Pariser Presse-Aeußerungen.
Bern, 30. Mm. Tie Pariser PresseIoird durch die Offensive voll und ganz m Anspruch genommen. Sie bespricht die weiteren Fortschritte in sachlicher Weise. Tie Lage wird als ernst betrachtet. Bor allem ist eine gewisse Verminderung erkenntlich darüber, daß die französischen Reserven den Vorstoß noch picht verlangsamt haben. — „T e m ps" erklärt, die Lage habe sich in den letzten Stunden leider nicht gebessert Die Flügel bei Reims undSoissons hätten wiederum nachgeten müssen. „Journal des Debats" hält die Lage von Reims für sehr gefährdet und meint, U»enn es den Deutschen gelinge, im Südwesten der Stadt vorzustoßen, daim Würde der deutsche Erfolg, eine ganz neue Bedeutung bekommen. Tie deutsche Operation sei ausgezeichnet geleitet, wenn auch Gegenstößen ausgesetzt. Einige Zeitungen wie „L i b e r t 6" verraten einen gewissen gereizten Ton gegenüber den militärischen Stellen.
Die Gewaltpolitik Ctemenceaus.
Bern, 30. Mai. Tie Verhaftungen in den Pariser
Gewerkschaften und Arbeiterführerkreiscn nehme?, Pariser Zeitungen zufolge einen immer größeren Umfang an. Jouliaux, der Führer der Conseteration Generale du Travail beschwert sich in der „Bataille" über die Gewaltpolitik Clemenccaus. Auch Renaudel greift in der „Humanits" Clemenceau an. Er sagt, die gestern gemeldeten Gerüchte über eine Umänderung des Kabinetts seien nicht von den Feinden, sondern von den Freunden Clemenceaus ausgestreut worden.
Englische Einberufungen.
Berlin, 30. Mai. In England ist, wie die „Kölnische Leitung" meldet, die Einberufung der Männer von' i 8 und 49 Iahren verfügt worden.
Die Epidemie in Spanien.
Bern, 30.Mai. Lyoner Blatter berichten aus Madrid, daß die Epidemie weitere Fortschritte mache und in Madrid über 120000 Personell erkrankt seien. Die Epidemie greife auch auf die Tiere über. ^lsusder Provinz wird gleichfalls ein Umsickigreifen der Seuche gemeldet.
Die Ernte in Bulgarien.
Sofia, 30. Mai. (WTB.) Rach Blätternreldungen hat die Ernte in den südlichen Gebieten begonnen. Die letzten Negensätle haben den aussichtsreichen Stand der Saaten im ganAen Lande nojch bedeutend gebessert.
Reise des bayrischen KSnigSpaareS nach Wien.
.München, 30. Mai. Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Der König und die Königin sind heute abend zur Erwiderung des Besuches des Kaisers uird. der Kaiserin von Oesterreich nach Wien abgereist.
Der tii-kifche Bericht.
Konstantinopel, 30. Mai. (WTB.) Tagesbericht.
Palästinafront: Im allgemeinen imr geringe GefeckNs- tätigkcit. Auf dem Ostjordan-Ufer bekämpfte unsere SPr-j Nllerie feindliche Bewegungen im Brückenkopf nördlich des Totell Meeres. Voritoßente Kavatleriepatrouillen und Kcastwigen wurden vertrieben.
M e s opotamicn: Unsere Oslgruppe nimmt Besitz von dem Gebieie südöstlich und südlich von Kerkuk.
Von den übrigen Fronten nichts Neues.
Der Seekrieg.
Neue H-Boot-Erfolge.
Berlin, 30. Mai. (Amtlich,.) Duvch unsere U-Boote raurden aus dem nördlichen Kriegsschauplatz veueedinys 9500 BRT. feindlichen Handelsschiffsraumes
tmfcuZt
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
London, 30. Mai. (WTB.) Die Admiralität meldet: Der Transportdampser „Lasowe Castle" (9737 Tonnen) ist im Mittelmcec am 26. Mai durch ein feindliches Unterseeboot torpediert worden und gesunken. Neun Angestellte der Gesellschaft werden vermißt. Man nimmt an, daß iic ertrunken sind einschließlich des Kapitäns und Kwerer Funkentelegraphiften. Weiter werden 13 Militärs im OffMersrang und 79 anderer Grade vermißt.
Aus dem Reiche.
Der Reichskanzler an Dernburg.
. ^5 T o*. n ' Mai. (WTB.) Staatssekretär Dernburg,
der als Leiter der nach dem Friedensschluss mit der Ukraine m den Hantelsrerkehr von Staat zu Staat geschaffenen Außen- handels stelle diese schwierigen und weckte l vollen Fragen bearbeitete, ist vom Reichskanzler auf seinen Antrag von dem Irenamtttch übernommenen Posten mtbundcn worden Ter Reichskanzler richtete bei dieser Gelegenheit folgendes Schreiben an Dernburg:
Der Staatssekretär des Reichswirtschaftsamts berichtete mir. 'u. wie ^ren,waller Weise Euer Exzellenz sich durch die bereit- imlltgc Ucbernahme der Leitung der dem Reichswirtsckiaftsamt au-
Die Somineransstelluna der Berliner „freien Sezession".
Aus Berlin wird uns geschrieben: Tie „Freie Se- «ssron . der dre ebenso schönen wie praktischen Räume des kmstailktronshaus^ von Paul Eassirer und Helbing am Kur- fürltendamnl zur Benügung swhen, hat unter großer Anteilnahme des Publikinys ryre Sommerausstellung eröffnet. Tie diesmalige schau ist sehr umfangreich, und ihr Bestes ist die Mannigfaltig Mt, die bald m diese und lene Epoche, bald in die eine oder andere „Richtung urrtertauchen läßt, zur Erinnerung au kürzlich Vcr- storbene, zu Vergleiä-en und allgemeinen Betrachtungen Anlaß gibt. Rechnet man die Werke jener Künstler ab, die längst bei Kritik und Publikum deii Meistergvad errungen liaben, so ergibt UW ein gutes und erfreulich anständiges Turchschnittsnireau; neue Höhepunkte, jugendliche, die Aufmerksamkeit bannende Ofienbarun- gen der Zeit loird man allerdings vergeblich suchen. Ter Erinne- Mrg /an erneu zu früh Dahingegangenen, schmerzlich Vermißten U «u ergercer ^.aal gewidmet: der Erinnerung an Wilhelm Trub ner, der am 21. Dezember des vergangeneii Jahres in Karlsruhe starb. Es war selbstverständlich Pflicht der Freien Trübner zu ehren, der so viel zu ihrem Ruhm, zu ihrcnr Erfolgen beitrug, der eine Zeittang auch ihr Präsident ge- Nt. Außerdem rst Trübner, wie Julius Elias in einem ichönen Nachruf mit Recht hervorhob, im Grunde der „Vater aller putschen Sezessionen" getmsen, dem' die erste Anregung ging von ihm aus, m München mit Unterstützung Georg tzirths. Andere nahmen den Erfolg vorweg, Trübner drang langsamer, aber dann um ,o starker durch. Die (^Dächtnisausstellung macht den Wert dieses echt teutscten Malers, der künstlerisch mit Eourbet und Manet verwandt war, besonders deutlich. Und inan trauert dar
vwiwiw.19 uiumu,. uuu man rrauerr oar- übn, daß der beste ^mprestronisinus eine seiner kräftigsten Stützen .ver-lo.en hat. Da sieht man das wundervoll getönte Selbstbildnis,
dm Jüngeren, tarn denen ziu sprecl)en ward, ist so groß, daß wer rnn einzelne hermisge'grisfen werden können. Im Vordergrund steht Theo v Brock Husen mit vier prachtvollen Landühaflen
das mit Meisterschaft den bei allem Ernst humorvollen, von der
gegliederten Außenhandelsstelle betätigten, um unter neuen Verhältnissen, für welche jede geschichtliche Erfahrung fehlte, Mittel und Wege zu ßrrden, den Handelsverkehr zwischen Deutschland und den aus dem Russischen Reich neu erwachsenden Staaten wieder zu beleben. Wenn nunmehr die Verhältnisse sich soweit geklärt haben, daß die Außenhantelsstelle ein der Persönlichkeit Euer Exzellenz entsprechendes Arbeitsfeld nicht mehr bietet, so kann ich doch Ihrem Antrag um Entbindung von dem ehrenamtlich übernommenen Posten nickst ohne meinen aufrichtigen Dank stattgcben für die selbstlose Hingabe, mit der Sie Ihre bewährte Kraft zur Ver- fügnng gestellt und für die Umsickst, die sie gegenüber der wechselnden Entwicklung der Verhältnisse bewiesen haben. Euer Exzellenz tatfcäftige Mitarbeit bei der Einleitung und dem Ausbau der Ausfuhr nach dem Osten ist für die Reick-sverwaltnng von ganz besonderem Wert gewesen. Lez. Graf Hertling.
Hindenburg und Ludendorff an den Ostmarkenorrein.
Bromberg, 29. Mai. (WTB. Nichtamtlich.) Auf die von der TeutsckstiitaMliig an den Generalfeldinarsck>all von Hiuden- b u r g und ten General Ludendorff abgesandten Begrüßungs- telcgramme sind die nach'lehenden Anttvorten eingegairgcn:
Ten Gruß aus der Ostmark ertvidcre ich herzlichst. Ich er- ackste es für eine meiner wichtigsten Aufgaben, dafür zu sorge?:, daß die deutsche Oftgrenze in Zu'kanft vor einer ähnlichen Be- dwhung wie in diesem Kriege geschützt bleibt.
Feldmarschckl von Hindenburg.
Tei: ostmäi-fischen Deutschen danke ich für ihr Vertrauen. Ihre Forderung nach dem Schutz der Ostmark werde ich stets nach Kräften unterstützen.
Ludendorff.
v. Linsingen Oberbe''ehlsh'cher in den Marken.
Berlin, 30. Mai. (WTB.) Der K a i f e r ernannte den (Genera tob ersten v. Linfizigen, bisher Obrnrbefehlshaber der Heeresgruppe Linsingen, mit dem 1. Juni für die fernere Kriegsdaner zum Oberbefehlshaber in den Mark e n.
Berlin, 30. Mai (WTB) ZU der vom Mg. Loh- mann a s Unbegrirndet Kurcköckg »viesenen Nachrickst über ein angebliches W a h l k v m p r o m i ß, erklärt die „Krenz- zeitung" für die konservative Fraktion ebenfalls die Uic- richtigkeit dieser Nachricht.
Berlin, 30. Mai. (Priv.-Tel.) Das „Berliner Tageblatt meldet aus Memel: In Meniel trafen mit dein Dampfer „B Y r u t e" 75 nach Mtßiand verschleppte Memeler Bürger ein und wurden von den Behörden festlich einpfairgen. Bon den ans dem Kreise Kro?tingen verschleppten- 500 Personen sind bisher 132 znriickgekehrt.
Eine ReichSftelle ftir deutsche Rückwanderung.
Berlin, 30. Mai. rWTB.) Nach dem Abschluß der Friedensverträge mit der Ukradre, Großrußland. Frimland und Runiänien hat ein erheblicher Zustrom von Reick>sdeutschen und Deutschrussen eingesetzt, die, unter Aufgabe ihres bisherigen Wohnortes im Ausland, eine dauernde Nirderlastung in Deutschland oder in den unter deittfchem Sckmtz stehenden Staatsgebieten: ersttebe?:. Rach dem Eintritt des Friedenszustandes mit den anderen fci?:d- llchen Staaten ist eine tveitere Rückwanderung deutscher und d/ " t s ch st ä m m i g e r A s l ä n d e r zu erwKrteir. Die^e ü d ::W de auflau : n erer Volk^ ra t, W-Hrk a t und Räh kc*f. tv rtvolle Warde'.uuzsbbv.. ar nir V<rn:eidung vvn >oi t- schaftlichen Sckstrd?n und Mif.'erjolgeu der orgmnschm Regelung, rbem'owu- etwa später wieder eintretende AuSwankuwungsbestrebur- gen. Für diese Ausgabe ist eine Reick-szentcalltellc unter dem Reichsamt des Innern mit dem Namen: ..Reichsstelle für deutsche Rückwanderung und AuSwaicherung (MüchSwanderunsSstelle)" geschaffen ivorden. Ihr wird ein sachkundiger Beirat beigegebeu Werder:. Zun: Vorsitzenden ist der Geheime Ober-Regierungsrat und vottragende Jat im ReickiSamt des Innern Dr. Jung ernannt worden. Die Geschäftsräume der neuen Behörde befinden sich in der Werner-SiemenSstrxrße 27/28 in Charlotteuburg.
Aus Stadt und €art&.
tcfecit, den 31. Mai 1918.
Juni.
Der Juni ist in unseren Gegenden wohl der schSnste Mvnat des JvhreS; die Entwicklung des Naturlebens ist vollkommen, ohne doch schon, wie das im Juli der Fall ist, zur Reife gelangt zu sein. Der in: Wachstum noch begriffenen Jungfräulichkeit des Mai steht der Juni gegenüber, welchen schon die ^ alten Römer der Göttin Inno weihten. Im Kalender Karls des Großen heißt er Brachmonat, weil bei der Dreifelderwirtschaft damals das brachliegende Feld bearbeitet lmrrde. Auch der Sommermonat rvird er genannt, weil er im Garten die Pracht der Roseit- blüte bringt. Der Landmann wünscht sich den Juni trocken und sonnig, denn: „Juni trocken, mehr als naß, füllt mit gutem Wein das Faß." Oder: „Was im September soll geraten, das muß schon der Juni braten." Dagegen: „Wenn kalt und Niet- der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr." Vom Siebenschläfertag (27. Juni) sagt eine alte Wetterregel: „Regnet es am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen tircht weichen mag" Dagegen soll Regen am Johannistag (24. Juni) eine gute Getreideernte bringen.
90er Jahren das Infanterie-Regiment 116 in Gießen, sodann die 44. Infanterie-Brigade in Cassel und von 1897 bis 1900 die 21. Division in Frankfurt a. M.
** Die Auszahlung der FamilienUnterstützungen an die Angehörigen dar zum Heeresdienst Eingezogenen für 1.—15. Juni 1918, bzw. für Mai 1918 findet in den nächsten Tagen statt.
** Unfälle beim Kraftwagenverkehr. ES mehren sich die Fälle, in dene:: Kinder, oft mit tödlichem Ausgange, dadurch verletzt lverixn, daß sie sich an Kraftwagen oder deren Anhänger zum Mitsahren anhängen. Zur Verringerung dieser bedauerlickzen Unfälle ersck>eint es dringend erwünscht, daß die Eltern und Lehrer den Kinden: das Anhängen an Kraftwagen auf das strengste untersagen.
** Viehzählung am 1. Juni 1918. Nach Bundes-
ratsb-eschluß findet am 1. Juni 1918 wieder eine vierteljährliche Viehzählung statt. Sie erstteckt sich ans die glichen Viehgattnngen, wie sie bei der Zählung am 1. März d. I. festgestellt worden sind, nämlich auf Pferde, Nindvieb, Schafe, Schlveine, Federvieh und Kaninchen. 9taheres siehe Beta nitttnachung.
** Käs e. In einer Anzahl Kteinhcrndelsgeschäften gelangt vom 5. Juni d. I. ab Käse zur Verteilung. Siehe Anzeigenteil. '
** Vom Kriegsmuseum. Die Räume im neuen Kriegs-- museum im Südslügel dos neuen Schlosses am Landgraf-Philipp- Platz sind nunmehr fettiggestellr und bieten ed:en prächttgen Eindruck. Die Museumslei tun g ist zurzeit damit beschäftigt, die vielen gesammelten Gegcnstäirde in eigens dafür gebaute Glasschränke und Vitrinen, die von Freunde:: deS Museums gestiftet wurden, unterzubringen. Unterstützt wird die MusnlmÄeitung durch die fachkundige Hand des Architekten H. Meyer, der die Ein- rickitung enlwocfei: hat. und den: wir auch die mühevolle Zusammeiv« hriugung der hochinte:'«', sauten Orde::^an:mlung verdanken, welche hier ebenfalls unlergebracht wird. Das Kricgsmuseuv: birgt uw- tähliges Material und dürfte einen sehr schmren Ueberblick geben von allem, was dieser Weltenkrieq geschaffen hat. Das Museum wird sicher in weitesten Kreisen lebhaftes Interesse finden. Leider erlveisei: sich \dyvn jetzt die Räume als viel zu klein, um hier alles unterzubringen, was reger Sammeleifer zusammengebracht liat. Daß in dem Museum auch unserer Helden b-esimders gedacht werden soll, intern auf- einer Ehrentafel möglichst die Bilder aller gIallcnen Gießener und Ang hängen des Iiegimcnls untergebracht werden, haben wir in einer frül-crcn Anzeige bereits bekcmntgcmacht. Es^ geht aber hierdurch nockrmalS die Bitte an alle Familieir brnsercr Gieße::er Helte::, Photograpliien und dergleichen der ÄlduseilmSleitting, Herrn Prof. Dr. Kramer, recht bald übev- senten zu wollen.
** Das Großh. Hess. Regierungsblatt, Beilage Nr .9, ccusgegeben den 30. Mai 1918, hat folgenden! Inhalt: 1. Bekanntmachung, den Schutz von Berufstrachten und Berufsabz nchen für Krankeirpslegeschivestern betreffeird. (S. 89.) — 2. Bekanntmachung, das Ergebnis der Verivat- ! tun'g des Fonds zur Gnvährung von Beihilfen bei Neber- l schlvemmwrgett für 1915 betreffend. (S. 89.) — 3. Ilebersickst über die von Großherzoglichen: Ministeriunr des Jn:vern für das Rechiruugöjahr 1918 genehmigte Umlage zur Bestreitung der Kommunalbedürstnfse der israelittsche:: Religionsgemeinte Worms. lS. 90.) — 4. Namensveränderungen. (S. 91.) — 5. Adetsstandöerhebung S. 91. — 6. Oröens- verleihnngen. (S. 91.) — 7. Eharaktererteilungen. (S. 92.)
— 8. Zulassung zur Rechtsanwaltschnft. (S. 93.) — 9. Dierrstnachrichten. (S. 93.) — 10 Dienstenttassnngeu. (S. 95.)
— 11 Rachesbands-versetzungen. (S. 95.) — 12. ©terftefäHe. (S. 96.)
** Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Samstag und Montag, mittags 2 Uhr, haben unbemittelte Kinder bis zu 14 Jahren und Kinder, deren Väter im Felde stel>en, freien Zutritt. Näheres siche Anzeige.
** Invalidenrente statt Krankenrente. Der Kriegsbeschlädigbe B. in Wieseck hat durch einen Unglücks-' fall ein Bein verloren und ist infolgedessen vom Militat: entlassen worden, außerdem leidet er an Rheumatismus. Er stellte deshalb Antrag auf Invalidenrente. Die Laudesversicherungsanstalt war der Ansicht, daß es sich bei B. um vor üb ergehende Jiwaliditüt handele und bei billigte die Krankenrente, die erst mit dem Beginn der 27. Woche gezahlt wird. B. legte durch Vermittlung der Verwuirdeteil- Beratttugsstelle gegen den Bescheid der Landesversicherungsanstalt Beruftmg ein, mit der Begründung, daß er außerstande sei, in absehbarer Zeit das für ihn maßgebende Monatsdrittel zn verdienen. Das Oberversicherungsamt schloß sich nach-Einholung eines Oberg utachtens dieser Auffassung an und verurteilte die LandesversickMungsanstalt zur Zahlung der Invalidenrente. B. erhält nun die Reut« für die ersten 6 Moirate nachbezahlt.
** Beförderung. Vizewachtmeister £> e i m e r wurde zum Leutnant d. Res. der Feldartillerie befördert.
**Der GeneralderJnfanteriez. D. Rudolf
KreiS Lautcrbuch.
rr. Be r n s h a u s c n , 30. Mai. Der Kanonier Gefreiter Johs.
v. P e r t h e s , ist gestern im 75. Lebensjahr in Berlin, wo er im Ruhestande lebte, gestorben. Er befehligte in den
D o h m e i c r erhielt das Eiserne Kr.uz erster Klasse.
rr. Schlitz, 30. Mai. Kantor Bohl feiert am 28. Juni m geistiger und körperlicher RüUigüit sein 50jähriges Timstsubiläum. Auch sind nn Sommer 25 Jahre verflossen, seitdem er das Amt eines TiriZenten des hiesigen Kirchengesangvereins übernommerr hat. — Gelten: verließen 36 Ofseichacher Ferienki:ü>er das Schl'Irland, in dem sie über vier Woct)en uneutgcktliche, freundliche Aufnahme gesunden hatten. Sie batten sich gut erholt und zeigten durchweg ein recht gesundes Anssehm.
Größe seines SckxcffenS mild geadelten Menschen mit einfackLrei: Mitteln zum Ausdncck bringt. Echtester Trübner ist der , Waldweg" mit seiner schattigen Tiefe und ten.fein verteilten Lichten: Das „Kürassierpferd" ist mit Meisterhand gemalt, ein vollkommenes Werk des Mannes, dem jahrelange Pferdestudien zu solcher Leistung verholfen haben. Das Beste auf diesem Weg ist in dem berühmten Reiterbildnis des Groß Herzogs von Hessen geglückt. Unter den' .->0 Nummern der Sammlung ftlüiet man noch mehrere Bildnftse Alice Trübner, auf einer Bank sitzend, ein Bildnis Karl Trübners, ein Sttsleben. eine Atelierszene. Man wandert durch den Reickftum. und mar: wird sich bewußt daß diese Werke wirklich ausirahmslos „Werke" sind, das; sie bleiben werde:: Tann geht man jat einen: andern Großen, zu L i e b e r m a n n ^m. e — ein Haus mit einer Parkauffahrt davor
entzückt durch die Reinheit in Farbe und Licht, durch die Ruhe der Lrnven, aufs irmigste mit der Natur verwoben. Mit über-
I />ff5 Ci- i . l ^ ' in .- n - ' . . f
@mtl Orlik bringt Erinnerungen an Breft-Litvwsk, die ü: jedeL Einzelheit den Arttsten zeigen, der spielend alles betvältigt. waS er will. Cmar Klein sckMelgt wieder in Farben, und er darf sich a K n 'mV ,i ^ irc der Komposition geht ihm manchmal dit selbstherrttchc Phantasie mit der Gewisscmhafttgkeit durch. Genamll seren noch e::: Bildnis von Oskar Kokoschka. Bildnisse pon Olaf Gu^b ra n son, ein :e:blüfsend?s „Mrussel" des übermlS
legener Selbstvcrltäudl:chkeit ist ein nmeS Herrenbildnis gestaltet kernerle: Kluft zwischen „Modell" u:rd „Technik", nein — ein
Sl u All C rli Tv.a v* f /vT« 4- Sv.-».. . . A . .. Of ^ ,
Mensch, der lebt, der jeden Augenblick ruhig zu uns sprechen wird. W:eter :>t das innerlich Bedeutende der Perfmüichkeit restlos dar- gestellt. Hervoi'rageich sind auch das Selbstporträt und das Bildnis von Richard Strcucß. Hans T b o n:a ist mit drei Werken vertreten am reichsten erscheini ein „Musikaittenbüdnis", das in solcher Eigenart keinein unteren gelänge. Zu ten schönsten Bildern der Ausstellung gehört das Werk eines Toten: Albert W e i s g e r b e r 3 Sebasttan". Emil Rudolf Weiß stellt mehrere Bildnisse und e:n OtEeejtück auS — Arbeiten vteler Talent und (teist, denen nur :n gewissem ennm* die .Wi^erttratiou endgültiger Orientierung mangelt. Art den einer im Felde erworbenen zbrcmkheit erlegenen Waldemar Rösler gemahnen 5 Bilder, darunter eine tminder- Vvlle „Abendsonne^, die schmerzlich erkennen läßt, daß Rödler ans reichsten Entwickttmgsmöglich^ten herans^-risim, wurde. Tie Als einer der Be,ten, Interessantesten eriveist sich wiederum Mar Pechste:n, der ^xrrbcm. Stimmung und Einfälle sprüht San -'Slllleben :n Grün" ist eine glänzende Leistuiig, und das Herbst Gotelm ist reich cm Fortschritten, gesättigt von kraftvoll tehin- strömendem Künsttettnm. Beachtung verlangen eine , Südiickie Lurchschast" ruch tm ,L-tonttrurctrEill>" Azchtex.
Bongerter und ein „Liebespaar" von Hein^ rrch Richter. — Von der Plastik soll demnächst gesprochen iverten
Das kommende Reger-Fe st in Jena. Aus Jeu unw u:rs geichneben: Aus Veranlassung von Frau Mar Reger welche tekarrntlich sckwn im vorige:: Sommer eine allerdings in ttmer gehaltene Tonfeier veranstaltete, fintet vom 2l. bis 23 Jur ineses Jahres ein größeres Reger-Fe st in Jena, wo der vor storbenc Kvmpvn:st zuletzt wirkte und ivohnte, statt. Die Leittm tes mltw:rtendei: Berliner Philharmoniscks-en Orchesters nmrde Fri Busch übertragenstem zukünftige:: Dirige::tei: der Sttlttgarte L»ofoper mch der Konzerte des Hoforchesters zn Stuttgart So ttsttsch bete: l: gen ftch ferner Frau Kammersänger ft: Fischer Zlotnikv Fischer Gesang' Fra
Kwast-H o d a pp, Josef P c m h a u e r (Kla vier > Pro
Straube (Orgel), Kammervirtuose W i e b c l (Klariirette^ Pro ^ummersCelloh P. v. P a ft z t h o r h - E r d m a n n (Äiol^ und c^s Gewandhaus-Quartett aus Leipzig In den zw Orchesterkonzerten gela::gen zur Wietergabe der Sinfonische Prc %S'Ki£Tl h Mf M°»-rtHanati-nen. die JmS
n,r «olo-Cello nnj> de>^ .hynmris an dic Lir-bc für Bariio
imistk u.« t,nc Marinettl-n^Smintc, -sl-rrichqixrrtett op. 12, Tri K. Emnqumiett op. k!4. Bpä>°V-na!ipnm, Licd^r ur S-LÄ Vermistalwngcn vorm, n ?f)t nur intime freier ii
5 ^ Stadtkirche mit Orgetiwrtc


