Einzelbild herunterladen

fveuklch Einmal können fetzt die eigrnarNaen MtterungsverhältnTsse »Her Gebrete Hessens focffrältig berüchichtitzt feerbcn. I^isbcfändero lurn die &ntbtt*rtfrf*ift daraus rodeten, dast tfaflü Wünschen be- >ü glich der ?lus>ge,^alnotor der Bocl-ersoge wie bezüglich ihrer Sul-crlfcit loeitgel^rdste «etnaijeti wird. So wird das

Gvoßl-mzogtunc für die telesraphische Progmose irr vier beso'clxwe vorlrersagegebiete eacge-teclt, um die hock>gickegen.Qr Drtfduutcn, ebenso wie die )Rheinebe:ne getrewct mit Prognosen berjorgjot JJi können. Auch bürgt die genmce Vertrautheit des Gies^mev Lcrndw. Instituts mit den versckstedemm Verhältnissen der vier Gebiete von vornherein für ihre Interessenwahrm-tzmung. Auf der Mrtoereir Seite rnird den Studierenden der Landesmccversität, va'iz sonders den fest dort studierenden zahlreickstm Landwirten, für alle Tauer die Möglichk'it gesichert, such nicht unr tl-eorelisch mit den naturwisserrschastlÄMl Grundlagen, sondern aruh prak­tisch mit^der Technik der Wettervorhersage genau vertraut zu mackvn. Schon frülier ist ans Giesten eine Reihe von praktisch, im Wetterdienst geschickten Personen hcrvorgvgangcn. Ta raus luirb auch in Zukcmft Wert gelegt.

Aensteklich toerden der Mlgemeinheit alle Tinrichtnngeu des öffentlichen Wetterdienstes grnmn so wie bisher zur Verfügung gestellt. Im Sommer wird täglick» wie bisher allen Ortschaften des Grostlserzngttlms lelmraph.sch das Wetter für den nächsten Tag mitgeteilt und durch öffentlichen Aushang bekanntgegeben. Ter Bezug von Wetterkarten durch die Post (monatlich) bleibt wie bisher beüehm. Zeittmgen und sonstige Interessenten können die Prognose nne frülier täglid» telatraphisch dirrch die Post beziehen oder fick) tele panisch durch den hessischen offen kl ccl>en Wetterdienst Gießecc (2090) sichern.

Tas Lairdw. Institut Diesten hofft, durch diese Einrichtung dem gmrzerr Laude auch nach dieser Serie hin von neuem einen wesent­lichen Dienst zu erweisen.

*

** Auszeichnung. Dem Musketier Karl Klingler. ^ohn der Arresthausverwalters Klmgler, wurde die Hessisdie Tapferkeitsmedaille verliehen, nachdem ihm vor einiger Zeit das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen worden war.

** Brennholzversorgung. Noch immer hört man Klagen über die ungenügende Versorgung mit Brennmaterialien. Cs sei daher wiederholt darauf aufmerksam gemacht, das; bei der Stadtverwaltung täglich (von 812 und von 24 Uhr) Gelegen­heit geboten ist, als wertvolle Ergänzung zu den mangelnden Kohlen Brennholz vom städtischen Lager in der Tammstrastc cheim GMantt) zu beziehen. Tab ei ist der Preis gegenüber anderen Städten ein recht mastiger und beträgt 3.50 Mk. für den Zentner Buchenholz und 3 Mk. für den Zentner Nadel­holz. Anträge auf Zuteilung von Brennholz nimmt das Stadt- dauamt im Asterwcg jederzeit entgegen.

** Das Grosth. Hessisch e Regierungsblatt Nr. 5, ausgegeben den 5. März 1919, hat folgenden Inhalt:

1. BekcrnntmadMig über Bier und bierähnliche Getränke. (S. 51.)

2. Vekanntmachiurg, die Regelung der Versorgung mit Fluß- stschen betreffend. (S. 52.) 3. Bekanntmachung, Zuteilung der stischereibezirke an die grösteren Städte des Großherzogtums Hessen betreffend. (S. 54.) 4. Bekanntmad-ung, dieDr.-Otto- Reistner-Stistung in Bob-Nauheim" betreffend. (S. 54.) 5. Be- kanntmachurrg über Zucker zur Bieneufütterung. (S. 55.) 6. Be-

nmtmadmng Wer Bewirtschaftung von Milch unb den Verkehr mit Milch. (S. 57.) 7. Becanntmaämu^, die Abänderung des Regulativs über die Reinigung der Sdwrmsteine vom 26. Januar 1875 betreffend. (S. 57.) 8. Ausführungsbestimmungecc zu <0 der Reichsgetreidcordnung für die Ernte 1917 vom 21. Juni 1917. 5.58.)

** Die Diestener Lazarett-Zeitung Nr. 8 ent­hält u. a.: Ter alte Glcchncr, Flandern und die Flamen, Der Frieden mit sder Ukraine, Verwundeten-Unterricht, Wichtige .nrmrkenkassenfragen. Kleine Mitteilungen.

** EÜn e Versam mlun g der Hokzhändler Ober- Hessens findet am Samstag dieser Woche im Hotel Viktoria statt. Siehe Anzeige.

** Stadttheater. Anlöstlich des am Samstag den 9. März ktartfindcndeu Tanz-Abends von Launelore Ziegler durfte eine Besprechung des Berliner Börsen-Couriers vom 13. Dezember 1917 von Inlerese sein. Es heißt da:.Hannelore Ziegler. Sie kommt von Mannheim, es geht ihr kein Ruf voran. Alber sie bedarf dessen nicht, drei Sckstitte, in denen nickst nur der Leib, in denen auch die Seele schwingt und man ist bezaubert und entzückt. Man braucht bei ihr nicht von Technik und Schicke giu reden, sie er­stickte alle Grundbedingungen des Tanzes mit einer begnadetem Sicherheit, man spürt keine Einflüsse mehr, sondern gecneßt die ursprünglichen Eruptionen einer gelautertecc PeriönlidMt absolut. In jedein ihrer Tänze werden Wzeitte plastisch, die kein Lehrer zu geben, kein Drill zu fördern vermag. Ein Temperament weht ätherisch ans eigener Bahn.Ihr Wesen schillert in vielen. Farbeic. Ihre Gkben sind bunt und wandelbar. Sce darf es wagen nur toenigc sind so voller Reichtum einen ganzen Abeccd allein aus­zufüllen. man spürt kein Ermüden. Und sie selbst? Sie ist so voller Schsvuug. vollvibrierender Nerven, daß sie, am Ende, den letztenl Tanz ' / so köstlicher Vehemenz wiederholt, als hätten sie Flügel automatisch onrch zwei Stunden hingetragen."

** Helene-Lange-Stiftung. Es wird nochmals aus den im heutigen Anzeigenteil veröffentlichten Aufsatz zur Heleice- Lange-Stiftung hingcwiesen.

LautzkreiS Gießen.

4!- Beltershain, 6. Marz. Das Eiserne Kreü; 1. Klasse, von Seiner Majestät persönlich überreicht, erhielt Lehrer Petri, Leutnant d. R. Gründer g. Tas Eiserne Kreuz erhielt Lehrer Wenzel: Lcl/rer Ernst Ploch wurde zum Lecttnant d. R. befördert. Kle in-Linde^l. Lehrer Ludwig Keil wurde zum Offtt.-Aspivmcten .ernannt. We i t e r s ha i n. Lel)rer Bambach nncrde zum Leutnant d. R. beförd^ert, desgleichvil Lehrer Michel accs S-ockl.^ausen. Kreis Diesten.

** Grosten-Lcnden. 7.März. Ludloig Luh I. Eheleute bnern acn 8. d. Mts. ihre Goldene Hochzeit.

** Klein-Linden, 7. März. Gestern abend ereignete sich üku ein Unglückssall, rnelcher aber ohne sd)>finrme Folgen blieb. Dne Ehefrau eines im Felde stehmden KriegstchLuehmecs wollte sich' an einem Lecerbrunuen Wasser holen.^ Da die Brunnenkctte von denc Haspel ab geraten war, machte sie sich hieran zu sdm fen, wobei ßi« das Gleichgewicht veül.-or und in den zirka 9 Meter tce'en Blrimurn siel. Durch die Hilo-nfe ihres Söh l.ch?ns kam alsbald .Hälfe. N'ti kiest der Verunglücktm ein Seil in de-.c Brunnen lnnab, an denc sie sich solange, bis ihr die enorderlcd>e Hilst gebracht werden konnte, überW«afser hielt. Mi'ttck't eücer in deec Brumwu ig-elasseccen Later wurde die F an wieder zutage gebracht und so v-om Tode des Ertrinkens gerettet.

** Klein-Linden, 6. März. Test Unlerosf. L. Adolph der twr kurznn das Eistrne Kreuz 2. Klrsse erhielt, wurde mit der Hessischen Taperkeitsmedaitte ausgezeichnet.

? La n g - G ön s, 7.März. Zum Sergeanten befördert wurde der Unteroffizier Schrcinermeister Heinrich Brücke! III. Er ist bereits im Besih der Hessischen Tapferkeilsmedaille.

lp Leihgestern, 7. Mäc-z. Der Postschaffner Ph. Schäfer, in Zell, Kreis Alsfeld, wurde zum Sergeanten befördert. Das Eiserne Krercz und die Hessische Tapserkeitsmcdaille sind schon längere Zeit in seinem Besitz.

** Nu tte rshausen, 7. März. Unte.roff. L ö w e n stc i v. Iknhabr' der Hess. Tapserkeitsmedaclle, wurde mit dem Eisernc::. K'reuz ausgezeichnet.

KreiS Vüdi!:ü''n.

# Beienheim. 6. März. Vnofeldwebel Lehrer Wilhelm Kantz wcirde zum Lenttcarct d. L. befördert.

4- Bergheim, 7. März. Ter 24jährige Maurer Heinrich Gimpel von hier verunglückte m Griesheim beim Ausladnr eines Kessels tödlich.

4P Da u e r n he i m, 6. Mcr^z. ?lls der Kircheccdiener am verslossenen Sonntagncorgen die Kirche betrat, lvar sie mit Rauch erfüllt. Die Empore, an der das Ofenrohr vor^isühr't, hatte Feuer gefangen und brannte. Wäre t»as Feuer nicht rechtzeitig entdeckt worden, daun würde ebi historisches Bautverk dem verheerenden Elemente iyum Opstn »?falleic sein.

4P Nidda, 6. März. V>us.av Selig wurde zum Serg-eaulen besöLdert: daä Kri-esv-ehrenzeichen in Eisen erhielt der ScucUätö-

Vn-efellnpebü Schöttdr, das Eiserne Krec^ tmd die HSssifchs Tapfel'kcitsmedaiUe der Schätz« Molf Stein. Büdingen. Oberlar,tuaitt z. S. Fritz Fleischer erlstelt den HlmsoaleTr-« Orden. Stock he im. Znm Vi,^ a^chttneistrr und Ofnz.-Aspi- vcuücn befördert wurde Per Untevoffiziec Heinrich Spitznagel.

Kreis Alsfeld.

4P Ruhlkirchen, 6. März. Das Eiserne Kreuz 1. Kl. erhceltI>er Lehrer Itol-aauces Erker, Leutnant d. R., Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessisdwn TapferkeitSmedaille.

up. Wcttsaasen. 7. ?stärz. Hier wurde der über sein Hci- inatdorf hinaus weit bekamrte Mühleubesitzcr Valentin Kratz zu Grabe getragen.

Kreis Schotten.

4P G r v st - E i ch en, 6. März. Lehrer August G r ü n i g wurde zunc Leutnant d. R. befördert. Eichelsachse n. Das Hessische KriegsehrenzeickM erhielt der Fahrer Adolf Hippel.

Kreis Friedberg.

L .Langenhain, 7. März. Die Fischerei der vorbei fliesten 1>en Ufa wurde an euren Flantturter Liebhaber für 200 Mark jährlich verpaclstet. Der seitherige Preis betrug jähr­lich 3 Müark.

Storkenburg und Rhkinhessen.

I Darmstadt, 6. März. Die Landwirtschaftliche Genossenschaftsbank in Darmstadt hält am Mittwoch den 21. März, vormittags 11 Uhr, im Fürsbensaal in Tarmftadt ihre Generalpersanrmlmcg ab. Znm ersten dRalc seit dem grasten ZufammeciÜruch im Iatste 1913 wird wie.ec eiice Bilanz borgelegt, die sid) ül>er die Jahre 19131917 erstreckt. Mit dem Haupt- schulduer der Bank, der früheren R. cd^enosseusck-astsbank in Franb ftcrta. M.. wurde eine ^buseinac'dersttzung herbeigeführt, wonach sämtlick-e Aktiven der Frankfurter Bank, die nach Derebrigung ge­wisser Schulden dieser Bank ivo>h> vorlsanden wurecc, der Tarm- städtcr Laill>loirlsd>afklichorr Gan-oiischaftslmnk übertragen wer­den. Bon 309 Giäc,bigeraenossensd)iaflcm und der Landwirtschafts- kammer. die am 1. April 1913 zusainmeu rund 14 141000 Mk. forderten, bcioilligten 249 decc Nackstast von 50 vom Hundert ihrer Fordernngen in Höhe i xm rund 5 6891XK) Mk. 14 Genossen- schäfte!, venoeigerten svwchl den Verdickst, wie das Moratorium. Zur Vermeidung de-, Konkurses verhängte das AmtSgendst Tarin- stadt I im März 1915 die Geschästsaufsicht, wie sce durd) eine inzwisd)en in Kraft getvetenc Kriegs- vewednung des Bundesrats vargescheu war. Gegenwärtig stehen den MtivsdstenWerl pariere und Beteiligungen^ Aus stände in laufender Rechnung und Hppothckcn" in dem Pas.ivposten ,.Rück- ststllungslloubo" wesentliche Beträge geEül»er, so daß sid;, die ^nmme der Minen Emde 1917 unter Berücksichtigung des Rück- stellung-Aanbos van 4 969 000 Mark ans 4 055 000 Mark stellt, der 11 853 000 Mark Passiven gegecübwstehen. Bon der Ge'acnt- fumme der Forceru cgen von 14 141000 Mrr? wurden bisher 25 vom Hcncdert (3 532 000 Mark) ausgcschüttet (und zlvvr am 31. März 1915 15 v. H. = 2 121 000 Mark, am 31. Juli 1916 7 o/o = 989 000 Mark und am 15. Dezember 1917 3v H. --- 422 000 Mark). In der g.'gewoärtigen Bilanz liegen noch nmd 29 vom Hundert, sv dast ohne Derncksc-chtignng der Zinsecc

r < r.O X A .v __ f. -CL.' c ? . * ^ .

reariwrti. Tie Forderungen an l-e'si'ck^ Genesensd-af!en sind fast sanctlcch emg<^og«'. Eirde 1917 besbairien mrr noch Forderungen von rund 170 000 Rdark an 6 GlNwsse«cschifien. Tie gerütstlick destckllte Aufslchitspersmc, Regierur-gsrat Tr. Michel, schlägt den ibignm vor, ans 50 Pv'^zen' ihrer For'eerungecc vom 1. April 1913 und auf alle Zirrseu seit dem 1 Januar 1913 zrc vcrzlchbeic.

va. Biedenkopf. 3. März. Die Neuverpick^tuirg der städti­schen Jagd ergab die ersreulick-e Sicmme von 10 050 Mk. Der seit­herige Pachtpreis lcetruq n,rr 3205 Mk.

d> Bingen, 6. März. Menthalben ist ,,Hühnerkrackstb Man schafft die Hühner ab, weil ncan eS als unmöglich lvzrichnet, 48 Eier von jedem Huhn abznliefem. Hier wurde es durchzesetzt, dast nur 36 Eier abgeliefert zn werden brau chm. In Preusten werden von den Hühnern, die freien A.uslaus haben, 31 Eier, von den onderen- Hühnern 10 Eier verlangt. In Bayern brauchen nur 24 Eier von jedenc Huhu abgeliefert zu werden.

Hessen-Nassau.

G. A. Bad-Hom bn rg. 6. März. Auf ein Telegramm der Ltadwerwaltnug Bad-Lwmburgs aics Anlast des rnssisd>en Frie densschlufscs ging folgende Antwort dos Kaisers ein:

Grostes Lzauptguartier. den 4. März 1918.

Seine MaiestLt der Kaiser mrd König haben mich beouf- ttagt, der Stadt Bcrd-.Hombirrg v. d H. für den freundlichen GlüÄmcn'ch, wAck^cn dieselbe Allerl-ochstihnen znm Friedens- schlust mit Rustland lxrrgebracht lmt, herzlich zu danken. Aller- höd>stdie,elben hoffen zuversickstlid-, dast dem erfolgreid-eu Ab- sd-lnst im Osten mit Gottes Hilfe auch bald ein siegreicher Friede rm Westen folgen wird.

Ter Geheime Kabinettsrat, Wirkliche Geheime Rat gcz.: von Berg.

G. A. Franksccrt a. M., 6. Mäc-z. Rektor und Senat der Nniverfität Frankfurt a. M. haben im Einverständnis mit deuc Sti ter beichlossm, die Rekb.mattzkette der Handel akademie nach Her­stellung eines eisernecc Abgusses, welcher die Jnsd>rc't0>old aab ich znr Wehr, Eisen nahm ich zur Elrr 1918," erhält, zugimslDl unserer Gol-rüstang einznschmel.zerr Tie Lkette wurde bereits der Gold- und SilberanSaufstelle Foank^urt a. M. übergeben.

--- Frankfurt a. M., 6. Mäc^z. Bei einem Einbruch, den Tickbe rrt der vergangenen Nacht in einem Geschäft der Leipziger- Straße verübten, erbeuteten sie für 30 000 Mark Seidrn- lurd Voilestofse.

rm. Frankfurt a. M., 7. März. Tie günstige Wittmnmg der letztem Wochen hat Hie Arbeiten der Landleute im untec-err Maintale erhcbliä) gefördert. Besonders die Westlberge um Hoch- bcinc haben selten gut überwintert. L.nder felLt es bei den notwen­digen Arbeiten an geüblair Hilfskräften und Material. Besonders die Weiden zum Aicsbinden der Reben sind augenblicklich garnicht zn erhalteic, ebenso ist Bast nur zu ungeheuren Preise, ain Markte. Tic Winzer haben sich an die Negierung um Freigabe von W-eidcrc- biicdungm gewandt.

= Frankfurt a. M., 7. März. Zum erstenmal wird am kommenden Sonntag in Frankfurt als PrcHjger eine Frau aus­treten. Fränlecn Gerttmd vonPetzold hält in der Freireligiöses Demetttde ihre ProbepxHigt über das Thema:Hat der nu^erne Mensch noch Religion?"

** Höch st, 6. März Warum er so viel Milch kriegt. DaS Höckmer Kreisblatt" erzählt: Dieser Tage be-gegnele mir ein sauberes>.s)ecc von apor 5 Ivlnen, das mit seinem vollgefüllten Eimcrchecc von der MilchauSgabestelle kam.Ei, du hast ja viel Milch bekommen," sagte ich y.i beut Kleinen, worauf dieser altklug erNTiderte:Ja. mir hcüv-e Mcch viel kleire Kbmer!" . Wiemel t»cnn?" bemerkte ich.Vier" wir die ?1ntwort. Und als rch iannj b^cnerkte:Na, das scicb nicht allzuviele." ent^og-.reüe der klein^ Nacmn mit einer geivissen Wich'igkeit:Jo, wir kciel-ere mcxr noch!"

Fc. Wiesbaden, 7. März. Der Fischmarkt, der bisher her auf dcnc Wochenncarkt Rtittn»>ck>s und Fi'tütags stattsand, ist jetzt völlig verschwinden. Tie Sckpersteiner Fischedsrauen meiden den Markt, nachdeur sie wegen U-eberschrertung der Höchstpreis- ver- sdiiHeittlich znr Anzeige g>.chrächt worden sind. Sie bringen jetzt ihre Ware sofort ic die Hotels und zn Prioaküniten. wo sie zu jeüein Preis die Fische ab setzen. Auch eine Krccgserfchcürung.

Ger'ichrKkcAtHl.

Duck Urteil im Prozrh Vst'lippi.

Wcesbad en, 6. März. In dem großen Destechnngs- prozest gegen die Besitzer derMaschinenfabrik Wiesbaden", Karl imd Rudolf Philipp!, fällte heute nrittag die Strafkammer nach neuntägiger Verhandlungsdauer da? Urteil. Tic AugeNag- ten wcrr^m beschuldigt, in den Ial-recc 1915 und 1916 cmter Bei­hilfe ihres Bruders, des Hainrmanns Heinrich Philippi, die 57.ecresver»valtung bewuchert mrd Angehörige des HecreS bechulMr zu haben. Oie »ourdeic f r e i g e s p r o ch e u mrd die enheblccherci zwsten der Staatskasse auserlegt. Auch der wegen Dcüünstchm^

«mm'Nagtc Pwkurist der Firma, WNHekm Fzskkfer, wurde prev- gesww-chan. Tie Älngrklagten hatterr, so wrrrde in der UrleilA- 'beirrrrndung «usgesüyrt, ihre früheren Berechrrcmgen, 15 Proz Zuschüag apf di.- tINateriatpreifc und 100 Proz. Arbeitslohn;-' zusd-lag, auch aus die HeereÄrefcrmrgen ausgedehrrt urcd hatten dabei bona fides gohandett. Es hätten bei den Millionen ge wirrnen deu^ Angeklagten wohl Bedenken über diese Preiöberechnungsart aufsteigen müssen. Ta jedod) die Urteile der vrelerr Sachver,län- digen sich so schroff gegenübersdaichen, konnte das Gerichc nicht zu einem klaren Bilde über die Sachlage selangieit, ob eine Bewuche- 'rnng vorlag. Es nrustte deshalb auf Frcrsprechmcg erkennen. Ter Staatsanwalt hatte für die beiden Philivpis eine GesänguiA' strafe von je einem Jahr ncrd 10 000 Mk. Geldstrafe beantragt. Interessant war die Ausfü.hrnng des einecr Verteidigers, Rechts «anwalts Alsberg- Berlin, der >bebauptete, dast nach dem Urteil hervorragender Juristen Verurteilcmgen von Industriellen wegen jbrregswuchers überhaupt nickst erfolgen könnten. Ursprung- lick, habe man gar nicht daran gedacht, die Bestimm'ungen des Äriodswuchergesetzes auf sie zu beziehen. Als man die groben von Philrppi erzielten Gewinne bemcrtt liabe, sei zu ihren Lasten das Kriegssteuergesetz vorgelegt urrd angenommen worden. Hier werde zum erstenmal in ganz Teutschlcnrd über die Frag« der Anwendbarkeit des Kriegswuck-ergesetzes auf Industrielle ent^ schieden.

vermischte».

T. A. Leipzig, 7. März. Die diesmalige Früchahrsmeste m ' zeitig das 650jährige Jubiläum der Leipziger Messe,

Leipzig

uahnl am.3. März ihren Anfang, In den Messepalästen entwickelte sich ein außerordentlich reger Verkehr, wie er in gleichem Umfang nie zutwr, auch in Friedeics;eiten nicht, zu beobacksten war. Betragt doch die Zahl der am 6>esd)äst beteiligten Besud)er der Messe rund 70000 Die Messehäuser sind von den Ausstellern fast sämtlich voll belegt. Immerhin ist oie Zahl der Aussteller mit rund 3700 nicht so groß wie in den letzten Friedensjahren, aber höl>er «ls auf allen vorangegange,cen Lkricgsmessen. Zahlreiche Ausländer smd^ eingettosfen, aus den besetztcni Gel)ieten, den verbündetes Ländern Oesterreid^-Ungarn und Bulgarien, aus der Schweiz, aus den Niederlanden, ferner aus den nordcsck-en Staaten: auch aus der Türkei sind einige Kaufleute als Einkäufer erschienen. Die Stim­mung bei den Fabrikanten ist durck-aus zuversichtlich

Entdeckung eines neuen Brennstoffes

Paris^ 5. März. (WTB.) Meldcrng der Agence Havas. Die FadMntschrist2luto" meldet die Entdeckung eines neuen B renn­st ofses. das weder Benzin, Gas noch AlLihol enthält. Der erste Versuch damit fand gestern statt und hatte die besten Ergebnisse. Ein ncit seck)s Persmren besetzter Kraftwagen mackste eine lange Fahrt in Paris und nahm die schwierigsten Steigungen ohne den gering­sten Zwischenfall. Die Zeitschrift sagt, der neue Brennstoff ver­schmutze nicht die Zhlücder und setze keinen Kohlenstoff an den Wa,rdungen ab. Der Verbrauch sei zweimal geringer als der von Benzin. Sern Geruch erinnere an 5^olzpjlafter ccnd sei weniger unangenehm als Benzin.

Letzte Nachrtchken.

(GTB.) Großes Hauptquartier, 1 . Mürz (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Nordwestlich von Dixmuiden brachten Sturmabteilung yen von einem Angriff gegen zwei belgische Gelöste drek Osstziere. 114 Mann und einig* Maschir.engewelire rin. Die Artillerietütigk-eit lebte an rieben Abschnitten auf. Mebrkoch wurden englische Erkundungsvorstötze abgerraefen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Die französische Artillerie entwickelte an vielen Stellen der Front rege Tätigkeit. Nordtvestlich von Avocourt drangen Stoßtrupps tief in die fmnzösischen Stellungen ein und kehr­ten nach heftigem Kampf und nach Zerstörung zahlreick>er Unterstände mit 21 Gesungenen zurück.

*

Im Luftkamps wurden 19 feindliche Flugzeuge und 2 Fesstiballone abgeschofsen.

Hauptmann Ritter von Tnczek errang seinen 26. Luft­sieg. Durch Bomben,ibwurf rnglisck;er Flieger auf ein Laza­rett in Torrrcoing wurden zahlreiche französifche Einwohner getötet.

*

Bon den a,Heren Kriegsjchaaplützea nichts Neues.

Der Erste Generalguarriermeifter Ludendorff.

Englische Minen in der holländischen Fahrrinne

Berlin, 7. März. Tie in der holländischen Fahrrinne Icatni Minen jirö>, wie die , Tägl. Nurrdschan" schreibt, ein ncunj Benvcs für die Rucksichtslo, cgkeit der Engländer gegenüber da, neutralen Staaten.

TerBerliner LvÄalanzeiger" meint, die Minen sevn in der Hoffnung gdogt, dast dadurch auch vielleicht deutsck^ Tvöfe-. zeuge be chädigt werden kSmrten. Ob dadurch holländisckie Läüfk« zu Grunde gcl)en, was schert daS England?!

Berlin 6.März». (W.B. Nichtamtlich.) Zu der hollLnvischn, Meldung, daß oc\ den Boren 1>, 2 m£> 3 der freien Iuhttrimw L-wcscheu dem t-utschen urcd dem englischen SperrgiÄete Mnev ststgestellt Norden sind, durch die mehrere hollLndifchck " Be r l u st g-era ten sind, erfahren wir ooni

zusbandcger stelle, daß diese Minen nickst von deuttä-er Saite go, legt wordeir sind.

Netzmond f.

Berlin, 7. März. Znm Wleben des rrrschen -tatrv^ nalcsten Redmond schreibt dieOd-rbdeursdr- Mla«-meina Zectung" redaktrvnckll: Wälnend des Krieges ist er mehr und mehr zurückgetreten. Mit ihm ist cm Stück der irischen Geschicht« ms Grab gesrucken. oeirce Gegner sagtr7lc ihm gelegenttich noch, er sec rn s^rec Potttrk mix darum so znrückhalterL gewogen, »rv2 er, sich Hofinnng auf, ernen Ministersessel gemackst habe Dast diu Z^femer ieme erbrttetten Gegner roacen, ist bei seiner, eiu4 VeriiLndigrmg ui Eirglarcd aniwebettde.c 'Politik nicht zn ver^ wundern.

Aus der türkischen Kammer.

Konftantinopek, 5. März. (W.B NickstanrMch.) düng der Agence Milli. In der De pu t c e r ten ka m m e r n«c^! der rnterimistlsckv Minister tx-r auswärtigen Angelen^uHeiken unter ^ langandauenidem Beifall des Hauses Mitteilungen Über den. Frieden mit Ru bland und den Vor frieden mit Ru«i mänien.

Dcr SGymrkn«« AM Oyy« Ahmrd Üvtr. mttfi

Ct ^51 Regierung beglückioünscht hatte, an ihr Kritik, weil fie nichch zu Mcchten der Muselmairai und der türkischen Bevölkerung ch Rnblmid dce für chre Selbsterhaltung kämpfte. Bürgschaften ev^ langt Istlbe.

vu ^^Eerimisllsche Grostvesirr Enver Pascha mrnNrte.

DvlNxnnki hätten bereits die Freil^cl der Völker, ihre Gv! ichccke selbst zu ^stimmen, verkündet, und die kaiserliche Regb-runr, werde ncckst ercnan^'ln, die im Kau^sus bestellenden autonom«? aX?i < ^ ulT{ * rn im ^ ^ TP Regierungen in der NadZbarschalr bei

Partei anzuer kennen und erf-ovderlicheufallS zu lmtrrTKifry