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würden aT-Stxntn bie Organe bilden, die alle kaufmännischen Ge­schäfte des KommunalVerbandes abzulvickeln hätten, der dabei als Behörde selbstverständlich in vollem Umfange wie seither für die vollständige und rechtzeitige Erfüllung der Umlage verantwortlich

bleibe.

Der Herr Abgejvrdnete Henrich hat den Wunsch aus­gesprochen. bezüglich der Brotgetreideversorgung das ganze Groß Herzogtum zusammonzufasseit. Diese Forderung ist von dem Herrn Abgeordneten .Henrich schon im Februar 1916 gestellt worden. Die Regierung har .damals zu dem Antrag eingehend Stell img genommen. Wie wir ausführten, konnte einem dahin­gehenden Antrag von der Reichsstelle nicht entsprochcnl. tverdert, weit eine derartige Maßnahme den grundsätzlichen Aufbau der ganzen Reichsgetreidewirtschast durchbrochen hätte. Um möglichst allen Hessisckum Kourmunal verbänden die Vorteile der Selbsllvirt- schaft zuzuführen, sal>en nur uns veranlaßt, einzelne Kreise mit Zuschnßbedarf mit Ueberschnßkreisen zusaminenzulegen. Do wurde .der Kommunalverband Friedberg mir derr Kreiserr Friedberg und Offenbach, der Kommunalverband Tarmshadt mit den Kreisen Darmstadt und Dieburg und der Kvnunnnalverband Mainz mit den Kreisen Mainz, BiinMl Md Oppenheim gebildet. Diese Art der Regelung hat sich in der Praxis bewährt. Tie Kammer kam deshalb auch seinerzeit zu dem Beschluß, den Antrag des Ab­geordneten Henrich soweit n die Brotgetteideversovgüng betraf, abzrrlehnen. Die Verhältnisse haben sich in dieser Hinsicht gegen damals nicht geändert. Unser ganzes Spstem der Lebensmittel^ Versorgung roird irr seiner Ticrcküül)rung erheblich gefährdet und be­einträchtigt durch den sick>Innrer nrehr breitmachenden Sckleich- han del mkd durch die s«chseich>vers.vrgung. Der Schleichlstindler, der aus wuckvrisckM Geioinnsucht hie Geiehe überttittt verdient keine Naelsticht: sein Gerverbe ist schimvflich, darum richtet sich Muh die neue Verordnung des Bundesrats vom 7. März d. I., die in düsten Tagen im Reichs-<^esetzblatt erschienen ist, gegen den gerverbsmäßigen Schleichhandel. Vor allem muß dem Schleich- l-andel duvck» möglichst restlose Erfassmrg der Erzeugnisse bei dem Erzeuger ertt ge gen getreten werden.

Anderer st-its muß aber auch die S ch l e i ch V e r s o r g u n g nach . wie vor möglichst unterdiücst werden, denn jede ungesetzliche Sonder Versorgung schädigt die Allgemeinheit. In den letzten Tagen sind diejenigen Kvmmunalverbände, die dies beantragt Hattert, Wiede'. . -'iütärLommandos zur Untersttitzung des Polizeipcrsonals bei der Uoderlvachung des Schleichhandels und der Schleichversor­gung zugegau'ren.

Zur T' M ühnrng der Zwangsorganisation aus immer weitere Nahrungsmittel »werden 'weitere, Anordnungen durch das Kriegs- ernährungsamt und infolgedessen durch uns und die Kommnnal- verbände erforderlich. Ebenso erwiesen sich ständig zahlreiche Ab- änderungen bestcl-ender Verordnnngerr notwendig, da die Verord­nungen der jeweils sich änderirden Sachlage ungefaßt sein müssen. So sehr wir deshalb auch die große Zahl der Verordnungen und ihre ständige Llbänderung bedauern, so läßt sich doch hieran, so­lange die Zwangsbcavirttchafttlng dauert, nichts ändern, und wir müssen die Gc'ahr. daß durch ten ewigen Wechsel eine Mißachtung der Gesetze und eine große bedauerliche Unsicherheit auf dem Ge­biets de-r Verkehrs cintrltt, mic in derc Kauf nehmen.

Wir richten an Sie die dringende Bitte, mit uns ausklärend «mit die Bevölkerung zu wirken, aus rvelchen Gründen eiire solche Zwanhs Organisation erforderlich wurden wie schttnerig es vor! ollem ist. unser Heer, unsere großen Städte und unsere Industrie- zentren, die unseren Söhnen im Felde die schneidige Masse liefern, mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Wir bitten gerade in der jetzigen Zeit, in der die von dem Kriegsernährungsamt zur Erfassung der Vorräte angeordneten Feststellungsausschüsse tätig sind, und tiefe Eingriffe in die Freiheit des einzelnen erforderlich iverden. um unser Durchhaltcn zu ermöglichest, u.:s Fbre Hilfe in bieftp..'chchung nicht versagen zu wollen. Sch !,i st folgt.

Volksbund für Freiheit und Vaterland.

m. Gießen, den 21. März 1918.

Im großen Saale des GasthofsFürstenhos" hielt gestern abend die hiesige Ortsgruppe desVolksbundes für Freiheit und Vaterland" ihre erste öffentliche Versammlung ab, die äußerst zahlreich besucht war.

Professor O. Bousset begrüßte zunächst die Anwesenden Und teilte mit, dah Herr Geh. Kirchenrat Professor E). Dr. E cf leider verhindert sei. Sodann ergriff Herr Professor vr. R o l o f f das Wort, wies darauf hin. daß neben den zahlreichn Organi­sationen^ sich nun noch derBolksbund" gebildet habe, und gab »einen Rücürlick auf die politische Lage, wie sie sich Kriegsbeginn darbot:

Deutschland sollte damals zum Vasallenstaat, zur Macht zwei­ten oder dritten Ranges herabgedrückt werden, und mir die Zu­sammenfassung aller moralischen Kräfte sicherte den erfolgreichen Widerstand Mit gutem Gewisfen ist Deutschland in den Krieg hin- ^ingegangen. DerVolksbund" will nun, daß als bleibendes Ergebnis des Krieges, in dem das deutsche Volk seine Opserfrcu- digkeil bewies, eine verstärkte, geläuterte Staatsgesinnung bleibe. Den: einzelnen soll klar gemacht werden, daß er für das Ganze ebenfalls verantwortlich isr^ Ter Staat muß aber auch so ein gerichtet werden, daß alle Schichten sich in ihm wohlfühlen. Das wird erreicht durch Freiheiten und Rechte, die der einzelne erhält, um im Staatsgetriebe mitzuarbeiten. Deutschland ist hier voran- gegangen und ivar 1866 in dieser Beziehung bereits Oesterreich, 1870 Frankreich überlegen.

Gleichheit vor dem Gesetz muß herrschen. Heute fordert der Dolksbnnd das allgemeine Wahlrecht, welck>e Forderung, historisch entwickelt, nur die Fortsetzung einer alten preußischen Tradition! bildet. Durch eine gesunde innere Politik will ferner der Volks- buno d?r äußeren Politik Hilfe leisten. In diesem Punkte ergibt Uch der NrUccschied zur Vaterlandspartei. Wahrend die Vater­land cp:: l var den Friedensschluss beeinflussen will, beabsichtigt der Voll -nd auch in die Friedenszeit hinein seine Wirkung zu bewahren. Drei Probleme sind es, mit denen wir uns zu befassen habe:'. Das erste ist derV e r st ä n d i g u n g s f r i e d e n", für den der Volksbund cintritt. Ein Verständigungsfrieden ist kein Verzicht, sondern er besagt lediglich, daß bet Friede so beschaffen flau soll, daß auch die Feinde Interesse daran haben, es nicht zu einem neuen Krieg kommen zu lassen. Die Idee des Verständignngs- friedenS schließt natürlich den späteren wirtscl'astlick>en Krieg aus. Beim Feinde verlangen wir selbstverständlich dieselbe Bereitwillig­keil zur ehrlichen Verständigung. Solange diese nicht da ist und die Gewißheit nid# besteht, datz das deutsche Interesse gewahrt wird, muß der Krieg fortgesetzt werden. In ocr «weiten Frage, der Vergrößerung" Deutschlands lehnt der Volksbuno jede ge- waltsanie Artgliederung von nichtdeutschen Gebietsteilen ab. Die gewaltsame Angliederung würde einem Traditimrsbruch gleich- rommen. Nur die freiwillige Anglicderung kann gebilligt werden. Die Erweiterung im Osten ist vorteilhaft. Deutscl-e Kolonisten werde:: dadurch aus Rußland heraus ge zogen und wir vereinigen Zwei Kulturen nebeneinander, ohne der eingesessenen Bevölkerung ihre nationale Entwicklung zu beschneiden. Im Westen darf jedoch V.'lgien nicht mmektiert werden, da nur freudige, bereitwillige Untertanen brauchbar sind. Anw hätte die Annektion die ewige Feindschaft mit England, Frankreich. Holland und anderen Staaten zur Folg- Die Gründe, die die Vaterlandspartei als maßgebend zur Annektion angibt, sind nicht durchscl-lagcnd. Belgien gibt sich nicht noch einmal zum Aufmarschgebiet her. Es ist Kleinmut, zu behaupten, daß wir ohne Belgien oder gar die flandrische Küste nicht airskämen. - Das dritte Problem, dieK o l o n i a l p o l i - tik". findet in einem starken Kolonialbesitz seine Lösung. Wie Staatssekretär Dr. S vl f richtig betonte, brauchen wir ein starkes Kolonialreich. Je größer eS ist, um so leichter wird es sich ver^ teibuu'it laßen. Im übrigen roird die beste Politik wohl die sein, die derjenigen vor 1914 ähnelt.

Nach den mit viel Beifall a» »genommenen Ausführungen sprach Professor I). B o u s s c ( über den volkstümlichen freiheitlichen Ausbau im Fnnern: Dentschland, das Land der .Heroen Lutlrer,

unfreies Land. Daß die Feinde uns bpi Vorwurf der UnireH nt machen, liegt wohl daran, daß der Begrin M-v Freibeit t n verschiedener ist. Während der Engländer und Ameiikaner die bürgerliche Freiheit meint, denken wir an die geistige Freiheit. Auch wir haben eine.-gerliche Freiheit, die Wilson selbst als vorbildlich - anerkannte. Man macht uns trotz­dem den Vorwurf der politisck-en Uner-vgeuheit Das müssen wir

zunrckwelsen. Der Fehler liegt im Dreiklassenwahlrecht und daran, daß «ine Oberschicht, zwar nur 1 / R des Reichstags, die konservative Parte,, alles beherrscht. Diese konservative Schicht entspricht heute mcht mehr den Verhältnissen. Das Ausland greift uns dieserhalb an und hielt sogar den Staat für angesault. Wir fordern deshalb o,e lnncrpolitische Neugestaltung und zwar:

1. um des Staates willen. Ein moderner Staat kann nur bestehe,, und gedeihen, wenn er sich ans die Masse seiner ge­samten Kräfte, die Volkskräfte, stützt. Ein tiefes Fundament muß viorhandp, sein, un^) das soll in die Seele des Volkes aelegt/ werden. Man hat bei Rußland gesehen, wohin das Fehlen dieses Fundamentes führte.

2- wegen der Freudigkeit der einzelnen Glie- der selbst. Vor dem Kriege standen viele Parteien abseits. Das ,st heute anders geworden: die Ueberzcugung der Besten, der füh­renden Köpfe muß sich durchsetzen.

o- w egen des Zusammenhangs zwischen Kaiser nnd Volkstum. Wir brauchen ein Kaisertum, aber es darf mcht gefesselt sein durch die Konservativen. Kaiser und Volk sollen zusammengeschmiedet sein. Die Regierung soll zu Reformen sich geneigt zeigen.

4. um der inneren Gesundung unseres Volks­tums willen. Große Schuldenlasten liegen auf uns. Daher muß eine Bodenpolitik größten Stils nach dem Kriege eingesetzt und eine Steuerreform durchgeführt werden.

. Die Neugestaltung verlangen wir jetzt, nicht erst nach dem Kriege, wie die Vaterlandspartei, dazu einen Reichstag, der mehr Einfluß wie der jetzige besitzt. Gerade der inneren Einheit halber muß die Neugestaltung jetzt kommen. Zur Einheit gehört aber auch me Verständigung der Parteien. Das Vaterland steht über jeder Partei. So soll der Volksbuiid der Boden sein für alle Parteien, ohne der einzelnen ihre Eigenart zu nehmen.

Professor D. Bousset, dessen Darlegungen ebenfalls mit großem Beifall ausgenommen wurden, schloß hierauf die Versamm­lung.

GerichtSsaal.

X. Ha na u, 21 März. Das Landgericht Hanau halt« sich mit einer Klage des früheren technischen Direktors der Aktien­gesellschaft Dunlop Gummv-Kdmpanie in Hanau, Rafael Müller, gegen den Auffichtsrat dieser Gesellschaft zu befassen. Die Tnnlop Gummi-Kompanie befand sich oor dem Kriege in englischen Händen und wurde dann unter Zwangsverwaltung gestellt. Später gingen tne Aktien im wesentlick)en über an die Fahrradwerke vorm. Hch. Kleyer in Frankfurt und an die Opelwerte in Rüsselsheim. Zwi­schen dem Aufsichtsrat und dem technischen Direktor Rafael! MÄlllw entstanden Streittg keilen, die dazu sükirten, daß dem Direktor Müller das Vertragsver'hälmis gekündigt wurdet Müller, mit den, ein auf längere Jahre laufender Vertrag abgeschlossen worden war, klagte daraus getzen die Tnnlop Gummi-Kompagnie. Vor dem Landgericht Hanau ist jetzt der Prozeß durch einen Ver­gleich beendigt worden. In diesem Vergleich bedauert die Dunlop Gummi-Kompanie infolge von Jrrtüinern den Bruch des Vertrags- Verhältnisses mit dem Di.rekeor Müller herbeigeführt zu haben und zahlt ihnr als Entschädigung einerr Betrag von 100000 Mark unter Tragung der Gerichtsvosten.

Ver?mrs§hte».

*Würzburg,21. März. Ein Landfturmmann, der wegen unerlaubter Entfernung von seinem Truppenteil festgenommen wurde, hat aus dem Wege zum Arrestlokal die Flucht ergriffen und wurde von dem ihn transportierew- den Unteroffizier erschossen.

Briefkasten der Redaktion.

h. v. Antrag wegen Zahlung von Familienunterstützung ist tbei der Bürgcrnieisterei Ihres Wohnorts oder beim LiesernngS- vevband (Kreisamt) zu stellen.

Ans Stadt und Land.

Gießen, den 21. Mürz 1918.

** A rn t liche Personal Nachrichten. Der Groß­herzog empfing zum Vortrag: den Staatsministcr Dr. von Ewald, den Vorstand des Kabinetts Wirkt. Geheimerat Römheld; außerdem den Generalleutnant z. D. Bernhard und den Generalmajor Eggerss. Forstreferendar Jörg Schlotterer zu Butzbach wurde zum Forstassessor ernannt.

S u b m i s si vns h o l z ve r ka u f. Ans den Wüldungeu! der Stadt Gießen im Bezirk des Forstwarts Geisel-Gießen sollen Fichten-Terbsttriigen im Sübmissio-nsweg verkauft werden. Siehe Anzeigenteil.

** Hol z v e rstei ge rnn g. Montag, den 25. März 1918, vormittgas 9 1 /» Uhr beginnend, wird in den Waldungen dev Stadt Gießen im Fevstewald, Abteilung Steinertswald Nr. 4, Holz versteigert. Siehe Anzeigenteil.

** T i e A u s g a b e d e r S e i f e n k<r r 1 e in erfolgt Samstag, den 23. d. M. Siehe Bekam,tmachinng.

** Frühlings Anfang. Helle lockende Sonne und ein azurblauer Himmel seittn, zum Frühling hinüber. Mit dem heutigen; Tage, dem 21. Mär>, beginnt der astoonomische Frühling, ein- Igeleitet durch daS Aeqninoktinm. d. h. Nachsgleiche, die Zeit, ivo Tag und Nacht einander gleich sind. Bon wnn an werden die Tage länger, und die Wirkung der Sonneiistrahlen nlacht jich, stärker bemerkbar.

** E i n: Sitz ung d er S tadtvc ro rdne ten fi nbet Freitag den 22. Marz 1918, nachmittags 4 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Mitteilungen, 2. Umnumerierung des Geb-ändeS der Univerfitäts-Bibliotchet, 3. Vorlage der Rechnung 1916/17 und des Voranschlags 1918/19 der Löb-er- Stistung, 4. Borlabe der Rechnungen des Gas- und Wasser- werks, des Elektrizitätswerks und der Straßelidahn für das Rechnungsjahr 1914, 5. Fasethal kling; hier: Verlängerung des Vertrage mit Landwirt H. Gottniann, 6. Eberchaltung; hier: Verlängerung des Vertrags mit dem Land­

wirt Adolf Braun, 7. Wahl -einer Kommission für die Vergebung von Stiflnngen für Kriegs­hinterbliebene, 8. Gesuch des Kaiserlich Deutsct-en Gene- ralg>ouvernemen:s Warschau um Bewilligung von Beiträgen für die aus russischer Gefangenschaft zurückkehrenden Deut­schen, 9. Bewilligung eines Ehrenpreises für die in Gießen stattfindende Landesverbandsausstellung hessischer Kanin­chenzuchtvereine, lOi Festsetzung der Gebühren für den Schlachthof, 11. Bewilligung von Kriegsteuerungszulagen für das Rj. 1918.

** Aufnahme der Viehbestände bei ungenü­gendem Angebot. Nach der Vekannttnachung Großh. Mini­steriums des Innern über Fleischversorgung vom 12. Dezember 1917 (Reg.-Bl. S. 295) ist der ViehlMc'ovlsverband berechtigt, bei nicht genügende:« Angebot eine Aufnahme der Viehbestände durch seinen Beauftragten ainter Zuzielning des Vertrauens­mannes der Landivirtschaftskanmrer upd des Vertrauensmannes der Landes-Milch- imb -Fettstelle vorzunehmen. Die so gebildete Kommission hat hie Aufgabe, die zur Schlachtunr- geeigneten Tiere in die Schlachtviehliste aufzunehmen, sowie der den einzelnen Bichhaliern festzustellen, ob das diesem gehörige Vieh (Mnder, Sck',weine, Kleinvieh) zum Bestand des Vichballers au Futtermitteln nicht in offenbarem Mißverhältnis stek/t und wenn sich ein solches MißvechälttiiS ergibt, einen entsprechmden Teil dieser Tiere ebenfalls in die Schlachtviehliste auszunehinen. Tie in die Schlachtviehliste ausgeivommenen Tiere sind dem Be­sitzer alsbald zu bezeichnen. Einsprüche gegen die Aufnahme von Tieren in die Schoch viehliste Ijkit der Besitzer innerhalb fünf Tagen nach erfolgter Mitl-eiliing an ihn oder seinen Vertreter unter Begrüirdung schriftlich bei dem zuständigen KreiSaml ein­zureichen. das über dair .Einspruch entscheidet, tvenn riöti-g unter Zuziehung pon SaclMrständigen. Tie Kosten des Ein,pruchsVer­fahrens hak, wem, der Einspruch verivorfen wird, der Besi^er zu tragen, andernfalls ->er Viehh-andelsverband. Zn Fällen, in dencnc keine Uebereinstliumwig der drei Mitglieder der Ausnahme-- kmnmission best-eht, hat das Kreisamt in derselben Weise, wie beim Einspriicht-verfahren, ül'ar die Ausnahme zu entscheiden Die Kosten trägt in diesem Falle per Viehl-andelsverband Die in die Schlachtviehliste aickge-munmenen Tiere darf der Besitzer

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21. Mürz.

ohne Genehmigung das VielstxiudelSvarbandes an Tritte nicht veräußern. Nack: die'ea DvisckVriften kann nicht der Be/au ft ragte des Viehhandelsvierbandc-s' allein über die Auftiahme von Tiereii .' in die Schlachstviebliste entschüden, sondern mir in Uebeveinstim- mung mit den Dertrauens'mS'Mverrr der LandwirtschaftSkmnmer ulw der Landes-Milch und Fettstelle. Außerdem steht dem Be­sitzer, wie oben ettväh:tt. auch noch ein Einspruchsreckst gegen Be- chlüsse dieser Komunssion zu.

(WTB.)

(Amtlich.)

W r st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Zwischen Dirmuiden und La Basste blieb auch gestern Erkunduntzdlätizkeit i'7ge. Der Artrlli - iekampf nahm am Abend bei auftiärendem Wetter au Stärk: zu. An der übri gen Front lebte die Gefechtstätigkeit vorübergehend auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Aus dem Südufer der Oise, nördlich von Reims usUv in der Champagne war das Artillerrefeuer vielfach ge­steigert.

Heeresgruppe von Gallwitz.

Der Artilleriekampf vor Verdun nahm am Adeno große 5)eftigkeit an. Bayerische Korupagnien überranten südwest lich von Ornes in überrgsch.'Ndem Angriff die erste feindliche Linie, sic stießen bis zur Brune-Schiucht durch und nahmen einen Bataillons-Stab und mehr.als 210 Mann (darunter 26 Offiziere) gefangen. Westlich vo i Apremont drang rhei­nische und nieokrsächsistbe Lünd.oehr in die .canziisischen Gräben ein und brachte 78 Gefangene zuriick.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Auf dem Ostuftr der Mosel und bei dtomcny führten wir erfolgreiche Ermndungen durch. Das Zer?törungsftuer

der ftanzösischen Artillerie am Parroy-Walde lstelt an.

*

In breiten Abschnitten der Westfront ist heule früh dir ArtillerierchlachL mit voller Wucht entbrannt. Ocsterreicki'ch ungarische Artillerie hat sich am Kampf gegen Englände' und Franzosen beteiligt.

Osten.

Heeresgruppe von Mackensen.

Truppen des Generals der Infanterie Kosch haben in der Ukraine die Handels- und Hnfcnstadt Cherson genommen Der Erste Generalln-artiermeister L u d e n 0 o r f f.

Der BernerBund' Bern, 20. Mär^. (WTB schreibt in Erörterung der zu

über die Kriegslage.

. Nichtmntlich.) S t e g e m u n n rwarrenden großen Frühiastrs-'

Willst den Feinden du recht schaden. Kräftig, wie mit Handgranaten.

Sei auch diesmal fest dabei:

Zeichne tüchtig K r i e g s a n l e i h' V

Landkreis Gießen.

tt Treis a. L., 20. März. Dem im März 1915 in russische Gefangenschaft geratenen Musketier Adam Schneider gelang es nun zu errtkommcn.

Hessen-Nassau.

][ Marburg, 21. März. Unter dem Vorsitze des Herrn Oberschulcats Kauzow aus Kassel fand in den wer ,nährend der Kriegs zeit ins Lebm gerufenen Vlindensi .idieulxnmen zum ersten Male eine Reifeprüfung statt. Sämtliche füns Prüflinge, die von den: gleichfalls blmdeu hiesigeic Priv l!'ehrer Dr. pbil. Hasteu- pflug vnrgebildet worden ivaren, bestände äe Prüfimg

K. P. Vom Westerwald, 20 .'Närz. In dem Torfe Niederell'ert wnrde der Vullenlxrlter v^ rfnem Bullen derart gegen die Mond des Stalles gedrückt, er an ben erlittenen» inneren Verletzungar stiarb.

offensive u. a.: Es t|t nicht gesagt, daß die deictsetze Ossc i auch »regen des in der rechten deutschen FbrnSe entstandenen K o n fliktes Hollands mit den kriegführenden Parteien verschoben werde. Der Ängttft der Entcme ans den holländisch S: raum beschränkt sich nur auf die Untersveboole und zeigt ' daß der Mängel an Scküftsocmm schon aufs ernsteste gcstttgeii ist 'Man bat in England und Amerika sicher gezögert, diese Möse zu bekennen und zugleich solchen Zwang arcs?-uüben. ivie er ietzt gegen Holland «mgeioendet werden wird. Der Vorgang zeigt wie grunditürzend die »trategisckie Lage der Entente seit F'xw' rrfto' Frledensangebote tm Winter 1916 verander: wurde Der Urner- scebovtkrreg wirkt tu der Flanke und auf die Berlnndungs'rnien der allnnten Ernheitsfront von Tag zu Tag stärker, und der Augenblick schnitt mcht wrn, in dem von einer -ch.- U r-ng d,- militärischen Widerstandskraft der englisch-n-anzösisch-iialienisch. c.mkrlkam»ckxnl Front geiprocknm werden kann, txnevrgeruien durch- unzureichende Speisung mit Streit und Erbaltuugowitte'n die heraugeschafft werden mMett. Dem 'Schweizer mäg stst Bedrängnis Hollaichv zeigen, vaß auch er in einer zimfck'engeschobenert Fwns.-u gefaßt fern muß. Die Sch-.vciz lxu z-.var keinem ^cklchsraum zu vergeben oder sich solci>en nehmen zu lassen, at>cr l lC au ^ ^niürck^n und natürlichen OpevativnSioe.vm, die dem Lttnege nach allen Setten absolut ent zogen b.ciben münen ,.nd -war eher als der uoNveudigc Schiffsrauin. da mit chrcr' Be Nutzung die Verletzung des schlveizerischcu StEgelnetes conbunden wäre.

Näheres von den FUegeriingrifstn auf Frestnn-a ,. am tt!. März.

Nüü:amllich.k NachmtttagS. Der H Vl \ lbcx , ]d]m kurz berichtet nmit*,

erWflti um 4 Uhr nachmUl<w.> und lourdc von 8 Flu^mgen ausgeführt. Er bat stch »u etnem besonders cm vfin d l , .che u FeblschlagfurunsereGegnerEltet Bon den 8

Acnrgen bltelxm bm m unterem Besitz. Wie uv»; dl-, umiAn-u-.n ntnte ' c:stdes Geschwaders durch das Zv..ec unserer >!llnoehrgesckü1tze Flag-eng,' beschädigt ,rvrden ist. steht dabn.. An den Ab.chtiten ^Ktben die Abioelngeschi^. die Flug- mtickmmder do? H«.mat1ustschltzeo und unsere >tgdstio,v:r Ä SV 011 /- 0-egit^r dcn Ruclltvg verleitteu iasr Detcht? Ämeis

Tlte Ersvlge, dce der ALlvurs von etlv,t 20 Boutber Lchadt Frewurg erzicldc, sind garmq,

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