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Kr. 22

Der «.»ebener Anzelaer

««scheint'tätlich, allster Sonntag-. - Beilagen:

Hiebene r^amiUendläner; Meiedlatt

sl»r den Ureis Sieben.

vezugspreir: Nlvnatl. Mk.l 20, viertel- jährlich Mk. Ü.60; durch ÜXbi)ote- u. Zweigstellen monatl. 1.10; durch diePostMt. 0.60 viertel- jährb auSschl. Bestellst, pernsprech - ''Znschliisss juv bic8cI)i'ifWcilimflll3 Verlag,GeschLitSstellebl Qlntc(>rllt filv X'rabf uodi« richten: Anzeiger Siehe».

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168. Jahrgang

8am§tag, 26. Januar 1918

3a>iIUii0$ruitMniä u. Verlag: vrühl'sche Univ.'Vuch- u. Sicinbrudcrci N. Lauge. Lchristleitung» GeschSstrltelle «.Druckerei: Schulftr. r.

r.nnuvme von Unzelgen i. tue irtnovMutmmcr bis zmn Nachmittag vordem' ohne jedeVerbindliclckeit Acltciiprclfe: iiiv: vrtl lebe Vlnzeigen LvBt.,für auswärtig« 80 Pl., Vir iH c f l a in e n Mk. 1. ; stet Plat,vor- schrtjt 30 "Ai Vlulldilofl. Hanptschristleilor: Ang. Goe Per antwortlich kllr Politik »l. Feuilleton: i)ll»g. Goetz; Stadt und Land, Vermischtes u.Ge- richtssaal: W. Meyer; Anzeigenteil: v- Beck; sänultch iit Gießen.

. . . . .-

Eine Rede des $«t$jefretär$ v. Uühlemann.

Wochennilfblick

In den RedlNt des ReichSkcrn^erS und des Grafen Ezernin spiegelt sich alles. was in beit letzten Tagen die (Gemüter darOesfentttchkeit bewegt hatte. Beide Redner: haben ihren Völkern ilbw^A'nflettb davgetan, das» sich teilt BoUs- beglilcker ansdonkett ließe, der imstande wLre, den Frieden eher und schireller Mstande zu bringen, als die verbündeten ^iogiernnsten. Herr Erzberger hat zwar einmal erklärt, daß er in ein paar Stundeir mit England j|um Friedolt zu ge langen sich anheischig ntacl)^ - aber Herr Erzberger ist ja auch ein lleberlnensch, und Tausendkünstler. Es ist doch ein tvenig beschämend für uns, daß in ernster, cntscl>eidnng^ voller Zeit unsere Staatsmänner sich beinahe noch mehr mit der Deruhi.gu.ng innerer Erregung und Ungeduld ab' mühen müssen als mit dem Wichtigsten, nämlich mit der AnSein an der seh ung mit den Gegnern. Gras Ezernin Hai ganz ri.cl)ltig darauf hiugeimeseu, daß die volle Oessentlich seit, unter der sich alle; Ei nzelh eiten der Verhandlungen Lu BresL-LilowSt abspielbeit. eine, übergroße Auspeitschung der öffentlichen Meinung, eilte Ueberreizung der ohnehin nervösen Menschheit bewirkt habe. Dartun mögen unsere Hanpbgegner ja »licht wähnen, mit unserer straft zum Ans­halben sei es zu Ende. Die Aufwühlnng des Volkes zeigt sich ja bei den Russen noch weil krasser als bei uns: dort wütet der Bürgerkrieg, sind die Meinungen und Ziele viel unlietl- barer zerrüttet und zerklüftet worden als bei den Mil bei' Mächten. Das darf nirgends vergessen werden, daß die Ver längeruug des Krieges unsere uitd unseres nächsten ^r> bünoelen Schwierigkeiten nicht in dem Maße vermehrt hat. lvie es bei den. Westmächten der Fall ist. Dort hat in dieser Zeziehnng, wie aus vielen Meldungen zu ersehen war, ein ganz anderer Tentperalnrwcchsel slaltgefuudeu als bei uns.

Die Nachweise unserer Staatslcnker, daß eS nicht etwa all den Feßlern der Zensur oder an der Unnachgiebigkeil militärischer Gewalten liegt, wenn der Friede noch nicht in greifbare Nähe gcritckl ist, sind also geglückt. Weder Scheide - mann noch Erzberger besitzen die märchenhaften Sieben meilenstiefel des Friedens. Sie hätten auch den russischen Bürgerkrieg nicht verhindern können, hätten die ans­ei na übergehenden Meinungen der ukrainischen und der Petersburger Regierrtng zum Friedeuöloerl nicht besser ans- nutzen können. Es bleibt uns die Hoffnung, mit unseren Nachbarn im Osten bald zum Frieden zu gelangen, aber dgs Hinterland darf die Nerven nicht verlieren. Graf Ezeinin hat uns da etwas mehr verraten alü der Neicktstan^ler. Gras Hertling hat an dem in Bresd-LitowSk bekundeten deutschen Atandpnnkl nichts ausgegeben, und Gras Ezcrnin hat. die deutschen (Gesichtspunkte gebilligt und gerechtfertigt Er kündigte in bezug auf das strittige SetbstbestimmungSrechl einen Ettelweg an, alnr die Art, lute er von den realen Verhältnissen in den von deittschen Truppen besetzten Ge bieten sprach^ läßt erwarten, daß Herrn Trotzli eine Brücke gebaut werden soll, unseren Auffassungen näherzutreten. Reu eingetretene Momente lassen noch nicht erkennen, wi>' die in ihrem Inhalt gesicherte Verständigung.mit der Ukraine aut zweckmäßigsten vollzogen wird, ob die Ukrainer ganz selbständig Vorgehen oder als der russischen Delegation b>eigüordnete Mtberater tätig sein sollen.

In der Abwehr der Ergüsse feindlicher Staatsmänner zeigten sich unsere Geschäftsführer äußerst, milde. Graf Herbling verwies ihnen die Anmaßung des ToneS, alv» seien wir die Schuldigen, die Buße tun und Besserung geloben müßten, und als feien sie die Sieger, »vir die Besiegten. Er suchte die Gegner zu. ernüchtern mit der Erklärung der ..wirklichen Lage":Mägen sie sich gesagt feilt lassen: wn* iere militärische Lage war niemals so günstig, wie sie jetzt, ist." Er warn!: auch wieder, daß unser Entgegenkommen, unsere wiederholte Friedensbeveitschaft der Entente keinen Freibrief ansstelle, den Mieg zu verlängern; die Konsequen- äctu würde H.* zu. tragen haben. Auffällig ist, daß der Reichs-« kanzler keines der Schlagworte nannte, die bei unferen innerpolittsch>en Streitigkeiten. so oft wiederkcyveu. Er mackste sich rrichl beit dehnbaren BegriffVerftändtgungösric'delt" zu eigen und fußte auch nicht aufcmnexionslosen^ und entschädigungslosen" Olrundtagen.Formeln", so sagte er, kommen ^ "i dem rafeitden ^auf der' Weltbegebenheiten rmm-er zi» >urz." Das ist zunt mindesten keine Sck)nteichelei für die Reick':'tagsmehrhetl uitd ihre bekannte Juli-Ent schließung Wareit die Aitssührungen de-- Reichskanzlers in threc Geianttheit keine timtperanteittvollen, kampfeSlieißen Entgegnirngen an die Adresse der Feinde, so atmeten sie doch eine ruhige Würbe uitd Festigkeit. Die objektive und maß volle Dnrchprllfung der tu ihrer Anlage höchst polemischen urt'o LerauAfordernben Programntreide Wilsons ließ Hertling in einigen nnbeirrbaren 'pirückweisuitgen gchfeln. Elsaß- Lothringen geben toir nicht heraus, die Integrität des Miches, 'seilte Sicherung und die Würde bes Baterlanves müsseit nnangelastet bleibcm. t^duld und BehmTrtichkeit. abe-r kein luarmer Hauch eines besonders regen Optimismus sprach aus der Hertling schell Besprechung der H Witsmt^ scheu Programm punkte. MÄgait dte (^emrer sick), nun daraus wiederum äußern. Der ReiäManzter ist altes et-er als ein teidenschaftlicher AugenütickSmensch Er läßt die Dinge an sich he-rankorrnneit und tvahrt sick> die Freiheit der Ent- sthlüsse. Sehr geschickt uitd wirksam war die lKinfteckstung seines Rückblickes auf die vor dent Kriege vorhanden ge^ wesenen Verhältnisse. Er hat in dent Gewoge unserer tnne- ven Kämpfe letite Partei ergriffen, hak die Dinge, die poli^ tifches Tagesgespräch waren, nur aus de Löhe, bestrahlt. So ließ &c bi-: Warnung und Drohung Scheidemairns, daß wir unmittelbar vor Ereigarssen noch Wieirer und Ofenpester

Muster ftäirdeu, ebenso unbeackste!, nnie die Anklage der Kveuz-eitung^, die Herren. Echeidemamt und EDerl gehör­ten von Rechtswegen auf den SandlMtfen. Hertling ifl lange nicht itt dem Maße dien st wi Niger Schrillinach-er der Massen stintmung-en wie etwa Vetbinann Hollwog

Aus anderem Holze ist der Leiter der östtwveickstscl>-unj;a- rischeit Politik geschnitzt. Er steht demGeist der Erde" ent schieden ttähor! Freilich kanit man vom Grafen Ezernin gerade jetzt auch feststeNeit:Es zucken vote Sttdsten ihm, ntu das Haupt." Das Vülke.rgcinisch dos Habsburger Landes zeigt nicht dte innert: Festigkeit, wie wir sie in Dtnltjchtand haben. Besonders der Schluß der Ezern in scheu Diebe klan,j loio eine Beschwörung. ES ist sein Glück, daß luir die Rnfsen besiegt haben, daß vom Ost->-'n her feine Gefahr mehr dräut. Ezernin nahm die voll Hertling ignorierten Fonnetn umso eifriger aus. Er iviN von Ritßland, wie er sagte, keinen Kweuzer Enttschädigung und keilt Quadratnieter Landes. WgS »vollen die bunten Scharen seiner Lantdeükinder mehr"? Den Frieden kann man niclst herbeihe^nm. Wenn Oesterreich Ungarn votil Oste»t eine Erleichterung seiner Lage wüilscht. so kann es nur von der Ufr atme her geschehen. Aus Peters- bnrg dagegen, so rief Ezernin, künnten wir höchstens die Revolution importieven, uub dasür danken wirl Hvfsentlich ist es dem Redner geglückt, die Ungednldigett in seinen» Lande zu beschvichttgeu. Mich Ezernin erblickt in Wilsons Rede eine Grundlage zu Vcwhaitbl!ir.ngeit, wobei er erfreu^ lichcrweife laut und fest erllärte:Dell vorAiog er »scheu Be­sitzstand unserer Bundesgenossen iverden wir verteidigen wie den eigenen." Wie Graf Hertling in bezug auf Belgien sick) weigerte, voreilig die Plärre 'DeittschlaitdS int einzelnen zu nennen, so erklärte Czernin, über die Balkans r ag en Dpm'jt nicht reden zu können. Er lehnte, wie er sich ans­drückte, eineAssekuranz für feindliche zvriegSabeiüener" ab. Sehr bebeulitngsvolt ist, daß Graf Czernin dem Präsidenten Wilson eine direkte Aussprache z>visck>elt Oeste-rreick^Ungarn und Amerika vorschlägt, zimschen den bistden Ländern, bereit Interessen ant »venigsteit ividestretten". Wir sind ge- spamtt darauf, waS Wilson aittworten wird! Da eS dock) lvoht in unserer Hand liegt, solche AnSsprack)ien einiger- ntaßen zu doeiitflussen, brauckst mau das Ezerninsche An­erbieten einstweilen nicht abfällig zu kritisiereit.

(WTB) Großes Hauptquartier. 25. Fommr.

(Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Zmischeu Poelkapellr' und der LhS. bei Leus und beider jeits aer Scarpe lebte die Gefechtstnligkeit am Rachmittagc auf. An verschiedenen Stellen der Front Erkuttduugsgefepite.

Auf den anderen KriegssckMlpiätzeu nichts Neues.

Der Erste Generalanarliermeister Luden darff.

»

Der Abendbericht.

B e r l i n . 25 . I-an., abends. (WTB. Amtlich.)

Von den Miegsfchauplätzen nichts Neues.

*

Der österreichisch-ungarische Tagesbericht.

Wien. 25 . Ja". (WDt). Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart:

Keine besonderen Ereignisse.

D^r Chef des Generaljtabes.

Aur dem yauptaurschufr de; Neichstags.

Berlin, 26. Iou. lWTB. Nichbamtl.) Der Hauplaitsschuß des Reichstags stgtc l>e-ute feine Aussprache über bie politischen Fragen fort.

Staatssekretär des Ausivärtig-en Amtes Dr. v. Kühlmaun:

Äläeine Herren! Zu meinem ledhofteit Bedauern loor mir beim letztert Zusamnreittritt dieses Alissckntsses nicht möglich, Ihn eit über die erste Hälfte der in Bresl-Lilowsk w'sübrten <Fri,'donsver^ liciudluitgen, wie ich es gelvünscht hatte, persönlich Bericht zu er- ftalteit. Ich freue mich, letzt nach der Meilen Bertltamtg Gclegeit- lieit zu haben, Jhneit von diesen Verhandlungen und den mit ihnen /.nsamineithältgenden großelt. Fragen in kitrzeit llntrisseit ein Bild zn gsveu. Es ist in der gestrigen Debatte von einzelneit Herren Metärern die eine oder die andere schon iit so klarer und treffenocn Weise betont und nnterstticheit toorden, daß ich Pt mMtäictr Pnnklelt mich vielleicht auf mte Wtederholitng lu-ctbc hcfrfrtdnfnt können. C3d> kann nicht mit voller Sichettieit dokninentarisch sagen, zu welcher Zeit die Politik, die für unS ein Spe^ialinle, esst an den westlichen Randstaaten des ehemalilunt russischen .Sliaifcr- reiches Uürland, Litcuwn und Polen ststgesetzt hat. bri nnü end­gültig niedergeleat »oorden ist. ES haben mtr jejxntfalls Akten aus d«-m Frühjahr 1017 Vorgelegen, wo noch unter der Mnzlerschast des Herrn von B«lthm>ann Hollweg dte Politik in donr Umfange, wie sie setzt vertreten worden ist, maßgebend nie­der <j e i c o t twrbnt ist. Als ich im Juli vorigen Jahres das Aml übernoinmen [yiW, daS ich jetzt zu bekleiden die Ehre habe, war bei beu eiiileTljertbffli Beratungen mitx bet Kauzlersähst Dr Michaelis' gleichfalls eine Politik nach Osten eine Politik, welche die drei mehrfach genannten Randftaaten betraf als zwischen hm maß­gebenden Faktoreit schon feststehend angewimmen nmrden In feiner aroiten progromnrattschen stteichSlogSret^ im Plenum l>at der ReickFkanzlcr Graf Hertling stinerfeitS erklärt, einmal lerne g>uno- sätzliche Bereitwilliakeit auf der Grundlage, welche der rufftfche FrmkiPruch.,An Alst" gegeben hat, rn V^haitatungen m,t Rußland ernzutreten. Zweitens hat er erklärt, daß er «ne Politik des Selbst- bestintmimgrrechte« der Völker in ftevta aus h ne. (penmmten drei Randstaaten zu vertreleir u<i>entc. Es ergibt nch also, tvie so häufig im StacüSstben, daß man die persönliche Inckiative und den steten

Spielraum eims aussülnenden SiaatSinmme'S und UnterböndlerS bei weitem überschätzt und die Köntinnität der Politik bis zu einem gewisse» Grade, ihre Zwangülänsigk^t mtd B<DingtI,eit hurcl) das, waö vorher geststafse» nnd getan worden ist, nnterscliätzl.

e sst im " >>>,. > heftigen üsstntlicken i r Bet uni

mcljnVnch gefvaat Nw»den; warum erlaubt nvan denn dem geschlage - non Rußland seilterstil. Vorschläge zn nlaclten? Der Sieger hätte die Pedmgnngeit diktieren sollen! Das beruht ans einer vollkommen falschen Auffassung de, Ilistorischeit Sachlage. Rnßlaitd halte in dem. allgemein gehaltenen FnnispruchAn Alle" mivisst Grund­linien für einen atlgrweineit Frtedelt niedergeleg!. Es war seiner­seits nun vnpslicwet, nachdem llstr diese (Rnnblageit für disknlnbel erklärt leiten, sie solveil ansznsührmr, Vast uns eilte detail!»ei le Ant­wort auf diese Fcggeit Utoalich >t»ar. Dia Antimn't ergab sich aus den Vcrhältnissm und icnvckpvcuch den Grimdsätzen, an tv-iiru dte kaiserliche Regiermtg, seitdem ich die Ehre habe, dns ?hnt zu. führ,'«, stetig sestgchallen habe.

ES wurden von beiden Seiten Farmulstrttng.m als (Riindlagen für die Beratungen niederg^Iegt, we.lctie den Herren aus den Be» öfscittlichnngim belttrnnl lind. Es sind Le.gende»t entshandmt, als Iiältett putsche» ideim! 25. und dem! 21. T«zeurb;'t äußere Einslüsse ciitgemirkt, als !>ä!st bw Standpunkt der Delegation sich veilchoben Das sind alles Legendelt Ueberhanpt ivird von denjenigen, uu-lw- i.ei i.i!. .i. daß bei schtvrch gewoÄxrnen D-elogatioli von an-, her MrUd'm gestärlt 'ivordeu luare, uub was de-rai^ichelt Erzählungen mehr sind, doch die Stetigkeit und Zielsiäterheil unseres lwlitiscl^n Besttebvlts g-anz erheblich unter schätzt.

Während »vir im ersten, Teil aus d> > rltssischoit Seile heit Etn^ baid hattar, daß echr .-^>>> boutstlilw "Astsen srenndli>ci,e Gr,a,d- stintnriiiig l-crrschle, lvDtend die sämtlichen Herren de» ntssischeu. Delegatvon auch außer hall' der Sitzintgen. anfp freundschastlickM Mit und vevkehfleu, an beit genleinsamelt Bstrhlzeiten leilnahme» und gelegentlich durch diesen zwanglust n'MeinunsMustaiiscl), auch die gestl, gsl1iche.it B^ieliimg-elt in »nesentliäver WNise sörh-rte». luiu nach Aackltttft de» Herrn Triotzki, MS Führer lwr vitssisthsskit 'Dcle.gatwn, eine totale Schwa ilknNg in der Hlaltnng hu: russisch eit Dcklegatiioit festmssttten. Es lvar loie Tag nnd Naichtt. D>e ntssisckien Hcrrelt hielten sich m ihrelt Hänfent hermetisch ab gcs chlliosst.it. erschinint niemals iit nnferelt .st'rcnsen, es sei denn zn uf izietlen Be, haitdlnugelt ntil Sstnograpl/n» mck> allem dazu- aShörtgen Material. Niclik eininlal private bespräche tun ernzeln-e,^ Herren loareit im ganzen mehr zugelassen. Sie lvurden inuner tun zu szllve.it odiir drill entsandt. Ajuch die ganze Art der 8^rl>rndl,>nue»H Über die ihueiL ia durch die außerordentlich mtWlyrliclKi, Puhl" kationm, dte lvir erlasse,c ltabM, das i^äherc bcfoitnt ist, war ein« liodal andere aelvorben

llnsere Ge gl »er giu.aetf vielmehr darauf ans. takliscst' teile zu erringen und Punkte zu getviimecn, die sich agitato­risch ;htx Pe^rcsttung itach außen eigiteben, alü praknstv' Borsckchige durch die Annäherung «nt das, »vaü »vir itnferersetl'' formuliert hakten, positive Ergebnisse zu erzielen. Die Aerhanb- lungeit ruhen augenblicklich Wieder hanpisäckstich int Hütblick auf die seHr t n multarischen Ereignisse in, Pe­tersburg, lvelche die persönliche Gegenlvärt des BolkSkom- missgrs Trotzki notloendig machten, Die Berhandümgelt »uerden voraussichtlich aitsangs der ko nt m enden Woche wieder ausgenommen uterden. Das zaristische Rußland lvar schon loltgc vor birfem Kriege in deck innersten (fstundsesteu nnleNvühll. Ncrrh den Darleanngett eines sehr kompelintien .'»l'enncrS der russi­schen Berhältnikse. die mir in der Tchlcit Zeit geworden sind, glaube ich, daß, lvenn inan den letzte,t Gründen bieseü ^riege^ nachgeht, die lleberzeug.nng der ritssischeit Räachlhaber, sie müß­ten nttlvcder durch einen großen Anslandskrieg eine Ableiinng nach außen schaffen, ober üou der Revolution int Stottern ver­schlungen lverden. sehr »vestnllich dazu beigettagen hat, der rnsü- scheu Politik jene Richtung zu geben, lvetchc zu diesem 'Welt, kttege geführt hat.

Gleichzeitig mit der nationalen Zersplitterung traten anck soziale Elemente alü nuflöstnde Weinte yinzu und lösstn ihrerseit- diej>' nationalistisch ahgetrc-nnlen Eiitzelkörper in ihre llnter- bestandteile ans. Wir erleben es in Finnland, wo die imnische Republik sckwn wieder von lwlschelvisiischeit Trei­bereien nnterwühlt lvird. Wir erleben eS in der ilkraine. loo die Zentralrada iit ' Z'iew, die zwcistlloü bis vor kur-zen» auch von russifä-er Saite irnb-cksstitl^n als stgitimiette Vertretung der nkvaintschen Interessen anzusehen ^var, ihrerseil), von levvlu1ion.ären Organisationen unterwühlt und vvtt Wor u*f* her von bei bolst-rwistifchieit ststpnblik in einem großen Zrieg mit Wassengewalt angegrisstn wurde. Das.W leine der ungel-eiter- ltchsten Erschtvcrnngen für den Drplontastn, der heauftragt ist. die Ostsragcit zu lösen, d a tz nt a it ii b e r I, a nptitichts F e ft e in in eh r ge flcit überftrh 1. Der flffHÄC likörs-er ist in l^äruatgi ,ibergegangen. ES werden sich später »viedec festere F-orinen son,," lidieren. Eiltfüvtälen schünt es aln'r, als oh, wie anc!> Gras ^Vrirut betonst, die. Zersplitstnnng und Zetsttzmig- sich noch für lange fortsetzen ibfltc.

ES M dies kein Mtgewöhnliclieü Bild Wenn auch tu ge­ringerem Maße war ös lH70 der Fiall. Fistsl Bismarck hatten schwere Bedenstn. »ob er überhaupt sich ei,rer Regierung gegen' über befinden würde, beten Stabilität sllark genug sei, um eineiß Friedenüschlnst mit ihr ersttebenswert erscheinen zn lasßm.

Die feierltä>e AuerDinnuirg der ukvainisckLN Vvlkürepubtik I»at nock, nicht statlgesnnde». Sie ist unter Umständen zn erioarteu l>e> dem Vlbschluß der V er l>an dl nutzen mit der Ukraine. Mit if-innl/mt'

,> iuli ii! w ist, - j [d ritt -i' .i Ö( 11II-» yi> wett es ich überselion läßt, ist da ein i)rieoensMich in mtlzer AitSsiäst Auch die Besprechimge,, mit den Ukrainern, bet denen im iRrgensatz zur Haltung bei Balich, wisst,t sehr viel rann slst praktisch. flrftHt I^cttorflettetni ist, sind, wie Sst ans de, Rebe bes leasen Ezenüiß cntnonmum hal>eit ,verdau, io weit fortgeschritten., t» man ver­ständigerweise Hoffon kann, sie würdtnt zn einem Evgelntstt fülfren

WaS nun die Ausführung des SelbsthestiuumingSrerhl^ he- ttifft, io gibt es int einzeliren iwcbci etn europäische' Recht noch auch nur ein l'öewohuhettsvecht Wir 'lzrUi-» e. h'ute tu diesen schweren >lriegsz<äteir sür eiwnr aoppelbmi Unsinn, »me imfnr l^xy- net es verlangen, erst alles Bestehend«' Mts^uvabieven und fege,: uitd daim in beit luftleeren Raunt hiw-tn ck-oaS zn lxi n.-n. nnd aus die heideir Fragen l>at mir Irockj, keiner b.7r Gegiter ?kufschlnß pe- nebn, Innerhalb unfern lieben dentschon Balerlmrde^ sind oie Ansichten über Wahlrecht nnd Wahlgesetz, wie die Syrrcrn all.- uHffcn noch ganz o^ßerorde,ttltch Verschißen und wir fwüien rmu-rhalb dt< - ses großen blülxmden Reick» .» aucli heul« noch eine bmrte Mustei- karst der vecschiedeitsstn Wahltxchb'. steht g-'schriebkn, was wm