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teprfcpreU: monatl. Mk. 1 . 20 , viertel- jährlich Mk> 8.60- durch ALhoie- ». Zwetqfteüen msnsü. Mk. t.lo: durch die Post M!.L.60oierte-L- jäyrl. «u<^ch!_ lvittell-.

Ke«1prech - L »Gliche: mr dieSchriMr.rungH3 Ver-i^,iKr1chüitÄsteUeL1

nchlnu's^rerLiktz^ ZEkgmAddrsL u. vertag: Bnthrscht u»io..vllch. >1. Lleisdritütrei u. Lange. Lchristi^ting, ScschästsjL-lle «. VrAckeret.- Schuiftr.r.

Samstag. 13. April 1918

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Ns»?k«tch<. Se»erdrda ick G letzen

f. die^c^nummct zum NochmittLq vorher ohne jedeBerbindlichlett SeUenpreife: für örtliche Anzeigen 2üPf.,für auswärtige 30 Pf^ Är Reklamen Mt. 1.; bei Platzvor- fchckst SO'/, Augchla«. Hauplschnktletter: Au^. G o c t}. Perannvortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goetz: Stadt und Land, Bermifchte-Sa.Be- richtsjaal: W. Metzer; Anzeigenteil: y. Beck; fänrltlch in Gießen.

enommen. ZsrischreiiLK durch die Lys-Ebene Mischeu Atmeuileres und Merville.

MchemiMtM.

dbK Mikrtnsn der großen Völkerschlachten wird di« Geschichte die übercagcitkcn Leistungen einzelner nur spärlich hülüberr«tten können in die Anschauung späterer dtena:xitw*tm. Der tapfere Drang xrrm Sieg und die über- ur«.y^lchcn Anstrengungen der ganzen deutschen Heeres- verbilde yuden das Grosse vollbracht, das einst wie im Halbdurrkel einer jenseitigen Weit vor uns liegen wird. Aurora wird indessen auch hier der Fürsben und, wie wir hrrczufetzeu dürfen, der Feldherren ,einsame Häupter mit den enri^rn StrahLen bcrüfyTm". Dir Leine Ge durt^tag s feier am 9. April tvr Quartier LuLxndorffS wird frisch und anschau­lich bleiben wie das Bild des alten Fritz bei Kunersborft und Leuchen oder Napoleons im Lager von Leipzig. Dce Worte, die der Kaiser sprach, sind mehr als Hochgefühl des Dankes und Sieges, sie sind für alle den Sieg miterleben- den Väüer und Mutter der gefallenen Helden bestimmt. Wer hat rmserem heroischen Llrdendorfs schon als dem Vater zweier gefallener lieber Söhne ins Herz geblickt? Wie viel rnrciger berül-rt das tröstende Wort des Kaisers als alle Hntdigungen, die dem Gefeierten entgegengebracht werden ö'Änur-cmI DasGlück des freien, starken Daseins, das wir uns jetzt erkäiuchf-nl", soll in der Tat für alles Leid auch seinen vollen Trost bereit haben. Die erhabenen Charaktere im- ferer Heerführer sind uns die Weiser, wie auf denr Wege Au einem starken deutschen Frieden auch die Herzen un­verzagt und freudig bleiben können.

Man braucht kaum strategische Dunst äx besitzen, stm die Kurve der abgelausenien Woche auf der Karte mit spcm- rrun^Tsvvllrr Freude festzustellen. Nach dem glücklichen Bor stop südlich der Oise sind auch breite feindliche Foorrtstücke südlich uuo tüZrdlich von Armentiöres zerbrochen und in großer Tiefe zurückgeworfen worden. Die ganze englische Foorrt erbebt von Sftjeat bis Arrnentiäres und Arras. Zkrmentiöves ist nach dem neuesten Tagesbericht, von Norden und Süden umfaßt, mit Bemannung und großer Beute in deutsche Hand gefallen. Der Angriff gehl rastlos darüber hieraus. Auch das Städtchen Merville an der LyS, 20 Kilo­meter südwestlich von Armentiöres und 13 Kilometer nörd­lich von Bethune, ist genvmncen worden. Nun grollt der IDorrrver der Geschütze wieder beiderseits der Somme, vor Amiens.

Die Dinge nehmen entschieden einen schnelleren Lauf, als der Hofkriegsrat irr London nremt. Die Aufklärung der strategischen Lage Lloyd Georges vor dem englischen Unter­haus^ ist schon weit überholt. Sein Unglück ist, daß er Mit den deutschen Feldherren nicht Schritt halten kann. Es war schon klar und ist hmte noch deutlicher geworden, daß die Arineen, die Lloyd George durch sein neues Heeres­gesetz aus denr Boden stampfen will, zu spät erscheinen werden, mn an der Entscheidung teilzunehmen, und daß diese jetzt fällt, das hat der englische Diktator mit finsteren Worten selber hervorgehoben. Welche Tröstungen urrd Er­klärungen wird er bereit haben, wenn die gesamte eng­lische Front in Frankreich zerfällt? Wird er dann auch noch auf die Hilfe Amerikas, auf dessen mangelnde Bereitschaft er einen bösen Seitenblick geworfen hat, oder auf die in Aussicht gestellte Unterstützung aus den entlegenen Gebieten des britischen Weltreiches verweisen? Er hat schon einen Abbau der für England günstige: Möglichkeiten vorgenoin- men, indem er aickündigte, daß, solbst wenn England im Landkrieg unterliegen sollte, es keinen deutschen Frieden annehnren würde. So ist er in Widersprüche verstrickt: einmal sagt er, es gehe bei der Entscheidungsschlacht in Frankreich um Englands Sern oder Nichtsein, um ,chic Freiheit Europas^, urrd dann bau: er sich ans der tanzew den Welleein lustig schwimmendes Schloß". Trotzdem das englische Unterhaus die Heeresvorlage mit der er

Trümpfe in der Tusche hat als Lloyd George, den Prozeß verliert was wird sein Klient, daö verblutende Frankreich, mit ihm anfangen? Wer bei unseren westlichen Nachbarn noch ans die Sprengung des Bundes der Mittel­mächte irgenütvelche Hosfttnngen setzte, der wird nach dem Telegramm des Kaisers Kar! an Kaiser Wilhelm biller enttäuscht sein Cleineirceau hit dirrch lügenhafte Andeu- tungmr das rächeirpe Schroert der Wahrheit herausgesordert.

rasch die Zeiger auf Hirrderiburgs Uhr vc-rrücken, und es

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hatte für den Fall der Ablehnung der Vorlage seinen Rücktritt ungesagt, und für düsen Rücktritt will die Oppo­sition ofi-endur einen geeigneteren Zeitpunkt abwarten.

Vielleicht ist Clemenceau dem Sllcrz vom M- rnstersessel noch näher als Lloyd George. Es ist chm, von allem Beiwerk abgesehen, vor aller Welt nacl-gerviesen wor­den, daß er bei Sonderberatungen mit Oesterreich einen für Frankreich annehmbaren Frieden abgelehnt Hut, weil er cncf Maß-Lothringen unter kernen Umständen Verzicht läijten wollte. Werm nun der alte Advokat, der noch weniger

bienS an KumLnum rricht rundweg ad, sondern sie Hst tm

berechtigten Wunsch, daß über diese Frage nur unter Mid- wirkuna ihrer Vertreter entschieden werden körme. Dre somit in Aussicl-t stehenden Verhandlungen werden wohl M einer gütlichem Einigruig fi'lhren.

Die innere Politik Deutschlands hcit die Tatsache gfir verzeichrren., daß rn der Sache des preußischen Wahl­rechtes leider noch immer kein entscheiderider Fortschnft gemacht worden ist. Im Gegerttell, der Wahl" rechtsausschuß des Abgeordnetenhauses hat in zweiter Lesung und Abstimmung sich gegen d:e Regierungs­vorlage und für das von den Konstrve.-eu geschlagem PluraÜoal-lrecht entschieden. An b-7ui Stim­menverhältnis trat nur die kleine Arncherlmg ein, daß ein Nationalliberaler mehr für die Regierungsvorlage stimmte; drei natwnalliberale Mitglieder futf) also für und drei gegen das gleiche Wahlrecht. DieRationallibecule Lvrrv' sponde^" drückt darüber ihr berechtigtes Mißfallen cnr§, irrdem sie hinzufügt, es bestehe jetzt wohl die Notu^nüig^ reit, einen allgemeinen preußischen Parteitag zu berufen^ um die Stellung der Gesamtpartei in Preußen zur Wahkb rechtsftage endgültig sestzulegerr.

J'Ad tv's episcn/Kl jf tS Twet/ fe/AkxsntsJt&xfr jH känzjfif]

sicher, daß l

Inwieweit die Wiener Politik in enieat des Weltkrieges der entgcgengekommen j

ist nach den Worten des Kaisers Karl aver dieser niemals eine Weirdung gebraucht hat, wonach Frauk- reichs Anspruch auf Elsaß-Lothringen berechtigt wäre. Die llnnmende Entrüstung des jungen Herrschers, der neue, öffentliche Ausdruck seiner unbedrngten Bundes treue stellen ein Schlußcrgebnis der franzöfisch-ösderrmchischen Aus­einandersetzung dar, über welches weder derTiger", xood) eine Landsleute sich fteuen kömren.

Die neue Aera im Osten Europas befestigt sich all- ählich. Die Petersburger Regierung fiirdet sich nach einer ahnenden Note des Berli-ner auswärtigen Amtes bereit, in einigen Tagen die nötigen FriedenSvcrl-aTrdluargen nnt der ukrainischen Volksrepublik zu bei;innen. lliw die rumänische Diplomatie hat sich zu einer Beschllcßfassun.g des Landes­rates von Vessarabien beglückwünscht, der mit 86 gegen 3 Stimmen die Angllederung des Landes an Ru­mänien beschlossen hat. Die ukrainische Negierurrg hat in enrer Note an Runcänien einen ziemlich matten Wider- '"ruch gegen diesen Beschluß erhoben, rudern sie darlegl, essarabien und die Ukraine seien einmrteilbarcs GarizerS". Indessen lehrrt die Mraiue die Zuteilung Bessara-

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MTB.) Trotzes Hauprysartker, YL ÄprU. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Brmentiöres ist gefallen. Durch die Truppen der nerale von Eberhardt und von Sretten vsn Norden Süden umfaßt, ihrer RückzngSstraßen beraubt, streckte englische Besatzung, 50 OMziere und unchr als 3000 Mann, nach tapferer Wehr die Waffen. Äfit ihnen fielen 45 Ge> sckchtze. zahlreiche Mastl)ineng<wehre. große MrurttionsunM- gcn. ein Deklewungslager uud reiche andere Beute in unsere Hand.

Nortzvrfilich ta*a ArmentiöreS x wir Kaum.

Westlich von ArmerrttöreS warfen die Truppen der Gene­rale von Stetten und vvn Carlowitz nach Abwehr ftnrÄr, mit zuslnmnengerafsten 5kräften gegen Sleenroerck geführter Gegenangriffe und nach ettnttenem Kampf in die ttert* englijäp Stellimg den Feind in Richtung Bailleul und Mer- vllle zurück. Merville wurde genoarmen.

Aus deni Südufer der Lys erkämpften sich die Truppe» des Generals von Vernhardi den lledergang über die Larve und stießen bis in die HölM von Merville vor.

Die gesamte Beute in der Schlacht bei Arnrentiöres be­trägt nach bisheriger Feststellung 20 000 Gefangene, dar­unter ein englischer und ein portugiesischer General im& melck als 200 Geschütze.

Die Neberwindung des verstrmpften Trichtergelärrbes fa rmd vor unserer Aucgangssttllimg des 9. April stellte höMte Anforderungen an die Tnwpen aller Waffen der vordersten Linien. An ihrem Gelingen h.rben Pioniere und Armie- nmgs-Soldatcn und Hintere Dwisionen hervorragender» Antrik.

Auf dem Schlachtfelde zu beiden Seiten der Somrm entwickelten sich heftige Artilleriekämpfe. Französische Re^ mmeuter, die auf dem Wesluftr der Avrc westlich vor? D^oreuil anstürmten, brachen unter schwersten Verlusten zu- semuren und ließen 300 Gefangene in unserer Hand, die

später durch ftanzösisches Artilleriefeuer vernichtet wurden.

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Vsn den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalyuarticrmelster Ludcndorff.

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Der Abend bericht.

Berlin, 12. April, abends. (WTB. Amtlich.) Nufere sirgrercheu Truppen sind im Fortschrciten durch die weite Lys-Ebene zwichen Armentiöres und Merville.

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Der öfter, eichisch-ungartsche TcrgeSSerichi.

Wien. 1^. Aprfil. (WTB.) Amtlich wird m-rlaukbart:

, Im Gebirge beiderseits der V r e n t a erl-ohte Ltzautpf- tangkeit.

Der Chef des GQ^allLüheS.

Ein englischer Angriff gegen die flandrische Hüfte.

Berlin. 12. A-ml. (WTB. Amtlich.) In der Nacht vom 11. zinn 12. April unternahm^ englische See-- st r e i t k r ä f t e, bestet-cnd aus Monitoren, Torpedoboot- falwzeugen und Flugzeugen, einen Angriff gegen dir f l a n d ri s ch e K ü st e. Ostende rm:rde mit schwerem Ka- lwer beschossen, Zeebrügge durch Flugzeuge mit Bouwen de-

^ v Oer 14. April ist der NaHonaszetchnungsiag für die 8. Kriegsanleihe. Zeder Deutsche muß an diesem Tage den Söhnen und Brüdern draußen im Felde den heißen Dank für die unvergleichlichen Lrldeniaten, für den siegreichen Schuh der Heimat aöstaiten. Die Kriegsanleihe gibt dazu dis bsste Gelegenheit. Darum muß jeder zeichnen, auch wenn er schon gezeichnet hat. Alte Zeichnungsstelleu tseröeu nach der Kirchzeit geöFnei teiu.