rrXifcx Gebäudeschaben attftenb. Das öeli mürbe herausgeschafft Mid konnte MN Teil trocken geborgen werben, so daß einer Wicherr-er-wendung dieser Menge wohl nichts im Wege stehen dürfte. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, daß es im Interesse der Einwohnersckraft liegt, bei Ausbruch ein.es Feuers den nächstgelegenen Melder sofort zu drücken, was leider bei der begreiflichen Mfragung fast immer versäumt wird, wodurch oft bostbare Minuten verloren gehen. .Hinweise für den Standort der Feuermelder sind kostenlos auf dem Stadtbauamt, Aster- rveg 9, erhältlich.
** Die neuen Eis eubahnf ahrpreise. Am l. April d. I. trftt bekanntlich eine Verteueriurg des Reiseverkehrs im mmzeu Deutschen Reiche in Kraft. Der zugunsten des ReicL>es zu erhebende Zuschlag ist nach Wagenklassen gestaffelt; er beträgt für die bisher steuerfreie 4. Klasse 10 v. H. des Fahrpreises, für die übrigen Klassen 12 — 16 v. H..des Fahrpreises (12 v. H. in der 3., 14 v. H. in der 2., 16 v. H. in der 1. Klasse.) Zugunsten der Staatseisenlahn Verwaltungen wird ein Zuschlag von 10 v. H. erhoben. Infolgedessen erhöhen sich die kilometrischen Einheitssätze in der 4. Klasse von 2 auf 2,2 Pi, in der 3. .Klasse von 3 auf 3,3 Pf., in der 2. Klasse von 4,5 auf 4,95 Pf., in der 1. Klasse von 7 auf 7,7 Pf. Diese erhöhten Sätze erhöhen sich weiter um die Staffclsätze der Reichsverkehrssteuer, nämlich in der 4. Klasse um 10 v. H. von 2,2 auf 2,4 Pf., in der 3. Klasse um 12 v. H. von 3,3 auf 3,7 Pf., in der 2. Masse um 14 v. H. von 4,95 auf 5,7 Pf., in der 1. Masse um 16 v. H. von 7,7 auf 9 Pf. Auch die Beförderung des Reisegepäcks verteuert sich um durchschnittlich den dritten Teil des jetzigen Preises.
** Sommermäntel im Jahre 1918. Tie knappe Zuteilung von Sommermänteln durch die Bezugsscheinstellen hat eine Milderung erfahren. Tie Reicl)s-Bekleidungsstclle macht darauf aufmerksam, daß in diesenr Jahre die Bczugsscheinstellcn kränklichen und hochbejahrten Personen Bezugssck-eine für Som- mermäntel ausstcllen dürfen, wenn durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesen wird, daß die Anschaffung mit Rücksickft auf den Gesundheitszustand dringend notwendig ist. ^ferner kann jeder, der einen getragenen, aber gut erhaltenen Sommenyantel oder? zioei stark abgetragene Sommermäntel abliesert, einen Bezugsschein auf einen neuen Sommerinantel erhalten.
** Tie Stein kohlen-Bezugs-Gesellschaft Gießen, welche im abgelausenen Geschäftsjahr 1916/17 1457 Mitglieder zählte, hat jetzt ihren letzten Geschäftsbericht erstattet, dessen Zahlen ein anschauliches Bild des Kohlenmangets ergeben. Ter Umsatz aller Sorten Brennstoffe ergibt für das letzte Jahr 43 680 Ztr. (gegenüber 111 468 Ztr. in 1915/16). Es bedeutet dies einen Rückgang von. rund 60 Pvoz. gegenül'er dem Vorjahr; doch steht zweifellos fest, daß zahlreiche Verbraucher noch aus dem Borjahres über größere Mengen Kohlen i verfügten, die mitverbraucht wurden. Ter geldliche Umsatz der Gesellschaft betrug für Brennstoffe 55 499 Mk. (110 020 Mk.), für Fracht kohlen 11012 Mark (29 633 Mk.), Oktroi 1631 Mk. (4068 Mk.). Im Geschäftsjahre 1916/17 (vom 1. August 1916 bis 31. Juli 1917) wurden von den Mitgliedern für zu lieferndes Brennmaterial 131050 Mark (200 936 .Mk.) bezahlt.. Für nicht zu liefernde Brennstoffe bzw. lleberzahlungen wurden 55 279 Mk. (38 824 Mk.) zurückgezahlt. Außerdem erwuchsen dem Verein noch 1612 Mk. (1519 Mk.) B:- tricbs kosten, welche aus dem rund 10000 Mk. betragenden Reservefonds und aus besonderen Einnahmen gedeckt wurden. Der Abgang im letzten Jahr betrug nur 55 Mitglieder.
** Allgemeines Wahlrecht und Parlamentarismus. Bei den Kämpfen um eine Reform des Wahlrechts in Draußen ist es sicherlich für viele erwünscht, daß ihnen Gelegenheit gegeben wird, aus berufenem Munde Näheres darüber zu Höven Wr verweisen deshalb auf den Vortrag von Herrn Prof. B o u s s e r. Siehe Anzeige.
** Zahllungen an Kriegs - und Zivilgefangeue in Großbritannien, Japan und Amerika. In bezug auf Zahlungen an Kriegs- und Zivilgefangene in Großbritannien, Japan und Amerika teilt die Deutsche Bank mit, daß anstelle ihrer Londoner Agency ein „Prisoner of war Relief Eommitee" den Zahlungsdienst übernommen hat. Dieses Kvmftee setzt sich zusammen ans einem Vertreter des Public-Trustes, einem Vertreter der Schweizer Gesandtschaft und zwei leitenden Herren der Deutschen Bank London Agency. Die 'Arbeit wird, wie bisher, von den Beamten der Londoner Agenep geleistet. Die 6^Hölter und Spesen des Komitees gehen zu Lasten der Deutschen Bank Berlin.
** Schwarz-Weiß-Theater, Selte.rsweg 81. Der Spielplan von Dienstag bis einschließlich Freftag dieser Woche enthält u. a. die Filmwerke „Das Opfer der Bella Rosegius" und „Ter Reiseonkel". Siehe Anzeige.
** Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34. Das Drama; „Die zweite Frau" sowie der Filmschwank „Familie Habelmann" sind im neuen Spielplan enthalten. Siehe Anzeige. Landkreis Gießen.
#- Ailendorf a. b. L., 12. Febr. Bei eurem Sturmangriff starb den Heldentod der Leutnant d. R. Lehrer Ludwig S a x e r , Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hessischen Tapstrkeits-j Medaille. Klein-Linden. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unter- offtzier, Lehrer Ludwig Keil.
^^Grünberg, 12. Febr. Die Ersatzwahlen zur Zweiten hessischen Kämmer im Wahlkreis Grülcherg wurden auf den 26. März d. I. festgesetzt. Falls Stichwahlen nötig werden, finden diese am 9. April statt. Kriegsteilnehmer können an den Wahlen teiluehineu, auch wenn sie zu direkten Staats- und OKmeinde- steuern im Jahre 1917 nicht herangezogen sind.
i. Hattenrod, 12. Febr. Fahrer Wnrad Gißen fetter erhielt das Eiserne Kreuz 2. Maste.
:: Ober-Bes singen, 12 Febr. Ilnterofftzier Hermann Sei pp wurde zum Sergeanten befördert. Er besitzt das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Hessische Tapferkeitsmedaille rurb das Hessische Kriogsehrenzeichen in Eisen.
** Wieseck, 12. Febr. (Die Hessische Tapferkertsmedaille erbielt der Schütze Ludwig Schnabel.
Kreis Büdingen.
4t Büdingen, 12. Febr. Die Hessische Tapferkeits Medaille erhielt der iGefteite Heinrich Heck. Miche ln a u. Zum Sergeanten, esördett wurde der llntcroffizier //Kam Schäfer.
Kreis Alsfeld.
4t Alsfeld, 12. Febr. Das Est'erne Kreuz 1. Maste, früher Vas Kriegsehrenz-eichen in Eisen, erhielt der Reallehrer Georg Müller.
Kreis Schotten.
4t Schotten. 12. Febr. Das Eiserne Kreuz erhielt der Sergeant Ludwig Meyer.
O Glas Hütten , 12. Febr. Durch Lehrer Weber wurde bier für die Schwesternspmde der Betrag von 60 Mk. gesanunelt.
Kreis Friedberg.
= Friedberg, 11. Febr. Ter Bahnarbeiter I. Schuhmann aus Nieder-Mörlen geriet Savlstag vornrittag im hiesigen Bahnhof zwischen die Puffer zweier Güterwagen und wurde auf der Stelle getötet.
Fc. Friedberg, 11. Febr. IN einer hier abgehaltenm, Landwirtskammer-Bezirks-Versammlung für die Bezirke Friedberg, Butzbach, Echzell und Vilbel Hürde auch die Milchftage an.geschnitten. Oekonomrerat H e n s e l - Dortelweil belwndclte diese Frage eingehend und betonte, der Milchpreis stünde nicht im (Anklang mit den Erzeug er kosten. Bedauerlich sei es vor allem, daß m dem Vorstand der L an.de s-Milch- und Fettstelle bei 29 Mit- gliedern kein einziger praktischer Landwirt sitze. Landwirt H e r b er t-Obererlenbach bemerkte, der Krieg sei ein Lehrmeister ge- otfÜ' u - a - Hinfälligkeit von der alleinseligmachenden
Lehre der Simmenthalcw HockHucht bewiesen. Er forderte füll dre Gemeinden, die es verlangten, das Recht, auch Millen vom Mederungsschlag einzustellen. Ter Kreis Friedberg sei mit seinen vrelen schwarz- und rotbunten Kühen der einzige Kreis in Hessen, der mrt 2,24 Liter pro Tag und Kopf der ihify das Höchstmaß nicht mir erreicht, sondern überschritten habe. Der Redner führte zum ^chluffe aus. den Bürgermeistern, die bei dem Schi vernemorden langsam getan hätten, gebühre die Rettungsmedaille.
* Gambach, 12. Febr. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse erbielt äer .Oberleutnant Ldlwer Stroh. Inhaber des Eisernen Kreuzes. Ms Bayer. Militär Verdienst-Ordcws 4. Klasse mit Schwertern, der Prud-Luitpold-Medaille, der Hessischem Tapferkeitsmedaillei
unkk des Hessischen Kriqgsehrenzeick-cirs in Ersen. Dorn-Ass erb- heim. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier August Becker. Starkenburg und Mcinhessen.
** Darmstadt, 12. Febr. Die Bestrebungen des Ernst- Ludivig-Vereins zur Förderung der Wohirungsfürsorge sind in letzter Zeit tviederuw recht erfolgreich. Für die Gemeinden Bickenbach, Alsbach, Jugenheim und S e e h e i m wurde eine „Geineimrützige Baugenossenschaft für die vordere Bergstraße" errichtet. Die Beteiligung war sehr stark. Die Bürgermeister der vier Gemeinden gehören dem Aufsichtsrate der Baugenossenschaft an. Vor einigen Tagen wurde in Alzey die Gründung eines gemeinnützigen Bauvereins beschlössen, dem ebenfalls sofort eine sehr große Zahl von Anteilzeichnern beigetreten sind. Tie Stadt hat beschlossen, sich selbst an dem Unternehmen mit derselben Summe £u beteiligen, die von Privaten an Stammanteilen gezeichnet wird. Auch will di? Stadt die Beschaffung von Möbeln für minderbemittelte '.Kriegsgetraute in die Hand nehmen. Im Anschluß an die Gründung des Bauvereins bildete sich auch eine Ortsgruppe des Landesvereins für Krieger Heimstätten.
D. Z. Darmstadl, 12. Febr. Die Technische Hochschule zu Karlsruhe hat Professor Ludwig Dill, dem Direktor der Akademie der bildenden Künste in Karlsruhe, gelegenllich seines 70. Geburtstags wegen seiner hervorragenden künsllerischen Leistungen und in Anerkennung [einer großen Verdienste um die Entwicklung und Förderung des KunstausstellungsWesens in Deutschland die Würde eines Dr.-Jng. ehrenhalber verliehen.
ch I ngelheim, 12. Febr. Im Bezirk der Gemarkungen Nieder- und Ober-Ingelheim finden in der letzten Zeit zahlreich« Verkaufe und Versteigerungen statt. In Ober-Ingelheim ivurden über hundert Morgen Weinberge und Aecker durch fteiwillige Versteigerungen abgesetzt. Für Weinberge werden besonders hohe Preise angelegt. Das Gelände der ehemaligen Zellstvffabrik an der Bahn hat die Gemeinde Nieder-Jngelheim für nahezu 100000 Mark läuft ich erworben.
Kreis Wetzlar.
ra. Au s de m K re ise W etzl a r, 12. Febr. Mit dem Eisernen Kreuz wurden ausgezeichnet: Fahnenjunker Geft. Hans
Schee l - Braunfels, E. Weber-Burgsolms, W. Keßler- Schivalbach, Geft. Georg Kunz- Wierdorf, Heinrich Weimar- Bonbaden, Heinrich Martin- Aßlar rmd Kanonier Brück- Bermoll.
ra. Reiskirchen, 12. Febr. Entgegm den wiederholt be- kanntgegebeniM Bor'chriften Ivurdea bei der je'ügen Getreidrnachi- schan bei einem hiesigen Landwirt insgesamt 18.51 Zentner Brotgetreide, .Hafer, Gerste, Erbsen und Raps teils hinter Betten, teils im Tanbenschlag und noch anderwärts versteckt vor gefunden. Hessen-Nassau.
mr. Frankfur t a. M., 12 Febr. Die Diebesfrechheit kennt keine Grenzen mehr. Einer .Hausbesitzer in der Sackgasse wurde am hellen Tage das Dach abgedeckt, der Zinkbelag uwd die besten Schiefer mitgeiwmmm. Die Hauseinwohner meinten, es seien Dachdecker che der Hausherr bestellt habe.
----- Frankfurt a. M., 12. Febr. Das von der Stach erworbene BadSodenthal im Speffart wird bereits am 1 .April d. I zunächst für 100 Kinder eröfjiret. Nach dem weiteren Ausban des Bades sollen vor allem erhalungs- und kräftigungsbedürftige junge Leute beiderlei Geschlechts, Schwangere, Frauen, che durch das Stillen ihrer Kinder erschöpft sind, mrt» Frauen mit Unter!eibsleiden in Betracht kommen. Tie Kur cheser Leute geschaht teils auf städtische Kosten oder Stiftungskosten, teils zu möglichst geringen Sätzen auf Kösten der Patienten selbst. Aus dem üchrfchüssigeir Wasser beabsichtigt man che Gewinnung von Badesalz, Mutterlauge uuö Trinkguellrvasser. Diese Erzeugnisse sollen verpackt als Frarrkfurter Badesalze usw., mft dem Mappen der Stadt geziert, versandt werden und sich den Markt erobern.
mr. Frankfurt a. M., 11. Febr. Zum Dchu-e der Bürger werden die Laternenpfähle mit einem weißen Anstrich versehen, damit sie in brc Dunkelheit anfflallen. Auch die Ranchteine der Bürgerst-eige sollen in derselben Weise kenntlich gemacht werden.
— Ka ssel, 11. Febr. Der Enkel des Parabeldichters Krum- m a ch e r, Tftektor Dr. RLartin K r u m m a ch e r, ist inr Mter von 82 Jahren gestorben. Der Verstorbene tvar ein Gelehrter und Kenner der deutschen, ftcnczösischen, englisck-en, lateinisck)en und griechischen Literatur, aus der er seitenlange stellen ftei aus dem Gedächtnis zitieren konnte. Goethe kannte er nahezu auswendig. Ten „Falrst^^ hat Krummacher nach eigenen Bekundimgen mehr als tausendmal gelesen.
UntVersitäts-Nnchvrchtetr.
** Marburg, 9. Febr. Die Hochschülbückierei, Studien- anstalt und Beratungsstelle für blinde Studierende in Riarburg- Lahn, die 1917 vom Verein der blinden Akademiker Teutnchlands, vom Akademischen Hilfsbwnd, vom Teutsch»en Hilfsbund für kriegs- verletzte Offiziere und vom Reichsausschuß für Kriegsbeschädigteri- Fürörge gegründet worden ist, hat ilwen ersten Jahresbericht abgeschlossen. Tie HechchulbMerei umfaßt nach einjährigem Bestehen über 1100 Baride in Blindenschrift. Durch über 200 Schrer- ber und Schreiberinnen sowie zahlreiche Ortsgruppen inr Reiche sind wntere^ 300 Merke in Vorbereftung. Die Werke sind ausnahmslos Studienwerke samtlick)>er Wisjenschjaftsgebiete, die für die Bearbeitung durch Blikrde in Betracht kommen. Das Sekretariat hat die Aurfstellnng eines, alle in Blindenschrift abgeschirie- benen Studienwerke umfassenden Katalogs beendet, der in Schwarz- und Blindendruck sämtlichen akademisch gebildeten Blinden und Studierenden zur Verfillpurg gestellt werden soll. Durch das im Dezember 1916 in Leipzig getroffene Mkommen der deutschen Blindenbibliotheken fftdie Marburger Hochchsirlblindenbück-erei als Zentr-alstelle ftrr fachwissensckaftliche Blindenschriftwerke anerkannt worden. Tie Strrdienanstalt, an der Z. 20 Blinde ihren Studien obliegen, beschäftigt 6 Lehrer und Beamte. Tie .tm erste,! Jahre durch die blinden Studierenden erzielten Erfolge beweisen die Bereckitigm'g der Gründung. Tie Beratungsstelle hat eine geiraue Statistik aller Blinden mit höherer Schill- bzw. akademischer Bildung einschließlich der Kriegsblinden, deren Zahl etwa 110 beträgt, angefertigt, und das daraus sich ergebende Material bearbeitet. Im Vordergrimde steht die Bearbeitung der Berufs- ftage der blinden Mademiker. die gemeinsanr mit den Fachausschüssen des ylkademischen Hrlfsbundes verfolgt wird. Die Beratungsstelle gibt Auskunft üb^r alle Fragen des Blindenbrl- dungswesens, sie verfolgt besonders die angeblichen und tatsächlichen Verbesserungen auf bliudentechlnischem Gebiete. Tie Ans- breirung der Bibliotl)ek und die wachsende JNansvruchnahme der Studienaustalt hat den Ankauf eines weiteren geräumigen Bibliothekhauses niollvendig gemacht. Ein Jahrbirch das mehrere interessante Aufsätze und Studien über Berufs fragen der blinden Mademiker bringen wird, soll im April erscheinen.
Briefkasten der Ncdaktion.
ks. 8. 1867. Kriegselterngeld kann gewährt iverden, wenn die Eltern oder Großeltern des gefallenen oder gestorbenen Kriegsteilnehmers bedürftig sind und der Verstorbene vor dem Eintritt in das Feldheer oder nach seiner Entlassung zur Zeit seines Todes bzw. bis zu ,'einer letzten Kranll>eü deren Lebensunter-. halt ganz >oder überwiegend bestritten hat. Ob Bedürftigkeit vorliegt, muß von Fall zu Fall geprüft werden.
Zrau M. in 5t. 1. Familienunterstützung .wird Eltern und Geschwistern nur gewährt, wem, sie bedürftig sind amfo der Ern berufene dn-selben vor seinem D rensdantrftt unterhalten hat, «öder die Unterhalllmgsbc'dürftigleit erst sputet, etwa infolge von Krankheit öder Arbeitslosigkeit l-ervorgetreten ist. (irrte Auszahlung der Familienunterstützung für zurückliegende Zell ftn- det in der Regel mcht stätt. 2. Kriegselterngeld. Wir verweisen auf die vorsieheude Auskimft in gleicher Angelegeriheft. 3. Da die Ehe bereits vor Inkrafttreten des Bürgerlichen Gesetz- bnckpes beschlossen worden ist, läßt sich die Frage ohne eingehende Ketvntnis der in Betracht kommenden BerlM'tnisse nicht beantworten.
N. 8. hier. Tie Auffassurrg der Steuerbehörde ist richtig. Die Landeskommission l?at unterm 18/XI. 1905 Sammlung ' Nr. 9) entschieden, daß Mimetrtationsberträge «nutz toi rtüftf röz,^.
fähig sind, wenn für dieselben neben der gesetzlichen Pflicht eine besondere verpflichtende Abmachung besteht Für Preußen ist anerkannt. daß ein befmrderer Rechtstitel nicht vorliegt, 'wenn der vorhandene Tllel (Vertrag, Urteil/ nur gesetzliche Verpflichtungen wiederl-olt und festsoellt (vevgl. Kommentar Schmidt zum Ein- kommeltsteuergesetz, Aitmerkung 3 zu 9lrtiM 19 Absatz 3.)
Letzte Nachrichten.
(WTB.) G roßes Hauptquartier, 12. Februar (Amtlich.)
W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
HeeresgruppenKronprirlzNupprechtund Deutscher Kronprinz.
An dielen Stellen der Front Artillerietätigkeit. Jnfan- terieabteilungen fiihrten südlich von St. Quentin und auf dem östlichen Maasufer bei Eaurieres erfolgreiche Erkundungen durch und machten dabei (befangene.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Zwischen Fterey und der Mosel Artillerie- und Minenkampf, der sich heute morgen besonders in der Gegend von Nemenauville verstärkte.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Die militärische Lage ist an der Front gegenstber den Gwßrussen und Rumänen unverändert.
Italienische Front.
Auf der Hochfläche der Sieden Gemeinden tagsüber leb- hafrer Fenerkampf. Im örtlichen Angriffe säuberten öster- reichisch-ungarischc Truppen feindliche Slutzpuntte am Südhange des Sasso Rosso und nahmen dabei sechs Offiziere und zweihundertsiebzig Mann gefangen.
Von der mazedonischen Front nichts Neues.
Der Erste Generalguartiermeister
/ Ludendorff.
Graf Hertling über die preußische Wahlreformoorlagc.
Berlin, 12. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Tie „Norddeutsch* Ml gemeine Zeitung" schreibt: Llns Anlaß einer Unterredung, zv der der .Herr Reichskanzler und Ministerpräsident den Herrn Präsidenten des Abgeordnetenhauses hatte bitten lassen, machte er dem letzteren folgende Mitteilung^ Es ist dem MftchtervrcM-ew ten in letzter Zeit von verschiedenen Seiten /— auch) in der Presse — unterstellt worden, daß er nickst mit der gleiche n Erttschiedenheit wie bei seinem Amtsantritt für die Wahlrechtsreform ein- trete. Er müsse diese Unterstellung mit aller Schiärsc- zurückweisan. denn er habe sein Wort gegeben, für bk WaHlresorrn eintretcM Hu wollen und er werde dieses Wort 'halten. Er ctteirm_ zlvar durch-, aus an, daß die ganze Zukunft Preußens und Deutschlands von einer so entscheidenden und bedeutungsvollen Vorlage abhmrge umv daß die preußische Wahlreformvorlage eine sehr gründliche un« eingehende Durchberatung ersvrdere und dahw nichstttt lltrtzirr Zeist erledigt werden könne, aber er nrüsi Wert darauf legen, kerneil Zweifel an seinem unveränderten Willen auflommen zu lassen, die Wahlreformvorlage mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln zv- standezubrrngen.
Berlin, 11. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Der Wahlrechts- ausschuß des (Ab geordneten Haus es hat heute die Bera tung bex Herren hausvorka ge beendet mifr beschlossen, am Mittwoch die Beratung der Wahlrechtsvorlage selbst zu beginnen. Die Konservativen versuchten eine neue Verschleppung, indem ftck beantragten, vorher die Aenderungrn des Etatsreckstes zu^ beraten» Sie fanden aber nur bei einem Teile der FveiKonseroativen und der Natiomalliberalen Unterstützung. Bemerke ns.vert ist, daß be*- Vizepräsident des StaatsMinisteriums Dr. Friedberg sich bei Verschleppung entschiÄren wipersetzte mtb erklärte, daß die Regier rung den festen Willen habe, innerhalb des Rahmens der Vorlage zu einer Verständigung zu gelangen und alle mriasfttngsmäßiges Mittel zu diesem Zwecke anwenden werde.
Ausländische Hetze gegen Ludendorff?
i. Köln, 12. Febr. Bei der dReldung über eine einsetzende feindliche Propaganda gegen Ludendvrff erklärt die Köln. Bölkszdg., daß ihr zuverlässige Meldungen zugeganzem ferm, wonach gewaltige Anstrengitng'en der Eittente im Gange seren, durch ein ganzes System von Jntriguen, namentlich ourch erne umfassende Stimmungsnmche und durch Benutzung ^nrehrerer unterirdischer Kanäle, Ludendorss M Fall zu bringen. So lange Luden- dorff an ftiuer Stelle stände, könne cm einen Frieden nickst g^achi w'erden. Dabei hoffe man, daß Hindenbrtrg fteiwtllig zu.rucktrete, wenn Ludendorff gefallen sei. Diese neueste Art der politischen Kriegführung wird vornehmlich von London aus betrieben. Ihr Harrptsitz ist in 'ber Schsiveiz.
Dft russische Wirtschaftslage.
Stockholm, 11. Febr. (WTB. Nichtamtlich > 9^ach euwr in Petersburg einigetro-fseuen Meldung sollen inr Hasen von Mur- man.sk seit dem Dezember vorigen Jahres Millionen von Gamaschen, zehnlausende Paar Schuhe und lmnderttausende von Pud Mehl unter freiem .Himmel ohne geglichen Schutz lagern. Dir Vorräte sollen aus Amerika stammen. Nach Bckannttverdeu dieser' Nachricht soll das Zentralkomitee der Balttschen Flotte um tunlichst baldige Absendung der Vorräte gebeten haben, da insvige' des großen Schuhmangels in der: Motte ein großer Dell ber Matrosen fast barfuß geht. Außerdem steht eine Brotkrisis unmittelbar bevor. Im Berpslegungsmagazin im Hasen von Svea» borg sollen noch für 5 Tage Vorräte sein
Die Befürckitlmgen Italiens.
^ i. Köln, 12. Febr. Tie „Wln. Volks-Ztg." meldet aus der Schtveiz: Ter „Evrriere della Serra" sucht bereits dos Volk darauf vorzubereiten, daß die feindliche Frühjahrsofsensive die L o in ha rd e i, wo. die größten Munitionsfabriken ziun
Ziele whmen könne. Auch sei eine Trerrnung Italiens von dev ftanzösischen Zuffr? 7 r durch eine Besetzung des Mpengebietes nicht unmöglich. Jedenfalls nrüßten dem italierrischen Heer schleunigst gs- cignete .Mittel und Kräfte zur Verfügung (leftellt werden, um. energischen Widerstand leisten zu können.
Schweizerische Blätter über den Friedensschlutz.
B e r n , 11. Febr <WTB. Nickstarntliich. > D-ae v u r n a l de Önteüf" schreibt zu dem Friiedensschluß mit der' t! k r a r rr e u. a.: Mau kann bereit* erkennen, daß der Friede den Mittkstmächten! erlaubt, die polittsckre Lage zu beherrschen und Osteuropa nach, ihren Wünschen zu reorgcruisierer: Aüßerdenr wird dieser erste.
Friedensschlllß infolge seiner moralifchen Wirkung, die er an^ die Völler ausübt, ein mer.t bedeurenoeres Ergehn is haben.
„Ga % e 11 e d e £a n j a tt« if' würdigt in einem Leitartikel die großen B.wteile oes Frvedeusschnffes mit der Ukraine. Er sei ein badeuteuderer Erfolg als der Bmtoß rit Jtalreu oder als, ein gelungener Handstreich im Wlssteu e > ,.rwesen »väre. Er stn- das erste greifbare ^Ergebnis ves deutschen Sieges ^lußer durch die wirtsck.aftlick-en Folgen sei der Friedenssckstrrß dadurch bo beut [am, daß er die Gebiete Rußlands unr eine Einheit der-, ringere und Ruinanien zwingc. die Waffen zu strrcken.
Das „Berner Intellig enzbla t t" führt aus; Auffassung erweist sich als richtig, wonach die Zentralm" sich» ans sukzessive TeÄfriedenssckiilüsse verlvctzm. ff^irn Beder einzeln ipmommen nicht besonders schwer wiegt, vie als strheudos (öanAes aber einen allgemeinen FrchH^u rm Osten kommen ersetzen. Sind di« Tellfri^ensschlusse ermnal Pc dann körmen die ZentralmäckOe ruhig sagen, daß brr Kric Osten enidgültig liquidiert sei
EftrvruchÄlttbsttchl
Berlin, 12. Febr. Irr der vergange n«!, dr.
Ernbrecher in eine stollabsertigung^stellc zrr Wln ein und erv deten Wertpoprere und Bargeld im Betrage von mrekn 250 000 Mark. Wie Hern „Berl. Lok -Erz." bor-mrb't wurden inr November vorigen Jabres aus dem .ffeichen .stolla 45000 Mk gestohlen


