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fc» weitze ©turmtbtomten von TLben und Tüdvstrn an. Der y<rnd leistete verzweifelten Widerstand in befestigten Stel­lungen. Häusern und Fabriken. Die weißen Truppen n a h m e n d e n g a n z e n O st t e i l der Stadt bis zunr Fluß. Der Feind verschanzte sich im Ostteile. Beute: eine Lokomo­tive, mehrere hundert Waggons Vorräte und an tausend Ge­fangene. Heftige Versuche von Süden her wurden abgewie- scn, wobei eine feindliche Trainbolonne genommen wurde.

Da» japanisch-amerikanische Nebereinkommen.

Tokio, 4 April. (WTB.) Reuter. Amtlich wird be- lamrtgegeben, daß nach der zwischen Japan und den Vereinigten Staaten geschlossenen Vereinbarung Japan Amerika 400 000 Tonnen Schiffsraum ge­währt, wovon 150 000 Tonnen sofort zur Verfügung gestellt werden. Die japanische Negierung wird den Unter­schied zwischen den Charterungssützen der Alliierten Und den für den fernen Osten geltenden Sätzen ausgleichen. Dazu sind 18 Millionen Den erforderlich. Weitere 100 000 Tonnen neuer Schiffe werden zwiscl>en Mai und September geliefert, nnd zwar so, daß eine Tonne Schiffsraum für eine Tonne Stahl ausgetauscht wird. Die übrigen 200 000 Tonnen werden später geliefert entsprechend den Bedingungen für den Bau dieser Schiffe, die beiderseits als sehr günstig be- tracl)te1 werden. Die garrze Angelegenheit wurde' durch den amerikanischen Botschafter unter umfassender freundlicher Dtitwirkung der Regierung und der Reeder geregelt

Der Seekrieg.

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin, 4. April. Unsere U-Boote versenkten im Sperrgebiet um England sechs Dampfer mit zu­sammen 20 000 BNT., darunter drei englische Dampfer an der Ostküste Englands. Der mit mehreren Geschützen bewaffnete englische Dampfer Jkeda (6311 BNT), wahr­scheinlich mit Kriegsmaterial an Bord, wurde im östlichen Teile des AerinelkanalZ bei schwerster feindlicher Gegen­wirkung versenkt. 0

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

London, 3. April. (WTB.) Meldung des Reutrrschen Suvecrus. Die Admiralität meldet: Gin britischer Zer­fror sank am 1. April infolge eines Zusammenstoßes. Personen wurden gerettet.

Hermann Cohen f.

Me aus Berlin gemewet wird, starb gestern morgen im Alter von 76 Jahren der befarmtr Philosoph Gehemrvctt Hermann Cohen.

Hermann Cohen wurde 1842 zu Coswig im Anhaltischen tzÄwrcn. Rach bau Besuch der Universitäten Breslau, Berlin und »alle pwnwvitt-nv er 1865 in Halle. 1873 ließ er sich als Privat- boPent an der Umversität zu Marburg nieder, wurde 1875 außer­ordentlicher und 1876 ordentlicher Professor. Bis zum Jahre 1912 blieb Cohen der Musenshadt Däarburg treu. IN diesem Jahre sie­delte er nach Berlin über, wo er an der Lehranstalt für die Wissen- schast des Judentums Vorlesungen über jüdische Religionsphlloso- phie ünd Ethik, sowie über Platon und Kant hielt.

Mit Cohen ist einer unserer bedeutendsten Philosophen der Ge-grnwart aus dem Leben geschieden. Als Erneuerer und Ver- \tdtxx des Kant'schen Idealismus steht Cohen an erster Stelle und skine Werke auf dieseni Gebiete gehören zweifellos zu den bedeu-- tendfteu philosophischen Leistungen unterer Tage. Es seien hier- nur genannt: Kants Theorie der Erfahrung, System der Philoso­phie, Von Kants Einfluß auf die deutsche Kultur.

. Andenken wird außer durch seine Werke auch durch den

in Berlin an der Lehranstalt für die Wissenscl-aft des Judentums vestebenden ,L>ermonn-Cohen-Lehrstuhl" für RellgionsplTÜosoplrie erhalten bleiben.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 5. April 1918.

Handelsschule. Wie aus dem uns vorliegeirden Bericht ndelIchule v. G. Hermes zu Gießen hervor golft, beginnt ue Schuljahr am 8. April 1918 vormittags, die Crn-

dert fid? die Schule jetzt in 3 Klassen: Harrvelsfachllasse A ~fco<n ZKresdauer, Handelsfallnklasse B von halbjähriger Tauer mw höhere Handelsfach,klaffe,von einjähriger Tauer.

** Lichtspielhaus Bahnhofstr. 34. Taö Drama «Küsse, die man stiehlt im Dunkeln" in 5 Akten, mit Nils Chrrsander und Polo Negri in den Hauptrollen, sowie das Lust- fpielEhestiftung mit HindernissQr" stehen von morgen ab aus dem Spielplan. Beginn der Vorstellungen um 3, 4,45, 6,30 und 8,45 Uhr. Siehe Ait-eige.

** Das Kreisblatt Nr. 33 enthält Verordnungen über- Verarbeitung von Gemüse und Obst, Ernährung der Selbstversvr- per. Abgabe von Alkohol an Kriegsgefangene, Vorverlegung der Stunden, Höchstpreis für Häcksel, Ueberlassüng von Drill niascKnen Klxnsobdesereiverzeichnisse, Verteilung von Schuhwerk, Gefunden! Verloren.

Kreis Büdingen.

"4- 0 r t c tx 6 e x g, 5. April. Am Dienstag nachmittag Wlt im

Gasthaus zur Post Reichstagsabgeordneter Tr. Werner- Butzback) einen auch aus der Umgegend gut besuchten Vortrag, in dem er die derzeitige außen- uE» innenpolitische Lage Deutschlands schil­derte und für die Zukunft einen kraftvollen deutschen Frieden rm Sinne seiner Partei forderte. Am 10. April hält der Vvrschuß- und Kreditverein Ortenberg seine diesjährige GetteralversammLung ab. Ter Umsatz erreichte im abgelausenen 44. Geschästsjahre eine Höhe von 11 010 227,62 Mk., der Reingenünn betrug 10 986,38 Mark: außerdem vermittelte der Bevern im Jahve 1917 für 250 000 Mk. ^kriegsanlcil-e.

Starkeiwurg und Meinhessen.

I Darmstadt, 4. April. Die Wanderausstellung der Ersotzsohlen-Gesellschaft, die bisher die Städte München, Stuttgart, Karls rul>e und Mannheim besucht hat, ist vom 5. bis 10. April im Ausstellungsraum des Gewerbemuseums rn der Neckarstraße zu sehen. Tie Ersatzsohlen-Gesellschaft darf nicht d mit den anderen Kriegsgesellschasteu verwechselt werden. Sie ist eine im November 1916 vom Reichsnnrtschaftsamt ins Leben gerufene PrüfrmgSstelle, die ohne jeden Kriegsgewinn ar­beitet, deren Auslagen, wie B. die Kosten der gegerrwartigen/ Wanderausstellurrg, vom Rerchswirlsckmstsamt getragen werden. Nur solcl)e Ersatzsohlen, wclcl)e die Billigung der Gesellschaft ge­funden haben und dm vorschriftsmäßigen Stempel, auf dem auch der Kleinhandelspreis eiithallen sein muß, tragen, dürfen hergestellt rnrd in Verkehr gebracht werden. Die Frage der Ersatzsohlen kann als gelöst betrachtet werden. In der Ägsa- Sohle haben wir einen Lederersatz, der gillem Bodenleder nicht nur gleichkommt, sondern es an Haltbarkeit übertrisft. Nur ist Agfa (Nitroglyzermzellulose), # da es aus Kriegssparstoffen her­gestellt wird, gegeiuvärtig nicht in uiibeschränktem Maße her­stellbar, verspricht jedoch für den Frieden, uns von der Leder- emfuhr aus dem Auslände, die uns jährlich 2 Milliarden kostete, unabhängig zu machen. Aber auch >bic Holzsohle, sowohl die Sohle aus Sperrlpstz, ldas init Sohlenschonern bewehrt ist, wie die ganz aus Holz bestehende Sohle hat eine solche Vervollkommnung er- sahrm, daß sie allen billigen Anforderungen an Haltbarkeit, beguemes und gesundes Tragen, ja sogar an Eleganz voll gerecht tvird. Die deutsche Industrie hat auch auf diesem Gebiete ihre Erfindungsgabe bewährt uiid so dem deutscher, Bolle Mich nach dieser wichtigen Seite hin, die vom gesundheitlichen Standpunkte gar nicht Ijod) genug belvertet werden kann, das Durchhallen ermöglicht. Ein Besuch der Ausstellung wirü das Publikum von dem bisherigen Vorurteil gegen Ersatzsohlen befteien. Tenn es gewiirnt die Ueberzeugung, daß es hier vor jedem Betrug wid jeder Bewucherung geschützt wird. Aber auch das Schuhmacher- liairdwerk wird seine Abneigung gegen die Benutzung von Erfatz- lühlen ausgeben. Ihm ist der Äechch besonders M empfehlen, da gleichzeitig mit der Ausstellung Unterrichtskurse in der Bearbei­tung der Ersatzsohlen stattfinden. Nur eines ist zu bedauern, daß ein Besuch der Ausstellung in anderen hessischen Städten, wie wir hören, nicht vorgesehen ist. Er wäre wegen seiner aufklärenden Wirkung nur lcchhaft zu wünschen im Interesse der Allgemeinl)eit.

I Tarmstaot, 4. Apru. Ernst von Wolzogen ver­abschiedete sich gestern abend im Traubensaal von Darmstadt, t>as er nach über 12jäl>rigenr Aufenthalt verläßt, ccm sich auf sein oberbayrische Lcmdchllchan zurüchpistehen. Tos Brüdar-Mstt^Ouar­tet t ans Frankfurt unv Pianist Jtvh. Wasserhosen aus DüsfcLdors trug-m mehrere Toacoill^nngen Wvlzogens, ein StreickZ- quart-ett in B-Dur und ein Klavrerquindett in A-Dur vor, in welche in der Dichter eine sichere Beherrschung des Kammermusik- ßiles offenbarte. Wolzogen selbst trug mit unüdertrefsliclier Meister­schaft aus seinem, spaßigen RomanDer Biöelhase" einige Stücke von, sodann die in Tarurstpdt während des Krieges spielende TragikomödieDas Gänsche". Einige prachtvolle Gedichte, dar­unter das stmrinrmgsvvlleBoumblust an der Bergstraße" und das erst am Vorabend vollendete, inhaltsschwereTer deutsst-e Gvttt^. Ter Dichter wurde bei seürem Erscheinen lebhaft be-, grüßt und als Abschiedsgrüße ruft zahloeickMr Kranz- mib Bllcmcnsvenden belacht. Mit smnem Weggmrg ist das literarisch- kirnstleirsche Darmstadt um rir.? seiner hervorragendsten Persön­lichkeiten ärmer geworden.

= Mainz, 4. April. Ter gute Wasserstand in Rhein und Marn belebt die Schiffahrt von Tag zu Tag mehr. Vor allem wer­den ^cn«ltige Kolstanschleppzüge zu Berg grsahren und den Jn- dustriestätten zugciührt.

Fr. Worms, 4. April. In dem bei Weilerbach in der Pfalz gelegenen Orte Pörrbach wrrde der 45jährige Landwirt Karl Trehl von seimnn 14jährigen Neffen Eugen Heinz erschossen. Famllicn- znutiigkeiten wegen einer Erbschaft waren der Grund zu der Tat

Lriegrarbeit in Gießen.

XXXIII .

(Fortsetzung und Sclstuß.)

Eine weitere soziale Einrichtung dieser Art bildet die am 1. Januar 1917 von hiesigen Octsgewerbcverein ins Leben gerufene

Handwe r kerbe ratung s stelle,

die für die Mitglieder des Vereins, forme für die Hand!oerker­frauen geschaffen wurde. Bereits im ersten Jahre ihres Bestehens hat diese Beratungsstelle, die erst in der Entwickelnng begriffen ist, eine scgensreichc Tätigkeit entfalten köimem Abgesehen davon, daß sich durch die in den Monaten Januar und Februar v. Is. ein- zureiätenden Umsatz-, Besi^- und Kriegssteuererllarungen besonders Gelegenheit zur Beratung und Unterstützung der Mitglieder und alleinstehendeir Handioerkerftauen bot, wurde die Beratungsstelle auch> in sonstigen Steuerangelegenheiten (Einkommen-, Verm^ögens- und Gelverbesteuer ustv.) insbesondere bei der Zusammenstellung der Unterlagen für Steuererllärungen, Rellamationen usw. regkl in Anspruch genommen. Auch auf denr Gebiet der Arbeiterc>?rsiä)e-

rung (Kranken-, Urrfall- und ^dncmlü^nverluyermrg) sowie

Fragen der K-riegshinterbliebeiveuversorgung und jonMgen mili­tärischen Angelegenheiten iBeurlaubungen, Zurückstellungen, An- gehöcigenunterstützimg, Heilverfahren für krregsbesck-ädlgte Hand' werker usw. war die Beratungsstelle mit Erfolg tätig. Weiter bot das Gesetz über den vaterländischen HUfsdienst ausreichend Gelegen­heit zur Beratung und Untersttitzung der Mitglieder und ihrer An­gehörigen. Bei Dlffevenzen mit der Kundschaft war die Beratung^ tvelle bnnüht, zur Vermeidung umlölig''r sttechtsstreite ausgleichend zu wirken. Auch in persönlichen und sonstigen geschäftlichen Ange­legenheiten hat die Beratungsstelle die Gewerbetreibenden und Hand:oerkerftaue7, nach Möglichkeit nntersttitzt. Weiter wurden, um dar leben sull)ende Gewerbetteibende vor Nachteilen zu betvahren, be» veckächitigen Inseraten in den Zeitungen Ermittelungen angestellt . in den Fallen, in denen es sich um Schwindel unternehmen handelte, wurde in der Presse vor Benutzung dieser Institute gnvarnt. Um dem BorgurMTefen zu steuern, hat die Beratungsstelle durch ent- spreck-ende Aufsätze in den Tageszeitungen unter Berufung auf die derzeitigen, wirtschaftlichen Berhälttlisse die möglichst umgehende Begleichung der Handwerkerrechnungen empfohlen. Weiter ist die Be­ratungsstelle bemüht gewesen, die Mitglieder und deren Angehörige auf dem Gebiete der Arbeiter Versicherung, besonders in Fragen der freiwillige BersicheruTvg, durch Fragekartenversendung, ZertungS- notizen und bei sonstigen Gelegenheiten nach Möglichkeit aus^u- llaren. Die übrige Tätigkeit der Beratungsstelle erstreckt sich aus Berbandlungen mit den Steuerbehörden (Umsatzsteuer), Handwerks­kammer (Lelirlingsfragen), Zentralstelle für die Gewerbe (Dar- lehensvermittelung), Hessischc- Handwerkn^itralgenossOischaft (Ar­beitsvergebung), Einberufungsausschuß (Hilfsdienstpflicht) usw.

Die Jnarrspruchnahme der Handiverkerberatungsstelle erfolgte im Jahre 1917 von 182 Personen in 265 Fällen. Von den Rat­suchenden waren 16B von Gießen und Umgebung, die übrigen von den Ortsgewerbevereinen Allendorf a. d. Lda., Grünberg, Lüh und Lollar. Außer 171 Gewerbetreibenden (darunter 46 Handwerker-- fvcmen) wurden 14 sonstige Personen beraten. Bon den Geiverbe- treibenden gehörten dem Berufe nach 101 dem Baugewerbe an, und zwar: Maurermeister 6, Zimmermeister 1, Dachideckermeister 7, Spenglermeister 6, Schreincrmeister 28, Schlossermeister 8, Glaser­meister 6, Weißbindermeister 28, Tapezierermeister 5, sonstige Bau- gewerbetreibende 4. Von den erteilten Auskünften betrafen: Starrer-- fragen 143, (Umsatzsteuer 43, Besch- und Kriegssteuer 52, Ecw- kommensteuer 27, Vermögenssteuer 12, Gewerbesteuer 9), Mbeiter- versichernng 30 (Unfallversicherung 9, Krankenversicherimg 5, Iw validerwerfickrerung 16), Gewerbeordnung 4, Kriegsversorgung, An- Aehörigenunterstützrmg und sonstige militärische Llngelegenherten 48, jonstige Handiverkerftagen 28, Verschiedenes 12. Neben der Be­ratung der Mitglieder und deren Angehörigen wurden gegen Er­stattung der baren Auslagen im Berichtsjahre durch die Hand- werkerberattnrgsstÄle 155 Schriftstücke angesertigt. Die Zahl der für Tageszeittingen und Gewerbeblatt angefertigten Berichte, Auf klärungsnvtizen usw. betrug 36. Die auf Anregung des Vereins gesftasfene Einrichtung, bei Differenzen bei' Kundm oder Lieferanten durch Zuziehung von Sachverständigen ans den in Frage kommenden Berufen, eine Verständigung der Streitteile zu versuchen, und dadurch mmötiger Prozeßfühcung vorzubeugen, hat sich außer- ovdeittlich gut bewährt.

Auch die M 9 Jahren bestehende Rechtsberatungsstelle deS ev. Arbeitervereins hat sich im abgelaufenen Jahve den rcrtsuärenden Minderbemittelten, insbesondere Angehörigen der Kriegsteilnehmer, unentgeltlich zu> Verfügung gestellt. Sie wurde im Jahre 1917 von 184 Personen i78 männliche, 106 weiblichch in 207. Fällen rn, Anspruch genommen Von den Ratsuchenden waren 157 aus Gießen, die übrigen aus den Orten Mlendorf a. d. Lda., Butzbach, Climbach, Gwß-Erchcn,

Pobl-Göns. Oueckborn, Schadenbach, Staufenberg, Watzenborn- Steinberg und Wieseck. Denr Berufe nach gehörten 91 dem Arbeiter- ftcrnde an, 42 waren Gewerbetreibende, 39 mittlere und kleine Be amte, 12 sonstige Personen. Bon den erteilten Auskünften betrafen: Arbeiterversicherung 57, Angeftelltenversicherimg 6, Kriegsversor­gung, Angehörigenunterstützung und sonstige mllllärische Ange­legenheiten 81; bürgerliches Recht, Strafrecht usw. 22, Steuer- fragen 16, Verschiedenes 25 Fälle. Neben der Ertellnng von Rat und Lluskunft wurden 196 Schriftstücke angesertigt: außerdem er> folgte in vorkommenden Fallen kostenlose Vertretung vor dein Oberversicherungsamt Darmstadt bzw. Reichsversicherungsamr Berlin.

Auch der G i e ß e n er Anzeiger hat seine Spalten im Jutereffe der Ratsuchenden zur Verfügung gestellt und im Brief, kästen der Redaktion in 106 Fallen Auskunft ettellt. Hiervon be­trafen Arbeiterversickierung 6, Angestelltenversicherung 2, Kriegs- Versorgung, Angehörigenunterstützung und Kriegswochenhllfe 25. Orden^ und Ehren^zeichen 5, sonstige mllitävische Angelegenheiten 15, Hilfsdienst 6, Steuerftagen 4. sonstige Rechtsfragen.14, Ver­schiedenes 29.

Leider wird die Tätigkeit der gemeiunützrgeic Beratungsstellen dadurch wesentlich erschwert, daß die Ratsuchenden, besonders in Arbeiterversicherungsangelegenherten, oft erst Auskunft und Rat einholen, wenn die Frist zur Einlegrorg eines Rechtsmittels ver­strich?!: oder die Ansprüche verloren sind. Es wird deshalb auch bei dieser Gelegenheit die Bitte ausgesprock-en, die Ratsuchenden aus die bestehenden Einrichtungen hinzuweiscu und zurechtzertrger Inanspruchnahme der gemeirrnützigen Beratungsstelle aazuhaltrn.

H. Kirchner.

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