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Nr. 15

Der »ichEBer A«zet-er

erscheint tätlich, außer SGnntags. - Betragen:

Girtzener ^amiiienbtätler; Ktcistlatl

ffir tze« Kreis Sietzen. Vezugrpreir:

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M Jahrgang Srettag, J

Giehener Anzeiger

Krettag. 18. Januar $18

Atiuuuiuc doh Anzeige» die iacieonummer bis zum Nochminag vorher »hnejedeVerbmdlichkeil 5eilenprelse: für örtliche Anzeigen 25Pf., für auswärtig« 30 Pf., st'rr Neklarnen Alk. - bei Pwtzoor- schrift 20 °/ 0 'Jlufja.lag. Hauptschrsttleiler: Auq. Goetz. Verantwortlich für Politik u. Feuilleton: Äankverkehr: Aug. Goetz; Stadt und

Getoerbebank Siehe» Land.Bermischtesu.Ge-

3wi!ling5runddruck ».Verlag: Brühische Univ.-Vuch- u. Lteindruckerei ».Lange. Schriftleilung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulftr - Anzeigenteil: *>. Beck:'

PoM,eS?onts: Krankfvrt a.M. 11686

General-Anzeiger für Oberhessen

sämllkch in Gießen.

Ein neuer Chef des Zivilkabinetts des Halfers.

(fTmMdjo^ Hauptquartier, 17. Januar.

Ä . westlicher Kriegsschauplatz Keine gröberen Kampfhandlungen.

zahlreichen Frontabschnitten Erkundungsgercchte. Mrdlich von Pasfchendaele, an der Smrpe, bei Vendhnille und St. Qurnlrn wurden einige Engländer gefangen. Oestlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues. j

^ Mazedonische Front.

Fm Cernalwgerr dauerte erhöhte Rrrillerietätigkeit an. Äf Italienische Front.

Die Lage ist unverändert.

Bei ihren erfolglosen und verlustreichen Angriffen am -rFJ?«-. 1 ?- Fa'mar haben die Italiener an Gefangenen Mols Osm'ere rmd mehr als dreihundert Mann eingebützt.

Der Erste Gencralguartiermeistrr Ludendorfs.

Der Abendberichl.

Berlin. 17. Jan.. abetrds. (WTB. Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Mnes.

Wie stellt sich die bisherige Reichstagsmehrheit der Ver- unserer Vertreter in Brest-Litowsk gegen­über? Dve letzten Berichte waren ausführlich unb deutlich, imb die Befürchtung, daß unsere amtliche Politik in Brest- ^ltowsr euren Verzicht frieden anbahnen wolle, ist hinfällig geworden. Auch- alldeutsch gerichtete Blätter geben sich mit L-resm Klarstellungen zufrieden, die sie allerdings zürn Teil aufdte ncueskn Berliner Beratungen zurückführen. Die er- treme Agitation auf der rechten wie auf der Hufen Seche noch mit den Waffen. Aber wie die Ver­bündeten d:e Entwicklung im Oster: fick denken, das liegt zwetfelws nvcht im Widerspruch mit den bisheriger: Er- i Iflrnnrgcn unserer Regierung. diejenigen Anhänger der veranrrten Rerchstagserrtschliestung, die sich ihre eigne Aus- leMmg. nämlrch? Eerzrcht, zurechtgelegt hatten, sind fetzt über­rascht und bedenklrch gestimmt. Eines können sie nicht mehr machen: Daß unsere Verbündeten von uns abspringen konnten. In Breft-Lrtvwsk herrstht eine offenbare Einmütig­keit zwischen .Mhlmann und Czernin, auch nach den Ver­handlungen verschärfter Tonart. Wer jetzt noch hier im Lande Opposition nmchen will, wer sich nicht gedulden

rW' ..aus der spannenden, aber durchaus

beunruhigenden Lage sich entwickelt, der han- «ö ^Edrglrch alv Quertreiber und unterstützt die Be- fr vevu ngen unserer Gegner. So warerc anch diejenigen Or- gano ans erner durchaus falschen und gefährlicher: Fährte, r re ber dreserKrisis" wieder nach den: Reichstag ge- Wmen hatten. Zm Maß und in der Tonart gebärdeten sich ennge Matt«: dieser Art geradezu toll. Wir bestehen ddoickfstag dazwischen fährt, jetzt rwllen wrr Klarheit, letzt müssen wir vis aufs I-Tüpfelchen wtssen, welches der genaue Inhalt der Beratungen beim (£S?ä l 1 v , etn,a 5 ^^ute es fußstampfend Mrs T ^Ä^^u.solcl)em Gebühren die geringste l^sache vor ? Ob der Mehrheit vom Juli freilich ein dauern­der Bestand beschreden ist, das ist etwas zweifelhaft ge- Schetdsmanns, derVorwärts", be- Zuettet dre letzten Verhandlungen in Brest-Atoms k mit fol­genden ab sprechenden Bemerkungen:

haben das lebhafteste Interesse daran, daß der: Traden .diplomatische Mißgeburt wird, voll Unklar- Smtcrhält^keil^ Konfliktstoffen. Und ver bis Herr ge Gang der Verhandlungen berechtigt zu der Sorge

1Crilbc ^ könrtte, nne mir ihn nicht

haben m>ttcn, mie er zum yerl Teutschlaiws und Europas niwt inrtrwrrsch gwb zugehauene Sicherungs Projekt, ^oetzfch irut weniger begnügen will al- der oidlmnatrsch fern ausgeklügelte Anlehnrmgspln?:. bekänrvfm wir grrmd,atzlrä) und hatten es für tatsächlich aufgegeben weil erkannt worden ist. Tie tatsächliche Un- Lbomatischen Plans l»W> ote t-.^utagetret«l er wird nteitem an den: Ernst, den rne brsl)er rusinchen Grenzvötker mit rl-rem Selbstbestimmkmgs- audam Mrchdruck. mit dem die wa^ent« «'' in Deutschland selbst die Ansprüche jener

Völler aus wlrklrch ftere Selbstbestinnnung unterstützen wird. Äiare ** *%&***$*.»* Echt erst angesangen zu haben?"

Also würde letzt von dieser Seite auf den Sturz Hortlrugs und Kühlmanns hingewirkt tverden? Denn der Rerchskanzler und der Staatssekretär halben sich durchaus nicht von ?>en Mllrtärischen Mitderatenl losgesagt, wie es von gewissen Kreisen so germe gesehen worden wäre. In Amrenbl^ erhält der Wechsel auf den: Posten des Vhess des kaiserlichen Zivilkabinetts allerdings eine nicht zu bestnntende Bedeutung. Wir hoffen aber, daß iurs in vor nächsten Zeit Kpnffikbe und Regieriingsbrisen erspart ^ben. Denn die jetzt sichtbar geNwrdene Richtung innerer nnrff ^° h ä f eillc Bolksmehrheit hinter sich.

i ftte. PCmi ^ ,,ct ^ efcmann ihr eine Absage erteilen

Der österreichisch-,mgarische Taae-bericht.

vnckamb/rt ' ^ Ün ' Nichtamtlich.) Amtlich wird

. Zwi chen B r ent uundMontePertica beschränkte ^efochtStütigkeit nach den erftilgloseu und ^^^reich^ Angriffen des PonageS auf heftige Feuerüber- ^en stopfen am 14. und 15. Januar wurden 1 -j Offiziere imd über .409 9Runn Gefangene eingebra.cht.

Der Ehef des Generalftabes.

Die Mdensverhandlungen.

Während lvir gestern bereits in der Lage »oaven, über Sitzun­gen der o-rretzensausschüsse in BresdLitowÄ, die am 1.5. Januar stiattgcfunden haben, eingehend zu 'berichtet:, war infolge der mangelhaften Poslbestellung der Schluß bes Berichtes über die Valiptsitzung vom 14. Januar fortgeblieben, so daß wir ihn l)eutc nachtragen müssen. Im AnsäLirß an seine bereits mitaeteillen Ausführungen erklärte

Trotzki

noch lveiter:

Wias die beiden Beisoisl^ anbolrifft, die General Hofsmann ^geführt hat, so charckkteusieren diese in keiner Weise unsere Voutck auf dem Gebiete per notwnalen Fragen. Wir haben Er­kundigungen eingezo-cken uM den :oeißrussisck>en Kongreß. Dieser Kongreß setzte sich zusammen aus den Vertretern der weißrussischen Agrarier und hatte wwsncht, sich aller derjenigen Stützpunkte zu bemächtigen, w'lche das Eigentim: des weißrussiscken Vvlkes sein muhen. Und wenn er auf Widcrstmw gaswßen ist, rührt dieser Wwerstana von ^Lrolwaten her. imter deneu in gleicher Weise Groß- ruffen, Weitzrufsen und Kleinrnssen vertreten waren. Ich wies i.chvn rn meiner formalen Erklärung darauf lstn. daß diejenigen Konflikte, dre zwisärei: uns> der Ukraine entstanden waren und Ke *11 meinem Bedauern mxlf nicht vollständig beseitigt sind, in keiner Werse das Recht des. ukrainischen Volkes auf Selbst- britrnlmung beschränken kvnnerr und uns rn keiner Weise daran gehindert haben, die unabhängige ukrainische Republik anzuer rennen.

Herr Trotzki kam lsterauf auf das Schicksal der besetzten Gebiete zu sprechen und meinte, aus den bisherigen Ausführirngen der deutsck/en Vertreter dm Schluß ziel-en zu konnm, daß die Entschei­dung des 'Schrchals. dieser Gebiete erchlqei: sollte ohne Rücksicht daroiif, ob das eigene Volk bereits iniswnde sei, die EutselMdung rn die eigene vand zu nehmen. Er möchte demgegenüber der Mei- rnmg Ausdruck geben, daß die geäußerte Ansicht nur die Ansichten dcr rusfischen Telegatio-n besmirlen kann über die sehr untergeord- nete Rolle, die die RechtsPhil-osvpIK- rn der Jrage der Entsck-eid?mg des ^hichals t*m Völkern.spiele. T«S b^rehe sich genau ebenso aus E RockKsPhriosoMe des Obersten anwrikarrischen Gerichtshofes. Wer dre Geschrche der Entscheidungen dieses Obersten E>erichts- m ^wisse, daß dieser Gerichtshof ferne Rea;tsph:losvvl,<e fein: häufig m diesem oder ;enem Sinne geändert ^ nachdem es nötig genesen sei, das Gebiet der Vereinigten floaten zu rrwertinm oder nicht. Qx. afaAe, daß bezüglich dieser vljrge tb \nd mttreffantn- nxhr, nüfif eine Parallele zu ziehen mit oer Gntscheidmrg des Obersten amerikanisthcn Gerichtshofes, fonoerTi^mit den Ansichten irr^> Aussprüchen derjenige:: eng- lichen Juristen, dre ihr Recht begründeten und lierleiteten, ihre EeEmrsche ZFoÄvme irr der Hartd z-u behalten.

,.Was die Form des Vcrhandelns anlange, so halte es die rust:w)e Delegation für notniendig, gerade dieiemgeu Punkte in oen Vordergrund zu stellen, die den Gegenstand von Meinungsver- schiediTuhert bilden, und dies mit aller genügenden Entschpssen- hert, weil nur rn diesem Falle eine gerechte Losnng gefunden werden könne.

. Vorsitzende der deutschen Delegation habe gefragt, aus lvetchen Quellen dr^russiiche,Delegation die Berechtigimg herleite, Schichal der besetzten Länder zu interessieren, da sie ertlar habe daß deren frühere Zugehörigkeit zu Rußland ihnen keinerlei völkerrechtliche Verpflichtung gegenüber Rußland auf- erlcgc, Aber sem Recht sich für das Schicksal dieser Gebiete zu interesneren, habe der Herr Staatssekretär nicht <ms der nackten Latsache der Besetzung hergeleitet, sondern aus dem Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker, welches er allerdings etwas restriktiv interpretiert. Dieses Prinzip gelte aber nicht weniger Mr me rirsssscl^c Delegation und begvmche hinreichend ihr Interssse m: oem Schicksal derjenigen Völker, bereit Ausscheidung aus dem Bestände des ftüheren russischen Kaiserreiches sie nicht verhindere.

Trotzki schloß mit der Bemerkung, daß sich die russische Dele­gation selbstverständlich das Recht Vorbehalte, eine genaue' Aeuße- rung abzugeben über den Charakter der Erklär,mgen, die heute verlesen worden seien.

5)ierm:f ergriff

Staatssekrttär v. Kühlnmnn

das Wort und führte nachstehendes aus:

Was die Rede des Herrn Generals Hoffmann betrifft, möchte für mich als für den Herrn General Hoffmann ausdrück- lrch das Recht vorbeyalten, auf diese Angelegenheit zurückzukommen. Die staatsrechtliche Zuständigkeit des Deutschen Reiches bat der Herr.Vorredner mit der genauen Kenntnis internationaler Ver­hältnisse, die er besitzt, vollkommen richtig charakterisiert. Der

her einzige verantwort­liche Neichsmrnijter, erteilt aus dem gesamten Gebiete der auswärtigen Politik die für seine Organe maßgebenden Jnsvuk- twnen. Uebngens ist es bei der engen volitisckwn llebereinstimmung, m der ich mich nut dem Herrn General Hofsmann l>efinde, voÜ- rommen selbstverständlich, daß zwischen unseren Ausfassungen keinerlei Zwiespalt besteht.

Ter grundlegende Unterschied zwischen unserer Ans- sassung und der der russilchcm Delegation ist, daß wir im Gegen­sätze zil rhr aus dem Vorlxmdenen ausbauen, daß wir ohne Bruch und- gewaltsamen Ucbecgang in jenen Gegenden ein oeordnete^ Staatsleben entstehen lassen nwllen, mrd daß wir es 'ablehnen aus reiner Liebedienerei gegen die Theorie erst einen luitleeren fl&mrm zu schaffen und in einer bisliw nicht näher bezeichueten Werse in diesen: luftleeren Raum den Start sich bilden zu lassen. Ueberrascht lnt mich die^geringschätzige Beivectung der Urteile des Obersten Muerikanischm Gerichtshofes -durch Herrn Trotzki Mir erschien die Geschichte der Gründung dieser großen Repitblik und ein Urteil ihres Obersten Gecichtslwcs über einen Punkt dieser Gescknchtc für die Beurteilung der zwischen uns sckiwe- benden .stvntmverse immerlün nicht oftw Bedeut,rng. Im übrige,:

diskussion ernzutreten. Ich hoffe, daß wir dann in wenigen Tagen .h iwtfc smd, mit voller Klarheit und in dem vollen Gefühl dev Berantwortl ick^keit zu saiMi, ob die Schvierigkeiten überwundool werden können oder der hier gemachte Versuch aufgegeben weroen muß.

Trotzki

erklärte hierauf: Seines GrmlMrs könne man jetzt zu der Bera- tung der beiden Antworten, die vorgeschlagen worden seien, über-» gec-em Er müsse jedoch nochmals betonen, daß er in der Frage der Zurückziebrmg der Truppen in keiner Weise der Ansicht des VMtnym Vorsitzenden beitreten könne, daß angeblich die Entfer­nung der Besatzungstrup,pen hinter sich einen leeren Raum zurück-' lassen würde. Diejenigen Völker, die das Gebiet Polens, Litauens und Kurlands bewv-hnrei:, würden in keiner Weise in einer politisch ^chwievgen Lage sich befinden, wenn die Besatzungstrnppen sie sich Gibst irberlassen würden. JNwveroeit es sich um techiische Schwierig reiten Handelt,> rvhe das Fehlen einer eigenen Eiscnbahn, Post usw., so könne nrart ht solchen Fragen stets zu einer Einigung gelangen auch or>ne Kontrolle von Besatzungstrnppen.

Dein gegenüber wies Staatssekretär v. Kühkmann darauf ftn, daß neben den technischen Gründen auch die Gründe der Sicher- hlüt, .di^ in dem verlesenen Tarte aufgeführt worden seien, in dm betre'feuden Gegenden eine sehr gewichtige Rolle spreiten.

Sodann beantragt Herr v. Kühlmann, nunmehr über die von der russischen Delegation selbst vorgeschlagenen vier Punkte in der von ihr angeregte,: Ordnung in eine geschäftsmäßige Behandlung ein zu treten. Nachdem sich Herr Trotzki diesem Vorschlag mt* geschlossen hatte, wurde die Sitzung beendet und die nächste Sitzung für den folgenden Tag 1l. Uhr vormittags anberaumt.

Guter Fortschritt der Verhapdlur;gen mit der Ntraine.

Brest-Litowsk, 18. Jan. Bei der gestern zwischen der deutsche,: und der österreichlsch-ung-ar ischen Delegation RrierseitÄ und der ukrainischen De-legati-on aichererscits abgehal- lenen Besprechung hob Graf Czernin den für die Brester haEungen übeichlauvt geltenden und auch ,wn der nkrainisä^n De­legat ivn anerkannten allgemeinen Grundsatz hervor, daß die Ein­mischung eines Teiles in die jnnerstnatlickZm Angelege,:heiten de« mbaxn ausgeschlossen fei. Er wies auf die Besprechung der ^rcherstckllnng des Schicksals jener polnischen Mrrvvritäten hin, die dem künftigen ukvainrschM Staate etwa angehören werden. Diese Erklärungen wurden von der ukrainischen Delegation zw- Uimmond Und mit dem Bemerken zurr Kenntrcis genonunen, daß sie «ruf Grund derselben kn weitere Verhandlungen cmtreten. weÄ»en. Bei der weiteren Besprechung über die Rsnürnq des belderseL.igen wirtschaftlichen Peckkehrs wurden keine st>lchen L.-r^rgeazen in den grundlegenden ?lüffassungen sestgestellt, daß ste das ZustandcHommen einer Bereindirnng z/u hindern vermöchten Die Beratungen -puvden so lveit gefördert, daß sie sich bereits au: ^konkrete ragen des Warenairslauschperx^hrs erstreckten.

Die ungarische Presse.

Budapest, 17. Jan. (W.B.) Die ungarische Presse stimmt, wwert sie nicht rrin paziftstische Zücke verfolgt, vorbshaltlos den Aenperungen des Staatssekretärs v. Kühlmann und des Gcafent Czernin bei. Es wird darauf hingeivies>en, daß das bestimmte Auf- treten der beiden Staatsmänner Zur Klärung der Lage ivesentlich beitraoe.

nelMe ich ater mit Be riedigung von dem Sck>lusse der dlusführun- gm des Hmru ckäornckmers V.£, daß --r m.d c ne De Nation u - mehr gesmrnen sind, rn die wirki'icl)e Diskussion und Klär,ing der Einzcl- hetten der uns trennend'n Au.sassungen einzutreten. Dahin ist mem Be.tr eben vm: der ersten Stunde unserer Ardeiten an gegan- gen, und ich war der Anschauung, daß die beiden schri.tlich feierten Darstellungen der gegenseitigen Standernkle, wie sie vor der Wrih- nackstspause erfolgt lvaren. als Unterlage für die Diskussion ge­nügende y-or,milwruug geboten lütten. Jetzt schlage ich vor, uns an die weitere von der iussisck-eu Delegation rorgchchlagcne Arbeits- m ettwde zu haltsii, lujmt über die Pier Punkte, wie sie in unsere Antwort ausgenvmMm wor-vn sintz, iqqi wirklich m die Detail-

Aus Rußland.

Verhaftung Kerenskisk

Stockholm, 17 Jan (WTB.) LautRtetsch" soll es den Bolschewik: gelungen sein, Keren s ki in der Wohnung eures sozialrevolntionären Stadtrats Mlfzusvüren. Seine Verhaftung soll bevorstehen.

Ultimatum M Rates der Volkskommissare an die rumänische Regierung.

Petersburg, 15. Inn. DPTA.) Ter Kvmmandarll der 49. Diviswn teilt uns mit, daß die rummrischen Behörden femd- liche Handlungen gegen rmssisck^ Soldaten unternel>men und keine LebensmitteltransPorte dnrchlassen. Das 194. Regiment der 49 Ti- visi-on wurde von rnmänischm Streitkräften umzingelt und ent» wafchet, die auch den Ausschuß des 195. Regiments ,md öfter- reu bische Offiziere, die zum Besuch der russische,: gekommen waren, verhafteten. Der Rat der Vollskommissarr verlangt die Frei­lassung dm verhafteten .Soldaten und Offiziere, Bestrafung der militärischen Behörden, die die Berlmftmigen vpraenommerl loben und Sicherheiten dafür, daß sich derartige Vorfälle nicht wieder^ lacken. Falls eine Antwort innerhalb 24 Stunden nickt erfolgt, wird unsere R eklamation als ein neuer Bruch betrachtet werden und wir werden die nachdrücklichsten militäri-, scheu Maßnahme n treffeir.

(gez.): Lenin.

Oberbefehlshaber Kry-lenkv.

Küiegsbevvllmächtigter Pvdwaj ski.

*

Turkeftan selbständige Republik.

Stockholm, 16. Jmr. (WTB.). Das ukrainische Jurorma^ twnsbirreau teilt mit: Der Rat der Nation in Kiew erhielt die Nachricht, daß ein außerordentlicher Kongreß der M u s e I m a n t n ^..ur ke st an sin U eberein stimmung nrit der mehrere Millionen zahle,wen Bevolkernug Turkestans in bezug mss das Selbstbestim-^ mungsrecklt und geniäß den Grundsätzen der großen russisckün Revolution am 23. Dezember v. I. das Gebiet von Türke­st an als selbständige Republik im Bunde mit der föderativ«! rusjisckien Republik erklärt hat. Einsllveilen wurde em nationaler R a t gebildet, in welchem ein Drittel der

Sitze der mchtmuselmamschen Bevölkeiung Turkestans zuerkannt rvurde. Der Beginn der Sitz,mgrn des nationalen Rates rurb" aut dm 15. Januar festgesetzt. Der Kongreß hat eine provisorische Regierung Turkestmw gewählt. Die verfassunggebende Berfamin- ung, die delnuäcksst einberufen wird, soll die endgültige Form der Autonomie beschließen.

Fran;Ssische NeujahrSpropkezciungett.

des Arbennes" Nr. 520 bringt eine kleine -vlutenlese aus den A^njahrsbetrachturlgen franzäsischer