Er hat den delegierten der Zeirtrakmächte mitgeteilt, das MinisteriuTn Av ere S cu habe cms inner- PvlitischenGründen, die nichts mit der Friedensfrage tun hätten. demissioniert. Lin neues Ministerium ser uocl) nicht gebildet. Da die Vollmachten der bisherigen rumänischen Delegierten infolge dieser Entwicklung hinfällig geteerte n find, ruhen zunächst die Hauptverhandlungen. Die «vmmissionsteraLungen der einzelnen Unterabteilungen der FrietertSöonferenH tverden fortgesetzt.
Sölfonr über Las Lchicksal RutzkanSs.
' »«M 9M«. mm) Unterhaus. Balfour
msx m eurer Rcte. es sei ein heilloses Unglück fLr die Zivili- üu *> “ ie «.ui flicke Ui e Dotation mitten in dem emo* nüilcycn ^ttiL ’3 Misbrach. Unglücklicherweise trat die Revolution *n dem Augeuvlick ein, wo Rußland der Opfer des Krieges müde war und die politische Seite der Revolution sich vermiscl>te mit den pazifistischen Emfküssen, die bald die Oberhand gewannen und t Ul /^ cr • rrr ^ ec im * > Äotte ausbreiteterr. Balfour fuhr fort: >jch denke optimistisch über Rußland, aber nicht über feine unmittel- wore Zukunft. Die russischen Revolutionäre zerstörten die russische Armee und Flotte absichtlich und vollständig und leisteten der tapferen und unglücklichen rumänischen. Armee keinen Beistand mehr. Die Dolschewiki werden jetzt tvoM selbst ttnsehen, daß sie sich angesichts des deutschen Angriffs volmändig hilflos machten, mü) Ncher wünschen sie jetzt die russische Armee zur Verteidigung! wrederherzustellen rmd würden zweifellos den englischen Beistand willkommen heißen. Die Autokratie stürzte nahezu auf einen. Schlag zusamme,, mrd sofort zcrffcl Rußland in ein Chaos und lone sich in seine Bestandteile auf. Es wird notwendig einige Zeit dauern, bis man sicher weiß, wie viel von dem alten Rußland zu dem neuen Rußland gehören wird, und wie das neue Rußland sich gestalten wird.
Balfour wandte sich gegen die Kritik von Lee Smith, als vv ttnc rapamsche Expedition nach Rußland geplant sei. die notwendig zur Aufteilung Rußlands führen würde. Er nehme nicht ÜP 1 ' . V 3 1. Deutschland versuche, große organisierte militärische Srrertkräste von Riga nach Wladiwostok zu schicken. Das wäre wahrscheinlich eine Operation von sehr grotzer Schwierigkeit, und ***** Militärisch betrachtet wäre sie unnötig und eine verhängnisvolle Krastverschwendung. Aber da Rußland gar keine Widecstands- W, S^' könne eine deutsche Durchdringung von einem Ende Rußlands bis zum anderen stattfindrn. die absolut Der* hangnisvoll für Rußland unb für die Zukunft der Verbündeten sehr nachteilig sein würde. Diese Durchdringung sei schon sehr weit gediehen Er vermute, daß fetzt cin deutscher Offizier sicherer durch Nußlaiid reuen wurde als ein Offizier der -Verbündeten. Nicht weil die Runen die Deutschen, vorzögen, sondern weil die deutsche Tucchdrmgimg das russische Mark getroffen habe. Eine
einzige Bank dürfe in Moskau arbeiten. und das
L^^.^uNche Bank. Er glaube und hoffe, daß es für die Bollchewiki-Regrerung mcht zu spät sei, dieser deutschen Turch- dnnZmg Widerstand M leisten. Aber wie könnten sie es. wenn s« sttdst oder üwe Vorgänger jedes Instrument zerstört hätten, tes den Widerstand ermögliche. Rußland sei immer ein Land der lleberraschungen gewesen und werbe es bleiben. Was er für Ruß* Unrb am meiifcen fürchte, fei, daß es im deutschen Interesse liege. Ke Verwirrung zn fördern. Wer die deutsche Mettete in der ganzen Welt beobachte, wisse sehr Nwhl, daß sie immer in allen Ländern.
m dem eigenen, die Unordnung ermutige. Deutschland wünsche die anderer? Regierungen schwach, -und das beste Mittel, andere Lauter 'chwach zu machen, sei, sie in ihrem Innern zu spalten. Er glaube daher, daß Dcntschland, wenn es nicht gehindert werde, die Verwirrung in Rußland fördern werde. Wenn dann die Uno rdnun g unerträglich gewirÄon sei. und verschiedene Klagen aus Patriot ischen oder reib,rischen Beweggründen fede Art von fester, geordmter und zivilisierter Negierung herbeiwtoischten. dann werde aLeutschland sich sagen, setzt Wällen wir uns einmischen und durch alle offenen und unterirdischen Kanäle, die wir besitzen, werden wir unsere V^cht rm Lande ausüben und die Autokratie in einer WUCI : vrellncht m der alten Form wütechergestellten. Daun nxtte J® 1 in . Rußland, das einige seiner schönsten Provinzen verloren vabe. tme viel schlimmere Autokratie haben wie die alte, ba sie MW lteem Fortbestehen auf eine ausländische Macht stützen müsse Und wniii diese Provle^eiung. die hoffentlich falsch sein werde. sich terwirkliche, tenm seien olle Träume von Eiitteicllung und Frei- heit Rußlands Mi Ende. Unter einer solchen Rlgsieriing würde Ruf;- Land mir ein btotzes Echo der Mittelmächte sein. Wenn Rußland Migesichts der butschen TurckHttngmrg völlig hilflos bleibe, so Wnne es ohne Hille von mißen dem (Einbringen dieser deutschen Shxmfbeit nicht Widerstand leisten. Man müsse sich daher fragen ob emer der Verbündeten Rußland Hik e leisten könne, die es so nötig brauche Tie BerbünDeten: Amerika. England, Frankreich. Malten und Japan wünschten in diesem Augenblick Rußland in der Krisis seiner Geschicke Hilfe zu bringen.
.Balfour protestierte energisch gegen die Unterstellung Lee Smrkhs. daß Japan sul) durch selbstisck)- uneh-renl-afto Motive leiteii ließe. Japan handele mtt vollkommener Loyalität. Wenn ^.avan über Ke russische Integrität und mrdere Fragen, die Nuß- beitreffen Versprechungen gab, so wird es sie halben, wie es alle Versprechungen hi lt. die es s.inen Vettünte er in bie'rm Kriege «achte. Tie Entscheidungen, die die Verbü'dteu zu treffen baten, find recht schwierig. aber sie beruhen aus Grundsätzen, die tstußland Mch der russischen Revolution gegenüber weder unbillig noch unedel- nrütig noch feindlich sind. Unser Ziel ist vielmehr, daß Rußland Mrk. unversehrt und sicher frei wird, und iremt diese Ziele erreicht werden können, dann und nur dann wird die russische Revolution alle Früchte hervorbttngen. die Rußlands beste Freunde zu sehen wünschen. >
mrd Ahr (3015 B.-N.-Tsi. Die Dampfer waren anscheinend alle beladen. Der Dampfer Ayr halte Baumwolladung. Der Chef tes Admiralstabes der Marine.
Eine deutsche Warnung an die neutrale Schiffahrt.
Berlin, 17. Mörz. (WTB. Amtlich.) Die deutsche Negierung sieht sich infolge tes Verhaltens der englischen See streit krä sie in dem von England erklärten Sperrgebiet in der deutschen Bucht #u Maßnahmen ge- das Befahren dieses Gebietes für die neutrale Schiffahrt äußerst gefährlich machen. Die neutrale Schifffahrt wird deshalb hiermit eirrdringlichst vor den Gefahren des Gebietes gewarnt unter Hinweis darauf, daß die deutsche Regierung für die Folgen keinerlei Gewähr übernimmt, es sei denn, daß das Befahren in Uebereinstimmung mit besonderen Anw-eisungen geschieht, die in jedem Einzelfall von der deutschen Seekriegsleitung einzuholen sind. Die Grenze der in Frage stehenden Seegebrete verlauft vom Schmttpunkt des Breitengrades 57 Grad 8 Minuten n. mU der bairischen Hoheitsarenze über die Punkte 57 Grad 8 Min. n., 6 Grad 0,0 Mrn., 56 Grad 0 Min. n., 5 Grad
10.0 Mrn., 34 Grad 45 Min. n., 4 Grad 17 Min., 53 Grad 29 Min. n., 4 Grad 4 Min., 53 Grad 0 Min. n., 4 Grad
10.0 Min. nach dem Schnittpunkt be3 Breitogrades des 53. Grates 0 Min. n. mit der holländischen Hoyoitsgrenze.
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Bern, 17. März. (WTB.) Der „Temps" meldet aus London: Einer Llopdmeldung zufolge stieß ein ungenann- ter englischer Dampfer mit dem englischen Dampfer .Vrince Charles Velgigue" (12770 Tonnen) zusammen, welcher sofort sank. Ferner stieß der spanische Damp- tz:r ,Ldala Mendi" (2844 Tonnen) am 9.März mit einem englischen Dampfer zusammen und sank.
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Die ZiviMste des Königs der Helenen.
, «t he n. 15 MSr» Die Negierung legte gestern berfantmer tttt tne Zw-lllrste des Königs abänderndes Gesetz rwr, das die dem König Konstantin zu bewilligende Summe festsetzt In der Aufstellung wird die Bewilligung dieser Zivilliste begründet. Die Regienmg beschloß, die dem König .Komtantin vom Staate gemachten Gescl»enke yn widerrufen. Es wurde ihm jährlich eine halbe Million bewilligt. Die Regierung behielt sich das Recht vor. mtf, Belieben die Zahlung emz-ustellen. Die Ziviltiste des Königs Mer ander wirrde aus 1.6 chis7)er 2) Millionen beschränkt Für die KÄmgimmit^r wurde eine Leibrente in Höhe von 300 000 £tl ebnen ausgelvorseir.
Ludendorff Ehrenbürger von Thorn.
Berlin, 18.März. General Ludendorfs ist laut B T von den Dwrner städtischen Körperschaften zum Ehrenbürger'der .Stadt Tyorn ernannt worterr.
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Jagdflieger Ritter v. Tutschek gefallen.
Berlin, 16. März. (WTB) Hauptmann Mtter v. Tu ts ch e k der bekannte Jagdflieger, ist g e f a l le n. Der erst kurzttch mehrfach im Heeresberichte aenamite Kamps- flioger Hauplmann v. Tutschek fiel, nacktem er 26 Luftwege errungeir !>atte, im Luftkamps diesseits miiexex Linien
Der Sccfrieg.
Nrue U Vooi Erfolgk.
Serrtit, 17. Marz;. Fm mittleren Mittelmeer versenkten unsere U-Boote sechs Danrpfer und eiim, Segler von zuscmrmen 25 000 B.-R.-T. Die Danipfer wurden teil- weise bei schioevem Wetter aus stark gesick)ertein Geleits heraus^eschossen. linder den versenkten Fahrzeugen be- sanden sich die enqlisciien Dampfer Maltby (0977 Machjmr (6738 B.-R.-T.), Clan Macpherson (4779 B.-R.-T.)
Aus dem Reiche.
Die preußische» Wühlvorlagen.
- 16. März. Der Bevfa ssun g s a u sfchu ß des Abgeordnetenhauses hat nunmehr die erste Lesung der drei Reformvorlagen zu Ende geführt. In der letzten ortzimg vor ten Olderferien wurde zunächst über einen ko n- ervativen Antrag beraten, dem Mant^lgcsetz folgenden Zb ernzufugen: „Tiese-s Gesetz tritt 3Monate nach Friedens- »chlutz mit der letzten europäischen Großmacht, siühestens am 1. Aprrl 1919, tn Kraft." Der Meide Absatz dieses §6 sollte lauten: „Mit der Bildung der Vräsentatvonst'örper für das Herreichaus ist sofort nach Berkundung dieses Gesetzes zu beginnen." Nach einer Debatte wird der erste Teil des Airbags zurückgezogen, der zweite Absatz angenommen. Ein- strmnng wurde beschlossen, daß das Ge,etz mit dem Tage der ^cst.etzuug des Zeitpunktes der nächsten allgemeiiren Wahlen durch oen Munster tes Innern in Kraft treten soll.
Verkehr mit lemdwittschnstlichen Grundstücken.
' ^ z r JJ rt * ^ März. Der Vurtdesrat hat eine Vcr- oronung über den Verkehr mit landwirtschaftlichen Grundstücken erlaffen, dre im Reichsgesetzblatt vom 15. März be- wird. Anlaß zu der Verordnung hat die Beobachtung gegeben, daß mit der längeren Dauer des Krieges immer mehr ländliche Besitzungen in die Hand von Porso- nen übergegangen sind, die dem laiidwirtschaftlichen Gewerbe bisher serngestanden haben. Durch Kriegsgeschäfte rerchgewortene Leute erstreben den Erwerb von Landbesitz, tercs um t&ce gelellschaftlick)e Stellung zu heben, teils weil chr^n diese Anlage von Kapital unter den heutigen ÜZerhält- mssen besonders vorteilhaft erscheint, teils auch um die Er- affung von Kriegsgewinn durch die Kriegssteuer zu er^ chwererr. Die Folgen derartiger Verschiebungen stehen im Wcterlpruche mit den Zielen der Jnnensiedelung, ter Kriegs- ernährung und ter Volkswirtschaft. Es erwies sich daher als wttg, den Verkehr mit land- und forstivirtschaftlicken Grundtucken unter behördliche Auff'icht zu stellen.
Genehmigungspflichtig sind fortan alte Rechtsgeschäfte dinglicher und schuldrcchtlicher Art über Grundstücke, die über o Hektar groß sind. Die Genehmigung darf nur versagt wcr- den,.wemr durch die Grundstücksübertragung die ordnungsmäßige Bewirtschaftung gefährdet wird, so insbesondere bei Uebertragung an Nichilandwirte. bei unwirlschafrlicher Zer- Ichlagung, bei Aussaugung bisher selbständiger Betriebe und de: Ausbeutung der Notlage des Eigentümers. Zu dem gleichen Zwecke kann die Veräußerung oder Entfernung von Übendem oder totem Inventar unlerfagt werden. Gegen die Versagung ter Genehmigung ist Beschwerde zulässig.
Mit Rücksicht aus die verschiedene Lage der Verhältnisse m den einzelnen Bundesstaaten sind die Landeszentralbehörden befugt, abweichende Bestimmungen über den Zeitpunkt des Inkrafttretens, du: genehmigungspflichtige Grundstücks- große usw. zu treffen.
Die preußischen Ausführüngsbestimmungen sind im Reichs- und Staatsanzeiger abgedruckt. Danach tritt die Ge- nehmigungspslicht bei Grundstücksübertragungen über fünf vektar Größe m Preußen am 18. März 1918 in Kraft Zu- staikdig zur Genehmigung ist der Landrat, in Stadtkreisen der Bürgermeister.
Aus Stabt und CiiMft.
Gießen, ten 18.März 1918.
** Ueberfahren. Am Damstag nachmittag gegen 3 Uhr wurte vor ten Gcsch^stshaiis von Sä>ate und Füllgrade Bahu- tzof,ttaße ter 3V2jLhrige Jrmge des Wa-g-erfführ-ers Pe'er Lchonewmß, tu&dfrt int selbem Hause wohnt, von der Elektrischen ubersaliren und blieb tot auf dem Matze. Das Kind kam urrmüttl- bar aus dem HauWur über das hier ziemlich breite Trottoir ge- lauren, so daß der F^chrer das Unglück gar nicht vorterjehen konnte obgleich er mit aller Wucht die Bremse MlgeN>gen hoben soll. 2ln ter Unglücksstxlle sammelten sich tostet Hunderte von Meuschm Arbeiter der Firma Sck-affstoedt mit, ten nötigen Werkzeugen mußten geholt viertem und hoben dem Straßandahmvaaen in die Hol>e. ep.' man ten vollständig z-ersckrnittenen kleinen Körper tes Krntes v<m der Straße attßernen kcumre. Der Fall mahnt .vieter, Krnter nicht auf te Straßen, auf tenen die Str-atenbatzn verkehrt' sich selbst ru überlassen. '
.. u ** §>^*1 ^ei i.n^ Gießen. Am Samstag abend hatttii sich im Saale des „Schrpka-Paß" eine größere Zahl Landwitte und Metzgermerster eulgesuiiten, tzim über die Einrichtung einer Schäferei ur unserer Stadt zu bcrateii. Ter Beratung wohnten die Stadtverordneten Loeber, Simon, Vetters und Winn bei £ie Ausffn«ck)e ergab, daß man allgemein die Notwendigkeit und den großen 9chtze,i für die Allgemeinheit au ter Anschaffung einer Schasheche auerkamite. Es wurde darauf Hingeiviesen, daß bis zum Jahre 1891 in Gießen eine Schäferei bestanden hat, die aber wegftel, als sich miser Gemeinwesen anschickte, sich zu einer modernen Stadt zu entwickeln, wozu noch kam, daß die Schafhal- ning damals nicht mehr recht lohnend erschien. Heute ober erscheint aS als erne Pflicht, dafür zu sorgen, daß die Proteillwn in Fleisch. Fett und Wolle un Lande erheblich gchobcii wird. Die Feld- und Waldwege oruigen Ftutter gmrug t-ervor, um eine Harte von 2—300 Schafen durchzubringen. Am Schluffe ter sehr lebhaften Aussprache war man sich darüder einig, daß die Stobt die Trägettn der Einrichtung, sein müsse, da nur daun auch Bürger, die kein Acker- oter Wiesenland besitzen. Schafe auf die Weite schicken rönnen. Es wirrde eine Kommission getvähtt, welche sosott die
nötigen Unterlagen schaffen soll, um tors iS&nü) Serfef&K bdfd Oberbürgermeister vorstellig zu werden, damit die Stodt enw Schäferei einttchtet. Der Kommission gehören an: Brauereitesitzer' Lmidwirt Hch. Gottmann, Hosmetzgermeister Ad. M ö h l, Landwirt Georg O ck e l, Metzgermeister Wilh. Bogt, Stadwerordueter Winn, Metzgermeister G .Sack, Hofmetzgermeister Fr. Schreiner und vom Viehhantetsverband Simorr Stern. In der Versammlung wurde sestgestellt, daß sicher zu erwarten ist, eine Herde von 150 Schafen zusammenzubekontmsi. wenn auch die Preise ter Tiere augeiiblicklich sehr hoch sind.
** a o r r o t r b o t für Frühgemüse. Mit Rücksicht darauf, daß für die Ernährung der Bcvvlkeruiig im Frühjahr uito ui den zeitigen Sommermonaten das Frühgemüse eine auSfdjlag* miffpielt, batte sich die Reichsstelle für Gemüse und Obst beretts im Vorjahre genötigt gesehen, das Dörren von Früh- gcmrffe durch die Beto'.iiitmachuiig vom 30. April 1917 bis zum 31. Juli 1917 zu verbitten. Auch für das Jahr 1918 hat die Rerck-sstelle teirch die Bekairiitma>ck7.nrg vom 7. März 1918 im Deutschen Reickrs-Anzciger Nr. 60 das Dörren von Frühgemüse bis zum 31. Juli 1918 untersagt. Eine Ausnahme ist iurr für dasieiilge ^Z-ttihgemüse zugelassen wirten, das auf den Frisch-, miarkten mcht abgesetzt werden tonn und das nach Möglick^keit durch Tvockiiung für die menschl»-he Ernährung verwett« werden muß.
** Lichtbildervorirag. Wir weisen nochmals aus ten heute abend 8 Uhc in ter Neuen Anla der Universität stott'inten- ten Lichtbilüervottrog tes Herrn Geb. Hofvots Prof. Dr. König über seine „R e i s e a n d i e W e st f r o n t" hm. Ausdrücklich nröge tetei bemerkt sein daß jedermann freien Zutritt hat. Eingang pan Ä-Air von der Ludimgstraße, zur Galerie von der Goethestraße aus. Siehe auch Anzeige.
Starkenburg und Nheinhessen.
I Darm stadt, 16. März. Die Direktion der „Steag" regte der Stadtoerordnttenversammlung eine Denkschrift vor. in teo wegen der neuen Kvhten- uiid Verkehrssteuar. sowte ter Käiegs-, rmterftützungen und ter notivendigen Rücklagen de» Materialien die Erhöhung des Tarifs gefordett wnrte, und zwar für die Fahrten im Weichbild 50 Prvz. lfrüher 25 Proz.), ferner eine starke Erhöhung tes Preises ter Zeükatten, unter Ausschluß der Gültigkeit für L-o-nntog. Tio Bestimmungen sollen zum Teil für Kriegsdauer teilen. Tie Stadtveoordivtten übten scharfe Kritik cm ter Tenksckxrm, toie auch an ter sozialen Fürsorge, und überwiesen die Aug^legaUhrit einem Ausschuß.
I Ta r m sta dt. 17. März. Eine hiesige Frau, die trotz oder Warnungen bereits ihren gait-en Kartoffelrorrat auftebraucht hatte, suchte dadurch, daß sie einen Keil erdieb sta hl fingierte.
Genus; städkisckirr.kkttrtoffttmarken zu gefolgert. Tie Untersuchung förterte die Wahrheit.zutage und es wurde Anzeige wegen: Belrligs erstattet.
. - ** Tarmstadt, 18. Marz. Der Großherzig hat das Ausscheiden tes HoftherrteriirtLntemten .Hofrat Dr. Paul Eg er ge^ Dr. Eger geht als Nachß>lger von Geheimerat Grube als künstlerischer Leiter des Deutschen SckMtstnel Hauses narb Heon-» bürg.
Kreis Wetzlar. ^
^ W e y l a r, 17. März,. In Berghcmfen warfen sich dieser Tage jrmge Burschen auf ter Straße mit S-teinen. Dabei wurde die zufälltg vorbeigeherrte Wiffve G a ck von einem Stein deratt an den Kvpf getvofseir, daß sie der Klinik in Gießen zugeführt werten mußte, wo sie verstarb.
ra. O btzrwe tziar, 17.Mürz. Auf'der diesfahttge» Holz- Versteigerung im G-emeiuteivald wurden .Preise erzielt, die sttbst für die hiesige Gegend nrrgewöhulich hoch sind. Tos Hmwett Wellen fotote 100—120 Mark, das Klafter Schnthstz (4 Raummeter) 0 Mark. Tie Einwohner erhalten allerdings je ein Klafter Scheitholz zu mäßigem Preise.
- ra- Dutenhofen 15. März. Die drei Brüder Katt, Lute wig U7w August Gümbel wurteii mit dem Eisernen .Kreuz au^" gezeichnet.
HesskN-Nasfa«.
.JT Bad Vom bürg n b H., 18. März. Der Kaiser «der- w'es dem Loudrat für die WvhttättgkettsanstaltM tes Otertounus- kreiseä 10 0M Mk.
mr. Frankfurt a. M., 16. März DaS Kgl Hochbauamr Frankfutt »mrd am 1. April d. I. aufgelöst. Seine Geschäfte übernimmt das Kgl. Hochbauamt Bad Homburg.
Z & can c!X rt r *lv M-, 16 März. Zum 1. April eröffnet- tee Stadt nr Nrederseelbach zwischen Jdstrtti und Niedernhausen ttn Altersheim sin welches vorerst 50-60 Frauen ohne Unter- schied des Neligionsbekenntnisses Misgenommon iverdcn sollen.
rnn f fu rt a. M.. 16. April. Tie Franziskanerürneu dem wcutkerhause Straßburg eröffnen mit dem Beginn des -Lommcrsemesters^im Hause Schwinbstraßc 19. nahe ter Untocrftfo, ein katholisches Student innen l>eim. Das Heim, das ten Namen y. üitbegartesftift'' führt, enthält zunächst 15 Zimmer und bietet wer Midieren den kcttbolischen jiingen Mädchen ein billiges Heim, .^le zuständigen Ministerien chiben ih.-e Genehmigung zur Errich- des^ Heims tevAts etteilt. Aehnliehe Slutentinnenheinie bestehen ^schvn m Müncl)ien itrib Freilmra t. B.
> öch sta. M.. 17. März. Im Einvernehmen mit h e igen
Handels- und Jndusttiekreisen bffchloß der Magi,irat die Errichtung einer Anlege)t-clle für Frachtdamr-fer am Main. Bersch^tene Main- schi,sahrtsgeselllck)as1en haben sich sckwn berttt erklärt, ihre Schiffe zur Löschirng^ und Anfnahnre üau Stückgütern irr Höchst anlegen zu laffeu fte roü-nschen jedoch ton den hiesigen Handels sieben vorettt gewisse Sicherungen.
Vcrmiidytez.
. Große Erploswncunglücke bei Paris.
Bern, 17. März. Nach den vorliegenven Pariser und Lyoner Zeitungen l-atte eine Explosionskalasttophe in Cour^ ^ e A^ 0 e furchtbare Verheerungen angerichtet. Tie Courneuve te- nachbatten Stadtteile Aubevilliers und Bourget gleichen bvm^ bardierten Städten. Von Courneuve selbst scheint kein Stein mehr aus deui andern zu stehen. Tie Mehrzahl der Fabttkeu im Umkreise von mehreren Kilometern sind schwer beschädigt und mußten den Betrieb einstetleu. In allen Fabriken sind viele Arbeiter ter» imxnbet und eme große Anzahl getötet. Ten Berichten läßt sich entnehmen, daß dre Zahl der Tteen bedeutend größer sein mun. als amtlich angegeben wird. Man schätzt die Zahl der Verwundete« «rut tausend. In den nördlichen Pariser Stadtvietteln wurden ebenfalls Verwüstungen angerichtet. In ganz Patts sprangen die kVenfterschttten. Das Straßenpslaster ist mit Fenster- unb Grauat- müttem übersät. Auch in Vettailles und Loulommiers wurden penster zertrümmert. Tie Kuppel tec Nationalbibliothek in Patts Ut cingestürzt. Gestern nachmittag 3 llhr dauerten die Erplosionen sott Man kormte sich dem Erplosionslierd noch nicht nähern. Eine große Anzahl Familien mußten aus den umliegenden Orten nach Paris geschasst und dort untergebracht teerten. Tie Bcvölkerunck schemt em pamkattiger >Lchvecken befallen zu haben.
Oericl)tss<ral.
I Darmstadt, 16. März. Eine Tiebsbante, teren WaMteee ter inzwiscksen festgenommene Fnlmeiiflüchtige Mustolier'KrLmev aus E i ch war, kam l-eute zur Ahurteilung. Sie httton m einer Nacht zuerst einen Hoseudiebstolst. und dann einen Einbruch in ttm- Schokolatzenfabrik untonwmmen und dort 15 Psimd Kakao und 75 otiid Seife gestohlen. Der 18jähttge Schlosser Httnc Erkf bereits wegen Diebstahls .vor-bestraft, erhielt 2 Jahre, ter 17sä^M Nlslng 1 Jahr Gefängnis wegeii schweren Tiebsurlsts. Zitei Fraueii wurden n^gen Beihilfe und Hehlerei zii 0 ^forator^ enie dritte zu 6 Wvck^n verurttttt. — Weg-eu schwervi Hosenteebstal7ls erhrett der Tagelöhner ChristophSan- o e r b e ck 5 Monate Gefün.gnis. — Der seit 20 c Wwen im Dienst.: befindliche Br« Jvh. Bapt JNer aw^ hier, n l) e i m erhielt roegen llntersck-lagung von Postgeltern und Follck«mg an Po.toutttungeii 1 Ja^i^ 6 Aömiate Gefängnis - m " a H V 17 * Bor ter Straftommer hatte sich
erne Bande ingendlrcher Einbreckier,aus Groß-Gerau yn verante taarten. Die oer mzamschm zum Heere ttngezogcne Phil. Schindelt ev/o ^ hatte. Sie brachen in eure dortige emgeheglej
Obst- und ^Genilffeplantage ein, ließen sichs wohl schmake» rnch


