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ber Kaiser, der ÄbemU prifefab vckt dem Mffe bogrüßt nmrder

..Der Kaiser ist da! Jetzt getjt cs wieder los!", wiederholt mit Soldateti gesprochen und ihnen die Nachrichten über den starken! Erfolg mitgeteill. Jetzt ries er sich Mieder einzelne Männer heran und gab ihnen Anteil an seinem Wissen um das gewaltige Aüs- fluten unseres Sieges. Bis in die Abendstunden verfolgte er hier den Raumgeivinn unserer Truppen, und es wollte Abend werden, als er dann noch zu ausführlichen Beratungen bei Generaloberst von B ö h n, dem Oberbefehls hrber der hier kämpfenden Armee, imb im Quartier der Obersten Heeresleitung beim Generalfeld­marschall v. Hindenburg und General Ludendorff ein­traf. Bis nach 11 Uhr abends blieben die drei führenden Männer in ernster Arbeit, bei den Karten vereinigt., Ter Dank für das heute so wunderbar kühn und schnell Erreichte und die Zuver­sicht in die Schickungen der kommenden Tage des neuen Ringens lag in ihrer aller Züge, da sie sich voneinander trennten.

Die deutschen Berluste beispiellos gering.

Berlin, 29. Mai. Augenzeugen bestätigen, das; die deut­schen Verluste beispiellos gering sind. Niemals seit denr Vormarsch 19l4 ist ein grosser Sieg im Westen mit so geringen Opfern befahlt ivordm. Kompagnien, die das furchtbare Bergmassivgestürmt. zwei Flu s; laufe überschrit­ten, schwere ltnb leichte Ges chütze erobert haben, melden keinen Toten und keinen.Verwundeten, DLellenweit ist längs der Marschstraßen kein deutsckxn Toter zu erblicken. Der Grund liegt irr der Ueberrasckiung des Feindes und der geschickten Taktik unserer Truppen. Aus denr Gefühl absoluter Ueberlegeuheit über den Feind erklärt sich das die Erwartungen der eigenen Führung überlressende Tempo der Verfolgung. lieber- vcrsck)eiü> gering ist der Verlust auch an Pferden.

Französischer Bericht

vom 28. Mai, 11 Uhr abends.

Om Laufe der letzten Nacht und des heutigen Tages hat der Feind, aus seiner zahlenmäßigen Ueberlegeuheit Nutzen ziehend, neue Anstrengungen gemacht, um sein Drängen nach Süden irnd nach Soissons zu verstärken. Auf unserer Linken haben unsere Truppen durch tatkräftige Gegenangriffe das Vorrücken der Deutschen aufgelxüten und ihre Angriffe gebrochen, auf den Höhen von Neuville sur-Margival und Vregnv, im Nordosten von Svis- ions, und cruf den in der Gegend von Eich, Salsolin und Bassens lgelegeneir Merken, die unmittelloar aus dem Südufer das Tal der Vesle beherrschen. Im Zentrum, wo der Feind seine hattptsächlichsven Krastanstrengungen machte, entwickelte sich die Schlacht mit andauernder Heftigkeit an der Linie der Vesle, loelche die Deutschen heute früh an mehreren Punkten, besonders r n der Gegend von Bazoches und Fismes, überschreiten konnten. Aus unserer Rechten haben die britischen Truppen aus dem Massiv von St. Thierry dein S turnt des Feirrdes roider- stzandeu. der an diesen Punkten besondere Verluste erlitten zu ha ben scheint.

Westlich von Montdidier haben die von unicren ^ttrrm- wagen unterstützten amerikanischen Truppen in glän­zender Weise aus einer Front von 2 Kl in den Vorsprungs von Cantiqnp ckrenso wie das starke, von den Deutscknn befestigte Torf genommen, 70 Gefangene gemuckst und Material erbeutet. Im Laufe des Nachmittags sck)eiterten die gegen Cantignv unter­nommenen deutschen Arlgrifse vollständig. Ter Artilleriekampt setzte sich lebhaft fort aus dein rechten Uddr der Maas und a? mehreren Punkten der lothringischen Front. Zwei starke feindliche Handstreiche in der Gegend von Vabo (?) und in der Richtung von Embermönil wurden unter lebhaftem Kamps zurückgeworfen.

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Die Beschießung von Paris.

Bern. 29. Mai. (WTB.) Tie Beschießung durch weit- tragende Geschütze hat in Paris, Lyoner Blättern zu- pplge, in mehreren Stadtteilen beträchtlichen Schaden ^ungerichtet. An einer Stelle platzte eine Granate mitten auf der Straße^ und beschädigte die umliegenden Häuser schwer. Auch an dieser Stelle sind zahlreiche Ol^er zu beklagen. Heber ihre Zahl darf nur bekannt gegeben werden, daß gestern 12 Uhr drei Tote und vierzehn Ber- mfindete bei den. amtlichen Stellsi gemeldet waren. Allgemein glaubt man, daß es sich um treue Gc-schütze hcrirdekt, die zwischen St. Quentin und Mpntd kbier aus gestellt sind und also näl^er an Paris stechen, gleichzeitig aber werter von der Fvontlinie entferrck sind, was ihre Gekämpfung drrrch die Artillerie der Alliierten schwie­riger gestalte.

Paris. 29. Mai. (Havas.) Die Beschießung des Pariser Gebietes durch weittragende Geschütze geht heute weiter.

Rouen vou deutschen Fliegern beschossen.

Berlin, 30. Mai. DemL. A." wird aus Genf be­richtet, die Stadt Rouen, wo gegenwärtig besoickers viel Kriegs­material aufgestapelt ist. wurde nachts von deutschen Fliegern beschossen. In beit inneren Stadttellen sind die Zerstörungen an­geblich gering. Tie Meldungen über den Umfang des Sachschadens im Magazinviertel sind lückenhaft. Welche Richtung die deutschen Flieger nahmen, blieb unerforscht.

Der türkische Bericht.

Konstantinopel, 29. Mai. (WTB.) Tagesbericht vom 27. Mai.

P a l ä st i n a f r o n t: Auf einzelnen unserer Batterien lag zeitweise starkes feindliches Artilleriesieuer. Im Jordantal nur geringe Kampftä'igkcit. Oestlich des Jop>ms beschoß der Feind unser rüclluärtiges Gelchtde. Seine vvrsühl enden Patroirillen wuri.'en, abgsv'.esen. Uusere Lkrtillerie faßte mit wicksannnn Feuer gegneri- sche Kivallerie am Brückenkopf und auf der Straße nach Jericho. Tie Redellenlager im Wadt Hes waren erneut das Ziel für die Bombenabwürfeunserer Flieger. Kauka sns front: Unsere östlich und südosllich Alexandropol stellenden Truppen wur­den von starken armenischm Kräften angegriffen. Alle Angriffe sind blutig geick/ntert. Dardanellen: In der Nacht zum 26. Mai griffen tmsere See- lind Lcrndflngzeuge wiederlZolt und erfolgreich den feindlichen Flugplatz auf Jmbws an. Es wurden mehrere Brande von langer Dauer beobachtet. Aus der übrigen Front ist die Lage unverändert.

Der Seefrieg.

Nrur H-Boot-Erfolge.

Berlin, 29. Mai. (Amtlich.) Unseren U-Bvoten sind uu Sperrgebiet um England wiederum 30000 B -R.-T. feindlichen Handelsschiffsrmtmes zum Opfer Fesallen. Davon entfallen allein 27 000 B.^st.^T. auf Rechnung des von Ober- leutmntt zur See Patziq befehligten Bckvtcs, das an der Westküste Englands, vorwiegend in der Irischen See und deren Zufahrtsstraßen sieben Dampfer und zwei Segler versenkt hat. Die Schiffe waren in der großen Mehrzahl eng­lischer Nationalität, darunter vier tiefbeladene Dampfer von 5000 B>R.-T. Größe und darüber. An Ladungen hatten die Schiffe Vieh, Erz, Grubenholz für England, Stückgut für Amerika an Bord. Ein tiefbeladener englischer Dampfer würbe aus großem, stark gesicherten einlaufendein Ge­lei tszug herausgeschossen. Namentlich festgestellt wurde der englische bewaffnete DampferMedora" (5135 B.-R.-T.).

Der Chef des Aomicalstabes der Marine.

Aus dem Reiche.

V unsesralsbejchlü ffe.

Berlin, 29. Mai. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Bundesrats wurden angenommen: 1. der Entwurf -irres Gesetzes zur Ergänzung betreffend Aenderungen der Wehrpflicht vow 11. Februar 1888; 2. der (Sutamcf eines

Gesetzes zur Heranziehung von Heeresunfähigen zmn militärischen Arb ei 1 sd i enft; 3. der Entwurf eines Gesetzes zur Ergänzung des Kapitalabftndungsgesetzes; 4. der Entwurf eines Kapiralabfindungsgesetzes für Offiziere; 5. der Entwurf einer Verordnung über die Einschätzung im Jahre 1918; 6. der Entwurf einer Reichsgetreideordnung für die Ernte 1918.

Die Trauerfeier für Jirh. Kannpf.

Berlin, 29. Mai. (WTB.) Die große Wandelhalle des Reistag sgebäudes war heute der Schauplatz einer überaus wür­digen und eindrucksvollen Trauerfeier für den verstorbenen Präsidenten, Wirklichen Geh. Rat Dr. Joh. Kaempf. Gegen- über dem Standbild des Kaisers war der Sarg aufgestellt, mit den herrlichsten Kränzen bedeckt u. von stimmungsvollem Trauerschmuck umgeben. Aus der einen Seite des Sarges nahmen der Vertreter des Kaisers, Generalleutnant, General der Infanterie v. Höppncr, und der Reichskanzler Graf von Hertling, der spanische Botschafter Pablo de Bernoibe, der österreichifck--ungarcsck-e Botschafter Prinz zu Hohenlohe und der Vizepräsident des Reichstages Dove Platz; ihnen gegenüber die Damen und Herren der ttauernden Familie. Alle Parteien hatten benlid* Krcnrze mll ehren vollen W idm ungen am Sarge nicdergelegt. Nachdem, von dem Vizepräsidenten Dove und dem Direktor beim Reichstag Jungheim empiangen. der Reill-s- kanzler nnd die Vertreter der Famllie erschienen waren, begann die Trauerfeier mit dem Bort^ag des znZüten Satzes aus dem deutsck-en Requiem von Brahms dura) den königlickien Hof- und Domchor Unter der Leitung von Professor sttzüdel. Dann hielt Hof- und Domprediger Lic. Döhring die Gedächtnisrede, in der er ein mit anßeror-dentlicher Kunst und Liebe g<-zeichuetes Charakterblld des Verewigten enNvars, unter Zugrundelegung des Wortes der Berg­predigt: ,.An ihren Fnüchden sollt ihr sie erkennen". Aus den Ehoralgesang d^s Hof- und Domäwrs folgten sodann Nackrufe der großtM Körpersll-asteu. Für den Reistag sprach der Vizevrä:ident Dove. für die' Stadt Berlin Oberbürgermeister Exzellenz Wer- m F

bau. Gebet und S^gen des Geistliä-ert und der SäKußiatz des deut­schen Reouiems schloffen die erhebende ToLterseier. Nun zogen die Versammelten mc dem Sarge vorüber, dec sodann nach dem vor dem großen Hcnrptrortaj des NeictZslagsSebäudes harreirden Leichm-» wagen gebracht wurde, um zur Beisetzung auf dem alten Matthäi- Kirchhof an der Großgörschenstraße übergesührt zu werden.

**Fahrplanänderung. Vom 29. Mai ab werden

die bisherigen Triebwage-neilfa.hr tcn 421 Cvblenz ab 4.00 N., Limburg an 5.23 N. und 4901 Limburg ab 5.28 N., Gießen an 6.51 N. in beschleunigte Triebwagenfahrten umgewan- delt. Näheres siehe Bekanntmachung.

** Fahrpianänderungen am 1. Iu n i. ^^w>ek. neue i>Zug^Berbinintugxm iweii>eu am 1. Juni MisclMr Berlin, Frankfurt und Metz eing.Lrill)ibet. Bon Bertrn nach Frankfurt a. M. verkehrt dann ein O-Zug ad AnhalteL Bahnhof 7.03 vorn:., von Halle 9.56, von Erfurt 12.00, an Frmrksurt 6.23 nachm., an Metz 3.41 nachts. Sein Gegen-- zag geht von Metz 9.31 nachm., von Frankfurt 7.22 vorm., von Erfurt 1.30 nachm., von dralle 4. nachm., an Berlin 7.08 nachm. Die Züge laufen schon fetzt ^mischen Frankfurt und Metz. Bom 1. Juni dis 15. September verkehren di« Bäderzüge BerlimKissingen. Sic gehen von Berlin 8.05, von Halle 11.01, von Erfurt 1.16, au Krssingen 5.28 nachm., ab Kissingen 2.40 nachm., an Erfurt 6.45 nachm., an Halle 9.03, an Berlin 11.49. Die Züge führen Speise-trägen ztvi- scher, Berlin nnd Grimmertthal. Jon Kiel geht wieder der Personenzng 10.06 vorm, nach Lübeck tverktags, zurück von Lübeck 4.08 nachin. täglich.

** Die Todesstunde der Zweimarkstücke. Die Reichsbank macht darcritt' aufnrerffam, daß die sttberrren Ztveimarkstücke, die seit Beginn 1918 ihrett gesetzlichen llnp- lau- »>erlorerl haben, nur noch bis Kttm 30. Juni d. I. an cllleir öffentlichen Kassen znm vollen Werte angenommen und umgetanscht wer darr. Bon der Außerkurssetzung ans- -genommeir sind \x\ix biejeuigen Zwellnarkstücke!, die alÄ Denllnünzen geprägt wurden.

^ Das Schicksal von unbekannt verstorb-v»

ebcr unerm i ttel te Heeres- FundfallMc gibt die Zentral­er Nachlaßsall-en als Beilage zu den Deutschen Ber>

lnjtlisden eine Liste heraus, die bisher einzeln nur gegen jedesmalige Voreinsendung des Betrags bezogen werde« boirnde. T>ie Mrflage der Verlustlisten ist so weit ziorückge- gangen, daß nichL einrnal auf jede bedeutende Ortschaft ein Stück kommt. Der umständliche EinzelbeAlm könnt«

Hoszug. Ick bin erschüttert durch die überraschende Meldung vom Hnmgang Ihres Gemahls und sprcck-e Eurer Exzellenz urrd Ihren Kindern meine ausrichrige Teilnahme aus. Ter Entschlafene stand mir seit meiner Jugent^eit besonders nal-e und hat meinen Vorfahrm, besonders meinem hochseligen Herrrr Vater und mir in langen Jahren als Flügeladiutant, Kvmmandeur des ersten' Gardereqim>e7tts, als kommairdierender Gemral meines ^ Garde­korps in .Krieg nrid Frieder, hervorra^Tende Dienste geleistet und im jrünrli Kriege als Oberbefehlshaber in den Marken unter! schwieri'.n'ten Verhältnissen mein Vertrauen in vollem Rlaße ge- rechtsertigt. In Trauer nnd Tankbarkeit loerde ich dem bewährten General und treuen Freunde über das Grab hinaus ein bleibendes ehrendes Anderrken bewahren. Gott tröste Sie in Ihrem tiefen Schmerz .

Asrs Sterdt uno Cnwft,

Gießen, den 30. Mai 1918.

D:e Hinaufsetzung der Berdienstgrenze für die Kranken-, Invaliden- undHinterbliebenenversicherung.

Don Kontrollinspektor F. Q u a t m a n n. Oldenburg i/Gr.

Wie überall, so hat der Weltkrieg auch.auf dem Gebiete dev ReichSversickrerung gan- ungewohilliche BerhAtnisst gezeitigt. In­folge der vermniderten Kaufkraft des Geldes und der starken Nach­frage nach Arbeitskräften hoben die LSHne und Gehälter eint Höhe an^nxomruer!, die rrean noch vor drei Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Steigerungen um mehr als UX><^ find kerne Selten­heit. Die in gehobener Stellung steher^en Mgestellten erhalten diese Erhöhungen vielfach, ohne daß ein Recl^tsouspruch darmf besteht. Die ArbeitgelR-r geioLntci, in de,l leisten Fällen freiloillig sor TcueruugSz^llngen. Nach der ddechtsprell-tinq des NeichstM-r- ftck^eru-nsrsamts gehören solche frenEigen Zuwendui^en zum Lohne. Sie sirck somit für die Frage der rsirf>-nmgspftiifrt von aus­schlaggebender Bedeutung Bei einem Zal)-vesarbeitsverdicnst von nrcln als 2500 Mk sll>eidet ein großer Teil der in gehobener! Stellung stel-endni Versill>-rten, insbeson^dere Angestellte, Hand- lungsgchllsen, Lehrer, Werbrnüster ufto. aus der Krcn^kertversick-o- ruug aus: das gleiche gllt für die Jiwalidenversichanlng, bei einem JalTresarbeitsverdienst von mehr als 2000 Mk. Ein großer Teil der im Angesbelltenverhältnis stehenden Versicherten fällt somit aus der Zivangsverfillierung aus. und zroar sind es meistens Leute, die in normalen Zeiten noch lange Jahre verficherungs- pftichtig geblieben toären.

Für die Jirvalideirversicherung ist dies-er Zustand von geringerer Dedertttluq. da zur Ausrech erchllttmg des Anspruchs wälyrend der Gültigkeitsfrist der Ouitwng^karte nur 20 Br'itragsnwäxn nall>- geiviestn zu werden brauchen. Der^ Bersicl-erte hat somit aus­reichend Zeit, sich zu unterrichten und die Bersiclierung freiwillig srrtzusehlm. Den westntlichsüen NallZtell. den er erleidet, ist der, daß er die Beittäge allein zu zahlen hat.

Gawz gnders und sehr viel ungünstiger liegt aber die Sache auf dem Gebote der Kraub.-rwersicherung. Die vorbezeichneter Personenkreise scheiden bei einem Jahresarbeitsverdienst von mehr als 2500 Mk. ohne weiteres aus der Kvankenversicheruwl aus. Alle Ansprüche an die Kasse gehen verloren, wenn das Er­eignis enttritt und der Versicherte nicht freiwilliges Mjitglied go- werden ist. Bedeutungslos ist es. ob der , Versicherte vom Arbeit­geber abgemeldet ist oder nicht und ob die Kasse von der lleber- schreitung des Höchßcketrages .Kenntnis erhalten hat. Die Kranken- versichwnngpftiÄit ist unlöslich mit der versicherungspsiichicen Arbeit verbunden. Ebenso, wie mit der Aufnahme nicht Anmeldung der verftcherungspfliclLigen Arbeit die Versicherung erfolgt, ebeirso hört diese auf. toenn solche nicht mehr geleistet tmrd. Die An- mck AbmeL>ungen sind Ordmmgsvoochriften und haben mit der Versickerung selbst nichts ru tun. Selbst für den Fall, daß tue Kasse die Verträge jahrelang zu Unrecht ent gegen genommen! hat. kann der Versicherte hieraus Ansprüche nicht herleiten. D^is Schlrmmste aber ist. daß der Versicherte irur in beu seltensten Fällen Kenntnis davon erhält, daß er aus der Versicherung ausgeschiedcn ist. Erft bei Eintritt des Bersicherungssalles merkt er es und dann ist es »u spät. Nur in den seltensten Mllen forat er die Versickerung darm noch freiwillig ftntts-etzen. dlber auch für den.Fall, daß dies möglich wäre, hat er «rvvße Nachteile. Bei fast allen Kaffen sind die Leistungen an die fvc-iwilligen Mitglieder geringer als an die Znxmgsve rsichcrten und au fordern muß der Versicherte die nicht geringen Beiträge allem tragen.

Wenn die beteiligten Kreise vor nicht wieder gut zu machenden Nackfteilen bewahrt blüberr tvollen, muffen nnvorzüglich Schritte unternommen werdcm, die Verdi cnftgrrnze für die Ber siche ru n gS- pflicht gam wesentlich rn die-e z-u setzen.

** Amtliche Personal n ach richten. Der Groß- herzog ernpfing yum Vortrag: den GeTieraladjutanten (ssetre- ral der McMallerre van Hckhn und den Vorstand des Käbrnetts Wirkl. Geheimevat von Römcheld. -- Der. Großherzog hat am 1. Mai d. Ji dem KanAlisteri 1. Klasse in der Hessisch- Preußischen Eisenbohngemerrrsäi<rft Gtrsttrv Kloos zu Mainz den TitelKunzleisekretä^ verliehen. Durch Entschlie- ßurtg Großherzoglichen Ministerin ins des Innern wurde der Referendar Dr. Friedrich Rrndjuß aus Darmstadt Aum R«ssicrungsassessor ernannt

** Auszeichnung. Die Hessische Tapserf^itsmedaille erhielten die Brüder Gefr. 5xrmann Duff mrd llnterofsiz. Lothar Busf.

anaelMÜgen ist die allgemeine Verbreitung der Liste aber ^rnb^e^ingt notwendig. Durch die Geistlichen und Lehrer kamr sie auch in dem kleinsten Orte bekannt werden. Ditz Liste darf deslMb jetzt auf swsden der Sckukvasse kx^vgeÄ lverdcn.

** 25 v. H. Juwelen [teuer. Bon der Nachrichten* stelle des ReickMschalmmtos lvird geschrieben: Es besteht offerkbar in der G-eschästÄvelt nicht volle Klarheit darüber, nnc bei dorn Verkauf von Luxirsgegenständerr die Steuern rücklage rmch der Bundesratsverordniurg zur Sicherung einer Uinsatzstouer auf Luxusgegonsrände zu berechnen ist. Hrcr und da scheint die Austiasinng zu bestehen, daß esl genüge, neben deni bisherigst Preis der Ware einen ijem dieseni berechneten Zuschlag von 20 oder 10 v. H. dorn K'urrden abzn.nehmen, um daraus die Rücklage zu: bilden. Das trifft ^nick>t zu Zllnschen Geschäftsnurnn und! Käufer gibt es strenggenorniiren keine Steuer; sie ist zwischen ihiren stets nur ein Teil des Entgelts, das gezahlt worden nruß; wcnrn der Klcnde die Ware haben will. Die Steuerrücktago ist «von diesem vollen Entgelt, asso auch in dem Teile des Entgelts, der rn Mvätzung der Steuer auf den Kunden von dieftnn g?enommen wird, zu berechnen. Der

a nmrn, der dem Kunden neben 100 Mark als bisheriaern ufspreis 20 b^w>. 10 Mork für die Steuer abverlangt, würde sich also schaDirgen, denn er muß von 120 bzw. 110 Mark die Steuer abfilhven. MN er sich für die Steuer voll 'ck-adlos halten, so muß er die Preise um 25 v. H. bzrvl u m N v. H. erhol-en.

Den Luzerne kl ee jetzt abmähen! Die Ln» ^^erue lagert schon vielerorts. Da dann die Gefahr besteht, daß sie fault, tun die La^rdwirte gut, sie schon jetzt zu mähen und dürr zu mack-en.

r*, oe I ö u re ^ Natron als Zuckerersatz. Tie Ryern-Mmmsche Lel>ens mittel stelle teilt mit: In der zuckerarmen Zeit ftndet man Ersatz zum Haltbarmack-en von Früchten und rvruchtmus in dem benzoesauren Natron, einem schon in Friedens­zeiten l>ekalmten Mittel. Dieses ermöglicht es, Früchte oder Fruckft- mus ohne Zulatz von Zucker eiuzukmlxu, ohne chre Haltbarkeit im geringsten zlr beeinttiuhrigknl. Ein Tablett zu einem Gramm genügte um ein Kilogramm Fruchrsast oder Mus haltbar zu machen. Ste- rllisicren soroie Gläser mit Gummiverschlüssen sind überflüssig.

** Zur Konservierung Don Gem üse. Nackidem btt Reichsitell für Gemüse und Obst durch BckanMmachung vom 20. März 1918 angaortmet hrtte, daß nur einzelne bestimutte Lorten Gemüse rn lustdüht versck-lossenen Behälttnssen (Dosen und vergleichen) geloerbsmätzig konserviert werden dürfen, hat sie nun* mehr, um enter zu starken Entblöß mg der Frischmärkte entgegn zlno-.ckcn, durch Beklmntnrachnng vom 21. L'iai 1918 im RerchZ- anzoiger Nr. 118 bestimmt, daß auck), in nickrt luftdicht ver- sck-Loiseuen Del-ältmft>en. iFLssern und dergbeick-en) nur einim, L-orten Gemüse haltbar genuuht werden dürfen. Ausnahmen von oen Zorsäniften der Bekam rttnackArng sind nur mit b'sondevetz vorheriger G.-uehmigung d^r Gentt'st^srrvan-Kricgsgesellschast siv, die BEdürftlisst des Heeres zugelassa::.

** Ein neuer Weg zur Ersparnis an Kohle. das Ende der hohen Fabrikschlote. Ein neuer Weg zur Ersparnis an Kohle kam in der letzten Sitzung des Vereins D^ub- sck>er Maschinan-Jngenieure in Berlin zur Sprache. RekTierlmgS- baumei>ttr a. D. L»cheoabach berichtete über Abwärlnevertoerttmg! mrd künstlichen Zug. Der künstliche Zug ersetzt den Luftzug, der durch die aulfteigende Warme im Schornstein erzeugt wird. Er und dre Mmiärmevwoertung kvminü nnttelbar, verbunden und unmittel- bar z/ur Beru«e7:dwig. Die mittelbare und die zulsMirnrengesetzte 9Cn>> l^ndlkng beansprucht insbesvutere nur kleine Zugerzeuger. Die Saugznganlagen erfordwi mcr niedrige Schlote/ toodurch das Städte- und Lalldschaftsbild wesentlich verbessert wird. Durch die Verwertung der Abwärine der Rauchgase können Bettäge gewomien werden, die die ?hufn«ns>ung für den Kvafkverbrauch einer Sang-, zmganlage um ent Biessackies übertreffen. Je mehr aber die wärme ausgeuutzt wird, um so weniger reicht der natürliche Zug eines Schornsterns^ aus, um die zu föchernden Gase alMlführen, Die Abwärnlew>rrich'ung'eli bringen bei sachgemäßer Bauan [kt» eine gewisse Vergrößtwmrg der Saugioiderftäuide mit sich Diestz Bestrebungen haben durch die hohen Preise und die Knappheit bet Kohle an Bedeutung gewonnen. Ein Wnk. das z. V. durch Ber- iverttmg der Abhitze nur lO^'o seiner Kohle in 52 Wochen erspart^ kommt damit über einen Stillstand von efrtü 1 5 Wvchen hinweg.

** Gegen den Mißbrauch von Abk ü rz»u n ge ttj biegen den Mißbrauch von Abkürzungen werrdet sich eine üesondertz.' Verfügung des Kri-egsministvriurns. Abgekürzte Bczeichmmgen für »DievMellen und Formationen, die während des Krie.)es eingeführt 'nw-rden sind, dürfen in Schreiben und Telegramnten mir damß gebraucht werdetl, wenn die Dienststelle oder Forumtüm wiederholt erwähnt wird. Die Stelle ist aber bei ihrer ersten Erwähnung genau zu bezeickwen und die Abkürzung in Klammern dalstnter zu setztM^ z. B. Arnu-eflnlkerkvi, :m-a ^-ur lAkoM' kj. U ueingesckn an ft venoeudeg werden körmen in Schreien und Telegrammen die Abkürzungen^, die schon int Frieden gebraucht wurden und nach den Tiertstvovi schriften Augelassen sind, wie Gen. Kdo. für H>eneralkvmmand>ö^ I. D. für Infanterie^Division. I. R für Jnsanteri^Regiment. Diese sind auch im m ündlichm Verkekn zrulaffig, wi twend nckere zu venneiden sind. Neue apgekürste Tel-e^mmivanschriften dürfen raaj. mit Geurhrniguug des LtrUgsWlialü-Lriums eingrssthrt cocdxu