** r - 86 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fnr Gverheyen- Zamrtag, April (W
- - » » M » n I I > » ,> »
Kriegsgefangen in England.
Eigene Erlebnisse deS S-anitLtsfvldaten Karl Brasch währerrd seiner 19rnonratigen Gesangensckiast.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
An einem Smrntage, es ivar am 25. November 1917, lieg wirb der Kommandant rufen. Ich lvußte nicht, was los war. Eines Vergehens war ich mir nicht bewußt und war deshalb ganzj erstaunt. Als ich 'yn ihm kam, rvarteten fcf>on einige Kameraden. Eirr Dolmetscher erklärte uns sodann, lmr sollten unser Gebäck sofort fertigmachen und abgeben. Morgen früh um 6 11 Im solltest luir antrcten, wir rvürden crusgetauscht. Aber lverter hörte ich nichts mehr. Ich eckte sofort aus , die Öirtle zurück, um meine Kameraden von dieser frohen Botschaft zu benachrichtigen. Was das für eine Fveiude für mich war, ftrrm sich jeder denken. .Ich packte sofort meinen Hausrat znsarnmcn nnd brachte mein Gepäck auf die Kommandantur. Wir lvaren im ganzen 11 Glückliche von 1400 Hlcfangenerr, die jetzt die Heimat Wiedersehen soNten. Adressen von Angehörigen meiner Kameraden wurden ausgeschrieben, Briefe nahm ich an inich. herrschte an diesen: Sonntage noch großer ' Jubel und Freude irr unserem Lager. Ich war ganz glücklich. Tie Nacht verbrachte ich schlaflos. Mit irreinen Gedanken war ich schön iw 'der Heimat nrrd malte mir die Freude und Ueberraschurrg meiner Angehörigen aus usw.
Der Abschied fiel trotzdern' schwer. Ich rnußte mich von meinen besten Freunden, mit den«: ich 16 Monate lang Freud und Leid geteilt hatte, trennen. Wie gerne wären sie jetzt alle mtt- gegangen. Sie beneideten mich deshalb. Fast sämtliche Lagerinsasseir l-atten sich an dein Tore versanrmelt, als' /wir dm) nächsten Morgen antraten. Unsere Lagerkapelle brachte uns noch ein Abschiedsftändchrn, und unter brauserrdem Hurra fuhr das Last- arrtv ab nach Dalnrellington zu. Doch hier sollten lvrr Pech haben., denn am dem Bahnhofe angelangt, verließ der Zug gerade die Station. Schnell wurde em arideres Auto herbeigeschafft, und mit imgeheurer Geschwindigkeit fuhrerr wir nach der etwa 20 Meilen entfernt liegerrden nächsten Station, um hier den Zug noch zu erreichen, was dem Führer des Wagens auch gelang. Kaum waren nnr in den Zug eingestieigen, so fuhr er auch schon ab. Unsere Begleitmannschaft bestand aus 8 Niarrn, darunter ein Sergeant. Ällmähttck» verschtoanden die schottischen Berge unseren Blicken, rmd man sah wieder nach laugen Monaten ebenes Llrnd, airdere Gegenden icnd andere Menschen. Die Fahrt dauerte etwa zwölf Sttmden. Der Sergeant erklärte uns, wir kämen erst in ein SammÄlager nach Brokton. Es war schon ziemlich dunkel, als wir airkamen. Währerrd der Fahrt erhielten tvir aber nichts zrr essen.
An einer kleinen Statton hielt der Zug, und wir stiegen ans. Nach etwa einftündigenr Marsche kamen wir in das Sammellager, doch was scchen wir hier? Dort gingen einige ans Krücken, arwere spazierten am Arme des Freundes, es waren diejenigen, denen das Augenlicht gerarrbt war. Wir wurden in eine große »alle geführt, \vo unsere Taschen untersucht wurden. Sodann inurden wir auf die Baracken verteilt. Solch ein Elend, )vre hier, Ixrtte ich mir doch iricht vorgestellt. Das Lager rvar von etwa 600 Invaliden belegt welche schon etwa 6 Wochen ohne jede Hilfe und Pflege geschmachtet hatten. Sie mußten sich -selbst kochenr, wascherr nnd ihre Baracken rein halten, was ihnen sehr schwer fad, waren es doch nur Blinde, Eirrbeinige und Einarmige. Wir waren die ersten gefrrnden Leute, die in das Lager hinein--- kamen. Welche Freude rmter unserert armeir Kameraden herrichte, läßt sich denken. Die Englärrder hatten sich wenig oder gar nicht um sie bekümmert Der seitherige Lagerälteste (ein Invalide!, rvelchor versuchte, eine Beschwerde beim Kommandanten vorzrr- brrugen, wurde abgewiesen und kam sofort in ein anderes Lager rmd hatte keine Berechtigung mehr znm Mlsbansch. Wir 11 g-es undeitz Leute nahmen nun jede Mbeit an uns. Ich kam in die Küche als Kr«h, ein anderer übernahm das Arnt des Lageraltestc.il. Tic übrigen widmeten sich dem Pflegedrenstz für unsere arnren Kameraden. Das Essen war hier sehr schlecht: die Ratiorren, die der Errgländer lieferte, waren sehr knapp. So gab es pro Tag 120 Gramm Weißbvo-t und 80 Granttn! Zwieback, welcher nicht zu genießen roar, und einmal Essen am Tage.
Bei einem großen Teil der Schwerverwundeten waren die Wunden noch reicht geheilt. Gin Ar^: hatte" sich bis dahin nnr selten sehen lassen. j5>te Verbände waren mit Schar rrtz bedeckt, nrrd neues VQckandsTnaterial wurde reicht geliefert. Nach ctiva acht Tagen besserten sich die Verhältnisse. Ein neuer Arzt, der jetzt regelmäßig ins Lager karrr, war etwas mehr nnt unsere Karneraden besorgt. Er schaffte Verbandsiiraterial herbei, aber doch in unzureichendem Maße. (In Englarcd ist das Verbandsmaterial sehr knapp.) Wie lange mir hier noch bleibe»: mußten, wußten wir rrickst, denn Zeitungen gelangten nicht in rrnser Lager, wodurch rnan vielleicht etwas über unseren Austausch hätte erfahren können. Ta es nun schon Dezember war rnrd die Kälte znnahm, wurde die Lage für uns, besonders aber für die Berwimdettn, immer sMimmer. Kohlen wurden bis zum. 20. (Dezember überhmrpt keine geliefert. Tie Baracken, die rnit 38—40 Mann belegt waren, ft»amt undicht und naß. Trotz unserer unalücklickren Lage ging der deutsche Humor nickK verloren. Die Eirrbeinigen vertrieb?n sich die Zeit mit Parademarsch-Ucbrrngen nnd die Eincmnigen führten die Blinden spazieren. Mit der Zeit kam immer mehr Sanitätspersonal in das Lager.
^Sv kanr wicder Werhnachteir l?eran, dock.! das schöne Fest vergiirg lvie jeder gewöhnliche Tag. Einen Baum litten iuir reicht, ebenso erhietton wir auch keine Liebesgabenpakcte. (Wie ich später in Holland erffuhr, war von dem hollöndisckrien Roten Kreuz für jeden Kriegsgefangenen ein Paket mit 20 Zigjarreir oder 60 Zigaretten abgesandt worden. Wo hie Pakete geblieben sind, iveiß ich heute noch nicht.) Ende Dezember ließ uns der Kommandant sagen, ' daß der Austausch in den erster: Tagen des Jam rar beginnen wüvde. So wurden cnch am 29. Dezember die ersten Gefangenen, die mit bem Transport abgehen sollten, verlesen. Bonr Sanitätspersonal wurden 30 Mann mit verlesen. Es waren etwa 200 Invaliden. Wann jedoch der TrcmÄpvrt Weggehen sollte, war noch unbestimmt. Das alte Jahr ging ins neue über, und eine neue Ueberraschrmg wurde uns zuteil, als wir am 1. Januar Pferde-, fleisch zn effeit bekamen, welches uns bei unseren: großen Hunger gut mundete. Am 6. J-anuar ging dann der erste Transport ab. Wir freuten uns nun alle, daß endlich eirrmal ein Anfang gern acht war. Am 23. Januar folgte der -weite Trarrsport.
Am 24. Januar ereignete sich in unserem Lager ein schreck-' liches Vorkommnis. Ein Sanitäts-Unteroffizier lvurde mitten rin Lager von einem Posten ohne irgendwelcher OKund nnd ohne jede Warnung angeschvsscn. Er hatte doch keiner: Fluchtversuch od.n derglchchtnr unternivmm'en. Als der KomNrlandarrt erschien und unser Lagerältester ihm den Vorfall genau erklärte, lachte er rmd ging seines Wegies weiter. Der Posten ward* jedoch, sofort ab- geilÄst. Glücklichernxäse war die Verletzung des Lan itäts-Unteroffiziers leicht. Er hatte einen Fleischschuß durch beide Becken. Be^ schwerte man sich bei dein Konrinandanten r'iber irgend ctrvos, so mußte nran sich der Gefahr aussetzen, nicht ans getauscht zu Iverderr. Man ertrirg deshalb mit Geduld sein Schicksal, hoffte rnan doch, dieses Elend nicht mehr allzulange tragen zu müssen.
_ (Fortsetzung folgt.)
Au» Stadt und Land.
Gießen, den 13. April 1918.
Junges Laub.
Wenige warme Frühlingstage haben genügt, Büsch' rrnd Däunre in dos erste grüne LanbNdd zu hüllen. G^nschlatt, Stakirel- beer- und Jvhannisbeersträucher l-aberr bei der Blatbentlvrcklung den Rergerr eröffnet, die übriger: Laubhötzer folgen jetzt, und Lirrden, Eichen rnrd Platanen bilden den Beschluß. Und wenn das richtige Frr'ihlrngswtckber nicht durch einer: K'älterückschlag unter- bvochen wird, iverdcn bald die grünerr Lmrbkteider fertig >un Wos aber ick richtiges Frühlingswetter, >oie es das junge Laub derlmrgl? Für die Pflonzenwelt sind richtige Frühlings-^ tav ine, m beim lauer Regcm Mr Erde hermedeprieselt vdeu
weiiigstcns Wolken die Sttchlcn der Sonne abschwächen. Licht und Wärnie sind es' zwar, die das Knospen rmd Keimen auslössn alleirr die Rolle beider rvird gervöhnlch stark überschätzt: die Pflanzen braucherr gar nicht so viel ,,wärniende Frühlirrgssonne" nrrd die große „Fülle blendenden Lichtes", wie mancher glaubt.
Im Gegenteil, Kniosperr rrnd Kvime rv-vc mich die jungen Blätter vertragen ziemlich viel Mlte rmd tvmmen mit so roenig Licht aus - wenigstens zuerst — daß sie sich gegeir ein Zuviel schützen. Viele .(ttcospen rmd junge Blätter — ebenso übrigens zahlreich« airdere Pflarrzcirterle - sind nämlich im Besitze einer Heiznrrg, und diese Heizrrrrg ist das Anthoztzan, ein merkwürdiger voter Farbstoff, der bdspielsweise die starke Rotfärbung der Blut- buchenblätter bewirkt. Das Artthozyan ist imstande, Licht in Wärme nmznsetzsn, roas zuerst Kitt) nachgewiesen und später ein anderer Pslanzerrforscher, Stahl, durch einen sehr lübschen Versuch verdeutlicht hat: ec bestrich nämtich rote rrnd grüne Blätter mit Kakaobutter, einem Stoffe, der einerr ziemlich niÄrrigen Schmelzpunkt hat; dann setzte er die Blätter dem Donnen scher» rc ans,
Der Urquell treibender Kraft, machtvoll und ausschlaggebend. Um Großes ?u erringen, wirkt er bestimmend auf die Gestaltung der Diuge und erreicht allen Widerständen ;um Lrotz selbst scheinbar unerreichbare Ziele. Ze schwerer das Werk, umso fester der Wille. Wer im Willen nachläßt, unterliegt. Die Stunde fordert von uns gerade jetzt wieder zwingenden Willen, auch die achte Kriegs-Anleihe soll ihn erweisen—
und dabei ergab sich, daß trotz sonst gleicher Bedingungen aus der: antbozt-arrveick^nr roten Blättern die Kakaobutter sedesmal früher schmolz! Daß rvirklich varhältnisniäßig geringe Lickchnengen. für die Entwrckttrrrg der jim^M Blätter genrrgen, köwren aufmerksame Beobackckcr feststeklen, indem sie die Blattcrrtrvicklung ei 2 ws bestimm tarr Barrnres loder Strauches iojrklir^ verfolgen; an säug ^ lich sind die Blätter drrrch braungefärbte schuppen auch gegen eilt Uebermaß von Licht geschützt; ursprünglich sind sie gerollt oder gefältelt; zuerst bilden' sich die Rippen kräftig ans, nnd dann erst entwickebr sick)i die zarteren Teile. Jnnner ist ihre Lage so, daß sie nicht zu stark der S o mce n be st v a hlung ausgesetzt sind, was man beispielsweise bei der Entwicklung der Kastanie»rblatter ausgezeichnet sehen kann. Tie zusar.ttwngefalt-eten Blätter brechen in aufrechter Stellung aus derr Knospen hervor; dann schlagen sie sich herab, s>o daß die Spi^n der Erde zngewcndet sind, nnd erst, sic eine genügend stärke Oberhaut haben^ richten sie sich schveit auf, daß sie fast prrallel zunr Erdboden stehe»r und das Licht voll auffangerr. Jrrr Schutze bereits vorhairdener Blätter, also im Schotten, errtrvickelir sich danrr weitere Blätter.
Werrn das^ Laubkleid des Baumes vollendet ist, steht kaurrr ein Blatt irr: Schatte»: eines anderer:; im Gegenteil, die Blattvr'r- teilnng rrnd Blattstellmrg .ist mm so, daß jedes Blatt nröglichst viel Lickü eirrpfängt, rnrd wenn mar: unter einem voll belaubten Barmre steht, kann man den Himmel karrm an einer Stelle durch die Blätter sehen; die Krone wirkt rvirklich wie ein lückenloser Schrrnr. Wie bringen die Blätter das zurvoge? Es» gibt ver-i rckriedenc Lösungen dieser Aufgabe, die man mit dein Lcklagwvrte Blatttnosaik zusammerrfasfen kam». Betrachtet rnan den Zrveig einer Buche (Rot- Weißbuche) nrit entfalteten Blättern, so sicht man, daß die Blätter vettchieden groß sind rmd so stehen, daß die kleineren sich in die Lücken der größeren ein fügen: außerdem sind die Blätter nicht symmettisch, sondern schief; die innere, dem Zweig zngekehrte Seite ist! etwrs schmaler, außerdem ist sch nahe dem Grrmde verflaicht und emgezog-en, wodurch es möglich ist, die^rirtter spitzen Winkeln nach vorn stehenden Blätter an beiden Seiten des Zweiges irr eine wagevechte Ebene zn ordnen, ol/ne daß der größere Teil der Blattflächen zur Tecknng konrrnt. Achnliche schiefe Blätter haben rrnfere Ulmen und Linden. Eine andere Art Blatttnosarks haben alle deutschen Ahornatten: arrch bei ihnen sind die Blätter versckveden groß, aber' die Hauptsache ist, daß auch die Blattstiele verschieden lang sind. So ist es möglich, daß fleiue, kurzgesnelbe Blätter irr den Lücken zwischen den größeren, langgestielten stehen.
*
,** O effe ir tli ch e Ku irdgebnrr g für die 8. Kriegsanleihe. Wir machen nochmals ans die Montag den 15. April, abends 8 Uhr, tm Fürstenl-vf, Lindenplatz 1, stattfindende öffentliche Knndgeb^rng aufmerksam. Da ein großer Andrang zu erwarten ist, empfiehlt es sich, frühzeitig M erscheinen, um sich ei neu Platz zu sichern.
** Aulagenmusik findet Sonntag deir 14. April, lormittags \1%, in der Ost-Anlage mit folgender Spielsolge tatt: Ouvertüre „Das goldene Kren^" von I. Brüll; Prolog a. Der Baja.M von R?LeoncaVallo; Große Fantasie a. Op. Carmen von G. Bizet; Schmeichelkätzchen, Sälonsttrck von R. Eilenb-erg; Deutschlands Ruhm, Marsch von M. Schröder.
** Der Kaninchen- nnd Gef lü g ekzNchtv e r e r n der Eisenbahrrbedierrsteleir für (öießerr und Unrgegerrd hält am Sonntag den 14. dlpril, vorrnrttags von 11—1 ijhr, seinen ersten Kanincherrirrarkt für dieses Jahr ab. Näheres sielie Anzeige.
** Der Oberhessische Knnstverein bringt von inorgen Sormtag ab eine Ausstellung des Ernst Lndwig- Bereins, hessischer Zentral verein für Errrchttrng billiger Wühnuirgen, Bauentwürfe für Kleiu-Wohirunasbau und Entwürfe zu einfachen Möbeln. Diese Ausstellung dürfte gerade in jetziger Zeit allgemeines Interesse finden, zumal die Bauerrttvürfe zur alsbaldigen Vorbereitung für die Errichtung von Kl-eiwvo'hrnmgen dienen, rmd die Möbel- eitttroirfe den Ziveck haben, die Herstellung von Mäbeln nr Kriegsgetrarrte zn ermöglichen. Eine kleine Sanrmlung Gemälde vr>n Ellinor Elberhardt, München, wurde mit ausgestellt, da diese AnsstrAung nur 8 Tage, einschließlich zweier Sonntage, verbleiben kann.
* Abend unter Haltung. Es sei nvchnnrls ans die mvrgerr abeud im Fürsterrhvf von den Vevernrglerr Hassia-Militär- Bereinen Greßen<' renansicrltete ylbendnitterhckltrrng zunr Bester: der- erblindeter: Krieger ansinerksam gernackit. Siehe Anzeige.
** Schwarz-Werß-Lichtspiele, SMersnreg 81 Tie Frlnrwerke „Der Murg der NaM!" und „Münder Liin»" stehen mi Hache OÄ ßpil im GüMtii Dan. Liebs Mzeise
’ E i jt W v r t znm Wille rr. Voller Stolz darf ,da^ deutsche Volk apf seine Helden blicken, die )vie Ludendorn es verstanden lMben, mit eisernem Willen das Shicksal des deulscheir Volkes in die Bahnen zn zivirrgerr. die für ferne Erl-altuug rrnd seine Entwicklnng rrlotwendig sind. Nie brberr )vir an den Worten Lnvendorsfs zn zroeiseln brauchen, nie haben sich seine Voraus-, sQgrrngen als rmrichfig hevausg-chtellt. Sein reeitsehender BUck, sein fester Wille sind, roie auch die jüngsten Ereigrrisse im Oster: und bic unvergleichlich großen Erfolge per neuer: deutschen Offensive rm Wecken zeigen, die sichere Gewähr dafür, daß cvir Dentschvn rn der Heirnat stets das Richtige tun, wer:»: rvir )eine Worte beq hcnzigen. Darum wollen )vrr arrch herrte seiner Mahrumg Folge leisten, die uns zrrrnst: Dir Deutsär^r, ivolle! Wenn der echte, revrte Wille vorhanden ist, der alle kleinlichen Zrveifel rrrroeriämpst, dann können und werden rvo-ch Tarrsende durch Verbesserrurgen ihrer Zeichn im gen mib tvreder Tausende durch neue Zeichmingen! aus die Kriegsanleihe dem Valerlarrde zunr Frivderr auch im WeslNt verhelfen, und s>o den schönsten Willen bekrurden: den Opferwillen. Starkenburg und Rheinhessen.
Fe. B c n s he r m , 12. Avril. Die Stadt verordne tat gjknechmig^ terr die Aufstellung eines Denksküns für der: verstorbenen Dichter Pfarrer Knodt in den Brnnnerrwc'g-Llinlagen.
vesstn-NasslUß.
mr. Frankfurt a. M., 12. Aprnl. Die Stadtverwaltung ist rnit mehreren answärtigen Genreinden in Unterhandlung getreten, um ihre ungeheuerer: Holzvorräte rvieDer l-os?,rttverden. Bekanntlich wurde für 11 Millionen Mark Holz arrg-etanft, es konnte aber nur ein kleiner Ml an die Bürgerschaft abgesetzt werden, da das Holz zu teuer, dabei aber arrch naß rrnd sckckecht war. sv bases die meiste:: Leute vorzogen, lieber kalt zu setzen, als ihr Geld für Holz anszrlgeberr, das doch nicht brannte. In den letzten Tagen srrch sch«>n mehrere Sch-iffÄadirngen nach dem Nrederrhein ab- gegangen.
Rirchlkche Nachrrehten.
Gottesdienst am Sonntag derr 14. April (Mrsericord. Dom.). Evüügeirttoe merrieitttze.
In der Stadtkrrche. 9-.: Pfr. Mahr: 11: Kinder?, f. d. Matth.-Gern. Pfr. Mahr. — In der Johanneskirche. 9ö->: Pfr.-Ass. Liz. Reurrirrg; 11: Kmderk. f. d. Luk.-Genr. Pfr. Beckstols- hermer; abds. 8: Bibelbespr. im Johannessaal. Mrtttooch 17. April, abds. 8: Kriegsbetstunde Pfr. Beckstolsheimer. — Kirchbcrg.
10: Hl. Abendm. f. Danbringerr, Ruttershausen. — Lol -- I ai\ Nachm. V/ 2 . — Mainzlar Abds. 8: Kricgsbetstunde. • Uatholische Gemeinde.
6G: Gel. z hl Beicht: 7: Hl. Messe; 8: Aust. d. hl. Kmnm ; 9; Hockiamt nr. Pred.; 11: .Hl. Messe m. Pred.; 2: Christenl., darauf Arw- Dienstag u. Freitag, abds. 8: Kriegsbrttand. Samstag 20. April, nachm. 5 n. abds. 8: Gel. z. hl. Beicht — Diaspora- Gottesdienst anr 14. April: Grünberg 9' Hungen 9V-
Letzte 21 etebruhten.
(WTB.) G ro ße's Hauptquartier, 13. April. (Amtlich.)
W e st l i ch c r Kriegsschauplatz.
Auf dem Schlachtfttd an der Lps machten unsere Angriff gcgtn citigst auf Kraftwagen und mit der Btchn hrr- anscführtc englische Dimsionen nute ^Fortschrittc
Von der Höhe von Meesen (Mefsmes) aus stießen wir Wer den Stkenbach vor und erreichten den Ostrand von Wulvergnn. Südlich vom Ploegsteert-Walde vorgedrungene Truppen schwenkten in schnellem und selbsttätiTem Handeln unter ihrem Regiments-Kommandeur OberstleuMant Polmann nach Norden ein, ersttirmten die befestrssten Höhen von Rossignol und reichten den nördlich am Walde entlang vorgestoßenen Abteilungen die Hand. Der stark verdrahtete, frontal schwer zu nehmende Wald fiel durch Umfassung.
Zwischen den von Armentiöres auf Bailleul und Mer- nillc führenden Bahnen trugen wir den Angriff bis an die Bahn von Bailleul nach Merris und den Ostrand des Waldes von Mieppe vor. SWLich von Merville liverwanden unsere Truppen den Ctarense-Fluß und erreichten nach Er- stürmmrg von Lvron den La Bassee-Kanal nordwestlich w'n Bethune.
An der Schlachtfiont zu beiden Seiten der Somme hielt in vielen Abschnitten lebhafter Feuerkampf an. OeN- liche Vorstöße rmstrer Infanterie beiderseits des Lme- Baches brachten 400 gefangene Franzosen und Engländer ein.
Ztvischen Maas und Mosel dra!rgen ErkundungsWtei lungen in französische rmd amerikanische Gräben und mach' ten söefangenc. Zn erfolglosen Gegenangriffen erlitt der Feind schwere Verluste.
*
Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
Der Erste Gencralguartrermeister Ludendorff.
Berlin, 13. April. (WTB. Amtlich.) Der die Hilfs- unternehlming der Armee nach Finnland unterstützende Teil unserer Scestreitkräfte ist am 12. April nachmittags in, den Hafen von Helsiugfors (Südfinnland) eingelaufen und rwr der Stadt vor Anker gegangen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
Der türkische Bericht.
^ o ,r ck a n t i n o v e l, 12. Llpril. (WTB. Nichtamtlich. Amtlicher Heeresbericht. P a l ä st r n a s r o rr t: In erneuten, wütende^ Arrstürmen rrrühte sich der Englärröer ihm gestern vrni'agt iseblrebene Erfolge zu err-erchen. Unter Einsatz starker Artillerie richtete er seine Angriffe rnit besonderer Heftigkeit liegen rmsere Stell ungern östlich Vvu Rasat. Alle ferne Angriffe ivurden abgewiesen. Ern vorübergel)cird verlorcir gegangener Stützpunkt miute dem 6teajic^ drrrch sofortigen Gegenstoß wieder entrissen. Die Stellungen sind fest irr mifem Hand. Eingebrachte Gefangerre best ärigterr überein stimmend die schwerer: blntrcren Verluste, die der Engländer du r ch se i n c A n g r i f f c e r 1 itt. Ein F4rtgz'nig lruvde im Lnstkampf hintrn unserer Front abgeschvsfen. Die Insassen srnL tv-t. — Ka u ka s n s s r o n t: Unsere 'Truppen rückttrr aus der ganzen Front planmäßio vorwärts. — Von dcrtz übrigen Kriegsschanplätzen werden keine Ercigirisse vo-rr Blutung gemeldet.
Die Leistungen der Artillerie.
Berlin, 12. April. (WTB. Nichtamtlich.) In der Sctüackrt an der L y s. karr: den: Fiernde der d e u t s ch e Artillerie-, einsatz wieder völlrg überrasichentz. Das Feuer war mm vernichtender Wucht. Obwohl auch di? schürften B^rtterien sich schon vvr mehreren ^Äochen einschießerr mußten, nrrd der' (öeh^chnhaltwttr wegen düche Tätigkeit nicht Nu oder holen konnte, lvurdc die ieindlicl«' Artillerie rnit großer Zielsich-rhrnt gefaßt »nd fast gänzlich aw>- ges'ckttltet. Bei einzelnen deuffchen DrvrsivritH erhielt die An- grifssartillerie rvährerrd der Bereitstenurrg mcvl euven einzigen Artillerieschuß. Mich die feindliche ^Artillerie und die Maschinen- gewehrTnester ivaren gänzlich zngedcckt rrnd efichütter'k. Ans dieser» Um st ander, ,-rcwlunr sict, die geringen deutschen Verlust»' Um so schwerer waren arrch irr dieser Schlacht nräber dic.Feindverluste. Besonders stark litten die Portugiesen, denen die englisch? Führung absichtliche svlchv Mschnitte zngerviesen hatte, in denen sie ihre Stellungen nur aber: irdisch an legen konnten nrrd u*> der Ban von Teckstollen unmöglich nmr Diese ousgesetzterr Stell,ing-en rorrrden im wahren Sinne dos Wertes vorn deutickrion Attilleruffeuet' wng a vvrs«:.


