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Aus Hessen.

Die Errichtung eirres^rvelrvebSstockS.

Die Abg. Dr. Weber und Brauer haben in der Zweiten Kammer beantragt, die Kammer wolle beschließen:

Großh. Negierung zu ersuchen, unter Kap. 2 des Hauptvoranschlags einen Forstbetriebsstock in der Weise zu errichten, daß die unter Tit. 1, I (Nutz- und Brennholz) dem Voranschlag gegenüber erzielten tatsäch­lichen Mehreinnahmen, soroie die unter Kap. 2 Tit. 5 Ord.- Nr. 2. 4 u. 5 statigehabn'n Minderausgaben einem Fonds zugeführt werden.

Aus diesem Forstbetriebsstock' sind die bei der Holz­verwertung sich gegenüber dem Voranschlag ergebenden Mindererlöse bis zur volleil Höhe des vorgesehenen bud­getmäßigen Betrags zu ergänzen, sowie die den genehmig­ten HauptvoranschLag überschreitenden Beträge an Holz­hauerlohn, Kultur- und Wegebaukosten zu entnehmen.

Der Höchstbetrag des Forstbetriebsslocks wird auf 10 Millionen Mark, die höchste Jahresentnahme auf 2 Mil­lionen Mark festgesetzt.

In der B e g r ü n d u n g heißt es:

Der Krieg hat die Holzpreise auf das 23fache der Friedens preise gesteigert. Die Einnahmen aus Holz unter Kap. 2 jetzt auf ü'b-er 8 Millionen Mark (anstatt der früher erz ielten 4 Millionen) ge stieben.

Aus diese Kriegskonjunkturgewinne in Höhe von 20 bis 30 Millionen Mark in einem Zeitraum von 45 Jahren dürfen dauernde Staatsausgaben nicht begründet werden, wenn nicht bei dem zu erwartenden nnvermeid- liehen Rüwschlag naef) betn Kriege das letzte Dcckungsmittel: die direkte Staatssteuer, ins Ungemessene gesteigert werden holl. Der Zeitpunkt erscheint deshalb günstig, tun eitlen Forstbetriebsstock zu bilden, in dem ein Teil dieser Kriegs­gewinne für spätere ungünstige Preislagen bei fehlender Nachfrage nach Nutzholz (Jndustriekrisen) angesainmelt und zur Dechi'ng von Fehlbeträgen Unter Kap. 2 verwendet werdeir soll.

Au» Staidt un& LsrnS.

Gießen, den 27. Februar 1918.

Warnung an Gemiisesameiiwucherer.

Di. amtlicher: Richtpreise für Gemüsesamen werden häufig derart überschritten, daß sich die Reichs stelle für Gemüse mch Obst genötigt sieht, dagegen aus das schärfste eülKuschreiten. Die Schuldigen werdet: 'unnachsichtlich den Strafgerichten ausgeliefert (Höchststrafe: 1 Jahr Gefät:g::is nebst 10 000 Mark Geldstrafe mrd entschädigungslos Ein- ziehuti.g der Samenv-orräte), die Handelsbetriebe polizei- Älch geschlossen, sowie die Vorräte beschlagnahmt und eitler amtlichen Stelle zwecks Veräußerung zu den Richtpreisen ntrmittelbar an die Verbraucher überiviesen. Diese Matz­regeln sind schon mehrfach durchgeführt worden, auch ii: HKoß-B-erlm. Auf irgendwelche Nachsicht darf nicht mehr aerecksnet werden. Es wird daher dringend vor lieber* schrei drugen gewarnt.

*

** Aus>zcichnung. Landsturmma::»: August FillMann erhielt die Hessische Tapserkettsmedaille.

** Beförderung. UtUerosfizier Kvnrad Mull wurde zum Sergeanten befördert.

** Diebstahl. In der Zeit vom 24. bis 26. Februar dieses Jahres wurden aus einen: Gartenhäuschen auf dem Nahrungsberg eine blaue Brust schürze, ein grauer Korb, eine grau-grüne Hose und ein einzelner Schnürschuh, ferner aus einer Wohnung in den Neuen Bauen ein Paar neue Vox- calk-Schnürstiefel, Grüße 42, gestohlen. Sachdienliche Mit­teilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen.

** Der E vang. Arbeiterverein hielt am letzten Samstag 'eine Hauptversammlung ab. In Verhinderung des 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Heuser leitete der 2. Vorsitzende K. Weller die Verhandlungen, Nach dem vom Schriftführer er­statteten Jahresbericht zählt der Verein zurzeit 274 Mitglieder.

185 Milglieder, das Vermögen die ec Kasse beträgt 6254,15 Mark Tie ra -"-e. «n- t-.-^ ^ ^ -

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Tätigk,

schule arbeitete in der gewohnten Weise segensreich weiter und ermöglichx- es mancher Mutter, ruhig an die Arbeit zu geben, in der Gewißheit, das; ihr Kind gut aufgehoben ist. Ti? Rechts- bevatun gsstelle des virei-nS wurde im abgelaufenen Jahre von 184 Personen :n 20? Fälle:: in Anspruch geiwmmen. Tie im Felde befindlichen Mitgl:ck>er des Vereins wurden auch im abge- toufenen Jahre durch Uebersendung von Feldpostseiwnngei: er­freut. Bei dm in der Versammlung vorgenvmmenen Wahlen wurde der seitherige Vorsitzewe Dr. .Heuser wicdergewrhlt, eberrsv der größte Teil der ausschftdenden Vorsvandsmitglisdec: um ge. tvählt in den Vorstand wurdm die Herren Pt/il. Wagner u:ü> Hrch. Schneider.

** S t adt t hea t er. Die letzte Freitag-Abonnements-Vor- stellung findet am näckLten Samstag den 2. März statt und bringt ShakckpmresOthello". Der nächste Sonntag-Nachmittag bringt statt der auf dein Spielplon aufgeführten Vorstellung vor:Das imbeschriebcue Blatt" eine Wieoerlrolung des hübschen Lustspiels Meine Frau die Hofschauspielerin".

** Zn va l idenver sicher ung. Ter Kriegsbeschädigte H. K in Naunheim wi:rde an: 19. März 1916 derarttg verwundet daß ihm oer linke Oberschenkel anpintiert werden mußte. Er wlirde deshalb :mter Gewährung einer 75 prvzentigei: Rente von: Mältär entlassen. Wirßerdem tklwlhrte ihm die Landesversicherungs- anslalt in Darmstaidt die Kranken reute. Da K. der Ansicht war, daß es sich um dauernde Invalidität handele, legte er durch Ver­mittlung der Verwunde ten der atu ngs stelle Gießen geger: den Bescheid der Lant>e.->v<nstäier:cngsanstalt Berufung ei:r mit den: Erfolge, daß dir Versich.wungsanskilt im Dermin vor' dein Obervers.chen'ngsamt zur Zahlung ider Invalidenrente .'statt -Kranteuren!r) verurteilt :vuri>-. Auch der Kriegsteilnehmer L. M., z. Z. in: La'.arett dabier, chrttr mit »einer Benrftmg gcgm den' Be­scheid der LandesversichanrngLanstalt insofern Erfolg, als sich die Landesversic!?t'rnM':ansial. Tarmstadt zur nachttäglichen Zahlnim einer höheren Invalidenr-e:tte bereit erklärte.

Warnung vor Kriegsanleihe-Wucherern Dem Vernehmen nach, sollen hier und da, insbesondere in länd- chchen Bezirken, immer noch gewissenlose Leute dem lichtscheuen Gewrbe obliegen. wen:ger erfahrenen Besitzern ihre 5kriegsanleil-en durch allerlei Zuslniterungen weit unter dem Preise herauszubxttn uni sie alsdann ihrerseits zu höheren Preisen wieder zu verkaufe»:' Bor solch.?': Aufkäufern kann nicht eindringlich genug gewarnt werdm. Wenn ein wirklich.^ »virnchaftlickies Bedürfnis vorliegt

Mark zum Ausgabekurs von 98 Prozent, abzüglich de:' üblichen ^'-^"'sgebühr, unmittelbar von den Zeichnern jederzeit ankaufen.

.Richtpreise für getragene Kleider. D:e Neichsbetlerdimgsstelle veröff>'ntl:cht in ihren Mitteilungen * ^lytprchse für gettagenr >Hiwren-, Damm- und Kinder- overkleider, d:e gegen früher bedeutend erhöht »tmrbei:. So sollen.

ieruer mitteilt, stehen ihr in nächster Zeit größere Menge:»

vor: Scheu rwiüchern zur ^rargung. Die zur Verteilung kommerwen Scheucrtücher sind bezugs, che»upflrchti,.

** G r o ß h. H e s s i s ch es Regierungsblatt. Die Chro­nologische Uebersicht de. im Regierungsblatt vom Jahre 1917 ent- haltmen Gesetze, Berocdi:nugM us>v. ist soeben erschienen. LlN'.bkleiS Gießen.

th. Grünüerg, 26. Febr. Gesterr: wurden vom Kreisfeucr- wehrInspektor T i cko r e - Gießen im Aufträge des Groscher- zoglict>en zöreisanrtes die von bem Großherzog an die freiivilligm Fmenvehrleute Bäckermeister Georg Fuldat uw) Eisenbahu- bediensttter Hch. Schenk für 25jädrige trme Dienste verliehenen Ehrenzeiclim in Anwesenheit des Bürgern:?isters u:w des Bor- stMldes. der freilvilligen Fmerlbehr feierlich überreicht.

N on n e u r o t h, 26. Febr. Zum Ober Fahriei:schmied er­nannt im:rde der Sergeant Heinrich.Koch, J»:haber des Eisernen Krei:z,es und der Hessischen Tapferkeitsmedaille.

Llreis Büdingen.

# Büdingen, 25. Febr. Zum Sergeanten besördcr: wurde der Unteroffizier und Bail.-Tambour Schlegel, Jnl;aber 5eÄ Eiserne,: Kreuzes 1. mib 2. Klasse und der .Hestischm Lapferkeits-- Medaille, ferner der Untewffizier Ludlvig H o f f m a n n, Jnl-aber des Eisernm Kreuzes. Das-Hessische Kriegsehrmzeichen erhielten die Forstivarte Karl Schm ü ck - Büdingen, L e hn i ng-Eckarts­hansen und R e ichert- Himbach. Ninderbügen. Die Hes­sische Tapferkeitsinedaille, ^früher das Eiserne Kreuz, erhielt dev Kanvlricr Heinrich Kaiser. Ben ndeho s. Das Eiseri:e Kre:rz. frülier die Hessische Tapferkeitsmedaille, erhielt der Reservist Fritz Reichert. Ke fenrod. Das Eiserne Kreuz erhielt der Telegraphist Wilhelm Betz. Altenstädt. Das Eisenu: Kreuz erhielt >der Muskel re:' Jan: in Siesel. Ha in eben. Zum Sergeanten befördert murtx' bsr Unterv-fsizier Za u bach, Inhaber der Hessisch)?:: Tapfer kr itsundaillc. Ober- Mw ck sta d t. Das Eiserne Kreuz erhielt der Musketier Friedrich K,t a u s. Nieder- M io ck st ad t. Zum Serge:,tten ^ befördert rvurde der Unteroffizier Heinrich Haas, Inhaber des Eisernen Kreuzes. Orten 5er o. Das Eiserne Kreuz erhielt der Känegsbeschädigte Louis Hebbel. In: Kreise Büdingen dieSch::>esttrnspende" den Ertt.:g von 6791 Mark.

^Ortender g, 27. Febr. linteawfsizier Katt Frech wurde zum Sergemrtm befördert; sein BruLx'r Hermann Frech erhielt das Eiserne Krkus; Gefr. G.org Holz Warth wurde Urtter- vfsizier.

Krciö Lnttttrbgch.

rr Schlitz, 26. Febr. Frau Barbara Eckardt, dahier, erhielt' von ihrem Mann ans Lemberg die Nachrickst, ^daß es ihnt unter gvoßen Schlviecigkeitm gelunge,: sei, nach über 178^10.3«^ Ge- sangeichchaft aus Mtzland zu entkommen.

K'.ciS Frledbers.

B. Z. F r i e d be r g, 27. Febr. Di? Grvßl-erzogtich>e Handels- kmnnier in Friedberg hat für ihre,: Bezirk eine Anineldestttle für Verpackungsmaterialim eingerichtet. sDer Zweck derselben ist. oer Belastung der Eismbahn durch den Versand sperriger Vervacknngs- Materialien zu steuern. Die:igt>.it der Meldestielle findet in der Weise statt, daß Besitzer sperriger Vertzackungsmateriaflcu (Kisten. Harrasse. Störbc usiv.h welche dieselben abz-ngeben »vünsck-en, au: der GeschästZttlle der .Handelskammer nrittels Vordrucken, welche die Handelskammer zur Verfügung stellt, anmttden. Die A:unel- dnngen liegm auf der Geschäftsstelle zerr Einsicht für jedr'canamv osfm, so daß Jnteressmtm jederzeit davon Kmntnis nehmen können, ob und nw sie die nötigen. Berpackungsmateriali-en am Platz? käuflich erwerben können. Die Tätigkeit der Meldestelle ist vollständig uir- eittgeltlich.

= Vilbel 27. Febr. Ms Kandidate:: für die Landtags­ersatzwahl in: Wali'lcreis Villtt stellte die s-ozialdemekrat;sch' Partei­leitung den Bezirks sekret är Neu mann aus Offenbach aus. Die Wahl wird lampfbos vollzogen, da der Wahlkc'eis schon lnsher in .sozialdemokratischen: Besitz nxrr.

Kreis Wetzlar.

ra. W e tz l a r, 26. Febr. Flieg erleuttw.nl Hans S ch n: i d t, Sohn des früheren Kantors Gchjrnidt, uicd Lehrvr Gaul wurden beide mit dem Eisermen Kreuz 1. Klasse ausgezeickmet.

ra. Wetzlar, 26. Fwr. Ter Landrat knackst oie Landwirte darauf aufmerksam, sich rockst zeitig ,für Arbeitskräfte im Sominer zu sorgen. Es dürfte sich empfehlen, sich einen Jtmgmairnen zu chcher,:. Außer freier Kost wrd Wohnung betragen die nwnatlichxm Kosten (Führerge.'d, Bersicherirng nnd Tasck-eugeld) 16,74 Mark. Im vorige:: Jahre Ovaren die Landwirte mit den Leistungen, der J-ungmannen dnrckttseg rocht zufried-er:.

ra. Ans dem Biebertal, 25. Felw. In diesen Tagen wurden sie ersten Holzver-steigerungen in der Königl. Oberförstcrei Strupbach und im Fürstlichen DistriktHclflwlz" unter starker Bewerbnng al^gel-alte,:. Die Preise nxrren natürlich sehr lwch: es l'ost?!«n z. B. 2 (l'w Bnck-ensckstii bis 68 Mark mrd 100 Bnckienwellcn Io Mark. .Knüppel- und Astholz^ stellte sich durchschnittlich etwa 10 Mark bckliger.

OEn-Ngssgu.

^ Frankfurt a. M., 26. Febr. Ans einem Eismbah:^ wagen, der mit UviKNgsgut von Brüssel nach Frankfurt bestimmt war, soll polizeiliche»: Mitteilungen zufolge eine Kiste mit zwei Bildern im angeblichen Werte von mehreren H u n d e r t t a 11 f ? »t b Mar k gestohlen inonben sein. Die Bi7er sollen Arbeiten hollän­discher Meister des 17. Jahrhunderts sein. Eines ber Ckmälde stellt einen Ma»:n stehmd, das andere cii:e sitzende Frau dar. Beide Persoven ttagen dunkle .Wstüme »nit breiten iveißan Krage::. Die Brlder siich in breite Gold:ahn:e»: gefaßt.

** Frankfurt a. Dt., 26. Fahr. In der herittgen Bilanz- sitzmrg des Anffichtsrats der Mitleldentsckien Creditbank wurde beschlossen, in der cmf den 23. März d. I. ei»:zuberusenden Gene- ralversamncknng die Verteilung einer Dividende von 7 °/o (gegen 67z % im Vorjahre) zu be.rntragen.

.^7. Frankfurt a. M., 26. Febr. Die Erttckstimg der Nassau:schm Möbelbeschasfungsgesellschast in. b. H., die mit Unter­stützung der Negierung, der Stadtvenvaltnngen und Gemeinden gemeinsckxlstlich arbeiten soll, kani: als gesickert gelten. Die Be­völkerung soll dirch die Gesellschaft mit preiswerten, künstlerisclxm Möbeln versorgt »verte-,:, die ans Abzahl:,ng gekauft »verden, m- bei die Geineii^cn den Besteller»: gegenüber die finttrzielle Ga­rantie übennmmt. Mit der Anstttligung der Möbel sollen in der Hcnlvtsache die selbständigen Handiverker n»:d ihre Organisationen die Möbelsaliriken erst in zweiter Linie, betraut werden

X H^na u, 26. Febr. Die große Meistschiebcweiassö^ in,

ist. Da für das Pfurw Mehl eigentlich nicht mehr als 25 Psg ge- jordett »verdeu durfte, das geschobene Mehl aber alsAusland^- mehl" beze:ch»:et und ein Preis von 1,50 bis k,99 Mark für das Pfund genomnieg !:>ord?n ist, kann man ernvessen, >mlch envnner Verd-ienst in die Taschen der beteiligter: Personen geflossen ist.

Fc. A u s de m Unter w e st e r,v a l d. 26. Febr Bein» Spiel mit Papierdrachen vnnuiglückten zwei Schüler von Herschbach be<- eine leicht, der aMe schwer. Die Schüler wirren bei diesen: Spiel mit der Hochspa:nmngssc'ri:le:ttmg in Bettchruirg gekonunen

Ocrichtsfaal.

I Darm st adt, 25. <wbr. Große E»:ttüst:mg hatte es seiner­zett in der ßeiamt-eu Bevölkerung hervorgensten, daß die Tirek- t-orsw'itwe Lang heck, die von ausivärts hierher zngezogen ist emeit Soldaten, der ihr als (§».,:gnattstnrng zngc.v'ik'sen war' nccht nur nicht mchmhn:, sonder»: überdies »mck> ohne jeden Grund m:s das gemei'Me beleidigte; ^Für Lmupen^siichel habe sie kernen Platz." Das Lchlstengencht verurteilte sie, obnwhl sie alles ableuMtt? nn) die Mgnbwürdigt'eit des Klägers und der Zeugm, eines Schuh'»mnneS und eines Lekwms, l>estritt zu seuchö Wochen Gesäirgrns. Die Verurteilte legte Bernmng dagegeu ein- zur L^rhaudlnng »var der Kläger, ein 38jähriger Lrmdstnnnmann der bis znm Ausbruch des Krieges als Kausmanu in Rumänien stcrird. aus Lein ftdbe e:schic»:en E>- mochte d, u tun kbar günstigsten Eßchruck uno seine Auslage üva- .ne gefallene sck-tvere Beleidig-",^: verdient vollen Glauben. Dir v: - nmirhe p er w ' r? e u

Dir AngeUagu »yill nun Revpion beim Oberlcurcricht nvlcgm Die l9jährige Mqrg^ccke G 00., .'llsvach hatte einen ihr anvertranttr: Steuerbetrug tton Mark unterschlagen und den

Steuer-eitel aus bei. Namen der Lock er des int Felo-.' stehenden Einnehmers, die öfters vorläufig.- Ourttungen für den Stelloei> tretet ihres Baders aus stellte, gefäl scht. Da es sich nur um eine vorläufige Quittung hcmvelte, nahm das Gericht mir Fälschung einer P r: v a t n r l u nde (und lerne: stenttichen Urkunde) an

und sprach eine Strafe von 6 Wiock^»: Gefängnis aus. Tie Ehe» feau Ad. Gryh II. in Epperrsha u s e n hatte von emern in einer Bäckerei beschäftigten Arbeiter gesdvhlcires Mehl gekauft Das Schöffengericht batte sie frei gesprochen Auf Berufung des Staatsanlvaltes wurde sie .zu 2 Monaten t.'öefängnis verutteilt.

Bier 14- bis 15jährige Schüler von hier, von denen einer inzwischen gestvrben ist, und cic Mutt.n , es Verstorbenen, die 44jährige Frau Elise Schmidt waren angeklagt, aus plom­bierten Wagen ans dem Güterbahn Hose Pakete mit Lebensmitteln, Schuhen u. a. gestohlen zu haben Di? Knaben sind geständig. Dir Frau leugnet, Wirt» aber durst-- das Zeugnis der Knaben, auch ihres verstorbenen Sohnes, überftiln., im Einverständnis mit denselben gewesen zu sein. Sie crlsti.lt roegen Beihilfe 3 Monate, die Knaben 6 Wochen bzw. 2 Monate Gefängnis.

Siporr

G. A. Frankfurt a. M.. 27. Febr. Im Alter von 48Jah­ren verstarb in Neuß Jakob Koch, einer der bekanntesten deutsck)en Ringkämpfer. Koch- trat sportlich Mer st als Turner und Ainateur^ ringkämpfcr herwr. Seine Erfolge auf diese»:: Gebiete veran laßtcn ihn schließlich, zu een Berufsringer:: überzugehen. Im Jahre 1W4 traf Koch in Berlin mit dem deutschen Meister Heinrich Eberle zusammen, den er einwandfrei auf die Matte legte Auch den bedeutendsten französische»: Ringkämpfer Pons besiegte er. Ein Rivale crumchs ihm schlie.ckick. an« dem jungen Sturm, den er nicht bepvingen konnte. Jahrelang »nieden sich Koch und Eberle, die beiden besten deutschen Meister, bis cs endlich im Jahre 1914 gelang, die beiden z»: einein Kampf zusammenzubrin­gen, der hier- in: Albett-Schumann-Theater ain 23.. 24. urÄ 25. März, zum AuStrag kam. Eberle legte damals ^ttrch auf beide Säpiltew.

»UetEiogische veobachtungen der Station Sietzeiu

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Bed. Himme'

Höchste Temperatur am 25. bi» 26. Febr»»ar 1918 -»-f- 6,V' 6. Niedrigste , , 1918 «- 2.7'0.

Nleder>chlaq 0,6 mm.

Letzte r«l«cyrict?ten.

<MTB.) Großes Hauptquartier, 27. Februar (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

An d-er Bier wurden einige Belgier gefangen. An der flandrischen Front, beiderseits von der Scarpc, in der Cham^ pagne und auf dem Maasufer lebte die Artillerietütigkeit am Abend auf. Vielfach kam es zu heftigen Luftkampfcn. Ein einheitlicher Angriff englischer Flieger gegen unsere Bal­lone Mischen Oise und Ai ne scheiterte. Wir schossen gestern 15 feindliche Flugzeuge und 3 Fesselballone ab. Hauptmann Ritter v. Tuczek errang seinen 24. Luftsieg. Gefreiter Kass­ner brachte bei einem Fluge zwei Fesselballons zum Absturz

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe von Eichhorn.

Nördlich von Doro.tt nahmen wir zwei russische Regi­menter bei ihrem Rülkmarsche Mangen.

HeereSgruppeLinsingen.

In der Ukraine wurde ein feindliches Batailwn, das sich bei KoroSstychew (30 Kilometer östlich von Shiwmir) unserem Borinarsch in den Weg stellte, unter Verlust zer­streut. Südlich von Shiwmir drangen unsere Truppen gegen Berditscheiv vor. In Kreinenez (südlich von Dubno) nahmen wir den Stab eines russischen Generalkommandos einen Divisionsstab und 200 Mann gefangen.

Mazedonische Front.

Englische Abteilungen, die über den Butkowaflutz gegen die bulgarischen Stellungen vordrangen, wurden im Gegen­stoß zin-ückgeivorfen.

Italienische Front

Nichts stkeues. >

Der Erste Generalqnarkiermeister

Ludendorff.

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Die Neuwahlen in Spanien.

B e r n, 27. Febr. Nach den berichttgten Dteldungen der srmr- zösisck.cir .Blätter gesllaltete siich das Wahlergebnis in Spanien wie folgt: In Madttd wurde u. a. gewählt dar ßtepuhlikaner Jglesias und Mrnra. Ter emeutefreundliche Repu.- blikaner Lervvux :m»:de in Dttrdttd und Bcrrcelona geschlagen; und scheibtt aus dem Parlament aus. Mttauiades Wverez wurde in Madrid gleickufalls gesch'ager:. in seinem anderen Walstkreis ist das Ergebnis iirxch urceutschoben. Ti- Regwnalisten halien im ©ebief von Barcelona einen großen Erfolq meirfit. Tie stärkste Gruppe in der neuen Kammer unrb wahrsch.rulich von den Anhängern! Priems gebildet »verven. Die Rc^gMimliswn haben ettva 40 bis 45, die Dattsten mehr als 80 Silre. Die spanisckien Blätter be- spveck.n die Wahlen entgehend und hebe»» den S-üig der MvuarM- st«»: l)ervvr, den die rupnbtikanichn Blätter den üblichen Wahl- Praktiken zu schreiben.

Die parlamentarische Lage in Oesterreich.

Wien, 26. Febr. (WTB. Nickftamtlch.) Am Nachunttag fand im Ab geordneten bau eine gevlernsame Beratung der Vertrete:- der Tsck»ochxn. Südslaven und Italiener

über die gege-mv-ärtcge pEich Lai^e statt. Die 'Larteierr des Herrenhauses hielte»: heute gleickMllv Berattmgen ab. Wie ver> lautet, befckiLoß die Verfassomgspattte:, in der morgigen Plenar» sitzung des Herwentza)»ses eme EkttsckAiefmw: ernzichringen, lovrin dem Grasen Ezerniu das B«r»raue,i nusgespvockZen und das Fe»> halten an dem Büivdnis itrit Deutschland betont wird. Die Re­solution wird gemeinsam und in: Einvernehmen mit der Mittel­partei des Herrenhairs-es eingebracht »verden.

Dir Beute des ,,«W.

Neu v b> rf, 25. Febr. (WTB. Ajmtllch.) Reuter. Amtlich. Der deutsche HilfskreuzerW'vlf" versenkte während ferner Itrmvnatcgeu .Kreuzfahrt vermutlich 1t Schiffe im Jndisctien! und Sttlleu Ozean u»w machte die Besatzung zu Gefangenen Diese Schiffe, die fett langen: als vermißt grmckldet ivurden. sind die Dampfer:^urriiella", ..Jamna",W^rdswortl,XtC* die SegelschtswWarrneckWiuslvw", >,Boluga", ..Cnrmr'",Mab ttma"Httachi",Maru^ Lgvtz Muiwi",Turritella". dir ern unbewaffnetes xmndcl^cknff unvnickst eu, .Kreuzer unr. würbe vmnWolf" im Februar 1917 gekarx-rt und eine deutsche Prisen- Besatzung au Bord gebracht. ^,TurrittNa" wurde dann zum Minvr« legen ausgerüstet, aber wenige Tage darauf von einem brittscheu .är:cacsch»sf gestellt, nvrans die Prisenln-satzung die .T .u r rvctt.a' versenkte, selbst aber v:» Gefangene»: launte,