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cTtre Vekcmntmackmnff Nr. W. I. 850/11. 17. K. R. A., frctrcffenb Beschlagnahme und MelL-ep flicht vmr ges-amwielten rohen Mrnrschen-- Haaren in Kraft getret-en. Durch sie Norden alle gesammelten rohen. Frauenhaare sowie Chin^senhaare beschlagnahint. Ausgenommen von der Beschlagnahme sind die von einer Frau gesammelten« eigenen Haare, solange sie such im Besitz dieser Frau befinden..^ Trotz der Beschlagnahme bleibt die Veräußerung und Lieferung in bestimmtin Weise und- an bestimmte in der Bekanntmachung näher bczeichnete Stellen zulässig, sofern der Preis iür 1 Kilo­gramm nickst mehr als 20 Mark beträgt. Tie baffl/aginahmten Gegenstände unterliegen, sofern die Gesamtmenge bei einer Person mindestens 1 Kilogramm beträgt, meiner monatlichen Meldung an das Webstosi-Meldeanit der Kriegs-Rohstoff-Abteilung dos Kö­niglich Preußischen Kriegsministeriums. Der Wvrtlant der Be^ kanntmackpung ist in der heactigen Nummer imseres Blattes ein- zusel>en.

** Für rückständige I m pfpfl ichti ge, d. h. also für solche Kinder, die im Jahre 1916 oder früher geboren und im Jahre 1917 aus irgendeinem Grund nicht zur Impsnng gebracht worden sind, findet am Samstag, 16. März-, nachmittags 3' 2 Uhr, ein unentgeltlicher öffentlicher Impftermin in der Turnhalle der städtischen Mädchenschule in der Schillcrstraße statt. Eltern, die diesen Termin nicht wahrnehmen und auch nicht für Impfung der Kinder durch einen Privatarzt gesorgt haben, verfallen nach dem 23. März der gesetzlichen Strafe, es sei denn, daß die Unterlassung der Impfung ans einem gesetzlichen Grund geschehen ist und dies bei Großh. Kreisgesnndh'itsamt, Gartenstraße 19, umgehend nach­gewiesen wird.

** Die AusstellAng der Handarbeiten, die im 'Seminar für Handarbeitslehrerinnen angefertigt sind, ist nach Ab­schluß der Staatsprüfungen ^am Sonntag den 17. d. M. von 115 Uhr int Schul haus, Steinstr. 10, für das Publikum ge­öffnet. Von Nicktmitgliedern des Alice-Schul-Bereins wird zum Besten der Kriegsfürsorge ein Eintrittsgeld von 20 Pf. erhoben. Siehe auch Anzeige.

** S t a d t t he a t e r. Nochmals sei aus das am morgigen Samstag stattsrndende Gastspiel Albert Steinrücks vom Münchener Hoftheatcr in StrindbergsT o t e n t a n z" (I. Teil) ausdrücklich hingewiesen. Steinrück steht neben Bassermann und Weguer in der allerersten Reihe der deutschen Schattspieler der Gegenwart, und da auch die andern Mitwirkenden wir erinnern (ott Frl. Swobvda, die neulich inScheiterhaufen" tiefen Ein­druck erzielte ersten Idanges sind, so darf dem Gastspielabend mit berechtigter Spannung entgegengesehen werden.

** Licht spiel Haus. Ba hn hofstr a ße. Zur bevor- stehenden Aufführung des zw. iten Teiles des großen Ausklärungs- silmsEs werde Licht" sei auf eine Besprach ing derDeutschst Tageszeittm^" verwiesen, die u. a. schreibt: Gibt der erste Teil der eigenartagen und für das Volks wo hl hochwichtigen Unterneh­mung eine eindringlich^ Malnnmg, mit allen Kräften gegen Prostitution und Gejchlach s krankheit m zu Felde zu ziehen, so zeigt der zweite Teil m überaus packender und dramatischer Weis« ein Bild der Größe der Gefahr der ge'ch cchtlichen Ansteckung. Bei einer Gedächtnisfeier für einen berühmten Gelehrten, der sein Lebens wert der Aufklärung über die Bedeutung und Gefahren der venerischen Krankheiten gewidmet hckt, vertritt der Enkel des Verstorbenen dessen Theorie, daß diese Geißel der Menschheit ein Unglück für die davon Betrogenen sei, gegen die selbst das Iiüst- zeug der Wissenschaft nicht vollen Schutz gewähren könne. Ein wissenschpaftlich^r Gegner bekämpft diese Ansicht tind bekennt sich zu der Anschoaurmg, daß jene ^Erkrankungen kein Unglück, sondern eine Sckimrde seien. Schicht tmd wahrheitslebendig wird in dem Film daun weiter geschildert, wie in der Wirklichkeit beide Theorien' dntrcheinanderlausen und einander abweckgeln.' Genuß fällt der Leichtsinnige und der über die Furchtbarkeit der Krankheit Utt- aufgeklärte ihr oft zum Opfer, aber häufiger noch rverden Un­schuldige durch verbrecherisch-' Rücksichtslosigkeit uird gedanlen- lose Nachlässigkeit von der gefährlichen Seuche erfaßt. Kann auch ärztliche Kunst in der Mehrzahl der Fälle durch langjährige und gewissenhafte Bel-andlung die Erkrankten der Heilung zuführen, so wird eine erfolgreiche Behandlung doch nur durch rastlose Auf­klärung und Schärfung des Verantwortlich.'eitsgesühls des ein­zelnen möglich sein. Und zu diesem Zweck ist der die Ansteckungs­gefahren so vorzüglich zeigende Film ganz besonders geeignet. Die Darsteller gab-ea ihr Bestes. Tie Regie von Richard Oswald toar geradezu meisterhaft zu nennen. Wenige der bisher ge­spielten Tead-enzfilme vereintetr so packende Handlungen, klare und künstlerisch-vornehme Bilder und zweckdienliche Wirkung.

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Die <BoIdamaufjteHe

in den Räumen öcr vezrrsSipattasse Gießen ist morgen vormittag von 10 bis U 1 /, Uhr geöffnet!

Mets Frievberg.

Fc. Butzbach, 14. März. ^ Beigeordneter Hadermann er­klärt, daß er eine Kandidatur für den hessischen Landtag als Wilder" ablehtte. Ebenso erklärt Fabrikant Oppenheimer dahier dasselbe als unabhängiger Sozialist, um keine Stimmenzersplitte- rung in der sozialdemokratischen Partei herbeizuführen.

Srarkeubtttg und pihcinstesim.

---N i e d e r l a h n st c i n, 14. März. Auf der rechtsrheinischem Strecke nahe bei Ehrett breit stein gerieten durch die Fttnken eines vorüberfahrenden Zuges zwei mit Stroh beladene Güterwagen in Brand. Um eine Asusbreitimg des Brandes zu verhüten, hielt der Zug aus offener Strecke, die brennenden Wagen wurden losge- kuppelt und nach dem Ehrenbreitsteiner Bahnhof gefahren, wo die inzwischen emgetroffenen Feuerwehren die Löschorbeiien in Angriff nahmen. Infolge des Brandes erlitt der Eisenbahnverkehr längere Störungen.

Velsen-Na flau. j

Bad .Homburg v. d. H , 15. März. Tie städti'chen Kör­perschaften beschlossen, den Verteidiger Flanderns, General v on L i ß b e r g, einem geborenen Hamburger, zum Ehrenbürger der Stadt zu ernennet:. An dem Gebnrtsh-iuse Lißbergs soll eine Gcidenktasel mit entsprechender Inschrift angebracht werden.

mr. Frankfurt a. M., 14. März. Nachdem die Erweite­rungsbauten an dem linken Seitenflügel des Hattptpostgcbändes mtnmehr beertdet sind, wttrde mit einem Vorbau an dem rechten Flügel begonnett. Tie Bricssorlierräume sind schon lange nicht mehr ausreichend. Durch die Erweitenmg soll der doppelte Raum wie seither gewonnen werden, außerdem müssen für die Geschäfte des Postscheckamtes neue Räume geschaffen werden, da das eine Zeitlang geplante Postscheckamt Kassel während des Krieges nicht errichtet werden kann.

Kird?(ictye Nachrichten.

Israelitische Religisnsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Sainslag 16. März. Borabd.: 6.15: morg.: 9; abds.: 6.40 tt. 7.15. Israelitische Rligisnzgefeilschaft. Sabbat­feier am 16 März. Freitag abd.: 6.00: Samstag vorm.: 8.30: nachm.: 3.30; Sabbatausg.: 7.15. Wochengottesd.: Morg. 7.00, abds. 6.00.

Lctztc Hart riebtcil,

<WTB.) Großes Hauptquartier, 15. März. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Tagsüber schwach? Artilterielätigkeit verstärkte sich vor Einbruch der Dunkelheit in wenigen Abschnitten. Während der Nacht lebte sie in Derbindung mit eigenen und feindlichen Erkundung worstsißen vuriwer)e)i'nd auf.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Die Vlinkstelle der Franzosen auf der Kathedrale von Reims wurde erneut beobachtet. Heftiges Zerstörungsfeuer lag von mittags an auf unseren Stellungen nördlich und

nordöstlich von Prosnes. Starke französische Abteilungen, die am Abend in breiter Front vorstießrn, konnten nur west­lich von der Straße Thuir»,Naurost in unserem vordersten Graben Fuß fassen. Im übrigen wurden ne rm Nahmmpf zurückgewiesen.

Auf dem westlichen Ma-asuser tagsüber gesteigerre Feuertätigkeit.

Im Osten. _

Feindliche Banden in der Ukraine, die die von yomel und Kiew nach Vachmatsch führenden Bahnen bedrohen, wurden in mehrfachen Kämpfen zerstreut. Vachmatsch wurde besetzt.

*

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalgnartiermeister Lndendorff.

* 4> *

Neue U-Voot-Erfolge.

Berlin, 14. März. Int Sperrgebiet um England, vor­wiegend im 2lermelkanal, fügten unsere U-Boote den Geg­nern neuerdings einen Verlust von 20 000 B.-R.-T. Handels- jchlsssraumes zu. Alle versenkten Dampfer, darnttter drei wertvolle Schiffe von 4000 bis 6000 B.-R.-T., waren be­waffnet und größtenteils stark gesichert. Namentlich feskge- stellt wurde der tiefbeladene französische DampferSene- gambie" (1623 B.-R.-T.). Den .Hauptanteil an diesen Erfol­gen hat der Kapitänteulnant Viebeg.

Der Chef des Admiralstabes der Marine

Schrvedische Schiffe für die.Entente?

Mnl m ö, 14. März. (WTB.) ^Sybe Svenska Dagbladet" schreibt: Bei einer Versammlung, die in Gotheborg, z.vi.'ck-en mehreren Reedern und Vertretern der R.'csierung statt fand, bat, wie dasGotl-eborger Morgenblatt" erfährt, die' Regierung um weitere 400 000 Domren schw wische Tonnage für oie, Entente. Tie Vertreter der Reedereien stnhm einem swlchm Vorsck/ag na­türlich bedenklich gegeitüber. Es scheint indessen, als ob die Re­gierung ihre Hände schon im voraus gebunden u^rd die Handels- ftotte Sck)wedens verschenkt habe, -ohne ihre Besitzer zu fragen-. Es wurde nämlich angedeutet, daß, 'wenn die Reeder sich nicht entgegenkommend stellen, die ReTierung von dem Enteignungs'- gejetz Gebrauch mache und die.^Tonnage zwangsweise requirieren werde.

Das HospitalschiffGuildford Castle". .

London, 14. März. (W.B. Nichtamtlich.) Amtlich, nteldet das Reutersche Bureau: Das HospitalschifsGuildford Castle" wurde auf der Heimreise am Eingang des Kanals von Bristol am 10. März 5 U'hr 35 Minuten nachmittags von^einem feindlichen Unterseeboot olme Erfolg angegriffen. Tas Schiff führte die Rote- Kreuz-Flagge und hatte alle für Hospital schiffe vorgeschriebenen Lichter angczündet.

Nach einer anderen Meldung des Reutersck>m Bureaus iimrden auf das Hospitalschiff zwei Torpedos abgefeuert. Der erste ging fehl, aber der z'.veite traf den Bug des Schiffes. Das Schiff wurde schwer l .'schädigt, ver^^l .e aber den Haien zu'erreichen, wo die zahlreichen Kranken und Verw.tt.drt(n. die sich an Boro besatrden, ohne Unfall ans Land und tns Hospital gebracht wurden.

Zum Ultimatum an Holland.

Berlin, 15. März. Wie derBerl. Lok.-Anz." aus hiesigen diplomatischen Kreisen erfährt, gilt es als atisgeschlossen, daß Hol- la-nd aus die Bedingunge-u der Entente eittgehen wird. Man weiß im Haag sehr wohl, daß Deutschland eine derartige Auslie'erung niederländischen Schiffsraumes an seine Feinde ohne Zwei i et als einen unneutralen Akt ansehett wird und oie Folgerungen daraus ziehen würde. Andererseits verhelft man sich in den Niederlanden keineswegs, daß die Weigerung der Entente zu wlllm zu sein, den Verlust Hclländisch-Jndiens zur Folge haben könnte, utrd so gibt es nach Ansicht der holländischen Politiker nur einen Ausweg, (Lewalt vor Recht gehen zu lassen. Deshalb. se man anueksnen, haß die holländische Negierung schon jetzt entschlossen sei, so viele Schiffe sich fortnehmen zu lassen, als der Entente eben beliebt. Einen Ausweg hofft man bezüglich des schwierigen Ernährungs- Problems dadurch zu finden, daß die Entente den mit Lebensmitteln beladenen Dampfern freie Fahrt gewähret: wird.

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