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richlen; Anzeiger Sleßen.

168 . Jahrgang

Vonnerslag, 30 . Mai ^ 13 ,

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General-Anzeiger

S«nk»er1ehr: Seiverdedank Sietzen

Awillingrrnndünxl ».Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- ». Steiridn-Ücret R. lange. §chrtst!ett»ng. Geschäftsstelle ».SruSeret- Lchulstr.

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zum NachmtN».g v«,rh»T ohrre jedeVerbuidltchkett Settenpreis«: für örtliche cknzetgea 26 LI., für au- rl lg« 30 Pl^ *üc Reklamen Mk. 1. : bel Platzvor- fchrift SO*/. Aufschlag. HauptschlistleUer: Au^. Doetz." BerMUivorMch für Politik u. ^euiUetor«: Aug. Goeg; Stadt und Land, Vermischtes a.Äe- richlssaal. W. DteHer; Anzeigenteil: H. Beck; säintlich in Gießen.

Bei und zwischen Soiffon$ s Helsns neue Jorijcffriffe.

(WTV.) DrotzeS Hauptquartier, 29 . Mai. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

An den Kampffronten von der Mcr bis zur Oise hielt erhöhte Gesttchtstäligkeil an. Französis^ Tnlangriffe öst­lich von Apern scheiterten. Westlich von Montdidier drang der Feind bei örtlichem Aorstoft in Santignh ein.

Die Armeen des Geireraloberstm von Vöhn und des Ge­nerals von Velow (Fritz) der Heeresgruppe Deutscher Kron­prinz hchen gestern den Angriff sprich fortg-führt. veran­eilende französischr' nrrd englische Nefrroen wurden geworfen.

Auf den: rechten Flügel hißen die Divisionen des Gene­rals von Larisch nach Ablvchr französischer Gegenangriffe den Nucken von Trrny-Sorny und die Höhen nordöstliä) von Soissons genommen.

Nach hartem Kampf brack>en auch die Truppen des Ge­nerals Wichura den Widerhall!) des Feindes auf der Hoch­fläche lrcm Conde. Conds wurde erstürmt, Vregny und Misst) gerwnnuen. Auf dem Südufer der Aisne und Desle wurden die Höhen westlich von Ciry erstiegen.

Die Korps der Generale von Wiuckler, von Conta und von Schmetww haben die Beste überschritten. Vraisne und Fismes wurde erobert. Wir stchen auf den Höhen l-arl süd­lich der VeSle.

Die Truppen des Generals Ilse haben die Höhen lwrd- östlich von Bwuilly erstürmt, Villers. Frangueur und Cour- cy genonnnen und känrpfen um die Höhen von Thlerry.

Der unermüdlich vonvürtssbebeudeu Infanterie, Ar­tillerie imd Minemverfer-Waffe folgen Ballone, Flak und Nachrichten truppen auf dem Fuße. Kraftvolle Arbeit der Pioniere. Ciftrchahn-, Armierungs- und Dautruppm haben die llebc^indnng de AngriffSftldes und den Nachschub der Kampfmittel durch die rastlos tätigen Kolonnen ermöglicht. An aufopfernder Tätigkeit versorgen Aerzte und Kranken­träger die Verwundeten auf dem Schlachtfelde. Trotz wech-- selndem Wetter' griffen Misere Flugstreilkräfte den Feind nmuer wieder mit Bomben und Maschinengewehren an, wöhrend Infanterie- und Artillerieflieger ohne Unter­brechung den fortschreitenden Angriff auf die Wirkung un­seres Artilleriefeucrs überwachten.

Die Gefaugenenzahl ist auf 25 090 gestiegen, unter ihnen ein französischer und ein englischer General.

Der Erste Generalauartierrneister ^ Ludendorff.

Der Nbendbericht.

Berlin, 29. Mai. abends. (WTV. Amtlich.)

und zrvi scheu SoissonsReims neue Fort­schritte.

Der letzte Aberrdbericht dar Obersten Heeresleitung meldet-neue Fortschritte bei und Mschen Soissons, Reims", und sw hat derDemps" vollkommen recht, wenn er erklärt, es könnekeine Frage mehr sein vonDiversion", eine große Schlacht sei vielmehr im Genüge". 2ürs unseren neuen halbamtlichen Nachrichten über die ungewöhnlich große Beute, die gemacht worden ist, während die Ge- fmrgeneuz«.hl schon auf über 25 000 gestiegen ist, entnehmen wir, daß das Aisnetak zwischen Soissons und Reims ein Hauptmederlassungsplatz war für die Versorgung der sran- zösisch-erTglischen Heere mit Nahru.ngsniitteln und allem Kriegsmaterial. Schlwer ersetzbare Bestände, die sie erst nach Wochen inrd Monaten wieder ersetzen mrd herbeischaffen können, sind den Feinden genommen worden. Es bleibt General Fach gar nichts anderes übrig, als die neue große Schlacht anznnehmeri, für die er wieder Reserven herbei­schaffen muß. Dabei bat er stets die Schwächen der eng­lischen Frontstrecken rm Rücken. Aehnlich wie der fran­zösische Abgeordnete Sembat in der ,^enre" eingesteht, daßdie Franzosen, die beständig in der Lage der An­gegriffenen sind, auch beständig rm Nachteil bleiben", meint Oberst Repington in derMorning Post";Derartige Er­folge kommen alle errnrgen, die den unschätzbaren Vor- Lerl der Initiative haben, uird diese Initiative ist dre Folge rhrer Uebermacht, ihrer besseren Füh- ru ng oder dieser beiden Faktoren zusammen. Drei Jahre lang haben ivir in Frankreich, die Initiative besessen, wir haben sie verloren, teils a-us Ursuchen, die außerhalb unserer Macht liegen, teils infolge anderer Ursachen."

Von ganz besonders guter Vorbedeutung ist die heute in den amtlichen Darlegungen fcstgestellte Tatsache, daß die deutschen Verluste so überraschend und erstaunlich gcrtiiQ toatnx (5me große Schlacht, ein großer Sieg, und ganz ge- Mige Verlnite; das erhöht unsere Freude über diese Art von Kriegführung. Ein militärischer Mitarbeiter derVoss. Zig." venveift auf die planmäßige Einheitlichkeit und den Zusammenhang der Hindenburgisehen Griffe, indem er scyrewt:

Ermmcklimn errta^cumstl-r-Tr, in drr» festen Veownsnr, daß unsere Oberste H^^ivsleiMng, die eS auch hier wieder verswicdcn halw, vom Gegner völlig unbemerkt den Einbruch vorzubereüen, auch die nötigen^ Maßnahmen getroffen haben wird, um den Fortgang der Operationen nach ilnrrn Willen und nach ihrem Wunsche zu geloährleisben, sei es. daß dieser hier oder an einer anderen Stelle geplant ist. Dtüffen wir uns doch bei der gmizen Betrachtung der Zkampfhandlungen an der WestfrorN vor Augerc halten, daß nnr es seit dem 21. März mit einer trotz einer großen Kampfpause ein­heitlich angelegten, großzügigen zusammenhängen­den Operation zu Um lwben, mit einer Schlachlcnsolgc, deren Schläge bald hier, bald dort gescl>ehcn, rt nacktem cs die strategische Lage im einzelnen Augenblick erfordert. Mle aber zu dem einen Zül, den Kampfeswillen und die Siegeszuversicht unserer Gegner zu brechen mcd sie früher oder später dem Friedcnr geneigt zu machen."

Wie alle Welt, meirrt and) der B^trcnh-Ver im Bcnmor Butü/d 5^ermann Stegenicurn. der gewaltige deutscl)e Stoß zeuge wiederum von nLerlegener F-ührring und mäch­tigem Angrifssgeispü Er führt im einzelnen aus:

Die deutscl-e Heeresleitung habe aus der strategisck)en Hand­lungsfreiheit den größten Nutzen gezogen und in kühnem Wechsel des Angrissüfeldes und des Angr-isssz-icles, aber unter genauer Be­obachtung des gegebenen Opera?ionskrei,'es urcd der Zu­sammenfassung der Alassen die Ojfensive vom britischen auf den französischen Heeresstügel übertragen. Man scheine allerdings im englischen und französische Miliür- kreisen befinrmt aus die Fortsetzung der deutschen Offensive gegen der, englischen .Heeresstügel gerechnet zu !>aben. Der Angriff an der Aisne treffe nun auch nicht die Franzosen allein, sondern auch die lster als Ersatz für weggeKogene Divisionen eing<etzten Eng­länder. 'Der deutsck-e Offensivslioß had; sich wiederum gegen cuw Nahtstelle bcr feindlichen Front geriättet und einen Frvntteil angegriffen, besten strategische Bed-mtung sehr hoch eingeschätzt'war, da es sich um den dahinterliegenoen wichtigen Abschnitt Reinis Soissons handelte, den Fraiczosen unter allen Umständen Halden müßten."

Störmrgss'euer lag auf Ä-enerwähntem Abschnitt. Tie wac ker s t Vfo» >) hierdurch in ihrer Arbcrt nicht stören. Treirnak wurdeit die drei Brücken zerschpslsn. Temuxh gelang der Uebergang^ Ulm 3y 2 Uhr vormittags stand die Division im befohlenen Raunt« berett. In frischem Traufgelien wurdest die ers!en feindlichen Liicien wn 4a/ 2 Uhr überratutt. Bcglerlbatterien st^.'ltrn der ^fflsonterßv Picht off dem Fuße. Feindliche Maschnenge.oehrr hielten ltellerrweis-e unsere Sturmtruppen auf. Der rechte Flügel tarnt« u'ccht. reckst zeitig >vorwärts. Ta griff das U n t e r st ü'tz u n g S- regt ment, das als Reserve folgte, selbstärrdig ein. Tie Trüm^ merreste des Taffes Pargtry wurden genommen, die steilen Häng« üstltch des berühmten Forts M a l m a i s o n etstürrnl, daS Fort selbst von beiden Seiten umgangen. Tie nachfolgenden Truppen! mackstett im Nahkampse die sich tapfer wehrende Besatzimg nieder, Hwrnrtt tvar dieser Teil der Höhenrücken des Ehemin hxs Tames m deiltsck^r Hand. Tie Verbände wurden neu mwrdnet. das Rc» seroeregünent zurückgeirommen. Dem tapferen Kvmman^ deur des dort kampsenden Regimenls wurde die Hand zer^ schmettert. Dennoch meldete er persönlich die Uebergabe des .uommmtdos an seinen Nachfolger seinent Tivisionskommandeur. Leutnant Vogt halte mit seiner Kompagnie eine ftwernde Vatleri« erbeutet. Tie Geschütze fielen mrversehrt in Misere Hand. Die überlebenden Bedienungsmannschaften wurden gefangen. Um l l /i in>r war der rechte Flügel bis über den Tamenweg gelangt. Nun konnte der Angriff einheitlich in einem Sttrrnffauf wiler tm* getragm werden. Tie Hameretferme wurde gestürmt, Iouy genonv vren. An der Straße IouyVaurainAFerme wurde eine ein-, gebmtte schwere Batterie mit allem Zubehör und reichlicher Mnni- tion erbeutet. Z-a Ist reiche Geschütze und Gefanreire ftelen cm diesem Tage in die Hand der siegreichett Tivffion. Eiire feindliche Kraft- Wagenkolonne lag zuscrmvtengeschossen im Hphlwege südlich Joaffst Me eigenen Verluste waren gering.

Der öfferreichlsch-ungnrische Ta^e-bericht.

Wien, 29. Mai. (WTV.) Amtlich wird verlautbart:

Die Kämpfe im Tonale-Gebiet lebten gestern wie­der auf. Zim i durch starkes Artillerie- und Muenfeuer unter­stützte Angriffe der Italiener auf den südlich vcs Passes lie­genden Teil des M o n t i c e l l o n brachen zusammen. Gegen rmsere Stellungen am unteren Lauf des Piave hielt das feindliffre Artilleriefnrrr an.

Frldpilat Ofstziee^Steltt'crtrktN' Ar i gh i schoß bei Du- razzo zwei englisff-e Flugzeuge ab und errang damit seinen 25. und 26. Lustsieg.

Ter Chef des Gencralftabes.

* . *

Der Angriff im Vestcn.

Berlin, 30. Mai. Auch am zweiten Schlachttage schritt der deutsche Angriff erfolgreich weiter. Me großen Hostnungerr, die die Entente an den einheitlich'n Oberbefehl knüpfte der die Rettung aus der durch die englisck^en Niederlagen geschaffenen mißlichen Lüge bringen sollte, haben sich nicht erfüllt. Sckwn in der Nacht zum 28. Mai gelang es Teilen der Armee v. Boehn, die Beste an mehreren Stellen zu überschreiten und die

,M unterliegt fernem Zweifel, daß der Gegner zu Gegcn- ni a ß n a y m c n. sichrecten muß. Tlber seine Heeresreserve das imtb auch Foch rnzwischen eükamtt haben hat er zurzeit wicdctt einmal E d)rt zur Hand, wo er sic brauchst, und ehe er sie J* Umweg l^erangeführt \yxt, den ihm unser Ein-

bruchstarl bcr Amr-ms verschreibt, der die Benutzung der drrekteii Bahnlinie imm.ögsich macht, münen Tage vc-rgel-eu, imd wer weiß, ob ilw'. dce stvatermche Lage überl-aupt erlauben wird, sic dort ^rlzuziclxvi,, wo er sie gewiß nuist zwecklos bereitgestellt hatte. Frerluh müjscn Abschnttsreferven an den beuack/barl-eu F-wnten im Raum vyn dtaymr und Rerms vorlMtden sein. Es ist wohl auch Mir L-uzer'hert anzmielmlen, ^daß bei Paris noch Tecknngs-

brruhsstelle^ftiid^^ schon jetzt ün Aninarsch zur Ein-

^ w'äst damit rprfyrmt können, daß ^ nächsten Tage Erftlge in Mich nur airnal-ernd dem

köwien )me der erste Tag des neuen

frßl*üb er wll stolzer Zuversicht tauten wir der weitereu

Hange südlich des Backes zu besetzen. Me Fühlung, zwischen den einzelnen feindllck>en Truppertteücii nxn gänzlüch abgerisseii Jede LorieiMerung über dre Nackstxrrtruppen fehlte Ein weiterer Beweis für dre mmrgelnoe Fühlmrg der feindlichen Verbände untereinander fft die Gefangennahme eines englischen Divi- l r o n s k omm a n d e u r s, der rm Kraftwagen zrir Orientierung 7 ur ftanzo!isck>cp dtachba-dp sffn fuhr.

2S - "wrde aus der ganz«t Angnsfsfront Wetter bedeutend Bodeir geioomien. Ain racksten Flügel brackZcu in den Niorgeirstunden sernoliche Gegenangriffe unter schoeren Verlusten zusammen Die oeut,ck>en Trupven stürmten nach Abwehr dcs Feindes hin über ^erny-Sonrn auf die Höl-eri n o r d ö st l i ch S o i s s o n s rvr

Mlmählrch steigerte sich bis in Gegend B r a i s n e der feritdlick>e Widerstand, ^n Kraftwagenkolonnen waren eiligst neue feindliche Bataillone von anderen Fronten heran ge führt. Der Einsatz tvar vergeblich. Ms BraiSne und FismeS genommen wcrcen, gab der Feind beiderseits der Urte nach. Sckwn 8 Uhr vonulttags NDr H e r m i o n v i l l e, bald darauf Millers Frau gueux mit reicher Deute in deuffcher Hand. .Der Varrnanch. erinnert an vielen Stellen an die besten Zeiten deS Befircguoigokrieges.

Die Erstürmung dcä Ehemin de- Dame» bei Fort Marrnrnson.

sJn der Nacht zum 27. Mai stand die Tiviffon in dem ihr angennesenen Lersammlungsramn östlich Pargny hinter dem Ai- lette-Dach imd deni großen Sbniivasserbasiiu für lich Filain lvreit TW 4.7? Uhr vornrittags rmißde sie aus Bel-elfbrütkeri den AUette- Back) überschritten und sich in diesem sckunalen B,-rsamm1jrngsraum zuut Sturme lausgefteM hab^m. Das nack) dem Fernbe hin abfallende Gelände war eitizusehen. Es nnffch'. sollte der Angffff üt'erraschmd Molgxn, der Ueborgana tu. der MurüLhcü staMüÜLu. Fcindliche-L

Bente.

Eine wahre Musteranlage bildet der französische MwrftionA- park riördlich von Longueval. Er liegt in parkartigen Waldrmgenj und beherbergt ein Lager von sauber gebauten Hätten, in denvni- jeweils tausend Granaten urttergebracht sind. Schätzungsweise und» durch das zufällig aus einem Waldweg aufgefuirdene Jourrrall des Lagerinspettors bestätigt, müssen ungefähr 100 000 S< üntrr Dach und Fach lügerr. Die Anlage hat nahezu ästhettsff^ Reize. Als Bewachungsmannschaft diente eiire italienische Ar- beftertruppe, die 86. Kompagnie. Ter italienische Hilfsdienst hat ein kurzes Leben an der Aisne gehabt.

^ An der Steilwand jedes Whan^-s, im Schutze jeder Böschung^ rm Schatten jedes Waldrarrdes türmt sich das Kriegsmatericff- wohlgeordnet hinter den Hängen des Altnterberges und des öst­lichen Tamerrrückens. Auch jetzt, die Mündurrg wachsam in Rich­tung wider die ehenwligen d<ürtschen Stellungen in den Himmck rückend, stehe» britisck-e Batterien in meist aeradezn erstamckichry Vollzähligkeit.^ Der Sturm der Infanterie fegte mit so beispieb- losem Geschwindschritt über dieses höhen- und klüfterrreiche Gv- tande hin, daß nur wenige Geschütze Zeit zur Flucht über Aisire fanden. Wochen wird es erfordern, alle diese Geschütze zrtz ordnen und neiicr Besttmmung zuzuführen.

Und doch sind die Geschütze und die erbeicteten riesigen Munv tivnslager, deren Ersatz Millionen englischen und französische» Goldes oder weitere Schilldveff chrcibungen nach Amerika führen wird, nur ein Bruchteil des in unsere Hatrd gesalle-fren Materials. Hirtter dem Ta men rücken liegen wcitausgedehftte gewaltige Pro- viantdepols. Das ganze Aisnetal aber ist eine ein­zige Kette von großen Lagern von Kriegsmate­rial aller Art, denn in der Hast des Rückzuges tonnten Franzosen noch Engländer <m Materialvergeildung denke. Selbst zur Materialvernickftrmg fehlte die Zeit. So tammt es, daß in den Aiöneniederungeir weftausgc^-elmte Prvviantlager unser wur­den. Lluf 'den Stationen stehen Züge, die zur Alffahrt nicht mehr die Zeit oder die^ Lokomotive fanden. Das ?lilwttal und di« Einnahme von Fismes, wo ^sonders zahlnttches Eiseubahn- material sowie Mmntions- und Proviantnnmgen uns zusielen, stellen für uns eine willkommerre Verstä ckimg der 5oeerespefforgung dar. Sie treffen den Gegner aber besonders hart, weck im Aisnetal und bei Fismes die wo lst gefüllten Zentral au sgabestattcn für .Heeresbedarf aller Art liegen, die die gesamte lichc Armee-Front versorgtet:.

Tie zahlreichen erbeuteten Kraftwagen sind als will- lömmene Ergänzutrg unserer Nachsckmbmittel sckwn in Betrieb ge­nommen, und mit besonderem Stolz fährt der deutsch: Kraftfahrer den Wagen mck britischen und ftmlzösischm Truppenzeicben als Metknialeif der Neueroberung. Bei Magnenx ffel eür sehr umsangreick^r ftanzösischr Flugzeughafen mit Hallen, Ge­rät und im Versehrten ?lpvaraten in tmsere Harrd. Immer wieder fällt zwischen Damenweg und Aisne wie Wünschen Aisne und BeslE der Blick <tuf ftanzösisck^e Mtmitiotistvagen, die erttw^der auf dar Flucht zusammen geschossen oder, von den Fahrern im Sttch ge­lassen, im Stras^ngraben liegen, wohin die vorivärtseilende Truppe sie kurzerhand absck»b. Es wird Monate datvern, el>e die in nianchey Hiusickit an und für sich unter schwierigen Berhälttriffen arbeitend^ allickttte Kriegsindustrie diese Lücken wieder fütterl keim. Ta» ist für uns doppelt bedeutungsvoll, weil viele Arbeitskraft deq ls^gifcrs festgelegt und die Verstärkung der alliierten Kriegs^ moscktzue behindert wird, während uns Arbeitskraft und Zeit erfand wird

Der Kaiser auf dem Schlachtfelde an der Aisne.

Berlin, 29. Mai. MB.) Karl Roesner schreibt im Berliner Lokalcmzeigcm" vom Schlachffeld an der Aisne am 27. Mai: Der Ka i s e r . der die großen Einleitturgsürmpsc der Schlacht im Westen, tue Stöße <m der Somme und in Flandern inmitten semer Kampftruppen miterlebte, ist anrfj heute, da neue Kämchfe in Fluß geraten sind, wieder bei den um Sieg und Frieden rinmutden, Truppen ersckneuen. Bormütags, als das Ringen um den Tamen- weg, den W'interberg mrd den Mstregrund noch b\ vollem Gang« war, tauchte das Lliuto mck der flatterkiden Kaiserstmtdarte plötzlich mitten zwischm den vortrcibenden Kolonneuzügen, Truppeumassen mrd den^ rückflutenden Gesangetfentranslwrten mcf l,np schif sich Balm bis in die NälZe der isgang?siellungen. aus betreu vor wenigen Stmrden erst unser Sturm Aber den Gegner bergestllerr Uxtr. Zu Fuß erstieg der Kaiser dmm die rvetnge hnridcut Meter Nördlich des Wirrterl>erges ge seltene Höhe, die den Blick Ater den größten Teil des Mmpfgelmrdes frei gibt, um v-orr hier aus den Fortgang des siegreiche RiirgenS zu teotechtetr Das unspchmr, Pmwrama des Aisfieschlachtseldes lag bei tellsi-ckzti<tem Werter tmmderter klar vor dieser Beoteckstungshöhe gel>reitet und gab Einblick in die Tiefeir und Mitlderr des Ais,:«- Grrmdes und ^ ließ das unauflialtsame Doru>ärtSdringen u nsere r ^lugriffstrutrpru hetv<'urngeird gut erkenn m. Schan «ff bcr Fahrt m bfalati Lpckrstaude |