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Nr. 65

Dertctmr lBjrtM

erscheint täglich. aue«t konninas. - Be«lo«en: Gietzever 5ami!ievblLUen

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skr len Krel* Gietze».

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Erstes Blatt

M. Jahrgang

Montag. \8. März M 8

peftySjedtorto: ZriMffnrt 0.HL U6S6

vankertehr: Lewerdedank Siegen

ZVttllngsrrinddrrLck u. Verlag: Vrühl'sche Umv.-Vuch-u. §te!ndruckerel R. Lange. LchnsLleltung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Lchrrlftr.

Lnuuttmr von Anzeigen

*. die iap,c6«mmnier dis zürn Nocbminag vorher oynejedeVcrbmdlichtert Seilenpreise: für örtliche Anzeigen 8SP?.»sür auswärtige 30 Pi.,m Neklamen Atk. 1.; bei Plaqvor- schrist 20% Ausschlag. Hauvlschri'tteiler: Aug. Goe?,. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Aug. Goet;; Stadl und Land, Vermischtes «.Be- richtsiaal: W. Mever; Anzeigenteil: H. Beck;

Amerika beginnt mit Zwangsmatzregeln gegenüber Holland-

MTB.) Großes Hauptquartier, 16. März. (Amtti-ckz.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Am A^nd und während der Nacht war die englische Artillerie namentlich zwischen Arras und St. Quentin sehr tätig. Durch feindliches Feuer und Bombenabwurf auf rück­wärtige Ortschaften entstanden in Menen und Halluin grö­bere Verluste unter der Bevölkerung. > .>

Heeresgruppen Deutscher Kronprinz, von Gallwitz und Herzog^Albrecht.

Oestlich von Reims, auf beiden Maasufern, sowie an der lothringischen Fwnt bei Mulcach und Blamont war der Feuerkampf tagsüber gesteigert. Beiderseits voll Ornes blieb er. auch die Nacht hindurch lebhaft.

. *

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Genemlgnartiermeister » ^ Ludendorff. .

(VTB.) Grobes Hauptquartier, 17. März. (Amtlich.) ,

Westlicher Kriegsschaupbatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rv'pprecht.

In Flanbcnt war van Miw g an die Arrilllrielälistkeit gesteigert, an der übrigen Front beschränkte sie sich.airf Stö- rungSfeuer, es lebte'am Abend vielfach au?.

Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und von Gallwitz.

An der Aikette. südwestlich von Berry tat Bar. sowie in Verbindung mit einer erfolgreich durchgeführöen Unterneh­mung M Tahure zritweilig erhöhte Gefcchtstätigkeit. Nach Ivstündigrr Feuervorbercitung stieben französische Abteilun­gen westlich von Avocsurt in breiter Front vor. teils hielt unser Feuer sie nieder, teils warf unsere Infanterie sie im Nahkampf zurück. Starker Artilleriekampf hielt tagsüber und vielfach auch während der Mrcht aifJton. Oftuftr der Maas mi> Unsere Infanterie brach an mehreren Stellen zu Ev- kundungen vor. Kurliessische imd Waldeckschc Stoßtrupps drangen bei Sanwaireux. badische Kompagnien bei Beauwont (Md sächsische Sturmrruppen bei Bczonvaur tief in die feind­lichen Stellungen ein und brachten mehr als 200 Fran­zosen, darunter einen Bataillons-Stab, gefangen zurück.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Im Parroywalde sowie in der Gi'gcnd von Blamortt und Badonvillers rege Tätigkeit des Feindest

*

Im LustSrmrpf und von der Erde aus wuAren gestern 17 feindliche Flmzeuge und 2 Fesselballone abgeschossen.

*

San den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquariiermcister Ludendorff.

*

Die Abendberichte.

Berlin, 17. März, abends. (WTB. Amtlich.)

Don den Kri^sschauplätzeu nichts Neues.

Berlin. 16. Mürz. (WTB. Amtlich.)

Don den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Daß man bei unserer Bevölkerung, wenn sie die TageS- arbeit verrichtet hat und sich inein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei" cinläßt, mehr Seufzer und Beschwerden hört als den Ausdruck von Zufriedenheit und Zuversicht' ist sehr natürlich und erklärlich. Horcht man aber heute in der Runde herum, so findet man doch, daß der alte Mießmacher der vergangenen Kriegsjahre so ziemlich verstummt ist. Er sagt wohl gelegentlich: ,^Za, wer weiß, wie lange der Krieg noch dauert", und dann stimmt er ein in den allgemeinen Un­willen über die hohen Preise der Gegenstände des täglichen Gebrauchs, über die Mißftände und Unvollkommenheiten, die dem kritischen Auge auf Schritt und Tritt entgegenfallcn. Aber in Ausbrüche von Aengstlichkeit und Zweifel, daß wir diesen Krieg verlieren könnten, gerät kaum noch jemand. Alle wollen den Frieden, aber die stürmischen Forderungen eines Friedens um jeden Preis, eines Friedens, der die für uns offensichtlich günstigere Kriegslage außer acht läßt, sind schwacher und vereinzelt geworden. Das ist der eherne Schritt der Geschichte, von dem der Reichskanzler Graf Hertling sprach, der nach seiner Meinung über vorgefaßte Programme und Entschließungen hinweggehe.

Früher I)örte man häufig auch Zweifel über die Auf­richtigkeit der Presse, die die Schwierigkeiten verberge, alles schön färbe und am besten ihre Tätigkeit ganz einstelle. Das

ist auch etwas anders und besser geworden. Und wir wünsch­ten, einer oder der andere Ungläubige oder .Halbgläubige hätte einmal einen Einblick nehmen können in eine große Versammlung von Zeilungsverlretern, die auf Einladung der Heeresleitung aus den Bezirken dreier Armeekorps dieser Tage in Cöln zustande gekommen war. Diese Veranstaltung nannte sich einePresse-Besprechung", aber wenn man an- nehme^wollte, daß die Hunderte von aus wohl allen Pariei­lagern Versammelten sich nun in ihren Erörterungen die Köpfe gespalten hätten und in tiefe Meinungsverschiedenhei­ten zerrissen gewesen wären, so täuscht man sich. Wir waren untereinander weder unaufrichtig, noch argwöhnisch oder in der Stimmung gedrückt. Die Pacteistellungen traten ganz zurück. Die Vorträge, die von Vertretern der Heeres- und Marineleitung sowie von verschiedenen Rcssortvertretern der Regierung über, aktuelle Kriegsfragen gehallen wurden, waren rückblickend und ausschaueckd so erfüllt von der einzig­artigen Tatkraft und Zuversicht aller schaffenden Kreise, daß man oft den Eindruck hatte, eine unsichtbare Macht müsse da alles zum Ganzen weben. Es gibt kein Zagen und Zweifeln, sondern nur ein rüstiges und munteres Vorwärts. Unter den Presseleuten herrschte eine einhellige Stimmung des Ver­trauens und der Vaterlandssreudigkeit. Gerade eine solche Zusammenraffung dessen, was in.der langen Kriegszeit bis­her geschaffen und geleistet worden ist, zeigt uns, wie weit wir vorangeschritten sind, daß wir nicht nur die schlimmsten Ge­fahren und Krisen überwunden haben, son­dern, daß wir einem befriedigenden Ende nahe sind. Vieles war vertraulich und darf mit Rück­sicht aus das lauschende Ausland der breiten Oeffentlich- keit nicht mitgeteilt werden, aber man muß einmal den gesunden Optimismus eines Giesberts, der ja im Reicks- wrrtschaftsamt jetzt eine führende Stelle einnimmt, über die Aussichten unserer Lage nach dem Kriege, über das Interesse des schaffenden Balles an einem siegreichen Frieden hören, um wieder froh und freudig jur Arbeit -ürückAukelyrem Die Heeresverwaltung verdient sich den reichen jEteitf der Oesfentlichkeil um solche Veranstaltun­gen, wurde aus der Versammlung heraus auch

lebhaft zum Ausdruck gebracht. Solche Nezirkspresse- Besprechungen sollen demnächst auch in Karlsruhe, Leipzig, Hannover und Danzig stattfinden. Dann wächst daS Verständnis für die Notwendigkeiten der nächsten Zeit, dann können wir voll überschauen, was es heißt, wenn Hindeuburg dieser Tage einem Jour­nalisten sagte:Der Friede, den loir im Vertrauen auf Gottes Hilfe erkämpfen, darf kein weicher Friede sein, der zu nichts führt, das muß ein wahrhaft deutscher Friede sein."

Die österreichisch-ungarischen Taaesberkichte.

Wien. 17. März. (WTB.) Amtlich wird verlautbart: Nichts zu berichten.

Der Chef des Generalst-ades.

Wien. 16. März. (WTV.) Amtlich wird verlautbarl: Keine besonderen Ereignisse.

Der Chef des GeneralslabeS.

Holland und der Truck der Entente.

Haag, 15. März. (WTB ) DasKoreaspondenzbuveau" erfährt, daß der M i n i ste r d es AeußerninderKammer eine Erklärung über die Haltung der niederländischen Regierung in der Schiffsfrage abgeben wird. Ferner wurde dem Korrespondenzburcau von dem Ministerium des Aeußern mitg-eteilt, daß keine Mitteilung der Art, wie Reuter auh Neuyork berichtet, eingetroffcn sei, daß nämlich die Vereinigten Staaten und Großbritannien die niederlän­dischen Schiffe in Dienst der Alliierten stellen »vürden, wenn das Abkommen, über das verhandelt wird, nicht bis zum 15. März angenommen sei. Die Regierung sei nur ersucht worden, sich vor dein 18. März über den Vorschlag zu ent­scheiden, demgemäß Holland ein Vorschuß von 100 000 Tonnen Weizen in Aussicht gestellt würde, wenn es einen Teil seines Schiffsraumes, der bei dem eventuellen Ab­kommen zur Verfügung der Alliierten gestellt würde, schon jetzt auch zur Benutzung im sogenannten gefährlichen Gebiet abtrete.

London, 16. März. Reuter erfährt, es sei Grund zu der Annahme vorhanden, daß die holländische Regierung sich bereit erllären werde, ein Abkommen etwa auf der Grund­lage des modus vivendi anzunchmen. aber unter der Vor­aussetzung, daß die holländischen Schiffe nicht in die Sperr­zone gebracht würden. Natürlich würden die Verbündeten nicht in der Lage sein, darauf cinzugehen.

Washington, 17. Marz. (Reuter.) Tie Regierung ver­weigert allen holländischen Schiffen, die m amerika­

nischen Häfen liegen, die Erlaubnis, Kohlen emzunehmen nnd adzw» fahren. um ihr Entwischen zu verhffwerm, da ihre Requirierung am Montag wahrscheinlich ist. Einckckusnahme; -werden die mtt Fahrgästen und Lebens mit telladung nach Holland fahrendeNieuw Änisterdam" machen und dieOranje", die eine Anzahl Hollands», cher Kolonialsbeamter von einem amerikanischen Hasen am PazisiL nach Holländisch-Ostindien befördert.

Amerikanische Ausflüchte über den N-Boot-Krieg und die Neutralru.

Amsterdam, 16. Marz. (WTB.) In bem jetzt ovrliogcnden arBsührtichen Text der Erklärung des Kriegshandels­amtes der Vereinigten Staaten über dert deutschen ll-Boot-Krieg weist da? Kriegshand-elSamt der Vereinigten Staaten daraus hin, daß die^ wiederl-olte Vernicklung nrulruler dänvckrer Schiffe aus der Reise zroischen Tänematt uaib Island außerhalb der KriegSKmre, sckwie die v^elfacl>en .^Irrtümett". de-rertz nisderländn'che und andere nerrtrale Schisse in den engen ßahrM rinnen durch bas Sperrgebiet zum Opfer gefallen seien, die Nichtige kcit seiner Erklärung über die Absichten, die Deutschlands mit dem U-Dovt-Krieg oersiolge. ecwi.se. Die Absickst der -Deutschen, di« Lel-ensmiitol-'uführuing zu den Neutralen, »oie sie nick den Ber- einigten Staaten vereinbatt sei, zu verhindern, werde deullicki an dem oeutschlv! Einspruck) dagegen, zu einem zechoeckigen nwduS vivendi mit Holland zu kommen, um die B-eckivfnmg von Lebens» nntteln für dieses Lmä> M sickZenr Zwei Schisse mit ^Ldenstnrtteln sür die Niederlairde und elf Schisse für das holl an bisch Hilfs- kvinitee lägen seit Wochen in anrerikanistl'Nr Luisen mrd konntar nicht crussahren, weil Teutschtand sich toeigere. daß die ent» sprech.mde Zahl von Schiffen mit glcüi>em Schsfsraum oen rriL)er^ ländichn Hafen verlassen. Der offensichtliche Plan der Deutsci>en sei. alle niederländischm Schiffe in den l-eimisclien Häsen zu sam­meln und di-e Ausfahrt >niederländischer Schiffe durch die Drohung, sie zu torpedieren, zu verhindern. Ter augenblickliche Feldzug, bai oie hcckbofffzielle ..Nvrt^eutsch Allgemeine Zeitung" mrd andere Zeidrurgon mit Dwhamgen imb Einschück)tcrungon gegen die neu« trccken skandinavichm Lander fühtterr, l-abe offener den Zioeck, die nordischen neutralen crnzuschück-tern, -ihren Vereinbarungen, di« ebenso in ihrem Jch-ec^effe wie dem der Vereinigten Staaten und ihrer Assoziierten liegen, rrachzukomrrren. Tie ernsten Bcmü hange« der Nogicrmkg der Vereinigten Staaten, Brotgetreide nach dev Schweiz zu schäcken. seien durch die Akte der deutsäLZl U-Boote, welche nach gut beglaubigte:, Verick-ten aus der Schveiz rucksrä-ts-, los spanische Dampfer versenkten, bedroht. Das .^driegshandelsamt verweffl auf die Versenkung des soanffck^n DampfersSirdinerl/^. DeutsckckandIierfvlge damit den Zweck, drcrch die Vcrnick-tung vock spanischen, Schiffs raum den relativen Wett der deutiäM, Schiffe für die Zeit nach dem Kriege yn erhbl-en. Das Krnerps HandelKrnck verweist noch auf die Verträge vom 5. Tezeinber sonne auf seine erfolgreichen Bestrebungen, dm abhängigen Neutralen für den Transport des Getreides dm Schiffsraum zu sichern. Das jkriegs» amt hofft, daß die Schwü; und die anderen Nentralm den Unter» stlffeb in der 5)altung Teutschands und der Vereini-chm Staaten erkennm. ,md daß sie bemerken, daß Teutschands ckcftrtten den Zweck habe, yu verhindern, daß dje Neutucken Lebensuckttck er, haltm außer auf deutsche Bedingungen.

* . *

Deutsche Vergeltvngsmaßregeln gegen Amerika.

Berlin, 16. März. DieRordd. Mg. Zch." schreibtr Tie hiesige schoeiz-crische Gesandtschft hat ans ente Anfrage der deutschen Regierirng dieser mitgeteckt. daß die amerckanischs Regierimg in letzter Zeit weitere Vdaßirahinm ge-M, das deutsche Privateigmttnn in Anrerika ergriffm habe. Unter MUcrm sei die Uobörgabe der Geschäftsgebaude der Hambirrrp-Anerckck-Lv,« an dm Verwalter des scmdlickim Vermögms, forme die Liqaidatio« der dcutschm Farer- und Rüch-ersichernngsgefellsäiaftm ai^pvrd- net worden. Auch tverde ins Auge gefaßt, dem Verwalter feind^ lichen Vermögens dm EfficktmLe'itz von de.,tsckZm' Sburtsaugs» Irrigen, die in Feindesland w.chrm, zu übergeben. Sck-ließliÄ werde auch sonstiges de lischt Privateigentum, insbesondere deutsche Beteiligunae:, an Hand<snnd7rnehmungm, liquidiert. .Bisher hatte sick) das Vorgehen der derckschm Regiminrg gegm amerikanisches Eigentum auf diejerrigm Maßnahmen bechränkt. die notn^rcküg warm, um zu verhuckern. daß in DmtMand befindlickZes Eigen­tum während deS Krieges mrs TentsckKnrd ausgeführt ivürde und dadurch möglick^nvciie der Kciegfühttmg von Dmtschlmws Gegner« zugute konlmm konnte. Tie oben erwähnten Eingriffe der ameri« kanischm Rsgienmg in dmtsches.Vermögen habm aber oie d^mtsche Regierung gezwungm. auch ihrerseits »vecker zu gehen und oen dttckschm Behörden die nötigm Handlichen m geben, um .nsordcr« lichensalls dm, amerikmriichn Borgeheu antspreämde Maßnahine« zu treffen. Sv sind durch die Bekannt mach ,ng des Reiche kanckerS vom 4. März 1918 die Vvrschriftm der Verordnung bttreffmd Liquidation britischer llnterr^hmmgm vom 31. Juli 1916 «üj amerikanisch Unternehmungen für anwendbar erklätt worden.

Die deutsch Regierung wird mit ihren VLaßnahnm einsetzen, je nach dein Umfange, in dein die an,erikanr'ch Negierung tatsäcküich gegen deutsckies Privateige,chrm in Arnerika vor gehn wird. DüL ist der amerikanisch,, Rogierimg durch Bermitckung der hiesi-.reu spanlschm und sckuweizerffchm Bertretungm zur Kenntnis gebrach tvorden."

Rücktritt des Kabinett- AvereSc^.

Bukarest, 16. März. (WTB.) Der vuinänische erstr Delegierte der Friedenskonferenz Argeto janu ist am Donnerstag verabredungSgenrckß von Jaffy nach Bukarest

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