iroinß *. SJtan fönnc ihnen niajt oerlangHrit, ihre Butler billiger <rü '.'.'ngenschmiere abzugeben Dir Bevmkerunq glaubt, Hag die EetzoUea selber auf beu Schlrichl-andel gelten.
V } n>g. Ulrich ^S©$.) tritt für die Beschlag.'ahme des Milchviehs l>ei den säumigen Lieferern ein: er fordert energische Bekam pftm l be3 Sch.nrclikhMDels, der unsere ganze Ernühruitgspoli.- tik zns a den mache. Tie Grogindustrie habe :a eigene Or.nani- fn. j.-.ei für den Sch!eichAnrdel lgesäxiften. Es bleibt eben schließlich nichts anderes übrig, als eine äffentlichrechtliche Organs salion unserer ganzen Nahrnngsmittel-erzengwig
Mini fl erialrat Schl iep hake weist daraus hin, daß die ai g,'jo-.U ne Regelung der Landes fett Helle sich an Borschiiten der Rrnch- s .'tstelle all spieße. Er gebe &u, dag eine öÄrte vorliege, er habe selbst seinerzeit bei der Beratung der Be-tirmmmgen daraus hin gewiesen. Auch er hält die.individiwft-e Bestrafung der'Säumigen für au gebracht. Tie Enteignung des Milchd-vehs bei den Säumigen tverdc bereits durchgeführt. Tie Höhe der Strafen hänge von den Gerichten ab Es sei sicher zu wünschen, dag diese Strafen oft strenger Mochelen, dr.ch liabe die Regrermvg auf die llrtcü= fpreckn>".g b'chnnntlich keinen Einfluß. Der Schleichhandel müsse mit allen Mitteln imterixriüft werden. Die einfach AsuchbunA der jetzigen^ Ztegelnng werde zunächst zu einer geringeren s Belieferung der Stabte führen, da das Reich über den jetzigen Zn.schnß vvn 1500 Zentner Butter monatlich nicht hinausgehe. Tie beisere Beliesiwnng der Städte mit TeiZwaren, Suppen usw. sei gerecht- sertigt, da auf dem Asphalt der Städte trichts ,wüchse, wahrend aus dem LmDe manches gebaut werden kmrn. Daß die Landwirte ihre Bsticht tun, werde allgemein anerkannt.
Mg. Dorsch (Böd.) bestreitet,. daß die Larrdnnrte während des Krieges besser lebten als im Feieven. In den Dörfern werde genau so Polonaise gestanden rvie in der Stadt. Der Schleichhandel werde hervorgerufQl durch die Unmöglichkeit, Bedarfsartikel anders als airf dem Wege des Tauschhandels zu erlangen.
Der LlnSschnßmrtrag, den Antrag .Korell für erledigt zu erklären, und der Antrag Naab werdan einstimmig angewvmmen
>Lxlslluß der Sitzung 1 Uhr. Nächste SitztMg Freitag 10 Uhr.;
Die Erste Kammer tritt arn Donnerstag, den 31. Januar, vormittags 10 Uhr, zu einer Sitzung zusammen. Alts der Tagesordnung stehen 21. Punkte, darunter die vier Regierungsvorlagen. die die Zweite Kammer soeben beschäftigt haben. Tie Regierungsvorlage betr. Landtagsersatzwahlen ist vom Gesetzgebung saus schuß der Ersten Kammer am Mittworch bereits angenommen irorden. Tie Ersatzwahlen dürften also spätestens in der zweiten Hälfte des März sbattftnlden. Tie übrigen Punkte des Tagesordnung sind alte Ladmch'Uer, die die Zweite Kammer bereits nu vorigeu He r vite erledigt chatte. __
An» StodK t*sf$
Gießen, den 26. Januar 1916.
47. bis 4 l / 2 Prozent Zinsen.
Die Kriegssinanzierung des Reiches erfordert es, daß alle flüssigen Gelder dem Reiche zugeführt werden. Das Reich gibt daher Reichsschatzanweisungen in Stücken zu 500, 1000, 10 000, 100 000 und 1 Million Mark aus und vergütet dafür an täglichen Zinsen 47. Prozent. Die Zinsen w e r - den sofort beim Einzahlen des Kapitals für die Zeit der Anlage im voraus entrichtet. — Die Reich,sbankstellc in Gießen ist bereit, den Ankauf solcher Schatz anweisungen kostenlos zu vermitteln und die beschafften auf Wunsch kostenlos aufzubewahren. Ebenso wird die Entziehung der Reichsschatz anweisungen bei Fälligkeit von der hiesigen Reichsbankstelle kostenlos besorgt. — Wer also zurzeit irgendwie über freie Gelder im Betrage von mindestens 500 Mark verfügt, kann sie aus diesem Wege ohne Risiko rmd ohne irgendwelche Spesen oder Unkosten täglich durch die Neichsbankstelle in Gießen zu 47 4 Prozent, bei weniger als 30tägiger Laufzeit zu 4 Prozent Zinsen an- legen. Wird die Rückzahlung des Geldes vor Fälligkeit der Schatzanweisungen gewünscht, so kann dies jederzeit geschehen. Die Reichsbank übernimmt in diesem Fall die Schatzanweisungen selbst, sie kürzt alsdann Zinsen bis zum Fälligkeitstage und zwar zum jeweiligen Banksatz, gegenwärtig 5 Prozent. Sonstige Kosten erwachsen durch die vorzeitige Einlösung nicht. Diese überaus günstige, nur aus der Krregszeit heraus gegebene Gelegenheit zu einer Kapitalsanlage, die hochverzinslich ist und habe i d ochtäglichflüssiggemachtwerdenkann, ist bereits vvn weitesten Kreisen wahrgenommen worden und findet täglich mehr und mehr Anklang. Falls jemand sich
verpflichtet, die Gelder für die neue 6. Kriegsanleihe zu verwenden. so werden 47s Prozent Zinsen vorweg vergütet. Die Einzahlung der Gelder auf die Kriegsanleihe erfolgt zur gegebenen Zeit kostenlos. Zur näheren Auskunft ist die Reichs- bankftelle Gießen in den Vormittags-Dienststundeu von 9 bis 1 Uhr gern bereit. 7091).
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 23. Jan. bis 3. Febr. 1916 haben nachstehende Levensn,ittelmarken ÖHilttqfcit:
Brotmarken der b. Woche, gültig vom 23.1.1918 - 3. 3. 1916
Buttc-rmarken „ 5. . „ 28. 1. 1918 - 3. 2. 1918
Eie»inaiken Nr. 23. gültig bis 31. Januar 1918.
Fletschmarken , 5. „ „ , 28. 1. 1918 - 3. 2. 1918
Kartossetmarken, b. .. „ „ 28. 1. 1918 - 3. 2. 1918
Setlenmarken d,e für den Monat Januar.
Ein ttmtansch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.
Nenanmcldrinqen und Anmeldung von Neugeborenen haben unter Vorlage der nötigen 'Ausweise, insbesondere der LebeusmEtcl-AusweiSkartr, auf dem Lebensmtttel- amt zu erfolgen.
Umzüge innerhalb der Stadt und Wegzüge von Gießen ß»d in den zuständigen Bezirken anzumeldeu.
GefchafLsstnnden dcS LebcusmittelamteS von 9 12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm.
MarkenauSgabe bir Urlauber:
GonntagS von iO—12 Uhr vormittags.
** P aketdicb stähle. Bon der Polizei wurden sechs junge Burschen, darunter schulpflichtige, festgenommen, welche in der Nacht vom 24. zum 25. d. M. in eine am Felsenkeller dahier stehende Baracke eingebrochen waren und daraus eine Anzahl Gefangenen-Postpalete gestohlen hatten.
^Belohnung! In letzter Zeit wurde aus etnem Garten in bent Wißmarer Weg ein 4 Meter langer Gartenzaun entwendet. Für die Herlnüschafsung desselben Hot .der Eigentümer eine Belohnung ausgesetzt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
** Aufhebung von Fahrpreisermäßigungen. Die Aufhebung von Fahrpreisermäßigungen ist unter den heutigen Verkehrsschwrerigkeiten notwendig geworden. Vom 1. Februar an werden die Ermäßigungen aufgehoben für Reisen zu wissenschaftlichen und belehrenden Zwecken, für Schulfahrten sowie für Fahrten im Interesse der Jugendpflege. Die Fahrpreisermäßigungen für Fahrten nach und von Ferienkolonien bleibt jedoch bestehen.
^ ** I m Oberhessischen K u n st v e r e i n wird der
Sonderausftellung von Pros. A. Beyer und Anna Beyer durch regen Besuch allseitigcs Interesse entgegengebracht. Die Bilder „Begonien", „Unter Kastanien" und „Häuschen in Kranichstein" wurden bereits verkauft. Auch die im Nebenraume ausgestellten Radierungen von Prof. Frank, H. Haberl und G. Jahn gefallen sehr, so daß auch von diesen einige verkauft werden konnten. Die Ausstellung verbleibt nur noch 14 Tage.
** Anlagemusik findet Sonntag den 27. Januar, mittags 12 Uhr, in der Süd-Anlage mit folgender Spiel- svlge statt: 1. Unser Kaiser, Marsch von Hürtenbecgcr.
2. Ouvertüre z. Oper: Das goldene Kreuz, von Brüll.
3. Steuermannslied u. Matroseruhor a. d. Oper: Der fliegende Holländer, von R. Wagner. 4. Königslicd aus Sigurd Jvrsalsar, von Grieg 5. Im Zeichen des Mars, Gr. patr. Potpourri, von Herold.
** Kein Bi e r mehr? In der letzten Sitzung des Zentralausschusses für Jnlandsbierversorgung teilte der Vertreter des Kriegsernährungsamtes mit, daß die Weiterbelieserung der Brauereien mit Gerste einstweilen eingestellt werden müsse. Dies hätte zur Folge, daß demnächst auf den Biergenuß gänzlich-verzichtet werden muß.
Landkreis Gießen.
** Sid), 25. Jan. Die Hessische Tapferkettsmedaisle, srül)er das Eiserne Kreuz 2. Klüfte, erhielt Bahnhpssarlreiter Heinrich Erb.
m. Nonnenrvth, 25. Jan. In der vergangenen prach! dvangen Diebe bei einem Ermvo-Hner ein, wobei Unten eine Menge
Fleisch - und WurstwarLn faurie andere LeL-ens.'ll.Utel in i>i£ Händ6 fielen. Man muß sich nur wundern, wie es den Einbrechern möglich wird, eine solche Menge Waren stutrdeniveit ohne Bahngel egen Herl svrtzu schassen und unbemerkt zu entkommen.
Kreis Schotten.
ft Eschenrod, 21. Jan. In Gießen verstarb der mit der Eclerlnng des Unterrichts an der hiesigen und an der Gemei nde-' schule zu Wingershausen beauftragte Student der evaitgelischen! Theologie S ch a a s.
Qj Gedern, 24. Jan Der Musketier Emil B o v p wurde durch Verleihung der Hessischen Tapferftitsmedaille aus-gezeichnet.
Kreis Frledberg.
£.. Bad - Na uhei m. 26. Jan. Schwerverletzt wurde gestern der 12jährige Sohn des Oberpostschafsuecs H. auf dem Eisenbahn- dämm der hiesigNi Staatsbahn aufgefunden. Dem Jungen, der sich vor einen einfahrenden Zug geworfen hatte, tvurde der oochte Arm vom Körper gerissen. Wie aus eurem bei ihm geftrndanen dlotizbuch hervorgeht, hat er sich einige kleine Verschlungen, zu schulden ko armen lassen.
^- Massenheim, 26. Jan. Unterofftzier Emil Ha ß von hier wurde durch die Berleihrng des Hamburgischen Hanseaten- rreuzes wus-gezeichnet.
Starkeuburg und Nhctnhessen.
R. m. K. T a r m st a d t, 25. I an. Ein Großfeuer bvach gestern äftmd gegen 10 Uhr in der D ampfkesselsabrik von A. Robber g A.-G. ans. Ter isoliert stehende Montagebau, in welchem sich die Schreinerwerkstatt und das große Modellager beftnden, sttmd plötzlich in Flammen. Tie sofort herbei geeilte Feuerwehr griff mit zahlreichen Leitungen den Brcrnd energisch <nx,_ so daß er auf seinen Herd beschränkt werden konnte. Der Betrieb ist nicht gestört.
ch. Bingen, 26. Jan. An den Kreisdirektor des Kreises Bingen, den Gen. Ile gierungsrat Dr. Steeg, hat der Großherzog von Hessen folgendes Telegramm gerichtet: ,Menn mich bei dieml Hochwasser der Nahe aus der hessischen Seite durch die selbstlose, wärinften Tankes würdige, militärische Hilfe größeres Unheil verhütet wurde, so ist doch, leider in der Gemeinde und Ge-narkung- Dietersheim erheblicher Sachschaden enüstanden. Ich bitte Sie, den! Betroffenen meine innige Anteilnahme ansz>uspreck)en. Zur LindS- rmrg der ersten Not lasse ich Ihnen von dem Kabinett 3000 Mk. überweisen. Ernst Ludwig."
** Darm stadt, 26. Jan. Die Anfrage des Reichstagsubgeordneten Ko p sch bezüglich der Abnahme des Kupserdaches der? russischen Kapelle wurde vom NsichkÄkanzler wie folgt beand-, wartet: DaS Kriegsamt hat angeordnet, das Tachkuvftr der Kapellk in Tarmstadt abzunehmen. Taß die Großh. Hessische Regierung sich geweigert -habe, das vergoldete ödupferdach ■yu. entfernen, ist nicht zntressend. ,
MrctzNche N«rchrichtei».
Gottesdienst am Sonntag den 27. JMruar.
Lvaugeilsche Gemeinde.
In der S t a d t k i r ch e. 9Vr: Pros. D. Schian: 11: Militär- aotteSd. (Festgottesd. anläßl. Kaisers Geburtst.) Pfr. -Schwabe; 2: Kftrderk. f. d. Matth.-Gsm. Pfr. Schwabe: 5: Pft. Mahr. — In der Johanneskirche. 9i»: Pfr.-Ass, Lic. Reunftrg.: 11: Krnderk. f. d. Joh.-Gem.. Pfr. Ausfeld; 5: Pft. Bechtolsheim«; 8: Bibelvespr. int Johannessaal. — Von Sonntag den 3. Febr. an begimtett die Abendgottesdienste um 6. — Kirchber g. Vorm. 10.
— Mainzla r Nackicn. Iftz. Daubringen. Nachm. 17«.
— ßollar. Abds. 8: Krieltsbetstunde.
Uaiho!ische Gemeinde.
6E>: Gel. z. hl. Beicht: 7: Hl. Messe: 8: Ausl. d. hl. .Komm.; 9: Hochamt m. Predn 11: Hl. Messe m. Pred., Militärgottesd.; 5"Z: Chrrstenl , darrnif And. Dienstag u. Freitag, abds. 8: Kriegs- bittand. Freitag: Seaerrsmesse. Samstag 2. Febr., nachm. 5 u. abo-s. 8: Gel. z. hl. Betcht. — Tiaspoca-Gottesdienst am 27. Jcrn.: Grünberg 9Vs, Hungen 972-
vermNchteO.
VranL-Ungiück in einem v-Zuge.
* München, 25. Jan. Bei dem nur 11 Uhr hier von Berlin eirttreffeuben O-Zug gerieten vor Station Sch-leiß- heim die beiden letzten Wagen, darunter der Schlafwagen, in Brand. Mehrere Personen wurden getötet, acht bis zehn schwer und eine größere-Anzahl leicht verletzt.
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II
Leitung:
Hofrat Hermann Stoingoetttr SamStag, 26. Ja«». ISIS:
C o f berg.
Sottntag, 27. Jan. 1918 nachmittags 3V.< Uhr.
Das Enkelkind
AbrudS 7 ! / a litte -"c
CüiiBiQäuüu'eiiiiiösieiosieäi


