^Kommen durchgesührt ist, die Mich der oben genannten Linie gelegenen Gebiete m rcrumen, someit sich mcht aus Artikel 3 etwas anderes ergibt, i
3. Livland und- Estland werden von russischen Truppen und der Roten Garde nnverzügliich geräumt und von deuticker Bolizeimacht besetzt, bis die Landeseinrichtungen die Sicherheit gewährleisten und die staatliche Ordruuig hergestellt ist. Me aus politischer» Gründen verhafteten La»»destawohner sind sofort frei Anlassen.
4. Rußland schließt sofort Frieden mit der Ukrainischen Volksrepublik. Tie Ukraine und Fimrland werden ohne jeden Verzug von russischen Truppen und Roter Garde geräumt.
5. Rußland wird alles in seinen Kräften Stehende tun, um Wlsbald die ortarungsgemäße Rückgabe der ostanatolischen Pro oinzerr an die Türkei sictarzustellen, und erkerrnt die Wschas- fung tar türkischen Katnrutationen au
bs. Tie völlige De mobil machungdeSrussischen Heere s, einschließlich der von der jetzigen Regierung neugeüildc- ketl Heerestcile ist unverzüglich durchzuführen.
6d. D i e r u f f x f ch c n Kriegsschiffe im Schwarzen Meer, >ul der Ostsee und im Eismeer, find entrveder in russische Häfen zu überführen und dort bis zum. -allgemeinen Friedensschluß zu be- Ersten oder sofort zu tascmniercn. üttegsschiffe der Entente im
ists die Wiege der Sozialpolitik, es wird auch den neuen Gedanken Gestalt geben und sie und? deutscher Art kritisch zur Lösung bringen.
(Stürmischer Beifall.)
Abg. He y de b rand (kons.): Wir sind mit den Ausführungen des Staatssekretärs durchaus einvershlmden. Nichts anderes als emjachcr Landesverrat hat den Streck angestistet. Er mar beein- slutzt von Luslandisüwn Agenten und avtvagen von dem Einfluß der deutschen Sozialdemokratie. «Rufe' uorsirm! Der Ada. Lebe- bvur wird we^en dieses Rufes zur stiuhe gerufen.) Die Mit- teilungeu des Üteicl-skanzlers über dxe FriedenSaussichten mit Rußland werden int* allen ein tiefes Aufatmen gebracht haben. Wir werden von einem Druck befreit, den nur wenige voll empfunden haben. Dieses Mlllioirerch^er lvar bedeutungsvk-ller, als nran all- gemein angenommen hat. Daß wir ihm haben widerstehen können, ist! fast ein Wunder. Mit den Frvedensbedingun-gen sind wir emver- ftauben. (Zuruf links: Das glauben wir!) England wird nur weichen, wenn es sich einer unbedingten Macht gegen ii versieht. Das wird unser .Heer und. unsere Flotte chon besorgen. (Bravo!) Zu dein Pvograurm des Vizekanzlers
brauche rch mich nicht zu äußern. Äs entspricht dem oes ReiäM- 'anzlers. Seine Ausführungen haben -aber das Vertrauen zwischen ÄnksVertretung u.'üd fstegierimg rnöln gestarkt. Es war cixui parteipolitische Neide voller Emseitigkeit. so daß. man den
Der letzte Borstost der Franzosen.
Berlin, 26. Febr. (WTB. Nichtamllich.) Ueber den Borst oß der Franzosen vom 23. Februar wird gemeldet: Am 23. Februar feuerte der Franzose im Sundgau von 10 A /g Uljr vormittags aus 52 Batterien, Kaliber bis 28 Ztm., und aus ^schweren Minentverfern an 30 000 Artllleriegeschvsse und 450 schwere Flügelminen gegen unsere vorderen Linien, das Batteriegelande und die Straßen im Abschnitt Niedercrspach—Erdrücke—i'cietar burnhaupt. Um 1 Uhr mittags ließ er aus Kreuzwald gegen , Riederaspach Gas ab, baß über Nprtair nach Nordwesten drehte und in das Thcnrner Tal zog. Auch mit Granaten versuäste er den Abschnitt zu vergasen. Nach einem siebenstündigen Feuer stürmten drei ausaeruhte, durch Wochen hinter der Front zum Angriff geschulte Mataillone heran. Streckenweise brach der -Sturm schon in uuserm Feuer nieder. Bei Ex brücke linirte er im Kamps Manu gegen Mann erststickt. In Niotaraspach drang der Feind ein. Die Besatzung war an Zahl unterlegen, geschwächt, erschüttert und betäubt von den zahllosen Deton.ation.en. — aber sie zögerte keine Sekrmde, tvartete keine Reserven, keine Hilfe ab, ^riss den Feind
Nachteil des parlamentarischen Snstents daran erkeirncn konnte. Er ist id.pch sonst ein so besonnener Mann. Die Besonnenheit ist ilm»
russischen Machtbereich sind wie russische Kriegsschiffe zu behandeln
6c. Die Handelsschif fahrt im Schwarzen Mecrznrohl bei dem schnelle?!. Aufstieg zum BizvLvr-zler verloren ge- tzrrrd in der Ostsee wird wieder ausgenommen, wie es im Waffen-! «ÄMyen. Das preußisch? Wal-lrertü ist «me preußische Aalgelegenheit, stillitandsr-ertrag vorgesehen war Las Minenräumen dafür hat! Die Wütttetnberger. Bayern mm) Baderwr würden firf; eine Ein- rofort zu beginnen. Das Sperrgebiet im Eismeer bleibt bis zun: | Mischung auch verbitten. Unsere .Krösgsziele liegen im Interesse des Allgenleinen Friedensschluß bestehen. ^ ! Reiches. Nie kmrn. man uns aus eine Stufe stellen mit den.
7. Der deutsch-russische Handelsvertrag von Unabhängigen Sozialisten. (Abg. Leidebour: Ist eine Ehre Artikel 7 Ziffer 2a des Friedens mit der'Ükvaine für ^ie?) rnte
1604 tritt wie in
wieder in Kraft unter Wegfall der im Artikel 1l Ziffer 3 Absatz 3 des Handelsvertrags vorgrstchenen besonderen Bergünstigungca für asiatische Länder. Ferner wird her ganze erste Teil des Schluß
und mit Streikenden. So etwas must die Gemüter er-
Protokolls wieder hergestellt Dazu kommen Sicherung de r A u s s u h r f r e i h e i t und A u s f u h r z o l l f r e i h e i t für Erze,
alsbaldige Verhärtung übe,- Abschluß eines neuen HandMocr- träges, Sicherung der Meistbe.Tünstignng bis mindestens Ei:de 1925 auch für den Fall der Kündigung des Provisoriums, endlich Bestimmungen errtsprerhend Artikel 7 Ziffer 4s Absatz 1 und Ziffer 5 des FrietanSvertrqas nrrt der Ukraine.
8. Dierechts Po litifchen Angelegen heilen werden geregelt auf der Grundlage der Beschlüsse erster Lesung der deutsch- russisckren ReckUskoinmission. Soweit Beschlüsse noch nicin festgesetzt sind, als in sta solidere Ersatz von Zivilschätan auf Grundlage der deutschen Vorschläge, Ersatz der Aufwendungen für Krie«s-- gefangene auf Grund des russischen Vorschlages. Rußland ivird btutfcfa Immissionen zum Schutze deutscher Kriegsgefangener, Zivilpersonen und Rückwanderer zulasscn und nach Kräften unterstützen.
9. Rußland verpflichtet sich, jede amtlich:' oder amtlich unter- stützte Agitation oder Propaganda gegen die vier verbündeten Regierungen und ttjrc Staats- und Heeres- einrichtimgen Mich in den von den Zentralmächten besetzten Gebieten eirrzu stellen.
10. Borstehenta BeLängungen sind innertalb 46 Stunden an Zunahmen. Russische Bevollmächtigte haben sich unverzüglich nach Brest-Litowsk zu begeben, uni dort binnen drei Tagen den Frieden
Hitzen, zumal bei uns mancher sitzt, der sein Leben lang seinem Batevlanta treu gedienr Sache Vorwürfe kann mau uk(>t auf sich sitzen lassen. Man muß sich wehren.. (Abg. Lodebour: Sie
macken es auch«! Heiterkeit.) Wir motten die Kriegslast ruhig Frieden, tar der Opfier lvert ist. (Lebst. Bei fall).
rvagen bis zum
Reichskanzler Graf Hertling: Ich gehe auf den persönlichen Ton am Schlüsse der Rebe des Mg. Hepdebrand ein. Tie Stimmung am Schlüsse der gestrigen Rede des Vizekanzlers rvar nicht vollkommen bm°echtigt. Wem: Sie die Rede nochmals gekwuer besehen, so »verden «s-ie finden, daß sie nicht richtig.bei der Unruhe im Hause verstanden worden ist. Er bat zwischen den Streikenden und Ihnen (nach rechts) einen Strick) gezogen und für das preußische Wahlrecht keineswegs die Kon»Potenz des Ncickistages beansprucht. Wir wolle:, nichts anderes, als eine Politik führen, die »ms Deutsche echrheitlich zurckunnenhÄt. Bitte, helfen Sie aus allen Sekten dazu. (Zfeifall.) Begraben Sie. was hinter zr:rs liegt, damit !vir einheitlich beieinander stehen. (Bewegung und lebhafter Beifall.)
Tcrrauf toird die Woiterberatung aus Mittwoch 11 Uhr vertagt.
Schluß 5.45 Uhr.
zu unterznckmen. der innerhalb weiterer zwei Wjpcl^m rattfizfert' werden muß. (Lebhafter Beifall bei den bürgerlichen P
>WW>M>MW»»»WWWWM WW Parteien,
Zische»» bc: den mrabr-änglger» Sozialdeinokvliteu.
Die russische Delegation, zu der auch Herr Trotzii und
Joffe gehören sollen, ist bereits von Petersburg abgevcist. Sie har aber einen unfreiwilligen Aufenthalt nördlich von Pskow dadurch, daß dort eine Brücke gesprengt ivochon ist. Sie wrrd aber im Laufe des morgigen 'Tages in Brest-Liwwsk eintreften. In Brest-Likotm-k ist die deutsche uird^ österreichisch-ungarische Delegation bereikö versammelt. Die türkische und bulgarische Delegation wird im Lause deS heutigen Tages dort erntreffen. ^Lebhafter Beifall M bau bürgerlichen Parteie:», Zischen bei den unabhängigen Sozial- demvkradm.
^ Abg. & d) 1 1 b c »iu y 1t It (Spz.': Ich muß deH russischen 2 ^auer- 1 p»els gedenken. War., jetzt aus Rnyland geworden ist, enttpricht Vicht der Absicht der deutschen Sozialdemokratie. Wir kämpfen zur Verteidigung unfere-s Vaterlands, aber nickst um die Zerstückelung Rußlands. Die Politik, die Rußlarrd gegenüber getrieben wird, ist nickst unsere Politik. Die Loslösung der Randvölker von Rußland scheint unvermeidlich zu sein. Dcnnll wird aber Deutschland nicht
des Volkes i.ät einer Minder!>eiL Politik machen. Eine ähnliche Kvaftvrobc: I.n Westen einen bedingnngslrsten Fineden zu erzielen, vcäxe für Test fehlend auf alle Fälle gsfährlich. Wirt» der Frieden rein r«lö;rer F ged w. daun haben wirbic Revolution. Unsere letzten tfraird;'u«nim AuSl.rnde gehen verloren. Die Honkburgec Rede war völlig :u:7Ngebracht. In dieser Zeit muß jed-cs Wort von tavtaritatirrc-r Deire ruf die Goldtvagie gelegt werden. Man höre miit den» törichten aus, der Streik sei mit ausländischem
ckSeldc- gewachst worVen. Eine schamlose Alge ist es, das; dem Streike lant.csverrä^ciscize Absichten zug.'M'nt^ gelegen Hütten. Wenn talche Streiks, wie wir nictz lzollen, sich wiederholen, so »nutz Generalobecit von Kessel in Schutzhaft gesetzt werben. DaS allein könnte helfen. (Heiterkeit.) Staatssekretch Wallvaf, «dtzrs Erbstück ,ruo der Äerr Michaelis,, hätt^ drei bis vier Tage Streik und Hrmverterr braven t-irveitern lcmmübriges Zuchthaus erspart, hätte « die Arbeiter cm wanden. Als Ebert und ich in den Aktion D auSschuß ettrtraten, 'vu'che uns ein Jahr Gefängnis angepiwhr. In München wurden gte-ichhmrdelnden (öenosfen in der Kammer von dem Nachfolger de- Gvasen Hertling, Ministersasidenren v. Dandl. Älentllch der Dar. mnL^esvrochen. (Sehr gui?) Die Presse w'irt) nach wie vor drang-aliert. Die Zensur »st inrtschuüng an dem Aufbruch des Streiks. Mr verfolgen unser Ziel in dem Bewußtsem: Die Zukunft gehör, der Demokratte, den Arbitern und der Sozialdemokratie. (Beafati bei den Sozialdemokraten.)
Schmrrsfekrerür Wallraf: Der Vorredner hat scharfe Worte Öfeget meine Person gerichtet. Das war fein Recht. Mein Neckst m eh, mjqch dagegen zur wehren, soweit die Interessen des Vater- mnb&i es gestatten. Es koird so hmtzestellt, als ob der Streik ans der UnLurrievenheit geboren worden sei. £*rr v. Pager hat schon
Ä üi>rt, daß die «mgegebenen Ziele nicht auf diesem Wege er- ivürden. Der Krieg ivürde dadurch nickst verkürzt werden und die Ern-älrcungisschwierigkeittn nickst brbobeil und das Wahlrecht nicht gefördert. Der Kobtanmangel ist kein stichhaltiger Einwan-v Der Anfang der ausländischen Streikpropaganda ist in der Ber- frmimiy eines m Zürich gedruckten Fbrgblattes aus dem Herbst 1917 m suchen. Der Streik wurde gefordert in Stockholm unb inrrd) die bolschewistischen Funksprüche, von Fliegern abgeworsentt VeMätter. Gleichzerttg mit dem Waffenstillstand setzte die bolsche- wrsttsche Propaganda »m großen ein. Daß auch Lste Entente in dem Krch-l Sirrne bei uns agitiert hat, ist allen mäßig festgestellt Fk»rgbiatter werden immer noch auö den, Auslände eingeschmuggelt Das Ausland mufcte schon von dem Streik, als er noch nickst bestand (Unruhe. Sehr richtig!) ,.D<nll) Ehrnnicle" berichtete unter dem 26. Januar davon, ebenso die «Daily Mail". Der alten fozialisti- scheu Porter gerercht es zum Berdrenst. daß sie sich ursprünglich dem TreL«r serngehalten Hai. Die (Erklärung, der Streik sei vorn MrÄnnde heren^ebracht. ist noch die besde Entsck>u1digung. Ich d4eioe daber, datz oer Bolschewismus auf dem Wege ülwr Oestvrreich- llsr«rrn m Deutschland die Grundlagen des Staates imtmuüblw Bts m Amerika sich eine ähnliche Beweg,rng zeigte, ließ WMdatt!Wüson das ganze Aktionskomitee verhaften. (Hört. ? ÖT *. ^ ^^^rsorderungen wurden als Minckestiorderungeri
Ich war gern bereit die Abgeordneten zu empfangen» sE wer die Strervenden, »veil es sich um hochpolittsche Forderungen lstrndeckte. Ich konnte nicht verhandeln, da ich in diesem Falle ^mrtec des RerchstanzlerS war In »oirft'chaftlichen Fragen habe m Vion o]t nnt Arbeitern verhlmdelt. vier lag die Sach' aber iochers Hier sollte ein Druck «usgeübt »vertan. Die Regierung (eilig unter das kantamschk Joch gezwungen werden. Deutschland
Der Vormarsch in Estland und Livland.
B c r l i n , Ä. Febr. In Estland wütet die rote Garde weiter, ohne sich von 'ihrer Negierung im mindesten beeinflussen zu lassen. Umso energischst^ vollzieht sich der Vor- marich der Deutschen, der,durll> plötzlich Ansetzende schlechte Witterung, Schnee, Wr'stwind und starke Temperaturschwan- kirng?'.! mcht ausgehalten werden kann. Zahlreiche tiefgegliederte nebe.reinaiLder nsrd- und ostwärts vormarschierende deutsche Kolonnen, die sich strahlenförmig ausbreiten und starke fliegende Abteilungen mir Artillerie und Maschinen- ge»vehren vorausschicken, sieben größ.te,rteils bereits in der Bahnlinie Pleskau- Dorpat — Reval. Kilometerweit ziehen Schlitten kolonnen durch die Wälder und zu- -gefrorenen Sümpfe Estlarrds »md durch Livlands freundliches tzügelgelande.
^ Die Lübecker Handelskammer sprach in einem L e legramm an das R e v a l e r Bö rfenkomitee Lübecks herzliche Freude aus in her Stunde der Befreiung Revals vom Banne blutiger Gewaltherrschaft, in dem Wunsche, daß ein ganz neuer Schutzbund, enger und unverbrüchlicher als die alte Hanse, die baltische Äüste mit ihrem deutschen Mutterland innig verknüpfen und zur Entfaltung kraftvoll sprießenden neuen Lebens starke, dauernde Grundlagen schaffen nwge.
Lenins Gründe für den Frieden.
„Daily Telegraph" meldet aus Petersburg: Lenin sttzt in einem Artikel in der Presse seine Gründe zugunsten des Friederrs auseinander. Die deutsche Antwort enthalte härtere Bedingungen, als es diejenigen von Brest-Litowsk
an und warf ihn hinaus. Die ganze vordere Linie ist fest in unserer Hand. Infanterie und Ar
__ ^. .. . rtillerie schlüge,: sich glänzend.
Der Feind hat in ihi^m Feuer schwer bluten müffen. Gefangene erzählen davon.
Lebensmiliettnapphett in Ameriia und England.
Bern, 26. Februar. (MTB?- Die ,/Efnuä-' meldet aus Washington vom 22. Februar: Der Lebensmittelkontrolleur Hoover hat den Ostswaten Mitteilung von einer bevorstehenden. Lebensmittclknapphcit gemacht, die vernrullich 60 Tage anhaltetij werde. Seine Erklärung bestätigt die Berichte über das Unvermögen de r Ei se'n ba hn e n, genügende Mengen von Lebensmitteln nach dem Osten zu befördern, um die an den atlantischen Küsten liegenden Sck)iffe bis zur vollen Ladefähigkeit zu befrachten.- Dabei sind die Geckvertalürserunge», Kur Zeit mn 45 Milliviren Bushels hinter dem Liesernngsplan zarrück. Hvooer betonte, daß die Lage die kritischste in tar Geschichte des Landes fei. In oielen großen Konsum gebieten seien die Konserverwvrräte auf dem Punkte' der Erschöpfung mrgelangt. Er schiene die ganze Schuld daran der Verstopfung der- Eisenbahn zu, die nicht nur die kritische Nahrung^ mittellagc in tan Bereinigten Staaten herbei geführt, sondern drete. auch verhindert habe, ihre Versprechungen zur Verpflegung tar Alliierten zu erfüllen. In Arbeiterkreisen wird behauptet, daß dis jetzt im Regieruirgsdi-enst stehenden Leiter der Eisenbahn^esell^ schäften tau Versuch »»»achten, die Versmatlichung zu diskreditieren^ und daß sie dalier nickst ihr Bckk-es täten, um die Tr-ans^wrtsrago zu lösen. Aber man kann unmöglich glauben, daß ver-antivoctlicht Männer unter tan gegenwärtigen Umständen so unpatriotisch tan- deln. würden. Es ist jedoch eine Tatsache, taß die schlechten Wetter- Verhältnisse allein die eingetretenen Berzögermrgen nicht ausreichend erklären.
Bern, 35. Febr. (Privattcü) Entgegen den in England mehrfach laut gewordenen Behauptungen, daß die Wolsthabenden in großen Hotels im Luxus schwelgten, veröffentlicht die „Daily Mail" eine Zuschrift, ist. der behauptet wird, diese Annahme sei irrig. „In tan» sehr prächtigen, teueren Hotel, in dem ich wohne," schreibt ein Berichterstatter, „habe ich seit meiner Ankunft vor einer Woche nickst eine Scheibe Metzgerfleisch, niiist ein Stück Z»»cker gesel-e>». Zum Tee erhalte ich zwei kleine Bisauits, aber keinen Käse, Feine Früchte uitb keine Milch. Die Delikatessen dieses eleganten Lokals bestehen in Hering nnd Kanruchenpastete. Tie Preise getan immer lwtar, je geringer die Vorräte werden. Wofür mar» hier eigerrtlich bezahlt, tvoiß ich nicht!, es sei denn für die vergoldeten SpiogelralMen, das Orchester und den Wintergarten.
9licht einmal ein Zündholz ist im Holet vorbanden. Zum Frühstück s Weißkleisck» und einen Erköiiel voll unaesüstter» Maceavoni '
acst, es Weißfleisch und einen Erlössel voll ungesüßter» Maccaroni' Pudding. Ter Preis beträgt fünf Schilling. Zum Diner gab es etwas Kartoffelsalat mit K'rabberr. ei»ren kleinen Teller dünner Suppe, zwei Qnadratzoll Schellfisch und anderthalb Unzen Fasanen. Für viele nrögen die.Menus y'wßartig klingen, aber Hors d'oe»»vres varies bedeittet lediglich erne Sardine und etwas gesalzenen Ko ist, Herl an it la bonnc Femme ist nichts nne ein t'leuun Weißfisch mrt Gräten und wenig Substanz, Pommes de Terre naturelles bedeutet seifige Kartoffel. Auch in den luxuriösesten Hotels ist der Abendanzug für Damen und Herren fast gänzlich ver- schnnmtan.
Die Her'ftcrZuttg vs»r StiSstoff in AmerikM.
Washington, 26. Febr. (Reuter.) Präsident W i l* s o n genehmigte 33asserkraftanlagen im Staate Alabama, um Stickstoff aus der Lust für die Hrerstellung von Munition und Düngemitteln zu gewinnen.
gewesen seien. Trotzdem sei er überzeugt, daß nur diejenigen, welche durch die revolutionären ScyLagworte vollständig verwirrt seien, sich weigerter», diese Bedingungen anzunehmen. Bisher habe er iit£gefietm versucht, die Mitglieder seine"
Partei von der Notwendigkeit AU überzemgen, ihr Bewußtsein volutionare»» Heuchylci -u reinigen. Jetzt müsse
von der revolutionä.ren
es öffentlich ttrn, denn urrgluckticherw^se seien seine trübsten Prophe^eiurgien eitigetroffen. Er habe damals gesagt, wenn man den Frieden von Brest-Litorvsk nicht unterzeichne, würden schwere Niederlagen ^Rußland -wingen, einen rmch ungünstigeren <&ov, her fr taten zu schließen. Es sei »roch schlimmer gekommen, als er oorausacsagt habe. Dann fährt Lenin fort: Unser Heer scheint aufyew-st zu sein und weigert sich endgültig weiter zu sämpslvn. Nur blindwütiger Partei- ftandpuukt kann Dißland in taefrn Augenblick -mnuten. d-en Kamps fort-usetzen. Ich persönlick) würbe keinen Augenblick langer an der Regierung oder nn.Zentralaitsschr»ß bleiben, wenn die Politik der Phrasen noch einmal die Oberhand bekommen sollte. Diese nackte Wahrheit hat sich uns so scharf fühlbar gemacht, daß es unmöglich ist, sie nicht £it spüren. Die ganze Bürgerschaft Rußlands jubelt über das Naher kommen der Deittschen. Nur jeurand, der chrrch Phrasen blind geworden ist, übersieht das, daß die Revolution ohne Heer Wasser auf dir MüHünr der Bourgeoisie leitet. Wir müssen uns einem erniedrigenden Frieden unterwerfen.
Die Verhandlungen mit Rumänien.
Berlin, 27.Febr. Airs Bukarest wird dem L A. über Bubapest gemeldet: Sofort nach Unterzeichnung des Friedens Vertrages soll das ruinän ische Parlament in Bukarest zu einer Beratung zusammentreten, mit den Friedens- kchluß zu genehmigen Bem-ervenSwert ist, daß die Mitglieder tas Kabinetts Äverescu den Standpunkt Marghilomans billigen, der in Bukarest für eine Verständigung werkt.
Die Türke« wieder i» Trapezunt.
Ävn ft a n t i n o p e l, 24. Februar. (W. B.) Das Krieas- prefsenuartier teilt mit: Im Laufe des 24. Februar wurde auch Trapezunt von dem Drucke der Räuberbcmden befreit. Unsere z,um Sa/nye aus.gesandten Truppen mar- sckfterten in Kolonnen durch die Stadt und versolgtim die nach Osten fliehenden Banden Unsere Truppen drangen auch m die Stadt Man, ahatun ein, deren größter Teil von Banden eingeäschert ist. Die sich in der Richtung aus Erzerum zurück-rehenden Banden mordeten und verbrann-- tan in den Dörfern, die sie ourckMgen, gegen 300 wehrlose Muselruanerr
Der Seefrieg.
Neue U-Boot-Erfolgr.
Berlin. 26. Fcbr. (Amllich.) Auf dem nördlichen K ri e g - s chn u pl a tz vernichtetett mrsere U-Boote 19 000 B r u 1 1 o r e g i ft e 1 1 o n n c n feindlicher» HantalsschiffsrMmeS. Die meisten Schisse nmrdei» an der englischen Ostküste mrter erheb- licher fenidlicher Gegenwirkung vcririchtet, unter ihnen der tawasst? nete englisck)e Dampfer „Achonio" (4078 BRT.). Ein anderer Dampfer von mrndeste»»s 4000 BRT. wurde als größtes Schiss eines Geleitszuge? in geschickt durchgeführtem Angriff abgeschossen. Fast allje Dampfer waren tief bclader».
Ter Chef des Adinirulstabes der Marine.
Die Erörterung tar Ernährungsschwierigkeiten mmmt seit Ende vorigen Jahres in tar englischen LtafsenllichkeiL einen breiten Raum ei»t. Die Zeitunaen sind an ge füll l mit trüb- [titiitait Bettachtnngen über tau Einfluß des U-Boot-Krieges ans tan steigenden Mangel, mit Seitenblicken ans die durch die deutsch- russischen Frietansveromrdlung^r sich vorbereitende Besserung der LebenömrttelVerhältnisse tar Mittelmächte. Dem Ernähru»ig>spessi- misnms geben die Leiter des englischem LebeirsmittelamteS ttessen- tan Ausdruck. Der „Times" von» 3. Februar zufolge sagte Herr Prot Heros in einer Persammlung von Vertreter tar englischen Lm»d»oirischaft: Dü' nächsten acht Monate such die gefährlichste Zeit in der Geschicl.üe Englands. — Laut „Dailtz Telegraf)" vom 25. Januar lvarnte Lord Rhondda das Publikum, nicht zu große Erwarttncgen au die Wirkung der ZwanqSzuttilung zu knüpfen. Man müsse mcht glauben, daß die Rationierung mit dem Mißstand tar Polonäsen austämnen werde. Die „Times" vom 25. Februar fügen hinzu: Lord Nhonidda hätte auch erwätart. daß die Mr See mckoMmenden Fleischzufuhren kau»,» »veiter als aerata für tan Bedarf des Heeres ausreichte, wäl)rend vor dem Kriege etü-a 40 Prozent tas Fleischbedarfs der bürgerlichen Bevölkeinng durch Einfuhr beschafft »vurdcn. Der englische Armeerat setzte deshalb die Lebensmrttelratwn für die in. Englarrd dienenden Trutze pen und Pferde ztveckS Erspariris von Frachtraum bedeutend herab.
Die Beute des Hilfskreuzers „Wolf".
Berlin, 26 Februar. Amtlich.) S. M. Hilfs»
kr eurer ,Molf" .hat in Durä-führung tar ihm Übertragemmi Aufgabe m rüdeste ns 35 feind li che oder für den Feind fahrende Handelsschiffe.mit einem Gesamt-Tvnnew.
Gehalt von mz n de ne ns 210 000 Brutto-Re gi ster-
Tonnen vernichtet oder so schwer beschädigt, daß »hre Wretarvernxmoung für längere Zeit ansgeschlossen ist. Es handelt sich vorwregend um große, »vertvolle englisä>e Dampfen, deren gleichu^rtmer Ersatz in absehbarer Zeit nicht möglich ifch Mehrere dieser Dampfer »varen besetzte eirglisckic Truptan-Tm»»<> porte: »hr Untergang tat entsprechende Menschen Verluste mx Früge setapt. Ferner s»»»d durch die W-egSmaßnahinIen des Hilssttrilze-rÄ der lapaniscke LriuensctMreuHer ,,Har»rna" von 28 000 Lomiatt Wasst-rverdraltgung und cii» «rgttscher otar japanischer .Kreuzer, tafte» 1 Name mcht ststaestellt tvcrtan Smnte, säS^vr beschädigt wtixtk Der Chef tas 'Aidmiralstata der Marine.


