pnuregfa sich sogleich, ittd> nach einer Langen Beratung bvt er dem König seine Demission an, die angenommen wurde.
Berlin, 11. Febr. (WTB.) Ein Prioattelegircmim der ^srmLdcutschen Allgemeinen Zeitung" ans Bukarest meldet: Nach emer Meldung hiesiger Blätter hat das Kabinett Bra - tiann demissioniert. Auch eure Meldung des Reuter- schcn Bureaus bezeichnet den Rücktritt des Ministeriums als m,ll- Aasen.
Jassy, 11. Febr. (WTD.) Mttdung der Agence Havas. Der «vmg hat General Avarescu mtt der Kabinettsbildung be-
auftr<^t.
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England und die Maximalsten.
Berlin, 11. Febr. W.B.) Funkspruch aus Zarskoje-- Sselv:
An Alle!
Vom Kommissar für auswärtige Angelegenheiten. Indem er es für unzulässig erachtet, daß auf die russischen Bürger in England d« Zwangszustellung zur englischen Armee und Delegierung zu irgend einem länderen Staate angewendet 'wird, überhaupt das Recht der Zwangsziehung russischer Bürger zum Heeresdienst. hat der Volkskommissar für auswärtige'Angelegenheiten den bevollmächtigten Vertreter in Lviidost, den Kameraden L i t w i n o w, beauftragt, der englischen Regierung vorzu stellen, sie solle mittotten, wälche Sch ritte sie zu unternehmen gedenke, in Anbetrach,t der Konven- itirmen, die,nit der Negierung Kerenskis über diese Frage geschlossen worden sind. Er soll ferner die Hoffnung ausdrücken, daß auf diesem Boden es zu keinen Mißverständnissen zwischen England und Rußland kommen wird, und daß Englaiid von solclien Maßnahmen abschen werde, die zu ähnlichen Mißverständnissen führen können.
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Die Post für Kriegsgefangene.
B e r l i n, 11. Febr. (WTB.) Künftig wird ein Teil der lsovstsendungen und Briefe sowie Pakete an deutsche Kriegsgefangene in Rußland unmittelbar durch die Front befördert. Wöchentlich sollen zu diesem Zwecke zwei Bahnwagen durch die Front über Wilna—Dünaburg laufen. Erfreulicherweise wird dadurch die Beförderung der Kriegs- Tefcrng-enenpost rascher und hoffentlich! auch sicherer werden.
Neues Ansteigen des MartturfeS.
Wie schweizerische Blätter hervorheben, bewirkt die Nach richt von dem Friedensfchluß mit der Ukraine ein neues An steigen des Markkurses in der Schweiz
Luftangriffe auf das deutsche Heimatgebiet im Monat Fanuar.
Berlin, 12 Febr. «WTB. Amllich.) Im Monat Januar hat der Gegner^ 31 Luftangriffe auf das deutsche Heimatgebiet ^enternoinmen. 2 .avvn galten 15 dem lothrrngisch-luremburgi'chen ^wustriegebiet und 14 den offenen deutschen Städten Ludivim'- hafen. Frnburg lie drei Angriffe). Trier (2 Angriffe' Friedrich? - Hafen. Rastatt, Offenburg, Mamiheim, Karlsriche und Heidelberg ie em Angrin Wenngleich die Zahl der Angriffe gegenüber dem Bormonat (13 Angrrffe) infolge der gmrstigen Wetterlage be- dQttend ,tteg, so waren doch für uns Schäden und Berlnstc glück- lrcherwei,e germger als im Vormonat. Opfer der Angriffe waren o Tote und tz Verlebte. Ter Sacki'chiden war in allen FMen mrerheblich. ^re weittgeii Bomben, die auf Anlagen un- Rüsürn^rndu'.ttie fielen, haben keine nennenswerte Belriebs- stvnmg zur Folge gehabt. Der Gegner büßte bei diesen Angriffen
4 -Mlgzsuye OTT
Vergeltungsmaßnahmen.
Arlin. 11 Febr. Nichtamllich. Im Anschluß
^.^..D^gÄttrngsangrrff deutscher Flieger auf Pmis ch ver- bre Frage aufgetoorfen worden, welche krica- MNvercke Macht zuerit Flvegevanigriffe gegen die hinter der Front L!?E^n_Aadte üumernommen hat Das .^Journal de Genevc^
lETsen, daß die Deutsche diese Angnffswrm emgeführt hatten. Dieser haltlosen Behauptung ae- ^'^L^igeengllische Geständnis hm^rmesen, ( ^ m) . m der londoner Fachzettschrift ..Aeroplan" ^ Jahres machte Die ersten Fliegerbomben EL* .^^^lrichen Marinefliegern auf Düssel-
abgeworfen. Das beweist, daß ^mals dre Engtaicher den llttrtzen von Bombenabwürfen erkannten l-s kann emem übel werden, wenn jetzt fortwährend nach Ver- ^^^^-aaßnahmen geschrren wird. Die Engländer sind also die erffm gewesen, die unbefestigte, deutsche Städte mit Bomben bellen hüben mch. wre auch bei dem letzten Angriff auf Paris
^ DN^ltung, wenn die Deutschen mit den gleichen Mttteln antworteten.
Auz dem Reiche.
Brryern und düs Reich.
Unter „Bayern und Reich" wird in der „Nvrdd. Allg. Ztg." redaktionell geschrieben: Wenn der Kaiser einen Vertreter Balterns als Friedensdelegierten benannte, handelt es sich mehr um einen Akt allgemeiner Bundesfreundlichkeit gegenüber dem zweitgrößten Bundesstaat, als um eine politische oder Rechtshandlung. Demnächst wolle sich der württembergische Landtag darüber unterhalten. Sollte es mit politischer Tendenz geschehen, so könne die Temperatur nn bundesstaatlichen Verhättms leiden, die ohnehin unnöttg erhitzt wurde, da man an die Aeußernngen Brettreichs über die Vertretung Bayerns bei den wirtschaftspolitischen Verhandlungen^ zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich- Ungarn falsche Folgerungen geknüpft habe. Ungeachtet der zentralisierenden Tendenzen.lasse die Reichsverfassung noch genügende bundessreuudliche Latitüden. Wir hätten gerade m den Kriegszeiten gefehen, wie wohltätig diese Freiheiten wirkten, mrd wie, sie weit entfernt, den organischen Alrfbau des reiches zu gefährden, das Zusammengehörigkeitsgefühl rn den großen Fragen stärkten, weil es durch keine schema- rsche GleickMiacherei gestört wurde. Für die Eigenart der cmzelstaarlichen Negierungsmethoden habe man in der Reichs- haupt>tadt mehr Berständnis, als draußen angenommen zu luerden scheine. Auck) der Streik, über den dre Akten jetzt geschlossen werden konnten, dürste in Berlin anders aufge- saßt werden, als anderswo. Die Reservatrechte würden, wie nn Krieg, auch, nach denrselben unangetastet bleiben.
Die Preise für Süßivussrrfische.
8 . Febr. (WTB.) Der Reichskommissar für Fpchversorgung hat im „Reichsanzeiger" eine Bekanntmachung über die Festsetzung von Preisen für Süßwasser- Nlche erlassen, die am 1. April 1918 in Kraft treten. An demselben Tage wird die von dem Präsidenten des Krii?gs-- ernahrungsamtes am 24. Juni 1916 erlassene Beküun't- machung über die Festsetzung von Preisen für SüßwLLier- fpche aufgehoben. In der neuenPreisfestsetzu n g'Ger- dcn nunmehr für alle wichtigen Süßwasserfisch^mit^Aus- ncrhme von Forellen, Lachsen und Neunaugen Preise fest- gesetzt, die jowohl für den Klcinverkauf, als für den Perkauf an den Handel als oberste Grenze gelten. Die Bekannt- mmi)ung sieht eine Erhöhung ider Preise nach den Bedürfnissen der cnizelnen Gebiete bezw. Kvmnrunalverbände unter Zustimmung des Reichskommissars für Fischversorgung vor Ausgenominen von der Höchstpreissestsetzuilg sind Süß- v aper fische, die mit Genehmigung einer Reihe von Geselb- chQsten und Stellen abgesetzt werden, die im Rahmen der Reichsorganpatton amtlich mit der Fischversorgung beauf- Die Preisbildung der durch diese Stellen abgesetz- ttn Fische wird vom Reichskommissar unmittelbar auf dem Verwaltungswege übenvacht.
lcmdwrrtschaftlichen Erzeugirisse Kr bewcrkvc. Die HLndels- l tamrne rrt legen aber auch desycckb gegen die Vorschläge Verwah-
Lllmmcur regen aoer nunz gegen me
nmg ein, weil sie den Hcrndel, der ohnedies durch die Kriegs- Verhältnisse am meisten gelitten hat, in seinen berechtigten Existenzbedingungen aufs schwerste treffen und die Vorstufe zu einer voll ständigen Ausschaltnng des Handys auch für die Zukunft bilden würden. Nach Ansicht der Hanbeslkammern, die überemstimm«: mit den Aeußernngen maßgebender Vertreter der Regierungen und der Landwirtschaft, ist mrr m einem Zusammenwirken aller Erwerbsstände, insbesondere auch der Landwirtschast und des Handels, eine gedeihliche Lösung der Zukunftsaufgaben der Lebensmittelversorgung zu erblickeir."
Bei der Bedeutung dieser Frage für die stadttsche Bevölkerung hat der Vorort die Städte und bie Komnrunalverbände um Unterstützung der Stellungnahme ersucht. Wegen Einschaltung des Handels bei der Futtermittelverteilung in Hessen haben sich neuerdings Widerstände seitens der landwirtschaftlichen Genossenschaft^ ergeben, wesl>alb die Handels- lantmer beschlossen, iiviederholt bei per Großherzoglichen Regie- rung vorstellig zu werden. — Zu der vom Reichs Postamt angeregten Herstellung eines Verzeichnisses der Postscheck- und Ban kkonten-Jnhaber wurde beschlossen, jeder einzelnen .Handelskammer die Herstellung für ihren Bezirk zu überlassen. — Wegen der Einführung einer W c i n ft ei| e r hat der Vorort sich an das Großh. MMsterium gewandt, um ffine Aussprache herbeizu- sühreu. Dieselbe soll in den nächsten T<rge^ stattsinden. — Schließlich beschlossen die Handelskammern, daß- der Hessische Handels- kammertag der Deutschen Lichtbild-Gesellschaft als Mitglied beitritt.
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«urländische Erinnerungen an das klassische Weimar.
die Balten viel gereift und mit besonderem rnnner wieder Deutschland ausgesucht, in dem sie twtz der lahrchOidentelangen Trennung doch stets das alte Vater-
reisenden Balten gewöhnlich über Mte Verbindungen, oder w-trPungsvolle Empfehlungsschreiben ver- sugten, fv tzrnden fte m der, Regel Zutritt , zur besten Gesellschaft,
und Reiset-agebüchern ist daher so ^ ^eLnde Beitrag über sül)rende Geister « -mHergolegt, die baltische Deutsche auf ihren gesucht hab^r- So war 2 s ein Flücklichxc GedanL, der HWschen, vvn Frrtz Murtz zu Berlrn-Steglrtz verlegten Schriftenreihe „Kurland m der Vergangsnhert und.Gegenwart" auch zwei Bändchen mtt B^efen und Auszügen aus kurländischbn R'eisetage- öüchern emzusügen. Tie Herausgabe hat ein auf diesem Gebiete be- fmmderter und bewährter Forscher, Professor Dr. Otto Elemen übernommen, und in den Briesen an Elisa von der Recke kann er »Wrerm: Anzahl noch unveröffentlichter Stücke aus der Museums- bwlrothÄ m Mctcm Vorlagen. Darm findet sich eme allerliebste Goethe-Geschchte. Sve entsiamntt einem Briefe, den der seinerzeit unaemern angesehene kurländische Probst Neander am 13. Mai 1784 an Misa gerichtet und in der er einige Mitteilungen seines ^ '^ldierenden Sohnes an sie weitergegeben hat
Dreie Mittellungen beziehen sich auf die Aufnahme, die Goethe Wrevand-, „Oberon" bereitete. Bereits mrs einem Briefe Goethes «m Lavater rft bekannt, m welches Grtzücken und welche Be-, wunderuug ihn Wielands Gedicht versetzt hat. Was oer junge Neander schreibt, vervollständigt diese Tatsache und ergänzt sie N.hoher AnschaulvckKeit. „Ehe Oberon (so heißt es in dem Brreß:) ans Luht getreten war, waltete zwischen Wielaud und Goethe eme klerne Mißh^lligkeit. Der Verfasser des Oberons Mckt, sobald vieler gedruckt, dem Herrn Geh. Rat Goethe ein Hemplar, und oi^et er Wt% da er eben im Begriff ist, zum Gerurpsituhle zu fahren. Er lteset und kann nicht aufhöreiT.. Sein Bedienter meldet den Wch^n, er hört nicht. — . Trhre ErzellenA rtz UVr h -^10 geschlagen." - „Mag sie^ch 11 ^sZag^^L ich kann heute nicht fahren, und wenn einer mich sprechen will, w sagt, uh habe nicht Zeit." — Darauf entfernt er sich in m* Nebenzimmer, liest den „Oberon" völlig durch und läßt gleich den pemi Hvfral Wieland zu sich bitten. Sobald der erscheint, ergreift Goethe erneu rangen Lorbeerbaum, den er selbst erzogen und den foult hat niemand anrühren dürfen, reißt Zwerge davon ab, windet einen Kranz uud überreicht ihn Wieland mtt einem herzvollen Kuß.
Goethe und Wieland treten auch in den Vurlandischen Reise» tafffbarfenr auf. und zwar ist cs dre kurländische Pfarrers lockrer Sophie Becker, die auf ihrer Rere m Deutschland im Jahre 1781 amö Weimar besuchte und dort Gelegenheit fand, die beiden Dichter tarnen zu lernen. Es war am 29. Dezember, als sic Goethe zu Gesichte bekam, und am folgenden Tage trug sie über die.' Erleb- "ls vas Folgende m ihr Tagebuch ej-n „Ich muß nickst ocr, gellen, cc y, w ir geitern zum Drner bei der Frau von Stern ivaren m iß» mbc deSselbe» den Geheunen Rvt Goethe hereüttcetLN
Ans Hessen.
Vertreterbesprechung der hessischen Handelskammer.
In der am 5. Februar 1918 unter dem Vorsitz des Herrn Komm-erzrerrrtts Earl S chma hl-Mainz veranstalteten Bertteter- beiprlchung wutt>e über folgende lvichttgeren Gegenstände ver- ^ O 1 Dbrschlage der landwirtschaftlichen Ge-
noisenschasten hmstchürch der Organisation der Lebens- mittelversvrgung wurde noch eingehender Aussprache fvl- gende Erklärung ernstümmig Qi p& Wirrmen:
^ höllischen Lxr'chÄslamrnern haben nt ü Ueberrchichimg unb
f Eenutnis genommen, die die
landwirtschastlichen Gem>,sen,ck/aften hnistchtlich der Umwandlung der Organriatton der Leben s mittel Versorgung gemacht haben, die dahingehen, mtter Ansschalttmg der seitherigen Funktionen der Kommunal verband« und des Handels die landwirtschaslliichen Ge- nossenschaflen zu Trägern der Lebensmittelverjch^ung zu machen. ^ ^.^,^>chläge für ungeeignet und m hohem Grade bedenklch. Tu seitherige Bewirtschaftung d^ Brotgetreides hat M, ^ach Ueberwindung vieler Schvierigkeiten eingelebt und be- wahrt. ^.u)re Erietzmig durch ein aiideres System könnte nur dann §Lr, aöiI ’ n ; 9 - kverden, wenn ein unziveifelhaft besseres
System an ferne Stelle ge,etzt merben könnte. Die Uebertragung der Bewirtschaftung auf die laiidwirischaftlichen Genoisenschasten kann als eme Becbesserirng nicht anerkannt wer- c^r wesentliche Bersch,'echtcrung zu befürchten b \ die erforderlickien fachkmwigwi Kräfte
^Men und da sie stls Partei nicht im stände smd. unpartemch und mtt Nachdruck die Heransck>assung
3IM5 St«dt und
^ Gießen, den 12. Februar 1918.
Kt \ Zum Frieden mit Rußland.
ede,mit Rußland! Die Kanonen an der Ostfront sind rnt, die russischie Delegation in Brest-Litotvsk hat Kriogszustand mit. den Zentralmächten für beendet ärt und die allgemeine Demobilisation ungeordnet! So drahtete gestern der Telegraph nach allen Himmelsrichtungen und wo in deutschen Gauen^oie Nachricht aulangte, herrschte Genugtuung und Freude. 'Ohne Sang und Klang sollte die vierte Kriegsfastnacht wie sonst ins Land ziehen. Da bringt der Rosenmontag den russischen Frieden und macht die Fastnachtszeit ^.918 zur historischen tzpoche. 1/26 Uhr war es, als am Wqtqmi die Nachricht einllef. Wie ein Lauffeuer durcheilte sie die Stadt, das Telephon rasselte, aufgeregte Menschen lieflm hin und her, kleine Gruppen bildeten sich auf den StrlHen und man debattterte lebhaft und baute Luftschlösser für die Zukunft. „Also es ist wirklich wahr," hörte man mtt.einem Seufzer der Erleichterung, der Freilde, sagen, und vorsichtig, wie ein kostbares Gut wurde das Wort „Friede" Auf die Zuuge genommen. Am led- Haftesten ging es aber an den Plätzen zu, wo die arntliche Meldung angeschlagen war. Hier drängte sich Groß und Klein, barhäuptige Männer, die eilends die Arbeit verlassen hatten, Frauen, mit Taschen und Marktkörben, Schulbuben und Mädchen, die natürlich auf den schulfreien Tag sich am meisten freuteir. Einer schubste den anderen weg. mit Bleistift und Papier bewaffnet, suchte jeder sich> nach d'orn zu drängen, um den Wortlaut abzuschreiben, lind die stille Freude, die Genugtuung, die aus alt diesen Ge- ftchfernzu lesen war! Dabei fehlte es auch nicht an Humor vollen Worten. So meinte Lin Leser des Anschlags lawnisch . „Na, ja, Rußland is' am Umkippen!"
Bunter Fahnenschmuck belebte bald das Straßendild und wiegte sich lustig im Winde. — Im Stadttheater wurde gestern abend des bedeutenden Ereignisses ebenfalls gedacht. Vor Beginn der Vorstellung von „Die Straße nach Stein- aych" ergriff .Hoftat H. Steingoetter das Wort und hielt eine poetische Ansprache über die Bedeutung des Tages Auch hier sprach sich in der beifälligen Aufnahme und der Begeisterung des Publikums die Freude über das Geschehnis aus.
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** s z e ich nun g Schütze Franz Rvscnbaum von wer erhielt die Heffgche Tapferkettsmedaille. — Der Lackierer Ludwig Größer von hier erhielt zur Hessischen Tapferkeit^- Medaille geht auch das Eiserne Kreuz.
** Bon der Feuerwehr. Gestern vormittag 637 Uhr wurde der MeDer 434 an dem städtischen Schlachtbof 'betätigt, ,ogteich lie|_ auch die telephonische Nachricht em. daß der Heuschuppen aus der Pulvermühle brenne. Die Wache fand bei ihrem Eintrefse^l den Braßd wirch Einaveifen von in der Nähe befind litten und im Haufe wohnenden Leuten derart niedergehalten vor das; es ihr gelang, das Feuer alsbald zu ersticken, ohne daß irgend-
barm von bekomtt.
5?^ ^ssebllch steifes m fernem ganzen Betragen und ^ nnmer, als ob ihn seine Größe verlegen nachte, indessen behaupten alle, die Goethe in der Nahe
sewiswuhast und redlich ist, auch l-ennlich imterstützt. ^ein neuer Standort hat aber nach ^§E!lben Zeugms etzvas Fremdes in sein Wesen hrnernqebracht.
zuvor hatte Sophie Becker bei Wieland Besuch gemotttt. ^^iber benEt sie in ihrem Tagebuche: „Wieland ist nicht so groß al-, Meirich, als er uns in seinen Weicken als Schrift- eriEr ist selbst zu voll von semem Rufe Sem Dor- $ bei ^bem nicht so schön, als er schreibt. Am ehttvurdigste:! r,t er mir als Manu und Bader, und ich hübe
neuen Glauben an die Süßigkeiten^ oreier BerhÄttmie bekommen. Wenn ein Röensch, dessen Plxmtasje Bllderu von Glüch'elicMt vertraut ist. wenn ein solcher Marsch gesboht,^ er hcche sie in diesen Berhaltniffen gefunden so inuß cttvas daran sein. Seine Familie besteht aus ",ehn mchrenteill. nuerivmlif'enen Kindern. Die Töchter sind nicht hübsch ichcmen aber alle Gew zu haben." Altch über die Herzogin mutter Amalia äußert die Tagebi^chreilierin die Aniickchdaß sie in SrffLr!/ ersch'ütt, als sie ist. Das Borutteil der Staude ^lm yt P ^nä ™ n l 1eiTter üvpzen Wschoulichöett . . . Jul einem etwas näheren Umgänge mtt ihr soll man das Seichte
mb ^«nzes Wesen stark empffnoeu. Sie von dem künftigen Zustande des Mensck>en ge- stwoaen l>at,^we Meinung geäußert, daß jeder Mensch seinen fter ^ mici>c,: einuehmen würde, und sich dal'er glücklich geprieien Fürstin zu sein." Das wäre mm freilich n*nn mcht etioa em < 5 >tti?rz Anna Amaliens hier mißverstanden loordcn &^ bm:a|( ^ ieC ^benblick hinter die Kulissen des klassischen
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* ukrainische Di chtungimdeutschenDchrift- deutschen Kriegsgefangenenlagern, in berten }idi Wunen berrnfccn. haben die Söhue der Ükramer durch ihre künst- ^^bietungen besonderes Auffchen erregt. Tie wehmütig- i * ftn Volks!«4>er und der prachtvolle .Aauh ihres Nationalinstrumentes, der Bandura, mit der sie sich begleiten Er Zbunstftemlde, das Interesse aller Mustkhlswriker und der Llttraturkenner. Dabei ist die ukrainische Dichtung Mi deutschen Schrifttum fett langem heimisch und bekannt gerade jetzt darauf hingewiesen zu werden, daß es cnu deutscher Dichter war, der die ukrainische Dosksdichvmgl U vnüfJri altrussiichen Publikum zugänglich machte und so m du Wellli teratur em führte. Diese Bertrautheit mtt der Dick«uu 4 ^ stete Antettnahme an der Unterdrückim.^
^lles erhöht, das nun bei den Derhandlimgen, m Brefb-Ol^wsk seine Unabhängigkeit so bcde,ttsam bekundet Es wpr ^rredrich Badenstedt, der 1845 unter dem Tttel \^r Ueberse^mg Noümisssscher Bolks-
l-reder ver-ffmtÜÄL. ^obetpeto, der Jane »tooadbe auK TisliÄ
am i. Dfaybcv 1844 datiert, weilte damals längere Zett in Ruß- tand, und wie er durch seine Uebersetzung die Kunst Puschkins und 1 .ermontows ber uns bekannt machte, sv erkantte er auch sogleich der großen Saimnlung ukrainischer Bolkslieder, die 1834 der rus,isckie Gelehrte M. Maftmowitsch m Moskau hevrus- gegeben hat. Gogol, der größte Dichter der Ukraine und Mgleick emer der größten russischen Künstler überhaupt, hat diese Volks- lebendige, ' leuchtende, farbige Geschichte feines Belkes gcimeien. „Für Kleinrußland bedeuten die Bolkslieder alles: seme Poesie, seme Gefchichtch das Grab feinet Bäder." Sagt er. „SBer mcht m die Tiefen dieser Lieder gedrungen ist, der wild nichts von der großen Bergangenhett dieses blühenden Stückes Rußlands erfahren". Eruen Ueberblick' über diese (Schichte der ttkrame verniittelt uns nun Bodenstcdr: „Die Lieder der Ukraine" bemerkt er in ferner Einleitung, „leben fort von GescAechst zu Ge-i schleckst und erzählen den Kindern von den Daten der Väter, rennent mtdereu Lande hat der Baum der Volkspoesie so herrlich' Früchte getrageli. nirgends hat sich der Geist des Volkes so lebendig und llar m seinen Liedern ausgeprägt, rofte bei den Klleinrussen i W-e.sch e,NAngreifend'w Deist der Wehmut, welch tieft., echt nuurschlickic' Gefühle sprachen sich in den Liedern aus, die der Kvsak in der Fremde singt. Welch eine Zartl?ett, mit mäimlicher .Kraft gepaart durchweht seme Gesänge ijer Liebe!" Diese Lieder, die da^ Familien -- r ^Klernrussen schildern, smd im ersten Tell der Boden- stedtchen Sammlung vereinigt. Wir hören da von der schrankenlosen Freiheit der Kviakeii, brelstnausziehen zu Krieg und Abenteuer, bwt öcr Lehnsucht der zuruckbleibenden Frauen nach den Männern, er- freuen uns an der ergreiftnden Beseelung der Natur in den Liebes-
ttftaine" gibt eine charakft- ristiiche Auswahl aus deii geschichtlichen Heldenliedern der zur Bandura smgeiweu tternrusstschen Skalden, der sogenannten Banduristew Lxiese Heldenli^er. die Tnmen. bieftn ein getreues Bild von den kleiurusnsckion Geicknchte, von den Taten und Leiden ihrer Helden ftc haben mehr einen eprschimi Eharakter und eine größere Freiheit ^Versmanes^ Badenstedts vorzügliche Uebersetzungen haben Re m uriserm Schrifttum eingebürgen und mannig fackle Mrttmg auf tmsere Ltteratur ausgeübt. In neuester Zeit hat fufr bann bei uns besonders mit dem ukvaiuisck^n National * Schewifchenko beschäftigt, dessen Gedichw Julra Virgima mehrere Jahre vor dem Kriege aus dem Ukrainischen uberttageu hat Schewffchenko, der 1814 .nboren wnrdcft^d ^, emem kurzen Lebeii, von dem er 24 Jahre in der Leibeigenschaft- 10 Jahre m on Gewrigenschaft u. nur.12Jabre als freier Dichtern Maler verbracht sl»tte i 86 p starb, ist durch seine Frechett fordernden.
^ Sauger der ukrainischen llmchhängigkeitsschnfucht ae- nwrden. Auch snne Gelange leben gettagen vom Zauber kla^, Her
^ löbcr lort. So hcu das dcutsche- Schrrfttum. getreu der Foldenmg des alten Goethe daß unsere
Li!?' Sinne des Wortes l'Sn.
liebevolle Pflege angebeCbat b ettet ^ ^ ktemriissischm Wchnc ein.' .HcinOättr unter unss


