Taffima iwtereffteTen, tffc hie ^,Franrprrttr Zeittmq" öot fitr^m ge- IsgrntliÄ ber Berliner Urauffü^Tinto, des Werkes gebracht hat. Es dßt bc: „Einer, der Banalem seelische Leuchtkraft |a geben weiß 7rni> unS damit z-u einer Kckben Hoffnung wird: so halten mir Mil v ~tdm GtücklenS literarische (Srrfdxdnmig nach dieser ersten Begcg- rnrno in der ^rmifenina fest. Wilhelm Stückten versteht «i charakterisieren Gut gesehene Dopen tauchen aus. Handlung imb Chorak- tfrilKf sind- c . L6esentlich aber als das Sttick scheint der Eer- '-sprr. und c. oulicher als diese gute Sicherheit der Handlung^ führuna, die immer i>a entstehe wo aus dem Innern der Charaktere Äeraus gearbeitet wird^ ist seine Begabung, dem Banalen seelische ^eucktkrasl zu geben. stückten zeichnet so. daß die Phantasietätig- ttit des Zuschauers wachgrroi . - wird und man aus einem hinge- norr-men Zwanttgmarkstück au. nur klicken Reichtum zu schließen geÄ^rmgen ist. Tas ist es. was mir Stückten bemerkenswert und VAi macht : wie er die Zwanzi^markslücke, die schließlich jeder in der Tasche führt, hinwirfl Darin ist die Geste des Werfenden und d<r Klan.r des Goldes! Alltägliche Worte gewinnen, bei ihm seelisches Sckn?ergemicht. Ohne aus Stelzen zu gehen, schweben ihm nnrnclv Sätze."
** R i ch a r d - S t r a u ß - A b e n d. Am 2. Februar. abends VVt Uhr. findet im Hotel Fürstenhos ein Rich,rcd--SlrauFAd''N 0 na'1. veranstaltet von ersten Mitgliedern bc* Wiesbadener Hos- theaters. Nach den uns vorliegenden Beivroch ungen hat der Abend in (ruberen Städten eine außerordentlich güustrge Ausnahme ge- stnrden. Näheres siel?e Anzeige
** Keine Voraus za hl ung an unbekannte Firmen! Tiefe Mahnung wiedrrlwlt sich täglich. Trotzdem fallen noch, immer leichtgläubige Personen aus die verlockenden Angebote der Schwindler herein. Es. hudelt sich durchweg um sehr begehrte Gegenstände des täglichen Bedrrks, die angepriescn werden. Nicht Helten heißt tS m den Anpveißmgeu, es sei nur ein be- ßÄrör s er Äorrat rvrh.rnS-en und da l,ikmge',«ende Bestellung nötig. In der Besorgnis, zu spät jir f>mmen, wenn man sich erst über die unbeVannte Fi.rm<r erf:Migt. wird sofort das Geld einges.rndt oder durch die Bank überwiesen^ ,Um! Zeit 'zu gewinnen unsp möglichst viele CtnMhlmrgen noch einpnnrstn m .können, bei tätigen die Sckmnndler Len Eingang der Bestellung .uu>d sichern baldige Erledigung zu. .Fragt nvan nach geraumer Zeit crn, weil man von Tag fu Tag vergebens wartet, so^ bekommt man keine ^Antwort Er di-7 Äufrage kommt als unbestellbar $uriuf. Die Schwm.dl«er' lytfrer sich inzwischen verdachtet. Ihre Festnahme wird nicht selten dadurch besonders en'ckdvert, daß sie.unter- falschen Namert arbeiten! Und Irrt Namen — «es .sind Häufig recht wohlklingende, oie l sag ende Firmenbezeich;nungerr — gleichzeitig mit der Stätte ihrer Wirk- wr'ch' t wechsln. Selbst, lvenn sie später arrs findig gemacht tveroert, vst wenig Hostnrmg gegeben, wieder .zu seinem Gelöste zu kommen. Sie haben das Geld entweder verpraßt oder an 'willfährige Helfers- h?ls-'r verschoben. Alsto Borsich r gegenüber unbekannten Firmen, deßmders trcrni sie sofortige EinsenÄimg des Geldes verlangen! Eric erkundig« mau sich. Erhält man keine ausreichende Auskunft, barm sehe man twn einem Ge'chäft ab. Gerade die Verl'xkeud^ttn Anpreisungen sollten sn heutiger Zeit >mv'hst denn je das grösste Mißtrauen auslösen. Ist man aber schon einem Schwindler zum Ovfer gefallen, ^ami säume man. nicht mit seiner Verfolgung., Man »vvnd? sich unverzüglich an die Zentralstelle zu Bekämpf'mg der Sch'nin^sersirm-sn in Lübeck, die Jdlan Manchen Schwindler! entlarvt «und vielen Wetvogen-en ihr -Geld zurückverschafft hat. IiDernvann kann die Hilfe der.Zentralstelle unentgeltlich in Anspruch nehmen.
** B e n i\ b n n Q, der Schnellzüge durch beurlaubte Mil l t ä r p e r s o 7t e n. Di? Berechtigung ztlr^. ^ ?mtzirnp v",, Sck nellzügen bei Urlaubsreifen zu den Sätzen de-' Militärtarifs ist von der Eiseubahnverwaltung bis auf weitere auf Reisen über 300 Kilometer beschränkt worden. Di? Benutzung gilt nicht für die Urlauberschnellzüge. Diese dürfen auch künftig von den Urlaubern ohne Schnellzugs- "' echtiachng benutzt werden. Bei Urlaubsreisen unter 300 lilan'eter Entfernung dürfen zuschlagspflichrige Schnell- mge nur benutzt werden: a) von Militärpersonen, die rvegen schwerer Emkrankitng oder Todesfalls in der Familie neurlaubl sind, b) von Militärpersonen. die nachweislich nnautschiebbare persönlich? oder geschäft ick?e Angelegen heilen ztc regeln haben, bei Reisen über 100 Kilometer.
* v Kuochensammlung mtb N-Boot-Krieg. Ucbcr die Be^eunmg 'c-ec .Knochensanrmiung gibt ein zweites Merklilatt der Zentrale für .".riegshilsc der Schulen bemerkens^verte Angaben. Ans geioisSen >Kn«hen wiro das Klauerr- oder Knoct-enöl hergestellt. Es ist dst's der einzige Stofs, aus dem Torpedo-^Schnrierol für unsere Marine gewonnen werden kann. Ginen Ersiatzstass für dieses Oel gibt es nicht. So steht die Sammbmu, und Verwertung der Kiwichen m unlösbarem Zusammenhang mit dem U-Boat-Krieg. Nach einem Gutachten des Reia^gesuiidl-eitsamts karm ferner aus dem Knoci)en- feit ein vollwertiges Sveisesett her ^'stellt werden. Außerdem wird daraus dos Ölein gewmmgn. das rn der VetteidungsiTÜmstne unumgänglich rwtwendig ist, ferner Glyzerin, das in' den Kerzerr- juH-ifr'u verarbeitet trnrb, Poch, das in dm verfchiedenstm Ge- werlmr Berlvendung findet. Selbst stark vorgekochte Knochen enthalten etwa b — 6o/o Feit, tvemger stark vorgekochte .Knochen 8 — 10«'". Trotz des großen FettnnrngelS werden bei uns noch täglich große Mm gen von Knochen achtlos beiseite geworfen.'. Städten unt Kommrmalverbänden nnrd 1°/y des abgelieserten gesamten KnochsnMaterials in Form von Margarine ufote Anrechnung auf die Fettratiorr, forme ein Quantum Knocken brüh- Würfel zur Derfstgung gestellt.
** Schrrtz den Ha selnußsträuchern und den Weiden. Naeldem seit 10 Tagen die Witterung ungewöhnlich ja frsthliiig'smäßig mild ist. zeigetr sich bereits die ersten Vorboten des vierten K'riegslenzcss. Es sind die „Raupen" der Haselnuß- sträucher amb die stlbergrauen „Kätzchen" der Weidm. Wie stets sv mutz man auch diesmal nüeder die betrübende Tatsache beobachten, daß wl)e Hände diese Strärrchn rüksichtslos plünderm Wenn jemand sich einen Zweig vorsichtig absclpreider, tvill man ja nichts dagegen einwenden, aber es ist doch icnverantwvrtlick. wie manche „Naturivennde" die Achte büschelweise abreiß-m und später — forttverfen. Bedenken diese Leute denn gar nichr, daß die Sträu- cher erhebtväZ in ihrem Waclxstum geschädigt werden und daß viele tausend Zenttrer Haselnüsse verloren gel>en?
Landkreis Gießen.
** Großen-Linden, 30. Jan. Dem Krieflsinvaliden Heinrich Peter. Inhaber der Hessischen Tapserkettsmedaille wurde nachträglich das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
** L i ch, 29. Jan. ÄelwMMM Heinr. L i ß m a n n erhielt die Hessische Tapfersteitsmcdaille.
:: O b e r - B e s s i n g c n, 30. Jännor. Im Alter von 73 Jahren starb hier nach 36jähriger Dienstzeit unser Bürgermeister Kühn. Biel hat der Verstorbene für dre Gemeitcke getan und hat sich durch die Grbammg eines neuen SchritlME^s, der Eiserr- bahn und Wafferleiturrg, den Anschluß an die elektrische Ueberland- zentrale, Vornahme der FVbereinig-lNg und den Ankauf der in hiesiger Gemarkung gelegenen fürstlichen Wiesen ein bleibendes' Denkmal gesetzt. Vor einigen Wochen stierte er noch mit seiner? rüstigen Gattin das Fest der goldmen Hochzeit.
r * Mrlnstcr, 30. Jän. Am 31. Januar blickt unser Ge- meindesörster Plnlivp Sieg auf eine bOiährrge Amtstätigkeit zurück
Kreis Büdingen.
<*■ Büdingen, 24.;Jan. Nicht weniger als 210 .Kreis- einwohner aus 30 Orten bestrafte das hiesige Kreisamt in einer einzigen Veröffentlichung wegm verweigerter Sperkabgabe mit Geldbußen in Höhe von 3 bis 100 Mark. Die gesamte Geldstrafe beläuft sich ans 4580 Mark. In einigen Dörfern, wie Wenings und Bingenheim, verfiel fast jede Haushaltung der kreisamtlichen Bestrafung. Mit dm früher schon verhängten Strastn hat die Zahl der Specksünder aus dem Kreise Büdirrgen die stattliche Höhe von 341 erreicht.
Starkenbnrg und Mhkinhessen.
Mainz, 30.Inn. <B. T.) JnUnterboru fuhr infolge falscher Werchmstellung bei Achtem Nebel der DersvncnMlg 1243, der mm Mainz nach Wln unterwegs war, auf einen Rmrgrerzua auf. Mrchrevc Personen twaben schwer verletzt.
** BenSheim, 59. Jan. Hier starb der aNgemein bekannte und bel-iebt-: Bolksdichter urck Erzähler Phil. B u x b a u m. Unter einen zahlreichen Erzählungen seim besonders hervocgehobm: Der Mdosbauer (1906), Wildheckm (1907), Bilder aus dem Odenwälder Volksleben, Bon Jägern und Wildschützen (1909).
Kreis Wetzlar.
ra AuS dem Kreise Wetzlar. 28. J-on. Mit denr heutigen Montag lieginnen im l>iesigen Kreist die VorrotcheststelLungm über Brotgetreide, Gerste, Hafer, Hüls-ensrüchte sowie Heu und Stroh. Zur Bestellung der zum Betriebe gehörigm Grundstücke werden als Saatgut bewilligt: an Gerste 80 Pfund auf den Morgen, an Erbsen und Hafer 1 Zmtner aus den Vlorgen. In dcn Gerneircken Baaunsels, Greifenstein, Olneöclbach, Hohensolms und Bellersdorf wurden IV« Zmtner Saathafer auf den Morgm gestattet.
vesken-Nasstiu.
« Frankfurt a. M., 29. Jan. Ter zrveite literarische Gc- stllschaftsabmd brarliüe die U r au f f ü h ru n g von Johann igurj-onssons „Qoftnr, der SÄmärmer". Die Fabel des Stückes, dem isländischen Sagernreis entlehnt, behandelt in fesselnder Form die Liebe einos angehendm Priesters zu einer Magd, deren Unglück und Tod der Jüngling verschnldei. Durch die Liebe zur Bischofs- tock^ter fühlt er sich frei, gereinigt mrd eükmnt seine Bestimmung
Besseren. Eine Stimme von obm laßt ihn wissen, daß in ihm das Böse stärker iffc als das' Gute. Er stirbt. Das Sckauspiel, ungemein lebendig gespielt und erfüllt von zahlreick>en iesselnöm Gestaltm, vielleicht besser chrrafterisiett als die Hauptperson selbst, fand wohlverdimtm lebhafdm Beifall. Hysschauspstler Ianssen mvs München als Loftur und unsere heimische Schauspielerin Frl. Fuchs als Magd botm hervorragende Probm ihrer reisen Kunst.
Frankfurt a. M., 29. Jan. Ein aufregender Vorfall spielte sich Montag mittag im Hauptbahnhof ab. Mit einem größeren Transport Strafgesangmer sollte auch der vielmals vorbestraste Heinrich 55rinkaus von^hier zur Verbüßung von sieben Jahren Zuchthaus nach der Strasans'talt Butzbach verbracht werden. In dem Augenblick, als der Frankfurt-Gießener Zug mit .einem Gesangmen-Transportwagen in die Halle cin- li-es, riß sich Trinkaus von dem mit ihm znsammengesesselten Mitgefangenen los, fprmrg unmittelbar vor der nock rollenden Maschine über die Geleise auf den anderm Bahnsteig und verschwand spurlos. Die sofort vorgenommmm umfassenden Verfolgungen hatten keinm Erfolg. Der Verbrecher konnte bis zur Sttmde nicht ergriffen werden.
= Frankfurt a. M., 29. Jan. Durch zwei Berliner Kunsthandlungen soll im Laufe dieses Jahres eine der hervorragendsten Kimstsammlungeir der W^elt, die des Privatmannes Fritz von Gans, öfsmtlich versteigert werden.. In jahrzehntelangem Sammeln hat dieser eigenartige Kunstfreund und Kunstkenner unter Auswenduirg gewaltiger Mittel eine schier endlose Fülle der er- lesmsien Skulpturen, Malereien und kunstgewerblick-m Gegenstände aller Zeiten in seiner Villa an der Tannusanlage znsammen- getragm. Unerreicht i)f der Schatz an Juwelen und antiö?m Gold- schmuck Vor fünf Jahren schenkte Herr tzians seine Antikensamm- lnng den Kgl. Museen in Berlin und erhielt dafür den Adelsbrief. Es ist zu hoffen, daß diese Millionen rvertende Sammlung des jetzt 84jährigen Greises restlos deutschen Museen und Mnslsreunden verbleibt. ^
mr. Franksu r t a. M., 29. Jan. Tie heutige Stadtvervrü-- -netenversammlimg beschäftigte sich eingehend mit der Aenderung der Gemernideverfassung, insbesondere des Wahlrechts. Es lagen bän-M Anträge der Sozialdemokraten und der Fortschrittlichen VolkSparter vor, 'die Jtcü in vielen Punkten näherten. Beide Parteien fordern das Wahlrecht der Frau, das Wahlalter wollen dic So- z-ialdemokrcrten aus 21 Jahre, die Fortschrittler auf 24 Jahre ststgesetzt wissen. Zur Wähl soll derjenige berechtigt sein, der ein Jahr in Frankfurt fern eit Wohnsitz hat. Das Hausbesitzerprivileg zur Wahl in die Stadtverordnetenversammlurrg soll abgeschafft werden. Der Magistrat unterstützte die Anträge in ihren wesentlichst Punkten, nur w-ill er das Verhältniswahlrecht eingeführt wchsen. Auch den Kömmiituckbeamten soll das Recht z-u wählen zu- gestantfen rverden. Die Zentrnmssraktton unterstützte gleichzeitig die Anttäge der Fortschrittlichen Volkspartei, während die National liberalen von einer Aenderung der Gemeindeversasfung nichts böreir nwllen. Nach dreistüich-iger Debatte wurde ein von Fort- scknittlern und So^ialdeniokraten eingebrachter Antrag auf Ein- setzurtg einer gemischten Kommission des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung Mr Ausarb.nttlng einer Petition an die Regierung gegen die Sttmmen der National liberalen angenommen.
-- Eppstein i. T., 28. Jan. Oberhalb des Dorfes löste sich an einem Berge infolge Tmtwetters ein gewaltiger Felsbl-ock los und stürzte in die Tiefe. Die Gesteinsmassen, etwa 2000 Zentner, sperrten die Hauptstraße. Menschenleben waren glücklicherweise nicht zu beklagen; auch Materialschaden wurde nicht an gerichtet.
*= Kreuznach. 29. Jan. An der Eisenbahnunfatlftelle bei Kirn an der Nalie fanden Taucher die Reste eines noch tief im Schlamm steckenden D-Zugwagens; unter den Trümmern lagen drei Leick)en. Es werden von Angehörigen noch zaliäreickx Offiziere gesuckst, die sich an dom Unglückstage ans der Heimreise nach der Heimat befanden, seither aber nichts wieder von fick httren- ließen.
Geriehtssaa!.
1 Darmstadt, 29. Jan. Der 19jährige Hilfsarbeiter Wilh. Stehling aus Kanusladt unterhielt mit der 28jährigen Schwiegertochter seiner Pflegoellern, einer KriegerSwittve in Offenba-ch. ein Liebesverhältnis. Nach eitrem Zerwürstiis reiste er^ von Offen- bach ab tmd nahm in Abwesenheit der Witwe Kleider des Gefallenen mir. Die Witwe zeigte ihn aus RackL NTegttr schweren Diebstahls an, das Gericht sprach ihn jedoch frei, da der Angeklagte das Einverständnis der Witwe annehmen konnte. —Der 32jährige Fuhrmann Friele von Offenbach verkaufte einein 16jährigeit Fuhrmann 2 Säcke Hafer aus den Vorräten seines Herrn. Er tst bereits 16 mal vorbestraft mtb erhält 1 Iabr 3 Monate (^fängnis. Der andere, der aus Sorge uin sein unterernährtes Pferd handelte, wird zu 3 Monaten verurteilt. — Der Prokurist Ioh. Ad. Angersbach ans Offenbach verwaltet als langjähriger Angestellter der Baufrrma Beck etwa 40 Ofsenbackjer Amv<en. Trotz wiederholter Aufforderung ließ er eine schadhafte Giitertür nicht instand- setzm. Ebn ältere Frau, die eine Putzmacherin im Hinterhanse auf- fuchen wollte, stürzte iitfr'.gedeisen bei der fehletrden Veleultchtrnrg des 5>oscs die Tre))pe in die Waschküche hinab, zog sich einen Schädel- brnch zu rrmd starb anr rrächstert Tage. Wegen Vernachlässigung der S rche r hei ts vockkehrm? gen als Hans^iertvalter wrrrde Ä. zu 2 Monaten Geiängnis verurteilt.
Letzte Aerchrichten.
(MTB.) Großes Hauptquartier, 80. Januar. (Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
An persMedeneu Stellen der Front Artillerie- und Minenwerferkämpfr.
Die Jnfanterietätigkeit ülieb auf Hrkundungsgefechte beschränkt.
Unsere Flib fügten erfolgreiche Angriffe auf Eng- larrd und die fran^ fische Mrdküste durch.
London mW Souchrnd, sowie Dünkirchen. Gravelinrs mW Calais wurden mit Bonwen beworfen.
Im Luftkampf?vurden gestern acht feindliche Flugzeuge mW zwei Fessetdallone abgestlwfsen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Mazedonische Front.
Die Vorstöße feirwlick^r Kompagnien gegen bulgarische Feldtwtchstelllungen nordöstlich vom Doiran-See wurden abgewiesen
Italienische Front.
Auf der Hochs!äck)e von Asiago ha^en die Italiener mit starken Kräften ihren Angriff ftrrtgesetzt. Im (Gebiete des
Monte Sisemol sind sie unter schweren Verlusten gescheitert. Der 9Nvnte Di Bai Mtla und Col del Msso blieben muh hartem Kampf tu Händen des Feindes.
Der Erste Generalgnariiermeister Ludenvorff.
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Neue U-Boot-Ersolge.
Berlin, 29 .Jan. (WDB. Amtlich.) Neue U-Bvvt^ Erfolge tm mittleren und östlichen Mittelmeer: 8 Dampfer.
3 Segler mir rund 30 000 Brutto-Register- Donnen. Die Dtehrzahl der Dampfer war ttef beladen und befaird sich teils in stark gesicherten Geleitszug, teils einzeln unter Zerstörer- und Wschdampferbedettung fahrend auf dem Wege rmch Jtalieri dz>w. dem Orient. Unter den versenkten Schissen tonnte der englische Dampfer „West> Wals" (4331 Dörmen), mit Kohlen nach Port Said, ferner ein großer Tankdampft^c und ein Dmnpfer von 4000 Tonnen, der nach der hesttgen Explosion zu urteilen, Munition geladen hatte, festgestellt werden. An den Erfolgen war im besonderen der k. u. t Linienschifssleutnant .Hudezel beteiligt. Der Chef des Admiralstabes der Marirw
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Madrid, 28. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Nach Berichten über die Torpedierung des s p a n i- s ch e n Dampfers „G i r a l d a" ist das Schiff am 26. Januar, 30 Meilen westlichi von La Guerdie, von einem Tauchboot angehalten und zur Explosion gebracht worden. Die Be- satzurig wurde durch das Scl)isf „Cabv Mener" ausgenommen und in Vigo au Land gesetzt.
Paris, 28.Jan. (WTB.) Der Materialtransportz- dampfer ,,D r o m e" und der Fischdampser „K e r b h a n" sind angesichts von Marjeille auf Minen gelaufen und gesunken. 40 Mann werden vermißt.
Klagen schwedischer Kaufleute,
Stockholm, 28. Jan. (WTB. Nichtamtlich..) In attm Schreiben an den König hat sich, wie „Stvckhvlmsl D-ogbladet" mit- teilt der Reichs verband der s ckwedis chen Kolon ialwa ren»» Großhändler über die bevorzugte Stellung der bekannter^ T r a n s i t o - G e s e l l s ch a f t in Schwedeir beNagt. NackHem die Versuche der Importeur-: für Kolonialivaren. ihre in Etrgland, liegenden und dort beschlagnahmten Wlarenpartie^t frei zu bekommen, vhite Resultat blieben, sal-en sich die schwedischen Kaufleute zun Vermeidung schwerster Verluste gezwungen, diese Waren für einen lülligeren Preis an die Aktiengesellschaft Transiw zu verkaufen. Erst dann und auch nur dann gelang es den schwedischen Unter- Händlern in England, die Waren zum Verkauf in SchwcLen frei* zubekommen. Auch auf eine neuerliche Anfrage der Verbands- Mitglieder, wie die Frei-gabe ihrer Waren erreicht werdet: farme, tvurde ihnen mitgeteilt, sie sollten sic an die Dransito-Gesellsck^ifü verknusen. Demgemäß ist die Unzufriedenheit unter den schwedisä-en Importeuren sehr groß. Der Reichsverband wandte sich daher an» (>en König mit der Mtte-, die in Eitglnnd^ wellenden schwedis-chenl Unterhändler zu veranlassen, darauf hinzunnrken, daß die Waren cm ihre wirklichen Besitzer sreigegebert werden Die literarische Produttiou in Deutschland und Fral'.kreich.
B e r l i n , 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die literarische P r o d u k t i o n Frankreickis betrug 1913 über 11000, 1915 weniger als 4000 Neuerscheinungen. Das abgesperrte, unkultivierte Deutschland veröffentlichte in den gleichen Jahrert 36 000 und 24 000 Bücher. Deutschland produziette also sechsmal so viel Bücher im Kriege. Sogar Italien übertras die literarische Produktion Frankreick>s im Jahre 1913 um das Dreifache.
Aus dem österreichischen Abgeordnetenhaus.
Wien, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Das Abgeord-, netenhaus wählte den deutschen Sozioldemotraten Seitz zum Vizepräsidenten au Stelle des verstorbenen Abg. Pernerstorfcr.
In der fortgesetzten Aussprackie über die Jnterpellationsbeant- wortung beantragte Stanek, die Ittterpellationsbea'.rtwortnng des Ministerpräsideitten über die Konfistation der Deklaration^ der böhmischen Abgeordrteten nrck)t zur. Kenntnis zu nehmen. Ministerpräsident von Seidler erklärte, nach der sckarfen Kritik der Resolution in der Jnterpellationsbeautwortung habe die Oeffinttlichkoit ein Recht daran, die Resolution selbst kennen zu lernen und sich ein selbständiges Utteil zu bilden, ob die Regierung recht hat oder nicht. Er habe deshalb die Freigabe der Resolution verfügt. Seitz erklärte namens der deutschen Sozialdemokraten, daß sie sich nach der Erklärung des Ministerpräsk-^ denren der Abstimmung enthalten werden, und betonte, daß die Bestrebungen der tschechiicken Parteien nach Vereinigung von Böhmen, Mähren und Sck)>lesien zu einem staatsrechtlichen Ganzen, durch die die deutschen Staatenländcr einer nationalen Gewaltherrschaft ausgeliefert wurden, den schärfsten Widerstand aller Deittschen, das Proletariat mit eingeschlossen, finden würden^ Der Antrag Stanek wurde mit 155 gegen 105 Stimmen abgelehnt.
Die Verteilung der Nahrungsmittel aus den besetzten Gebieten.
Berlin, 29. Jan. (WTB. Nichtamtlich., Immer wieder tauchen in der Presse des In- und Auslandes Angaben über die Teilung der Vorräte des besetzten rumänischen und italienischen! Gebietes zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn ans, die je nach der Parteirichtt-ng in diesem oder jenem Sinuc kommentiert werden. Eine .Klarstellung scheint daher am Platze. Aus Italien kommt die Anfuhr von Lebens- und Futtermitteln^ überhaupt nicht in Betracht, da die dort vorhandenen Vorräte nicht einmal mehr zur Ernährung der italienischen Bevölkerung ausreichen. Aus Rumänien hal>en seit der Besetzung des Landes bis zum heutigen Tage Deutschland 630000 Tonnen, Oesterreich-, Ungarn 756 000 Tonne:: Getreide einschlieUick Mais erhalten^ Zrrr richtigen Beurteilung dieser Zahlen ist zu berücksich-igen, daß das Verhältnis der Einwohnerzahl zwischen Deutschland undi Oesterreich-Ungarn. 7:5 l>ettägt und daß im Frieden Deutschland 5 2 /~ Millionen Tonnen Getreide einschließlich Mais cittntOrenT muß, während Oesterreick>-Ungarn eine .tenncnswerte Einfuhr in diesen Dingen überhaupt nicht hat. Die übrigen Rohstofse im# Landeserzeugnisse des besetzten rumänischen und ttalienischen Ge«, bieteS sind zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn nach denr Grundsatz geteilt, daß jeder Staat dasjenige erhält, :oas er aml^ nötigstkni braucht.
Eine große FeuerÄrunst in Neuyork.
Berlin, 30. Jan. Laut „Deutscher Tagesztg." melden inm* zösische Blätter, eine riesige F e u e r s b r u n st in 5'?euyor5- habe Docks ans enter Zcaw von 3000 Metern svivis sieben staatliche Speichelt verntchret. _
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ümversifät Frankfnrl a.E
Das VoplcsnnK«ver*eich!sls für das am 16. April be<rinucnd© Koraroctr-Semester ist erschienen und wird vom Sekretariat (Jordanstraße 17» «orou Voreinsendung von 45 Pffc. (Nachn. GO Pfg.. Ausland SO Pfg.) zugesandt. 71 ss


