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Oirßeyer Anzeiger Mmal-Anzslßer für Gberheffen)
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Mittwoch, \. Mai 19 $
yaveikstei» Lider das Ersednrs drr 8. Kriegsanleihe.
Bet litt 29. April. (WTB.) In her Sitzung be3 Zentral- anSsch'FftS ber Reichsbank vom 29. Apvcl führte der Reiä)s- bMttpräsident Dr. Häven stein yam Kriegsa! ileiheargebnis folgendes MkÄ;
Das bisl-erige Ergebnis der Anleihe ist — mit Ausschluß des Umtausches — nunmehr auf 14 766 247 100 Mark festgestellt, über Ity 4 Milliarden mehr, als die bisher größte, die sechste Kriegs- cmleihe. erbraäst hat, und die noch ausstehenden Feldzeichnungen, für ine die Zetchnungsfrist noch läuft, werden die Gesamtsumme der vollen 15. Milliarde noch weiter annähern. Noch mehr als die früheren ist auch diese Anleihe wieder eine Anleihe des ganzen Volles geworden. Bei allen iGruppen d-er Vernttttlungsstellen weisen die Zeichnungen das gleich günstige, gegen die früheren Anleihen
stark erhöhte Ergebnis auf. Besonders erfreulich ist, daß auch Spc
diesmal lvieder Sparkassen und Geitosseuschaften ente besonders storcke Steigerung »gegen die letzten beiden Anleihen gebracht haben. CS sind gezeichnet rvorden: bei der Reichsbank 811029 100 SJlatt, bei Banken und Bmittns 8 205 769 '100 Mark, bei den Sparkassen 3 778 633 700 Mark, bei den KrÄütgenossen schäften 1 430 760 700 Mark, bei den Lebensvecsi.cl-eruugsgesellschaften 414790 900 Mark und bei den Postcm stallen 125 243 700 Mark.
Bon den bÄcher bewilligten 124 Milliarden Mark Kriegs-- krcdrtcn such damit 87 730 000 000 Mark in langfristigen Anleihen tonstüidiert, und ttl> habe keinen Zweifel, daß die sich immer starker entwickelnde Sparckixtft und Opferwilligkest des deutschen Volkes sich auch weiter gläu«end bewähren wird. Wühreud der ganzen Dauer des Krieges und bis in die allerjüugfte Zeit habe ich stets meiner Ueberz«»gung dahin Andruck gegeben:, daß Deutschland finanziell uiü) wirtschaftlich den Krieg jedenfalls länger Mdshcclten werde als
ftder seiner Feinde. Düsses arbeitsamste, gedankenreichste und
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organisattonÄfähigfte aller Völker, dieses von tiefstem Pflichtgefühl
Volk,dessen
^beseelte und von höchstem Staatsbelvußtsein getragene Spar- und Firran-kvast mit jedem Jaln des Krieges nur höher »nächst, wird die Lasten des Krieges, und seien fie noch so schwer, leichter träger und schneller wettmachen km men als irgendeiner seiner Gegner.
Zn dem gewalttgerr Erfolg der cdcl^tocu Kriegsanleihe hat neben dem Pflichtgefühl und der Opferwilligkeit unseres Vdlkes auch diesmal wieder die immer feiner ausgestaltete Werbearbeit «außerordentlich bevgetragen. In allen Schichten und Kreisen sind Lmnderttausendc freiwilliger Deller erslarideit, die die Werbe-, arbeit von,H«us zu Hftus. vver Dsrftm zu Persou trugen. Wieder haben alle BermiMwvgSstxlleir sich hvrgebend in den Dienst der Sache gestellt, hat die gesamte deutscl?? Presse, Schriftlei tungcüj und Verleger, haben Bühnen und Lächsspieltheater, die Verwal-> tn'.Lgsbelwrdcn in Stadt und Land und imj regsten Verein mit ihnen die Bertrauensmän: ^ d« ^ Werbearbeit unermüdlich und opferwillig cftfilhrt und tzunchzEdet. — Ihnen allen, die bei -dieser Werbearbeit ntttgelMfen, nwchte ich auch heute wieder warmen Dan? sagen.
Aber nicht nur in dem Zeichnungäergebuis überragt diese Anleihe alle früheren, sondern auch in her Gruße nnd Schnelligkeit der Vin-ahbWsesr, und das spricht cuu deutlichsten fttr die Stärke der deutschen lvtrtsch,aftliä>en Kraft und für die gesunde und girrte Berfassung des Geldmarktes. Am 27. d. M., dein ersten PslichtzahlirngÄtage, bis zu den 30 Poozsnt von den Zeichnungen, einyr^ahll werden sollten, warerr nicht weniger als 12 710 Million neu, d. i. 86.07 Pvo-ent des gesäurten Zeichaurrgsergebuis ses — ftüfltnt 80,27 Pvosent bei der siebenten .und 76,40 Prozent bei der sechster Anleihe — tatsüäiilich bereits emgezahlt.. Für das Wachsen der deictsllsen Spcrrkrxfft ist es bezeichnen^, daß auf die Hilfe der DarlehnMrsseu für Krmgsanleihezroecke immer weniger zurück-, ttogrtficn wird. Für die achte Anleihe imcrdcm bis zürn 23. Aw.il rrnr 56 Millionen Mark Darleherr entmnnman, d. h. nock- nicht Vr Pwzent der bis dahin «ngezahlten 12 210 Millionen. Für alle acht KriegÄrnlecheii laufen bei den DarlehnsKassen nur noch 762 Millionen Mark, d. h. nur 0,9 Prozent aller Einzahlung l. auf die Anleihe n.
Aus 3kabt «nd €cm&.
Gietzen. den 1 . Mai 1916 .
Mai!
Der Mai ist »r«ver da! Wdrm auch noch zum lieber^ g«rng vom unfreundlichen, nassen April ein frischer Wind, ler frösteln macht, über die Felder streicht, ttx'int auch noch hie und da düstere, schwere Wolken das Blaue des Himmels verlagert imd
dicke Tropfen an die Scheiben klatschen, so ändert das doch nichts daran, das: der Mai wieder kcmrmt, daß mit ihm die warme Sonne wieder voll ihre belebeirden Strahlen spielen läßt nnd daß die
:r*u-vw. |iu;i uu. .yruiiufju.
Ter Winter ist überstanden, der Borftühling hat f>te Menschen ahnen lassen, was mit dem Wiedererwachrn der Matur kommen »mrd, und .mm fichtüttet der Mai, der Lenz- und Wonnemonat, sein reiches Füllhorn über die Natur aus. llnzählige Vollsgevräuche find mit dent Maimonat verbunden. Durch alle Sprachen nnd Länder des europäischen Kontinents, in Vers und Lied ivird der Mai-gefeiert. Für Gießen als Musen fürdt denke man nur an dre Mmkneipen der Studenten, den Salanmnder beim Fackelschein unr Mitternacht mit dem gemeinsamen Gesänge des Liedes „Der Mai ist gekommen". Adan erinnere sich auch der Dichter, die die 'Lchonhertan dieses LerrMonats besangen: Heilte, Anastasius Grün, Lchessel, Richter, Dickens usw. Selbst Darrte fand schon in seiner „Göttllch'en Komödie" die herrlichen Worte:
Wie hold der Mai in lauen Lüsten naht,
Als Herold der erwachten Morgen helle,
Mft Blumerrdüfterl sä-rwängench jeden Pfad.
Im .Kindermund lebt der Mdnat in allerlei Reimen, und der Bauersmann hat seine Bauernregeln. So sagt man u. a.: Cs ist dem. Mai so gut, er schneit dem Schgjser ans den Hut: Wenn im Mar t>ic Bienen schwärmen, toun der.Bauer vor Freuden lärmen; Kühler Mai gibt guten Wern urH vieles Heu; Aus nassen Mcri Kommt Irvckner Juni herbei; Marregeir aus die Saaten, dann regnet's Dukaten; usw
Cs gibt wohl kaum einen Monat im Jahr, mit dem sich T«ytung, Vollsaberglarrbe. Vvlkssitten rrnd -Gebräuche so xikr- gehend beschäftigten »oie mit dem Mai. So uxn es nnd wird es bleiben-tvoß bn lastenden Zeit, trotz Krisen, dem Wechsel A-vischen -vo) nnd Leben »rnd dem dlustaucheir neuer Ger»erationen. Cs gibt aber nur einen ?Nai im Jahr,, und »oie l-evllich er sein kann, davon wird sich jeder überzarigen, der mit hellen Augen nnd mit Freude am Schönen, ohne grämliche Verbitterung in die Natur schaut. Tie alte Redensart „Den .Mri muß man nehmen wie er Kommt, und >uen,l er zu,Meihn-nchjberl käme" hat stets Geltung, denn nochmals — es gibt mir einen Mai im Jahre. —m.
** Aus^eichnurrg. Untevosfizün: Karl Euler von hier erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Im Besitze der
Hessischen Tapferkeitsmedaille ist er bereits.
** Dieb stähle. In letzter Zeit sind in hiesiger Stadt folgende Diebstähle vorgekommen: Am 29. d. M'. wurden
aus einem Keller iu der Landgrasenstraße 6 bis 8 Dosen kondensierte Milch, ein Topf eingekochte Butter und eine Flasche Grva, in der Nacht zum 29. April 1918 an dein hiesigen Bahnhof ein Fahrrad Marke „Atlright" mit der Fabmknummer 292 250 nnd der Polizeinumnrer blaues 0 605, und tu der verflossenen Nacht ein Geldbetrag von 285,40 Mark enttvendec Sachdienliche Mitteilungen rnmmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
** Achtet aus deu Raps g lauzkäfer! Bei seinem Mosieuauftreten bildet das kleine Käserchen in seinen grünlichem Metallglanz> eine große ^Gefahr für unseren Raps. Der .Mer zernagt die ^noch geschlojjenen, wie auch die schon geöffinters Mikterl, u>nd das Weibchen! legt seine Eier emzetn an die Kiwspen nnd schiebt sie unt der Spitze des 5sinterleibes bis an den Fc u äst knoten hinein. Die aus dem Ei nach etioa einer Woche ausgehenden Larven zerstören dann die ganze Mitte oder Scl)ote: nackidem sie sich im Aumverpnppt l-aben, er'äMNt darm im Juli die zweite Generatton. die yaSa dann den 'Sommer über aus vielst Pflanzenarten schädlich bemerkbar macht. Ein wirkßnnLs Einschreiten gegen den Schädling ist schtver. Der Latrdtmrt sielst den lierrlichen, gellen, duftenden Blüttisfl-or seines Rrwsfeldes da Hinschi oinden und Kann nur tvenig dagegen tun. Spritzmittel find nicht gut amocndbar (Sn Abfangen der Käfer ist auch nicht gut angängig. Man hat schon den Versuch geniackst imd auch dcrniit Erfolg gehabt, daß Knaben ant Vormittage und ge^err Mxmd die blühenden Pflanzenreichen von der Seite her in cm imtergohkllenes nafte Netz abschüttekten unds sv ttne große Menge der Kcher einfingen. Wenn du- Schaden zu groß ist, ist es am ratsamsten, die^ Stengel zu verfüttern und den Acker mit Tickivurz oder Herbstgencüse von neuem zu bestellen.
Mmtlicher Teis»
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Nr. M. 1400/4. ia K. R. K,
betreffend Veschlagnahme und SestandZ- erhebung von Gehäusen und Gehäuse- teilen von Aontrol!-, Negiftrie?- und Lchreiblaßen.
Vom Mai W8.
N chstehende Bekonntmacluing wird auf Ersuchen des Königlich Preußisck-en Krrvgsminifteriums hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht tnit dein BMiierKen, daß, soweit nicht nach den allgemeinen! 'Strafgesetzen höhere Strasan verwirkt sind, jede 'Zuwiderhandlung gegen die Beschlag nähme Vorschriften nach §6*) der Bekanntmachung über die Sick-nsttllimrg vv:i Kriegsbedarf in der Fassung vom 26. April 1917 (ReichisÄesetzbl. S. 376) und vom 17. Januar 1918 (Reichs-GesetzA. S. 37) jede Zuwidcchan.dltmg gegen die Näelde- pflicht nach §ö**) der Bekanntmachung über Austtmftspflich. vom .12. Juli 1917 (Reichs-Gesttzbl. S. 601) bestraft wird. Auch kann der Betrieb des Handelsgewerbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernhaltung uuz<tverlässiger Personen vom Haridel vom 23. Sep- Lmber 1915 (Reichs^j-esetzbl. S. 603) unüersagl wett.«:.
und Schreibkassen. Die Gegenstände fallen auch dann unter die BeLumtmachung, wenn sie mit ement Ueberzug (M-etall, Lack, Farbe) versehen, also z. B. vernickelt, brüniert, buonziert oder lackicitt sind.
8 2.
Von der Bekanntmachung betroffene Personen. Betriebe usw, Von der BeKarmtmochimg werden betroffen: alle Bescher (natürliche und juristische Personen einschtteß- lich öffeullich-rechtlicher Körf^rsäzaften und Berbände)*) der im §1 dieser Betau ntiu-ichung bezeichneten Gegenstände.
8 3.
Beschlagnahme.
Alle von dieser BeKanutn«chnng bettofsenLU Gegenstände (§ 1) werden hiermit beschlagnahmt.
8 4.
§ 1 .
Von der Bekanntmachung betroffene Gegenstände.
Von der BekamrtmackMng werden betroffen; sämtliche ganz -oder teillverst aus Kupfer oder Kupferlegierung dMessrng. Rotguß, Tombak. Bronze) bestel)-ende:i fertigen Gehäuft und deren Einzelteile von Kon troll-, Registrier-
Mit Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldstrafe bis
^hu llrnsend Mark wird, sofern nicht nach den allgemeinen. -Ltvadgefttzen höhere Stvafen verwirkt sind, bestraft:
1. wer der Berpftichttmg, die enteigneten GeMtstände heraus- zugebeu oder sie auf Verlangen des Erwerbers zu überbringen oder zu Über,enden, zwoiderhurdrlr:
" einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite-
scyaM, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder rann, oder ein anderes Veiäußerungs- oder Erwerbs- gelchaft über ihn abschließt;
3. wer der Vcpflichttmg, die beschlagnahmten Gegenstände zu venoahren und pfleglich zu behandeln, zutviderhandelt; wer den erlassenen AnsMrungsbestimnnmgen zuwider- handelt.
**) Wer vorsätzlich die Auskunft, zu der er aus Grund dieser Bekarmtmackung verpflichtet ist, nicht iu der gesetzten Frist erteilt oder nnssolttlick) unrichtige pder unvollständige Angaben macht,
Wirkung der Beschlagnahme.
Dre Befchlagnahme hat die Wirkung, daß die Vornahme umt Veräudermigcu au den von ihr berührten Gegenständen verboten ist und vechtsgeschiLftliche Verfügungen über fie nichtig sind, sotveit sie nicht ausdrücklich aus Grund der folgenden Anordnungen ^oder etira weiter ergehender Au,ordmmgen erlaubt werden. Den rechts- geschiftlichen Versüg.mgen slei^n Verfügungen gleich, die im Wege der Zwan-gsbvllsereckung eder Arirstvollz-LtMig erfolgen.
Ti? Befugnis zum eiisstweiligen ordnungsmäßigen Gebrauch, der desch!agrahmte Gegenständ bl.ibt unberührt
stammten, zu welchen Zwecke sie versalzt ivurden und an wen sie gelangt sind.
Verleihung, Vernttettrng. Veräußerung der von der Bekanill- nmchmrg betroffenen Gegenstände ist nur mit Zusttnimung der
oder coer vorsätzlich die Eucficht iii die GesclMftsbriefe oder Geschäftsbücher oder die Besichttgung oder Untersuchung der Betriebs- einrici'ttmgen oder Räume weriveigert, oder wer vorsätzlich die vorgeschrieb>enen Lagerbücher einzurichten oder zu führen mtterläHt, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten rrnd mit Geldstrafe bis zu 10 000 Mark oder niit einer dieser Straftn bestraft, auch köilnen Vorräte, die verschwiegen worden sind, im Urteile als dem Staate verfallen erllärt werden, ohne Unterschied, ob sie dem Ajuskunftst- pflicktigen gehören oder nicht.
Wer fahrlässig die Amsklmft. zu der er aus Grund dieser Be- kaunttuachung verpslitchtet ist, nicket in der gesetzten Frist erteilt oder unrichtige oder unvollständige Angaben macht, oder wer fahrlässig die vorgeschriebercen Lagerbücher einzurichten oder- zu führen unterläßt, wird mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark l'estraft.
*) Demgemäß erstreckt sich die Beschlogrmhnw auch auf Gegen^ stände in kirMichein, ittfttschem, Kointnunalem, Reichs- oder Staatsbesitz.
Landkreis Gießen.
*_* Röthges, 30. V p il. Musketter Willi W inn, Inhaber des Eisernen Kreuzes, erhielt die 5scssische Tapi'crllitsmedoille.
** ,Wiescck, 30. Apr.l. Laudsturmmann Kreisstraßenwirt Kreiling erhielt die Hessische Tapftrkeitsmedaille. '
Kreis Schotten.
8 Hartmannshain, 30. Tlpril. Musketier Ludwig Luft starb dm Heldentod.
§ H e r ch e n h a i n, 30. April. Ersatzresecvist Heinr. Adolph siel im Westen.
** La u ba ch, 30. April. Leutnant und Komp.-Führer Ernst Bohn wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klafft ausgezeichnet. Starkerrlmra liuD Nheiniressen.
r Darmstadt, 30. Apttl. Das gestrige 5. Konzert der H o s m u s i k unter der Leitung vorr Fäft v. Weingartner brackste zum Vorttag: Die 4. Siiffonie in G-Dur von Gustav Mahler (Gesangspartte Frau Schelper), das Klavierkonzert in D-Moll von Bra hms (anc Klavier Frau Frieda Kwast-H odapp aus Wien) und „Der Veirusberg" von Richard Wagner, eine nachkompouieNe Szene zu Tcnmhäuser. Weingartner, der nach mehrrnonottger Abwesenheit zum ersten Male w'ieder am Drri- gentenpult erschien, wurde mit begeisterter Herzlichkeft begrüßt und durch zahlreiche Hervorrufe gefeiert.
Hessen-Nassaü.
X. Kassel, 30. April. Dem Kommimallarrdtage des Regierungsbezirks Kassel ist eilte Vorlage des Landesairsschusses ülftr die Errichttmg einer gemeinschastlickjen Lebensversicherungsanftalt des BezirksverbandeS für den Negierungsb^irk ^ Kassel und des Bezirks Verbandes für dcn Recrierungsbezirk Wiesbaden mrter dem Namen , & essen-N assaui s che Lebe ns Versicherungsanstalt" zuoegs argen. Das Geschästsgebiet soll sich auf die Provinz .Hesftn-Massau und das Fürsterttum Waldeck ersttecken, die Tüttgkeit am 1. Oktober 1918 beginnen. In der Begrurtdung der Vorlage wird auch darauf k)(.ngewkesfen, daß nach den eingeleiteten Verhandlungen der 5) in zu tritt der drei Provinzen des Gro ß herz oÄtums Hessen als weitere Strftungskörperschaft nicht ausgeschlossen erscheint.
I Darm stad t, 1. Mai. Die Strafkammer verwarf die Berufung einer 15jährigen Fabrikarbeiterin in Offenbach, dke vom dorttgen Schöffengericht tvegen Diebstahls zu 2 Wochen Gefängnis verurteilt worden war. — Eine andere Jttgendlrche cmtz Groß-Steinheim, wegen Diebstahls rechtskräftig verurteilt, Heck vor dem Sck-öffengericht ausgesagt, daß sie einen Teil der Beute ihrer Schwester gegeben habe. Jetzt widerruft sie diese Aussage, imd die Schwester, eine 22jährige Fron Rhein, die in erster Fnstorrz wegen L)ehlerei verurteilt war, mußte nunmehr trotz starker Ver- dachtgründe freigesprochen werden. — Der HÄnngt begr«Äytc 18jährige Gärtner Nikolaus Blickhahn von Urberach stahl vor seiner Musterung einen Geldbetrag von 169 Mk.; er konnte ihm bis aus 20 Mk. wieder abgenommen werden. Urteil: 9 Monate Gefängnis. — Der 64jahrige Hans Matth. Bergmann autz Hausen wtcrde wegen Schleichhandels mit Lebensmitteln vom Schössertgericht zu 3 Wochen' Gefängnis verurteilt. (& behauptet, er habe die bei ihm gefundenen Lebenswittel Vorräte ftkt den eigenen Bedarf gekauft und erzielte Freisprechung. — Wege» W ä s ch e di e b st a h l s aus eiucm verschlvsseuen Garten erhält die Ehefrmt Anna Bau mann aus Kelsterbach 4 Monate Gefängnis.
Neeinischtes^
* Leipzig, 30. April. Als neuer Zweig wird der Leipzig« Muslermeffe eine Baumesse angegliedert werden, und zwar erstmalig 25.—31. August 1918. Die Baumeffe wird sich erstrecken auf Herstellung, Vertrieb und Verarbeitung jedweden Bau- und Wvhnbedarfs, auf die Bauausfiähruug urcd Baugestaltung.
* von Richthofen Nachkomme des „Akten Dessauers". Unsere beiden FliegerhÄden, die FretDnrenj Maufted und Lothar v. Mchthofen sind, wie das Unhalttschü Herzogshaus, dcachkommcn des Fürsten Leopold von Anhald-Dessau, des „Alten Deffauers". Ter beideit Guoßrmttter nänckich war ein« geborene v. Bevenhorst, und diese die Enkelin des . War Dessauers", aus Lassen natürlickpr Berbindumt mit Jjol-anwr'SüpGe Soeldnet'. Das hat sich der Ersnider des eisernen. Ladestoc^ und des Gleickstritts bei der preußischen Armee wdhl nicht geträuntt. als er vor 200 Jahren den Franzlosen Diouai und Aire abnahin, daß ernst Nachiommen von ihin dort in der Picardie imd in Flandern den Fre.uizown und Engläu.dern ru der Lust zu Leibe gehen werden
Metall-Mobilwachimgssbelle, Berlin SW 48, Wilhelmsrr. 20 m* lässig.
§ 5.
Meldepflicht.
Tie von dieser Bekanrrtmach ing betroffenst Gegenstände 1) ttuterltegen einer Meldepflicht. Die sind durch den Besitzer zu nrel- M^stng l-at an die Metall-?Nobilniachuiigs''tLlle, B«- lru E 48, Wtlhelmstr. 20, bis spätestens zum 15. Juni 1918 5 il erfolgen. Meldekarten werden den .Kassenbesitzern zugestE Ialls eine sollte nicht bis zum 31. Mai eina-bt. sind Vordruck für die Meldung bei der Ncetall-Nüobilmach^ugsftellc unter Anaccke der ^druckimmmer Bst. 2022 b posffvei auzufordeun. Die Anforderung soll aus Postkarten erfolgen und ist init deutlicher Unterscknut und genauer LDresse zu versehen. Für jedes Ge,
Hause r st et ne besondere Meldekarte aus zu füklen.
Ttese darf zu anderen Mitteilungen als zu der Beantwortung der gestellttn Fragen nvckijt verwendet werden.
8 6 .
Enteignung und Ersatzbeschuffung.
Wegen der Enteignung der beschlagnahmten Gehäuft auö Spar, metall ^erfolgen besondere Bestimmungen. Sie wird erst nach Sick«> stellung des Ersatzes, . fiir den die Ntttall--Mobiünaü»m-aS^lle ^orge trttgcn wird, erjvlgen. Rückfragen über die Mftserrm» und Eriatzbe,ck)jaMp^ erübrigen sich daher vor BekamttgLbe dZ Zeitpunkts für die Ablieferung.
8 7.
Anfragen und Anträge.
Alle Anfragen und Anträge, die die vorsfth«tde Bekaurttm^,
Ä o\' 20, -,n rafecn, mit Nrr )öneirfvuuw
„SBetr mt Sto gifirierfnifcn" M verseh.ii und iÄrfen andere
gel-egmheiten nicht behandeln.
8 8 .
Inkrafttreten der BekanntmachulLg.
Tie Bekanntmochi-.mg tritt mit denr 1. Mcki 1918 i» Kraft. Frankfurt (Main), den 1. Mai 1918.
Der Komwandierendc General:
Riedel, General der Infanterie. >
Mainz, den 1. Mai 1918.
Der Gouverneur der Festung Mainz.
Bausch, Generalleutnant.
B e t r.: Wie oben.
ZU den Oberbürgermeister zu Gießen. Großh. Polizeiamt Gießen und dre Großli. Bürgermeistereien der Landannrln-- _ . den des Kreises.
Jnd^n wir auf vorstehende Bekaunttnack'tuug des stellvorttv ttndQt Generalkounnan.d^'s des XVIII. Llrmeelorps von heute wnweisen, becuntragcm wir .Sie, von dem 3ailnli ixwftld« dcn • l 103ttü or al ÄVimtnid M geben und die Bck.natt 2 u.ckAm«
nt Ihrem Amts-KM.mer Zur etwaigen Einsicht offen zu leykn. Gießen, ben 1. Mai fi918.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Dt. Usilnger»


