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Nr.,28 Awetter Blatt

Meßener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffeu)

Samrtag, 2. Februar (9(8

Aus Stadt und Cflttft*

G ie ften, den 2. Februar 1918.

** Höchstpreise für Spinnpapier und Papier- g«tn«. Die BeLmntmachuny, betreffend Höchstpreise für Spinn­papier aller Art sowie für Papiergarne und -brndsäden vont 10. Juli 1917 Nr. W. III 700/5. 17. K. R. Ai ist durch eine Nach­tragsbekanntmachung von: 1. Februar 1918 Nr. Paga. 1200/11. 17. K. R. A. in mehrfacher Beziehung ergänzt und abgeändert. Zur Preistafel I der B^crmrtmachung vom 10. Juli 1917 find zwei stiachträge vorgesehen. Die Preistafel II hat urrter II A eine andere Fassung bekommen; unter II B sind Nachsatz 1 und 2 fortgefallen; II B 2 und II b 1 (Zuschläge) sind ergänzt. Ferner ist abgeändert der 3 der BÄamttntachttng, betreffend Beschlag­nahme von Spinnpapier, Papiergarn, Zellstoffgarn und Papier- bindfadeu sonne Meldepflicht über Papiergarnerzeuguug vom 23. Oktober 1917 Nr. Pcvga. 1/10. 17. K. R. AI. in seip.enl letzten Absatz durch eine NachttogsbeLrnntmack-ung vorn 1. Febrar 1918 Nr. Paga. 1500/11. 17. K. R. A. Noch dieser Abänderung ist cm jede erlaubte Lieferung von Spinnpapier, Papiergarn, Zellstoff- garn und Papierbindfaden die meitere Bedingung oer^ Einhaltung bereits festgesetzter oder noch sestzusetzender Höchstpreise oder sonst vorgeschriebener Richtpreise geknüpft. Nach dem Inkrafttreten von Höchstpreisen dürfen höhere Preise nur dann noch berechnet werden, wemt der Belegschein oder Freigabeschein für die betreffende Liefe­rung spätestens aut Tage des Inkrafttretens der Höchstpreise von der Kriegs-Rohswff-MteilUng genehmigt bzw. aicsgest-Ält ist. Ter genaue Wortlaut beider NachtragslxLiurntmachungen ist in der heutigen Nunriner unseres BKrttes einzusehen.

** Beschlagnahme baumwollner Spinnstoffe und Garne. Im § 3 Ziffer 1 der Bekanntmachung Nr. W. II. 2700/2. 17. K. R. A., betreffend Beschlagnahme baumwollener Spinnstoffe und Garne (Spimr- und Webverbot), vom 1. April 1917 ist bestimmt, daß Auslandsspinnstoffe wrd Auslandsgarne von der Beschlagnahme ausgenonrmen sind. Diese Ausnahme wird durch die Nachtragsoekanntmachung Nr. W. II. 2700/12.17. K.R.A. oom 1. Februar 1918 aufgehoben. Der Wöntlaut der Nachtrags- b-ekanntmachung ist in der heutigen 'NnMMer dieses Blattes ein- zu sehen.

** Preise für Spargelkonserven. Durch Bekannt- imachuUg vom 19. Jänuar 1918 hat die Gemüsekonserven-^hriegs- gesellschuft in Braunschtveig die Preise für die Spargelkonseroei«< aus der Ernte 1917 festgesetzt. Sie bewegen sich für Stangenspargel, zwischen 1,90 Mk. und 2,75 Mk., für Brcchspargel z'wischens 1,35 Mk. und 2,35 Mk., für Spargelköpfe zwischen 2,05 Mk. und 3,50 Mk. für die Kilogrammdose.

** O es senil iche Versammlung. Sonntag den 3. Fe­bruar, na-ckrmiirags 3 Uhr spricht im Saale des^Hotels-FürstenHof" über Verstau digunysfrieden und Freiheit Reichstagsabg. Herm. Müller aus Berlin. Siehe Anzeige.

** Stadttheater. Nochmals sei auf die heutige Erst­aufführung der KomödieDie Straße nach Steinah df', van Wilhelm Stückten, hingewieseir, die durch ihre Eigenart, die einen neuen Ächter der deutslchjen Bühne, verspricht, entschiedest Beachtung verdient.

** An la g emu stk findet Sonntag den 3. Februar vorm. 11 Vs Uhr in der Ost-Anlage, mit folgender Spielfolge statt: -Ouvertüre z. OperWeuu ich König wär" von Adam. Walthers Preislied a. Oper: Die Meistersinger von Nürnberg von R. Wag­ner. Vorspiel u. Intermezzo n: Sigurd Jorsalfar von Grieg. Auszug der Stadtwachs, Ehrrcckterstüa a. b. Biedermeierzeit von L. Jeffel. Hmdenburg-VLarfch von Lehnhardt.

** Wiederaufnahme von Schnell- und Perso­nen rügen. Tie jetzigen Einschränkungen im Personenverkehr wurden bekanntlich in zw-er Stufen eingeführt. Bestimmte Schnell­züge und zahlreiche Personenzüge wurden am 13. dem Verkehr entzogen, während am 22. weitere Schnellzüge und einige Per- soneuzüge aufhörten zu laufen. Wir waren schon in der Lage, mit- zuteilen, daß die Einschränkungen im allgemeinen nicht von langer Dauer sein werden. Ein Teil der Züge werde schon nach 14 Tagen wieder in Vermehr gesetzt, wenn auch bestimmte Voraussagungen! in dieser Zeit nicht möglich sind. Inzwischen hat sich die Lage .owcit geklärt, daß anzunehmen ist, daß mit dem 5. Februar wie­der ein Teil der Züge ausgenommen werden Ecnnt. Es sind dies die Züge, die am 22. Januar außer Verkehr gesetzt wurden. Es ist demnach zu erwarten, daß voni 5. Februar an wieder der Fahr- plan durchgeführt ist, wie er vom 15. bis zum 21. Januar be­standen hat.

Kreis Schotten.

B Burkhards, 1. Febr. Auch in unserem abgelegenen Dorf mehren sich die Diebstähle. So sind dieser Tage in mehreren Häusern größere Wurst- und Fleischmengeit gestohlen worden. D«en Dieben ist man aus der Spur. - An Stelle des seitherigen Bürgerm erster Vertreters Schmidt wurde Heinrich KUeipp als Bei­geordneter mit der Führung der Amtsgeschäfte des Bürgermeisters für die Kriegszeit ernannt.

skreis Friedberg.

fc. Friedberg, 1. Feb. Tic katholische Pfarrkirche in Holz­hausen blickt in diesem Jahre aus ihr 200jähriges Besteherr zurück, ebenso die Kirche der evangelischen Gemeinde daselbst.

& Friedberg, 1. Febr. Vergangene Wockw fand hier eine überraschende Revision vorr Geschäften der Bekleidungsindustrie durch eine Kommission der Preisprüfrrngsstelle -Oberhessen statt. ES wurden hierbei in verschiedenen Geschäften sehr erhebliche Be­anstandungen erhoblen. Tie vorhandenen Warenbestände waren viel­fach nicht mit Preisen ausgezeichnet; in verschiedenen andererr Fallen waren die Preise abgeändert und ordnungswidrig erhöht. Tie Geschäftsinhaber wurden zur Anzeige gebracht. Briefträger Weller von hier erhielt das Eiserne Kreuz.

Q. Bad-Nauheim, 2. Febr. Tie Großh. Bade- und Kurverwaltung will versuchsweise in diesem Jahr die Sommerkuvam 1. April eröfftren und mit dem 30. Septem­ber schließm; die Vorbereitungen für die Sommerüur sind schon in vollem Gange und ist die, Großh. Verwaltung bemüht, den guten Ruf Bad Nauheims mich während der Kriegszeit anftecht zu erhalten. Verhandlungen mit namhaften Künstlern und Künst- leratiteu sind schon angeknüpft, und das Kürorchester wird am 1. April auf die doppelte Zahl der im Winter tätigen Musiker ge­bracht werden.

t Nied er-Weis el. 1. Febr. Dem Musketier Wilhelm Nikolay wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.

Gderhessrjcher Nunstverem.

Eine abgeschlossene, einheitlich zusammeugestellite Sammlung zeigt gegenwärtig der Oberhessische .Kunstverein in seinen Räumen int Turmhaus am Brand. In geschickter Verteilung sind hier Ge­mälde eines bekannten hessischen Künstlerpaares, des Professors Adolf Beyer und der Frau Anna Beyer, ausgestellt. Beide haben sich als Darmstädter Künstler schon lange einen Namen er­worben, und dem Besucher der Ausstellung hessischer .Künstler in Darmstzadt (1917 wird noch manches farbensatte Gemälde des .KünstlerPaares in Erinnerung sein.

Durchaus im Fahrwasser eines ausgesprochenen Impressionis­mus schwimmend, der es liebt, bei einer gewissen Flüchtigkeit der Technik die Tinge so darzustellen, wie sie im Gesichtsfeld erschnneit, und zwar unter höchster Intensivierung dessen, ivas von außen als Reiz dem Auge begegnet, dominieren diese Bilder durch dis Behandlung der Farbe, die zum ausschlaggebenderr Faktor wird, (grelle Lichter stehen neben tiefen Schatten, aus einem Gewimmel von Farbflecken setzt sich das Bild zusammen, und die erzielte Licht- stpigecung ist mitunter verblüffend. Die Freilichtmalerei, der Lu- minarismus erreickst einen Höhepunkt.

Die Flächentechnik ist in allen Gemälden, mit.Ausnahme der Porträts, dieselbe: Breite, kurz abgesetzte Färb strich:, nahezu oft quadratische Flecken, fugen sich zu eiwenr Ganzen, in dem Licht mrd Schatten den Bildgrgenstand heben.

den Gemälden Prof. Mols Beyers sei vor allem die duftigeWaldwiese" hervorgehoben. die in der feinen Schattierung der grünen Töne und der zarten, fleckigen Abtönung des Himmels, die vom Grauen ins G.rün-gelbe spielt, äußerst wirksam ist. Das einer dRalerrn" s-omie einTamLnbildnis" erfreuen zwzr

Starkenburg und Rbeinhessen.

ch Von der Nahe, 1. Feb. Im allgemeinen loar das Werngeschäft in der letzten Zeit nicht sehr belebt. Zu Verkäusenj kam es^dabei aber doch. Bezahlt wurden für das Stück 1917er 55007000 Mark. Auch ältere Stücke wurden abgesetzt und hoch bewertet.

Hessen-Nassau.

mr. Frankfurt d. M., 2. Feb. Donnerstag abend wurde das musikalische LustspielFvaueitliK" des Münchener Hof- Kapellmeisters Fritz Röhr im Opernhürts erfolgreich zur Erstauf­führung gebracht. Tas Werk, dessen ftüssige Musik uiü> geschmack­volle Instrumentierung entzückt, spielt in Kurhessen und schildert die Lift einer Gräfin, die durch Verwechslmtg der Pässe eines Gewürzhändlers 'intb ihres Gatten, diesen vor der Verhaftung durch die Franzosen schützt. Ter gute Händler Kvscmucbel kommt durch diese List in die größten Ml gelegen heiteit, bis die Gräsin dem

usamen Spiel ein Ertde macht und alles eingesteht, nachdem glücklich

die kleine Oper die Saktige PantomimeTer Schneemann" von

Graf

die Grenze überschritten. Es folgte dann auf

Erich Wolfgang Kvrngold, die dieser als lljähriger Knabe kompo nierte. Kapellmeister Iöütenberg ließ die Feinheiten der an Pnccini erinnernden Musik erklingsn und brachte auch dieses Werk zu nach­haltiger Wirlämg. Tie zahlreichen Zuhörer spendeten lebhaften Beifall mrd riefen Tarsteller. Kapellmeister und den anwesenden Konrronisten des ersten Stückes oftmals an die Rampe. Zum Schlitze gegen Fliegergefahr loerbeit jetzt in allen Stadtteilen Keller eingerichtet, wo die Passanten bei etwaigen Fliegerangriffen vor Bvlnbeir ltnd Sptitterlvirkmig völlig geschützt sind.

fc. Wiesbaden, 1. Feb. Während der Reise in die Heimat verstarb lauf See bei Laurenzo Marques der .Königliche Baurat Louis Weiler, ein Pionier des Teutschttmrs, dessen Vater als Eifenbahnb-aumeister in Wiesbaden lebte wld die Rheinbahtri Wies­badenNiederlahnstein unterbaute. Ter Verstorbene war zunächst als Ingenieur in Siain tätig. Bon 1898 bis 1901 baute er die Bahn TsingtauKiautschau. von 1903 bis 1904 war er an der Hedjasbahn tättg. In demselben Jahre noch wurde ec General­direktor der Slcmresischen Sdantsbahnen, wo er 1917 nach der Kriegserklärung Simns lan Deutschland interniert tvurde. Vor erni- geil Wochen aus der Gefangenschaft entlassen, schiffte er ftch nach Deutschland ein, um bei seinen hiesigen Verwandten Aufenthalt zu nehmen. Da ereilte ihn der Tod.

** Ziegenberg, 1. Feb. Dem hiesigen Schlioßherrn, Geh. Rat von Passavant, Vorsitzendem der Frankfurter Handelskammer, lvurde 'das Eiserne Kreuz am weiß-schlwarzeir Bande verliehen.

Acrchrrchtsn.

Sonntag den 3. Februar.

In der Stadtkirche, str/s: Pfr.-Äff. Liz. Reuning; 11: Kinderk. f. d. Matth.-Gem. Pfr. Mahr; 6; Pfr. Schwabe. In der Johanneskirche. 9V.?: Vfr. Bechtolsheimer; 11: Kinderk. f. d. Luk.-Gem. Psr. Bechtolsheimer; 6: Pfr. Ausfeld. Beichte u. hl. Abendm. f. d. Luk. u. Joh.-Gem. gemeins. Kirchberg. Vorm. 10. Lollar. Nachm. Ist?. Mainzlar. Abds. 8: Kriegs- betftunde.

KathsUsche Gemeinde.

6V0 Gel. z. hl. Beicht; 7; Hl. Messe, Komm. d. Jungfr. 8; Aust. d. hl. Komm.; 9; Hochamt nt. Pred.; 11: Hl. Messe nt. Pred.; 4r/r: Juugfr.-Kvngr.: 5st^: Christenl., darauf And. Nach jcdein' Gottesd. w. d. St.Masinssegen ert. Dienstag u. Freitag, abds. 8: Kriegsbittand. Samstag 9. Febr., itachm 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. ä. Diaspora-Gottcsd. am 3. Febr.: Lanbach 10, Lich OV*.'

Gereschrssaal.

--- Friedberg. 1. Febr. Wie die Nüsse verteuert werden, \ lehrte eure Verhandlung vor dent Frarikfurter Schösfengericbt. Kaufmann Hernnann Strauß vort hier kaufte von einem Ge­schäft in Gießen 678 Pfund Haselnüsse, das Pfund zu 72 Pfennigen. .Hiervon verkaufte er nach mehrereit Monaten 474 Pfund, das Pftntd zu 1,75 Mk., nach Offenbach an Kaufmann^ David; mit 75 Pfg. Preisaufschlag gingen die Nüsse an Kausmamt Fath- Frankfurt, der sie für 2,60 Mk. an Schepeler in Frankfurt wnter- ! gab. Und dieser verkaufte das Pfttnd für 3,50 Mk. ans Publikum. Tie Nüsse hatten also von Gießen bis zu den Frankfurter Käufern 500 Prozent Aufschlag erfahren. Tas Gericht verurteilte Strauß mtd Tavid zu je 300 Mk. uttd Fath zu 100 Mk. Geldstrafe.

Dransportv er kehr nach Italien u ud^Fran krerch gestört. Dabei wurden fünf Dampfer und> ein Segler mit über 2 3 0 00 B.-R.-T. versenkt. Die Dampfer umreit bis auf einen, bervaffnct und meist tief beladen. Tie Mehrzahl wurde in geschickt dnrchgesührtcm Angrisseit aus stark gesicherten Geleitzügen heraus- geschossen, darrtnter ein großer. iDruppentransportdantpfer, der unteü starker Zerstörerbedeckung fuhr, also lvoht besonders ivertooll war. Der verseitkte englische Segler Mäaria P. tvor mit Mein nach Malta unterwegs.

Ter Chef des Lldmiralstabs der Marine.

Presse nnd Herrenhaus.

Berlin, 1. Febr. (WsTB. Nichtamtlich.) Der Verein der Berliner Presse richtete als der älteste und! größte journcr- listische Berufsverein Preußens an die 'beiden Häuser der ,Ab- geordneten eine Eingabe, daß dem § 5 des GittwurfeS ebtf< Gesetzes betreffend die Zusammensetzuv.g des^ Herrenhauses ein Absatz treu hinz-ugefügt werde, der bestimmt, daß mindestens drei Mitglieder der preußischen Tagespresse als Vertteter der praktischen Journalistik gcmäß § 25a als Mit­glieder des Herrenhauses präsentiert lverden sollen. Ich einer entgehenden Begründung weist die Eingabe darmtf l)iin, daß die Presse neben den Universitäten nnd der Kirche eine der Quellet ist, woraus die geistigen mtd religiösen Bewegungen des Volkes Nahrung ziehen und daß der Minister des Jmrern selbst in seiner Einführungsrede tz-nr WiahtrechkSvorlage die Beruhter der Presst unter denjenigen genannt hat, 'deren lSttntme iml Hervenhause zu Worte kommen müsset, da diese Männer der praktischen Journal listik ihrer ganzen Eigenschaft nach, als Gesetzgeber besonders prä­destiniert scheinen.

Nirckkchr von deutschen Gcsanqcnen aus Nußland.

Berlin, 1. Febr. (WTB. NickMmtlich.) TieNorddeut-, che Allgemeine Zeitung" schreibt redaktionell über die ver­fehlte Propaganda der russischen Re vv lut io-, näre unter unseren Truppeit: .Unsere Gefangene in Rußland beirutzen die llnordnuitg int Lande und die immer schwächer werdende Besetzung der feindlichen Stellungen, um zu unserer Front zurückzukehren. Schon sind viele Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften zurückgekehrt. Tie russffche Propaganda hat keinen .Eindruck auf sie gemacht. Sie verlacheit sie und erllävcn ausnahmslos, für eine solche Wirtschaft, wie sie in Rußland herrscht, bedanken sie sich: dort hättat sie erst; die Ordnung und Sicherheit in der Heimat richtig schätzen geleimt. Auch, die troch in Rußland zurück- gehaltenen Kameraden dächten ebeitso und verlachet die p Eid­lichen Versuche, sie von der weltbeglückenden Idee der russischen Umstürzler zu überzQigCt. Tarmis sollte man sich hier in der Heimat die Lehre ziehen.

Die ukrainische Frage.

Berlin, 2. Feb. Die Behandlung der ukrainischen Frage, deren endgültige Lösung auf Wunsch der deutschen itnd österreichischen Delegierten bis zum Eintreffen der Ukrainer ver­schoben worden ist, ist, wie die^ Nordd. Allg. Ztg. redaktionell schreibt, offenbar seitens der rnssischen Delegation in der letzter Zeit eine andere geworden. Maßgebend dafür sind aber nicht die englijMeit politisch^ Doktrinett der bolschewikischen Machthaber. Maßgn>end ist vielmehr die bei ihnen vorhandene Ueberzeuguna, daß es deit bolschewkkischen ^Nassert gelinge!t wird, die Herrschaft der Rada in Kiew umzustzirzen und die Ukraine in ihre Gewalt zu bekommen. 9kus diesem Verhalten öffne sich ein neuer Betveis da­für, daß die Theorien von der Selbstbcstimrnung der kleinen Nation eit für die Bolschewiki mit dent Augenblicke aufhört, wo sie die Macht über diese Nationen gewonnen haben oder gewottnen zit haben glauben. Tann fängt die Vergewaltigltng dieser kleinen Völ­kerschaften an.

Der Luftangriff auf Paris.

Berlin, 2. Feb. Bei dent Luftangriff aüs Paris soll die Gesamtzahl der deutschen Fliegergruppen sechs zu ie zehn Aptzaraten ge>vesen sein. _

x Nachrichten.

(WTB.) Großes Hauptquartier, 2. Februar. (Amtlich.)

Vsn den Kriegsfthauplaßen nichts Neues.

Der Erste Generalguartiernleister Ludendorff.

Der öfterreichisch-uttgarische Tagesbericht.

Wien, 1. Febr. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Ocstlich von Asiago stürmte gestern der Italiener v'ermal gegen unsere Stellungen an. Jeder Angriff scheiterte de eits im eigenen Feuer unter schwersten Vcr- lnsten für den Gegner. Unserer Artillerie gebührt bei diesen Erfolgen besonderes Verdienst. In den Kämpfe,! am 28. und 29. haben sich das Egcrländische Schützenrcgimcnt Nr. 6 und das Landstusmregiment Nr. 6, das Pilsener Schützeuregiment Nr. 7 und das mährische Landstnrmregiment Nr. 25, das 3. Bataillon des 2. Regiments der Tiroler Kais rjäger sowie die Tiroler Landstnrmbataillone Nr. 168 nnd 171 besonders ansgczerchnet.

Der Chef des Generalstabes.

* *

Neue U-Boot-Erfolge.

Berlin, 1. Februar. (Amtlich.) Im mittleren und mest- lichen Mittelmeer wurde in letzter Zett besonders der

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Betr.; Kartoffelversorgung des Komnrunalverbandes Gießen rm Wirtschaftsjahr 1917/18.

Aus Grund der Nachtragsbestimmung der Reichskartoffel- stelle in Berlin sind zur Streckimg des Brotes ab 1. Februar 1918 zu belassen;

Ten Selbstversorgern die bereits verfügten Niengen in der Bekanntmachung vom 29. Septenrber 1917 (Kreisblatt Nr. 168).

Den Verforgungsberec.-ltigteit für die Zeit vom 1. Februar bts 30. April 1916 insgesamt 0,26 Zentner Frischkartoffeln ans den Kops. Ihnen, einschl. Lazaretten und mtderen militärischen Stellen ohne eigene Küchenverwältttng werdert die erforderlichen Mengen zu gewiesen. Ueber die Belieferung der Versorgungsberechligten zur Abgabe an die Bäcker und insoweit solche durch Bezugsscheine beliefert worden sind mrd selbst backen, werden wir Anweisung er- teilen. .

Dem Oberbürgermeister zu Gießen und den Großh. Bürger­meistereien der Landgemeinden des Kreises wird empfohlen. Vor­stehendes ortsüblich bekanntzumachen.

Gießen, den 31. Januar 1918.

Gwßherzoglichcs Kreisamt Gießen.

I. V.: Hemm erde._

durch die saubere, seine Pinselführung, tönnert >äber durch den etwas photographemnästigen Eindruck den Beschauer nicht erwärmen. Vor- tvessltch in Technik und Farbbehandlurrg, voll Natürlichkeit und Leben ist dagegen einHerrenbiÜmis". Auch die vorhandenen Pastellstudien sprechen von der reifen Künst des Meisters. Weniger ansprechend wirken zwei weibliche Akte. Hier vermag die fleckig- impressionistische Technik, die dazu noch durch Anwendung heller Farben deit umgebenden Raunt besonders betont, nicht die nötige Plastik zu erzielen. Besonders zu erwähnen wäre noch ein pracht­volles Blumen stückzwei Sträuße".

Frau Anna B e y e r, die mit einer großen Anzahl von Gemälden (Blumenstücken und Landschaften) vertreten ist, verfolgt in Technik und Auffassung dieselbe Richtung^ und erreicht mitunter bcilliierend-o Effekte. Zwei GemÄde,Mädchen am Fensber^^ und ,^Im Balkon", in breiter, helltoniger Durcharbeitung, erinnern lebhaft an Walter Georgi. Aus der Menge der Landschaften sei besonders auf die Bilder: Häuschen in Kranichstein, Lwidsch-aft mit Birke, Teich mit Herrenhaus Bmtmgrupve, Vor der Tür, Unter Kastanien, Garten mit Roseit aufmerksam gemacht. Mit dem Blumenstück erreicht die Künstlerin bei voller Farbengebung und schöner Technik große Plastik, wovor! Gemälde wieWeiße Rosert mit grüner Glasvase, Malven. Tulpen und Rarrunlel" u. a. Zeugnis ablegen. Zur Vervollständigung der Ausstellung tragen noch eine Anzahl Ra­dierungen bei. Professor Phil. Frank (Berlin)'zeigt in laMchaft- lichen Arbeiten eine hochentwickelte Schwarz-WeiK-Kunst, Jahn (Dresden) beweist in ftgürlichen und landschaftlichen Tarstellmlgen die seltene Nadelführung eines glänzenden Technikers bei hoch- malerischer Behandlung. Auch der hier schon rühmlichst bekannte Münchener Künstler Hah^.rl ist wieder mit einigen Radierungen

vertreten.

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Der dierjähnge 5pielp!an der Gietzener Ztabttheaters im Uriegszeitgemähe übertragen

von Hermann Steingoetter.

Tas Wintermärchen..... Verhandlnngen in Brest-Litowsk

Der Lügenpeter.Lloyd George

Ter dulckle Punkt.Periscop eines Unterseebootes

Die Königin der Luft .... Deutsches Flugzeuggeschwader Das DreimaderlhauS .... Die drei skandinavischen Reichtz

im Kriege

Das Glück im Winkel .... Neuttalität der Schweiz

Hans Huckebein.Cadorna

Kater Lampe ....... Kriegsdelikatessen

Die Bluthochzeit.Fl andern offensive

Der Herr Senator.Elemencean

Die verlorene Tochter .... D«e Ukraine

Das Enkelkind.re bambino

Der Soldat der Marie .... pion-piou

Glaube und Heimat.Die päpstliche FriedenSnote ,tnd

Italien

Sah ein Knab ein Röslein stehn Die Entente und die Dardanellen

Othello ..Farbiger Ententegenosse

Tie Straße nach Steinaych . . Fortschreitende Palamentarisi«-

rung der Regierung

Eolberg. Tie Blokade versagt

Ein unbeschriebenes Blatt . . Das Friedensdokument.