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g^tzacht. WW-ünb tom gx&lzTtttec 1915 5t§ August zone fahren würden. Die Basis of Agreement war die Folge. 1^1, in.r. .i 'Die Niederlande erklärten aber, das Interesse der Lebens­

mittelversorgung und der Rohstoffbeschaffung für die Indu­strie müßte ebenso wie das Interesse der Flotte und Kolo­nien an erster Stelle stehen. Daß die Schiffe zur Verfügung gestellt wurden, widerspricht der Neutralität ebensowenig wie die Fahrt durch die neutrale Zone. Wenn die Regierung sich energisch gegen die neue Forderung der Alliierten wandte, so geschah es, weil die Alliierten einen Zwang auSüben wollten, gegen den sich der Geist des Volkes empört. Die Gefahr für unsere Flotte ist durch diese Forderung veran­laßt, zumal, wenn wir, iudem wir durch die Gefahrzone den Etappendienst mit unseren Schiffen verrichten müssen. Die Regierung hat versucht, durch die Bedingungen Abhilfe zu schaffen, daß Transporte von Truppen und Kriegsmaterial nicht zugelassen würden. Die Gefahr für un­sere Flotte kann nicht verhindert werden. Der Minister hob sodann hervor, daß gemäß den Mitteilungen der offiziösen Presse der Alliierten die Msicht zu bestehen scheine, die ganze niederländische Flotte, die sich außerhalb der niederländischer! Häfen befinde und ungefähr eine Million Tonnen betrage zu requiriereu. Das wesentlichste Interesse der Niederlande ist, ihre Flotte zu retten. Das ist ein vitales Interesse um unserer Kolonien mitten. Die Regierung muß auch [oiarEttc als möglich die niederländische Flotte unver­sehrt erhalten und ha für soraen, daß sie nicht aus den östlichen Meeren Vertrieben wiro. Wenn die Alliierten unsere Schiffe requirieren, ioerdeil sie nicht mehr niederländische Schiffe sein und die ftmrialfchis fahrt wird unmöglich sein. Deutschland beherrft die Zone, die uns für unsere Schiff­fahrt frei gelassen werden ist. Nach der Requisition wird Deutschland sich ernstlich der Ausreise unserer Schiffe wider- setzen. Sodann widersprach der Minister der Behauptung der Zeitungen der Miierterr, daß die Niederlande die Ver­sprechung nicht erfüllt hätten, Fährte ngemä ßder vor­läufigen Vereinbarn ng auszuführen, da Deutschland ge­fordert habe, daß für die von .Holland ausfahreitden Schiffe andere Schiffe nach Hollcurd ftrnunen. Die niedertändisll)« Regierung har die amerikanische Regierung sofort wissen lasten, daß es für Holland unmöglich ist, für den belgischen Hilfsdienst zu fahren.

Amsterdam, 18. Mär^. (WTB.) Wie auS dem Haag gemeldet wird, hat die heutige Kamnrerfitzung keine Klarheit darüber ergeben, ob die holländischen Schiffe in .Holland frei aus fahren sollen^ oder ob der deutsche Vorschlag des Pendelverkehrs angenommen wird London, 19. März. (Rertter.) Die Times erfahren aus Neuyiork vom 18. März: Die Besitznahme der 700 000 Tonnen niedertändischenSchiffsraumsrn ameri­kanischen Häfen wurde verschoben. Der Aufschub !vurde als .Höflichkeit (!) gegen die niederländisck^e Regierung be­schlossen, um ihr noch etlvas Zeit M lassen, die Vereinbarung über die Verwendung der niederländischen Schiffe durch die Alliierten zu unterzeichnen.

1910 die rmonatlichm. Kriegslagen sich ziemlich konstant um die Summe von 7 Milliarden bewegten, hat rm September 1916 mir dem LlNfany des sogenannten Hindenbuvgpwgramms ein ziemlich 'chcrrfeS anziehvn der Kostm eingesetzt, das für den Itest des Jahres 1916 den MonatsdnräM-irtt sckZon etwas über 3Vr Milliarden Atark und für die erste Hälfte 1917 auf rund 3 Milliarden Mark und in den letzten Monaten auf 3.75 Milliarden Mark anschwellen ließ. Wenn in diesen Kosten auch eine Reihe glei-chialls erhöhter .Heimatansgaben enthalt! 'Tinb, B. in )an reuten Monaten. ->00 MilliLmer: Rückzahlung von ^amikienmtterstütznngen an du Kvmmmralverbände, Ternnuagsm lagen au Beamte usw., so ist noch die S teigerung m erster Linie auf die erhöhten jmntiflefa baren Anst»rderunMn des Heeres zirrückzuführrn. Erweite­rung unserer Kri egs s cha n pl ä tze, die Tatsache, daß wir unsere Lokomotiven und Wagen für ihre Versorgung in halb Eu­ropa laufen lassen müssen, die Notwerchigkeit. im tz-ebrauch neuer .stampfmittet mit dem Gegner nickt mrr Schritt zu halten, sondern ihn zu überskügeln, haben diese fortdauerrrd vermehrten Anforde. rungen herbeigerührt. Ich spreck^ von dem Programm. daS im September 1916 auf dem Gebiete der Waffen- und Ddnrrions- licferung einsetzte, das.eine lnmsangreictch Ausdehnung aller WaffeN.- und Munitionsfabriken erforderte und das daher 'in bezug auf Leistung und .Kosten erst nach geraumer Zeit auf seine volle Höhe gebracht werden konnte. Ich kann heute sagen, es hat die geplante Höhe erreicht rächt nur in den .Kosten, sondern auch in seinen Leistungerl. Seine volle Auswirkimg auch nach dieser Richtung wird mir von der Heeresverwaltung bestätigt. Und diese volle Auswirkung fällt in die richtige Zeit. Auch in der Marine Verwaltung sind die Kosten in den letzten Monaten ge Uogen, und die Wirkung dieser höheren Aufwendungen ,die ftnden Sie täglich in den erneut steigenden Versenkungsziffern mrserers U-Boote. Meine Hörern! In England sind die im Dezember be­willigten Kriegskosten gleichfalls erschöpft. Und bei der Anforde­rung der neue rckbredite hat der Schatzkanzler eine Berechnung der täglichen Kriegskosten im letzter! Jahre gegeben.

Wenn er sie im Durchschnitt mit 130 Millionen pro Tag des letzten Jahres angibt. so zeigt meine Monatsrechnung für die letzten 5 Dcomrte, daß wir noch etwas unter diesen stttregs kosten geblieben sind, aber mir noch etwas. Mir dürfen nicht vergessen^, daß die englisämk Kriegskosten von uns fast erreicht sind. Tie .Hauptlast des Krieges in Eurova. die ruht jetzt auch in dieser Be­ziehung aus Deutschland und England.

Meine 'Herren? Ich sprach früher schon Zweimal von den Wett- krieg^k-osten. Ihre Beoechmmg toird immer fächeriger. Denn ich weiß nicht, was Asien. Südamerika außveuden. Ich lasse deshalb die anderen Kontinente außer Betracht und beschranke mich auf die ettrijred'ent* Ziffer in Europa., aber erschreckend im höheren! 'Maße Ar unsere Geg-Er ccks für uns. Ich berechne die bisherigen. KriegM^ten Europas ans nicht weniger als 550 Milliarden und bin der Ueberzrengnng, daß von ihnen die Entente mindestens 370 Mil- liiarden, die Gruppe der Zentralmächte ihrem Verband nicht mehr aE 180 Milliarden Mark ausgegeben hat. Aus den Kopf der Bevölkernng bereckmek, entfallen auf Deutschland rund 1600 Mark, auf England über 2400 Mark, auf Frankreich 2300 Mark und in Iratien haben die .Kriegskosten, auf den .Kopf der Bevöl^rnng be­rechnet. sckvm mrnähernd die österreichische, aus den Kops der artigen Bevöllm-ung entfallenden .Kriegskosten erreicht. Ich be­merke hierbei gegenüber hervargettet-enen Anzweiflungen. daß ich merncm Berechnungen die Dori'chü.'se mt die Verbündeten natürlich vei der Entente wie bei uns gleichmäßig in Rücksicht ziehe, als in Tvci-bflit Fälle?! einmal, ober auch mir einmal, mit berücksichtigt sind.

Meine Herren! Ich erwähnte vorhin, unter den Gründen der Steigerung öer Kriegs kosten in den letzte^ tNo-naten die Ausdelmung der Kriegsschauplätze, die nach vielen Richtungen hin in den letzten M-onatei! noch fortbestanden. Run. meine 'Herren, vvm Schwarzen Meer bis zur Osts« schweigen die .Kanonen, und die zusammen^ geftrßte Kraft des 'Deutschem Reiches kann sich zum ersten Mule mit ungeteilter Wucht nach Westen wenden. Bon dort von Westen her wurden in letzter Zell zwei UÄm eiternde Kamchvn sagen gehört, von Elemcnceau und

von Bvnar Law, und in beide haben die PcrrlLwcntte eingestimmt, sie tn England einmütig, in Frankreich fast eirrmütig die .m^gskredite bewilligt. Cleinenceau ruft hier wieder, er denke an 1 J3r^ wi den 'Krieg: Boncrr Law verkündet zum so und so vielten ^ Kriegsziel der Entente die Vernichtung des deutsckxr.- MilüLrrismus. Mit solchen Schllrgwörtern lassen wir uns nicht besiegen. Der französische Ministerpräsident hat an das Wort er­innert, daß derjenige Sieger ist. der eine Viertelstunde länger an Den ^ivg gkanbt. Durch die ganze Weit geht die Empfindmrg, daß wer dieser letzten VierÄkstunde nicht mehr allzu ferne sind. Und mtt^emllffer Spannung sieht Eirwpa auf den Krieasschaupkatz im -üesten wo besser gerüstet denn je, mit allem, was die unerschöpf- ll.chen Quellen der .Heimat Und des Fleißes des ganzen Volkes ge- sBen hat. verstärkt durch die freigewordenen Und freiwei^ent'EN'

kommenden Entscheidung mit unend- lchom Bertvarren enLgegensehen. Auf diese gemeinsamen Interessen al^r Volksschichten möchte ich heute die Blic^ lenken und zwar'

das Gcknet de? überseeischen Auslandes. Am meisten droht 5 uns mit der svüterern S^Lre der Textilstoffe. Aber kann sich «auch aui nnrncbe andere Gebiete erstrecken.

.England uns die Ozaanscbiffahrt sperrte und uiffere MinütionS- rr'-brrkr,! und inffere Landwirtschaft um den Chilffcllveter. brachte, habend nrft i# tzEchrr Wykr, deutschen Kalles und deutscher Ernnvungsgabe ven Stickstoff aus der Luft geholt. Sperren sie uns ^ und ^unttvolle dann hoffe ich, daß rvir uns ihre Ersatz- ^oife aus den deutschen Wäldern chllen können, in denen .cnn öMlöbau gettreben worden ist, wie in den anderen Ländern.

< usVwirtschaft aller Bundesstaaten hat in weiser Voraus- ftcht Mvetteifert in der richtigen Behandlung des deutschen Waldes. Das der diveften Verwendung von Cellulose in einer

SpUMMÜen und Webereien geeigneten Art schemt mir der vvakttschm Lösung nahe zu sein. Es ist ein nationales Problem !»on hocku.ür Bedeutung, za: dessen Behandlung die Reichsregierung nmner wieder aufruftn möchte. Die Drohungen im Westen n'ir jetzt imo !paftr zeigen, t«ß wir sobald noch nicht zur Ruhe kommen ,o P I - Durch brauende Wol^n schwerster Gefahr auf mllüLrischrm und rmrtschaftllchem Gebiete ist das deutsche Volk während der verflossenen 3*/» Jahre hrndurchgegangen. Ein Künstler, der in lemem VevenSdvcmg um den künstlerischen Ausdruck tiefster Ideen M emer der deutschesten nach der Universüät unter den Künstlern aller Zeiten erwiesen hat, hat sein letztes Werk den Z y- Todes genannt. Nacktem er alle Gefahren, die das D^mchengeichlecht bedrück^. Krankheit, Krieg usw. gemalt hat, laßt Ma:.- Kliugler den Menschen in einem weiteren Bilde auf-

Die Neubildung des rumänischen Kabinetts.

Bukarest, 19. März. (WTB.) Marghiloman ist zrmr Mimsberprüsideuteu ernannt worden.

B u k a re st, 19. März. (WTB.) Alexander Marghi- lvman hat bekamrtlich, als die Friedensverhandluugen mit Rußland in Drest-Litowsk begannen, an die damalige Fassher Regierung Bratiarm-Tako Jonescu eine Denk­schrift gerichtet, in der er in dringlicher Weise darauf hin- wieg, daß der geeignerfte Augenblick gekommen sei, um Friedensv^rhandlungen mit den Mittelmächten zu b-eainnLN. Die Bevöllernng der Moldau hat erst durch die kürzlich veröffentlichte Unterredung Marghilomans mit dem Ver­treter einer Jassyrr Zeitung vo-u dieser Denkschrift Kennt­nis erhalten. Die dleußerungen Marghilonmns haben, wie au-s Jassyer Blättern ersichtlich ist/in allen Kreisen der Moldau tiefster Eindruck gemacht Und haben die Erbitterung gegen'die früheren Machthaber ins Grenzenlose gesteigert. Bratianu sowohl als Take Jonescu haben jich unter )iesen Umständen genötigt gesehen, auf die Erklärungen Marghilomans zu. erwidern. ^Die Blätter Bratiamrs geben tu, daß Marghiloman an den früheren Ministerpräsidenten >ie Mahnul rg gerichtet habe, die günstige Lage ausz-unutzen und so rasch als möglich Fried«n zu schließen Bratianu ab-er hätte diesen Rat nicht befolgen könTven., solange noch ein Schatten von Hoffnung Ivorhanden war, daH die Front nn Osten Widerstand leisten forme. Die von Take Jonescu geführten ententefreundlllchen Konservativ-Demvkraten er­klären, da.ß sie von der Mitteilung Marghilomans keine Kenntnis hatten, und das; Bratianu wahrschenlich deshalll sie nicht verständigt habe, um nicht schon damals eine Kabi­nettskrise herbeizuführen, da er wußte, daß die Konservativ^ Deniokraten entschlossen seien, den Abschluß des Friedens mrd selbstverständlich auch Hen Eintritt in Friedensverhand­lungen unter keinen Umständen zu^ugeb-en.

recht nrs der Finsternis der ausgehenden Sonne entgegen schrecken und er setzt unter dieses Bild die WorteUnd doch!" Die Stim- nmng Jx& Urck doch" hat unser Volk hier in den letzten Jahren veherr,cht. Auch der ZumnftÄn.'ohnns werden wir dasUnd doch" en^egense^i^ Zeigen Sie uns durch Ihre Annahme dcr Kredit- oorlaye^ daß S^e von dieser Stimmung getragen sind und dem deut­schen Bolle rufe ich zu, es möge bei seiner Mitwirkung bei der gestern aufgelegten Kriegsanleihe unfern Gegnern wieder Lurufen Und doch!"

Db^Haase lUncck. Svtz>.) will bei der dritten Lesung seinen ablehnenden Standpunkt begründen.

, .Zn zwecker Lehmg wird der Nachtragsetat ohne Diskussion bewüliHt. Gegen 6 Uhr vertag! sich das Haus auf Mcktwoch, 3 Ubr. Novelle zum Postscheckgesetz, RüftungsbetrreLe.

Var verhalten Hollands.

Haag, 19 .März. Der Minister des Aeußern Lom don erklärte in der Zweiten Kammer. Obwohl die Re- Äwrung noch keine Mitteilung über die Aufnahme erhalten habe, die die ncederländischen Bedingungen bei den Alliierten gefunden hätten, halw er es für nützlich, der Kammer, um feine gestrigen Erklärungen verständlich zu machen, mitzu­teilen, daß die Delegierten der Niederlande bei den Besprech­ungen in London zugestimmt hätten, einen Teil der nreder- länü.ichen Tormage den Alliierten unter der Bedingung zur Verfügung zu stellen, daft die Schiffe nicht in der Gefahr-

Armenische Gransamreiten.

Kon st an tinopel, 18. März. (MTV.) Dic. Lliganoe Milli verbreitet folgenden Auszug aus oen Depeschen Komman­dierenden der dritten Armee über armenische Grausam­keiten:

Tie Armenier metzelten etwa 50 Muselmanen aus Hochan und Kaltschik nieder. Muselmanen, deren. Anzahl nicht bekannt ist jurcd die von Armmiern unter dem Vorwände eines Straßen­baues aus ?Ras7ali fort geführt wurden, kehrten nicht zurück. Armenier, die aus der Stadt Erkiniß, nördlich von Erzerum, flückfteten, töteten 60 9Ruselmanen. In Erzerum fanden wir 250 schrecklich verstümmelte LeichiMire. Tie osmanische Kavallerie, die Hassan Kale besetzte, stellte fest, daß Frauen, Männer und Kinder in diesen! Tlocse und in seiner llmgebrmg in barbarischer Weise durckn Beilhiebe und Dolchstich-: von den Armenien! nieder- gemacht worden waren. Tie Armenier Xyaten mich einen Teil der Bewohner svrtgeführt und hatten Hassan Kale in Brand gesteckt."

Eine Auszeichnung Mackensens durch den ÄSnig von Bulgarien.

Sofia, 18. Mar^. (WTB.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen-Agentrtt'. König Ferdinand hat dem Generalfeldmarschall v. Mackensen den nationalen St. Mexandervwden erster Klaffe mit den. Schwertern verliehen und den Minisderpräsidenten Radostawvw beauftragt, dem Generalfeldmarschall die Insignien des Ordens in Bukarest zu überreichen. Bei der lleberreichung hielt der Minister­präsident eine wurme Ansprache, in der er die aroßen, von dem Generalfeldmarschall der Sache der b-ulgarrschen Eini­gung geleisteten Dienste hervorhob.

Der Seekrieg.

Neue U°Boot-Erfolge.

Berlin, 19. März. (Amtlich.) U-Boot-Erfolqe auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 16000 Brv-Reg.- Tonnen. Ein tiefbeladener bewaffneter Dainpfer wurde an der englischen Ostküste aus stark gesichertein .Geleitszug

herausg-eschoffen. Ein anderer Dampfer, wahiffcherulich Dontition, versank augenblicklich nach derToetonatron.

Der Chef des Admiralstabs der Mar me.

Aus dem Reiche.

Abschaffung des EiuMrigm-EramenK.

In der Smustags-Sitzung des Staakshausha schusses erklärte der preußische Kultur-minister auf Ansragerr wegen künftiger Gestaltung der Eftniährig-FreiwsllsgelmPrü^ fung, daß» seine Verwaltung die fragliche Angel egenheut- in ftändigern Einvernehinen mit der Militärbehörde weiter fördere. Nach seiner Ueberzeug-nng werde als A^ÄkAÄbnis die Beseitigunb der sogenannten WissenschafllilüLi^ Vlasung für den Einjahrigeudienst in Betracht öomnum. wovoltz er sich eine Eutlasttlug der-hereu Schute:: zrersprach^ die dadurch ihrer eigentlichen Aufgabe wied '.^geführt würden. Der Ausschuß nahnr die Ercklärusg. m lebhaftem Beifall auf. Fürderhin sollen für die Berechtigrmg zum einjährigen Dienst in erster Lime rein müötärrfch« Oualb täten ausschlaggebend sein.

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Berlin, 19. März Der Ausschuß des Reichs­tages für Bevölkerungspolitik setzte l>eute dre Beratung des Gesetzentwurfes zur Bekämpfung der Ge-' schlechtskranllheiten bei § 5 fort. Dieser Paragraph gibt der Behörde die Möglichkeit, weibliche Personen, die gewerbs­mäßig Unzucht treiben, einer gesundheitlichen Beobachtung, zu unterwerfen, zwangsweise zu untersuchen und zloarrgs-- weise einem Heilverfahren unterwerfen zu lassen. Nach ein­gehender Aussprache nahm der Ausschuß diese Bestimmung an und dehnte sie auf alle Personen aus, die dringend ver­dächtig sind, geschlechtskrank zu fein urrd ihre Erkrankung- weiter zu verbreiten.

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^ Wegen Beraubung von GisenbahngLtern uph Schleppdampfern auf dem füdöstl rchen Krieg^H s ch a u p l a tz hatte sich ReichswgSabgvördnster Dr. Werner am 2. 2. 18. an den Kriegsurinißer gewandt und er hi eck folgend« Antroort:Zum Schutze der Eisenbahngüter gegen Beraubimtzeri aus /dem südöstlichen. Kriegss.chauplL6> sind pviizeickchc' lieber-- machungskommarrdt.>2 eingerichftt worden, die ihre Tüttsbnt am 15. 2. 18. aufgQWmmen haben. Wogen Verhiuderung der Be« vaubung der Donau schlepps find oie zuständigen DrenststellcV ersucht worden, das Erforderliche zu vernnlassem

Essen 20. März. Ter Konzern der T Hy s s en s che» Werke überwies der Ludendorf f-Spende eine halbe> lion Mark.

Ans Hessen.

M a i n z, 18. März. Als Kandidat für- die: durch den Rücktritt des Kommerzienrats M o l t h a u (Maiirz) notwen­dig gewordene Landtagswahl im Kreise Niederolm Gonsen­heim. wurde von der Vertrauensmänner-Verfammlung der Zentrumspartei Lehrer Schorn (Mainz) Lllfgestellt.

Hessifchee Landtag.

Zweite Kammer.

57. Sitzung vom 19. März.

Präsident Köhler eröffnet die Sitzung um 10 Uhr.

Das Haus beginnt die Einzelberatung des StnatS- voranschlags.

Kapitel 1: Rest aus früheren Jahren, wird ohne Avsfp^ache

genehmigt.

Bei Kap. 2: Kameral- und ForstgLter, wird eine Vorstellung de- Verbandes der Gemeinde- und Staatsarbecker. Zuschuß zu den Teuerungszulagen für das technische Personal des Großh. tl>oaters betreffend, und der Antrag Tr. Weber-Brauer auff Schaffung eines Forst bet riebs st ockes zur Beratung gestellt.

Zu der Vorstellung, über die Abg. Brauer (Bbd.) berichtet^ teilt Staatsminister Dr. v. Ewald mit, daß das Hoslheater seinen Mitgliedern bisher Kriegsteuerungszulagen im Gesamtbeträge von 71161,35 Mark bewilligt habe. Das technische Personal beziehe durchschnittlich eine Teuernngsznlage von 100 Mk. Die Gewährung der einmaligen Zulage von 200 Mk. und der Kinderzulage sei bis­her auf das dekretlich angestellte Personal des Hvstheaters beschränkt gewesen. Nack den mit der KabinettÄ)irektion über die Vorstellung des Verbandes der Staats- und Gemeindearbeiler geführten Bev- Handlungen, hat die Hostheaterdirektion in Ausffckü genommen» dem Wunsche des technischen Personals, auch ihm die eirmuUige: Zulage von 200 Mk. und die Kinderzulage zukommen zu taffen» in irgendeiTwr Forn! zu entsprechen und zwar schon vom 1. 2lprü d. I., dem 1. Gagentage, ab. Der hierdurch voraussichtlich ent** stehende Fehlbetrag solle aus der Krvnrente gedeckt werden. Der Großherzog habe sich mit dieser Regeluna eftwerstcrnden erklätt. Dem Anträge des Ausschusses sei deshalb beizutreten.

Alsdann begründet 2lbg. Dr. Weber (Bt^.) ausführliche seinen Antrag auf Schaffung eines Forstbetriebsstockes. Er gibt dem Antrag eine neue Fassung, die den Verhandlungen im Aus­schuß Rechnung trägt, und bittet, diesen neuen Antrag an den Finanzausschuß zurückzuveriueisen.

Zlbg. Grünewald .(fortjchr.) erkennt die wirtschaftlich« Vorteile der Nadellwlzknllur cm, bittet aber, doch der Bucheickultur vermehrte Aufmerksamkeit zu schenken, da sonst die Gefahr b& steht, daß unsere Buchannxilder verschwinden.

Geh. Staatsrat Tr. W i l b r a n d stellt fest, daß die An» Pflanzung der Buck>en in Hessen nirftt zurückgegangen ist, sondern, sogar vermehrt wurde.

Abg. Tr. Weber (Bbd.): Eiche und Buch: mackien 2/3 ^ hessischen Waldgebietes aus, Kiefer und Fichte nur ein Trittei Allerdings hat stellenweise die Kiefer die Buche verdrängt. hessischen Forstbeamten sind für möglichste Erhaltung unserer Buchenwälder, sie mischen m den Buchenwald andere 5)ölzer hinein.

Abg. Brauer (Bbd.), Ter Wald ist für Oberhessen, was der Wein für Rheinhessen ist. Der Redner wünscht, daß die Waldwesr vor den Waldrand gelegt werden, um dadurch das Feld von der Ueberschattung durch den Wald zu schützar.

Abg. E i ß n e r t (Soj.) fragt an, ob genügend Holz für Ban- und Möbelzwecke geschlagen wurden und ob dafür erschwing" liche Preise vorgesehen worden seien.

Finanzminister Tr. Becker macht darauf aufmerksam, daß die Anfrage Eißnert Gegenstand eines eigenen 9kntrags Köhler ist. der später behandelt werden soll. Ter neue Anttag Dr. Weber und Brmier nnrd im Ausschuß zu behandeln sein. Im übri­gen wird die Regierung sich in ihren Antworten kurz fassen und bittet das Haus, das gleiche zu tun, da der Voranschlag in dieser Woche erledigt werden muß.

Abg. 111 fl a b t (Fortschr.) bringt Beschverden der Beamter über Zuweisung von Brennholz vor.

Kpt. 2 lvird genehmigt, die Vorstellung für erledigt erlläri und der neue dlnttag Weber dem Finanzausschuß überwiesen. Ohne Aussprache tverden Kap. 36 genehmigt. Bei Kap. 7a, Braun­kohlenbergwerk Ludwi gs ho f sn u n g . bringen die Abg. Breidenbach (d^-^ und Dorsch (Bbd.) Wünsche für bessere Belieferung mit Preßsteinen derjen-igen ^Gemeinden vor. die auf diese Art Hausbrand ein gerichtet sind.

Bei Kap. 8 lBad-Nauheim und Salzhausen) wünscht Abg. Raab (Soz.), daß die Salinenarberter dieselben Löhne erhalten sollen, wie die Arbeiter der Privatürdnstrie. Die Salinen hätte» ja auch die Salzpreise erhöht.

Finanzminister Dr. Becker: Die Staatsbetriebe niüffen sich in ihren Löhnen der Pttvatindustrie mr.passen, doch kann der Staat die Löline der Kriegsindustrie nicht völlig mittnachen. Die Löhne sind iin Laust des Krieges rmr 80 Prozertt erhöht worden. Die Er­höhung der Salzpreise wurde durch die Erhöstmg der ZvUenPreise verursacht.

Kack 9 wird olZne Debatte genehmigt.

(Schluß ivlatt) .