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dessen ittdjt DvZ sehen wir bei jenen.Ländern an der Front, wo der freie Handel ganz unhaltbare Zustände geschaffen hat, so daß cs dort zivar den Begüterten gelingt, gegen hol-e Bezahlung sich Lebensmittel zu bejchaffeir, die Armen aber tatsächlich vielfach Hunger leiden. Am besten haben ivir bei der GetreiDErsorgung abgeschnitten. Unbedingt erforderlich ist es, daß bis zum 28~ Fe­bruar alles Getreide aus<^edroschm ist. Für den >kvlninunalvcrband Gießerr bleibt aber, iure der Boriitzeuve später daraus ßinivies, der 31. Januar als Endtermin bestehen. Tie Kartoffelernte ist im allgemeinen aut ausgefallen. Die statistischen Ermittlungen, die sich auf die Angaben der Erzeuger stützen, geben jedoch keinl genaues Bild von der Wirklichkeit. Darnach sind 28 Millionen, Tonnen Kartoffeln geerntet worden, und dre Anbaufläclst ist. um 2 Millionen Hektaren geringer angegeben. Ta ferner vvm 1. Februar an das Brotmehl um; 10% durch ^rtosfeln gestreckt werden sM, ist an eine Erhöh, rüg des dem einzelnen zu he heu den Kartvfselqnantums nickst ^u deuten.

Knappheit herrscht bei den Futtermitteln, die wir früher von t-em Auslande bezogen, so daß wir genötigt sind, um für die Pferde des Heeres, der L^n'w'iAscbaft und der gewerblich'»» Bc^ triebe bk entsprechenden Mindestmengen von..Hafer, Stroh und Heu zu bekommen, oie übrigen 'Nritztiere teilweise abzustoßen. Unumgänglich notwendig ist die Ablieferung dieser Futtermittel seitens der Laiidnürte. Allgemein muß der Gedanke sich durchsetzen, daß der einzelne die Not des Vaterlandes nicht dazu ansbeuten darf, um sich zu bereichern. Gegen den ^Schleichhandel ist mit strengeren Gesetzen vorzugehen. Was die Rohstoffversorgung an- detrifft, so ist die Lage günstig. Wir kommen aus, wenn wir Selbstbeherrschung uud Sparsamkeit in vollem Maße walten lassen. Tas ist auch der Fall bezüglich der Kvhlenknappheit. Aeußerste Beschränkung des Reiseverkehrs ist aber notwendig. Es kann nicht reirug hervorgehoben werden, daß nur durch ein gegenseitiges! Verstehen twr einzelnen Volksschichten und* Stände die Möglich­keit des wirtschaftlick-en Turchkmlteus geboten wird. Um dieses Verständnis immer mehr zu ermöglichen, wird den Landlvirten Gelegenheit gegeben, unter sachverständiger Leitung die Arbeit in den Munitionsfabriken und die schwere Tätigkeit unserer Berg­leute mit eigenen Augen anzusehenl. Bei der Ausführung des .Hilfsdienstgesetzes ist man bemüht^ jeden möglichst an der Stelle zu lassen, wo er im Interesse des Staatsganzen und Staatswohles hingehört. und die Erziehung unserer Jugend dabei nicht aus d^m Auge zu verlieren. Redner wies sodann noch daraus hin, wie immer noch der Notenumlauf heruntergesetzt werden müsse. Er warnte vor der Verbreitung unwahrer Gerüchte und wies auf die Spiouengefahr hin, die nicht zu gering zu achten sei. Alkes komme daraus an, die Geduld nicht zu verlieren. Ter Friede sei im Anzug, unsere Feinde aber setzten alles in Bewegung, die Friedensbemühungen zum Scheitern zu bringen. Es wird ihnen ltber nicht gelingen, ihr Ziel zu erreichen, wenn wir einig sind.

In der sich anschließenden Aussprache wurden eine Reihe von Beschwerden u»»ü Wünschen vorgetragcn, deren möglichste ?lb- stellung bzw. Erfüllung zugesichert wurde.

Aus Stadt und Land.

Gießen, den 23. Januar 1918.

** Beförderung. Gesr. Heinrich W a gen er wurde zum Unteroffizier befördert und zum Ossiziexsaspiranten er­nannt.

** E i e r - V e r k a u f. In der Zeit vom 24.30. dieses Monats werden an die Bezugsberechtigten gegen Abgabe der Eiermarke Nr. 23 Eier abgegeben. Näheres siehe Anzeigen^ teil.

**BessereSalzversorgungin Aussicht. Der schwer empfundene Mangel an Salz darf nunmehr als großenteils beseitigt gelten, denn einerseits läßt die im No­vember und Dezember v. I. infolge verschiedener Umstände groß gewesene Nachfrage nach Salz jetzt nach, andererseits sind die Salzwerke durch bessere Belieferung von Kohlen und Eisenbahnwagen in die Lage gekommen, einlaufende Be­stellungen etwas rascher ausführen zu können, wodurch die Versorgung mit Salz hoffentlich recht bald wieder als voll­kommen ausreichend für längere Zeit angesehen werden dürste.

** Öoljbcrfteigctitng. Montag den 28. Ja­nuar 1918 werden in den Waldungen der Stadt Gießen im Bezirk des Forstwarts Arft-Hochwart, Abteilung Studenten- schlag Nr. 96, Holzbestände versteigert. Siehe Anzeigenteil. ... , ** 3 um Tischzeugverbot. Die zuständigen Be- horden sind von der Reichsbekleidungsstelle ersucht worden, me Durchführung des Tischzeugverbots in Gastwirtschaften strengstens zu überwachen. Wie sich indessen aus vielfachen Meldungen ergibt, wird das Verbot auch jetzt noch nicht ^all gewissenhaft beachtet. Nach den überaus zahlreichen aufklärenden Veröffentlichungen der Reichsbekleidungsstelle kann den Gastwirten, die das Verbot jetzt noch nicht beach- ten, die Entschuldigung einer irrtümlichen Auslegung der einschlägigen Bestimmungen nicht mehr geglaubt werden. Es werden nunmehr die Kommunalverbände aufgefordert, der Reichsbekleidungsstelle (Ueberwachungsabteilung) fortlaufend alle Gasthausbetriebe, die das Tischtuchverbot nicht beachten, ru benennen. Die Wäschebestände dieser Betriebe sollen so­fort enteignet werden. Die enteigneten Vorräte können im Falle besonderer Not der ärmeren Bevölkerung den betreffen­den Kommunalverbänden selbst zur Verfügung gestellt werden.

** Neue Nachmusterungen? Eine erneute Nach- musterung der zeitlich Untauglichen findet im Kreise Tel­tow statt, und zwar für die Militärpflichtigen, die in den Jahren 1898 und früher geboren sind, sowie der Landsturm- pflichtigen des Jahrgangs 1899. Es werden nur die Militär- und Landsturmpflichtigen gemustert, die bei früheren Muste­rungen wegen zeitlicher Untauglichkeit zurückgestellt worden sind, d. h. die die Entscheidung zeitlich untauglich, vorläufig zurück, weiter zurück oder eine gleichbedeutende Entscheidung erhalten haben. Im Anschluß hieran findet eine Nachmuste­rung der Wehrpflichtigen, die die Entscheidung g. v. oder a. v. oder zeitweise g. u. a. v. unfähig oder zeitlich untaug­lich erhalten haben, statt. Wie gewöhnlich folgen dann auch für die übrigen Bezirkskommandos im Reich die Muste­rungen, die also auch> hier wieder zu erwarten fein dürften.

** S t a d t t h e a t e r. Die Aufführung des Heyseschen SchauspielesColberg" als Wohltätigkeitsvorstellung zur Borfeier von Kaisers Geburtstag am nächsten Samstag dürste dieses Jahr besonderes Interesse erregen, denn kaum ein anderes deutsches Werk atmet so Geist unserer schweren, aber auch großen Zeit wie gerade dieses. Manche Worte, die Nettelbeck",Gneisenau" undRose" in den Mund gelegt Und, klingen, als wären sie in unseren Tagen für unsere Tage geschrieben. Wie schon niitgeteilt, gastiert Herr Matlneu Pfeil vom Frankfurter Schauspielhaus alsNettelbeck" in dieser Vorstellung.

** Bund der Beamten de r preuß isch-hessischen ötact«. unb bet Reichseisen bahnen. In (Gegenwart der Vertreter von etwa 40 El,enbafmbeamten*Fach? rcti ncm, sonne ber Teleisterten einer größeren Anzahl auswärtiger Eisenbahn- Srvekttonen ivurde im Haus Alt-Bryern in Berlin derBund der Bvmnten der v'.eußisch-hessrschen Staats- und der Reichs.ijcnbah ms ^edtNi geru err. Ter neitgr-grirrdete Bund vertritt mit etnZa 2tMitgliedern nal>ezu sämtlich? Eisenbahnbeamtn der preußisch 1 Heimchen Staats- und der Reichseienbahnen. Sein Ar- bettspwgramm umfaßt die zielbewusste Fürdemcng der Interessen des genialtigen Ellenbahnerh.vr^s. Die starkbesuchte Gründungs- nersaminlung sandte Ergebenl-eitstelegrmnme an den Kaiser, den ^pener<HheÜ»narfchatl von viudenburg und den Münster der dffcjit

lichen Arbeiten v. Breitenbach Wie imr erfahren, hofft der neu- gegründete Bund durch die Erfassung aller Beamten klaffen und deren Vereinigung zu einem gemeinsamen Arbeit S Programm durch­greifende Erfolge für die von ilstn vertretenen Mitglieder zu erzielen.

* Schisfsjun genein st cllung in der Kaiset- li chen Mar icke. Tas Kvmmcmdo der)isfsjungendiVision be­absichtigt, im Oktober 1918 wieder Schiffsjungen einzustellen, und öwar kommen für diese Einstellung nur die Jahrgänge 1902 und kW3 ui Frage. Tie Altersgrenze ist also für Mindestalter: Oktober 1903 15 Jahve, für Höchstcckter: November 1901 16 Jahre 11 Monate. Tie im Oktober 1901 und früher gekorenen Jungen kommen fm diese Einstellung nicht, in Betracht. Anmeldungen müssen möglichst schnell beim zuständigen Bezirkskommando erfol­gen, da der Bcharf voraussichtlich bald gedeckt ist. Auf die Broschüre ,,Bom Schiffsjungen zum Teckoffizier", die über Laufbahnen, Ge­hälter, Beförderungen usw. gcmanen Aufschluß gibt und zum Preise von 25 Pf. vom Kommando der Sästsfsjungendivision in Flens­burg-Mürwik zu beziehen ist, wird hin gewiesen.

** 9 7 Milliarden Posts checkverkehr. Der Poftscheckverkehr im Reichs-Postg-ebiet hat sich 1917 recht er­freulich entwickelt. Die Zahl der Postscheckkunden ist von 148 918 Ende 1916 um 40 514 auf 189 432 Ende 1916 ge­stiegen. Ihr Guthaben hat von 465 Millionen Mark Ende 1916 auf 726 Millionen Mark Ende 1917, also um rund 260 Millionen Mark, zugenommen. Der Gesamtumsatz be­trug 97 146 Millionen Mark, d. s. gegen das Vorjahr 33 664 Milliarden Mark oder 53 v. H. mehr. Bargeldlos wurden 72 318 Milliarden Mark oder 74,4 v. H. des Ge­samtumsatzes beglichen. Anträge auf Eröffnung eines Post­scheckkontos sind bei jeder Postanstalt erhältlich.

Linwfreis Gießen.

E. Bettenhausen, 23. Jan. Während der vergangenen .l^nyt wnrde bei drei hiesigen Einwohnern ein gebrochen. Ta jetzt ^rade die Hcmssch'.achttingen größtenteils vorüber sind, gehen die Tiebe hauptsächlich darons aus, Fleisch und Wurst'ivaren zu er- mmten. In den vorliegenden Fällen haben sie darin auch reiche Beute gemacht. Eure Menge Fleisch, trilwnse ln Gläser einge­macht, ebenso Wurstwaren, Jrtt und Speck wurden gestohlen. Aber mich andere Lebensmittel, rvie Brot, Eier, Mehl usw. wurden in Menge entwendet. Wie bei anderweitigen Einbrüchen hat man auch hrer von dem Treben noch keine Hpur.

** N ieder - Bes s inge n. 23. Jan. Ter Piani-er Heinrich Walther tvurde mit der Hessischen Tapferkleitsmedaille und mit dem^ Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet, und gleichzeitig zum btefreiten befördert.

e. Steinbach, 23. Jan. Unteroffizier d. R. Jakob Serth, Inhaber des Eisernen Kreuzes und der Hess. Tapserkeits- medaillc, ivurde zum Vizewachtmeister befördert. Ter lang- uihritze Waldvorarbeiter im Domanialwald der Obersvrsterei Schisscnberg Heinrich Schepp erhielt das KricgsehrenZeichen..

Kreis Büdingen.

Büdingen, 23. Jan. Das Kreisamt setzte fm die Zeit bis zum 28. Februar d. I. neue Höchstpreise für Obst fest. Gin Zentner Edeläpfel, jedes Stück ausgesucht, darf nicht mehr als 50 Mk., ein Zentner zweiter Sorte nicht mehr als 31,25 Mk. und ein solcher dritter Sorte nicht mehr als 12,50 Mk. kosten.

= Mainz, 23. Jan. Die Polizei verhaftete zwei Wormser Kleiderhändler, die in ihrer gegenwärtigen Stellung als Soldaten, in einem Beklcidungsamt hier für Tausende von Mark Futterstoffe gestohlen und in sechs schweren Kisten zum Verkauf geschafft l-atten. Die Ware konnte rechtzeitig beschlagnalimt werden.

Kreis Schotten.

C} Laubach, 22. Jan. Auf dem nahegelegenen Rams- berg hat ein gewitterartiger Sturmwind in vergangener Woche mtter dem allen Fichtenbestand an der Westseite großen Schaden angerichtet. Die Bäume sind vollständig entwurzelt, aus dem steinigen Erdboden herausgi'rissen und haben teilweise jm Fallen Bwlke und Tische in den Anlagen zerstört, so daß mich oiese eim- Statte völliger Verwüstung geworden sind.

Laubach, 20. Jan. Hier fand die erste Versammlung der breiigen Gruppe der T-cutschen Vaderlandspartei statt, die ans Laubach und Umgegend gut besucht war. 50 Herren und nnrge Damen waren anwesend. Die Gruppe konstituierte sich unter dem Vorsitzenden, Oberamtsrichter Zimmermann, der- leitete und in längerer Rede die Notwendigkeit und Ziele der Vaterlandspartei so 'wirksam darlegte, -daß alle Herren, soweit sre noch nicht Mitglieder waren, ihren Beitritt erklärten. Bor- stand und Ausschuß, in welchem auch die umliegenden Orte ver­treten sind, wurden aus Vorschlag einstimmig gewählt. Die Gruppe Laubach und Umgegend zählt nun gegen 130 Mitglieder Mit Befriedigung ward vernommen, daß die Deutsche Vaterlands Partei schon mehr Mitglieder zählt, als alle politisä^en Parteien zusammen. Pfarrer Fritsch Ruppertsburg hielt daun einen längeren Vortrag, in welchem er die Bedeutung und Lehren der Geschichte mit den Mittelpunkten 18. Januar 1701, 18. Juni 1815 und 18. Januar 1871 schilderte.

:: Ruppertsburg, 22. Jan. Die G-emei-udcvrrtretung zu Ruppertsburg hat allen aus der Geur^iurd^easse einen be-

ziel-enden Besoldeten mit rückwirkender Kraft eine Telierungs-, zarlage von 10% bewilligt uud den Beziehern von kleinen Gehältern sogar 20% gewährt.

Stnrfniduro und Meinhessen.

I Darmstadl, 22. Jan. Ter Heldentenor Peter Jonsson vom Sladttlieater in Mal (ein geborener Isländer'' wuede auf Grund seiner erfolgrnchen Gastspiele alsManrico" und.Walter Stoltzrna" für das 5wftheater verpstichtet.

ch. B i n g e n, 22. Jan. Der erwartete Höchststand des Rheines ijt nun erreicht nwrden, und znmr mit einem Wiasserfta'ide von 4.26 Meter. Seitdem geht das Mister, weirn auch lwrerst sehr langsam, -zairück. Die Hochu»assergefahr dürste bannt überwunden sein. Biel mehr durste der Rh^iu auch nicht mehr steigen, wenn nicht ähnlick>e UeberschwemWu-irgen, w4e sie die .Nahe angerichtet hat, beklagt weichen sollten. Die überschzvemmwn Orte D i e t e r s.i heim, Sarmsheim Md Münster waren im Lause des gestrigen Tages chas Ziel vieler -Hunderter von Schaulustigen Die Schisfahrt aus dem Rheine ist rnsolge des hohen Äafferstandes fast vollständig eingestellt.

Kreis LVetzlar.

Fc. Wetzlar, 23. Jan .Der Larid^lgSabgeordlrete rend Lani Wirt Berthold .Kwüger-Lwppeilwde erläßt au die Landwirte de K'rcrses folgende Bekaiiirtiirachimg: Auf meine Bennlhungen io die Erbalttmg eines bestimniten Schkverrvebestandes für die Sekbs Versorgung D vom Lauchesfleischamt an geordnet roorden, daß Ferk die bereits für die HcrussMachtung im nääLtan Winter erngestel find, von der Entaigwunrg ausgestUoffen snid. W^ns-y bleibe Läuserschroeinc im Gewicht bis zu 25 Kilogramm, wenn sie für d Hausschlackstung eingestellt sind und ausreick)andes und zulässig Futter vorl?anden ist, mm der Enteignung ausgeschlosseii Tie Verfügung wird demTräcktst in den eiirzelnem Kreisen amtlich U tauutgemacht werden.

, ra v ® U cJ bcm Kreise Wetzlar, 23. Jan. Wie günsti bisher die Verhältnisse für die Zusamme^ilegung der Grrnidstüe in unseren ländlichen Gemeinden sind, beweist am besten die Ta sackte, daß aus den vom Staat und der Rl^iiiprovinz zur Bdi gestellten Mitteln ((Westfonds) für den Kreis Metzle 43 200 Mk. an Beihilfen beivilligt worden siird.

venen-Nnna«.

js-Biedenkopf, 22. Jan. In der Stadtverordnetenve MP^ung wurde dem Magistrat empfvhlen, zur .Herstellung vc Möbeln für .Kriegsgetrarrte eine angemessene Menge Fichtenho zu billigem Preise zur Bersügung zu strllen. Das Einkanssge für Teilnahme an den Gemeintwnutzirngcn wurde bis aus weiter, auf 300 Mk. erhöht mit der Maßgabe, daß .Kriegsteilnehmer, d sich spätestens ein Jahr nach Friedensschluß zur Aufnahme melde noch den alten Satz von 150 Mk. zahlen.

^ Frankfurt a. M., 22. Jan. Tie hattigo StadttEror^

netenversammlung stmrnite einhellig dem Ankauf des .Kurbad Soden t h^ l bei Ajchasienburg zur Einrichtung einer .HeilanstL sur tuberkulöse und skrofulöse H'tibcr zu und bewilligte die dav erforderliche '<ounrme von vorläufig 100000 M?. Den Restbet»

m Hohe von 200 000 Mk. stellten die Gebrüder Klaufmwm schew- kungsweist zur Verfügung. Ter Magistratsanrrag auf sofortig« Erlwhung der StraßenLmhn-Tarise fand nachl langem Meinung^ aus tausch, in denr u. a. die sofortige Ausl-ebung des Rauchverbotes von vielen Saiten beantragt wurde, Annalpue. Zmn Bau der Lebensmittel Halle bewilligte inan einen Nachkredit von 533 400 Mark, so daß sich das Gebäude statt der veranschlagten 730 000 Mk. aus 1263 400 Mk. stellt. Tas unschöiie Verhalten der .Kohlen- großhändler gegeiiüber den Kleinhändlern .bei der Abgabe von' Brennstossm, ivvdnrch der große Kohlenmangel entstand, jand all-- seitige scharfe Kritik.

Fe. Limburg. 23. Jlcm. Zum Preise von 240 000 Mark aing die hier ssthendeOber-Mühle", bisher im Besitz der Geschwister Menges, in den Besitz des Ludroig Rosenthal von hier über.

ch. Vom Hunsrück, 22. Jan. Von einem Flurschützen er­schossen wurde in der Umgebung von Süchteln ein 15 Jahre alter Wilddieb. Der Flurschützc schoß, <als der Müderer auf mehrmaligen Anruf nickst stehenblieb.

Gerichtssaak.

I. D a r m ft a d t, 23. Jan. Tie Fabrikarbeiter Joh. Weitz II. uud Adam Strubel von Bürstadt sind gesähnliche Wilderer und Fclddiebe. Ersterer gibt zu, 12 Relchöcke g-Qvildert zu haben, wo­bei ihm Str. teilweise behilflich war. Als sie eines Nachts vom K art osseldieb stahl zurückl'ehrten, stießen sie mit zwei Feldschützen zusammen, von denetr der eine ein Kriegs invalide nckt nur einem Arm war. Sie gaben sofort mehrere SckMse auf die Feldschützen! ab, durch die der .Kriegsinvalide einen Knochenschuß am Bein ev- hielt, so daß er zwei Monate im Wormser Kranken baust zubringev mußte. Wer den betreisenden Schuß abgab, konnte nicht sestgestellt werden, da beide gleichzeitig schossen. Wütz und Strubel erhielten wegen des Kartosstldiebstabls 6 Wochen Hast, Weitz wurde des wei­teren zu 3 Jahren (Gefängnis, Strubel zu 2 Jahren. 9 Monates verurteilt.

vermischte».

* Erblindung nach Genuß von Likörersay. In. der Sitzung der Medizinischen Gesellichast in Berlin stellte Tr. C. Hamburger einen süichzigjährigen Miann Vvr, der am Weih-- nachtstage einen von einem nicht ermittelten Händler bezogenen' Likürersatz" getrunken hat und infolge davon auf beiden Alugen. völlig erblindet ist. Zweistttos handelt es sich, wie seinerzeit den Erblrndungeu im Asyl für ObdarlMe, unr die Wirkungen deS-' Methylattolwls in dem Likörersatz. Ter traurige Fall diene jeder­mann zur Warmmg vor dem Genuß Zweifel Hafter Spirituosen

Meteowiogische veobachümgen der Stalkon Gietzeir

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Höchste TemyeriUur am 21.di» 22. Januar 1918 + 0,7* C.

Niedrigste * . . 1918 »- 0,8*0.

Niederschlag 0,6 mm.

Letzte Nachrichten.

(WTB> Großes Hauptquartier, 23. Januar (Amtlich.)

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Fast an der ganzen flandrischen Fwnt war am Nach­mittage der Fcucrkampf gesteigert. Auchi südlich von der Scarpc lebte die Ges^chtstätigkeit wieder auf.

Bei St. Quenttn wurden bei erfolgreicher Durchführung zahlreicher Erttrkldunqcn Gefangene eingebracht.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nordöstlich von Souain und nördlich von Avocoutt folg­ten nach starker Feuerwirkung fran?bsische Borstöße. In hef­tigem Kampf wurde der Feind .--urückgcschlagen. Eigene Jn- srmlerieabteilungen drangen östlich von Malanrourt in die feindlichen Gräben nnb kehrten mit einer Anzahl Gefan­gener zurück. Zwißl-en Beaumont und Onies nahm die Artillerietättgkeit am Abend zu.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Die Lage ist unverändert.

Italienische Front.

Zu beiden Seiten der- Brenta Artillcriekampf.

Der Erste Genrralquartiermeister Ludendorfs.

* * *

Wilson gegen ein Kriegskabinett.

Washington, 21. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Reuter. Prä--- sident Wilson hat eine Erklärung g e ge n die Bildu ng deS Kriegskabinetts veröffentlicht, in der gesagt wird, daß wirksame organisatorische Maßregeln bereits getroffen worden! stieir.

Holland und Amerika.

Berlin, 23. Jan Aus Washington wird gemewet, die lwOÜndische Regierung habe beschlossen, 80 holländische Dampfer, die, jetzt in anierikanischen Hasen liegen, an A, m e r i k a zuver mieten. Das vorläufige Abkommen sti soeben in London irnterzeichnet. Es bestimme, daß die Schiffe nicht im KriegsgeKifte fahren sotten.

Ein Verband der deutsch-nationalen Parteien im österreichischen Abgeordnetenhaus.

Wien. 22. Jan. (WTB dttchtamUich.) Die deutsche nationalen Parteien des Abgeordnetenhausts haben be­schlossen. sich zu einem Verbände znsammenzuschließen, der de« Nanren führtVerband der dentschnatronalen Par­teien im österreichischen Tlbgeordnetenhaus e". Der neue Verband zähit 94 Mitglieder. Die Leittrng liegt einem 25gliebrigen Ausschuß ob. Zum Obmann nmrde Abgeordneter Waldner. zu Obmanns stell verttetern Wolf urrd Sylvester gewählt. Mit Ausnahme der Abgeordneten HeUinger und Redlich gehören alle Abgeordneten des früheren National Verbandes dem neuest Verbände an.

C P»g©lt den Stuhlgang

bei Erwachsenen und Kindern«

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