schaffen. oder die schon im Aufban begriffenen zu stücken. Der "Attren Entwickelung sehen wir mil Ruhe entgegen. Die militü- Aktionen im Osten haben Eier einen weit fixier fes ursprüng- l l $ gciteckte, von mir soeben bezeichnete Ziel lftnausgehende Er- wlgie g^rntigt. Das eine ist ja den Herren schon auS den von dem Venn Staatslekretär des Auswärtigen Amtes gemachten MitLei- lungLN bekannt, bah Herr Tr oh kl durch Funkspruch. dem alS- bald d-ie fchristlicT?c Bestätigung folgte, sich bereit erklärt hat, die abgebrochenen FriefenSverhandlungen wieder auizunchmen Urr- tererseits ist sofort durch Uebersendung unserer FriedenÄredrngun- l J] P 0 c m e * n c 3 Ultimatums geantivortet lucrben.
Gestern nun. und du§ ist die hocherfreulichc Mitteilung.
Sre ich Ihnen meine Herren, zu machen habe, ist die Nachricht emgetrvfft'n. daß die Petersburger Regierung unsere F r i e d e n sb e d i n g u n ge n angenommen hat (Bei- MM' und Vertreter zu den lmiteretl Verhandlungen nach Brest-LrtowSk crbg-esanht l-at. Demgemäß sind auch die deutschen Delegierten pcsttrn abend dorthin abgereist. Möglich, daß über Ernzelherten nach gestritt.n wird, aber die Hau-t- «luhe ist erreicht. Ter Friedenslville ist von russischer Seite ausdrücklich kundgetan. Unsere Frredcnstedingungen sind angenommen, und der Friedensschluh mutz in kürzeste r F r i st e r so l g e n. (Lebhafter Beiftlll.)
Noch niemals vielleicht in der Geschichte fet das Sfrifbotefliefe -Üwrt, DQy wir uiia i'im Krieg entschliefen müssen um des Friedens tvulen, eine so glärrze-rde Bestätigung gefunden. Um die Früchte unseres Friedens mit der Ukraine zu schützen, hat unsere Heeres- das Schwert gezogen. Der Friede mit Rußland wird dos glückliche Ergebnis sein. Die Freude hierüber wollen wir uns auch nicht durch die immer ivieder durch die Welt gehenden t«>richtieu und aufreizenden Funksprüche verkümmern lassen.
Die Friedensverhandlungen mit Rumänien baben am gestrigen Tage in Bukarest in Gegenwart des Staats- sekretärs des Auswärtigen Amtes begonnen. Es erschien notwendig, datz dieser bei den ersten grundlegenden Fragen dort anwesend ML Nunmehr dürfte er sich alsbald nach BrefeLitowsk begeben.
Bei den Verhandlungen mit Rumänien ist zu bedenken, feig wir rncht allein daran beteiligt sind und die Verplichtung habc.i, ans kur die berechtigten Interessen unserer getreuen Verbündeten Oefer- rerch-Ungarn, Bulgarien und fer Türkei einzu setzen, und einen Ausgleich etwa ausernandergehender Wünsche zu suchen.
, . . Es wird möglicherweise Sckrfeeriahnten geben, aber bei all- seitig Gütern Willen lüe b n ich diele Sich Neuigkeiten überwinden lallen. Aber auch Rumänien gegenüber muß für uns der Grund- |atz lauten, daß wir die Staatswesen, mit denen wir jetzt, auf die Erfolge unserer Waffen gestützt, Frieden schliefen, zu unseren Freunder! in der Zukunft machen müssen und machen wollen.
Wenn ich in diesem Zusammenhänge
Ein Wort üfer Polen
sage, für das sich neuerdings die Entente und auch Herr Wilson ganz beionders zu interessieren scheinen, so ist das leicht begreiflich.
Durch die vereinten .Kräfte Deutschlands und OesterreicfeUngarns Mt es aus der erdrückenden Abhängigkeit vom zaristischen Rußland beireit, mit der Absicht, einen selbständigen Staat ins Leben Kr rufen, der in, der ungehemmten Entfaltung seiner nationalen Kultur zugleich ein Pfeiler für den Fri-Ven Europas werden soll.
Alatsrechtliche Problem im engeren Sinne, die Frage, welche Verfassung das neue Staarsroesen erhalten soll, konnte begreiflicher-- NL-iie nicht sofort entschieden werden und befindet sich auch jetzt noch im Stadium eingehender Beratungen zwischen den drei beteiligten Ländern. Zu den mancherlei Schwierigkeiten, welche herber zu überwinden und, Schwierigkeiten, die besonders auf Wirt»«
Icho'tlichem Gebiete liegen, ist durch den Zusammenbruch des alten ^ - -, v
Rußlands noch eine ncue^hinzugekommen, welche sich aus der A b - Wohlwollen und Vertrauen, festen ich mich in Ihrer Mitte so viel: grenzung des neuen Staates gegen die benachbarten russischen! vcvca&en durfte, *ntr auch in meiner jetzigen Stellung be- GÄnetsteile ergibt. Ans diesem Grunde hat das Bekanntwerden des wayroi (Lebhafter Beifall. ) Heute, im vierten Jahre des Krieges. Friedens mit der Ukraine itt Polen im erfen T ----- - — ^ k: * * -
Beunruhigung hervorgerufen. Ich hofft aber Willen gelingen wird, unter billiger Berücksichtigung d< graphischen Verhältniffe zu einem Ausgleich der Answnickie zu gelangen. Muck- l-a: d e kundgegebene Absicht, einen ernsten Ver-
autokratische Deutschiland als den Störenfried hmKustekleu, der im Interesse das MältfriLfenZ in die engsten Edjwuikn verwiesen, weim nichL vernichtet werfen müsse. Durch ein S y st e m von Lüge und Verleumdung sind sie unausgesetzt bemüht, wie die eigenau Völker-, jo mtd> die neutralen Staaten gegen die Mittelmächte aufzufetzen. rnsbeenderc auch diese letzteren mit dem Gespenst errerr Neutralitätsverletzrmg von seiten Deutsck-- lands zu schrecken. Gegenüber einem Intrigenspiel, tme es neuerdings wiofer in der Schweiz beirieben ivird. ergreife ich die Gelegenheit, vor aller Welt zu erklären, daß wir nie einen Augenblick daran gedacht haben, noch daran denken werden, die sckM>eiZerische Neutralität anzulafen. (Lebhafte Zustmnnnmg.) Wir wissen uns der Schweiz gegenüber nicht nur durch die Grundsätze des Völkerrechtes, sondern durch die Jahrhunderte alten freundschaftlichen Beziehungen mg verpflichtet. Ter Schweiz, wie den übrigen neutralen Staaten, Holland, den skanoinavisck-rm Ländern und dem durch seine geographische Lage besonderen Schwierigkeiten mrsgesetzteu Spanien, nicht minder auch den noch in beit Krieg e mg et re reuen au ßereuro päischm Ländern zollen wir die größte Hochachtung und Tankbarteit dafür, daß die mannhaft Anfechtungen und Bedrückungen zum Trotz die Neutralität bewahren.
Tie Welt sehn: sich nach Frieden. sie hat keinm anderen Wunsch, als daß die Leiden des Krieges, unter denen sie seufzt ein Ende finden. Aber die Regierungen der feindlichen Staaren wissen immer aufs neue die .Kriegsfurie innerhalb ihrer Bevölkerung «mfzupcitschen. Tie Fortsetzung des Krieges bis zum äußersten, das war, soviel davon verlautet hat, die jüngst von der Konferenz in Versailles ausgvgebene Parole, und in den Reden des engliüfei Premierministers findet sie immer wieder ein lautes Echo, -daneben haben sich allerdings in England auch andere Stimmen hören lassen. Neben der Rede Walter Ru« c i mans, der ick) sogftfth zu Anfang gedacht habe, ist neuerdings twch eine ähnlich, gerichtete, vielleicht noch persönlifera. aber auferparlamentarüsche Äeuferung Lord Milners bekannt geworden.
Mcm kann nur wünschen, daß solche Stimmen sich mehren, daß lau? nnzweifelhafi auch in den Entente ländern vorhandenen, Friedens,trömungm sich durchsetzen: denn die Welt steht vor der r rö ß t en schicksalsschwersten Entscheidung: Elutwedm dcr Feind entschließt sich, Frieden zu machen, — unter welchen Voraus,etzungeu wir bereit sein würden, in Verhandlmpten weiß er — oder aber er meint, den Verbrecher!- Ich c D W o h n s i n n des Eroberungskrieges weiter sort- shtzcn zu sollen, dann werden unsere herrlichen Trnppon unter chren e.^ialen Mlhrvrn weiter kämpfen. (Beifall.) Daß und in welchem Umsvuge wir dazu vorbereitet sind, ist auch den Feinden zrn Genüge bekannt, und unser bewunde-rungswürdiges Volk wird weite: -msharren. Abm das Blut der Gefallenen, die Qual der Verfrünimelten, alle Not w:d alles Leiden der Völker wird über die Häupter derer kommen, die sich hartnäckig weigern, den Stimmen L»er Vernunft und der Menschlichkeit Gehör zu schenken. -'Lebhafter, langanhalteudn' Beifall.)
vlccianzler von Payer:
.Die offizielle Vorstellung in meiner fetzigen amtlichen Eigen- schasr roerdm Sie mir wohl erlassen. Wer wie ich diesem hohen Hanse oll p^rhre als Mitglied angehört bot und unmittelbar aus tiihrr Mitte heraus h? die Regierung berufen worden ist, kann wie ein Fremder gegennbertreten. (Beifall.) Umgekehrt l.retracl'te ich es als einen wichtigen Bestandteil meiner fetzigen vercnltwortimgsreichen Aufgabe, gestützt aus meine langjährige Tätigte.- im .Hause, einem, vertrauensvollen und reibu n g s l o I e u & v ' a ni m enwirken zwischen Regierung und Volksvertretung b. ^stge -Ti ebnen. (Beifall.) Meine Bitte geht fehin,-die Herren vl-en. femät dieses Ziel erreicht roerden kann, das persönliche
wch m dieser Ruh tu .'«.ju machen, schon jetzt zu einer großen Beruhigung m den polnischen Kreisen geführt, was ich mit Genugtuung feststelle. Volt deutscher Seite wird bei Regelung der Greuz- fragen rrur das aus militärischen Gründen Unerläßliche' gefordert werden
Wie Sie, meine Herren, aus den gegebenen Darlegungen ent- rwmnien haben, :st die Anssicht auf einen Frieden an der gesavtten Ostfront voll der. Q-ffee bis zum Schwarzen Meere in greifbare .i!at,e geruat (Beisall!' und die des .Krieges übersatte Welt, besonders auch m den nöutrrleu Ländern, fragt sich in sieberfester Spannung, od damit nicht auch der Zugang zum allgemeinen Frieden eröffnet iei. Abrr noch scheinen die Leiter der (Zntente, scheint man in Engli.ud, Frankreich und Italien völlig abgeneigt zu feilt, der Stimme der Vernunft und fer Menschlichkeit Gehör zu geben
Gegensatz zu fozn Mittelmächten hat dieEntente von Änsano an Erobern na s ziele ferstlgt. Sie kämpft für die Heraus-
^ kämpft österreichisch-ungarischer Gebiets-
beseitigt. (Sehr richtig.) Sie kämpft für die Äbtretnug Pa'i'ä'- Vlnas, Syrien», und Arabiens vom türkischen Reiche. Be,anders aus die : - kijchen Gebiete hat England sein Augenmerk gerichtet, es fei plötzlich ein Her- für die Araber entdeckt und hostt, durch den Voi'pann der Araber, vielleicht durch die Sck>af- Nmg ^nes von ennllscher Herrschaft abhängigen Schutzstaates dem englischen Reiche neue Gebietsteile anzuglirchern.
. Angesrcksts du-ler durch rmd durch aagressivetl, auf die Aneignung freni7.fr Gebiete gerick^teten Politik wagen oie Staatsmänner der Entente noch immer, das militaristische, imperialistische
... n,
Stadtthcater.
I«t Scheiterhaufen.
Bon Llugnst Strindberg.
E „Ein Kammerspiel-Abend. zu dem hervorragende Kräfte erster hauptstädtischer Bühnen an das Gießener Theater geladen wareri, und eine Strin-öberg-Aufführung: also ein Ereignis für unser Publikum. Man gab den „Scheiterhaufest' des vielgenannten Schweden. Wenn der Vorhang ausgeht, ist die eigentliche Handlung schon gesck)Lhen, und alles, was an unseren« Augm minmehr vor sich geht, ist nur das Schlußftück. Ein tüchtiger durch dre Ehe an nn Weib geschmiedet, das nur ihrem Ä v jemals zu lügen gelernt hat, weil sie durch ihre Natur die Verkörperung der Lüge ist. Genußsüchtig und verschwen- oerrjch, aber ,ur alle andern geizig, läßt sie Mann und Kinder hungern und frieren, um ihrem Vergnügen leben zu können. Einem Jsmu?eren hat ue ,ich an den Hals geworfen und schließlich ihre unichuldige Tochter an ihren Geliebten verheiratet. Ihr Mann ist vor Entbehrungen — sie hat ihn „listig wie ein Tier" beständig beschylm — uno ttor Verzweifking gestorben. Der Sohn, vo^ nnifer Egend an verwahrlost und vrrdorbm, stotternd nnv hüsteliid, tm, Begriff, ein Trucker zu werden und dem Tode verfallen. D^e Hwidlurrg dw uns vorgeführt wird, zeigt nun, wie die beiden Geschwister, das schuldlose Paar, die Taten des sckmldigen Paares enapren, und ntre schließlich fer Sohn, verzweifelt und halb berauscht, das Haus anzündet als einen „Sck-eiterfeufen" — daher dchausprels „in dem all das Alte, all das alte Pfeie, Garstige und Häßliche verbren.lt". Tie Miitter stürzt in rhrer Todesangst aus dem Fensher, die Geschwister werden vom oiau«i>e erstickt.
. '.^^ 'rstauenvolle Geschehen ist die Dichtung eines aufs t.v",w enta rten, alltr gesellschaftlicher! iUebereinkunft die schöncl
li-illigllnt unseren ,'iegrinck>en Heeren zu ermöglichen und zu erleichtern, ihre schwere Auigafe zu erfüllen. Zu diesem ZweÄ muß beseitigt werfen, was an I rermrofen Hindernissen heute noch zwischen den verichiefenen Aevölkerungskreisen liegt.
Len Gnrnd zu dieser Politik fet fei Bcuffnn des Krieges, geß.cht auf idic Kaiserlichen Worte vom 4. August 1914, voll gamsfergvm Vertrauern i» das ganze deutsche Vcckk der srül/nr Nechsba-rzler v on B et h m a n u - Hol l steg ge sst J7stn gebührt dafür immer der Dank des feutsck-en Bolbes. (Leofester Beifall.) Er und seine Nachsolgrr sind di-eler Losung un-entwegt treu geblieben. In der ersten Zeit fes Krieges ist das Wort des Kaiüws: Ick? kenne leine .Parteien me ft, ist der Burgfriede so gut Zote allgemein beachtet ivovden. Du:,er SelbsüdifzicpLin des Volkes ist es mit zu verdanken, wenn wic -damals dem ungestümen und unerwarteten Abrprall lmferer Feinde sünch-felten konnten, und daß w:r heute in nach allen Nickrtimgen ,vesick)erber Stellirng der rociteren Entwicklung entgegense'hen künnan. 'Damals hielt der Gedanke, daß gleichen Pflichten ^ die glcick>en' Rechte entsprechen müßten, seinen Eiutzatg in Deutschland. (Znsüiminuug.) Vedauer- i'ch-'t- aber vershä dlüfeafw. iä fet maackxes Vorbnrrminis fer späteren Jahre :n oiese Stimme Bresche gelegt. Der Burgfrieden wurde von manchou Sechen auALLlrchlöck-ert üicksten Herzens in den Winkel gesollt, aber in feiner ?veit üfernnki-enfen Rchh-rziahjl stand das feirtscljie Volk doch unter Zeichen ber Einigkeit unty des Zusammenfeltens rmd es uärd jola.rge unter ihm stehen, bis fer Friede gesichert i& den me brauchen und crfeltai mciteti., (Lebhafter Beifall.)
01nte Op>er fer Eff^ekn-n- geht es fefei nicht ab. Es ist ern- lcuchtend, daß fenen, die wirtschaftlich schwächer sind als die anferen, und fenen fesfetb das Wirtsäxrften schwer fallt, diese:^ anderen mit ccm ausfetsen müssen, was.sie selbst voraus Hafen, lAefe richtig«), Ventäridlich ist es auch, daß die große Masse der Bevolkermig, je schoercr die Ocher und Lasten auf ihr liegen, um w mefe auch von dem Streben nach poetischer Bewegung^- ireipeit, polmsck^er Macht und tuich Einfluß auf die Negierung beherrscht loird. (Sehr richtig.) Die verbündeten^Reirierungen fefen manapenGesichtSpunkt aufgegeben, an dem sie früher sestgehalttm
- Maske gewaltsam herurtterreißenden Geistes. So ist die Welt, und das r!t das Weib. — sv will er sagen, rufen, schreien! So ist die gute Mutter, die ihn am Tage ihrer silbernen Hochzeit in rührenden Gedichten snert: das ist „der Pelikan, der seine Jungen mit seinem Blute trankt!" Lüge, nichts als Lüge! Mann und Weib stellt er einander gegenüber: auch fer Mann war nicht ohne Fehler und
■ m jf y' liferr gegen Weib und Känd untafelig, sie aber ist
Berbrecherin, auch wenn das Gesetz sie nicht erreichen kann, wnd rn furchtbaren, seinaeschliffenen Worten, die er seinen Helden ^ spricht der Dichter selber/sein höhnisches Urteil
aiis übch: Ehe und Freuridschaft, über das Leben der Familien, über Gencht und Gesetze, üfer die öffentliche Meinung, das sind Worte, «charf, stchnerdend, giftig wie vergiftete Schwerter!
So oft aber der Hörer sich ab-werrfen möchte von all diesem Quälenden, so Mnngt ihn fer Dickster immer wieder: in seinen Bann.
- vc fee wnnferbare Lbunst fer Exposition, die
^tnub&erg Ibsen abgelauscht haben mag; dient doch ein großer Teil der ganzen Komposition ebenso ivie fei dem beiÄhmten Norweger keinem anderen Zweck, als das vorher Geschehene zu ossen- Aus den zuerst nur zögernferi und anfeutenfen Reden tritt allmählich immer deutlicher werfend, das Bild fer Vergangenheit hervor Es ist, wie wenn eine Lanüscfeft von blutroten, hier und oa wckzucttmfen und stets wieder verschwindenden Lichtern un-
QnJ™r^ tt i r'Zj’t' p-lctzt in «tmxfigem
ItraMt Atemlos folgt fer Dorer diesen gräßlichen Entdeckungen
— Und dann Die ebenso große Kunst, die Gestalten lebendig vor Augen zu stiellen, daß mmi vergißt, ein Sä-auspiel vor sich zu haben. Es ist erstaunlich, wie viel Üeine Züge der Dichter aus so engem ! ?x a S ,n Z,'f^unertträgt. um seinen Figuren Leben zu verleihen Da ist fee Mutter, die eigentliche Hauptperson des Stückes sdaraestellt von M a r g a re t e ^ m o 0 o b a vom Hoftfeater in Münckren) unfeilbar bo,e und doch von Gewissensängsten gepeitscht, „ein Verbrecher, der nicht erklären kann, wie es zuging'', fee unter den an
haben, von Mfmrg an nach beiden.Richüargsr dieser Bewegung Rechmmg getragen. Sie waren sich ichver Pflicht bewußt, vms Reichs wegen für eine stets wachsende, aber auch ünmernotweiidigerv Füig'-orge für die Kinder und Angehörigen^der Einbe>' r u f e n e n und bereit Hinterbliebenen eilNAntveLen. Sick haben durchs die Herabsetzung der Altersgrenzie für^ den Bezug der Altersrente manche Not gcrnilfert, uno sie haben sich nicht auf oie materiellen Fragen beschränkt. Sie I>alcn. dem freiheitlichen dürfnis der Mv ölkerung RechunnF tragend, ferrch Aenferung deH Vereinsgesetzes, durch hie Novelle zum DÄitärstoafgesetzbuct» urrd zum Schutzhaftgesetz sich der Freiheit und des persönlichen Rechtes des einzellron angenommen.
Tie verbündeten IiegierunMN sind gewillt, wie die Herren chen. auf diesem Woge weiterzuschreiten. (Lebhafter Beifall.) Dem Hause ist der Entivurf eine' Ärbeitskammergesetzes zugegangen, ebenso rin Gesetz über die Neueinteilmig fer Wahlkreise. Ter Entwurf, betr. die Aushebung des § 153 der Gewerbeordnung soll, ans einem heißumstrittenen Gebiete Rufe schaffen. Tie Gefetzenv- mime zur Belqmpsung fer tz-eschleckstskrankferten und gegen die Verhinderung der Geburten sollen schwere sNißstänfe beseitigen. Kommen wird noch eine Minfesratsverordirung gegen Preise troiferei. An dem Willen der Reichsleitung, berechtigten Morschen Rechnung zu tragen, kann niemand zweifeln. Auch die Wofe nungssücsorge ist ins Auge gefaßt worden. Hier werfen in erster Linie die Einzelstarten nnrken müssen, aber auch das Reich wird bereit sein, helfend einzugreifen. (Beifall.)
Ter Vizekanzler fefpcicht dann die
prvuhisckre Wahlrechtsvorlage
Es liegt mir fern, mich in die preußischen Angelegenheiten fenZu.- mischen. Aber die preußische Wahlrechtssrage greift auch tief in Die Verhältnisse des Reiches ein. (Beifall links.) Tie Reichsleituny» wird sich in dieser Frage zurückhalten, aber sie würfe es begrüßen, trenn die preußische Regierung ihre Absicht verwirklichen und den l-arten Streit so beendigen könnte, wie sie gewillt ist. Tie Reichs-- leitung stelst dabei durchaus auf dem Boden fer jüngsten Erklärungen des Reichskanzlers und preußischen Ministerpräsifentien gegenüber dem Präsidenten fes preußischen Abgeordnetenhauses und fes prerißischrn Ministers des Jirnern, die sich beide irw- fedingt drür eingesetzt haben, daß der Standpunkt fer kaiserlichen Botschaft vom 11. Juli 1917 unverändert festgehcckden und dem'- entsprechend die Reform durchgeführt werfen müsse. (Starker Beifall.)
Alle staatsrechtlichen Möglichkeiten werden jetzt öffentlich mit einem Eifer diskutiert, als wenn fer Entwurf endgültig gescheitert wäre. Fch kann nicht aimchmcn, daß dem so ist. Es ist im parlamentarischen Leben schon manckier Entwurf mindestens ebenso gefährdet gewesen wre dieser und ist schließlich doch zustcmdegekommen. Ich kann nicht an die Möglichkeit glauben, daß die Parteien, in deren Hand nun die Entscheidung liegt, sich der Einsicht verschließen werfen, waS sic in diesen kritischen Stunden der Ml gemein- heit schuldig sind. Sie werden auch den Verdacht fer Verschleppung von sich weisen. Nach meiner persönlichen UÜberzeugung besteht die Gewißheit, daß das im Entwurf vorgesehene Wahlrecht für Preußen kommt, cs bestellt die begründete .Hoffnung, daß es auch bald^kommt. (Beifall links) In dem Maße, wie sich dis Regierung zur Trägerin einer den Verfeltnissen augevaßten Politik machte, ist auch das Vertrauen fes Volkes gewachsen. Soll diese Entwick- lmrg Früchte tragen, so ist allerdin^ guter Wille aus allen Seiten! notmend'g. Leider wird, je länger fer Krieg dauert, das Bild der! Geschlossenheit etwas gferübt. Die am meisten ins Auge sallenfe^ Erscheinung ist der von fer äußersten Linken vor einigen Wochen ins Leben gerufene, ivenn auch balb wieder beendete
Streik
Vom Standpunkt der Allgemeinheit aus wird er aufs tieffte beklagt und verurteilt werden. (Sefe richtig?-'Traupig genug, daß man jetzt darüber streitet, wer ihn veranlaßt habe, die eigenen: Volksgenossen oder das feindliche 'Ausland. Er hat mrs im allae-- meinen nicht in dem Maße geschadet, als zunächst befürchtet wurde, aber er hat politisch geschadet, indem er die Hoffnungen unserer! Feinde wieder zeitweise gesteigert hat. Niemand kamt wissen, ob er nicht den Krieg gam; direkt verlängert hat. (Sehr ridtfig!) Er fett auch viele Arbeiter rn wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht und Opfer an Menschenleben und Mensä-onglück gesocdert. Die Gewerkschaften und die sozialdemokratische Partei haben ihre Betcilr-» tzirng an dem Stteik zunächst abgelehnt, es war aber ein Fehler, daß sie sich ihm dann später teilweise anschlossen, angeblich, um Sckstimmeres zu verhüten. Umstände anderer Art, namentlich die, Besonnenheit und fee Entschlossenheit fes obrigk-eitlichen Em-- ^ greisens (Lackien bei den Soz..), die Ernücksterung und der Mangel an Geld haben fer Bewegung ihr Ende bereitet, lieber den Streik wird wahrsck-eiulich noch bei der Haushaltsberatung viel gesprochen toet-fen. Ich glaube nicht, daß sich aus dieses Signal hm das in fen Fabriken fesck>ästigte deutsche Volk plötzlich erheben wollte, um das immerhin erträglickte Joch seiner Negierung abzuwerfen. Ebenso wenig einleuchtend ist fer Gedanke, durch den Streik die Ernäh- inuncssschwierigleiten zu beseitigen. Man kann sich auch nid# vorstellen.^wie in der Foag-t des Belagerungszustandes, fer Zensur und fer Schutz fest durch fen Streik eine Besserung herb eige führt werden sollte Aber auch sonst ivird siegen unser Zusamrnenhalten sck-wec gesündigt, nicht bloß von links, sondern auch von rechts. Die Aussprache über die Kriegs- und Fr jede ns ziele ist ja ßveigegeben, nur muß sie ihre Grenzen finden in dem Wohl d.s Vaterlandes. Wie dort von links, so glaubt man hier rechts ner Politik Kraft geben zu fömrnt, daß mxnt denjenigen, die anderer Meftmng sind, fen gitten Glauben abspcicht. (Sehr wahr! links, große Unruhe rechts, RufeiUnerhövt!) Unsere Feiride suckien aus solchen Kimdgelnmgen stets neue Kraft zu ziehen und bedenken nicht, daß es nur Minder feiten sind, die sich fen Schein größerer Bedeutung geben. (Große Unruhe rechts.) Es wird immer betont, fest die Interessen des Vaterlandes in höchster Gefahr seien, wenn nicht nach fern Willen einer Minderheit regiert ttneb. (Zustim- rmmg der Mehrheit. Uiraxfe rechts.) Es stiftet schweren Sck)aden. wenn in großen Berftnnmlnngen von der „niederträchtigen Frie- fensresolution des Reichstages" gesprochen wird, und wenn das Bild fes ersehnten Reichskanzlers heran ft es ch worm wird, auf den geschossen wird, der aber nicht schießt. Ter Redner mahnte Kum Schluß daun Mir Einin-keit. (Auf der Lücken ertönte Beifall, aus der Rechten Pfuirufe, die Vizepräsifent Tr. Paasche rügte.)
Fortsetzung der Beratung: Dienstag 1 Uhr. Sckiluß 5 Uhr.
klagenden Worten ihres Sohnes einen Augenblick aufwacA, um bann der Tochter gegenüber sofort wieder zurückzufallen: do.s aroimrttge Büd einer geborenen Verbrecherin, wenn auch ihre Daten, durch die bürgerlichen Verhältnisse, unter fenen sie lebt, gemätzrgt erscheinen. Neben ihr der Sohn (Jakob Fe ldh a m m e r vom Deutschm Theater in Berlin), eine vcrkümmette Gestalt, feffen grüßlickie Schreie in fer Trunkenheit durch jedes Herz zit tern, der durch das Schicksal bestimmt ist, die Rache an der Mutter kur den gemordeten Bater zu vollziehen, und sich doch dem Mit- leid Mi fer „Unfellferen" nicht ganz verschließen kann. Dann die kinoltche Tochter (?)?argit Frep tag vom Sckwuspielfeus in ryrarcksurt). die bisher all das Böse wohl von Ferne gi'ahnt, aber ww im Schlafwandler,'chlas einhergegangen ist, bis sie fer Bruder iveckt mrd sie mit ihm znsammen gern zucrrunfe geht. Schließlich, ausgestattet, ihr junger Mann, einst von fer Mutte>- versührt. kalt nnd br-utal (Helmut K r a^, ß vom Schauspielhaus in Frankmp!,) die bisher all das Böse wohl von ferne geahnt aber all^ laugst gewußt hat (Mathilfe Einzig vom Schauspielhaus ^.^nkfurt). Alle diese Rollen stellten an das Können fer Darstellenden hohe Anforderungen. Wir dürfen feststellen, daß die Ans führuug fen ganzeti Strmdberg ausschöpfte (Leitung: Hermann Steingoetter). Auch dafür, daß die Leitung fen Anblick des.
Dau'es nur von ferne andeutete, wird man nur dankbat ^. dürfen, das seelt,ck»e Erleben fes ^Scheiterhaufens" ttat um so starker hervor Unser Publikum wird diese Ausführmtg noch lange im Gedächtnis behalten. m>a>
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h . 25 Der Müncheirrr rkapi-Nmrisirr L»r>
Rüth erregte m Kopenhagen mit einem Beetboww- Bmhms.llfend Aussehen. Das Publikum war begeistert und auck» fes Orckiester brachte fem Künstler Ovationen. Dw Kopenhagenei' Pveife macht Vergleiche mit Mkisch und Wemgartner^^^


