' t arnen mit» ihr Mstimmen. Wenn jetzt mrr die AngesteWen von dieser Dbmackpmg Lusgeschlvss'en werden, so werden die ft aoi^ld^ru Barmten soyvrt mit der gleichen Forderung kommen., und man wird den BcmnKm nicht dos abichi-agen körmen, was man den Ange- stelLten bewilligt hat.
Admiralrat Harms: Wir sind bestacht gewesen, die Ge- ÄAter der sBur-vmibeamten Al erhöl-en. Die Besoldimgsrefvrvn Lo-nrmt erst nach denr Kriege. Wählend des .Krieges müsse:: wir nns mit TeuenmgsZulagen Lehellen. Alle Wünsche werden ivohlwollend berücksichtigt werden.
Abg. Wein Hausen (Bp.): Unsere U-Boote zehren am Lebensrnark Engl-mids. Wir freuen uns der erfolgreichen Abwehr der versuchten englischen Handstreiche gegen die Ausgangs lösen unserer N-Bovte. Gemsschun mit den Prilratwerften botzkottierert die kaiserlichen nock> immer Arbeiter. In den Wohlfahrtsausschüssen Müssen die Arbeiter Sitz und Stimme erhalten.
Staatssekretär von Capelle erklärt, daß die Staatswerften Anweisung haben, sich an Wmachungen örtlicher Arbeitgeber über Mchbanstetlung entlassener Arbeiter nicht zu beteiligen.
Vi-zeadmiial von Hebbinghaus versichert, das; bei der Demobilmachung grundsätzlich Mannscl-asten der Marine rm ge- : mgstnrögtichstr.i Maße AirLkgehaltmi iwrden und der Efttjährigen- dienst von der sOdarrnsverwcckttmg nicht ab geschasst werde:: soll.
Mg. Schirmer (Ztr.) bringt Wünsche einzelner Bearnten- gruppen vor.
A,bg. Kapp (Lmf.) regt die Bewilligung der vom Ausschuß gestrichenen fünf JUtncdantnrrüte an. 'Tie Frage der Beamten- aLSschüsse ist r«m nicht spruchreif. Beim Frieder:sschluß dürfen wir rws. auf keirie AibweLung der U-Bootwaffe einlassen. Die Ver- iurgung der Neutren wolle: wir nicht verhindern. Alle Parteier: sind sich über die kräftige Deiwrführung des U-Bootkrieges estrig. Die Seemacht txnburg Eirglcmds ist ernstlich erschüttert. Vm: einer ?8«fgabe des KrivgeS kann nur d« Kede sein, wenn England und Amerika volle GeinDv Äetvn, daßste für die Annahme ausreichender Kriogsbediugungeu O: haben sirrd.
. Abg. Tr. Stresemann (nl.) stellt fest, daß alle Parteien twn rechts bis kttckr für eine nnbetesttgte Dmch-ührimg des nn> eingeschränkten lM5**tfr»|K3 «mtrstm, nachdem er desthtvssen worden ist. Weirh-^evg stellt ivvHL carf dem Standpunkt,
daß ?mr uns dagegen wc!hrcsr müssen, ttrem: irgend
jewrrw mrs beim Friedemsverkrage die U-BooVvaffe aus der Hand nehme« wsUkte. Der Regier dankt der Flotte st'rr ihre imver- gänchiche« HeÜderchoLen undl kwngt dazrn Emzelwünsche vor, die die Werst 3Nll^cHnÄh«tz>en betreffen.
Staatssekretär von Capelle betont gegenüber Vvrgebrachten Handwerter! vitüsche::, daß er sich ihrer annchmen iverde, und be- "reite, das; Wilhelmshat^n ein Stiefkind der ÄLcrrine sei.
Abg. Vo gthe r r (U. Svz.) fi'chrt Beschwerde über das Mrbot der nnab'.t-Sivgigion stvMr^xmwkvatffchen Zeitungen in Marinekreisen.
Mg. Meru er-Herssvld (D. Fr.) bittet um Berücksichtigung des HandwerM bei Vergebung von Lieferungen.
Die Abg. Huhrich (F.-Vp.) und von Graefe (kons.) trugen Wünsche der Deckvffieiere vor.
Damit schließt die Ämsfpvcnhe. Sm-ntliche Abstiminuvaen werden nuSgesetzt. da twt noch wentesk Abgeordnete im Saale sind.
Das Haus twnßtagtf sich.
^lioittao, 2 ITfjr: Rerchsschatzanit, ReichNkvlonmlmni.
Schluß 71/4 Hirt.
Ans S4§rH>§ ttnfc
Gießen, den 13. Mai 1918.
** Aus-eichrrung. MnÄetäer Karl Ickter, Inhaber der Hessischen TopserksitsnredailLe, schielt bte Eiserne Kreuz 2. Kl.
** Ausgabe von Süßftvff sSacchirrin). In der Zeit wom 16. Mai —15. Imri 1918 rottb gegen die Äieferungs- absckrntte 16 und 17 der ^üMoffkarten ff E" (Hau) und gegen die Liefenmgsabfchnitte 1 und 2 der neu ansyugebendcu Süßsteff- karten „G" (gelb) von den Süßstofsabgabestelleu Süßstoff abgegeben. Näheres siehe Anzeigenteil.
** Lichtspielhaus (Dahnk'fftraße). Das indische Drümo „Tie Iivse von Dschi-onduck^ mit Lp« Mora, Erich Kaiser-Titz und FrstHnnch Z-Änll in den .Hauptrollen gelangt von morgen ab zur Aufführung. Stehe Anzeige.
Landkreis Gießen.
LlLnng-Göns ,14. Mai. Dem Maurer Hemrich Schaub wurde das Eiserne Kreuz und die Hessische TapferkeitsrnedaUle verliehen.
Stirrkenbnrg und Nhcinhessen.
I Tarmstedt. 11. Mai. Heute nachmittag 4 Uhr stieß in der Rheinstraße vor dem Ständebaus ein schweres Militärlastauto nrit Anhänger mit einem clektrffck)en Straßenbahnwagen zw- famnx*. Die Plattform des Wagens wurde völlig zertrümmert, doch finb Personen nickst za: Schadet: gekommen.
I Darmstadt, 11. Mai. Gestern abend veranstaltete die reichsdeutsche Waffen brüderliche Vereinigung in: Kaffersaal einen Werbeabend. Bürgermeister Mueller begrüßte die Erschienenen, unter denen sich der Großherzog befand. Der Geschäftsführer der Waffcnbrüderlichen Vereinigung Dr. Sotte- Berlin verbreitete sich über die Aufgabe und Ziele der Vereini- gung. Hiwtus hielt Dr. Stolper-Wren einen' höchst irtteressmtten Vortrag über „Staat wrd Nation in Oesterreich", der in ferner sackstichen und vornehm«: Art hervorragend geeignet war, bestände Jrrtümer u:ü> Mißverständnisse über Oesterreich-Ungarn zu zerstreuen. Im Aiffckstus; daran wurde eine Ortsgruppe der Waffenbrüderlickstn Vereinigung gegründet und die Gründung einer Lcrndesgrmppe in Aussicht gOwmmen. Zunächst soll«: ähnliche Werbevordcägc in Mainz, Gießen, Ofsvabach und Worms veranstaltet werdetr.
Heffen-NafsaL
= Frankfurt a. M., 12. 9)tai. Im Sachsenhäusar Güter- bahnhof stieß«: am Samstag ztvei Güverzrtge zusamnven, wobei mkfreeze Wagen teils entgveüsten, teils umsielen. Ein Selw-ffner konnte sich reckstzeitig durch Abspringen retten. Ter Sachschaden ist ejrheblich. — Kturze Zesit noch dem Unfall geriet der 40jähr:gÄ Eismbahnarbeiter Nei ne me r 'zwischen die Puffer einer Nangier- ichrckttrtrg rmd wurde totgedrückt.
** Frankfurt, a. M>., 12. Mai. Am 8. Riai tagt«: im Römer die geschäfEhrenden Herren der örtlichen Ausschüsse für die KriegsbLschikdigtensürsorge im Großherzogtim: Hessen zur gemeinsamen ArrAsMache über Fürsorgesragen.
ra. Hachenburg, 13. Mai. Tie bekarrnte Domäne Mee- bergerhof nvct Mlersyof soll am W. d. M. bis Mn 1. Juli 1936 verpachtet werden. Tie bisherige Packst betrug 7297 Mark.
X Hanau, 13. Mai. Am 27. Mai d. I. wettd«: 100 Iah e vergang«: sein, seitdem mit Genehmigung des Kurfürsten Wilhelm I. von Hesstn in Hanau eine SyevcÄe zusammentrat, üm .Üer die vmn den: Httnmwr reforimiierten und lutherischer: L^on- sistDrtzm: zum ZtveÄe der Bereinigung der beiden evangelischen Äbtisesfionan aufgesteAten Llrtikel zu beraten. Nach fünftägiger Be- bütung hatte De Hvnmier Synode das ihr ausgerragene Werk am 1. Jruri ststmi Alstchtnß gebracht. Zufolge ihres einmütigen Be- s'Dusses hatSen fick) die reformierte und die lutherische Kirche im Fürstcnümr Henau, im ffrrheffischci: Altteil an: Fürstentum Isenburg Und im GrosherMgtrnn Fulda zu einer „einzigen «xmgelisck>- chriskluhca " vereinigt. Am 28. Mai wird h\ Hanau ci:tc gemeinsame Gedächtnisfeier an die vor 100 Jahren vollzogene Ver- einigrrnss ftaKffsGm.
= H 0 chheim a. M., 12. Mai Am 10. Mai fa:ü> hier — wie aÄ^rhrlich — bis Trauring der Rosen- oder Maibraatt statt D>^ »(«tische 'ch'euch hat fei:den Ursprung in einer Stiftwrg, eie der Mainzer H'st'riegswt Edel 1816 ii: ciiKrn Testament wäerlegte, VixHttsd) das Bsrmögen des Ststters in Höhe von 8166 Guüen ittohltätigen Zwecken zngeffihrt Werder: faßte. Em Teil der Z-instu: tzveses K-apitE, das jetzt 16 000 Mart' groß ist, fällt armen Leuten Au, der Rsst, etwa 600 M»rrk, wird stets am 10. Mai zwei unbescholtenen Bräuten, />ie ^ -tut diesem Tage getraut iverden, zu gleichen Teilen ausgehändigt. Tie Auswahl der Bräute liegt dem Pfarrer uüd Bürgermeister ob. Ist mir eine Braut vorhanden, sk>) erhalt diese die ganze Summe. Vchlfo-et sich überhaupt lein 1 Mrödchün -Jti der Stiftan.g, dam: Wird das Geld ixem Kapital zu
geschlagen. Tie Vtxrut Muß d«: Destimmicngen gemäß mit ttfcifetnj Naturros«: geschmückt sein. In fc.cr-i Jabr war Mart ho Kremser die Rchnckwaut, die sich dem Schlchmachee Adam Marken: vermählte. Das Paar wurde kriegsgetraut.
Fc. Von der Oberlahn, 12. Ätai Die bei dem Dorfe Stecdcir belogenen, als vvrgeschckstlich Fundstätten von .großer Bedeutung bekannten .Höhlen, waren huvch einen zur Ansbertturrgj des Gebirges zur Kalkg-ewinnnng aestettte:: Verpackst:mgsantrag bedwht. Dadtttch, daß der Verein für Naffauische Gesä-Äite unb Altertumskunde rmd der Bezirl'AL)ns«t)acor dageg«: Einspruch erhob, versagte die Königliche sttegierung dem! Antrags die Genehm:- greung.
UniverfitSts.Nachrrchten.
H -e l m st e d t 11. !Mm. (WTB. Nichtamtlich.) Heut^ fand kster die Einweihung der „den t f ch-a kade m i 1 chen Bch r s ck' unter großen Foierlichleiten statt. U. a. wohnten ser Herzog und die Herzogin von Braunschweig dem Festatt in dev Aula der ehemaligen Universität bei. Raich?tcgsabgeo-rixiater Tr. Böttcher begrüßte die zahlreichen Gäste. Nachdem die Verlrtter der Behörden diesem ersten großen Wohlsahrtsmtternehmen ihre Glückwünsche dargebracht hatten, hielt der Halle:her Universitäls^ Professor Tr. Kern die Festrede Wer die Grurrolagen des Stttr-en- terttvesens im griechisch«: Altertum. Nach der Feier besichtigten die Ehrengäste die neue Burse. Es wird den hier untergebrachwn Aka- dennöeri: icicht nur Pflege tmd Erholung, sonderm auch w fonschüt- lrcher U:tterrickst geboten. Die Professoren der benackchMten ntt.i- versitäten werden hier für die 5lriegsverletzt«: Studi«:l!r^se ab- halten. Dannt bekommt die eh«nalige, von Napoleon geschlossene, Üniversttät Helmstedt wieder ein«: atademischon Charakter. Sie wird ganz den neuen Typus des akademischen Daseins darstelken, sie wird nicht nur der geistigen Fückoerirng, sondern auch durch den ttrieg der sozialen Hff'fe dienen.
Tkunkt nnb rVzssensehatt.
— Aus st ellnng Deutsche Kunst Darmstadt 1918.. Wie bereits mttcnttcilt, wird die diesjährige Kunstausstellung Tarm- stadt 1918 am Psingstsamstag den 18. Mai ihre Pforten öffnen. Mit Rücksicht auf den Ernst, der Zeit wird von einer besonderen Feier abgesehen lrcrben. Tie Eröffnnna wird sich ledige lich auf einen einfach«: R^radgang geladener Güfke beschränken, an dem auch der Großherzog seine Teilnahme zugesagt hat.
— Ter „U rsaust" auf der Bühne. Aus Frankfurt am Main schreibt nran uns: Mit einen: in rausck-cndom Beifall gefeierten. Erfolg ivard das mutig angefaßte Beginnen des Frankfurter Schauspielhauses gekrönt, GoetlMs „Faust in ursprünglicher G e st a 1 ¥', unc er rwu Trick) Schmidt (1887) in einer Abschrift, die Luise von Göchhausen besorgt hatte, anf- geffmden wurde, auf der Bühne zu starker Wirkung zu bringLN. Das fragmewarisch.' Jlugendiverk des Dichters, das 1774 in unserer Stadt entstn:u>, enthüllte in einer bis in die letzten Einzel hüten crirsgesckstifseuen Vorstellung feine ganze Schte:l'«t. Cfecrolrutcnbanf Geh. Rat Dr. Zeiß, der die Regie Leibst führte, hatte es darauf abgesehen, durch eure bewußt-straffe Stilb' sierrmg der Instztenterirug, die sich im wesentlichen aus die B«> nendung farbigrr, mehr oder ^veniger stark belenck,'steter, lose herabfallender oder gesoannter Vorhänge lvschrantte, die Aufmerksamkeit des BubliÄrms ganz yzx Dichttmg selbst zu ge- wiwttm und so joden Anlaß zu Gegenüberstellungen von „Ur- ü'ttst" und „der Tragödie «item Teil" der später :x>llendeten grv- ßeu Fausffchiöpfüng zu v^ermeiden. Ties Bestreben tvurde d".rrch die in allen Teilen wohlgÄn:rgene und vor allem im^.GrelckMr"- Drama tief erschü.tornj>en Aufführung voll geveckstfertigt und^warb von vollem 'Erfolg gekrönt. Car! Ebert verköttierte eir>e*u Faust voll glühender Leidenschaft und doch auch von innerer Not zerrissen. Gerda Müller war eine Margarete von stärkster Innerlichkeit. Idoberr Tanbe meisterte den Mephistopl-eles sickier. Aber auch die.„Rebensigitten", mit besten Kräften besetzt, bestanden mit vollen Ehren. Mit den Mittoirkenden wurde Geh. Rat Tr. Zeiß stürmisch gefeiert. Es war ein Abend, der Goethes, des größten Sohnes dieser Stadt, würdig loar.
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