Einzelbild herunterladen

Da» Ende der französischen Fremdenlegion.

Berlin, 10.Mai. (WTB.) Tie französische Fremden­legion existiert, praktisch genommen nicht mehr. Tie wenigen U tbrttebertben, die bei dem UeberraschungScrngrisf bei Hangard den: iHeuffcszi der Meschi' - .»::*:+zc c/.r::. "'sv, fi*is 'n touschce -Äe- fiaNgeinchast. Sie erzählen das tragische Kamnck von der rÜcksdh.', kosen Ausvpsenmg der in der Legion käurpfenden Neutralen. Aus den iin Frieden in Eüri--Mbas mrd Saida garnisonierendm» LÄden. Frttnden-Reg im entern wurden durch lautes Rühren der Werbetrommel unter Italienern, Spaniern und Slawen im Ok tvoer 1914 drei M or sch regln reute r gebildet, zu denen als viertes Regiment die Garibaldiner traten. Dieses wurde als erstes ig«0lt«'iert. Mi sckinetn: erst«: Einsatz in den Argonnen erlitt es derartige Verluste, düst es aingelöst wurde und als selbständige FokNKrtivn aus der französischen Armee aussrhiod. ^ Die llbrigen fronten RegiUtenttr ereilte ihr Schicksal im Frühling 1915 bei Souchez. Tie Verluste waren derart, daß die Regimenter im Laufe des Sommers zusamnnnmelogt Werda: mußtar. Aus drei Regi meutern m je vier Bataillonen winden zlto Regimenter, das eine zu zwa, das andere zu drei Bataillonen ausgestellt. .Kaum waren die beiden Mkberen Regimenter einigermaßen reorganisiert, so tvur- dm sie im September 1915 aufs neue in den. Kaurpf geworfen und zivar tv-iederum an der blutigsten Stelle in der Champagne - Ter rücksichtslose Einsatz dezimierte die beiden Regimenter tviederum derart, das; sie zusamstwn mit den Nester des Garibaldi-Regimen­tes zu einem 'einzigen Frantorregiment zusammen gezogen rverden mölßten. Dieses letzte Frenrdenregiment wurde am 26. April nach Völlig Ungenügender Artillerievorbereitung gegen die deutschen Stellungerr bei Hangard vorgelretzt. Tie Gefangenen sagten aus daß sie zusammen Mttt derr gleichzeitig angreisenden algerischeil und lmprokkanischen Schlitzen des 7. Tirailleurregimentes in ein der artig mörderisches Maschinengewehrieuer gerneteu, daß der Angriff unter schweren Verlusten zusammenbrach. Tie Gefangenen erklär- tm, sich keines, ähnlicheil wirff-amer: Feuers erinnern zu können. Rach ihrer Au fickst hat die Fremtzerilegion a n s g e h ö r t zu e x i - stieren. Trotzdnn bisher nach ;eder Offmsive Ersatz aus Algier und Donking nach Saloniki gesandt wurde und sich die französische Regienrng die größte Mühe gab, durch Verleihung von Anszcicy- tnungen an das Fremdenregiment eine Legion d'henmeuer zu bilden,, ist der Zufluß an Freiwilliger: immer spärlicher geworden und heute seien die Depots leer. Eine tiefe Erbitterung herrscht unter den Gefangenen. Mehr als .55 000 Mann hat die Legion durch Tod oder ^Verstümmelung verloren und ihre Bostrnrmrmg, die einer trorrpe a saerisier, wahrgeinacht.

Gnatemala.

Berlin, 10. Mai. (MTV.) Die spanische Negierung hat dem Auswärtigen Amt mitgeteilt, daß die Negierung van Guatemala nach dem Dekret vom 30. April sich dem Kriegszustände, wie er zwischen den Vereinigten Staaten und der deutschen Negierung bestehe, anschlicße.

Der Diktator der Nkrattre.

Rotterdam, 11. Mai. siL. 2t) Eine Reuterdepesche be­richtet ans Moskau: Ter Diktator der Ukraine, Skvropadsk: ist ein Feind der Boss ch.e w i k i. Bei seinem Amtsantritt erklärte .er, daß die Ukraine ihre Rettung den Mittelmächten verdanke. Früher sckpn soll er bei dem Ausbruch der russischen Revolution aus der Armee ausgesch'eden sein und gesagt haben, daß T e u t s ck'i land u n b e s i i? g b a r sei.

Lloyd Georges Verteidigung im Lrtterhause.

London, 9. Ddri. (WTB.) Bor dem gedrängt vollen Unterhaus? begründete gestern nachmittag As g uit h seinen Antrag auf Einsetzung einer Sonderbommission zur Untersuchung der in bem. Bericht des Generals M a n r i c e cnthalterreir Angaben. Xie «Logen der (üesandtsckmft«: und der Lords und die Tribüne waren dicht besetzt. Asguith sagte, es scheine ein großes Miß:>er- stänonis zu bestehen über eine wirklich sehr einfache Sache. Sem Antrag sei keineslvegs ein Mißtranensvotrun gegen die Regierrmg jund auch nicht als solches beabsichtigt. Wenn er es für seine Pflicht Igefalten hätte, ein Mißtrauensvotum vorzuschlagen. so lyätte et Ach den Mut und die Ansrichtigkeit gehabt, dies in unzweideutiger ®eue zu sagen. Er habe kein Verlangen nach Rogie­rn n gs sorgen. Ueto to: Brief Mainriccs saMe Asouitb: M-aurwe Muß doch gewußt haben, daß er sich ernstlich gegen bte V.stschvl'i n tvj Königs verge.be nnd daß er fciitd ganze Zuttmft puicl ,ctzte. Asquitb erklärte sich gegen die vorgeschlagen'c' Untersuchung durch zwei Rechter, die doch machtlos sein dürsten, wmn man uyr.m nlcht die gesetzliche Befugnis anerkenne. Er meinte, daß ecne unparteiliche Kommissim: von fünf Unterhansmitgliedern würde m ^ ^ drei Tagen zu einem Eittsckstnß kommen

d^.ch Asguith ergriff Lloyd Ge or ge das Wort und erklärte, vrn lautem Beifall empsangen, Maurice habe, nachdem er von dem jjX )den er zwei Jahre lang bekleidet habe, zurückgetreten ser, die von den Ministern abgegebenen Erklärungen angeziveifelt. Jfl £ 8 bncht getan, als er uickst nur Zutritt zur amt­lichen Informatton, sondern zu den Mini'bmnl selbst hatte. Lloyc> George fragte, ob es nicht Mauricens Sack)e getlvsen sei, wenn er-, vre AngesegeNhelt für so wichtig gehalten fyily;, daß er Die Tunstvonchr-sten brcchxn mußte, zuerst znm Kabinett oder zu emcm Augeickmldrgten zu gelten, ihn ans den Irrtum auftnerksatn zu machen ^ und um eme Richtigstellung zu ersuchen. Davon ist Er sticht rm germg-sten die Rede gewesen, bis er, Lloyd George den Brus rn der Zer tun g gefunden habe.Ich erkläre dies für n stÜ N dl g, rtef Lloyd George unter lautem Beifall aus. .Ummee hat auch feinen unmittelbaren Vorgesetzten, dem Staatssekretär und dem Chef des Generalstabs, keinerlei Vor­stellungen gemacht." Er, Lloyd George, schlug vor, die volle »onsguelle, aus der er und Bonar Law ihre Angaben geschöpft hatten, mitzuteilen, lntb forderte das Haus auf, sein Urteil a^ngeben, und zwar heute noch (Beifall.) Sie beide feie* b - a J ] r bi r Erklärmrgen Mamnces von einem uupartelischeu Gerichtshof geprüft würden. Diesem Gerichtshof wurde eme Mienge wirklich vertrauenswürdiger Informationen, E absolut kernen Zweifel an der Wahr-Mstigkeit der ministeriellen 5?tt0 laftot, zur Verfügung l-aben. Lloyd George selbst lange vorher entschiedent M)'-' oan, ern Sonderausschuß aus dem Hause nicht der beste Gc-

Tatsachen sei, wenn die Leidens 'Mb. Asglltth selbst habe sich mit Recht gegen eine* solchen Avsichnß zur Ilnterluchung der Mesopotamien-Arrgelegen- f^&SS^r ?re Richter wären gewohnt, die Tatsachen zu m.*%£? cm £?*! W satten: aber die seit Dienstag be- durch die Presse habe cs klar ge- mach daß kmc. ^Entscheidung irgendeines, geheimen Gerichtslwfes M ?^ommen wertst würde, wesl-alb sich die Regierung cnttchlosleu

L-sf^Lk-i°LL >U ^ bm und die

or $$ j! tft «JP ITt '7 suhr Lloyd George fort,zur Prüfung der Angaben von Maurice schrntm. Was den Vergleich der englischen 'Ulte am .1. Jammr 1917 mit denjenigen am 1. Aannar ü 1 ® delttt.t, ,o sagte rch, die Gefechtsstärke der Armee habe zu- genom men. Maurice erklärt, ?ic habe abgenommen. Tic Ziffern die ich angab, waren den amtlichen Berichten des Kricgsamtcs ent-

MTL iTr ^lb'u unrickstig warm, so ist Ls verantwortlich wie Köer andere. Aber fte waren mcht ungenau: ich habe mrcki- geforscht. nnd es FjeTfplVf Kirrrflrt^fS foirt i. . -« r . v . r

ficm

-u

hcmdcn rjar

Rede von Maurices Abteilung kam und von seinem Vertreter gezeichnet war. Es lautet:Aus beifolgendem Bericht ist ersicht­lich, daß die Gefeckstsstärke der britischen Armee am 1. Januar 1918 größer war als am 1. Januar 1917." sLauter Beifall.) Ich komme jetzt zi> Mmiri^ Ve"gleich de,- feindlichen unv der ver- Die ge,amten Ziffern kamen von Maurice.

^ Die Angaben über die Divisionen in Mesopotamien und Aegypten wurdeir im Kriegskabinm in Gegemrwrt Maurices gemacht, der * dabei nichts berichtigte.

Ueber die A u s d e h n u n g der Front sagte Lloyd George: Es ist zutrefseird, daß Maurice in Versailles war. Abev die Folgermlg. daß er au der Beratung über die Ausdehnung der Front teilgenommen habe, ist nicht richtig; er war nickst dort, er war in dem Teil des' Gebäudes, aber nicht im Beratungszincmer. Tie Ausdehnung von Gvughs Front, auf die besorwers angespielt wird, ttmrde im Kriegsrat voN Versailles nienlais erörtert. Dar­über fand eine Verständigung zwischen Haig und PotaiN statt; sie war eine vollendete Tatsache, bevor der Kriegsrat überhaupt zusammentrat. Demeutspceck>enö erstattete Haig denc Kriegsrat seinen Berickst. ES bestand der Wunsch nach einer weiteren AnS- dchrnnrg der Front, aber nickst ein einziger Mivber Frmrt tourdv als Ergebnis der Versailler Konferenz übernommen. Es ist kein wahres Wort an der Behauptu'.cg, daß die Ausdehnung von Gmmhs Front auf Anordnung des Kriegskabinetts im Gegensatz zu Haig und Robertson erfolgt sei.

Vlohd George fuhr fort: Si? wurde infolge des großen Druckes der französischen Regi emitg und des fran­zösischen Heeres ausgesührt, um die Beurlaubung von Leuten für 6k Landlvirtschaft zu ermöglichen, die unbedingt nottoendig ge­worden ist. Tas Kabinett nahm inr Prinzip an, die Ausdehnung svltte den beiden Oberbomnmndiercnden überlassen bleiben. Tie Ausdehnung der Front wurde zuerst von den französischest Vec- tretenr auf der Konferenz in Botckogne zur Sprache gebracht. Tann kam der Zwischenfall von Cambrai nnd das italie­nische Unglück, das die Wegsendung englifrf>er Truppen mich Italien notwendig mackste nnd die Ausdehnung der Front eine Zcitlang erschwerte. Schließlicktz regte C l e m c n c e a u an, daß die Frage druch die militärischen Vertreter geprüft toerde nnd im Falle von Meinungsverschiodenl-eiten der Versailler Rat entscheiden stillte. Tie militärischen Vertreter schlugen ein Kompromiß zwi- sckstn den MglisckM und fvanzösisck)en ylnsichten vor, die Sache sollte auf der Versailler Beratung am 1. Febrimr erörtert werden. Noch vorher eiiligtcn sich Pätain und Haig darüber, daß die F r o n t b i s Darissi e aus gedehnt werden sollte. Eure weitere Ausdeh- mrng hat nicht stattgefnTchen. Tie wirkliche Lehre aus den ganzen Erörterungen über diese Erweiterung der Frmtt ist die Wichtigkcckt der Einheitlichkeit des Oberbefehls und ich b-in froh, daß tvir die endlich^ haben.

Ticks ist das Tadelsvvtum gegen die Regierung. Und wenn es so durchgeht, so können nur unmöglich nuftre militärischnl Opera- tt>men sortseheir. Die Einigkeit der Ration ist bedroht und die Ernigkeit der Armee ist bedroht. Wir müßten uns damit abgeb-en, sie 9lktcn, Notizen, Briefe und Unterredungen aus den letzten 12 Monaten durckziischnü scln, und das in diesem Augenblick! lZauter Bei,oll.) Ich bin gerade von Frankreich zurückgekommen. Ick) habe ckcnige Generale besucht ^nnd sie sagten mir, w i e d i e T e n t s ch e n jetzt schweigend vielleicht den größten Schlag des Krieges vorbereiten. Ich bitte im Namen unseres Vater­landes, diesen Schicksal heute Und in den nächsten Wocknen in der Schwebte D, daß man diesen Angriffen ein Ende mache. (Lauter Beifall.)

Rach! weiterer Tckbatw imtt> der Antrag Asguitb mit 293 ^ttmmen gegen 109 Stinmden abge!el/nt.

Tie Mehrlstük der Arbeiter Partei stimmte für die Regierung.

L^aa g, 10. Mai. DemN. Cour." wird aus London tele­graphiert, daß die meisten Parlamentsmitglieder den Ursprung der ! Krisis in einer ericsien Uneinigkeit zwischen der Regierring und dem Genparlstab erbliMN. Das Unterhaus unterstützt die Politik der UÄerordmrng der bürgerlichen Gewalt über die militärische

Foch nnd Harg.

Genf, 11. Mai. Die Fachs 5)MUstguartier entstmirmenden Sontzecderichte betonen, daß die Beziehungen zwischen Foch und Haig «ungetrübt seien.

Eine Friedenörede Lord Lan»downe».

A m| c

meldet ans

erb am, 10. Mai. (WTB.)Algemeen Hcmdelsblad" London: Am Mittwoch hielt Lord LansdowNe im Oberhaus wäl/rend der Fanedensdebatte eine Rede, in der er mit Nachdnick betonte, daß der dmch Verhandlungen erzielte, Friede der einzige Wog wäre, um den tivriog ehrenvoll und, sicher zu Ende zu bringen. Tie einzige Alternative wäre sonst ein, knockout blvw. Niemand aber kötme vorher sagert, wann, wem, loo 'Mld um welchen Preis dieser Sckstag zugefü-gt würde. Lansdowne tvies die Idee eines anders aeschlossenen Friedens zitrück nnd pro­testierte dagegen, daß Unterhändler im Geiste dieser Polittk ver- schcucht Würben, ehe sie rroch Gelegen1)eit hätten, Uyte Dedingimgetst zu n eirn en.

. nwi anoere. Aver Ne waren mcht ungenau: ich habe nacki- f. rf V ^ Wteftt birt4a«a fsin StOTiht bariücr, bftü eins

r, k »-ack<r,che flunojm;- M Mmmschaftsbeilandrs in Armee iben'luftt ' tm Clt!? 8U bfm Stand Anfang 1917 vor-

ilTO'^WW fu®r fort: Xic Zunabme be-J Mannsckmftsbsstan- M bez Armeen war 1918 im B-rgletch «ti 1917 in Kr ganten 1 9tw - ab» in ovwfwtf, Nder den Durchschnitt gritz. Wenn <" echls tärke svricht, so macht er ern-n Unterschied Vi.ru u-ld st ichttäntpfern. Ich will fofnrt

lt groß, aber Maurice vo!n

zwischen Kämpicrn unv biichttSmyfeni. Ich »pill sofort bemerken dan ich mrt dreier Umerscheivultg nicht emverstairden bin. Aber ^chrptstück vorlesen, das nemr Tage nach meiner

ich will ein

mb. Deutscher Reichstag.

169. Sitzung, Freitag, den 10. Mai. 2 Uhr.

Anfragen.

Abg. G u n ß e r (F. Bp.) fordert ausreichende Versorgung d r Hotels und Gaskwirtscknsteir mit Lebeicsmitteln.

Untcrstaatssekretär Tr. Müller: Die Ansprüche nrüsstm ans ein bescheidenes Maß herabgesetzt iverden. Aus den Mengen, die flir die Bevölkerung bestimmt sind, dürfen nicht So'nderlksenmgcn für die Hotels und GastwirtsckMften crsvlgMt. Die Angelegen­heit wird innerhalb der einzelnen Bundesstaaten und .Kommnnal- verbände geregelt.

Abg. Tr. N e n m a n n - H o f e r (F. Bp.) weist darauf hin. daß sämtliche alkoholfreien Gettänke zu denErsatzlebensmitteln" gerechnet merbeit nub die Ersatzmittel stellen ihre Geschäftsgeheim­nisse offenbaren müssen.

Untcrstaatssekretür Tr. Müller: Von der Olettehmigungs- pflicht kann nicht abgesehen werden. Tie Ersatzmittelstetten und die Prüfuirgsstrtten sind Behörden, die -ur Wahrung deS Geschäfts­geheimnisses verpflichtet sind.

Abg. Tr. Stresemann (nl.) bedauert, daß es noch nickst gelungen ist, Listen über die in England befindlichen Zivil- internierlcn zu erlmlten.

Gelieimer Legationsrat vo n Kel l e r: In England ftttdet eine gnindgesetzliche Gleichstellung der deutschen Zivil ge fange neu mit den KriegsgsfaNgeiren statt. Tatsück,stich loeedcn die Zivilgefangencn in den regelmäßig itfrernntM'ten Listen nicht ausgesührt. Attßev- ton liegen uns aber Sonderlisten vor, so daß wir einigermaßen unterrichtet sind. TaS gilt leider nicht für die in Tentsch-Ost asrika fest genommenen Zivilpersonen. Mit aller Be stimmt l-cit wer­den: lster Auskünfte gefordert werden, ebenso über die in Samoa sest- genommenen Teutschon.

Abg. Tr. Müller- Meimirgm (F. Vp.) tveist auf die schvie- rige Notlage der im .HeereMenst befindlichen Aerzte hin, die zum großen Teil wir!s.ckttstlich stminiert sind.

Minist erialdirekior Dam mann: Der 9-otlage der Aerzte wird durch E'llsebnng vom Heeresdienst gesteuert. Bisher sind 00 °/o der Reklamationen berücksich rgt wordeir.

Alts eine Mfrage des Abg. Meerfeldt (Soz.) teilt .Haupt­mann Specht mit. daß eine ^Nassem^ergebuncs der Aufträge für Ersatztürklinken bispec nvih nicht erfolgt ist.

Dns WohttungSloesen.

Ter Dvhirimgsaussickituß legt einte Reihe von Maßrrähmen zur Bctoung der Wohnungsnot 'wr. Tas Reück,« sott 500 Mttttoncn Mark für Tarletot zur Borsümmg stelle, i. Die Artsführung unb bie Vermittlimgsarbeit für die künftige Wo hnnn gs Herste l l tmg sollen toi Gemeinden übertragen tmwden.

Abg. Jäger (Ztt.) chrdert die C^emeinden m tatkräftiger Mitarbeit auf. Sie sollen besvulderS für die Unterbrtngung kinder- reul-n: Familien sorgen.

?lbg. Göhre (Soz.): Gs selsteir Hy Millwnen KlcklnWoh­nungen. In Magdeburg ivnrden am 1. A.pril 109 Familien mit 409 Personen obdachlos. Mas wird grschehen, wenn die Truppen

heimkel-ren? Tie Kriogeich->inimneirdeweguiig hat Hvggrmcgen tu weckt, die erfüllt wertor,nässen.

Abg. Laser (natl.): Ich teile die Befürckchrng des Vorredners nicht. Ter Krieg hat uns läe Sckmssensfreudigkeit trickst genornMen,. Gewiß müssen die Gemeinden uitd die Ein-elstaaten arbeiten, aber ohrre eine (ttnanzielle Acilwituung des Reiches ist nichts zu erreichen.

Im Oster: hat es bisher an Kapital gefehlt.

Abg. Schees (F. Vpt.): Wir nnd gegen die Denrrtzimg vorr Kellerwohnungen als Notbeluls. Auch wir stehen der Kriegerherm- stättenbewegung wohltvolleno gegenüber, bitten aber, nicht allzu große .Hoffnungen zu ertoecken. Tic Gemeinden müssen sich schon jetzt Banlmrd verschaffen.

Abg. von Brockhausen (kons.): Tie Vorschläge des Atrs- schnsses werden, hoffentlich crnstirnmig angenommer: rverden. In« normalen Zeiten wäre die Wohruuigsfrage Sache der Eiuzelsdaatew liknd der Gemeintor. Wir smd aber damit einverstanden, daß daS Reich jetzt finanziell mithrlft. Bei der Gewäl/rung von ökftoru muß Vorsicht walken.

Staatssekretär Freiherr von Stein: Ich möchte davor war- knen, Hoffnungen zu erregen, die nicht erfüllt rverden können. Große Schtoietigkeiten bestehen, und wir werden mit Ausbiettrngj aller Kräfte arbeiten müssen. Das Reich tvird sich nickst auf Rat­schläge beschränken, sonder:: auch nach Kräften finanziell eingreifen. Natt'irlich müssen die Gemeinden uird Bundesstaaten auch das Ihrige tun. Tie gesamte Last ans das Reich abzuwälzen, ist un­möglich. Für die Äohnungsfürsorgc wird nach dem Kriege ein besonderer Apparat gebildet werden müssen.

Abg. M u m m (T. Fr.) fordert ein Reichsgesetz über das Heilstättenlvesen nnb Maßnahmen gegen die Bodenspekulation.

Abg. Wurm (II. Soz.): Tie Wohnungsnot ist eine Folge des kapitalistischeil Wittschaftsbetriebes.

Die Aussprache schließt. Sämtliche Anträge des Ausschusses werden einsttmmig angenommen.

Tas Haus vertagt sich. Samstag 2 Uhr: Marü^verwaltung.

Schluß Uhr.

Aus dem c-auptansschrch des Neichrtags.

Berlin, 10. Man (MTB.) Der Hauptausschuß des Reichstages beschloß in seiner heutigen Sitzung ^machst ent- spreck>end einem Anträge des Abg. Hauß (Elsässer), das Reichs-- wirtlchaftsamt um die Vorlage der die Liguidatton de Wendel betreftcnden Verträge zu ersuchen, bevor der nrdgültigel ^ Abschluß -wischen den Beteiligten erfolgt ist. Sodann tvurde tne birtraj die vertag:ge. Anssprache Über die Ostpolitik un1etbrock>enü Beratung des Umsatz ft euergesetzent Wurfes wieder auf-» gerwmmen u:ld beschloften. die prürzipiellen Fragen in allgemeiner Aussprack)e durckMrbcraten und darauf die einzelne:: Anträge ohne vorherige Abstimmung ennm zu bildenden Unterausschuß zu überweisen.

*

Regieruua und Branntwemmonopor.

Berlin, 10. Mai. Im Ausschuß des Reichstages zuv Vorbereitung des Branntweinmonopols gab Staats­sekretär Graf v. Roedern die Erklärung ab, daß die vev- bündeten Regierungen nicht in der Lage sein würden, sich an tot weitere:: Beratungen des Ausschusses zu beteiligen, ,uemt die au.h Ablehnung des Gesctzentwilrfos und Einscchung eures Unteraus-, sckmsses zur Lsusarbeitung eikws Verbrauck-abgabengesetzes abzielew- den Anträge angeumnmen würven.

Yer LeeMeg.

Neue A-Boot-Erfolgc.

Be-rlin, 10. Mai. (Aurtlich.) Neue U-B-ovterfolg« im MiItelmeer:-sechs Dampfer und ziwei Segler von zusammen über 25 000 BRT. Unter den versenkten Schiffen besartd shch der portugiesische bewaffnete DarnpferÄveirv^ (2209 BRT.) mit Ladurrg, Material und Pferden, sowie der englische TrartsportdanrpferWelberk Hall" (5643 BRD.) der anscheinend Munition geladen hatte und unmittelbar: nach dem Torpedotreffer unter gewaltigen Detonatione» sank.

Der Chef deS MmriralsbabeS der Marü«.

Der Kampf EirglandS um den Echtfftzraum.

London, ch. Mai. (Rertter. Die Admiralität meldet: Der Bau neuer Handels! ch i f f e lvährend deS ersten Viertel­jahres 1916 betrim 320 2d0 BRT. m: Vereinigte:: Kölüineich und 544 327 BRT. in alliierten und neutrale:: Lünderu. Tie Gesamtsumme für das Jahr. 1917 beträgt 1 470 312 BRT. Im i April 1918 snck) 1115o3 BRT. im Bereinigten Königreich in Tienst gestellt worden gegen 1.61 674 BRT. im März und 56 566 BRT. im Januar 1918. Tie Jahrestostellung für das am 30. April abgelsusene Jahr betrug instzäsamt 1 279 337 BRT. < mcd wies ein regelmäßiges und progressives Anwachsen gegen! das Vorjahr auf, in wAchem insgesamt 749 314 BRT. hergestellj i wnrto:. Ter Ertrag für April 4918 war 60 % höher als der für April 1917, ungeachtet des großen Anwachse::s der Zahl to? wi etohergeftellten und in den Timst zurltckgekehrten Schiffe.

*

N Msterdam, 10. Mai. Aus Hock van .Holland wird gemeldet, daß der gestern ausgefahrene englische G.e l c i t z u g, der aus vier Schiffen bestand, nach dem Neuen Waterii-eg rückkehrte. Man hörte auf der See fort­während Äeschützfeuer und es kreuzten den ganzen Tag Wasserflugzeuge längs der Küste.

Aus dem Reiche.

v. Knhlmann in Berlin.

Berlin, 10. Mai. (WM.) StaatSfeki^tär v. Kühr- mann ist heute vovnnttag auf dem Anhalter BahnhHf eingetroffen. Zu seinem Einpfang ivaren der R e i ch s k a n fr ler und die Staatssekretäre der übrigeir Reichsämter er * schieenen. i

Eine Erklärurm des Vorsitzenden der Zentrumsfraktion.

Der l in, 11. M ai. Vom Vorsitzenden toZentrumsfrak- tion des Recchstages geht :ms folgende Mitteilung zur Bcröffendi lickstmg zu: Ueber die Ncittrvochsitzung des Hanshalksausschusses des' Reick)stages sind eine Reihe nnzMresfender Mitteilungen in dev Presse veröffentlicht wordon. Falsch ist, daß ein Anttag Erz--« berger eingebracht wurde oder daß er für das Plenum in A,^-- siebt aestellt wvrdei: sei ttutresfenb ist nui-, daß im Laufe der Ev-

to Oslsragen mt®

sicht gestellt wvrto: sei. Zutreffend ist nur, d örter:mgen Richtlinicin für die Behandlung , . _

Redner des Zentrums genannt worden sind, daß sie sich abest nicht zu einem Antrag verdichteten. Mlc arrderen Rteldmrgen sind ebeusv falsch, wir die Tarstrllnngru. daß es sich um einest stoß gegen Hertling" oder gegen oie Oberste .Heeresleitung ge- bimdelt habe. Tie ZeittrnmSsraktüm m:d keines ihrer Mitglieder? ist so töricht, den politischen Gegnern diesen Gefallen zu erweisen.. Tie Männer der Regienrng, die ioesenttich durch das Vcrtraueiq der Zerttnnnspartet imterstützt.in ihr Amt kamen, haben nach wie vor das volle Vertrauen to Partei.

i. Köln 11. Mai., Die westdeutschen Zentrums^ blätter äußern sich wrtgesctzt in sehr scharfer Weise znm Vorstoß Erzbcrgers gege^: Herttmg. TieK ö l n. V o l ks z t g " erklärt:Nach den Ereignissen des letzten Jahres nnd nach der Stellung Ei-zbergerS zum Reichskanzler wer ein Posiköß di.'es Abgeo:dnetei: gegen den Reick>scan.zler zu erwarten " Das Zew> tnmEattEssener Volks z ei tun g" stellt die kategmckichc Frage. --Wer :st!ber ?rühver des Zentrums? Es liegt ebensowenig m vaterlaudischem Jnterrsw wre im Interesse der Zentrums. partÄ, daß es to: Anschein gewinnt, als gehe daS Zentriun un Vcrem mrt der Svzmldenwkratie daraus aus, der Regienma SckMerkgke:ttm zu bercntcn. Im Lande wünscht man dringerch daß SL¥S im, W lt ttlraswr Herkling eine starke Stütz! biexbt. DerMünstersche Anzeige^ erklätt: Erzbervai