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Erster Blatt
168. Jahrgang
§M5tag, 2. März *9$
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General-Anzeiger für Oberhesjen
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samklich ,n Bietzen.
Gesterreichisch-ungarischer Einmarsch in podolien.
DochenrüSbNS.
QPMt hi Thrctm, SRrijrn und Auseinandersetzungen sich allzmveil zu verlteren. sollte man im gegenwärtigen Augett- blick den Gehalt und Umfang der Taten und Ereignisse einmal ftrU in Erwägung ziehen. In der Politik gehl es ähnlich wie in der Kunst. Die Natur allein bildet, so schrieb Goethe, dem richten Künstler: das Studium der Regeln darf nur neben!)erge hon. Auch der Politiker muß sich eng an die Geschehnisse und Tatsachen anschließen, er darf ihnen gegenüber Lheorien und Grundsätze nicht überschätzen. Wenn der Inhalt der ma der Petersburger Regierung vereinbarten Friede nsbeding ungen ganz une>ermittelt und losgelüst von TageS- diskusswnen vor unS erscheinen würde, so würde es uns Heller zum Bewußtsein kommen, was wir jetzt erreicht haben und auf wclck-em Wege wir uns befinden. Wir haben im Osten nicht nur das Ende des blutigen Krieges, sondern auch den Abschluß der quälenden Streitigkeiten über das W i e des Friedens erreicht. Die Eilmärsche unserer Heere, begleitet von dem Ultimatum an die Maximalisten, haben wie Blitz und Donner klärend und reinigend gewirkt. Ist diese
K , glatte Durchsetzung unseres Willens nicht weiltragcn- 8 alles Drnm und Dran, wie es sich jetzt im Reich und m Ausland abspielt? Selbst die Reden des Reichskanzlers 'rnd des Vizekanzlers erscheinen daneben nur als Tages- ktionen von kleinerer Bedeutung. Aber es ist doch inter- l ^ant und nützlich, sich noch einmal zu vergegenwärtigen, i ^ die Regie beschaffen war, unter der wir ans Ziel gelangt ,md, wie unsere Staatsmänner sich verhielten, als das Ziel nahe und schließlich erreicht war. Welche Absicht lag wohl in dem Verfahren des Grafen Bertling, als er das deutsche Ultimatum und seine Wirkung tropfenweise mitteilte und Mitteilen ließ? Er eröffnen seine Rede im Reichstag mit einer Besprechung des Wilsonschen Friedensprogramms und schob dahinter erst die .chocherfrrulrche Mitteilung" von der Annahme des Ultimatums durch die Maximalisten! Und am »ächsten Tage wurde der Wortlaut der von Rußland angcxwmtnntm Bedingungen vom UnterftaatSsekretär des Auswärtigen Amtes verlesen. Wir hörten da den klirrenden Tou befehlenden, militärischen Willens, eines Willens, der sich nicht mehr auf Verhandlungen verlegte und aus Unklar- beiten einließ, sondern die g a n z e Rechnung präsentierte und den DolschewEi dir Kosten für ihre neueste Taktik ausrechnete! Hertling wollte unseren Triumph nicht mit
t ansarentönen verkünden. Denn noch sind wir nicht am nde. Noch gilt das alte Bestreben: die Regierung will vor der Welt nicht als scharfnicrckL risch erscl-einen, will, mit Recht, nicht Wind in die Segel eirres Wilson blasen, der da oorgibt, für Menschlichkeit und Recht gegen Gewaltherrschaft und Er- obcrungSgier zu Felde zu ziehen. Auch soll keiner unserer einzelnen Gegner vom zögernden Gang zum Konferenztisch abgeschreckt werden mit dem Eindruck, als suche Deutschland fortan nur Machtfricden zu diktieren. Die Sprache Hertlings war mild uird versöhnlich. Ein bestimmtes Ziel war darin zu erkennen, und aus den abweisenden KommeMaren be- wnders der englischen Presse geht hervor, daß es auch draußen erkannt worden ist: Hertling ruft die Belgier auf, die Erörterung der Friedensfrage herbeizuführen. Er will ihnen die Annäherung erleichtern mit der Zusage, daß Deutschland nicht danach strebe, Belgien such in irgendeiner Weise anzugliedern, und er forderte die Negierung in Le Havre auf, in einen Meinungsaustausch mit uns cinzutreten. wobei nur zu berücksichtigen sei. daß das Land nicht wieder zu einem Aufmarschgebiet gegen Deutschland werden dürse.
Die Antworten der Oessentlichkeit in England und Frankreich haben bereits dargetan, daß Bertlings Gedanke noch von der Hand gewiesen werden soll. Man will uns in der belgischen Frage keine Sicherheiten geben und widerstreitet auch Hertlings Feststellung, daß Elsaß-Lothringen aus dem Bereich internationaler Fragen ganz ausscheiden müsse. Sonnino ist in der italienischer. Kammer und Balfour im englischen Unterhaus nicht von den durch Verträge innerhalb der Entente vereinbarten Kriegszielen abgewichen, die durch den Grafen Hertling sehr offen und treffend charakterisiert worden waren. Der Reichskanzler hat den einen Zweck aber zweifellos erreicht, daß die Verantwortung über das neu zu vergießende Blut nicht über uns, sondern über die Häupter unserer Feinde kommt. Wird uns. was zu erwarten ist, das Kriegsglück auch bei dem nahe bevorstehenden schöneren Entscheid ungskampf im Westen treu bleiben, so wird in den gegnerischen Ländern und Völkern die Nachwirkung aus der Hertlingschen Rede aufbrennen, und die Männer in London, Paris und Rom, die heute noch nicht von ihren geheimen Abmachungen sich zu trennen wagen, werden sortgefegt werden wie die Kriegstreiber in Petersburg.
Die Art der amtlichen Mitteilung des Erfolges in der russischen Friedensfrage war auch der Psychologie des Reichstags angepaßt, dessen Mehrheitsvertreter zumeist noch auf den Strümpfen der Entschließung vom 19. Juli wandeln wollen. Die „hocherfreuliche Mitteilung", deren nachträglich verlesener Inhalt ja nicht so ganz zweifelsfrei mit der berühmten Resolution übereinstimmt, mußte vorsichtig, ohne geräuschvolle Tafelmusik, serviert werden, damit Herr Scheidemann und seine Genossen nicht betroffen und erschreckt von ihren Sitzen flogen. Diesmal sind es die Sozialdemokraten und die unabhängige Sonderfraktion, denen ,>ie ganze Richtung" unserer Politik den Russen gegenüber nicht paßt. Sie können über den Zusammenbruch der internationalen Revolutionspropaganda der Bolschcwiki. ob- lcich sie von deren Methoden abrücken, doch nicht-recht froh ocrden. Im übrigen liegen die Fäden von innerer und äußerer Politik noch sehr durcheinander, der neue Abschluß
nrit Rußland hat den Zwiespalt unserer Parteien noch nicht
geschlossen, und das erstnialige Auftreten des Vizekanzlers v. Payer mußte ja an den gewesenen und noch fortwuchern- den Hader anklingen. Es war nicht leicht, unter Berücksichtigung der Gebote unserer neuen Lage die mittlere Linie ein- zuhalten, und Gras Hertling mußte während des Reichs- tagskonzertes mahnend mtt dem Taktstock ausklopsen. Die Rechthaberei über die Vergangenheit ruht noch nicht, und in der hervorstechenden innerpo!itisck)en Tagesfrage, die fick) ums preußische Wahlrecht dreht. kehren sich schroff die alten Gegensätze heraus. Die heftigen parteipolitischen Reden einzelner parlamentarischer Känrpen waren rveder erfreulich, noch aus irgendeinen praktischen Nutzen für die Zukunft eingestellt. Jede unsachliche oder persönlich anspruchsvolle Ausschreitung sollte das Volk seinen Vertretern als ein Vergehen yegen das gemeinsame Interesse anrechnen. Weg von Parterschablonen- und Maximen und zurück zu den Dingen selbst uttd vorurteilsloser Betrachtung der großen Entwicklung, die das Schicksal will! Das gilt für die sana- tisck-en Hüter verblaßter Entschließungen und Grundsätze ebenso wie für die leidenschaftlichen Bekämpfet des gleichen Wahlrechtes in Preußen. Freilich, als Gras Hertling mahnte: „Begraben Sie, was hinter uns liegt, damit wir ein'.tzit- lich beie in an der stehen" — da spann am nächsten Tage Herr Erzberger doch noch einmal eine heftige Kamvsrede von der alten Rolle ab. Daher muß cs jetzt heißen: Begrabe,, wir Herrn Erzberger uird kute Wichtigkeit! Wenn der Reichskanzler seine Mitteilungen von deutscher Sieghastigkeit aus verständlichen Grüirden etwas dämpft, so folgen wir ihm dennoch gerne, sobald wir wissen, daß er nicht zugunsten einer Theorie von irgend einem deutschen Lebensinteresse abweicht. Das Ultimatum an Rumänien, über das König Ferdinand sich jetzt eine kurze Bedenkzeit ausgebeten hat, wird des Kanzlers Politik weiterhin klären. Das Volk kann diese Politik stärken und stützen, indem eS frohen und hoffnungsvollen HerzenS die großen Erfolge der letzten Wochen und Tage begrüßt und alles oftmeift. was uns ol£ Ängstlichkeit und Schwäche ausgelegt werden könnte.
(DTB.) Großes Hauptuuariier, L Mürz. (Amtlich.)
Deftl icher Krieg-fcha «plotz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Nördlich mm Pm'lkapclle scheiterten näM.'iche. nach starker Feneirvirkung unternommene Vorsk ße endli cher In fanterie. An der übrigen Front lebte die Artillerietätigkeit vielfach in Verbindung mit kleineren Eekundungsgefechten ans. Westlich von Lo Jore brachte eine Abteilung von einem Vorstoß über den Kanal einig? Gefangene zurück.
Ein feindlicher Lufwngr f' auf Eorrrnck v«-rnrsachte erhebliche Verluste unter der t>elgi^chen Bevölkerung.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Bei E!)avignon drangen Sturmtrupps in die feindlichen Gräben und nahmen zehn Amerikaner mrd einige Franzosen gefangen. In den frü^n Morgenstunden lebte die Geseckitstatigkcit in einzelnen Abschnitten der Champagne aus.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Längs der ukrainischen Nordgren e. im Vordringen nach Osbni haben unsere Tnrpren den Dnjepr erreicht. Bei Rjetschiga stießen sie auf einen stark auSgebautcn und vom Feinde verteidigen Brückenkopf. Stadt und Bahnhof wurden im Sturm genommen und einige hundert Gefangene gl-macht. In Mochr l-eben wir die Prip et-Flotille (6 Panzer- boote, 35 Motorboote. 6 Lazarettboote) erbeutet.
Bei Fastow und Kasatin wurde die T^rlpilinie Kiew— Slnncrinka erreicht. Den südwestlich von Starekon-Stanti- now im Kampfe gegen feindliche llelrermacht stehenden polnischen Legionären eilten deutsche Truppen zu Hilfe. Gemeinsam wurde der Feind geschlagen.
*
Von der ukrainischen Regierung imd Bevölkerung, zum Schutze gegen feindliche Bomben geruf7N. sind österreichisch- ungarische Tnrmxn in breiten Abschnitten nördlich vom Pruth in die Ukraine eingerückt.
Italienische Front.
Zu beiden Seiten der Brenta war die Kampftärigkeit tagsüber gesttigert.
Don der mazedonischen Front nichts Neues.
Der Erste Generalguarliermeister Ludendorff.
*
Der Abendbericht.
Berlin. 1. März, abends. (WTB. Amtlich.)
In der C ha m pag ne sowie zwischen Maas und Mo* sel führten wir kleinere ünternrhrnungen mit Erstrlg durch.
Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.
*
Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.
Wien, 1. März. (WTV.) Amtlich wird verlauÄvrt:
Westlich der Brenta scheiterte M Vorstoß der Jm- liener.
Auf immer wieder und in den jüngsten Tagen besonders eindringliche Aufrufe sind gestern Truppen des Feld- marschallS von Böhm-Ermolli zu einer friedlichen Intervention in Podolien eingerückt und haben die Linie Nowosiclea—Ehotin—Käme, i e—PodolSki erreicht. Die an den Dahnen und wichtigen Straßen vvrdringenden Abteilungen haben Auftrag, in dem durchschrittenen Gebiete Ruhe und Ordnung wiedc-rtzerzustellen und die für die Einfuhr nötigsten HandelSweye zu sichern.
Bisher chrben nahezu tv VÜORnssendieWafE
fen gestreckt. Beträchtliche Älengen Munition. Fuhrwerke und rollendes LküLrial wurden geborgen.
Der Clpf des GetterlüjwdcS.
Mb. Deutscher Neichrtag.
137. Sitzung, Freitag den 1. März 1918^ 12 NHe.
Am Tische des BundesratÄ: v. Payer. Goas Roedcim, Dr. Sols.
Anfragen.
i?lbg. Fuchs weift darauf hin, daß die nach der Krv^S-
besoKungSvon'chrifl auch den Angehörigen von K^egSgeftn,genrp zustel?ent»c Unterstützung bei verschiedenen TruppOwnler: nicht go zahlt wird.
General v o n O v e n : Es handelt sich hier um KriegSln^nvr^. bei denen der Verdacht vorliegt, daß sie sich sreinnltig ans rustischne Krie-g^gefangenschast haben nach Frarckrcich überiüh^ac lassen- 2crS gilt als Fahnenflucht.
Daraus wirddieersteLesungdesHauShalrSpkaneS
fortgesetzt.
Graf VosadowSky (bei keiner Partei): Ueber die Lrnftigr Gestaltung der Reichssinanzen sind verschiedene Aussätze verv srnt» licht worixn. in denen die Rede bmxm war. den besitzenden ftlnffca einen Teil ibreS Vermögens zu entziehen. Solck>e sceicervaliliicha, dlussätze sollen wie eine Art Cocaineinsvritzurrg aus die öffentliche Meinung wirken. Wir sind jetzt g'üellich bei 124 Milliaebn Tck-cl- dcm angelangt. (5?ör1, hört!» Die Lasten werden ungeheuer sein, die Invalidenrenten werden ins Geivaltige steigen, der ReichS- ponsionswnüs wird wachsen, da viele .Heeresangehöc-ige und vi^lr Beamte aus Gesnndl^itsrücksichten um ihren Abschied r&Uxnvic&i werden. Eirre Neuregelung oer staatlichen Bcxrmlengehälter wird notwendig sein. Tie Zollcinnahmen nach dem Kriege werden sich nur sehr allmählich heberr. Wir werden gewaltige Mittel für eine grürchliche Besserung der Wvhnimgsverh^ltnise au'wcnden müs «r. Eine Finanzverwaltung, die den besitzenden Klasscit, die dcxh d<-Z Wirtschaftsleben ausrecht erchalren müssen, einen Teil ihres Brr* nrögenS in übereilter Weise entzöge, wück>e sich selbst km Weg zur» Wiede rau sbau des Wirtschastslebetts verstellen. (Sehr richtig!) Wenn, tvie wir alle hofserr, es in abse^arer Zeit nicht md&v r» einem solchen Kriege kommt, dann haben wir doch gar nicht iwtia Lasten, die wir in einem solchen Kriege uns haben auserKgem müsse«, in verhältnismäßig kurzer Zeit zu tilgen. Tasü, Rjimen wir dem deutschen Volke jahrzehntelang Zeit la sen. (Sehr richtig! A«ch mit den Kriegsgewinnlern, die oft mit einer Scknrekli«^ keit. die vom wirtscha-tlich-n und sütlichen bcsn.v^nkl zu beklagen ist. große Vermögen erworben Huben, toit» Drvzeritsay der höhin er, Sreuerzcnsiten nach ivie vor gering and auch bei der sckzärfsten Erfassrmg von Vermögen und Einkommen lverden nicht die Mittel ausgeln'acht rverden können, di« wir jetz! brauchen. Wir lvcrden deshalb zu Monopolen greifen müssen. Es wäre gut, wenn sich der Reiä)sscl)atzsekretLr einmal mit den Finanzministern der Änz-elstaaten darülRr beraten würde, wie die Steuerveranlagung in den Einzelstaaten technisch zn verbessern ist. Die Einzelst-aaten können ihre Krliur- und W^^sahrtS- aulgaben nur ziveckmästig weiter erfüllen, wenn ichren die direktk« Steuern belassen werden. (Sehr richiig! recktts und im Zentrum.) Die mittelbaren oder unnnttelbaren kkriegsgewirrne müssen technisch anders behandelt werden, als das Vermögen von Peri-vrvn, di« es sich durch anstä-ndige Sparsamkeit ernwrben haben. ES ist eine Fabel, wenn bel-anvtel wird, wir hätten im rusiisch-fapanischen Krieg Rußlands ddotlage ausgenutzt, um von Rustla^ch einen! Handelsvertrag zu erpressen, der die russische Wirtscl-aft schrver gc> sckmdigt habe. Diese B^Mrotnua ist nichts weiter als eine pcm- sbnmstis-cl-e Viackx. ?Us Sieger haben wir es jetzt Itußland gegenüber in der Hartd. die Rechte der deutschen Gläubiger zu oertreten, und ich möchte an die Regierung die dringende Äufforderun^ I richten, mit aller Kraft dafür zu sor-Ten, daß die Rechte der deutschen Gläubiger in jeder Weist gewalkt werden.
Wir müssen jetzt mit äußerster Sparsamkeit vorgeben, denn et kommt die Stunde der Abrechnung, wo bei den Steuerzahlern Heulen und ZähncNappern sein wird. Für einen Mann, der öffentliche Gelder verwaltet, gibt eS keine Summe, die klein genug wäre, um nicht sparsam damit umzugehen. (Lebhafte Zustimmung.) Ta4 nlust der Leitsttwn des RcichSschatzstkretärs sein. (Beifall.)
Schatzsekretär Gras R o e d e r n - Die letzten Worte dcS Vorredners kann ich nur unterschreibc'N Wir werden nns bei Aus* gäbe immer zu fragen haben: Wie betajfcet |ie den Steuerzahler? Ten Veröffetttlichungen aus steuerlichem Gebiet steht daS ReichS- schahamt fern: cs hat aber ein gewisses l>latonisches Wohlwollen ^afür, daß diese Fragen überhaupt bel>aitdelt werden. Es besteht das Bestreben, die Steuerveranla;7ungen von den kommunal«, Organen, den Landrätn, n sw. abzutrennen. Ob die vom ReichStags- ausschnß beabsichtigte Lösung der .Kriegsgewinnsteuerstage go» lingt, dahinter möchte ich ein großes Fragezeichen machen. Tie Frage ist nicht so einfach zu lösen. Eine Menge von indirektem! Gewinnen, bfic der Aktionär usw. macht, sind sehr schwer verfolgen.
Abg. Vog t Herr <11. Soz.): Bei dem ukrainischen „Brol- frieden" streiten sich bereits Deutschland und Oesterreich um den Raub. In Litauen haben wir keine moralischen Eroberungen gen,acht, die Litauer sehnen sich nach Rußland zirrück. Jetzt erstrebt ein Sachse eine ©irtefure in Litauen. Die ZiTisen rür die Millionen- gewinne der Kriegsgewinnler müssen die VL-rmiten der Ernten bezahlen. Der Redner bringt dann Fälle ans Swinemünde vor, wonach dort hohe Marineoffiziere Lebensmittel, die als Kvntes- fwGibe beschlagnahmt waren, für sich gehamstert haben. (Vizepräsident Tr. Paasche schreitet ein und lordert den Redner ans, daS Ergebnis der Untersuckiung abzuwarten.) Mit der Michaelis- Capelle-Wirtschaft muß endlich aufgeräumt werden.
General von Wrisberg: <&3 ist Pflicht der mMtäristh« Behörden, in schwierigen Fällen für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Don Schikanen ist kerne Redc. Die Kommcnidierenden Geru-rale befolgen die allgemeirr-en Ricl-tlmien, ohne llntersckAebe zwischm den P^rneien zu nurckien. Tie Gcmerale tverden sich >wn der Erjülluna choer Pslicht mrch durch Beleidiaungen nicht ab halten lassen.
Geireral Scheuch: Ter Vor-r^rcer hat auch verdcenstvokce Frauenarganisationen arrgegriffen. Sie iverden sich in ihrer Fürsorge für die arbeitenden Frauen hofsentlick» dadurch nicht ab» schmecken lassen. Es ist unrusttig^ daß in den militärrschen De» trieben der lbrrtersckped zwis<l)en Lohn und Löhnung in die Tasche das Arbeitgebers flieht. Es ist eine Regelung erjvlgt, die allen Anftordenmgen entspricht. Fester Streik schadet. Er bcrnnlrächtrgt den HoettSbestars, veruüudert die Geschützt utsb


