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Nr. 2*

Der Gtrtzener Injeiftf

erscheint täglich, außer Ssnntag-. - Beilagen:

Gietzerxr KemittenblLtter; Nreirblatt

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H>8. Jahrgang

Gieheaer Anzeiger

Freitag, 2 . Januar,0s8

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General-Anzeiger sür Ooerhessen

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richtssaal: W. Dteyer;

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sämtlich in Gieren.

Die Reden der Reichrkanzlerz und der Grasen Lzernin.

<WTD.) FrotzeS Ha»vt»oartler, 24. Januar. (Amtlich.)

Westlicher Sriegsschauplah.

%

Keine besonderen Ereignisse.

Rege ErkundungStätiskeit mlferer Infanterie brachte m vielen Stellen der Front Gefangene ein. An der Bahn BoestngheStaden wirrden 6 Maschinengewchre ertontet.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

In einzelnen Abschnitten Artillerietätigkeit. Südwest­lich vom Doiran-See scheiterte ein englischer Vorstoß.

Italienische Front.

Die Lage ist unverändert.

Der Erste Generalauartrermüfter Ludendorff.

»

Der «bendbericht.

Berlin. 24. Jan.. abends. (WTD. Amtlich.)

Hon den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

H oe ttklM Rede hat -eine lleberraschungem gebracht, Kr etzer em Dorve noch im Inhalt. Sie hat ein ruhiges, sach­liches Gepräge, und das ist an ihr W Loben, denn es kann nianand vom höchsten Beamten des Reiches verlangen, daß er spricht wie einer, der bei anftretenden Schwierigkeiteil die Nerven verloren hat. Nur soviel bleibt freilich festM- steNen, daß des Reichskanzlers Ausführungen die Polemik Mrückgestellt haben zug-unsten einfaä^er Aufreihungen von Tatsachen. Er gibt selbst zu, daß hierin die Methoden ver- ^^^.iebeu sein förnteu, und in der Tat glauben wir, daß Unsere Staatsmänner in der rührigen Zlgitation für Ansklärung und Widerlegung falscher Standpunkte und feind­licher Kundgebungen bisher viel zu tvenig getan haben. Graf Hertling hat in diesen! Punkte gestern ^ recht wenig Temperament entwickelt. In seinen sachlichen Darlegungen findet sich, aber nichts, was angesvchten werden könnte oder bekämpft werden müßte. Deutschland beharrt bei seinem in Brest-Litowsk eingeuom- 'lnenen Standpunkt, und der Reichskanzler hofft, daß auf diesen Grundlagen trotz der sich häufenden Schwierigkeiten in absehbarer Zeit ein Friede mit Rußland zustande kommen könne. Er ging auch auf die Reden Lloyd Georges und Wil­sons näher ein, nicht um gegen sie zu polemisieren, sondern um daraus hcrauszusuchen, was sich etwa als Grundlage für Verhandlungen eignen könnte. Dabei stieß er selbstver­ständlich auf die bekannten Punkte, die eine Verständigung mit den Westmächten als vorläufig ausgeschlossen erscheinen lassen. Mit einem Wort: aus seiner Rede sprach Versöhnlich­keit, die unveränderte Bereitschaft zu Friedensverhandlnn- ! gen. Hertling verhehlte sich offenbar nicht, daß leider einer ^Annäherung der feindlichen Mächte noch gar mancherlei entgegensteht. Er verwies sie aus unsere ausgezeich­nete militärische Lage und gab erneut eine Er­klärung ab, daß mit unserem Entgegenkouunen den Hemden bei der von ihnen verschuldeten Ver­längerung des^ Krieges kein Freibrief ausgestellt werden solle. Wir müssen ans des Reichskanzlers Rede ausführlich zurückkammen, besonders da im Vergleich mit einer gleich­zeitigen llbede des Leiters der österreichisch-ungarischen Po­litik d« neue Lage erst annähernd wnschrielnn rvcrden kann.

Der österreichisch-ungarische TageSSerlchr.

Dien, 24. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird

verlautbarl:

Die Lage ist unverändert.

Der Chef des Generalftabes.

1 .

Wt Rede des Reichskanzlers im Hanptairsschust des Reichstags.

Berlin , 24.£>m (WTB. Nichtamtlich.) In brr heutigen Sitzung des HanpLaussthusses des Reichstages führte Reichskanzler Dr. Graf von HerNivg folgeudvs mis:

Marne Sperren!

__ W ich zum letzten Male tot (Me hatte, vor Jlyoem Aus- Wb Pr sprechen- os tua* ans 8. Jtvmar, standen wir, so

schien es, vor einem in Brest-Litowsk eingetretenen Zwischenfall. Ich habe damals die Meinung ausgesprochen, daß wir die Erledi­gung dieses Zwischenfalles in aller Ruhe abwarten könnteu. Tie Tatsackien haben dein Recht gegel^n. Tie russische Delegation ist wieder in Brest-Litowsk eingetrossen. Tie Verhandlungen sind Une­del ausgenommen und fortgesetzt worden. Sie gehen langswn weiter, aber sie sind außerordentlich schwierig. Ms die näheren Umstände, die diese Schwierigkeüen bedingen, habe ich schon das vorige Mal hinge,viesen. Manchmal konnte in der Tat ein Zweifel entstehen, ob es der russischen Delegation ernst sei mit den Friedensverband- luugen, und allerhand Funksprüche, die durch die Sßelt gehen mit höchst seltsamem Inhalt, könnten diese Z wei el bestätigen. Trotzdem halte ich an der Hoffnung fest, daß wir mit der russischen Dele­gation in Brest-Litowsk demnächst zu einem guten Abschluß ge­langen ;o-erden.

Günstig stehen unsere Berhandlüngen nrit den Vertretern der Ukraine. Auch hier sind noch Schwierigkeiten zu überwinden, aber die Aussichten sind günstig. Wir hosfen, demnächst mit der Ukraine zum Abschluß zu kommen, der im beiderseitigem Interesse gelegen und auf der wirtschaftlichen Seite vorteilhaft sein würde.

Ein Ergebnis, meine Herren, war bereits am 1 4. Januar abends 10 Uhr zu verzeichnen. Wie Ihnen allen bekannt ist, hatte die russische Delegation zu Ende Dezember den Vorschlag gemaciü, eine Einladung an sämtliche Kriegsteilnehmer ergehen zu lassen, sie sollten sich cm den Verhandlungen beteiligen. Als Grundlage hatte eie russische Delegation gewisse Vorschläge allgemeinen Inhalts unterbreitet. Wir haben uns damals auf den Vorschlag, die Kriegs­teilnehmer zu ton Verhandlungen einzuladerr, eingelassen, unter der Bedingung jedoch, daß diese Einladung an eine ganz bestimmte Frist gebunden sei. Anr 4. Januar, abends 10 Uhr, war diese Frist verstrichen. Eine Antwort war nicht erfolgt. Das Ergebnis ist, daß wir der Enteirte gegemiber in keiner Weise Utehr gebunden sind, daß roir:Bahn frei habet: sür die Sondervetchandlrurgen! mit Rußland und daß wir mich selbstverständlich an keine von der russischen Delegation tms vvrgelegten allgemeinen Friedens vor- schsäge der Entente gegenWer m keiner Weife mehr gebunden sind.

Llotzd Georgennd Wilso».

Anstatt der damals srwortetLN die lmS^ebliebe«

ist, sind inzwischen, wie die Herren alle wissen, zwei Kund- aanmem feindlicher Staatsmänner erfolgt: Die Rede des eng­lischen Ministers Lloyd George vom 5. Januar und die Botschaft des Präsidenten Wilson am Tage danach. Ich erkemre gern an, daß Lloyd George seinen Ton geändert hart. Er schimpft nicht mehr und scheint dadurch seine früher van mir an-gezravifelte fißn Handlungsfähigkeit jetzt wieder Nachweisen zu wollen. (Heiter­keit.) Jmmerhm aber gehe ich nicht soweit, wie manche Stimmen aus dem neutralen Auslände, die aus der Rede Lloyd Georges einen ernsten Friedenswillen, ja sogar eine freimdliche Gesin­nung herauslesen wollen. Es ist roahr, er erllärte, er wolle Deutschland nicht vernichten mrd habe es nie vernichten wollen. Er gewinnt sogar Worte der Achtung über sich fttr unsere politische, wirtschaftliche und kulturelle Stellwrg. AVer dazwischen fehlt es doch auch nicht an anderen Aeußerungen. Dazwischen drängt sich doch inimer wieder die Aufsassnng durch, daß er über das aller in östlichen Verbrechen beschuldigte Deutschland Recht zu sprechen habe, eine Gesmnung, meine Herren, auf die wir uns selbswcrständlich nicht emlassen können, in der wir von einem ernsten Willen noch nichts verspliren können. Wir sollen die Schuldigen sein, über die die Entente zu Gericht sitzt. Das nötigt inich, einen

kurzen Rnckblick

aus bi£ vor dem Kriege vorhanden gewesenen Verhältnisse und eingetretenen Vorgänge zu werfen, auf die Gefahr hin, längst Bekanntes noä) einmal zu wiederholen. Die Aufrichllma des Deuts-clxn Reiches in: Jshrc 1871 hatte der alten Zerrissenheit ein Ende gemaäst. Durch den Znsammcnschlnß seiner Stäm.me haüte das Deutsche Reich in Europa diejemge Stellung erwor^, die seinen wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen und den daraus begrüudeten Ansprüchen entsprechen. (Bravo!) Fürst Bis­marck krönte sein Werk durch das Bündnis mit Oesterreich-Ungarn. Es rvar ein rein defensives Bündnis, von den hohen Verbündeten vom ersten Tage an so gedacht nild so gewollt. Im Lause der Jahrzehnte ist niemals auch nur der leiseste Gedanke zu aggressiven Zwecken auigetaucht. Insbesondere zur Erhaltung des Friedens sollte das Defensivbündnis zwischen Deutschland und der eng vetch:'tz7.deten, in alter Tradition durch gemeinsanw Interesses mit rmS verbündeten Dvnaunronarckste dienen.

Aber schon Fürst Bismarck hatte, Nne ihm oftmals vor- güvorfen wurde, den Mpdruck der Koalition. Und die Ereignisse der Folgezeit haben gezeigt, daß das kcnre bloßen schreckliastell Traumbilder waren. Mehrfach trat die Gefahr feindlicher Koalitio­nen, die den verblindeten Mittelmächten drohten, in die Erschei- mrng. Durch die Einkreisungspolitik König ^ Eduards ward der Traum der Koalition Wirllichkeit. Dem englischen Jmperialisinus stand das aufstrebende und erstarkende Deutsche Reich im Wege.

französischer Revanche sucht, im russischen Expansivstreben fand dieser britische Imperialismus nur allzu iverte Hilfe. Und so bereiteten sich für uns gefährliche Zukimftsplänc vor. Schon immer halte die geographische Lage Deutschlands

die Gefahr eines Krieges ans zwei Fronten

uns nahe gerückt. I^tzt wurde sie immter sichtbarer. Zwischen Rußland und Frankrerch wurde ein Bündnis abgeschlossen, dessen Teilnehmer das Deutsche Reich und,Oesterreict>-Nngaru an Ein- tvohnerzahl mn das Doppelte übertrafen. Frankreich, das repu­blikanische Frankreich, lieh dem zaristischen Rußland Milliardertz zmm Ausbau der strategisck-eu Bahnen im Königreich Polen ,die den Aufmarsch gegnr uns erleichtern sollten. Die französische Re­publik zog Ken letzten Mäim Anr dreijährigen Dienitzeit heran.. So schuf sich Frankreich neben ^Rußland eine bis an die Oftenze seiner Leistungsfähigkeit gehmde Rüstung. Beide verfolgten dabei Zwecke, die Unsere Gegner jetzt als imperialistisch bez<nchncn. ES wäre pfticki-tvergessen geniesen, wenn Dcrutschkand diesem Spielej vühig zugesehen hätte, wenn nickü auch ivir uns eine RüH.urgi zu schassen versucht hältten. die ^rns gege^a die künftigen Müde zn schützen lxrtte. WHne Herren! Ich darf vielleicht daran erinnern, daßs ich selbst als Mitglied des Reichstages sehr häursig über diese Tinge gesprochen habe und daß ich bei diesen Rüstüngsausgabcn'

stets darauf hrngewiefeN habe, daß daS deutsche Volk, wenn eS

diesen Rüstungen zustimmt,

lediglich eine Politik des Friedens treiben wollte, daß diese Rüstung uns mrr aufgenötigt sei Mt Abwehr gegen die uns vom Feinde drohende Gefahr. Es scheint nicht, datz diese Worte rraendwie vom AuÄande beachtet worderr wären. Und nun Elsaß-Lothringeic! Elsaß-Lothirugen, von dem auch jetzt wieder Llvyo Gswrge ^redete. Ajuch jetzt spricht er wieder von dem Unrecht, das Dcsutschland im Jahre 1871 Frankreich .mg*» tan habe. Elsaß-Lothringen ich sage es nicht Ihnen, Sie be­dürfen der Belehrung nicht, aber im Auslände scheint man die Dinge immer noch nicht zu kennen Elsaß-Lothringen umfaßt bekanntlich zrum größteir T^il rein ^»eutslche Gebiete, die durch! Jahrhunderte fortgesetzter Vergewaltigung und Rechlsbrüche vom Teutschien Reiche lvsgelöst wurden, bis endlich 1789 die französische Revolution den letzter Rest verschlang. Damals wurden sie fran­zösische Provinzen. Als wir nun ftn Siebziger Krieg die nnÄ freventlich entrissenen Lartdstriche zurückverlangten, »var dies nicht Eroberung fremden Gebietes, sondern recht eigentlich was man jetzp Tesannexion nenrrt, und diese Desannexion ist dann auch von der französischen Nativ7lalversammlung- der verfassungsmäßigen Ber- tretllug des französischen Volkes in dainaliger Zeit, am 29. März 1871 mit großer Stimmenmehrheit ausdrücklich auerkmint worden. Und auch in England, meine Herren, sprach man damals ganK anders als heute. Ich kann mich auf einen llassisch'en Zeugen! berufen. Es ist kein anderer.als der berühmte englische Historiker um) Schriftsteller ^Thomas Carlyle, der in einem Briefe an did Times", und zwar im Dez-mniber 1870, folgendes schrieb:Kein! Volk hat einen so schlimmen Nachbar, wie ihn Deutschland während der letzten 400 Jfthhe an Frankreich besaß. Deutschland wärL verrückt, wenn es nicht daran dächibe, einen Grenzwoll ziwischei^ sich und einem solchen Nachbar <zu errichten!" Ich bemerke^ daß ich die sehr harten Ausdrücke, welche Carlyle ln diesem Zu- sanimeirhange gegen Frankreich gebrauchte, rnernerserts jetzt nicht wiederholt habeeinen solchen Gren^wall sich zu errichtach wv Gelegenheft dazu hat. Ich weiß von keinem Naturgesetz und keinem Himmrlsparlamentsbeßhluß, kraft dessen Frankreich allein, llon allen irdischeii Wiesen nicht verpftichstet wäre, einen Teil der. geraubten Gebiete Kurücktz-nerstatten, wenn die Eigentümer, tonest sie entrissen, eine günstige Gelegenheit haben, sie wieder zu er­obern." Urrd in gleichem S.inne sprachen angejehene englische Preß^ organeich nenne beispielsweise dieDaily News" das aus.

Wilson.

Ich komme nunmehr zu Wilson, meine Herren!

Auch Trier erkenne ich an, daß er schon ein anderer gewordeit ist. Es scheint, daß die damalige einnrütige Zurückweisung des Ver­suchs Wilsons in der Antwort auf die Papstnote, Uvischen der deut - scheu Regierung urrd dem deutschen Volke Zwietrackst zu stiften, ihre Wirkung getan hat. Diese einmütige Zurücüveisung könnte Wilson schon auf den rechten Weg lcftcm. u?ch der Ansarrg dazu ist viel­leicht gemacht; denn jetzt ist weirigsterrs nicht mehr die Rede von der Unterdrückung des deutschen Volkes durch eine anwkratische Re- gieruirg rmd die früheren Angriffe aus das Haus Hohenzollern sind nicht wiederholt lvvrden. Auf die schiefen Darlegungen der deutscl-en Politik, die sich mich jetzt m>cl) in Wilsons Botschaft finden, will ich hier nicht ecngehen, sondern im einzelnen die Picnkte besprechen^ die Wilson darlegt. Es sind nicht weniger als 14 Punkte, in denen er sein Friedensprvgramm formuliert, und ich bitte um Ihre Ge­duld, wenn ich diese" 14 Punkte so kurz als möglich hier zum Bor­trag bringe. /

T ie Publizität der Verhandlungen.

Der erste Puukt verlang, es sollen keine geheimen internativ- ualen Veremburungen mehr stattsind-eir. Meine Herren! Die Ge­schichte lehrt, daß wir mrs am ehesten mit einer weitgehenden! Publizität der diplomattschen Abmachungen einverstanden erllären könnten. Ich erinnere daran, daß unser Defensivb-ündnis mit Oesterreich-Ungarn seit dem Jahre 1868 aller Welt bekannt war, wälrrend die Ofsensivabniachungen zwischen den feindlicl>en Staaten erst im Laufe des Krieges und zuletzt durch die Enthüllungen der russisck»en Geheimakten das Licht der Oeffentlichkeit erblickten. Auch die Verharrdlungen in Brest-Litowsk vor aller Oeffentlichkeit beweisen, daß wir durchaus bereit sein können, auf diesen Vorschlag eftrzugehen und die Publizität der Verhandlungen als allgemeinen politischarr Grundsatz zu erllären.

Im zweiten Punkt fordert WUson

Freiheit der Meere.

Die vollkommerre Freiheit der Schiffahrt auf dem Meere im Krieg nub Frieden wird auch von Deutschland als eine der ersteir mrd wichtigsten Zukunftssvvderunyen ausgestellt. Hier besteht also keiue Meinungsverschiedenheit. Tre von WUson am Schlüsse an-- g-efügte Einschränkung ich brauche sie nicht wörtlich anzuführ^n ist nicht leicht verstärrdlich und scheint übersiüssig, würde all.' am besten Wegfällen. Im hoherr Grade aber wichtig wäre es sür die Freiheit der Schiffahrt in Zukunft, wenn aus die stark befestigten Flottenstützpunkte an rvichtigen internationalen Verkehrsstraßen wie sie England in Gibraltar, Malta, 9lden. Hongkong, aus den FalltcnrdSinsein und an manchen anderen Stellen unterhält, ver­zichtet tverden könnte.

Drittens: Beseitigung aller tvirtschaftlichen Schranken. Auch wir sind mit der Beseitigung wirtschaftlicher)>vanken. die den Handel in überflüssiger Weise einengQl. durchaus einverstanden. Auch üftr tvrurteilen einen WirtschastSkneg, der voraussichtlich die lUrsack,»en künftiger kriegerischer Berwickelungetr in sich tragell würde.

Viertens:

B e s ch r än kung d e r R ü stvn g e n.

Wie. schon ftüher von uns erklärt tmrrde, ist der Gedanke eine« Rüstungsbeschränkung durchairs diskutabel. Die Finanzlage sämt­licher eurvpirischer Staaten nach dem Kriege dürste einer befrie­digenden Lösung den wirksamsten Vorschnb leisten. (Sehr richtig!) Man sieht also, meiire Herren, über die vier ersten Programm- Punkte formte man ohne Schwierigkeit zu einer Verstturdigung gelangen.

Ich wende m^h zum fttnftm Punkt: Schllchtmrg aller kolo­nialen Einsprüche und Streitsgkeften Tie praktische Durcl^fährung des von Wilsv-n ausgestellten Grundsatzes in der Welt der Wirk­lichkeit wird einigen Schwierigketteir bnwgnmr. Jedenfalls glaube ich, daß es zmrächst dem großen Kolornalreickve England über­lassen bleiben kann, wie -es sick) nrit dem Vorschlag seines Ber^ bündeten abftrrden will. Bei der rnrbedvrgt auch von ge*