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Samstag. 25 . Mai \ ( )\S
matt 168. Jahrgang
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General-MZrtzer für OberhZMk
wiederholte Angriffe der Italiener abgeschlagen.
VochenrüSbNS.
Mr hatckn keinen Anlaß, die gegenwärtigen Schwierige feiten, die sich auch in der inneren deutschen Politik auf- getan haben, allzu ernst zu nehmen. Nur um die Frage des Wahlrechtes in Preußen werden noch die Messer geschliffen, und während die Negierung auf die Möglichkeit verwiesen hat, daß das Herrenhaus eine Einigung und Verständigung auf das allgemeine Wahlrecht hin begünstigen werde, hat die äußerste Linke zunächst alle demonstrativen Mittel angewandt. Was sonst noch die Geister trennt, stammt mehr aus der Rüstkammer der Vergangenheit als aus der lohenden Schmiede für die Zukunft, denn da muß man, wie selbst ein Blatt wie der „Vorwärts" angedeutet hat, vorläufig dem Klanrvf der Waffen das Feld lassem Wohl in der Ueberzeugung, daß die deutschen Interessen in der Hut unserer Heere gut verwahrt sind, ist die Sozialdemokratie in der Schürung der Geister für die bevorstehenden Wahlrechtskämpfe bedauerlicherweise weit über das erlaubte Maß hinausgegangen. Der „Vorwärts" hat es sich nämlich geleistet, die bevorstehende Verkürzung der Brotration, die er selbst vorher als unumgänglich bezeichnet hatte, mit der Vor- cntyültung des gleichen Wahlrechts in Zusammenhang zu bringen, indem er u. a. folgenden Satz ausgestellt hat: „Anstatt die Verminderung der Lebensmittelbezugsrechte durch eine Vermehrung des Staatsbürgerrechts erträglicher zu machen, unterstreicht man in plumper Brutalität das körperliche durch das geistige Vakuum." Als ob dergleichen der Regierung Hertling, die doch zielbewußt auf die Erfüllung des Königswortes zusteuert, auch nur entfernt in den Sinn gekommen wäre! Man kann der konservativen Politik der trotz allem aussichtslos bleibenden Hartnäckigkeit auch mit diesem Himveis aus die durch die Kürzung der Brotration iu>ch immer als ernst gekennzeichnete Kriegslage einen Mangel an Weitblick vorwerfen, aber die verantwortungs- lose Demagogie, die in dem Verhalten des „Vorwärts" liegt, diskreditiert doch höchstens den Glauben an die politische Reife des „Volkes". Er? ist ein arger Rückfall der Soziab- denwkratie in die Gepflogenheiten des früheren, die Massen aufpeitschcnden Herdentones. Das neue, jetzt zur Veröffentlichung gelangte sozialdemokratische „Aktionsprogramm", das aus dem im vorigen Jahr vom Würzburger Parteitag eingesetzten Ausschuß hervorgegangen ist, beschäftigt sich im
achtung der Interessen der Neutralen unsere alten Gegner auch den Wirtschaftskrieg führen, das hat Franki^ich bewiesen, als es unsere Abmachungen mit der Schweiz stören wollte. Als die Schweiz fest blieb, gab indessen die „große Nation" schnell klein bei. Der Wirtschaftskrieg hätte die Franzosen nämlich auf die Munitionslicferung aus der Schweiz verzichten lassen müssen. Wie die Dinge nun nach dem Zustandekommen des deutsch-schweizerisclien Vertrages liegen, mrlß Frankreich gkichwohl Kohlen liefern, wahrend Deutschland sich dagegen gesichert hat, daß deutsche Kohle fortan noch für kriegsindustriclle Erzeugnisse verwendet wird, die für die Entente bestimmt sind. Wir konnten diesmal mit der bestimmten und festen Politik unserer deutschen Unterhändler zuftieden sein.
(WTV.) Großes hauptquArtier. 24. Mai. (Amtlich.) . ,
Westlicher Kriegsschauplatz.
Die Lage ist unverändert. Im Knnmelgebiet, beiderseits der Lys imd der Scarve, südlich von der Somme, sowie zwischen Mvreuil und Montdidier lebte die Arttllrrietälig- keit am Abend auf und war auch während der Nacht lcb- fjaft. Die Jnfanterietätigkeit blieb auf Erkundungskämpfe beschränkt. Eigene Unternehmungen südwestlich von Bucauoy und an der Oise brachten Gefangene ein.
Der Erste Gcneralguartiermeister Ludrndorff.
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Der Abendbericht.
Berlin, 24. Mai. abends. (WTD. Amtlich.)
Don den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
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Der Ssterreichisch-nngarlsche Tagesbericht.
Wien. 24.Mai. (WTB.) Amtlich wird verlautbart:
(Amtlich.)
Gestern griffen dir I t n I i t n t x unsere Stellungen auf der Zug na Dorta und im Etsch tal nach starkem, rvritgreijindem Gesjchützftmr zu wiederholten Malen an. Die leiden ersten Angriffe brachen fdyon in dem trefflich wirkenden Feuer unserer Batterien blutig zusammen. Die
.. aSX .. _ T - . m ..... , ~ u Angreifer flücksteten in ihre Grüben zurück. Beim dritten
übrigen ausschließlich mit Dmgen der inneren Politik, wah-, Ansturm kamen die J1alM:cr bis knapp an unsere Slellun-
rcnd es sich in den Fragen der weiteren Kriegsziele eine wohl- gerechtfertigte Zurückhaltung auserlegt. Da die gegenwärtige Regierung ja mit den Wünschen der Reichstagsmehrheit in engster Verbindung steht, hält es die Partei Scheidemanns für unzweckmäßig, die vollen Dämpfe der Lokomotive des Zukunftsstaates loszulassen. Allerdings wird in dem Aktionsprogramm die volle. Uneingeschränkte Veschlußkraft des Parlaments auch in den Fragen der Kriegführung. der äußeren Politik und der Friedensverträge gefordert. Diese Forderung geht den übrigen maßgebenden Parteien mit vollem Rechte viel zu weit, während das Mitbestimmungsrecht des Volkes in dem gegenwärtig gezogenen Rahmen praktisch und grundsätzlch gerechtfertigt erscheint.
Die Führer der Entente, und vornehmlich Präsident Wilson, haben ihre Taktik der Benebelung des deutschen Volkes in Sachen des „Militarismus" doch etwas ändern »müssen; die Ausscht, eine Kluft zwischen Negierung und Volk der Deutschest herbeizuführen, hat sich ihnen gemindert. So versucht man es jetzt mehr denn je mit Einschüchterung, mit Vluft. Der gegen den Preußeugeist so unermüdlich zeternde Wilson hat, wie gestern gemeldet wurde, einen Gesetzentwurf hcrausgegeben, der alle jungen Männer verpflichtet, sich für den Heeresdienst einschreibeu zu lassen. Daneben gibt es zu- gleick) in Amerika noch ein scharfes Ausnahmegesetz, daS der Negierung die Macht gibt, alle Aeußerungen und Handlungen unter Strafe zu stellen, die nach ihrer Ansicht gegen die Landestreue verstoßen. Mit anderen Worten: Wilson knebelt und unterdrückt das Recht der freien Meinung. Wer nicht mit ihm der Ansicht ist, daß der von ihm geführte Krieg der erste in der Weltgeschichte sei, der in völlige« „Selbstlosigkeit", nur um moralischer Zwecke willen, geführt werde, der erhält den Prozeß gemacht. Wilson hat in seiner jüngsten Rede allen unseren „Verständigungspolitikern" die gründlichste Absage erteilt. Er will unerbittlich den Krieg gewinnen, will sich nur auf einen Frieden cinlassen, der seine der Welt bekannten Bedingungen lückenlos erfüllt. Nach Washington dürfen wir demnach fürs erste den Blick nicht ruhten, wenn wir das Ende des Krieges herbeiwünschen. Auch die Stimmen und Rüstungen in England, so die laueste Rede des Lords Cecil, verweisen uns darauf, daß ein Entscheidnngs- ramgf unumgänglich ist.
haben diesen Entscheidungskampf, wie selbst der „Vorwärts" es dieser Tage rückhaltlos ausgesprochen hat, inniger zu fürchten als die Entente. Das genannte Blatt hat, wao man für die spätere Gestaltung unserer Kriegsziele sich m 7yiJ am Dienstag den bedeutungsvollen Satz auf- gesteut: „Die militärisck-en Tatsachen des Krieges sind z. B. ^7^ t P u ^ un ft Belgiens wichtiger als die auch von uns hüO-gehalte'ne Idee des Selbstbest immun gsrechtes der Völler. Wummert da endlich die Erkenntnis? Wird der Siche- rung^geoanke endlich den ihnl gebührenden Vortritt vor den ^olkerbegluckungstheorieir erhalten?
Alle Zeichen her Zeit weisen darauf hin, daß wir uns Zukunft auf Menschenfreundlichkeit der anderen Völker absolut nicht verlassen können. Wir inüssen un f un ^ wirtschaftlich! sickern, uns möglichst auf
uns jewft stellen. Darum erfolgte der weitere Ausbau des Burrdes m Mittelmächte. W.ie rücksichtslos und unter Nich^
gen. Kaiser schlitzen txmi 3. Regiment drangen aus ihren Deckungen und warfen süß dem Feind mit gttvohntcr Tapfer feit entgegen. Der Nuhkaurpf endete mit einem vollen Sieg der Unsrigen. Der Angreifer wurde überatt zurück geworfen, ein letztes Jtalienerneft twä) in der Nacht gefäirbert.
Zu gleichem Ergebnis führten drei Vorsitze, die der Feind gegen unsere Stellungen auf dem Monte Afolone ver suchte. Auch hier wurde er jedesmal abgeMagen.
So tycit für die Italiener auch das vierte Jahr ihres Raubkrieges mit ichwenen Mißkrfolgen begonnen.
Der Chef des Generalstabes.
Der türkische Bericht.
Kon fta nlinvpek, 24. Mai. (WTB.) He-reSber'vHt vom. 22. Mai. Zwifchm der Küste unb bem Jordan drückten mrseve Patrouillen an vielar Stellen ftrndliichL Posricrungen zurück; sie drangen tellloeise in die feindlicher StMnrgen ein. Auf dem Osti-Jordan-User unterbanden wir erfolgreich die feindliche Auf- NärungstätigAeit. Große Truppnrlagcr irn Rarcme Jvrdair-Jericho- ^vodi — Andsäze nnirbcn Von unseren .Fliegern mit gutem! Erfolge angogristen. Bei Bachardun Anezu und Mezramr, ani Ost- uler des Toten Meeres, wurden die Rebellen erneut vertrieben
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Der bulgarische Bericht.
Sofia, 22. Mai. (WTB.) Generalstabsbericht vom 22. Mai
Mazedonische Front: Westlich des Ochrida-Sees würden französische Kompanien, die sich unseren Borposten südlich vom Dorfe Nomeclze zu irähern versuchten, durch Feuer vertrieben. Ztmschen Ochrida-Soe und Prespa-Sce mar die beiderseitige Feuettätigkert lebhaft. Unsere Sturmgruppen drangen in feindliche Stellungen westlich vom PreSya-See ein und brachten einige französische Gefaargene zurück. Nördlick^ von Biwlia im C-erna-Bogen, südlich L^rma und bei Doiran nahm die beiderseitige AxtiÄeriet-Ltigkeit zeitweilig zu. SMich von Toiran zersprengten Imr eine verstärkte englisch^ Äbbnürng. In der Geaend von Bidolia schossen deutsche Fliegerdrei feindliche Flugzeug' a b, die vor unsere?! Stellungen niederfielen und durch ;mser Ar tilleriefelker zerftörl wurden.
Der deutsch-schweizerische Vertrag und die Haltung Frankreichs.
Berlin, 24. Mai. (WTV.) Tie Entente verbreitet lveiter die abenteuerlichsten Darstellungen über die Vorgeschichte des jetzt Unterzeichneten deutsch-schweizerischen Wirtschaftsabkommen-, um den Eindruck zu vertoischen, den die brutale französische Ermnischun-g und der darm notw«idig gewordene Rück- zug Frankreick>S hervoraerufen hat. Es \vivb der französischen Regierung in diesen Tarstellurcgen die Nolle deS großmütigen Helfers zugeschriel'en, auf die ste in Wirklichkeit nicht den geringsten Anspruch erheben darf. Das immer wieder ftairzösischerseits her- vorgchobene Angebot Frmrkreick)s, der Schweiz 85 000 Dmrnen/ Kohlen zur Verfügung zu stellen, hat nämlich in keiner Weise die Verhcmdlumren geförvett, sorrdern sie ohne Rücksicht cnlf daS schweizerisä^ Interesse crnpfindlich gestött und erschwert. Dar Sachverhalt ist kurz dieser: Das Angebot Frankreichs erfolgte in dem Augenblick, als der Vertrag so gut wie fertiggcstellt war. Wenn Deutschland cnis Wim sch der Schrveiz daS Angebot Frankreichs berücksichtigte, i\t dies geschehen, well DeutschLarld selbstverständlich gerne damit ewverstmrden tsßx 4 daß auch Frankreich sich
Ar die Kohlenversorgung der Schweiz größer» Opfe« mrsecke^l was Deutschland in die angenehnre Lage versetzt hätte, secnerseits auf eine Verwcndungskontrolle verzichten zu können. Wie voraus- zusehen war, zoa aber jetzt Frmtkreich seür Fbrerbieten zurück. ES versuchte sogar, dirrch Drohungen den ganzen Vertrag zicm ^cher- tern zu bringen. Das Daznuschentreteu Frcnikreichs hat atlerk«igs nicht die Unterzeichnung deS Verttages verhürdert, aber antzatt des am 15. Mai fertig vorliegenden Verttages mit der cucs die ranzösischen Kohlenlieferungen bezüglichen Klausel wurde nun der Vertrag, so wie er bereits am 10. Mai vor dem ftanzöstschenj Dohlenangebot in den Grundlinien feststand, unterzeichnet. Das Angebot Frankreichs und die drohende Zrcrücknahme dieses An.- gebols haben also weder an der Entstehung noch <m dem Abschluß >es VerttageS das geringste geändett. Das französische Angebot hat einfach den Abschluß verzögett und der Schrveiz große Schwre- .rigkeitcn bereitet. Die in Frankreich so gefeierte „OMte'' war ctrt Versuch, bat Vertrag zum Scheitern zu bringen. Und du ftanzöst- 'chen Drohungen, durch die sich die Schweiz nicht einschüchtern Iie&, uwie die Zurüchiehung dos Kohlenangebotes hatten kech anderes Ergebnis, als daß der Verttag dann ohne die für die Schwer- wichtige 85 000-Tormen-5«lausel, aber genau so, wie er vor dem Angebot ins Auge gefaßt war, unterzeichnet wurde. Das ist inl ttxmigen Worten der vollstärtdtg klare, übrigens bekannte Sachverhalt. an dem die tardenziösen, verlegenen Ablengniurgsiversuchv der franzüsischen Tarstellun.g nichts ändern können.
Der Luftangriff auf Paris.
Paris, 23. Mai. (WTB.) Amtlich lmrd mitgeteilt: Di« dents chen Flugzeuge, die an dem zweiten Luftangriff in dieser Nacht teilnahnten, sählten etwa dreißig. Sie stießen auf das kräftige Sperrfeuer unserer GesckKsMrfftettu.'pN'U, von densr 54 Fluazeuge auffttegen. Ein eirrzigeS Flugzarg des^ Feindes gelangte über die Hauptstadt und warf einige Bomben ab. Cat Toter und 12 Verwundete werden gemeldet. Eine gewisse 'AtrzM Bomben wurde über Ortschaften der Bannmeile abaQwrsen. M gab einige Lote. ,
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Italien und der Zionismus.
Bern, 24. Mai. (WTB.) „Pvpolo d'Jtalia" will wissen. Svnn inv habe kürzlich durch Vermittlung des italienischen Bob, schafters in London den: Präsidentar des jüdischen .Konritees^ Nahum Pvkolaw, einen amtlichen Brief überreichen lassen, in dem sich die italienische Negierung bereit erklärt, die Bildung eines nationalen jüdischen Zentrums in Palästina zu erleichtern.
Die NnabhängigkeitSerklürung Livkands «nd Estlands.
Berlin, 24. Mai. (WTB.) Am 13. Mai hebet: die Herren Frhr. v. Dellinghausen, als Führer der lio- und estländischen WsLortnrung, v. Sttyk als Vertreter Livlands, und v. Brcvern alS Vertreter Esttands, an den Reichskanzler die Bitte gerichtet, dem lstesigen bevolltnächtigten Vertreter der rtissischea Republik Herrn Josse die Unabhängigkeitserklärung der Lä:ckeV Livland und Estland überinitteln. Herr Josse hatte es abgelehnt, diese Erklärung direkt aus den Härrden der ge: : ann toi Herren entgegenzunehmen, sich ftber berett erklärt, die Urkunde entgegenzunehmen, falls sie durch das Auswättige^ Amt übcrnrit- fcclt werden rvürde. Ter Reick)skcm?ck-er hat daraufhin der von den Verttstern Livlands, Estlands und Finnlands geäußerten Bittt entsprochen und die Unadhängig^ettserklärung durch das AuS- wärttae Antt Herrn Josse übersenden.lassen.
In dreier an die Regierung der russischen, sozialißischeni föderativen Sowjet-Republik in Moskau geriästeten Erklärung wird unter Himveis auf die am 9. und 10. des vorigen ?RonatA in Reval und Riga pefafrtat Beschlüsse der livländischeu iinll estländischen Lmrdesvepammlung ausgesprochen, daß die Bevöl- Serung Livlands -.cnd Estlands durch die Erllärung ihrer Bertretev von dem Reckst, ihr Schicksal ftei zu bestirmnen, Gebrauch gemach- und die Loslöftrng von Rußlaiid vollzogen habe.
Eine Erweiterung des amerikanischen HeereSgcsetzeS.
Washington, 23. Mai. (Reuter.) Tie Heereskomtmfjuai des RepräsenLanteichaisses hat emstintinig den Vorschlag des Kriegs- Ministers Baker angenommen, eilte B e st i m m u n g in daS Heeresgesetz aufzunehmen, die den Präsidenten ermächttgt. so viel Männer für da: Heeresdienst aufzuriifen- als eingestellt und ausgerüstet werden können^ :md sie für die ersolgveickie Beendigtmg des Krieges zu verroenden« Bisher berechtigte das HeereSgesetz den Präsidenten mir zur Ein- berusunc; von ungefähr einer Aiillion Mann für den allgemeinaß HeereÄnenst. Durch die vorgeschlagene Neuordirung werden allg Beschränkungen aufgehobeO und die Bildung einer Arm« oor- gesehen, die stark genug ist. um Deutschland zu schlagen. (Bon eines solchen „Bestimmung" bis zu einer Schlacht oder gar zum Siegt ist iwch ein sehr weiter Weg!)
Kaiser Karl in Belgrad.
Belgrad, 23. Mai. MTB.) Kaiser Karl und KcnserkN Zita wurden bereits in Kusadac von dem MilitärgouverneuH von Serbien .begrüßt, der den Hofzug bestieg und bat Monarchen! bis Belgrad begleitete. Deim Einfahren dos Hofzuges in deni Hauptbahnhof erdröhnten von Kalimegdan Kanonenschüsse. Das Kaiserpaar entstieg dem Zuge. Die Kaiserin trat aus eine Gruppe von Damen und Mädchen zu, die ihr durch die Ueberreichupg von Blumen huldigten. '.Auf dem ganzen Wege liber die Bahnsteige begleiteten die Kaiserin die herzlichsten Znrufe der Menge. Kaiser nahm indessai die Meldung der militärisck-en Funktionärs entgegen und begab sich sodann mit der lKaiserin ans den Platz vor dem Bahnet, wosechst die Truppen Belgrads und seiner Umgebuilg ausgestellt wäretr Nach dem Abschrttten der Fwvnt sprach der Kaijer zahlreick>e Offiziere irnd Mannschaften an urrd »cichnere mehrere von Üjuat auS, womuf der Borbeirnarsch der ausrückendat Truppen vor dem Kaiserpaar erfolgte. Hierauf bestieg das Kaiserpaar den Hofz-ng, um die Weitersahtt nach Wiar anMttreten.
Wien, 23. Miai. (WTB.) Kaiser Karl und Kaiscrinl Zita sind von der Reise nach Sofia und Koustantiiwpel zurüc-i geLehrt und in Baden bei Wien echgetooffai.


