilt wird, loanteii die jur Lieferung verpflichteten Zuckerfabri­eten die gesamten der Stadt Gießen überwiesenen Zuckermengen Afolge bc3 Wagen mangels bisher nicht zur Anlieferung bringen. ES kann dadurch kommen, daß einzelne Kleinkaussgeschäfte i ujt in der Lage f ; *\ chre Kundschaft alsbald in »aller höhe mit an Einmachzucker : beliefern. Es ist jedoch zu erwarten,, daß der noch ausstehende Zucker in den nächsten Tagen eintrifft. Des­wegen brmlchl niemand zu befürchten, daß er seinen Einmachzucker nicht erhalte, weil die Kleinhändler augenblicklich zur Lieferung nicht in der Lage sind. Ein Grund zur Beunruhigung ist daher in keiner Wense gegeben.

** Ln d c 11 d o r f f-S pe n d e. Die durch das Rate Kreuz am Sonntag veranstaltete Sammlung hat einen Betrag von 4 666,98 Mark ergeben. Ein recht erfreulicher Erfolg, zumal nur auf den Straßen, nicht auch in den .Häusern gesammelt wurde. Die Listen­sammlung in den..Häusern wird bis Ende dieses Monats fortgesetzt, ebenso nehmen die Bankgeschäfte bis Ende dieses Monats Gaden entgegen.

** Vaterländischer Abend $ um Besten d e r L u d e n d o r f f - S p e n d e. In der neuen Aula der Uni­versität findet morgen, Freitag abend ciu vaterländischer Abend stall, auf den hier n)chmats ganz« besonders hinge- nüesen sei. Außer dem Lichtbitdervortrage des .Herrn Bank-- direktors Leutnant d. N. Grießbauer stehen noch mnsi- talische Darbietungen, Rezitation von Herrn Hofrat S t e i n g o e t t e r und ein Schtnßwlort, gesprochen von Herrn Geh. Kirchenrat Professor v.Eck auf der Vortrags- folge. Siehe Anzeige.

Landkreis Gießen.

** Climbach, >12. Jmri. Dem Diusletier Wilhelm. Leye­rer, Svhn des hiesigen Polizeidieners, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. -

Staufenberg, 11. Jüni. Schüße Karl Jung, Sohn des Gemeindeeinnehrmrs Jung, erhielt die hessische Tapferkeits- medaUle.

o Stein heim bei Hungen, 11. Juni. Tie hessische Tap- ierleitsdcnkmünze erhielt der Gefreite Friedrich hofmann.

tt Treis a. Lda., 12. Juni. Das E-'erne Kreuz 2. Klasse und die hessische Tapferkeitsniedaille erhie.. der Kanonier Hein­rich B e n n e r van hier.

Kreis Schotten.

e Schotten, ,12. Juni. Zur Bestreitung der Kosten für Unterbringung und Verpflegung heimatloser Urlauber wurde dem Lehrethcim dirrch-Schulrat Hetterich, Alzey, die Summe von 315 Mark Angewiesen, welcher Betrag durch deiliveisen Verzicht auf Vergütimg bei der Sammlung von Obstkernen und Frauenhaaren ->.lrch Schickkinder .des Kreises mrfgäbracht wurde.

0 Ge d e r n, 12. Juni. Nach schwerer Krankheit verschied heute nacht der langjährige hiesige Beigeordnete Karl Vonalt. Ter Tod des allseits beliebten und geachteten Mannes bedeutet für die Gemeinde einen schweren Verlust. Schütze .Hermann Tiehl erhielt das Eiserne Kreuz 2. Masse und die hessische Tapserkeits- medaille unter gleichzeitiger Beförderung znm Gefreiten.

e. Ulrichstcin, 12. Juni. In einer von der hiesigen Otts- gruppe des Deut schm Flotten Vereins auf Samstag den 15. Jumi, aberrds 8 Uhr, in denTarmstädter Hof" einberufenen, Lersammluwg wird Kapttänlentnant Sch me hl, 1. Offizier Sr. Maj. HilfskreuzerWolf", von den Fahrten dieses Schiffes er­zählen.

Kreis Friedberg.

N. Z. Bad-Nauheim, 12. Jüni. Ter Staatssekretär des Reichsmartneamts von Capelle liebst Gemahlen ist zum Kur­aufenthalt eingttrvsftn und hat LZohnung im Sanatorium, Groedel genommen. Unter den letzthin angenommenen Kurgästen be­findet sich der bekannte Schriftsteller Joseph von Lauffs.

Starkenburg und Rhcinhessen.

K. P. Sprendlingen in Rheinl-esscn, 12. Juni. Auf dem .Kölner Bahnhof machte sich in den letzten Tagen ein Mann in LeutnaMsunisvrm in auffälliger Weise mit dem Soldaten I. Kern aus dem benachbarten Wonshllm bekannt. TerHerr Leuttnmt" erkundigte sich unter anderem besonders eingehend nach dem Namens Sind den Verhältnissen der Eltern des Solda^n. Der letztere ahnte nichts Gutes und schickte nach kurzem Besinnen an seine Eltern von Köln aus eine Depesche, worin er sie dringend vlo ' einem Schwindler in Offiziersuniform warnte und ihnen riet, den Hochstapler sofort festnehmen zu lassen. Daß der Soldat mit seinem Verdacht nur zu sehr rocht hatte, sollte sich bald zeigen. Tier Schwindler reiste Zunächst hierher und schickte vom hiesigen Postamt aus eine Tepesche ".ach Wvnshcim, als käme sie von denr Sohne. Sie lautete: Mein Leutnant kommt: nehmt ihn Mt auf. Gruß Euer Sohn" Bald kam auch richtig derHerr Leutnant" in Wonsheim an Zu seinem würdigen Empfang Halle sich aber and) bereits der Gendarmeriewachtnreister eingefunden, der bm Schwindler ver­haftete.

== Udenhei m (Rheinh ), 12. Juni. Durch ein gewaltiges Großfeuer wurden hier in der vergangenen Nacht zehn' Swll- gebäude, fünf Schemen und ein Kelterhaus vernichtet. Bei dem Branbe, där sechs Stun-deer wütete, >cche er eingedchmntt werdei- komrte, kanien neben vielen Wirtschafts geraten auch Kühe, Scheine > Geflügel in den Flammen üm. Au den Löscharbeiteu beteiligte sich m hervorragender Weise auch die Mainzer Militärfeuerwehr

K. P. Worms, 12. Juni, hier wurde in das hiesige ßse- sangenenlager ein kriegsgefangener Russe eingeliefert, der von -einer Arbeitsstelle aus einem Torfe Niem Hessens cntnüchm war lum in seine heiucat zu flrel^n. Nach längerer heiullicl-er Wande­rung kam er in einer großen -Stastitanlund glaubte in Peters­burg zu sein. Groß war aber die Enttäuschmg, als er hier gar bald festgenommm und nach Worms ins Gefangenenlager trans- vvrtiett wurde, denn er war statt nach Petersburg nach Wies­baden geraten. Vielleicht hat die russisch Kapelle auf dem Nervberg« die Täuschung des Mufchik vettrnlaßt

ch. Vom Rhein, 12. Juni. Einen eindringlichen Protest gegen das Fischen der Holländer auf dem Rhein haben die Acher Ms Hitdoll, Monheim, BMmberg, Benrath erlassen Pie Eingabe ist nach demStadt-Anzeiger" in Köln gerichtet an den Gouverneur zu Köln. In ihr wird ausgeführt, daß'die Rhein- nscherei immer geringere Ergebnisse bringe, da die Holländer Fisäier bis heute schon mit etwa 60 Fischerbooten den Rhein mnauf bis Rüdesheim sich befinden gegenüber nur 30 deutschen Letztere können infolge Personenmangels und geringerer Kapital­kraft die Fischerei nicht im gleichen Unifange betreiben wie die Holländer. Nicht nur die Aale werden von den Holländern weg- gefangen, sondern Mch fast sämtliche Salme, Lache und Maiftsche In der Eingabe wird noch bemerkt, daß es die höchste Zeit sei daß hier einbegriffen wird, damit nicht deutsche Lebeusniittel ins Ausland wandern. Auch Spionage ist bei dem zahlreichen Vor­kommen der holländischen Fischer Ms dem Rhein sehr Mt möglich.

HErEassan.

---- Bebra, 12. Juni. Das seit 1866 stillgelegte üu>. ferberg- kvett Richelsdorf ivird gegenwärtig wieder erschlnseu DaS ölte Werk von 1684 bis 1866 im Bll riebe, es beschätiate in feiner Blütezeit 500 hüttenleute, die jährlich 1250 Zentner reines Kuper gewannen. Zirm 5- des berichntm .Herkules auf der Wilhelmshölft bei Kassel lieielle das Richelsdorfer Werk vor 200 Jahren.das dazu erforderliche Kupfer.

.X hairau, 13. Juni. In der letzten Sitzung des landwirt­schaftlichen Kreisvereins hcman ward? lebhaft Beschverde geführt über das Umsichgrei en der Revisionen lcrnlwitt'chaf licher Bet i be, eine Kommission löse die andere ab. Man möge doch einmal die Landwirtschaft in Ruhe lassen, die selbst Vnchändnis für die Not khll Zell besitze. Unter d,nn Beimll der Versammlung forderten «einige Rsmer, daß zur Hilfeleistung bei der Unkrautvertilguug «aiif den Feldern die Garnisonen geöffnet werden möchten, da in diesen noch genug Leute vorhanden seien.

^ Frankfurt a.M., 12. Juni. Der' achtjährige Soft: des Kutschers Steigeiwald, Eckenlwimer Landstraße 134. trmck nach dein Genuß von Kirschen Wasser. Er imifjle seine Unvorsichtigkeit mit dem Tode büßen.

--ha chenvurg, 12. Juni. Unter Entfaltung reichen kirch­lichen Gewänges fand im Zisterzumserkloster Marienstatt die feicr^

Itd>e Weihe des neu gewählten Abtes P. Tr. Eberhard hosf- mia n n durch dm Abt von Meyrerau, P. Dr. Kaissan Haid,' stall. An der Feier nahmen neboi den Vertretern anderer Klöster (Trappistcu, Benediktiner und .Zisterzienser, Tomdekan Tr. hil- pisch aus Limburg, viele Geistlickie, Abgeordnete iveltlicher Behör­den und eine unübersehbare Menge von Gläubigen des Nassauer Landes teil.

Kein Deutscher

darf seinen Dank den heldenhaften Brüdern weißern, die mit ihrem Leib Deine Heimat und Dein HauS beschirmten. Schaff ihnen neues Leben, neues Wirken!

Zeig.Dich ihrer wert!

Schließ Dich der Ludendorfs-Spende an!

Mainz, 12. Juni, heute nachmittag 12.45 Uhr fand in der Metallwarenfabrik von Busch eine Explosion statt, durch welche ein kleines Betriebsü^bäude zerstört wurde. Außer dem Vcaterialschaden sind leider auch mehrere Men­schenopfer zu beklagen. Bis jetzt sind festgestellt: d r c i T o t e und 50 bis 60 Verletzte, darunter 10 Schwer­verletzte.. Einer ist bisher seinen Wunden erlegen. Der Fortgang des Betriebes ist nicht gestört.

K Marburg, 13. Juni. Ja der Stadtverordnetensitzung wurde beschlossen, daß die VersamEmg beschlußfähig ist. Ivenn mehr als ein Drit el der Mitglieder anwzseud ist. Ferner wählte man einen Ausschuß, der geineinsam mit V.r.retern des Magistrats eine Vorlage betrelfeiw Nmregelung der Beamtmgehälter in die Wege letten soll.

HE. Offenb ach a. M., 13. Juni. Tie Ludendorff- Spende nimmt in Osfmbach denselbm erttmlichm Verlauf wie seinerzeit die Nationalspmde. Es wurdm bichec von 103 Spendern 431 800 Mark gezeichnet. Die Ergebnisse der Opsertage und der Sammlung der Osfmbacher Arbeiterschast sind in dieser Summe nicht «einbetgriifm. Es loäve zu wünschen, daß die Lndendörsf- Spmde mich in den übrigm hessischen Städten, und insbe'ondere mich üuf Idem Lande, ein ähnliches günstiges Ergebnis erzielen würde, damit Hessen in der Lage ist, die Pflichten gegen seine Kriegs­beschädigten zu erfüllen.

Naunheim a M., 12. Juni. Bei der BloMallon Mönchhof ließ sich Dienstag früh die 18jährige Eva Burkart aus Eddersheim von dem MainzFrantzfvr e' Zuge tot ah^'N Das Mädchen unterhielt mit dem 22jähri---en Scho'sr Friedrich Mül­ler von hier ein Liebesverhälllns i,n > war vd f Simstag aus dem Etternhaule verschw>,nden. Ter Lie^ Haber, der die unselige Tat des Mädchens so'ort der hiesigen Station meVte, ihr bonad) an­scheinend beigewohnt hat. wurde v -rballet, da er in dringendesm Beid-acht sticht, an deni Vorall nicht g^ani sch ,5)los zu sein.

V o m W e st e r w a l d, 12. Juni. I n Forstort hauberg bei .Herdorf fand ein Spaziergänger ein menschliches Skelett, in dessen Schädel eine 6-ewchrlügel steckte. Ein Notizbuch mit zahtrllchen,» aber verwischten Eintragungen lag bei dem Skcliett. Die Persönlich­keit konnte noch nicht festgestelkt werden.

fjattfccf.

** Fran kfurt a. M., 13. Juni. Das gesamte deutsche Ge­schäft der Auskunftei R. G. Dlun &, Eo. ist auf die nengegründete Auskunftei (vorm. R. G. Dun L Co. G. m. b. h. Berlin über- gegangen. Die Garaittie für die Einlösung der noch im llmtair bpfuibua)cn Zettel übernimmt die mit einem Grundkapital von Mark ausgestatteteHermes"-Kredttversicherungsb 2 nk A. G. Berlin.

Hamburg, 12. Juni. (WTB.) Tie Gutehosfnungshütte, Ak- ttengesellschaft für Bergbau- und .Hüttenbetrieb in Obernhansen, die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellsck>aft in Berlin und die Ham bnrg-Amerika-Linie haben sich zum Bau und Betrieb einer großen Schiffswerft in Hamburg (Finkenwcrder) vcr einigt. Das Aktienkapital wird vorläufig nur auf 10 Millioncr, Mark bezisfell. Besonders soll der Bau von Schiffen, deren Antrieb durch Rohöl-Motoren bewirkt wird, gepflegt werden. Das Gelände wird vom Hamburger Staat der Gesellschaft zunächst auf 75 Jahre überlassen. Tie Firma des neuen Unternehmens heißt:Deutsche Werft-Akttengesellschast". _ m

Gerichlsfcral.

** Frankfurt a. M., 12. Juni. Bor dem Schwur g.ericht wurde gestern über einen räuberischen Ueberfall verhaw r>elt, den vier faiim den Knalenschchen entwachsene Bursch-n in Szene gesetzt hatten, um sich Gelb zmn Bummeln zu verschaffen 2lngeklagt wegen gemeinschaftlichen Raubes warei: der am 2 März 1900 in Frankfurt geborene Ausläufer Heinrich Neifel, der am 23. August 1900 in St. Johann geborene Arleiter Karl D a n n er laer am 27. April 1901 in Franksutt geborene Schlosserlehrling Hans Ruhland tmd der am 19. April 1899 in Frankfurt ge­borene Buchdrucker Gustav Adel mann. Neisll, Ruhland und Adelmann, drei gute Freunde, waren seit kurzer Zeit außer Arbeit und bummelten. Das aber kostet (Mb, und mit einem male tauchte die Frage auf: Wo kriegen wir Ms Ostern Geld h?r? Das Ergeb­nis eifrigen Nackhenkens über diese Frage, wobei die Vliantasie nicht unwesentlich durch I die Erinnerung an den Jnl>alL von Schundromanen beeinflußt wurde, war der Plan, dir Kolo- malwavenhändlerin Babette Döring in der Siemensstraße in ih'-em Laden zu überfallen und zu berMben. Aber keiner von den dreien hatte die Kurage, die Hauptrolle zu Üb-ernehnien. Deshalb be- Wosfen sie, noch den Dminer, den sie als einenentschlossenen Msmn" kennen gelernt hatten, zuzuzichm. Dauuer war auch so­fort bereit, den Hannemann mit den größten Stiebeln zu spielen Am Abenld des 30. März gegen 9 Uhr. als der Laden vorn schon zu war, 'wurde der Plan mrsgesührt. Neisel und Ruhland wurden als Aufpasser Ms der Straße postrett, und Adetmann und Duner begaben sich durch eine Seitegrtür ins Haus. Tldelmann liat!e sich eine schwarze Maske vorgebunden, weil er der Ladeninhaberin be­kannt war. Deshalb blieb er Mch vorläufig in dem dunklen Gang stehen, während Tauner in den hell erleuchttten Laden ttat und Zigaretten verlangte. Als Frau Döring mit der Schachtel ans ihn Mkam, sprang er ilir plötzlich an den hals irrtb warf sie zu Boden In diesem Augenblicke kam auch Adelmcmn herbei und schlug auf me Daliegende mit den Fäusten ttn, um sie am Schreien zu' ver- dinidern. Dann lief er, während Donner die Frau festbiett uir

Kasse und leerte sie. Nachdem sie das Oseldes waren 200 Äk _

hatten, nahm die ganze Gesellschaft Reißaus und dampfte noch in der Nacht nach Mainz und Wiesbaden, wo ein paar Tage in dulci lllviw gelebt wurden. Als die Moneten lalle waren, kehrte das Qtuattett zurück und ließ sich verhallen. Das Urteil lautete imter Zubilligung mildernder Umstände für DMner und Adelmann Ms L rWA Uve, für Neisel auf ein Jahr,und für Ruhland auf neun Monate Gefängnis. Jedem werden zwei Monate Unttwsuchuuaslaft angerechnet. Altt vier waren bisher unbestraft.

Uttit)cr(ifSbüHacbrici>kt(«

,F1" 9 ^ j E u. M., 12. Dein Privatdozenten an dev medi zun scheu Fakultät der Universttät Frank'att Dr Otto R i e s; e r, wurde m Anettemnmg seiner wissenschalllichen Leistun­gen vom Kultm mniltev der TitelProfessor" verliehen

vermischtes.

* W ie du mir soich dir. Alls Scheffel ernst seiner Gv-

sundheit halber in Italien weilte, erhielt er eines Tages von einem! deutschen Freunde einen unfrankierten -'rkx der nur die Wolle ent- Tjielt:Mir geh: es gut. Mit Gruß txin W." Dr Dichter, welchei- sich über das ho:).' Porto, das er zahlen mußte, ärgerte, besckiloß sich aut orgiuelle Ärt za rächen. In einer >Kiste ließ er eine Sendüngs ebenfalls unfrankiert abgehen. Dr Freund, in der sicherm Ei> Wartung eines ,verzollen Inhalts, bezahlte gern die hohe Fracht, mußte aber zu seinen! nicht geringen Aerger entdecken, daß die Kde nur einen Stein enchie.lt, an dem ein Zettel befestigt war mit den! Worten:Bei der Nachricht von deinem Wohlbefinden ist mir bei­liegender Stein vom Herren gefallen."

Müllersche Badeanstalt. 13. Juni 17° R.

Wasserwärme der Lahn am

Letzte Nachrichte«.

Dcv neueste LZericht 6er ^eereslertung

(WTB.) Großes Hauptquartier, 13. Juni (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Zeitweilig auflebender Ariilleriekampf. Oertliche Jn- fanteriege fechte.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Südwestlich von Nvyon führte der Franzose erneut starke Gegenangriffe beiderseits der großen Str iße Noye EstresSt. Denis. Unter schwersten Verlusten brach auch dieser Ansturm zusammen. Ätelxc als 60 Panzerwagen lie­gen zerf<l)ossen auf dem Kampsfelde. Die Gefangenenzah! ist auf über 15 900 gesttegen. Die Beute an Geschützen be­tragt nach bisherigen FeMLlungen mehr als 150. Bei Ab-. we-h-e der feindlichen Gegenangriffe fielen einige unserer bis m die vordersten Linien hinein aufgefahi-enen Geschütze in Feindeshand.

Nördlich der Aisne drangen Sturmabteilungm in die feindlichen O^rüben. Südlich der Aisne griffen wir nach stnr- ker Artillericwirkung den Feind an und warfen ihn aus seinen Linien östlich van CutryDommiers über diese Orte hinaus zurück. Nördlich von Corcp wurde der 'Saviöres- grund vom Feinde gesäubert. Wir machttn m<^r als 1500 Gefangene. Ltthrfach wiederholt ftindliche Angriffe nord­westlich von Ehstteau-THierry brachen verlustreiche zusammen.

An den letzten beiden Tagen wurden 35 feindliche Flug­zeuge abgeschossen. Hauptmann Bert'hold und Leutnam Menkhoff errangen ihren 33 ., Oberleutnant Schleich seinen 29. und 30., Leutnant Deltrens seinen 20. und 21., Hauot- mann Reinhard seinen 20. Luftsieg.

Ter Erste OZeneralguartiermeister L u 0 e n d o r f f.

* * *

Die russische Ostseeflotte in Auflösung.

Kopenhagen, 12. Juni.Elsrrabladtt" meldÄ aus Stoü- llllm: Tie Personen, die auS Kronstadt in Widerg Mgekommen sind, teilen mit, daß die d-ott liegende O st see f l o t r e i n Au f- lösung begriffen sei. Tie Besatzung sei ans den verschiedenartige sten Elementen zusammengesetzt, die Schifft seien ohne B«mf- sichttgrmg und ohne Wacksmarmschaften.

Italienische Stimmen zur Kriegslage im Westen.

Bern 12. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Die Kttegslaye im Westen beichcrftigt die Gemüter in Italien lebhaft. Wie dir in vwm ersck^elnendeJtalia" berichttt, ist die allgeineine Aufmett- samkett der parlamLntattschnr Kreise auf 'die Ereigni s, in FrMv- reich gerichtet. Ätan habe in der Kainmrr die lleoerzeugimg, daß die letzigen Vorgänge auf 'den Schlachtfeldern das L-chrcklal der Entente entscheiden werden. Tie neue ZeitungTcmtpo" glaubt dagegen, daß die trittsche Periode den ganzen Sommer andanern werde. Ter Stra- tegie der Entente erwachse aber jetzt die Aufgabe zu prüfen, ob es nicht besser sei, die Sicherheit eines Frontabschnittes zu riskieren, um an einem bestimmten Punkte in zahlenmäßiger Ueberlegen- I-eit austrtten zu können. Die darin liegende Gefal/r wäre allerdings groß, aber der Erfolg sei ja imitt.-r an ein gewisses Risiko gebunden. Der mckitärvch? Mttarbttter der MailänderJtalia", der noch vor wenigen Tagen ebenfalls den Gedanlen einer baldigen Gegenoffensive vertrat, ist dagegen heute bereits wieder davon ab- gewmmen, da der Pcomeitt zu einer Gegenoffensive noch nicht gekommen sei. Eine Gegenofftnswe unternehmen hieße heute, alles aufs Lpiel setzen.

Der U-Boot-Krieg gegen Amerika.

A m ft erb.a m 12. Juni. (WTB. Nichtamtlich.) Einem hiesigen Blatte zufolge erfahll dieTimes" aus Washington daß rmch einer amtlichen Mitteilung des Mattnedcparlements alle Küsttw und Ozeanfahllen unter seine Mi sticht genommen worden sind soweit es sich um die Feltßellung der Routen und Fahrten innerhalb der Bellewigmige^onc und innerhalb ber Häfen handelt. Jetzt ist en.dgulttg ftstgestellt n-vrdcn, daß mehr als ein U-Boot in den attantischen Gewässern opettert hat. Beinahe gleiclHeitig werden Angriffe aus Virginia und Nantnckct gemeldet. Außerdem btt em zurückgekehrws Sck-iff viel südlicher ein Teleskop gesehen Diarriicfekrtt-är Daniels l-estäligt, daß keine amettkanilchui' Schiffe zuruckbeimfen werden sollen und daß die amettkanischen Motten- plane nicht geändert worden sind.

Die deutsche Ostgrenze.

K önigsberg, 12. Juni. Die Stadtverw.iltlma von Oste- wde richttte gleich anderen Städten an den Rllchskanzttr und die Overlte .Hoeresleitung eine Eingabe in dem Sinne, daß di>- deutsche Ostgrenze als Vetteidigungsliiiie nach dem Ermesse'- dcr Obersten

^wng ausgestalttt iverden möge. Daraus anllvortcte das Auswärtige Amt: Tie Frage unserer östlichen Grenzsicherung wird von der Rnchsregierung -eingehend erwogen. Tie politische Ab­teilung beim Chef des GeneEabrs des Feldheeres antwottete: ~cr ©dbiife be3 ^eutschtnms im Olfen und die Sicherung unserer Grenze liegt dem Generalftldnmrschall besonders am Herzen.

Das deutsch-holländische Abkommen.

Amsterdam, 12. Juri. (WTB. Nichtamtlich.) Die,.Time^" ^ttahtt mis dem Haag, daß hinsichtlich dos Abschlusses des bevorstehenden Abkommens zwischen Holland und Deutschland eine Schwiettgkeft dann besteht, daß Dutsch- land ffir die Whlerüieferung nach Holland cwtzer der sofottigen Lieferung von Fleisch und Fetten wich .Konzessionen für die Zeit nach dem Kriege verlangt hat. Me der Haager Korrcftwndent der Times" behauptet. Übt Deutschland jetzt ttnen Druck aus, um die Verfügung Über einen Teil des holländiscl-en Schiffsraumes auf l 0 ., ^bre uach Friedensschluß zu bekommen. Die Mehr­heit des holländischen Kabinetts soll stark gegen dieses Zugestäiid- ms snn.

Amtlicher Teil.

Be t r.: Ernteschätzimg im Jahre 1918.

An den Oberbürgermeister zu Gießen und v:e Grosch Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreise«

. Die zur Eriitevorschätzuug .im Kreise Gießen bestellte Ki-eiS- kommissrom bestehend aus den Herren Landtagsabgeordneten Fenchel, Oberborgern, Bürgermeister Graulich. Nciiihirdslxiin Oekonomicrat hostnann, hofgill, Oeionomierat Klingelhöffer Hof- Graß und Großhändler Leopold Metier, Gießen, wird demnächst ihre Tätigkeit bcssinnen. Sic wollen ihr bei ihren Feststen,'- jede Unterstützung zu Teil lverdeii lassen, auch die Wir . '

'chüssc und das Feldschutzpersonal tzcmcntstwechend br'

Gießen, den 12. Juni 1918.

Großhcru'gliches Kreisamt Gießen.

Ä. B.r Lang er mann.