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Rr. 65 Swelles Blatt Gießener Anzeiger (General-A nzeiger für Oberhejsen) Montag. (8. März 19(8

Aus Stabt ttnb Cattö.

Gießen, den 18. März 1918.

Ausruf!

Während im Osten die Morgenröte des Friedens herauf- Ammert, wollen unsere verbletideten westlichen Gegner die Hand zuin Frieden noch nicht reichen. Sie wähnen ivoch immer, uns mit Waffengewalt zu Boden ringen zu können. Sie werden erkennen müssen, daß das deutsche Schwert die alte Schärfe besitzt, daß unser braves Heer, uchrnderstehlich im Angriff, unerschütterlich in der Ver­teidigung, niemals geschlagen werden kann. Von neuem ruft das Vaterland und fordert die Mittel von uns, die Schlagfertigkeit des Heeres auf der bist>erigen stolzen.Höhe zu halten. W-enn alle helfen, Stadt und Land, reich und arm, groß und klein, dann wird auch die 8. Kriegsanleihe sich würdig den bisherigen Geldsiegen anreihen, dann wird sie wiederum tuerden zu einer echten und rechten deutschen Volsts anlei he.

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** Amtliche^Personalnachrichten. Der Groß­herzog empfing zum Vortrag: den Staatsminister Dr. von Ewald, den Minister des Innern Dr. von Hombevgk zu V,>»D den Generaladjutauten General der Kavallerie von Daun, den Vorstaird des Kabinetts Wirk'l. Geheimerat Nöm- Held; außerdem den Majjor a. D. Frhr. Starck und den Prof. Dr. F. Seknnoll.

** Auszeichnung. Tie Brüder Josef und Hermann Heching erhielten das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

** R e i ch s a n le i he n. Es wird darauf hingewiesen, daß die Zinsscheine aller Reichsanleihcn, also auch der Kriegsanleihen, vom 21. des dem Fälligkeitstage vor­hergehenden Monats ab nicht nur bei allen P o st a n st a l - tcn_ einschl. der Postagenturen, sondern auch von den hessischen Staatskassen in Zahlung genommen werden. Die Einlösung der Zinsscheine ist damit den Besitzern der Kriegsanleihe außerordentlich leicht gemacht. Dies wird hoffentlich recht vielen und vor allem aitd) der Landbevöl­kerung den Entschluß zum Zeichnen der Kriegsanleihe erleichtern.

** Gießener Kinderfürsorge. Am Montag den 11. März erstattete der geschäftsführende Ausschuß der Gießener Kind er für sorge in der kleinen Aula der Universität münd­lichen Bericht über seine Wirksamkeit und Kassenverhältnisse. Herr Geheimerat Professor Tr. E cf schilderte die Tätigkeit des Aus­schusses, wie er seit Mai 1916 durch Haussammlungen und schrift­liche sowie persönlich^ Bitten tot allen Kreisen die Mittel zusammeic- gebvacht hat, um die hier bestehenden, auf Wohltätigkeit an­gewiesenen Anstalten für Kinderfürsorge zu unterstützen. Herr Stadtverordneter Krumm gab den Kassenbericht, nach dem jährlich regelmäßig bezahlt werden: an sieben Kinderbewahransbalten' 5100 Mk., an die Volksküche Beitrag zur Klrwerspeisung 4000 Mk., an den Knabenhort für Abendspeisung 2700 Mk. Außer den regel­mäßigen Ausgaben wurden folgende Unterstützungen gewährt: Für Bekleidung bedürftiger Kinder Weihnachten 1916 300 Mk., für Schuhe bämrftiger Kinder Dezember 1917 120 Mk., für Speisung der Kinder im Mädchenhort 160 Mk., für Weihnachts­gaben 1917 an bedürftige Mündel 510 Mk. Das trübste Kapitel in der traurigen Geschichte armer Kinder, die Frage der Hatte- odeck Pfl^ekinder, wurde b<mn Gegenstand lebhafter Aussprache. Hier eröffnet sich ein reiches Feld erhöhter Liebes tätig keit für die Gießener Kinderfürsorge und ihre Gönner. In engem Zusammen­arbeiten mit der Ortsgruppe Gießen des BereinZ für Bevölke- rungspolitik. sowie des Armenamts und der städtischen Fürsorge­schwester soll versucht werden, das Los dieser Aermsten unter den armen Kindern, die eigne Mutterliebe entbehren müssen, zu bessern Der Ausschuß für Gießener Kinderfürsorge richtet au alle Men­schen mildtätiger Gesinnung die herzliche Bitte, ihn f ort- laufend durch reichliche Beiträge in seinem Tun zu unter­stützen.

**Reinigungder Schornsteine. Für die Hausbesitzer dürfte von Interesse sein, zu erfahren, daß das Großh. Mini­sterium auf Veranlassung^ des Haus bes.-Vereins die Verordnung über die Reinigung der Schornsteine mit Wirkung vom 1. März 1. I. dahin abgeändert hat, daß Schornsteine, bie nur im Winter (15. Oktober bis 15. April) im Gebrauch sind, nur zweimal im Jahre, in der Regel in den Monaten Dezember uns Slpril fegt werden müssen.

** Ausnahmeder Viehbest ände bei Nn genügen­dem Angebot. Nach der Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern über Fleischversorgung vom 12 . Dezember 1917 (Reg - Blatt S. 295) i)t der Viehhmistelsverband berechtigt, bei nicht ge­nügendem Angebot eine Ausnahme der Viehbestände durch seinen Beauftragten unter Zuziehung des Vertrauensmannes der Land- wirtschaftskammer unb des Vertrauensmannes der Larrdes-Milch- intb Fettstelle vorzunehmen. Tie so gebildete Kommission hat die Mrs gäbe, die j'irr Schlachtung geeigneten Tiere in die Schlachtvieh­es« auszunehmen sowie bin den einzelnen Viehhttltern sestzustellen ob das diesem gehörige Vieh (Rinder, Schweine. Kleinvieh) zum Bestanrd -des Vrehhalters an Futtermitteln nicht in offenbarem Miß­verhältnis sieh: und wenn sich ein solches Mißverhältnis ergibt einen entsprechenden Teil dieser Tiere ebenfalls in die Schlachtviehs liste «rufzunehmen. Die in die Schlachtviehfiste auigenvmmenen Tiere snrd dem Besitzer alsbald zu bezeichnen. Einsprüche gegen die Aufnahme von Tieren in die Schlachtviehliste hat der Besitzer

innerhalb fünf Tagen nach erfolgter Mitteilung an ihn oder seinen Vertreter unter Begründung schrittlich bei dem zuständigen Kreis­amt einzureichen, das üver den Emspruch entscheidet, wenn nötig unter Zuziehung von Sachverständigen. Tie Kosten des Einspruch- Verfahrens hat, wenn der Einspruch verivorfen wird, der Besitzer zu tragen, andernfalls der Biehhandels'oerband. In Fällen, in denen keine Ueberernstimmuilg d?r drei Mitglieder der Ausnahme- kommission besteht, hat das Kreisamt in der,elben Weise, wie beim Einspruchsverfahren, über die Aufnahme zu enlscheibon, Tie Kos! an trägt in diesem Fallender Viehhandel ^verband. Tie in die Schlacht­viehliste aufgenommenen Tiere btri der Besitzer (h e O^enev.nigung des Viehhandelsr-erbanoes an Tritte nicht veräußern. Nach vielen Vorschrßten kann nicht der Beauftragte des Viel Handelsverbandes allein über die Aufnahme von Tieren in die Schlachtviehs iste ent­scheiden sondern irur in Uebereiusttmmung mit den Vertrauens­männern der Landwirtschaftskammer und der Landes-Milch- und Fettstelle. Außerdem steht dem Besitzer, wie oben erwähnt, auch noch ein Einspru chsrecht gegen Beschlüsse dieser Kommission zu.

Mw ererbten

dem eniwnlrt rsldii,

fW&em diri örrS Anö-nten fertdim-

Auf ZLW GoLöcurksurfisstelLs 1

Die Golö- Silöeranfaiifsftelle

in den Räumen dcr vczirks'pa'kaffe ©fegen ist morgen nachmittag von 2 bis 4 Uhr geöffnet!

UflliDfi'do Gießen.

** Garben teich, 17. März. Dem von hier gebürtigen Lehrer Hugo Fue k wurde nachträglich das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliet>en. Im Besitze der Hessischen Tapferkeitsmedaille ist er bereits.

_ ** Großen-Buseck. 17. März. Leutnant d. Res. Karl Schäfer, Solm des Kreisstraßenmeiflers Sckräser von hier, wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeiäMet.

^ ** Großen- Buseck. 17. Marz. Fahrer Wilhelm Schwal b und Hem ruh, Wagner, beide Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmcdaille, erhielten das Eiserne Kreuz.

LnnVtreiS Gießen.

** Hattenrod, 18. März. Friedrich M ö b u S erhielt die Hessische Taperkeitsmrdaille.

** Utphe. 17. März. Wilhelm Schwarz. wurde mit dem. Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeiäMet.

[) Watzenborn-Stein berg. 17. März. Dem Gefreiten Max Jung, Sohn von Georg Jung in Steinberg, wurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verlieben: das Eiserne Kreuz rourde ihm schon früher zucrkannt. Ter Matrosenartillerist Otto Jung. Sohn von Kirchendiener Jung in Watzenborn, dem vor einiger Zeit die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen wurde, ist letzt durch Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet rvvrden.

Kreis Alsfeld.

c. Alsfeld, 17. März. Ter Kriegsfreiwillige F r i tz D e r n Sohn des hiesigen Gerichtsvollziehers B. Tern. wurde znm Leut­nant der Reserve liefördert. Auch sein jüngerer Bruder Ludwig Dern erhielt schon vor einigen Monaten den gleichen Rang.

Kreis Schotten.

(3 Gebe r n , 18. März. Vizeseldw'bel und Ofsiziersaspivaut Earl Reichest Inhaber der Hessischen Tapserkeitsmedaille, wurde znm Leutnant der Reserve be'ordert. Dragoner Will-elur Pfeiffer, Inhaber des Eisermen Kreuzes zweiter .Klasse, erlstelt die Hessisä>e Tapserkeitsmodaill.". v. KrrtS Frlkdverg.

^ Friedberg, 17. März. Das Ehrenzeichen für Kriegs­fürsorge erhielte:: nachstehende Tamen, die ehrenamtlich an der Volksküche tätig sind: Frau Willi Becker. Frau Berta Tamm Frau Amalie Hacke, Frau Kath. Heß, Frau Joh. Fueudc- l i n g , Frau Anna Kloos . Frau Math. Keller. Witwe. Frau Anna L b n k e r , Frau Eliiabeth M e tz e nd 0 r f, Frau Ottilie R: n g s h a u s e u. Frau Kornelie UlricTp, Fräulein Gustel Ti e hl Erna Engel. Grete Frisch. Frieda und I ennp Grein, Emmv Hirsche!, Gertrud I ö cke l, Minna Keller. Lina Mai, -Frieda Ruppel, Emnrt) S t e in h ä n s e r, Kätl?e Steinhäuser, Kätl-e Stvhr, Elli U singer, Aima Weckerling und Luise W i r- chard. Tor heim. Tie Hessische Tapferkeitsmedaille, frül^er das Eiserne Kreuz, erhielt der Gefreite Ernst Eifert. Beienheim. Tie Hessisäie Kriegsverdie-ustmedarNe. frül-er das Eiseriie Kreuz, erhielt der Gefreite Wilhelm Bopp.

** Ostheim, 10. März. Eine gemeine Tat wurde hier verübt. Einem Landwirt wurden in böswilliger Absicht zwei Fässer mit Apfelwein geöffnet, so daß der Inhalt. 500 Liter, verloreii ging. Gs liegt ein Racheakt vor. Dem Täter ist man aus der Spur.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 17. März. Nach der neuen Ferienordnung in der Rheinpaovinz ist am Mittnvch, den 27. d. M. der Schluß des Unterrichts imd damit des Schuljahres. Der Wiederbeginn des Unterrichts und der Beginn des neueii Schuljahres tourde aus Tonnerstag den 18. April festg-esetzt.

Gietzener Sta-ttheertee^

Totentanz.

Drama von August Strindberg.

Strindberg findet im Leben stets die zersetzenden Wirluugcn. Er kennt keinen Glaubeii an die Menschheit. Mit unerbittlicher Schärfc^uiid eminenter Gestaltungskraft stellt er seine Menschen einem Schicksal gegenüber, dem sie nicht zu entriirueu verniögcn. Tenn sie sind ihr S<t>icksal selber. Ihr Leben ist nicht jubelnd, frei und glücklich. Stets lastet auf ihn^n wie ein Albdruck grau­sames Geschick, das ih-ueu das Leben zur Qual, ja zur Hölle macht. Sie selbst werden zu Teufeln, die nur Ergötzen daran finden, den arrderii 5 a quälen, furchtbar, fruchtlos. Ohne Erbarmerr,. sich selbst zum Ekel. Uiid de.lnoch. Strindbergs MeusckMi l-abcn eine tragische Größe, die sie über die Masse erl>ebt.

Im Totentariz sind die beid'en Ehegatten seit 25 Jahren iur- löslvck» mileinander verbundeii. Sie leben auf einer einsamen JnsÄ. unter eiits-ctzlick>en Verhälttrisseu.^Kou jedem freund scha ft- licbeii Verkel/r entblößt, nur ans srch"lber angewiesen, keimen sich beide durcki und durch, in allen ihren Eigenheiteii und Schwä­chen. Edgar, au Soldat von unbeugsamem Starrsinn, kleinlich und tyrannisch. Alice, eine ehemalige Künstlerin, mit einer verzehrcu- deu Lebensgier, stehe,: sich beide, innerlich entfremdet unb in grenzenlosem Haß, geboren aus der Erkenntnis, daß sie sich iiichts mehr zu sagen oder zu verschweigen l-aben, einander gegen­über. Ihre Kinder, durch welche sie einander hatten uälierkomme:r müssen, machen sie *u Werkzeugen ihres Hasses, indem sic die­selben gegenseitig aufhctzten und so die Kluft zwischen sick> iwch vertieften. Sie mußten darum die Kinder in der Stadt i:nter- bringen und waren wieder einsam. Jede Verständigung ist un> möglich: Erlösung von dieser Qual kann nur der Tod eines Teiles bringen. Der Kapitän leidet an einer schleichenden Krank- heit, die ihn oft m krampfartigen Anfällei: bewußtlos zu Boden m^at. Das Weib wartet auf seinen Tod: und der Mann weiß cs. Ta vomnll Kurt, ein alter Freund der Beiden als Quarantäire- Meister auf die Insel. Sofort begirmt der Kampf um hei: Freund. Das Weib, welches er früher liebte, weiß ihn wieder in ihre Netze zu verstticken und wirft sich im Angesicht des nach ihrer Meinung

sterbenden Gatten in trunkenem Triumph der Freiheit dem Freunde nn den Hals. Doch Kurt, den die unm^isMick)« Grausamkeit Alicens entsetzt, weist sie schaudernd ab und flieht. Wie immer, wird der Kapitän Herr seiner Kra:ikheit und stirbt nicht. ES kommt zwischen den Eliegatteu zu einer A:isspräche und beide müssen >das entnervende Leben, das ihi:en nichts melw zu hoffen gibt, weiterschleppeli. Ter Totentanz beginnt aufs neue'

Eine Stnudberg-Aufführung. zumal der Totentanz, erfordert geraste Künstler rn jeder Beziehung, und das Steinrück-En'emble war seiner Aufgabe diirchaus geivachsen. Solvohl oas Eiuzel- wie das Zusammenspiel nmr mustergültig und stand auf der Höhe Eine ivundcrbare Leistung ivar der Edgar des Henni Albert Stein rück. Er verlieh dem alten Kapitän eine fast oämviujche Gröge. Ten Zwiespalt zwischen feiner Philosophie, daß das Leben mit dem Tode ende und nichts sei alsein Karren Mist aufs Gartenbeet" und der uneingesdandeneu Furcht, daß es schließlich doch ein Weiterleben :rach dem Tode gebe, brachte er überzeugend zum Ausdrilck. In Haliung und Maske gab er ganz beit cin- gef.eischten Soldaten. Ihm zur Seite stand Margarete S w 0 b 0 d a als Alice. Sic wußte dieses Weib in seiner' Angst. Grausam­keit und im hysterischen Triumph vortrefflich zu oerkörpen: und ivar beiouders in der Bersübrungs-Szenc von überragender Be­deutung. Herr Oskar Ebclsbacher machte Kurt mit schlichten Mitteln zu einer sehr wmpalhiichen Erscheinung. Auch der ciusackieu nud darum wirkungsvollen Dekoration sei anerkannt gedacht, -l-s.

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Giefzener Konter herein«

0 ) 1 c ij c u , den 18. März 1918.

Als Chor- und Solistenabend hiyterlicß das 9 Konzert ai Grund eines sehr umrangieichen Programms vielseitige und imp sante Eindrücke. Frau Gusti Müller -Armendin ge (Frankfurt) besitzt einen nicht fclyr großen, aber sympathischen un durchaus klaren Soprrn iwn Heller Färbung, der sich mühckc und sicher auch in den höheren Lagen bewegt. Reichte der Ums an thres, Organs inMirjams Siegesgesaug" ,icht ganz aus, u: sich immer dem Chore gegeitüber siegreich zu behrirpteu, so bl ße m ihren Liodvorträgen doch eine sehr ansprecheirde Lerstim.

Letzte rinc-hrrcbtett.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 18. Mär;. (Amtlich.)

W e st l i ch c x Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz R u p P r e ch l.

In Flandern, nördlich vvn Armenti res, sowie in Ver­bindung mit englischen Vorstößen zu beiden Seilen des La Bassee-Kanals, war die Artillerietätigleit vielfach ge steigert An der übrigen Front blieb sie in müßigen Grenzen. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und von G a l l w i tz.

Zwischen Oise und Aisne, nördlich pon Reims und in einzelnen Abschnitten der Champagne lebte das Artillerie- fcuer auf. In größerer Stälcke hielt es tagsüber aus beiden Maasufern an.

Heeresgruppe Herzog A l b r e ch t.

An der lothriligischcn Front und in den mittleren Vo-

gesrn zcittveilig Tätigkeit der Artillerien.

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An der ganzen Front sehr reg« Tätigkeiten. Franzö­sische Flieger warfen Bomben auf die als solche deutlich er­kennbar,' Lazarettanlage von Le Theur.

Wir schossen gestern 22 feindliche Flugzeuge und zwei Fesselballone ab. Leutnant Kröll errang seinen 2l. Luftsisg.

Im Februar betrug der Verlust dcr feiudtichen Luftv streitkräfte an den deutschen Fronten 18 Fesselballone und 138 Flugzeuge, von denen 59 hinter unseren Linien, die übrigen jenseits der gegnerischen Stellungen erkennbar ab gestürzt sind. Wir haben im Kampf 6l Flugzeuge und drei Fesselballone verloren.

I M O st e n.

In der Süd-llkraine wurde Nikolajew besetzt.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Dcr Erste Generalquarliermeister L u d e n d o r f f.

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Der Bundesrat und die Friedensschlüsse.

Berlin, 17. Mürz. (W.B. Nicytamckich.^ Tie Vorlage; be­treffend den Fricbensvertrag zwischen Deutschland, Oester­reich Ungarn, Bulgarien und der Türkei einerseits ,md Rußland andererseits, sowie den deutsch-imssischeii Zusatzvertrag zu dem Vertrage und die VorlvFe betressend den Friedensvertrag -wisck-en^ Deutschland mw Finnland fanden heute die Zustimmung des Buudesrates.

Die Lage Hollands.

Amsterdam, 17. März. (WTB. Nichtamtlich) chNieurve Van den Dag" weist in einem Leitartikel darauf hin, daß der holländische Latldwirtschaftsminister in seiner letzten Rede von der Abhängigkeit Hollands nach zwei Seiten gesprock-en, habe, die gerade jetzt deutlich empfunden wird. Mit deutlicher An­spielung auf die gegenwärtigen Verhandlmrgen batte der Minister hinzugefügt:und wenn immer einer der Bauern aus Gründen, die der Redner weder beurteilt noch verurteilt, nicht geben wtlc, müsse er sich an einen andern Bauern wenden".

Nieuwe van dem Tag" lährt fort: Die Mliierten hiben es gewollt, wir werdet in die 'Arme Teutschlands getrieben, wir haben nicht so Getreide rvotwendig, gebrauchen aber notwendig! Stein kohle, aichere Rohstoffe und Artikel. Wenn :ms die Westmächte in einer so kränkenden Mäse die Tür vor der Nase zuschlagen, müssen!wir uns nack) Osten wenden. Dort ist man jetzt außerdem in der Lage, uns allerhand wabieden zu können. Ni-cht nur militärisch, sondern auch wirtschrfklich stehen die Zenttalmachte viel günstiger- da. als vor einem Jahre. Das ist für joden öeutlick° und man muß sich nur fragen, ob die Entente mit Blindheit geschlagen ist, daß sie nicht eiitsieht, wozu ihre Methode der Ab­sperrung und der Rvchtschändung die Nirdertänider hin-, treiben muß. Wenn es, aber wahr ist, ,oas Mnister Posthoma sagte, daß Holland von: Auslande abhängig ist. dann lege man doch wr allem! auf das Wortwirtschaftlich" den! Nachdruck. Wir müssen bis zu einem gewissen Grade vom Auslände abhängig sein, wir.sind jedoch keineswegs hilflos. Das Ausland hat mich uns nötig, es muß ein ehrlicher Tausch bleiben. Wir dürfe ! r vckü bettelnd >ie Hand ausstrecken mrd vor allem, von irgendwelcher Politik ab hängen, darf nie uird immer die Rede sein.

London, 17. März. (WTB. Nichtamtlichst Reuter erfährt/ es sei Grund zn der Annahme vorhanden, daß sich die holländischo Regierung bereit erklären würd.'. ein Abkommen etwa auf der 0>rundlage des modus vivendi anznnehmen. aber unter d?r Voraus­setzung. daß die lwllälchischwur >SckAsfe nicht in die Sperrzone gebracht würden. Natürlich würden die Verbündeten nicht in der Lage sein, daraus einzngehen.

Der Fricdensvertrvg mit sttußland und seine Folgen.

Berlin ,18. März. Der Brest-Litvwsker Vertrag kann st-uie tattächlich als ratifiziert betrachtet ioerdm TieZ berichteten bereits unter dem 16. März die französischen Blätter «ms Petersburg. T r o tz k i soll dem Botschafter t>er Bereinigten Staaten in Neters- bürg gegfirüber erklärt haben, eine Besetzung Sibiriens durch die Ententemächte sei nicht mehr nötig, da er selbst fest entschlossen sei, eure Armee zu orgamnereu. die. gestützt auf die russisch.' Re- Menmg, den Deutschen überalll Widerstand zn leisten fähig sei Gegen btc Abtretung von Minsk an Polen erlässt das wttß- ruthenichr Volkvkomitee Änen Anfnif, der auch dem Reichskanzler übermittelt lverden wird.

uuu mrcyaro Strauß, wie i Mittel und Veranlagung direkt aur den dramatischen Gesang bin zuweisen scheinen: aber auch BrahmstBon ewiger Liebe" !a rlw gut;Waldeupamkeit" von Max Rewc hätte durch ein mHn t no^gewvnnen Am Schlüsse ihrer Tarbiettmger konnte sie sich reichen Bn alls ersreuen und dankte durck) Ruff Keine Sorg um den Weg .

Als Solisten von respektablen: Können und fein'innigen Mnsiku lernten nur Herrn Hofkonzertmeiister A d o l s S ch i e r in g . ftobt kennen Vornehme Aichässung, sichere Technik ,md 'Bogen juhrung und seelenovllen Ton verriet gleich dm Dortrag de ^?L^lmkonz^tes von Mozart, m namentlich das Audaut und Randv stürmischen Beifall sanden. Seine hoch,u;mstAte Teckmi besonders un Präludium und Allegro von Pugpani Kre-i ste hervor, hinreitzendes Temperament bekundeten die oottendrt ocststel ten beiden ungar:,chn: Tänze von Brahms, denen er einen imsttme, als Zugabe folgen ließ. w

I'olistischen Vorträge durch Gesänge de a k a d c m l schcn C hv r es lmrter Leittmg von Herrn Pröfesso raut manu, der zugleich den Klaviert^rrt übrriwmnun hat'« Leider fand die erugaugs gesungeneNauie ' von sto'n!nie! Brahms nicht die Würdigung, die dem l-clwlvrhm Werke an >ick, i'iti p»tcn n<ir[)rctuiui m: l>eson deren angeme sen o.'w.seii wäi-e Herzlicher mnge.wm.nen - weil auch leichter ver tüudlich wiirdon dagegen die vier Osts an ge für Frauenck^c mit zwei abligalei Hörnern, die, mit heller Begeisttwung und seiner dynamistL Schattierung vorgetragou. teblxifteste Zustimmung niub eu

?örrischen Hönier wurden von den Herrm Oskar Kuhmstedt uno Franz Sclt recht beide < Frcmls^rt a. M^sa^miSH bediel. Vckrönr imrV dcr Me!, burtf» S-rait} «chubetts gFialeii ..Mirjams öio.i -«i.-jcm," dr m W<wk d^.Tortr nnc and? im twidru Pia,« e j t ^ 'N^n^s ieurer Lelstmigssähigkeit ausnollte D^c lnna irns

l J^ ra x 5 niül^ovlleArbeil Herrn Professor Traut manu, diesmal doppelte Lasten auf den Shaitenl. doii qanz.n :n angeipanntester Tätigknt am Steuer saß. fand ei, ^norkchm^ma in einem prachtvollen Blumen arrangcrm-nt, das ihm am -Schlüsse des ersten Teils überreich

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