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öesM'SMMriftenten brf der Bezir-ks7asse Worins. Philipp August Sttakub zu Worms, zum HauptsteusDanttsassistenten Lei tnm Hauptsöeueramt Mainz, sowie den FinM:zaspiranten Wtll-elm Grindel au s Langen Mn Bezirks Lasseassistenten ernannt.

L. U. Bon der Landesnni ve rsi t ät. Ter außerordent­liche Professor Tr. Fritz Bigener ans Freibürg, ,z. Z. im Felde, wurde zum ordentlichen Prvseffvr für (^schichte in oer philoso- Mschen Fakultät der LandeHmriversität Gießen mit Wirkung vom 1. Aprll 1918 ernannt.

** Konferenz der Universitäts-Rektoren. Am 12« und 13. März ds. Js. treten die deutschen Universitäts-Rektoren W einer außerordentlickien Unserem- in Halle a. S. zusammen,. Die Tagung beschäftigt sich u. a. mit MatznalMen für den lieber- gang aus dem Krieg in den Friedenszustand, Neugrftaltung des NLldcntisck>en Lebens nach dem Kriege, soziale Fürsorge für die Studentenschaft (Wohnungswesen, S!udent«:speischäuser.>, .Hilfs­dienst der Studenten und Studentinnen und Äusläniderstudruin an deutschen Universitäten. Wie wir hören, nintntt der derzeitiger Rektor der Larrdesuniversität Gießen, .an der Konferenz teil.

** Anmeldung zur Stammrolle. Tie im Januar 1901 geborenen Landsturmpflichtigen - der Stadt Gießen mir Isen sich am 15. Februar d. I., vormittags von 8 bis 1 Uhr und nach­mittags von 2 bis 5 Uhr, im alten Rathaus am Marktplatz zur Landsturn:rolle melden. Siehe Bekanntmachung im Anzeigenteil.

** Die Wiederein führung derSommerzeit gefährdet? Ans München wird demBerl. Lvk.-Anz." ge­meldet: Eine Aufstellung eines Sonn-werfahrplans^nnterbleibt we- Ungewißhett abernwliger Einführung der Sommerze.U Sommer,>nt hat Frermde und Feinde. Hier teilt sich Stadt

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imd Land. Für die Stadt sind die Erfahrungen, die nun schon zweimal mit der Sonrmerzeit gemacht worden sind, überwiegend gute... . *

** Haltung von Ferkeln und Läuferschweinen für die Hausschlachtung. Die mit Rücksicht aus btt Suber­stellung der Brotgetreide- und Kartoffel Versorgung zurzeit durch- geführte Verminderung der Schweinebfftände hat da den -.and wirten die Befürchtung erweckt, die Maßnahme möchte die Selbst­versorgung für das kommende Mirtsck-aftsiahr gefährden. Dem gegenüber sei bemerkt, daß der Staatssekretär des Kttegsernah- rnngsamts die Bundesregierungen ermäckfägt hat, von der Ent eiflunma neben ollen wirklich«: Zuchtschweinen auch die Ferkel und die Läufersckstvcine, die bereits für die Housschlockstung lm nächsten Winter eingestellt sind, auszomehmen, sofern sie am 1. Februar ein Lckendgewrch: von 25 Kilogramm noch nidjt erreicht haben und der Nacblveis geführt wird, daß ausreichendes zulässiges Futter (insbesondere auch Abfälle von Haushalten, Schlachthofen usw.) zu ihrer Turchhalttmg vorhanden ist. ..

** Bezugsicheine für Schuh-e. Bekanntlich hat die Knappheit an Leder und sonstigem Material zu einer sehr starken Einschränkung in der .Herstellung von Schuhen geführt. Infolge­dessen ist es vielen Besitzern von Bezugsscheinen für Sckuche nicht möglick-, ihren Bedarf zu MVn. Aus diesem Mißverhältnis zwischen der Zahl der ausgegebenrn Bezugsschett« und der Mieingc der vor-, Hände neu Schuhwaren erg-eien sich llnzuträglichkeiten, deren Be­seitigung im allgemeinen Interesse liegt. Die zuständigen Stellen planen dalnr eine Neuregelung in der Schuhverieilmrg, bei der die' Ausgabe von Bezugsscheinen in Uebereinstimmung mit. den: Nm- Sang der Erzeugung von Schalen gebracht wedden soll. Die Zahl der' Bezugsscheine, die in einem Ort ausgegeben werden dürfen, hülle sich dann nach der Belieferung des Ortes mit Sckmhwacett zu richten. _ . ' . _

** Wer bekam m t einen Anzug-Bezugsschein? Ein Bezugssckrnn ohne Prüfung der Notwendigkeit der Anschaffung kann erteilt werden für einen RoÄmzug oder Sportanzug beim Borweis einer ^lbgabebeschttnigung über einen cotterhaltenen be- liebigen dieser Anzüge. Ebenso steht es hinsichtlich oer Jacken-, und gärtnerten Kleider, sowie MÄnttl. Für einen abgegebenen Wetterum Hang darf z. B. auch ein Uebeczretzer oder Mantel be­willigt werden, für einen abgegebenen MänneranMg einen Knaben- anzug, nickst aber umgekehrt. Von. einer Einschränkung der Stosf- arten ist abgesehen worden: für abgegebene leinene oder baum­wollene Stücke kann also auch ein ioollenos Stück bewllligt wer­den und umgekehrt. Schließlich wird auch ein Männer- (bzw. Jünglings l^er Knaben-) Anzüge bei Abgabe einer Uniform oder eines Teilstückes eingetauscht.

** Einschränkung der elektrischen Belench- ^nng. Die Direktion der Elektrischen Ueberland-Anlage der Pro­vinz Oberhessen in Friedberg teilt mit, daß die an die genannte Ueberland-Anlage angeschlossenen ylbnehmcr keiner Einschränkung! im Verbrauch elektrischer Energie unterliegen, da zur Strom­erzeugung in Wölfersheim Brairnkohle, die in genügender Menge vorhanden, benutzt wird, das Werk mithin vom Kohlemnorkte unabhängig ist. ^ . ,

** Stadttheater. In E. v. Wolzogens LustspielEin unbeschriebenes Blatt", das am nächsten Samstag als 14. Freitag^Lbonnemeitts-Borstellung gegeben wird, sind in Haupt­rollen beschäftigt die Damen Kallmar, Delosea, Woffidlo und Bor- chardt, sowie die Herren Bvlck, Feigel, Steinmeher und Wenzel. ES sei ausdrücklich darauf hrngewiesen, daß in der Sonntag-Äbend- Aufführung vonColberg" wiederum Herr Mathieu Pfeil vom Frankfurter Schauspielhaus als Nettelbeck gastieren wird.

** Lichtspielhaus (Bahnhofstraße 34). Morgen, Sams­tag, findet oie Erstauffülpmng des Filmwerkes ^Strandgut", sowie der Film HumoreskeTie kahle Anna" statt. Siehe Anzeige.

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Die ©oIÖöufoiiffteHe

fn den RSvmen der vezirrrsparkasse Gietzen ist morgen vormittag von JO bis \VU Uhr geöffnet!

Landkreis Gießen.

** Sich, 7. Febr. Die Sammlung ffir die Schwestern spende ikrgab in hiesiger Stadt den Betrag von 519,10 Mk

** Lich, 8. Febr. Reinhard Sann wurde nnt dem Eisernen Kreuz misgezeichnet. . ^.,

)( Mainzlar, 7. Febr. Musketier Ludwig Pferffer w hielt die Hessische Tapferkeitsmedaille und wurde zum Gefreiten, befärdert.

# Utphe, 7. Febr. Zum Sergeanten befördert wurde der Unteroffizier Hemrich Raab.

Kreis Büdingen.

-ff Büdingen, 7. Febr. Das Kricgsehrenzeiche,: erhtvlt der Oberpostschaffner Metzger, das Eiserne Kreuz der Land- stnrmmann Wilhelm Schäfer. Lorbach. Das Eiserne Kreuz erhielt der Garde-Grevadier Hermann Nagel. Cal bach. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessisck)« Tapferkeitsmedaille, er-, hielt der Untevofftzier Ger lach. Düdelsheim. Das Eiserne Kreuz, früher die Hessische Tapferkeitsmedaille, erlnelt der Firuker Heinrich Krämer, sein Bruder Karl Krame r das Eiserne Kren' Echzell. Das Eiserue Kreuz erhielt der Musketier Add Stvll, die Hessische Tapferkeitswedaille der Oberfäger Wilhelm Spengler. Fauerbach. Die Hessische Tapierkeitsmedaille erhielt der Musketier Mlhelm Ro hr mann.

«reis Alsfeld.

n. Maul buch, 7. Febr. Dein hiesigen Lehver D bhn, Leut­nant und Kvmpagnieführer, wurde das Er,erne Kreuz 1. Masse verlielMi. Früher erhielt er bereits die Hessische TapferkeitsMedaille uni» das Erserne Kreuz 2. Klasse.

ie. Nieder-Ohmrn, 8.. Febr. Die Hess. Tapferkeits­medaille, früher das Eiserne Kreuz 2. Klasse, erhielt der Unter­offizier Moritz Ss ern. Mtt dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wur­den Musk. .Karl Hofm ann, Kan. Dtarkus Roth ausgezeichnet.

Kreis Schotten.

# Burkhards, 7. Febr. Die Hessische Tapferkeitsmedaille erhielt der Musketier Heinrick), Kunkel.

Kreis Friedberg. ^ ^

---- Rodhei m v.d. H., 7. Febr. Bei einer im Gemeindewalde abgehaltenen .Hvlzversteigerung wurden für vier Meter Bucyenschett- Holz 3 2 0 M a r k bczE. Das ist ein bisher noä)> nicht dagewesener Preis, der den vonr Plstlippstein an der Lahn, wo man für Die gleiche Menge 6 Mark bezahlte, umnuck', sage und schrnbo, 5300 Prozent überragt. ^ , ...

# Wölfersheim. 7. Febr. Zum Sergeanten befördert wurde der Unteroffizier 5)>einrich Jung. Inhaber des Ei.)erneu Kreuzes und der Heffischen Tapferkeitsmedaille. ^,/creder- Wöllstadt. Das Eifeme Kreuz, früher die Hessische Tapwr- keitsmedaille und das Hessische KriegsehrenzeiÄien, ermelt der Unteroffizier Enrft Ambron.

Starkenburg und Rheinhessen.

I. Darmstadt, 7. FÄn. Die Ausstellung Darm- ftädter künstlicher Blumen, die auf Veranlassung der Groß her zog in im Hotel Adlon in Berlin dreser Tage stattfand, erfreute sich eines starken Zuspruches von seiten der Ber­liner E^sellsciiaft. Die Kaiserin und die Kronprinzessin hatten Vertreterinnen gesandt, verschiedene Prinzeffinnen waren, persönlich erschienen. Die Darmstädter Kunsterzeugnisse sanden leb- haste Anerkcnnrilicg und flotten Absatz. Die Damen der l)Efftsa^n Kolonie haben sich um den Erfolg der Ausstellung große Verdunste erworben. ^ ^ -

I Darm stadt, 7. Febr. D er Prov rnzralaus schu ß von Starkenburg hat in seiner gestrigen Sitzung der Klage der Frau v. H esso'rt geb. v. Hör ff. stattge-geben und er­kannt, daß die ihr gehörigen Grundstücke am Steinbergnicht um­lagepflichtig szur Ämdwirt'ck^stskammer sind. Wegen der PflegenVosten für die GeschwiKer Kuntz hat der Ortsarmen­verband Frankffsi-t a. M., assff Mckerstattimg von 90 Mark und der Ortsarmenverband Kaiserslautern auf Rückersdattung von 152 Mark gegen den Ortsarmenverband Neustadt i. O. geklagt, der in Lechen Fällen verurteilt wurde.

l. Darmstadt, 7. Febr. Sem 25jäh«riges Bühnen,ub;laum beging dieser Tage Direktor R ö m h e l d, der Leiter des Darm- tätzter Woogsplatz- und Saalbchutheaters. Er erwarb sich unve- 'trittene Verdienste um 'das Tarnfftädter Künstleben, indem er zu einer Zeit, als das Hoftheater sich allen Whnennenheiteu völlig) iierschloß, die moderne Kunst (Strindberg, Wedekind, Tolstoi, Gorki, Ibsen) m Darmstadt zur Aufffihrung brachte und Gastspiele be­rühmten Bühnenkünstler, wie Agnes Sorma, Matkowski, Adele Sandrock. Rosa PosTpe, Gertrud Eysold, Sarah Bernhard, ver­mittelte Auch ffi Worms und Mainz ist er kein Unbekannter^

I. Darmstadt, 7. Febr. Der hessische Polizei- und Schutz- bnndverein wälstte in seiner Jahresversammlung am Awntag einen bisherigen Vorstand (1. Vors. Ingenieur Fritz Buschoaum) wieder. Er hat im abgelrufeuen Jahre eine große Anzahl Hunde ms Feld geschickt, wo sie als Sanitäts-, Melde- und Postenhunde ganz vorzügliche Dienste leisteten. ^ r . or I Darmstadt, 7. Febr. Die PostauShelsermnen Anna Salison, 26 Jahre alt, und Elise Wagenhäuser gch«. All­mann sind geständig, die eine in einem Falle, die aridere tu zwec Fällen, Pappschachteln, die Musen enthielten, ausgeraubt Zu hal«n Die Blusen wurden bei ihnen gefunden. Wl. erhalt 9, S.

5 MiTnate Gefängnis. Bier Monate erhält auch,der 1 mähnge Laufbursche einer hiesigen Firma, der nach und nach chr 700 Man PelMaren mrs dem Geschäfte stahl und sie teils oer) chen kte, tei ls veräußerte. Ferner stieg er bei einer Nachbarin ein und entwendete 100 M? Die Pelzwaren konnten alle zur Stelle gebracht werden.

I. Darmstadt, 7. Febr. Die Stad t ve r ordnete n t>et* amm lung wählte in ihrer heutigen Sitzung Stadtbaurat B u x- Vaum zum besoldeten technischen Beigeordneten. Der Gewählte war schon bei der letzten Beigeordnetenwvhl in Aussicht genommen. Er stand damals als Artillerieoffizier im Feld, wurde aber rn- z 4 vffcben vom Militär frei gegeben, um die seit dem Tode deS Stadtbmrrats Jäger und Rücktritt des Beigeordneten Eckert ver­waist«: technischen Amtszwerge <Bauwesen und städtische Betriebe) zu übernehmen. Auch ist ihm die Rationierung der Heiz- und Deleuchtungsmittel unterstellt. Als Architekt hat Beigeordneter Burbaum sich um die Ausgestaltung des Stadtbildes grotze Ber dienste erworben. ^

1 Darmstadt. <7. Febr. Der Musckverern veranstal- tcte am Samstag. Montaff und Mittwoch einen Srlmbert-Zyklus im Kaisersaal. Me drei Llbende waren ausverkauft: am zweiten und drittem war auch das Gvoßherzogspaar erschienen. Der erste Abend brachte die Müllerlikder. der zweite die Winterreise, der dritte den Schtomrengesang.

D. Z. Mainz, 7. Febr. Aus der Schiffswerft zu Gustavs­burg verunglückte tödlich der 52jährige Wagner Karl Bues aus Mombach. Ein auf der Werft herausgezogenes Schiff kam ins Rutschen, und Bues, der an einem anderen Schiffe arbeitete, wurde erdrückt und ins Wasser geschleudert. Ms man ihn ans Land brachte, war der Mann bereits tot. Der Schlosser Kaspar ZeiSler, der m der Nähe arbeitete, rettete sich durch einen raschen Seittzn^ prunq.

^ . - 1 Hessen-NasslM.

--Frankfurt a M., 7. Febr. Tie Seackenvevsische Natur­forschende Gesellschaft schreibt zum 1. S-epteinÄer 1920 zum ersten­mal einen Preis von 15000 Mark für ArVeitnr überBio- ckemische Ursachen bösartiger Geschwür^' aus. Bewerbungen sind bei dem Vorsitzenden des nnffenschastlichen Ausschuss der Oscar- Löw-Beer-Sllftung, Prof. Dr. A. Knoblauch, Frankffrrt a. M., ein- ureicl»en. Ter Ausschuß behält sich vor, den Preis unter höchstens zwei Bewerbern zu vertellen. Vom 1. September 1918 ab können an einen oder mehrere Forfcher, die mit aussicbrsvollen Untersuclmngen im Sinne des Preisausschreibens beschäftigt sind, jährlich bis zu 5000 Mk. als Beitrag zu den Kosten der Material­beschaffung, dds Aufenthalts an biologischen Stationen usw. ver­geben werden. _ ^

mt. Frankfurt n. M., 7. Febr. Tre Erronternngsbauteitz am Hauptpersonerrbahnhos schreiten ttotz der durch den Krieg und die Materialbeschaffung bedingtem Schwierigkeiten rüstig vorwärts. Die neu angebaute rechte Halle ist nunmehr nahezu vollftärkdig mit Glas abgedectt und,die Verwaltungsgebäude wurden in Be­nutzung genommen. Mit der Fertigsdtülung der linken Flügelhalle wurde jetzt begonnen. Tie neuen Geleisanlagen sind schon längere Zeit in Betrieb.

Fr. N ie d e r l a hn st ein, 7. Febr. Ms nn von Köln kom­mender Personenzug hin einlief, machte das Zugpersonal die Ent- decklmg, daß in den Abteilen der ersten und zweiten Klasse der Plüschbezug von den Sitzplätzen kunstgerecht hevausgeschnitten war. Bon den Dieben fand man keine Spur mehr. ^

-- Oberdorf, 7. Febr. Das Wi. Reiusche Ehepaar snerte heute das diamantene .Hochzeilsfest. Das greise 85 b-w. 79 Jahre alte Paar htat snsvitge der Einbevufung feiner Kinder die Bewirtschaftung der ausgedehnten Ländereien wieder selbst in die Hand genommen.

» Un terliederbach, 7. Febr. Bei einem Ueberlandmig stürzte in der Nähe von Jüterbog der von hier stammende mis- gezeichnete Flugzeugführer Peter Euler ab und verunglückte tödlich. Der junge Flieger war wegen seiner Erfolge vor dem dem EisernM Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet

Gobernheim werden künftig die amtlichen Nachrichten über ein- tretendes Hochwasser der Ratze durch Anschlag an der Tafel am Postamt bekanntgegebni.

LingesQudt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artiket übermmmr die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerln Keranrwortung.)

Gießen, den 7. Februar 1918.

Erlauben Sie mir noch einige Worte zu meinem Eingesandt vom 5. Februar. ^ r L r _ .

TieOberst Bolksztg." ist nrrt dem Berzrcht «u) Ent schädigungen welche Herr Reichstags-abgeordneter Mull« in seiner Rede vom Sonntag aus sprach, auch wenn Misere Fnndo das Wutvevgießen sortsetzen, einverstanden, ^was bei ihr ia selbst­verständlich ist. Deshalb will ich noch Hinweisen auf die Aussührurrg des Herrn Abgeordneten, in welcher er .jedem aus der Seele gesprochen darauf hinwies, warum wir in dem Kampfe mcht er- lahmen dürften.Siegen die Feinde" so ungefähr führte -Herr Müller auswerden sie Uns" ohne Gnadeerne Buffe in ungeheurer Höhe auferlegen." (Herr Vtüller sprach von 10 0 Mil - liarden.) Daß seine Parteigenossen in den feindlichen Landern dieser Ausplünderung bis aufs Hemd zum mindesten keine Hinder­nisse bereiten würden, davon war auch Herr Müller überzeugt

Also zum Feinde ^das Zutrauen, daß er einen Srvg eventuell bis aufs äußerste ausnützM würde (mit tätiger Beihilieseiner Sozcal- demokmten). Dagegen die deutsche Sozia ldemokrwre: Mag der Feind den Krieg hinaus ziehen , so lange wie er )vill, rhm soll darum kein Haar gekrümmt werden.

Nicht um große Auseinander'etzungen über Krregszrele hervor- zuruferc, habe ich meine paar Zeilen geschrieben. Zum Nackidenken wdllte ich anregen, ob ein solches Prinzip uns dem Frieden naher bringen kann, oder am C^r'oe die Begehrlichkeit und Hoffnung des Feindes zu steigern geeignet ist. Für denkerche Menschen wird die Entscheidung nicht zweifelhaft sein. Ern Bersammbmgsbe.ucher.

*

Lvllar, 7. Febr. Mit Mcksicht auf unsere Frauen, welche m dieser schweren Zeit sehr mit Arbeit in Anspruch genommen,

sind, hätte man ohne jegliche Anregung erivarten sollen, daß am südlichen Teil unseres Dorfes eine zweite Milch- und Butter-B^ teckungsstelle errichtet würde. Leider ist dieses bis heute noch mcht gesckkeheu. Um baldige Mhilfe wird vielerseits gebeten

Vevmrschtes.

* Die Hummeln und der Läusezucker. Vvu den Ameisen ist es bekannt, daß sie die Blattläuse melken", um deren zücken eiche Ausscheidung zu gewinnen. Sie sind aber nutzt die einzigen Kerbttere, die am Läusezucker Geschmack finden, ) andern, das gleiche gllt für die Hummeln, wie aus einer hübschen Be­obachtung zu ersehen ist, die Th. Daiberün derNaturwissms'ÄM- kichen WachensckMst" (Verlag: Gustav Ascher, Jena) veröttentluhtt In der Nähe von Göppingen in Württemberg fand er nämlrch am Watdrande einige Schlehenbüsche, die von Blattläusen be^ setzt waren. Durch die Blattläuse wird eine Verkrümmung und Kräuselung der Schleheublatter tzervorgerufen, und an einem Strauche war es dadurch zu recht merkwürdigen Bildungen ge­kommen ; die Enden vieler Sprossen sahen aus,, wie gefüllte Röschen. Im Innern dieser Mattröscheni fasten die Läuse^ ^iese Mattröschen wurden nun sehr eifrig von den Arbeitern der Garten^ Hummel besucht: die langrüsseligen Kerbtiere benahmen sich daber gemu' wie beim Besuche von Müten: fie kwcheir mtt Kopf und Brust in die schmalen Oeffnungen hinein, spr Wn&fM*.

die am Grunde der Röschen zwischen den Blattstielen blieben, und leckten den süßen Säst der Blattläuse. Die benachbarten Sttäucher, aus denen auch Läm« saßen, die aber keine Röschen gebildet hatten dre L-protzache war hier nickst verkürzt wurden von den Hummeln gar mch». beacht: alle Sttaucher wurden dagegen von Ameisen abgewcht. In einem Fälle konnte Taiber beobachten, wie aus dem Innern eines Röschens eine .Ameise hervor,lurzte und etne besuchende Hummckl heftig angriff. Die Hummel flog davon und suchte sogllnch ein anderes Röschen des Strauche auf. Taiber suchte das Ver- lmlten der Hummel daraus zu erllären, daß ifo Wüfitl offenbar ge­borgenen Zuckersaft viel besser aufzunchmen vermag, Äs frei' liegenden. Vielleicht, so fügt er hinzu, ist. auch rin be)timntter Be rührungsreiz nötig, um die Hummel zum Besuche zu vermttassvl

tetzte Nachrichten.

<WTB.) Grohes Hauptquartier, 8. Februrtt

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

an der ganzen Front mar die Ge-echlstätigkeit

tNl

Feinde bereits mit worden. . ^

ch. Bon der Nahe, 7. Fckbr. Der Stadtvat vvn Heisenbeim hat für die durch das Hochwasser oesckMngten Bew^chner 5000 Mark bewilligt. Für die Arbeiten zur Besettigung der Hochwasserschäden werden russische.Kriegsgefangene hevangezogm. In der Gemarkung Boos stellt sich der Hoffwasserfchader, ans M000 Mark In

Kaff

gering.

Aus dem östlichen Maasnser, pei Bezvnvaur und süd westlich von Ornes brachte unsere Infanterie von Erwndun- gm eine Anzahl Gefangener zurück. Tagsüber blieb die Artil­lerie in diesem Abschnitt tätig.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Nmes.

Der Erste Gmeralguarttermeister Ludendorff.

* * *

Neue N-Boot-Erfolge.

Berlin, 7. Febr. (WTB. Amllich.) Neue ll-BlwtS-Erfvlge .... westlichen Mittclmeer: 26000 Bruttoregisterttmnen Die dadlrrch unseren Feinden zugefügten Verluste habe:: den Trans- portverkehr nach Frankreich und Italien s.chver getroffen. Unter den versentten Schiffen bestnden sich zioei große Tran», portdampfer und ein Tantoampfer, der mitsamt seinem Begleit-, fahr zeuge veniichket wurde und mrschnirmd Benzin oder Raphtv ael-ädcn hatte, da er unter einer ungeherieren Feuersäule versank. Äuä^ fünf ilalienistte SeMer fielen dem Eingriff der U-Boote zum Opfer, unter ihnen m SclMmerAttÄio",Urania" mit Kork- l^rtnlng undMaria SS, del Haradrm/^.

An den vorstehenden. Grfvlgen tmrr in erster Linie ein kleiner Untedeebvot unter Führung düs Oberleutnants z. S. Neumann beteiligt.

Berlin, 7. Febr. <WM. Mchdamlltch. Die häufige Versenkung von Tankdampfern bildet ein 'besonderes iieiteitStapiteT für die feindlichen Kriegsnmeinen. Tankdumpser sind meistens recht große, eigens für den Transport von Oes ciugerichtetc Spezialschiffe. Sie versorgen die Entente mit Pe­troleum, Naphtha und Benzin, die als Kraftstoff für den Schiffs­antrieb an Stelle von Johlen im Verlaufe dieses Krieges rate gewaltige Bedcuttmg gewmnren habe::. Auch die zur Mtveh:- unserer U-Boote ständig im Tienst gehältenen, meist mtt Oelfeueruny t»ersehe::en zaUlosen schwellen Fahrzeug«, Motorboote und Flug- zeuge steigert«: oen OesverbrMutz :cnd die Abhängßffeit unserer Feinde mm der überseeischen Zufuhr in ungoalmter Weise. Llond-c tUegistier von 1916 zählt nur 401 feindliche und neutrale Tanks dumpfer In Anbetracht dieser Zahl bedeutet jede Bersenkimg eines solchen Schiffes eine willvommrue Schwächung der Scbla^ fertigkett der feindlichen Kriegsflotten.

Untersuchungen Wer den Fall Caillaur.

Berlin, 8. Febr. Aus Bern meldet derLokalanzecger": DasGenfer Journal" berichtet: Aus Paris sind französische Kommissare eingetroffen, die in Begleitung schweizerisches Agerttei: in mehrerer: schweizerischen Städten Ermittlungen» in der Caillau x - Äff äre macksten. Mgeblich sollen in da< Genfer Hotels alle Fremdenbücher gründlich mtterfuckst worden fein Australien und die englisÄMN Enlührungssorgen.

Bern, 7. Febr. (WTB. Mchtamtlich.) Nacheinem Telegranmk «us Sibney an dieTimes" vom 30. Jarruar ist die B e s o r g n i ^ in Australien über die Lebensmittelversorgung in England im Steigen begriffen. Eine neue Bewegung arbeitet darauf hin, die Behörden m einer weiteren Einschränklmg der Küstenschisfahrl zu bewegen, um dadurch mehr Sch, fff für die Nahrunqsvrfuhr nach London freizubekommen