Amtlicher Teil.
Nl-tlWhkKmt«!
Sir. Paga. 1200/11. 17. K. R. A.
ZU der Sekanntmachung Ur. W. in. 700/5.17. K. N. A. vom 10. Juli 1017. betreffend Höchstpreise für Spiimpaprer aller Art. soMe für Papiergarne und -bindfädsn. vom 1. Zebruar 1918.
ett_nachstehende Bekanntmachung nrirb auf Grund des Gesetzes
Lver den Bclagerungsz-ultand vom 4. Juni 1851 in Verbindung §rrt dem besetz vom 11. Dezember 1915 (Reicl-s-Gesetzbl. S. 813), noi? a ^f r11 ^rund der Allerhöchsten Verordnung vom 31. Jul! ^- lEU '..ebergang der vollziehendeu Gewalt auf die Militär- belrord«! netrenend, ferner des Gesetzes, betreffend Höchstpreise, vom 4 Ailgust 1914 (ReichS-Gestchbck. S. 339). in der Fassung uom 17. Dezember 1914 (Reicl-K^esctzbl. S. 516), in Verbindung nnr bcu Bclantttmachurrgen über die Äenderung dieses Gesetzes 21. Januar 1915, 23. M-Lrtz 1916 und 22. März 1917 (RecchA^-esetzbl. 1915 S. 25, 1916 S. 183 und 1917 S. 253) zur Lmgemeinen Kenntnis gebracht mit dem Bemerken, daß Zu- MwerpauDlun-Aetk gemäß den in der Anmerkung*) abgedruckten Be- MmmmiFen bestraft werdrnr, sofern nicht nach den allgemeinen S-traiMetz.cn höhere Strafen angedroht sind. Lluch kann der Betrieb dEs aXrndelcjverbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernhaltung tmzuverlchsrger- Personen vom Handel vom 23. September 1915 ^Rerchs-Gesetztü. S. 603) untersagt werden.
Artikel I.
Die Preistafel I der Bekanntmachung, betreffend Höchstpreise Mr Spcnnpamer aller Art sonne für Papiergarne und --bindfäden, vom 10. Jul: 1917 — Nr. W. III. 700/5. 17. K. N. A. — wird solgenderniaßen ergänzt:
Gewicht eines
Quadratmeters
mit
löO v H
Natron-
sSulfat-)
Zellstoff
mit
75 bis 99 v.H. Notron- (Sulfat») Lellstoff
mit
50bis74v H. Natron- (Sulfat- gellstoff
mit
25 bis 49 v.H Natron» (Sutfat', Zellstoff
mit
bis 24 v. H. Natron ( Sulfat»1 3-2stoft'0
Brcift für
! !<x iu Vfennigeu
23 bis 24 g . ..
228
222
215
210
205
21 „ 22 „ . .
248
212
235
23)
226
19 .. 20-
293
- 287
280
275
270
17 „ 18 ,. . . .
333
327
320
315
310
Garnnummer
metrisch
mit
100 v.H Natron- (SuHat*) Zellstoff
mit
75b.99o.H Natron- (Sulfat-) Zellstoff
mit
60b.74v.H.
Natrcm-
(Sulsat-)
Zellstoff
mit
25b.4VvH
Natron-
(Suliat-)
Zellstoff
mit
0 b.24v.H. Natron- (Sulfat-) Zellstoffs)
Preise für 1 ker in
P^en >iqen
1
211
204
196
190
185
l,i
bis
2
225
218
210
204
.199
2..
0
2, 4
235
228
22)
214
209
2„
„
3
245
238
230
224
219
6,5
270
203
255
249
244
3, 0
4
300
293
285
279
274
4,i
4,5
355
348
340
334
329
4«
5
415
408
400
394
389
b'.
„
b,.
637
529
520
513
507
K
m
6
577
669
560
553
547
6,i
7
617
0)9
600
593
587
7,i
8
717
709
700
693
687
«„
9
817
809
8'>0
793
7-7
9„
n
10
917
9 9
900
893
887
10 M
11
1 017
10)
1 000
993
987
N..
„
13
1 167
1 189
1 150
1 143
1 137
>ch.
15
1 317
1 309
1 30»
1 293
1 287
16„
„
17
1167
1 459
1 450
1 443
1 437
17 „
„
19
1 617
1 609
r 6 )0
1593
1 587
12,i
„
21
1 767
1 759
1 750
1 743
1 737
der T
alr Garne gröber als 1 ffuetrisft abelle Aa der Preistafel II.
Artikel
> bcftümrtcn sich bk ^
[V.
Zreisc nach
spätestens am Tage c»es Inkraftlrevens der Höcht eprers« von dac Kriegs-RolLtois-Abteünng genehmigt bezw. ausgestellt ist.
Artikel II.
Diese Bekanntmachung tritt mit dein 1. Februar 1018 in..Kraft. Frankfurt (Main), den 1. Februar 1918.
Stellv. Generalkomu'.audo des 18. Armcekorps.
Nachsatz 1 und 2 zur Preistafel II Ab „Preise für Zwischen- nummern im VerhLttiis. Die Lieferung einer größeren als der. vereinbarten Numnrec darf, ivenu die Ailnv-eichung nicht inehr als 10 v. H. beträgt, zum Höchstpreise der vereinbarten Nummer erfolgen" falten fort.
Artilel V.
In Preistafel B 2 wird die Preistafel durch folgende Zelle ergänzt:
Artikel II.
In Preistafel I wird unter Zuschläge a 2 bk Preistafel durch folgende Zeile ergänzt:
Bei einem
Qusdra.Metergewicht de» Papiers von
18 bis 24 g
Dei einer Streifenbreite von:
Bei einem
Quaoratinetergewicht de» Papiers von
Bei e
10 mm u mehr
mer Schnittbreite der verw
I I
Su8mm 7 mm ^ 6 mm
endeten Sptnnreller von:
I !
5 mm : 4 mm | 3 mm
I
Ziiscblä'ae für 1 kg in Pftuu'geu
18 bis 24 g
46
0
70
82 100 ! 130
Artikel VI.
In Preistafel II wird unter Zuschläge dl die Preistafel folgendermaßen.ergänzt:
10 mm
Zus
; 7 mm i 6 mm I S mra | 4 mm 1 3 min
zrve.fach. drei und mehrfach
98 J108
121
134 149
164
179jl94 2l0 226|242i
tloa für 1 k? in Pfennigen
691 16
84
94j 105
116
127! 1381149 160171
31
43
Artikel III.
47
55 j 67 . 87
.Die Preistafel II erhält unter A folgende Fassung: A. Papierrundgarne
a) 11 n t e r Zugrundelegung des Durchmessers 1. bec Berioendung eines Papiers von inel für 1 qm:
mehr als 60 g
Bei einem Durchmesser von mm
1 bis
1,*
K
2.«
8 ,
11,
12 u, gröber 2 .
mit
100 v. H. Natron- (Sullat-) Zellstoff
mit
75b.99v^>.
Natrou-
(S>,lfat-)
Zellstoff
mit
5 b 74o.H. Olatron- lSulsat-) Zellstoff
mit
25b.49v.H-
Natron-
(Sullat-)
Zellstoff
mit
>b.24v.H.
Natron-
(Sulfat-)
Zellstoffs)
Preise für
1 kg in Pfennigen
395
185
177
171
137
165
162
150
157
188
178
170
161 4 160 358 155 152 150
181
171
63
157
153
151
148
145
143
176 166 157 151 147 145 142 139 137
170
160
152
146
142
HO
137
134
132
bei Verwendung eines Papiers von weniger als 60 g ffir 1 qm errechnen sich die Preise folgendermaßen: 110 v. H. des Höchstpreises des verwendetet Papiers mit folgenden! Zuschlag in Pfennigen:
Bei einem Durchirrt er von mm 1 bis 1 M 1„ bis 1„ 2 bis 2 U 2, B bis 2 ^ Preise frir 1 kg in Pieumgen 65 55 47 TI
mm 3 bis 3, fl 4 bis 5„ 6 bis *, fl 9 bis 11 „ 13 u. gröber 37 35 32 29 27
b) Unter Zugrundelegung der metrischen Nummern***) bei Verwendung eines Papiers:
co! d-
1/2.2 £
ja | Ja
."--2 »'42
Jk =
0 ' 3 | 2 I
0» «1 •*'
842 j2J j£ |2 ifi
ZS
|i£ 2
Preise für 1 k^ in Ptennmen
' \d'JO i
Artikel VII.
Diese Bekanulmachung tritt mit dem 1 Februar 1918 in Kraft. Frankfurt (Maüy, den 1. Februar 1918.
Stellv. Generalkommando 18. Armeekorps.
B e t r.: Wie oben.
An den Oberbürgermeister zu Gießen. Größt). PolizelamL Giesten und die Grostst. Bürgenne'st.rcien der Landgemem- dcn des Kreises.
Indem wir aus vorstehende Bekamtlmackmng-'n von l-eute verwesen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselben den In- terZserfteu alsbald Kenntttis zu geben und die Bekanntmackiungen m Ihrem Amtsziminer zur etwaigen Einsicht offen zu legen. Gießen, den 1. Februar 1918.
Grvßherzvgltches Krcisamt Gießen.
Ör. U s i n g e r.
A
WlilWkKM
9h. W. II. 2700/12. 17 K. 91 %.
zu der Bekanntmachung M. W. !l. 2709/217. K. B. A. vom l April 1917, öetreffend Beschlagnahme beumVoliener Spinnstoffe und Garne (Spinn- und Webverbot).
Vom 1. Kebrnar 1918.
. Nachstehende BeÄrnnttnailljimg wird hiennit aus Ersuchen des Kon-chicl/en Kri'gsntiiristeriums nrit dem BemerPen zur allgemeinen Kenntnis gebraclft, daß jede Zuwider Handlung nach ß 6 der Bekannt in ach nng über die Sick-erstellung von Krrogsbmarf in der Haftung vom 26. April 1917 (Reichs-^esetzbl. S. 376)*) bestraf,. wird-, soweit nicht nach allgemeinen Strafgesetzen höhere St'äsen verwirft sind. Auch front der Betrieb des HanÄelsge^- stfuraß der BÄcrnnttnachung zur Fern Haltung nnzuver- iaist.ger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (Reichs- Geietzbl. S. 603) umersagt werden.
Artikel I.
»»Die Ziffer 1 des § 3 der Bekanntmachung Nr. V7. II.
l 7 \ R A, betreffend Deschlag"ahine baumwollener SptnnstVsst und Ganre (-Spinn- und Web verbot), vom 1. 'April Ir. n^'^ch Anslandsspiimstoffe und Auslandsgante von der -oeiaMgnähme ausgenonnnen sind, wird aufgelwben.
Artikel II.
Diese Befanntmackiiung tritt am 1. Februar 1918 m Kraft. Frankfurt (Main), den 1. Februar 1918.
Stellv. GenerEornmnndo des 18. Armeekorps.
NÄljjllWchchßmiilU
Nr. Paga. 1500/11. 17. K. R», «.
i der Bekanntmachung Hr. Paga. i/io. 17. K. B. A. vom 25., Gttober 1917, betreffend Bsschlaamahme mn Spinnpopier, Papiergarn, Zeüstsffgarn undpapierdindfaden sowie Meide- pstcht über Papiergarnerzeugung.
Vom l. Februar (918.
Otachstehende BekvnnttnaffLrng tvird hiermit auf Ersuchen des
Mit Gesängans bis zu einem Jahr oder mit Grndstrafe bis zu zehntausend Mavt wird bestraft-
^.»
2 »ver unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiseite- schasst, befwüdtgt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft, oder ein anderes Vcräußerungs- oder Erwerbs» gcschäft über ihn abschließt:
3. wer der Verpflichtung, die beschlagnahmten Gegenstände zu verwahren und pfleglich zu behandeln, zulviderhandelt:
4. itxr den erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwiderha'ndelt
V e t r.: Narkitra^b''5imttma'.ivrng zu der Bekanntinachnrna Nr.
w II 2700 2 17. K. k. A vom 1. Avril 1917, bc° IriTeiLb Beichlaguahnre bmnnwvllener Spinnstoffe mch Garne (Spinn« und Weboerbvt).
An brn Odsrbürgprmeistkr zu Gi-ftru. Grotzh. Poltzrimre G'ietzcn mid die Gröfth Büriermnstcreien der Landgeurein- den des Kreises.
Indem wir aus Vorstände Bekarmtmachung des stellvertretenden Generalkommandos von heute verweisen, beauftragen wir Sie, von dem Inhalt derselben den Jnteressmten alsbald ^enntniL zu gelten und die Bekanntmachung in Ihrem Amtszimnwr zur elwatgen Einsicht offen zu legen.
Gießen, den 1. Febrimr 1916.
Großherzoglicves Kreisanrt Gießen.
I)r. U s i n g e r
. . „ gegen
die Deschlagnahmevvrsrln-ift-en nach §6*) der BekairTrtnrachung (IVr die Sicherstellntp-, toi Krregsbol-rrf m der Fassung vom 26. A'pril 1917 (Rci-ckrs-Gefetzbl. S 376) und jede ZunüderHandlung gegen!! die NleldePflicht gemäß §5**) der BestinnNnaciLrug über Aus- kunftspfliclst twm 12. Juli 1917 (Reichs-Gesttzbl. S. 601) ltostraft wird. Ä,uchi tjaum bev B«etrrch> des Hmtdelsgcwerbes gemäß der Bekanntmachung zur Fernhallung unzuverlässiger Persvncn vom Handel vom 23. September 1915 (Reichs--Gasetzbl. S. 603) untersagt wenden.
V 6 tl r l ä n d i sch er H i! fs d ien st.
Aufforderung des Kriegsamts zur freiwilligen Meldung getnätz § 7, Msatz 2 des Gesetzes über den vaterländischen Hilfsdienst.
*) Mit Gefängnis bis z-u einem Jahr und mit Geldstrafe bis 5 U zehn lausend Mark oder mit einer bicier Strafen wird bestraft:
1. wer die festgesetzten Höchstpreise überftfjcreitet;
6. wer einen anderen zum Abschluß eines Vertrages auffordert, drtrch den die 5)öchftpveist überschritten werden, oder sich zu einem solchen Vertrage erbietet:
3. wer einen Gegenstand, der von einer Aufforderung (§§ 2, 3 des Gesetzes, betreffend Höchstpreise) betroffen ist, beisti'tt- schafft, beschädigt oder zerstört:
4. tver der Aufforderung der zuständigen Behörde zum Verkauf von Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind nicht nach^imntt;
5. wer Vorräte an Gegenständen, für die Höchstpreise festgesetzt sind, bm zuständigen Beamten gegenüber vechrimli'chts
6. wer den nach 8 5 des Gesetzes betreffend Höchstpreise, erlassenen Ausstührmtgsbestiminungen zuwiderhandelt.
Bei vorsätzlichen Zuwiderhandlmrgen gegen Nummer 1 oder 2 ist die Geldstrafe mindestens aus das Doppelte des Betrages zu bemessen, um den der Höchstpreis überschritten ivvrden ist oder in den Fällen der Nummer 2 überschritten werden sollte: übersteigt der Mindestbetrag .zehntausend Mark, so ist auf ihn zu erkennen. Im Falle nlildernder Umstände kann die Geldstrafe bis auf die Hälfte des Mindestbetrages ermäßigt werden.
Bei Zuwiderhandlungen gegen Nummer 1 und 2 kann neben der Strafe angeordnet werden, daß die Bentrteilung auf Kosten des Schuldigen ösfenllich bekanntzumack-en ist: auch kann neben Ge- fänanivtzrase aus Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.
Neben der Strafe kann auf Einziehung der Gegenstände, auf fa- sich die sttmfbare Handlung bezieht, erkwtnt werden, ohne Untem^ved, ob sie dein Täter gehören oder nicht.
**) Also auch bei Verwendung von reinem Sulsitzcllstoff-
Papirr.
***) Hierbei bebeutet die Nummer die Zahl der Kilometer, die von einem Vapieraacn b'i einer Feuchtigkeit von 15' v. H. orvni FLockerrgewicht auf 1 kg gehen. BruchtBle, kleiner al-; Zehntel, bleibe,r. : .m sie 0,05 oder weniger betragen, unberücksichtigt, wenn sie mehr als 0,05 betragen, werven sie als ein volles Zehntel bo rechnet.
Artikel I.
2er letzte Absatz des A3 der Berainttmiack-lung, straffend B» schlog-"alnne von Spinnpapier, Papiergarn, Zellstrff'garn und Papierbindfaden fv-lvie Meldepflicht ül'er Papiergarnerzengung — Nr. Paga. 1/10. 17. K, R. A. — erhält folgende Fassung:
Jede nach den vorstehenden Besrimmungen erlaubte Lreferrmg kwird an die Bedingung aesnüvft, daß bweits festgesetzte ^vder noch festen setzende Höchstpreise oder sonst vvrgeschriel»e?ve Richttweise nicht überschritieu werden. Jedoch dürfen Lieferungen von Vapiergarnj auch nach Iwkrafttreten von s)Dchstpveisen zu höheren Preisen erfolgen, '.nenn der Belegsch-ein oder Fr-eigadeschmn. für diese Lieferung!
*) Mit Gefängnis bis zu einen: Jahre oder mit Geldstrafe bis zu zehntausend Mark wird,, sotern nicht nach allgetnernent Strasgcsetzen höhere Strafen verwirkt sind, bestraft:
2. wer^ unbefugt einen beschlagnahmten Gegenstand beiscite- schafft, beschädigt oder zerstört, verwendet, verkauft oder kauft oaer ei,. andercL Veräußerungs- vder Erlverbsgeschäft über ihn ablchließt:
-3. NEr der Vcrpslickftuucl, die beschlagnahmten Olegenständ? zu vet'wahreu und pfleglich zu behandeln, zuwiderhandelt:
4. wer den erlasseicen handelt.
Ausführnngsbestirmnungen zuwider-
**) Wer vorsätzlich die LLuskunft, zu der er auf Grund dieser Bekanntmarlung verpslrckj-tet ist, nicht in der gesetzten Frist erteilt over wissentlich^ unrichtige c>der unvollständige Angaben macht oder wer vorsätzlich, die Einsicht in die Geschäftsbriefe oder Geschäftsbücher oder die Desichligmrg oder Untersuchung der Betriebs- einrichLungen oder Räume 'verweigert, oder iver vorsätzlich die vorgeschriebenen Lagerbücher einzurichten oder zu führen unterläßt wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten und mit Geldstrafe bis lu 10 000 Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft, auch können Vorräte, die verschwiegen worden sind, im Urteile als dem Staate verfallen erklärt werden, ohne Unterschlied, ob sie dem A,uskunfts> pflurltgen gehören oder nicht.
Wer fahrlässig die Auskunft, zu der er aus Grund dieser. Be- kanntmawMng verpflichtet ist, nicht m der gefetzten Frist erteilt
unrichtige oder unvollständige Angaben macht, oder wer saho- lästig d:e vorgeschriebenen Lagerbücher einzurichten oder zu iüüren unterläßt, wird mit Geldstrafe bis zu 3000 Mark bestraft.
Helfer für die Etappe!
In dem genxtltigen, von unserem Heere besetzten feinde l ich e n <G € b i e i iv-erden zur Verwendung bei Militärbehörden.noch zahlreiche Hilfskräfte benötigt. Das Interesse des Vaicrlcmttos verlangt, daß, taugliche m:d entbehrliche Kräfte der Heimnt sich, zu diesem Etapixndienst zur Verfügung stellen. ZaÄ- reiche kriegsverwendungSsiLhige Militänchrsonen müssen irn de-, setzten Gebiet noch für den Dienst: an der Front freig>. nurcht werden.
Die Lebensbedingungen im besetzten Gebiet sind durchaus günstig. Gute Entlvhmmg und reichliche Verpstegung werden ge- wahrt.^ Und was bedeutet die Notwendigkeit, sich, in fremde Verhältnisse cinMgewöhnen, gegenüber dcnn Maß, von Opfern und End- bahrungeu, das unsere Krieger seit Jahren freudig ertragen!
Mimnlichie Hilfskräfte jeden Atters, auch Jugendlich, können, wenn sie geeignet besuinden werden, Beschiäftigung im besetzten Gebiet in: Westen finden mrd zwar für: Gerichchsdienst, Post- und Tele- grapnendienst. Botendienst, Technischen- und Eisenbahndienst, als \ Dftschier, Bücher, Schlächter, .Handwerker jeder Art oder als Hilfs- (schrei der, sowie im Sicherheitsdienst (Bahnschutz, Gefangenen- und Gesängmsvewachung).
P^rsoiien mit französischen und fläntischen Sprachkenntrnssen ttrerden bftondcrs berücksichtigt.
Welh-rpslichtige können nicht angenommen iverden, mit Ausnahme der 50o/o oder mehr erwerbsbcschränkten Kricgsbesckwdtgten.
Als Entgelt wird gewährt: Freie Verpflegung vvcr Gelvent- madtgung für Selbst Verpflegung, freie Unterkimft, freie Eisenbahn- fahrt zum BestiiinmunaSört und zurück, freie Benutzung der Fichd^*
freie ärztliche und Lazaveltbehandlung sonne ein angeniessener Ticnstlvhn.
Bis zur endgültigen Ueberweisung cm eine bestimmte Bedarfs- stelle wird ein „vorlänfiger Dienstvertrag" geschlossen. Tie endgültige Höhe d-cs^Lohnes oder Gehaltes kam: erst im Anstellungsvertrag selbst festgesetzt werden. Sie richtet sicb nach Art und Dauer der ArbeiL sowie der Leistjulitgsfäh'igkeit des Betreffenden. Eine auskömmliche Bezahlung wird zu gesichert. Falls Bedürftigkeit vorliegt, werdet: außerdem Zulagen für div in der Heimat zu versorgenden Familicnangehörigie 11 geivährt.
Die D-ersorgimg dcrjritigen, die eine Kriegsdienstbeschädigung crlerden, ist besonders geregelt.
Meldungen nimmt entgegen: Sezrrk;kommando Gießen' dabn sind vor,,lieg« I Etivaige Milasrpovi««. BeiMfiij,l,nqSa,isw«t» oder Arbei tspaprere, erfordrrlrchcnfalls . Abköbrschftn ' Es' ist au zu-
, wmrn d^Bnr.Er bic BeschLftigimg m;freien kann. Eine vorläufige arztil-ch-e Untersuchung erfolgt kosten^ . .ft dem Rezirks- kommandv. Ileder Bewerber hat sich den eru.-mrAicl^n "Schutzimpfungen zu unterzstl^n.
20166
Krieasamtficüc Zranksurr o. M.


