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W. 21

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heftige Kämpfe zwischen Asiago und vrenta.

M. Jahrgang

Dienstag. 29. Zanuar,9(8

postscheckkopts:

Zranksntt a. M. N686

General-Anzeiger für Oderhessen

vantverkehr: Gewerdebank Gießen

AwMingrnmddruck u. Verlag

vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steinörudcrci N. Lange.

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säiitlltch tu Gießen.

MTV.) SrntzeS Hauptquartier, 28. Januar. (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Nördlich von Berelaere wurden bei einem Erkundungs- vorftoh 17 Engländer, darunter 1 Offizier, gefangen.

Die Artillerietätigkeit war fast an der ganzen Front ge­ring. lebhafter an einzelnen St.llen in der Champagne und im Maasgebiet. \

Italienischer Kriegsschauplatz.

Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden dauern seit gestern nachmittag oie Artilleriekämpfe an. die sich bei Tages­anbruch im Gebiete des Cot di Nosso zu größter Heftigkeit steigerten.

*

Van den sicheren Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquaniermeister Ludendorfs.

, *

Der Abendbericht.

Berlin, 28. Jan., abends. (WTB. Amtlich.)

Zwischen Asiago und Brenta sind mit italienischen Angriffen heftige Känrpfe entbrannt.

Don den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Heute bsgimren in Brest-Libvwsk wieder die Friedens- verbandlunaeu. Dvotzki soll in Petersburg erklärt haben, die russische Delegation werde au ihren Bediitgurrgen uiierschüt- derlich festhaltzen. Demgegenüber erläßt das Organ der deut­schen Regierung, dieNordd. Allgem. Ztg", noch einmal Mgenden nachdriüklichen Hinweis:

Nach den blutigen Erfahrungen Kieses wie Rußland selber bewiesen hat hauptsächlich in Petersburg angezettelten Krieges mutet man uns zu, beon Abschluß des Friedens im Osten all das, Iwrt hoffentlich reckt bald sein letztes ErgÄMis sein wird, unbe­dingte Beseitigung jeder neuen Kriegsgefahr als eine schon jetzt gegebene BorauSs etzun g anzuerkennen. Beson­ders deutlich zeigt sich das bei den Erörterungen iite die R äu- muna der von uns besetzten fremden Gebiete. Schon die Tatsache, daß nur Rußland den völligen Abschluß des Krieges in g veifbor er Aussicht hat, während uns mf den anderen Fronteu noch der Kkmps um die letzte Entscheidung be-- vorsteht. hätte die russischen Unterhändler bewegen müssen, für unsere vorläufigen Sicheruugsansprüche mehr Ver­ständnis M zeigen. WLr bekanntlich bereit, die Schaffung einer breiten Grundlage fite die endgültige Bekundung des Bvlks- ivDens in den westlichen Rand staa te tt Rußlands alsbald in die Wege zu leiten, wenn der Friede im Osten zustande kommt. Ter Sbaatsse-kretar des Auswärtigen Amtes hat diese Bereit­willigkeit erst vor wenigen Tagen im Reichstag ausdrücklich be­stätigt. Daraus folgt, daß die russische Unterhändler bei besserer Wtütdigung dessen, was wir vorerst zu imserer wÜitärischen Siche­rung beanspruchen müssen, nicht nur dem Frieden, sondern auch der vcdlickZm Durch^ührmm des Selbstbestiminungsrechtes dar Völker Vorschub geleistet hätte. Kann man aus russischer Seite die Billig­keit unserer Ansprüche noch, niM erkerrnen oder will man es nicht? Tie Beantwortung dieser Frage ist wichtig für unser ferneres Verhalten in Brest-Livofosk."

Man sollte meinen, darin liege ein weitgehendes Ent­gegenkommen. Unseres Wissens hat früher auch, selbst der ,-Vorwärts" den Standpunkt eingenommen, daß eine Räu­mung der besetzten Gebiete selbstverständlich erst in Frage üommen könne, wenn der Feind endgültig die Waffe aus der Hand gelegt und Friede geschlossen habe. Aber diese Selbst­verständlichkeit besteht heute für die Leute desVorwärts" nicht nrehr. WelchenRückhalt" die deutschen Unterhändler an diesen Kreisen haben, beweist das sozialdemokratische Haupdorgan wieder in seiner Montag-Nummer. Da weroen die Russen gelobt und gestreicl)elt, da wird glaubhaft ge­macht, daßsie den Frieden ernstlich und ehrlich wollen". Um den Frieden zu erlangen, den sie für ihr Land brauchen", heißt es da,sind sie weiter gegangen, als deutsche Sozialisten gehen würden, tvenn sich Deutschland in derselben unglücklichen Lage befände wie Rußland". Für den Fall, daß es in Brest-Litowsk zum Bruch kommt, erklärt derVorwärts"', daß die Sozialdemokratie keines­wegs das Versprechen abgeben könne, die Russen für den schuldigen Teil zu erklären.

Wen sie für den schuldigen Teil erklärt und wen die große Masse des deutschen Volkes dafür halten wird, das hängt ganz von den Umständen ab. Nach allem, was man bisher weitz, liegt das größte Hindernis für den Erfolg der Vertändlungen in jenen Bin­dungen, die Herr v. Kühlmann zugleich mit seinem Amt über­nommen hat und von denen er im Hauptausschnß nicht ohne klagenden Urtterton sprach. Wjmn Herr v. Kühl mann diese B in- bungen zerreißen sollte auch sie sind doch nurein Stück Pa­pier" so könnte er wiederum dabei auf die volle Unterstützung der Sozialdemokratie rechnen. Wenn er aber ihretwegen die Ver­handlungen ausfliegen läßt, so darf er nicht glauben, daß er dann als Triumphator in die Heimat zurückkehren darf."

Tvotzki unb mit ihm die ganze Entzerrte werden diese 'Satze mit innigstem Vergnügen lesen.. Wenn wir uns aber heute die Worte des Kaisers vorrücken, die er an seinem Geburtstag an den Reichsbagspräsidenten gerichtet hat, so kommt uns doppelt zum Bervußtsein, auf welch traurigen Abwogen das Lager-eidemouns sich befindet.

Der österreichisch.ungarische Tagesbericht.

Wien. 28. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wi

verlautbart:

Auf der Hochfläche der Sieben Gemeinden steigerten s die Artllleriekämpft zeitweise zu größter Heftigkeit.

Der Chef des Generalstabes.

Aur Nutzland.

Petersburg, 27. Jan. (WTB.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Die Freiwillige Flotte und die Handels- schiffahrtsgesellschaften Rußlands werden ver­staatlicht und der Leitung der revolunoruiren Mattosenvereini- gung unterstellt. Das Kapital der Gesellschaften wird beschlag­nahmt.

Wie gemeldet wird, sind die Verhandlungen zwischen russischen und türkischen Bevollmächtigten über die Einrichtung einer Dampf schissahrlsverbindung zwischen russischen und türkischen Häfen, besonders zwischen Odessa und Kon­stantinopel. im Fottschreiten.

Petersburg, 26. Jan. (WTB.) Meldung deS Reuterschcn Bureaus. Polnische Legionäre besetzten die Station Orscha im Gouvernement Mohilew und entwaffneten die russische Garnison. Ebenso besetzten sie die Station nörd­lich uitd südlich von Orscha, weil die Volkskommissare den Leiter der poetischen Militärvereinigung verhaftet hatten.

Stockholm. 27. Jan. (WTB.) Meldung des Svenska Tele- arammbprans. Seit geftem vormittag ist die telegraphische Verbindung zrvischen Stockholm und Petersburg unterbrochen. Tie sinnländische Uebergangsstation Ny stad signalisiert, daß Rote Garden die Linien absämitten. Auch mll Finnland bestehe keine Verlündut^. ?Ran erfährt über Peters­burg mis Hapara7vd,r. daß vollftärrdige Anarchie in Finnland l-errsche, dessett Unglück dadurch uody vermehrt werde, daß die russi- fd>e Bolschewiki--Regierung erklärt habe, sie sei genötigt, ihren Grundsäherl gemäß die frnnländischeu Revolutionäre in dem Streite gegen die bürgerliche Gesellschaft zar unverstützen.

Petersburg,. Imr. Rjetfch meldet: K r y l k n k o brachte ein Radwtelegvamm zur Kenntnis dar Volkskornmissare, daß fchleumgftc Maßnahme zur Vertreibung der polnischen Truppen im Gouvernement Orscha und die allgemerne Ent­waffnung der polnisckien Legionen anordnet. Das Vorgehen der Polen soll die Mrkwort auf die .Verhaftung des polnischen ZentraL-- ausschusses durch die Maximatrstrn fern.

Der Zwiespalt in der Ukraine.

Stockholm, 28. Jmr. sDrivattell) Tie Petersburg« DÄs- gvrphelnagentur veröffentlicht eine ErÄarung der Vertreter der Bauern-, und Arbeiterregiermvg der Ukoain« m Bresd-Litowsk, m der sie zusammen mit den Bertvedern der rusftfaMn Bundesvepublck erklären, daß das Goneralsekretariat der ukrainischen Zentrab- rada nicht als Vertretung des gesamten ukrainischen Bottes an­erkannt werden könne. Sie erklären ferner, daß alle von dem Generalsckretariat ohne ihre Zustimmung gefaßten Beschlüsse durch das ukrainische Volk nicht anerkannt und durchgeführt werden können und daß sie gemeinsame Sache mit der Abordnung der Regierung der Bauern und Arbeiter Rußlands auf der Friedens­konferenz mache. Tie Abgeordneten des Zentralausschusses für die Fri<Heirsverl)aiNdllsrgen sind beauftragt, bei deir Friedensver­handlungen kabegorrsch zu erklären, daß keine von der Rasa ein- gegwv^ne Verpflichtung von den Sowjets des ukrainischen Volkes aneikannt werden wird. Nach Empfang dieser Erklärmrg stellte der Präsident der russischen Delegat von Josse den Vorsitzenden sämtlicher Telsgatimren einen Brief zu, in dein ihrren mit geteilt wich, daß die russische Delegation bereit ist, über den allgemeinen Frieden zu verhandeln, zusammen mit den Vertretern der Ukraine. In Ueberernstimmung mit diesem Wimsche läßt die russische Dele­gation sie als bevoNnüichtigte Vertreter der ukrainischen Bauern- und Arbei^erregierung zu.

Zürich, 28. Jan. Aus Petersburg wird gemeldet: Die ukrainische Zentralrada proklamierte mit 308 gegen 4 Stimmen die absolute Unabhängigkeit der ukrainischen Repll- blik und sprach den Wunsch aus, mit Rumänien, der Türkei und den Nachbarstaaten in guten und freundschafttichen Beziehungen zu leben. Bis zur Eröffnung der ukrainischen Kon­stituante wird die Zentralrada im Namen des ukrainischen Volkes die Geschäfte unter dem NamenRat der Volksmmister" fuhren.

In ihrer Proklamation wirft die Rada dem Petersburger Kommissär vor, den Friedensschluß zu verzögern. In der Proklamation heißt es fveiter:Wir sind von der Arbeiter­klasse gewählt, die Bauern und Soldaten der Ukraine werden keinen Krieg führen. Wir verlangen den Frieden für das ukrainische Volk in kürzester Frist. Mr proklamieren unsere Unabhängigkeit, damft weder die pcissische Regierung nocb eine andere Regierung dem Frieden Hnwernisse bereiten kann, der in der Ukraine die Ordnung wieder herstesst und die durch die Re­volution erlangte Freiheit befestigen wird."

Der Konflikt mit Rumänien.

Lugano, 29. Jan. (L. A.) Wiie die Agenzia Stefani aus Petersburg meldet, wurde dem rumänischen Gesandten D i a - man di mitgeteilt, daß die russische Regierung beabsichtige, wei­tere Maßregeln gegen die rumänisch Gesandtschaft urrd die rumä­nisch Militärmission zu enpreifeu. Tiamandi erwartet die Aus­weisung.

Bratianu- Rücktritt.

Berlin, 28. Jan (^Priv.-Tel.) Wie gemeldet wird, hat der rumänische Ministerpräsident Bratianu seiiE Entlassung gegeben. Zum Nachfolger soll General Ave- rescu ernannt werden.

Japan- Politik.

Tokio, 25. Jan. (WTB.) Reuter. Der japanisch Minister des Auswärtigen Mo ton o sagte in einer Rede im Parlament, er sei glücklich, feststellen zu können, daß die von.Japan geleistet« Hisse große Anerkennung bei den Völkern und.Regierungen der Alliierten gefunden habe, und daß das Bündnis Japans mit Großbritannien immer die Hauptgrundlage der japa­nischen Politik gewy'en sei. Japan nehme hauptsächlich aus diesem Grunde an diesem Kriege teil U7Ü> seitdem habe Japan keine Mühe: gescheut, die Alliierten zu unterstützen. Es sei eine unleugbare Tatiach', daß die Beziehuttgen zwisckfen dm beiden Ländern festere^ und engere genwrden »eien. Es sei unmöglich, die Weltlage nach dem Kriege ^'ransznsehen, aber es sn ge-oiß, solange ge »-einsame Interessen zfrnschm Japan und England in MvM beitünden, die Regierungei, tmt> Völker beider Nationen mehr und mehr die Notivendigkeit einer tollen Au freche rhalturrg des Bündnisses ein- sehen nTürdcn. Es sei seine este Ueberzeugung, daß dies der lcftende Grundsatz Japans sein muffe. Infolge des Beschlusses der javani- schn Regierung, sich in die pvlüischn Strertigkeiten in Chmn

nicht emzumengen, sei in den Beziehungen zwischen EMna Japan eine erfreuliche Besserung erngeweten. Das Anwachsen der deutschen Macht sei die größte Bedrohung für die Sicherheit des fernen Ostens. Deshalb höbe Japan Deutschlmrd aus Tsingtau vertrieben. China seh? ein. daß sinne Jnterrs^eil rnit de irn Jarwis überein stimmen, und er bsglückwünsckie China in sisiwr klngen Entscheidung, sich den Miierien anzuschießen. Die Beiern,gteN Staaten hätten sich von der Auftichtigkeit des Entschusses Japans, die Unabhängigkeit Chinas und die Integrität seines Gebiets ausrechtzverhalten, überzeugt und Japans lx:sondere Jnteressenj in China anerkannt. Es sei ein unsck>ätzbarer Erfolg der japMiischeN Mission in den Vereinigten Staaten, daß es ihr solang, bk' Ver­einigten Staaten von der wirklichen Gesinnung Japans zu über­zeugen und alle Mißverständnisse wegzuräumen.

In Rußland hätten die Ereignisse sich rasch entwickelt. Es sei unmöglich, sich ein genaues Bild zu machen, aber es werde not-» wendig sein, bei der Entschließung über die Maßregeln, oie Japan vielleicht ergreifen werden müsse, klirg zu Werke zu gehen. Mit Rücksicht Mrf die freimdsckmMck>en Beziehungen, die bisher zwischen Japan und Rußland besbarWen hcttle::, hoffe die japanische Re­gierung ernstlich, daß es denr nrssischen Vvl^e gelingen werde, ohne den, Interessen ferner Derbmtdeten oder der Ehre und dem Prestige RuNands zu Präjudizieren, eine ftmfc und dauernde Re­gierung einzusetzen.

Tie feindlichen Mächte hätten vielfach durch iridiretze. Mittel versucht, die Ententemäck^e zu Pourparlers zu veranlassen. Aber man müsse gegenüber diesen sogenanntst Friedensvorschlägen der Feinde vorsichtig sein. Japan wisse aus den Cnckläru7tge»t feiner Freimde und Verbündeten, was sie als Grrmdlagen für den llixstigen Frieden betrachteten. Tie'e Grundlagen seien voit den Kriegszielen des Feindes sehr verschieden und matt müsse annehmen, daß. sournge der Gegensatz so groß sei, ivenig Hoffnung aus bal­digen Friedett bestehe. Trotzdem wünsche die Regierung ihre Stel-, luug gegenüber dem Frieden darzulegen. Es sei bekannt, daß England mtb Japan in ihrem Büudmsvertvag sich gegenseitig ver-- pflichteten, ta Sonderfrieden schließen. Japan habe bis heute von seinen Alliierten Vernerlel Vv-rschöäge über die Friedens^ bedingungm erhalten und glaube auch nicht, daß dje Zeit ge­kommen fei, endgültige Verhanddmgen anfzunÄMen, Japan mache t«ch wie vor alle Anstrengungen zu Hessen. Es sei ganz überslüs vr zu erllären, daß Japan auch in Zukunft den Alsirerten jede nur mögliche Hilfe leisterr fverde. Die Verantwortlichkeit für die Er-. Haltung dxx Sicherlseit inr fernen Osten liege ganz bei Japan. Es dürfe nicht einen Augenblick zögern, die nötigen Schritte zu er-, grerftn, fa5ls seine Sicherheit bedroht sei. Um /inen dauernden Frieden für die ZMcnft zu sichern, dürfe es vor keinem von ihm verlangten Opfer Mwückschrecken.

Antz Argentinien.

Bern, 28. Jan. (WTB.) DerTemps" mekdet aus Buenos Aires: Die Kammer hat die Vorschlaae auf LllsschaffttngderGesandtschaften inBerlin und beim Vatikan ab-gelehnt.

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Amerikanische Preffeflimmerr.

New Do x f, 27. Jan. B.) Meldung des Reukericheni Bureaus. Die Nerv Dorker Morgenblätter bezeichnen allgemein H e r t l i n g s Rede als unaufrichtig u.-nd anmaßerch, aber sie sehen in Czernins Rede die Nachgiebigkeit Oesterreictis.

Tribüne" sagt, der Frieden, den die deussche Regierung verlangt, ist ein Frieden, der es Dmtschland ermöglicht, esimn mioßen Teil seiner gegenwärtigen Eroberungen zu behalten. D«t Rede des Kanzlers ist zu sehr von oben herab und zu sophistisch, um aufrichtig zu lliugen. Die richtige iAjimoort auf Hertlrngs Vor­schläge kann nicht von den Kabaretten, sondern muß im Felde ge-, geben toerden.

Auch derNew Dork Harald" beschuldigt die Rede, die, wie er meint für die Front bestimmt sei, der Unauftichtigkeit, aber er bewillkommt diesen Llusbruch von Chauvinismus als ausge­zeichnetes Mittel, den elndrucks- und gedawkenlosen Vertretern! eines vorzeitigen Friedens in allen Lägern die Eroberungslust Deutschlands in ihrer unverhüllten Blöße zu zeigen.

N e w Ä o r k W o r l d" sagt: Hertlings RÄn? zeigt ein anderes Deutschland als im vorigen Jahre bei der Ankündigung des beschränkten U-BootkriegeS. Anders wie sein Vorgänger spricht Herlling über den Frieden tttcht mehr in Ausdrücken vom demsckienj Sieg. Das Deutschland, das durch ihn spricht, zeigt nicht mehr auf die 5krregskarte, indem es sich zum Erc4'>rer Europas aufwirft. Es ist das Deutschland im Berteidigungszustanü nach itmen sowohl! wie nach außen.

,,N e w V o r k T i m e s" sagt: Czernin verwendet eine Sprache, wie sie von einem Staatsmann, der bereit ist, sehr west zu gehen, um dem Frieden die Tore zu Jjffaen, erwartet iverden Earatj Hertlings Rede ist lediglich die Wiederholung der deutschen An­maßung.

Englands egoistische- KriegHziel in Velgien.

Berlin. 28. Jan. (WTB.) TieTimeS"" schreibt unter dem 19. Jarruar:Unsere Staatsmänner haben oft erklärt, daß wir entschlossen sind, kämpfen, bis wir gesichert haben: die Wiederherstellurrg Belsens, Frankreichs urrd Serbiens, die Frei­heit der kleinen dlationen, Freiheit, Gerechtigkeit und Sclbsi- fceftimmimgsYedjt als Grundlage für einen dauernden Frieden, Demokratte und die Liga der Nationen. Diese 'Erklärungen flrtb alle richtig mtb doch kämpfen wir im Grurrde nur für unsere eigene Sicherheit. Wir sind in den Krieg eingetreten wegen Belgiens beffen Neutralität aufrechtHuerhalten wir uns verpflichtet hatten. Warum hatt«r wir uns aber daM verpflichtet? Weil wir in den ersten Jahrzehnten aui Grund der Lehre der vorhergegangenen großen Kriege mit Recht der Ansicht waren, daß diese Ünverletz. lichkeit Belgiens und die Sicherheit des Kanals für unsere eigene Unabhängigkeit notweirdig siich."

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Der Flcischmangel in London.

Rotterdam, 28. Jan Der N Rott Cour, nrellx-t aus Lorrdon: Ende letzter Wockfe fvar der F l e i s ch m a n g e l ärtzer als je. Nich't nur nach Butter und Margarifl«, nein auch irach Fleischstanden" die Leute am Sonifabeud mittag vielfach vergebens, tv-eil die Vorräte verkauft trnrrenz. -ehe die Watten den an die Reihe kamen.