4 Frauen, 1 Änd) getötet, einige wenige verletzt. Militärischer Schaden wurde nicht angerichtet, im übrigen beschränkt ftch d»r Sachschaden aus Beschädigung mehrrerer Gebäulich^ keiten, an denen in Sonderheit viele Fensterscheiben zertrümmert wurden.
Kreis Wetzlar.
xxl Söe&la*, 11 März. Die ukrainische Kavetir verawwttcte tu den letzten Tagen in verschiedenen Orten der Umgebung Konzerte. Tie Ernnahmsn wurden dem Raten Kreuze üüenviesen.
Hessen-Nassau.
« Frankfurt a. M,, 11. Mürz. Infolge des Arbeiter- und Materialmangels mutz der Weiterbau der neuen Kaiserbrücke bis -um Jahre 1920 verschoben werden. Der für den Aufbau des mittleren Brückenpfeilers errichtete 30 Meter lange und 20 Meter breite Fangdamm wird wieder abgerissen und bei Wiederaufnahme ivr Brücken arbeiten von neuen: gebaut.
MeMm»ö öEsAErmbeK,
satz auf feine &£%9irfnn0 ruckt dc&mmi ♦ IeZor rnuß fein Ho!K Zur nnLÄnfsferUr brrnge«»
Die Goldaniausstelle
in den Räumen der ve;irks?parkaHe Eieszen ist morgen nachmittqg von 2 bis 4 Uhr geöffnet!
Rhein-Maimjcher verband für voHsbilönng.
Gießen, den 10. März 1918.
Ter Rhein-Mainisch' Verbmtd für Volksbildung hielt im 'Saale dec' Hotels „Fürstenhaft ein- Bezirksversammlnng ab, die. wohl ckne Folge de^ schonen Frühlingswetters, nur müßig besucht war. Statt des angekündigten Bortcags über „Wirtschaftlich? ltzrund- tagen deutscher Zukunft", den Privatdozent Dr. Briefs, weil auge::- bucklich verhindert, im Lause des Sommers zu halten gedenkt, prach Prosessor v. Bühring in hochiaieressanter Weise über „Jugendfürsorge und Jugendstrafrecht". Ter Frage der Jngend- ürsorge oder besser der Jugendversorge, di? in'vlge de? nngünsti-en sozialen Verhältnisse immer ernster und schwierige' wird, muß nach >em Kriege mit um so größerem Eifer näbergetreten itaerbin, da . 4 gilt. Ersatz zu schassen dir di? dikrch den Krieg enlÄoscheyen Verluste und jede einzelne Kcka't nu^oar zu machen. Das kann geschehen, .oenn man bei der Beurteilung der jugendlichen Verbrecher von anderen Grundsätzen ansgeht, als dies vielfach seither infolge der darüber gelten een Gesetzesbestimmungen geschah rmo geschehen konnte. Ter Mensch ist ein Pr tu kt ferner Anlagen und der aus ihn nnrkendt'n Nmnx?lt, in die er hineingcsEt ist. Ta kann es uns denn nicht wundern, daß so mancher infolge ungünstiam Verhcltnisse auf eine schiefe Bahn gedrängt wird, di? ihn schließlich dem Strafrichter in die Arme 'neibt Tie Statistik l?brt ferner, daß ein großer Teil der jugendlichen Verbrecher sranklra't veranlagt oder geistig nnndermertig, a'-: an-npai ist. Trotzen uru'.. häufig eine Bestrafung eintreten. da nach den: Gesetz m:r damr Straffreiheit cnrtreten kann, werrn nachgsrü'inl wird, daß dem Betreffenden zur Zeit te? Ausübung de? Tat dir zur Erkenntnis der Strafbarkeit nötige E ''ich. gefehlt haue. Weite Kreise sind sich ahor darin einig, üas; da Jugendstrairecht durchaus reformbcdürsttg, pevckltzt :mb unzw. -i. >ßch ist. Es muft dafür gesorgt Werder-, bnfc den pu Verbreo>.'a neigen neu Jugendlichen geholfen werde, es nmß ihnen die Möglichkeit geboten werden,-daß sie besser werden fiforneu. Und es ist in den. meisten Fällen möglich, fwtt gehöre.-e Verbreche»? geh es uich. Das Gesetz. toi? es zur Zeit e steht, ist Jart. 'Schon die ^rnntersuäDrng, di? Art der' Verhandlung, der Strafantrgg/alles ist von Grund aus zu ändern. Zuerst .nutz eine Kommission, in der Arzt, Richter und Lehrer vertreten sein müssen, darüber entscheiden, ob der Jiugendftckie -Nor Gericht gehört oder rricht. Neunzig Progent dieser Ünglncklfthen gehören m die Erzieharngsmrstvlt. noo sie an Ordimng qaoöhnt werden und »arbeiten lernen und wo ibnei? Liebe ent-wgongehrackt wrrd. die mehr als olles andere jmftonr?' in, arcs dem scheinbar verlorenen! Menschen ein smMck-e? Glied der »geglichen Gesellschaft zu mackien. Ist es aber nötig, das; der Jrrgetölich.? gerichtlü!? ae'rraft werden mutz, so sei die Strafe durchgreifend. aber ohn^ Schädigung für sein ferneres Fwrtkv^mmen. Sobald di-? Strafe verbüßt ist. muß Schluß damit sein, es muß dem jungen Menschen mögli st sein, in ihöhere Stellen ausz-urücken und er darf nicht für sein Lebtag gast randmarkt sein.
Nach kurzer Aussprache, in der man sich, vorbehaltlos aus die
< 5 eit? des Vortragenden ftzellke, verbreitete sich der geschästs führende Vorsitzende des ?RhvM»Mainischer? Verbands für Volks
Krieges y.i beben, zu starken und zu pfleg«,!, damit die Bildung« gualität gesteigert und die :ms eigentümliche Bildung erhalten bleib?'. Er ging dcmrl^ kurz ans die Bestrebungen ein. di? zur Zeit die Schifte betvegen T«u Streit über die Einheihzschule, die Wichtigkeit d? emzetzicn Schnlgottungen und anderes möge man zunächst zurück:?'ton lassen. Es gebe Wichtigeres zu tun. Ter Leinerstand mustce gehoben werdet!. Er gernetz? noch lange nicht die Achtung und das Ansehen, das ihm von R-A's wegen gebühre. An der schulentlassenen Jugend müsse
GLotzerrer Stadttheater.
Gastspiel Hannckove Ziegler.
Seit ihrem Gastspiel in Bad-Nauheim im letzten Sommer, welches im Gießener Anzeiger eingcbeud besprochen wurde, hat H a xi n c J t» r c Ziegler auf vielen Bürnen getanzt und immer
Kunst iv stütz bi jode. vom L Hub g-rnmiii cinigeiti
wieder mi ihrer vollendetet'. Kunst bageru-erten Beifall gefunden.. Sie ist eine Schülerin der Dal-?roge-Schule,^und dort erlernte sie wohl auch -\t? Technik des Tanzen?. Aber die Technik ist das Einzig- Erlernbar? ?.in-' Kunst. Das Andere. CHgeMUdW aber mutz in dem i?i.Auch beim Tan?-. Wenn de? Körper unter dem Ein- Musik ? !.n unmit elbaren Ausdruck der Seele wird, aus - fi brüst E :g ld, mm ist der st r-n.
des BM-'.uers aus, eigentlich gesoheire Musik. - f i-rtiilnige Gmpsindon. dieses Verschinolzonsein ihres . (.' und Krasi in nnmdervaller Harmonie ver-
.. n .'.Arpevs mit der Melodie ist Dannelore Ziegler im
höchsten Maße zu eigen. So ist auch die tiefe Wirkung zu verstehen, welche di'? innge. fcelenvolle Kü7'.;t5-min auf die Zuschauer ausübt. -- Der r?i?i.n? Genuß, den ».ruuestore.Ziegler nunmehr auch uns Gießnern mü ihrem Tan-^aoend int Thpater bot, wird wohl allen Besuchen: :u-.vergetzUch. bi-rixn. Ihre:: „Eigenen Tänzen" hatte sie Musikstücke v-pu Büch, Eorelli, Schubert, Ebopm, Strauß imd Grieg uurergejegi, und allen wurde ji? vollkommen gerech:. Besonders veitzvoll waren di?. ..Novvegischen Tänze^' von Grieg, PrÄude Des-Dur von Choviu, J>\c Gavotte von I. S. Bach und der Radetzky-Marsch von Strauß. Die Kostüme bezeugten erlesenen Geschmack und waren für die jttveiligen Tänze mit unwiderruflicher Sicherheit ausqen-ählt. — Zu erwähne!l ist noch, daß auch die Tel-orirtioneri, frei von Kilfoeber UcberiabuTcg, einen würdigen Rahmen für die Tän»ze boten. — Di:- nursikalisch? Leitung tag in van bewährten ssändsu des Herrn M a r g u l h.
Ter Abend brachte noä' einen Einakter von Osk. Blumenthal : „Wann wir altern". (Spielleitung Lofrat Steing-oetter.) Tiefe an sich bedeutungslose „Dramatische Plauderei" wirkte in dem reizvollen Rokoko-Milieu recht ansprechend lund die Darstellung vermach'« dem Stücklein etwas Leben zu geben. Hervorzubeben wäre .verc Wenzel, dem iu^restmdere der resignierte Ton des alternder; Marquis trefflich gelang. —hs-^-
das Bildun^swerk mH?; fort Ae setz, werden, und zwar brs zu dem Zeitpunkt, wo der junge Mensch m die zlveite Mldungsanstalt ein- tritt, wo er zum Milrtär einrückt. Die heutige FortÄldrmgsschule genügt nicht. Sie muß nach Stoff, Zeit und Methode ausgebaut werden. Auch der vaterländlsä-c Unterricht während der Dienstzeit w>?ise gictc Ansätze auf, und es sei nur zu wünschen, daß diele Ein- rickttmg in irgendeiner geeigneten Form »veiter fortgesetzt würde. Redner spricht sich dann über die Wirksamkeit des Rhkin--Mainischen
Verbands für Volksbibdung aus. Er will aus Gnrnd der Äermat-
hifi>rt(* imS C^<w»w/> tli m h f» »mrWiAn ohne
pflege und Heimatkunde wirkliche Bildungsarbeit lersten ^ örtlich über den gesteckten Rahmen hinauszugehen. ^ Dieser Rahmen ist tas rheinsrchlkischr Sprachgebiet, und es sei sehr zu wünschen, daß sich recht bald nock) sichere Verbände organisierten, die sich über unser ganzes Vaterland ausbreileten. Sodann gab er ein Bi!d über die Tätigkeit der Frankfurter Ortsgruppe, die durch Veranstaltungen mannigfachster Art für di? Wntsrhildung ihrer Mitgli?l«er Sorge trage. Er kam bgrat noch auf die Volkshochschulen und Volkshäuser zu sprechen, die nach dem Krieg zu Ehren der Gefallenen überall errichtet lverden sollen. Dvr neu zu grimocuden Ortsgruppe Gießen wünscht er eine tiefgehende, gesegnete Wirksamkeit.
Ter dritte und letzte Punkt der Tagesordnung erleoigle sich rasch. Die meisten der Anwesenden traten der ncng^gründeten Ortsgruppe Gießen des Rbein-Älainischen Verbandes für Volksbildung bei mit einem Mindestt'eitrage vop einer Mark. Die Liste der Aus- schutzmitglieder sowie des Vorstairdes fand einstimmige Annahme.
Ter am Abend veranstaltete erste Volksal^end in Gießen war vou nmd 500 Personen besucht, welche den Vorträgen chit Interesse und mit Andacht lnuschien. Das Trio Fräulein Adele Kohl (Geigs). MtsiDirektor Dauer lCellp) und Kapellmeu'tec Holde (Klavier), sämtlich Frankfurter Künstler, stand mit seinem Gesamtspiel auf «künstlerischer Höhe. Fräulein Kohl zemte sich als Solistin in Beethovens Romanze F-dur als tüchtige Biolinspu'lc- rin. Der Konzertsänger Ferdinand Kolb- Frankfurt, der über einen kräftigen, ungemein sck'eniegsanve.n Bariton verfügt, brackt? Schau eilet froh der Ackersmamr, aus den „Jahreszeiten", von Haydn. Wolframs Gesang aus Tann Häuser von Wagner. Wovtas Gesang vmi Wolf sowie Ganymed von Schubert wirksam zu Gehör. Die Rezitationen, welche Don Schülcnr und Schülerinnen der Oberrealschnle vorgetrag<ai' nnnBep, zeigten viel Begabung der Vortr-agenden und waren recht brave Leistungen. Prmessor Dr. m. Strecker sprach über die deutsch- Zukunft. Der Redner turne u. q. mis: Wir haben in Deutschand Propheten gehabt, welche Jahrhunderte vor aus schauend unserm deutschen Volke die Wege gewiesen haben, so tzZb.njtz nach dem 30jährigen Kriege, Kant, Schiller, v. Goethe und die andern großen deutschen Dichter und Denker. Wenn man die preußisch-deutsche Geschichte seit bem 30jährigcm Kriege betrachtet, so komme einem der Gedanke, dag es ein gewaltiges Drama sei. dessen vierter Akt sich in den Geschehnissen be» Weltkrieges jetzt vor unseren Augen absprelt, welcher uns zeigt,daß eine gewaltige Kraft in unserem deutschen Volk-? stockt, das das Itecht hat, den Platz an her Sonne zu behaucht Schon dämmert der Morgen! Es ist nw ein Märchen, das mir erlebt haben Das gewaltige Ruisenreick ist znsammengebrochen und wie 1 Zt. die deutsche Ritter: chast im Osten pordringend Kultur und Gesitftmg dorthin getragen, so sind wir heute Kreits t,e> rn Rußland eingÄdrungen, das gleich? zu tun. Noch steht rm Wesmi ein hartes und blutiges Ringen bevor, aber bei der gewaltigere Kraft, über welch? Deutschiand in geistiger und mateneller Beziehung verft'igt, iverb-en wir auch dorr zuur Ziele gelangen, um ine uns verheißene Mission in d?r Zurnnst ganz und vstt enü-len zu lönn«r. — Die Darbieiu.^nn rvürden von d?u Hörern . -.-.r reici>em Beifall belohnt. Der Abend hat gezeigt, daß für die s.- ftrebungon Rhein-Mainischen Verbandes tur Volksbildung auch in unserer Stadt Raum vorhanden ist.
Lctztc
Großes
2$ tu';'»* iebten.
Hauptouarlier.
11. Mär;
leftte am
(WTB.)
(Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
Dir Artillerie- und Minei.werfertattgkr'lt Abend vielfach auf. Rege Erkundungstatigkeit hielt an. Eigene Abteilungen drangen an taehreren Stelle.; der flandrischen Front, in der Gegend rvn Armentieres und auf dem westlickten Maasufer in die feindlichrit Graben em und brachten Geflmyene >md Ataschine^Lgewchre zurück. Bei einer deutschen Unternehmung nsryöstlrch non Reims trat wiederum eine in letzter Zeit mehrfach beobachtete, auf der Kathedrale von Reims eingerichtete Blinkstell« der Franzosen in Tätigbeit.
Hauptmann Ritter mm Tuczek und Lmtwint Wüfthaff errmrgen ihren 27.. Leutnant Eethge seinen 20. Luftsieg. Im Osten.
Feilidriäre Banden wurden bei Bachmatsch, nordöstlich von Kiew und bei RaÄjelnaja an der Bahn Shnrrrinka— Odessa zerstreut.
An den übrigen Kriegsschauplätzen itichtS Neues.
Der Erste Generalgnartiermeister Ludendorff.
Gerrchtsfnal.
l Do r m st a o!, 10. März. Das Schwnrgerccpi vorurteilte b:e 23?ädrig? ledige, bisher bestrafte Fabrikarbeiterin Marie Dietz <vps Mtenschlirf in OberMe.l tzDögs;; vorsätzlicher .itzftrd^s- tötung zu zweieinhalb Jahce-r GejPlgms. Sie hatte dps Kind im Ja?m.ar 1Ll5 als Tchmstmä-pchNl ii' LaMstadt geroren und gleich nach der Geburt getötet, >olM daß re:nand eine Ahnung «m ihr?. Schwangerschaft hatte. Znitgrs. wviuc sie die Leiche verbremv-eu, aus einem Rest von Mnttergesähl kannte ne sich :exxh nicht dazu entMbßkn. sichern verstcüre sie un.tsr ihren Screben, ivo sie zu.r Mumie- -.-introcknete. Gift anonymer Brief an ihre Hunssran in M-annheim, twhin si< ftrz chschsn ver^?<>:n war. fiihrte vor kurzem, nach 3 Jahrs;» zur Erttdeckftng
Die Zentralvorfrandssitzung der nationalliberalen Partei B e r \ i n, 11. März. Tor Z a utr« lv o r st a nd dor na ti ix tiaf ibr va Unjßa rtei Teutschlands trat gestern yu einer zahl- retrh hejnchlknr MZammtnng im Abgemtmetenhause zn;LMmen. Aög S t r e s e m a n n erö,fn«t? di? Bersarnwümg mit eiucm Lvi>- lrage über du? ausmärttge Politik. An van Vorivag ickftotz ,ftÄ eine Debatte. Alsdann rmirde folgende Eimchfteßnng einlri.mmrg angenommen : , ^
„Ter Zentral Vorstand bÄligr die .Haltung der rvatumallweyLteu Fraktion des Reichstags gn> dem Gebiete de? auswärtigen Politik in allen Punkten amb spricht il>r feinen Dank für die entschlossew Vertretung der von ipoen: Vorsitzenden dargelvqten Kriegs- Und Friä>enszie!le aus." L v Lrs . .
Ten zweitm ftsegenstond der Tagesordnmig uEete tcc Beruht des Geheimrots und Prvestovs Pan sche über die innere Politik. Er befürwortete die Annahme der Regierungst'orlage übe? dre Ein-- sührung des allgemeinen, gleichen und geh?imen Wahlrechts. Nach ihm sprach der Boriitzende der prengrsch?n Landtags-rattnm. Lohmann, der die 0>ründe darlegte, aus denen die Meln:lLÜ d?? 'stdgeordnetenhanssrattnm W einer Ab! dnung des gleichen Wahlrechts gebengt fei. Mut) einer längeren Debatte, D! der sich auch Staatsminister Dr. Friodderg beceiftgte. kam folgende Gut- schließnngg zur Abstimmung^ .
„Ter Zenttalvo-Zrand ball dt' Erniuhrurtg de? ^Zcmal^WaiÄ- rechts für di? Wahlen zum poskß'st'ck>en Landtage für läue Staats- Notwendigkeit und bitte? Seher die Laudtttgsftaktmn. unter Zurürb- stettung gewichtiger B-eo.mken sich -cvft den Boden der Regre^ungs- Vorlage zu stellen." .
Bei der Abstimmnugg gaben von Lei: rn.ußich^: M^tq'iedern des Zentralvvrstandes 01 ibre Stimme,. afift. 21 dagegen ad Von hm übrigen Mitglisd^ru stimmt?..' tö iü; und dr? f.oge ^die Entschließung. Sie ward? also im ganzen mit 104 ^:gen 24 Stimmen nommen.
BrrbrhrsPläm im Osten.
Berlin. LI. Mch.-z. De- „Bsrkiner Lokalairzerger" schreibt unter der Zeberschrift „Ein Milliavc^'wrvjett": Die in der An- daynung begriffene wirtschaftliche O rd.au ng in Rußlanv sieht auch den großzügigen Plan eines Kanals vom Baltischen) M ctreiiarfibem S ch war zen M e e r e vor. Die maßgebenden dwttsäten Stellen stetem dem Plane svmrarAsch g?tMtü!«r. Auch das dentsäc Kapital vurft? sict> nicht zurückb 'lleu. G^oßrußtand und die
öpieiplan ver oersmiqtrn HranMrter sradrivra?«i
Mporptzaus.
Montag 11. Mürz, 6' .: „Ear-.nen". Dchmsta? 12., 7: „Das höllisch Gold", .hieraus: „Tie letzte Masle". Mürwach 13.. 7 1 -'.*: Borst. d i'vieHsbeschäit. Arbeiter?ch. (&:vi ftarteuv rtö „Die lust'!-
gen WK.u? van ÄitMor". Tornunstag 14., 6str: „Der Ro; Lavalier". Freitag 15.: Geschlossen. Samstag 16., 7: „Das hv:-^ lisch Gohd". Hieraus: „Tie letzte Mrs he". Sonntag 17., 3^: „Das Dreimäderlhaus". 7: eiwftu?. . .Das Glöckchen des Er -
nuten 1 "
Zchausplelhanr.
Montag 11. März, 7: „Iahrmacrt in Pulsnitz" TiwStüg 1L 7: „Manfred und Beatrice' 1 . Hieraus: „Rarkissos und di? Amazone' 1 Miittr-och 13., 7: „Mlhclm Teil". Donnerstag 14., 1 x h '
Borst, s. d. kriegsbeschäft. Arbsitersch. (Kein ftartenverk. Frankfurt". 7: „Die Schule der Prinzvssnrnan".
Rcmt'völker' ^cttftuen cipcn tequmen Weg rum ibiaere. Im' Nvrdsn aerte der Kanal mach für große ScWc -ah-rbar wepdeu.^ Mit der aklämrns Rigas zum Freihafen toürde snnl^Jirteressen Ruß-
zürn __ . _
toveeö werter entgeyengekommen werden. Jim Süden würde av Ukraine vmi dem neuen Wasserwege Nutzen Iribm Hollündifche Ein- urrd Äusftlhi
Ä m st e r d a m , 10. Mär^. DrivaEelegrmvImi.- Dr.
Nieocr-
ländische Telagraphen-Agmtur met
aus dem .Haag: In der
Zmeiterr Kaminer sagte getem der Führer der sozialistischetr Partei' - - < ft - ~ sestehe nicht viel Mssicht, daß Holland Brot-
F : o e l st r a, es , , . . . „ r .
getrei:.? aus Amerika erhalten werde; d^i dr? Versorgung mtt Bwtöetreid? eine Lebensfrage sei, verlangt ec. daß das Land, -oontuell um andere-.' SsiG, Mn lick: aus der Ukraine Getreide ■ r u crhatftm pachten soll. Für dieses GeraHe könnten Handelsgon istäck?s? tprd Sstmerei.m Deutschland als Tauscho-biekt angestoten? werden.
Ms Grifchenlanv.
Berlin, 11. Marz Lhrs dem .Haag mf ic ?t der „Beruner Lokalanz-eiger": Die „T'unes" berichtet aus Athen: Der abgehetzte Erzbischof von Athen und tntöeec rwhe Geistliche. v-iL an der Exkumrnonitbtroa von Vcniselos leilgeuomme« haben, sind vor ein Kriegsgericht gestellt ivorden.
©O 0 fJl 0 rdllll 0 JO*
ftsalklakisu. oerbupden mit voriäiuls. erteil: eUjährigenzeugnis.
I
Wilhelm Thielmann.
Zu seinenr 50. Gebnrtsdlvge.
Am 10. März snerte der bekannte deutsche Maler mib Rarerer
Wilhelm Thiel mann in bem Schwälmerdorfo WillmgS- ' ' ' ' r ' ftmldigeu Insitz hat, den 50. ^5e-
hausen, wo er fest Jahren, seinen ^^
burrscag. Diese?'. Tag tötmen besonders bie Hsvotmer des Heuen- lEp.'-s nicht hingehen lassen, ohne dem Mcksver unter herzlicher B-?glückwünsch-mg die Hand zu drück«:, denn Thieftnan.: ist neben feine.- allgemeinen Bed uttmg als deutsch-?? Maler ein Heimatkünstler herverragendster Art. Wentr-ckerch Helsen-Nausscrae? von (Geburt — er wird? an: 10. Mär> 1868 in Herborn geboren — bar er den köstUchen Schwalmgrund vi seiner zweiten Heimat ge- nmcht Aalst reiche Bilde:' von eizrc Nsturlreti und hch.m künst- lc. il chen Reiz sxr'reu d?nn in WeNmgshrusen die Küusck rwerknät!, vcrlasstm, Bildwerke, denctt wegen ihrer inneren Wahrheit allieitige Änertönnung nicht versagt bleibetr konnte Es entstanden umächst eine Anzahl m'ft Bbststi'.'. Kohle od r Röt?: entworfene Blätter, zumeist aus dem Schwälmer Volisleoegt. die entweder in Zeit- schrisken, wie in Velhagen k Aossmgs Mouarsh.ftteu peröiscntlickrt oder ducck bei Elwert in MaMo?g u.ch anderen Bcrlegertt ver-
noch ans Thielrnanns Bild im Kasseler Rathaus hingewiese::, das eine S^lie aus dem Leben Philipps des Groß .lütigsn dar stellt, aus seine Bauernbildnisse und Postkartrtt. welche im Hessendorfe Helsa entstanden sind, sowie s?ine humoristische,: Wandmalereien im Zimmer der „Kasseler WilhÄm-Raabe-^^eiellschaft" in: „Wilden- i Wasser" am Unrelneustädte Kirchplatz. Was d?r Mcft.e: al. stari- b'rtureuzeickmer geleistet hat, kam: am best«: d??-or:.le.iea, dem --in Einblick ft: die Zerrbikddücher-des Maierstübchens in Willingstzausen der Ges-Mchast „Pvunzel", dn „Wilhelm-Roabe G sellschafft' und „Schlaraffia" gewährt worden ist. Im deutsche?: Boterlande weit bekcnrnt getwrden sind airch Thielmanns Karikaturen oes großen r^nnpotnstrn Max Reger E. B.
ö'sentlichte Trrrcke Per Aügeureinvcit »mänglick geit^rchl wurden.
einc schon vor 20 Fahre ' im Verlag von Heinrich
Vi-el Anklang fand eine
Thielntann
bach." Diese größer: Blätter crr?gt-m schon damals Airfsehcn nicht '.-raschenb^i AebMchkeit von Kasseler P rshulich-
nur wegen der übe feiten, die dem Meister Rcodesl gestanden harten, sondern vor alte.:: wegen der ihrcen innervohn nde.: echten Lünstlecilchei: Stimmung. Aus die Dalter aber veonochte unfern Künstler da^ Sckm»urz-Weiß tricht volkms m befriedigen, vielnvehr wurde sein Sinn Zimmer u nd immer tvied?r atl! die Farbe hingelcotkt Während in Tlstebnanns zeichnerischen Schöxfttngen eine töstftich? Wirkung von .Hell und Tuttkel erzielt wird, liegt in det: :a?lngeu Bildern, seien es Oel- oder W-.Zserchrbcnmaler?i-?n. das HMvpLgenncht sozusagen im Atmosphärischen. Man denke ::nr ai: das wnndervo.l'l abgetönte Oelbikd ..Nack: dr Taufe". Gau: leim e Beachtung habe i abr? des siünst- \ lers RrK'rnnrgen gcmifchnt. v?'i denen er Mer ei". I?T>c Hundert |m verfug?oener Größe geätzt yat. Sie gereiche:: sch.-n jetzt den ! Kupserstüitmmuchmgen mancher Städvk zur Zierde Sckünchlich fei
Fnrnk Wevekind f.
München, 8. März. (WTB.. Ter Drchre: Frank Wedo- kino ist heute nachmittag nach einer Operation, die duvch> eine frühere Blinddarmentzündung nötig geworden war. im vierund^ ftmszigsten Lebensjahre gestorben.
JOlit Frank Wedekrnds Tod hat ein vielbe:oegtes Leven, reich an Höhen mtb Tiefen, seinen Abschluß g Kunden. Am 24. Juli 1864 zu Hannorer geboren, trat WedetirK' 1886 in die Firma „Maggi & Eo." ein, wo er das Preßbur:?au leitete. 1889—1697 litt es teu unruhigen Geist nirgeiws lange. Bald taucht er in München, bald in Paris oder Loiüion auf. Aber die betvegteir Jahre waren dem Dichter günstig, dem: gerade in dieser Zeit entstrrnrer: seine
kxHeurenLsten dramatischen Be?kc :vi?: „Die jungr Welt". -. ülr- lingserwachen", „Der Liebestrank", „Erdgeist". „Die B'!? -? der
Pandora". Im Winter 1897—98 nach Deutschlmw z uclg s hrl, wandte sich Wedekind nun der Bühne zu und trat zuerst in Leipzig als Schauspieler auf. Bon hier führte ihn sein Weg als Regisseur! und Schmispieler über Nürnberg nach Berlin, wo er-zuletzt dem Deutschen Theater angehörte. Später zog er sich nach München zurück. Mt seinem Tode hat unsere zeitgenössische Literatur errat empsin1stick>en Verlust erlitten. Die kraftvolle "Eigenart seines Stils, der, sprühend von Geis- und Witz, mitunter hart an oas Bizarre streifte, setzte sich rasch durch und brachte dem Dichter Anecken, nung und Erfolg. Man mag über Wedekind und seine Muse denken wie man will, sicher ist, daß mit ihm ein großes, stark-'? Talent, ern Dichter, den auch die Nachwelt nicht vergessen wrcd. dahchp gegangen ist.


