Einzelbild herunterladen

** Äwftl^e Perfvvakvach richten. Der Großyerzvg

um 5. DezvmLer dem Maurer Peter Spoihu H. zu Heusen- Mrmm dos Allgemeine Ehrenzeichen mit der InschriftSVifr treue Arbeit" verliehe». Durch (SittfdjiieRimg Gvoßh. RLinisteriums jäö Innern morrbe der LahmnttSasvivant Gustav Göttelmann zu Ach Mm: Lehramrsassesfor ernannt. Ter Großherzog hat am lv. v. M. dem Eisenbahrt-Magaz-ttraufieher in der Hessisch--Preußi- scheu Eisenbahngemcinschast Bartholomäus SpieS zu Mainz aus Anlatz seiner am 11. Janpar d. I. vollenderen 50jährigen Dienst­zeit das Silberne Kreuz des Verdisnistordenö' Philipps des Gr5ß- innligen verliehen.' Ji: den Rühckstan? versetzt wurde der Bahn­wärter in der Hessisch^Preußischen Eiseirbahngemernschast G?org Mauer in Snlzheim mit Wirkung vom l. Atwil 1918. Ter Großherzvg hat am 5. Januar den evangelischen Pfarrer D. Emil Juchs zu Rüsselsheim auf sein Nachsuchen zwecks Uebernahme einer Pfarrstelle zu Eisenach, mit Wirkung vom 20. März 1918, und den evangelischen Pfarrer Gustav Lenz zu Nieder-Modau auf sein Nachsnchen zwecks Uebernahme der Pfarrstelle zu Mörs (lltteoerrhem) aus dem Dienste der hessischen evangelischen Landes­kirche entlassen. In den Ruhestand verseht lvurde der Rotten­führer in der Hessisch-Preutzisckien Eisenbahngemeinschast Johann Schimbsheimer in Nieder-Sanlbeim mit Wirkung vom 1. April 1918.

** Auszei chnu ng Larrdsturmmann Christoph 5) e r d e l - dach erhielt die .Hessische Tapserkeitsmedaille und wurde zum Ge­freiten. befördert. Dem Zugführer Kaspar Göbel wurde das Hessische Kriegs ehrenzeichen verlieben. Der 5. Sohn der Stellen­vermittlerin Herr, der Gefreite Hch Herr, erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die Hessische Tapferkettsmedaille. Frau Herr hat nun ihre sämtlichen 7 Söhne unter der Fahne stehen. Dem Unteroffizier und Offiziersaspiranten Karl Schäfer nnrrde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. Dem Musketier Karl Ick! er rvurde die Hessische Tapserkeitsmedaille verliehen.

** B«om Wetter. Die eingetretene milde Witterung, die ein vafches Wvgsichmeszen der großen Schnoemassen zur Folge hatte, sowie der seit gestern reichlich gefallene Regen, haben der Lahn und Wiesest solche Wassermengen zugesührt, datz der Wassersland ein \o hoher ish wie er sett Jahren nicht beobachtet wurde. Tie Lahn ist weit über die Ufer getreten irret) hat denHehler" voll­ständig unter Wasser gesetzt. Nock auffälliger ist das Bild, das die Wiesest biet-ft. Der sonst! f teerte Fluß ist zmn teilweise reißerwen Gewässer geworden. uno wer z. B. in der Molttestratze an der Ersbachi nach, dem Plfflosiophenioald hinblickt, der wird mtt Er- .stamwu sehen, daß das Wichecker-sTal sich in einen grosen Sec verwandoll r?at.

** Zulageguilt ungen. Tie Landesversicherungsanswlt Großh. Hessen ersucht uns daraus hinzuweiftn, datz die Empfänger einer Invaliden , Witwen- oder Wttwer reute aus der Invalidem- Versicherung die notwendigen Zulageguittungen erst in der letzten Woche des Monats Januar, oder aber erst bei Beglaubigung der Mntenmrtti ungen am 1. Februar erhallen können. Die Zulage! Quittungen können in den Landgemeinden inur bei den Großh. B-nri germeistereftn und in den Städten bei den zuständigen Polizei­revieren in Empfang genommen werden. .Es wird besonders darauf aufmerksam giemacht, datz auch diejenigen Rertteneinvsänger, welche die Rente von einer anderen Versicherungsanstalt als der Ver- siche rungsan itaü Nr. 25 (Versicl>7rungsanstalt Grotzh. Hessen) be­ziehen, sich mit den nötigen Vordrucken zu versehen haben. In diesen Füllen ist auf der Zulageguittung die Versicherungsanstalt Nr. 25 in die bettessende Nmnnver auf der zugehörigen Renten-- Quittung handschriftlich entsprechend!M ändern.

** Vom Kreiskomitee. Seit dem 5. Oktober 1917 bis 14. Januar 1918 sind bei dem Kreiskomitee aus folgenden Ge­meinde:^ die nachfolgenden Betrage eingegangen und durch den Kreiskassenrechner überruiesen motben: an den Landes ver­ein vom RorenKreuzTarmstadt: Treis a./Lda. (Pfarrer Böchner) 8,50 Ml.; an d i e Mitteldeutsche Credit bank Filiale Gietzen. auf Kvntlv des Kreis ko mitees: Leihgestern Pfarrer Heinebach) 115 Mb. Ober-Bessingen Lehrer 3am>) 40 Mt, Ober-Bessingen (Pfarrer Ahllpeim. 5 Mk., Münster (Pfarrer Alst heim) 23 Mk., Langd (Pfarrer Dr. Koch 50 Mk., Andenstrurh - ^llice-Franenvereint 40 M., lltpbe (Lehrer Biedcn Lrps) 13,10 Mk., Geilshausen (Lehrer Gvmpf) 20 Mk.: an den Landes« us s chuß de r He sf. U --B oo t S p en de, T a r m- stadt: Ettingshausen (Bürgermeister Keil, 20 Mk.; an das Bankhaus S. Bleichröder-Berlin für erblindete Krieger: Billingen (Pfarrer Köhler) 54,32 Mk., Nv-nnenroth (Pfarrer Köhler) 52 Mk.

** Reichsverband deutscher Städte. Wie wir er­fahren tritt der Reichs verband deutscher Städte vom 6.11. Mai in Detmold zu seiner diesjährigen Tagung zusammen. Für die Verpflegung der zu erwartenden 400500 Teilnehmer soll ein LÄrensmittelzuschutz aus Preußen angefordert werden. Zur Vor­bereitung der Tagung hat fick: unter der Leitung des Denn older Bürgermeisters Wittje ein Ausschuß gebildet, der dieser Tage ein vorläufiges Programm ansstellte. Im Anschluß an die Zusam­menkunft findet ein vier- bis fünftägiger Lehrgang' an der Fürst- Leopold- Akademie in Detmold statt.

** Das Länger werden der Tage wird im Volks- mnnd durch folgendes Sprüchlein angedeutet:Der Tag um einen Schritt, zn Neujahr vorwärts tritt, und am Drcikönigstag um einen Stundenschlag". Und in der Tat beginnen jetzt die Tage bereits merklich länger zu werden. In der ersten Hälfte des Monats Januar nehmen die Vor^'-^-e um sieben Minuten, in der -wetten Hälfte nehmen s.e um 21 Minuten zu, die Nachmittage in der ersten Hälfte um 19, in oer zweiten um 29 Minuten. Die Nachmittage smd während des ganzen Monats länger als die Vormittage, in der ersten Hälfte beträgt der Unterschied 8, in d.er -weiten Hälfte des Mollats 28 Minuten.

** Wildschaden. In sttengen Wintern ^vird regelmäßig dem Wilde die Nahrung knapp. In dieser Not richtet das Wild öfters Schaden an. So wird auch jetzt wieder lebhaft geklagt über Hafenftaß an jungen, ungefchützteü Obstbäumen. Nicht selten haben diese schädlichen Nager an' den Stämmchcu die Rinde ringsum abgeschält. Solche Bäumchen sind rettungslos verloren. Da der Schnee keinesfalls dick liegt, ja das Feld teilweise schneefrei ist, so nimmt der Hafenftaß a* den Bäumen eigentlich wunder. In Ermangelung eines Drahtnetzes genügt eine Dornen oder Reisignmbüllung als Schutzmittel für alle jungen Obstbaum Pflanzungen.

Landkreis Gießen.

**^roßen-Linden, 16. Januar. Der Kraftfahrer Will,. Gerhardt erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse.

** L e i b g e ft e r n, 15. Jan. Grenadier Wtth. Velten er- Hialt die Hessisch- Tapserkeitsmedaille und das Eiserne Kreuz.

(k.) Lumda, 14. Jan. Der ^Gcoßherzog hat dem Betriebs­leiter Seck der Buderus-'schen Eifienwerke auf GrubeAtzen­hain" das HMsche Kiiegsehrenzieichrn verliehen. Dieselbe Aus­zeichnung rvurde den Bergleuten Heinrich Hopp lll., Heinr,ch Bräuning und Karl Schmidt tzu reit.

Kreis Alsfeld.

z. Grebenhain, 16. Jan. Nock immer liegt »er Schnee hier so dick, datz die Züge öfters fteckenbleiben und ein Schnee­pflug die Strecke säubern muß.

Kreis Schotten.

e. Schorlen. 14. Jan. Zugunsten der koftenlosen Verpfle­gung heimatlo.er Urlauber im Lehrerheim Vogetsberg rvurden dem LZerein ^in den letz.en s rgeu »vieler namhafte Zuwendungen ge- macht.^o übernül.. :-' ein Biitglied des Vogelsberger Höhenklubs, .Zwe^averern Tan' ,.i in Gietzen, der Vereinsfasse zn obigem Zlc>eck den Bctpv'i '?r i 970 Mark, der Landsturninrarrrr Moritz Derzbon der ,v,rnra Joseph Herz, Gießen, ftisttte IM Mar?

IM man^ l(l]W Llira '' SmiIk ^ München sandte

^ lU)ai 2! 6, 15 Gefreiter Knoblauch wurde mtt dem Eisernen .Kreuz ausgezeichnet

O Gedern, 14. Jan. Richard Schneidmülkcr, Ge- freiter in eineni Eiseiibahn-Meginrent, tvnrde zlum Unteroffizier!

befördert.

J-ii,?! 'ij 05 V 15 ',? an - ®* e -Ekche Tapserkeitsmedaille

erhielt Pionier V i e l m e t t e r.

Starkenburg und Mheinhessen.

** Tarmftadt, 14. Jan. Nach dem letzten Berwaltwias'-. bericht der lmid- und forstwirtstt>aftliäLn Berufsgeuossenschuft für das Groß Herzogtum Dessen oetcua die Zahl 'der angemelvetenf Betriebsunfälle 2255. .Aus dem Vorjahre lvareu 1977 UirsällL überniomuieu worden, so daß iirsgesamt A232 Unfallsachei! imi zu bearbeiten waren. An Entschädigungen für Renten an Verletzte, Kosten des Heilverfahrens usw. ivurden 1177913,80 Mark ge­zahlt imd 5009 Rentenbescheide erlassen. Tie Summe der erffa malig im Rechnungsjahre gezahlten MtsMdiaungen betrug 153657,20 Mark. Die Mittel der Rücklage bezisiern sich aus 2567221,81 Mark. Die angegliederte .Hastpflichtversich^rungsan- ftalt hat 12 0M Mitglieder. Deren Rücklagen betragen 160 M0 Mk. An der Kriegsanleihe beteiligte nian sch bisher mtt 1170 000 Mk.

I Darmftadl, 16. Jan. Bor einigm Tagen fand man auf dem hiesigen Hanptbahnhv, einen Sack mit eckva 20 Pfund Schweinefleisch. Wie jetzt sestgeftellt wurde, rührt der Fund von einem Einbruch in Gräfenhausen lfer. Dort wurde ein 2 Zentner schweres Schwein was dem Stalle geholt, an Ort und Stelle geschlachtet imd das Fleisch in dort härrgende Säcke verpackt.

ch. L o r ch. 15. Jan. Scharfe Maßnahmen sind zur Zeit gegen das sich in den Wäldern der Umgegend aufhaltende Schwarzwild un Gange. Militärschützen sind zum Abschuß der Wildschweine ab- kommiütdi.ert und LLrolizeijagden sind angeordnet worden. So dürfte die Zeit nicht mehr allzuweit entfernt sein, wo auch dem letzten Schwarzrvck der Garaus gemacht sein wird.

^ Mainz, 15. Jan. Aus dem Hausflur des Loewenftein- schen Geschäfts, Bahnhosftratze 13, stahlen zwei bisher nicht er­mittelte Männer am Hellen Tage eine große .Mfte mit vier Ballen Anzugftof'sen. und zwei Stück Fntterstoffc. Aus die Feststellung der Diebe und die Wiedererlangiing der tvertvollen Tnchstofsc ist ence beträchtliche Belohnung ausgesetzr.

^.!.. Hejsen-Nassa»».

.Bad Homburg v. d. H., 15. Jan. Ter Personal- ausweiszwang für das Betteteir der Stadt Homburg ist jetzt auch auf Kircheirbesu-cher ausgedehnt worden. Falls diese nicht im Besitze solcher Ausweise sind, laacfen sie Gefahr, nicht zum Gottesdienst, zugelassen zu werden.

~ Frankfurt a. M., 15. Jan. In unrnittelbarer Nähe

/Mt Ktn* Wrvr iVniH Xt rv T^ K ^ i

sie aus dem Siechenhause kam. Zwisichen dem Räuber und dem Mädchen entspann svck), ein schweres Ringen, wobei der Bursche sein Opfer mit einem scharfen Instrument bearbeitete. Auf das Geschrei des Mädchens eilte ein in der Nähe vorüberziehenber Soldat herbei und verscheuchte den Räuber, der in der Tunkel- hett entkam.

^ F r a n k f u r t a. M., 13. Jan. In einem Hanse des Born- wresenwegs überraschten Hausbewohner im Keller zwei Einbrecher. Es entspann sich zwischen ihnen ein schweres Ringen. Endlich ge­lang es, v o rüber gehende Soldaten zu Hilsc zu rufen, die die Ein­brecher, zwei polizeilich bekannteschwere Jungen", dingsaft mackMn und der Polizei uckührden.

mr. Frankfurt a. M., 15. Jan. Moittag abeiü) hatte die hiesige Ortsgruppe der Vaterlands Partei im Zoologischen Garten 'eine Versammlung mrbernsen, in der Pfarrer Tranb-Tortmund sprechen sollte. Lang» vor Beginn mußte der Saal wegen Ueber- rüllung geschlossen werden. Pfarrer Kübel, der als Vorsitzender

Frankfurter Ortsgruppe einleitende Worte sprechen wollte, lvurde niederge-schrieeu und lonnre nicht zu Worte komnrerr. Ta sich der ohrelibetäubende Tumult nicht legte, schloß -ein Polizeikommissar die Versammlung und ließ den Saal durch die Schutznurnnschaft räuin-en. An die Versanimlung schloß sich eine Straßendemon- ftraLion. Etwa vier- bis siinsyundert Personen zogen vor verschic- dene Zeitungsredaktionen, um je nach deren polttisckpm Haltung ihrem Beifall oder ihrer Vtißstimmulrg Ausdrtick zu geben. Ter Zug bewegte sich unter Rusen:Es lebe der Friede' Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Baterlandspartei? Gleiches Wählrecht!" vonl Zoologischen Garten über die Zeil durch die Große Eschen­heimergasse, die Schillersttaße, den Roßmnrkt zur Redaktton der Balkssttmnie". Als dort ein Redner eine Ansprache halten wollte erschien ein Polizeikommissar mtt einer Anzahl Schutzleitte und verbot jede weitere Straßenkundgebnng. Tie Schutzmannschaft be­gab sich Zwischen die Menge uub veranlatzte sie durch gütliches Zurren, der Aufforderung des Polizeikommissars Folge zu leisten. Die Menge zerstteute sich dann rasch, ohne daß es zu irgendwelchen Netteren Zwischenfällen gekommen wäre. Der stellv. Kvrnman- dierende General des 18. A.--K., Generalleutnant Medel, erließt einen Aufruf an die Bürgerschaft, in dem er sie aufs itachdrücklichste vertvaritte, und darauf hinwies, daß derarttge Ausschreitungen im Jltreresse der öftentticheit 9ttche, Ordnung und Sicherheit rmter keinen Um ft ändert geduldet rverdcn könnten.

G. A. Franks u r t a. M., 16. Jan. Um die nach dem Kriege eintretende Wochtungsnachftage rasch rmd vollständig besriedigerr zu können, werden Banherreti rrnd Barmnternehmer, die Barrten als- bald^itach Bcendigung des Krieges zu errichten beabsichttgen, von der Städt. Baupolizei ansgefordert, Baitgesnche zur Prüfung be­reits jetzt einzureichen. Es gilt dies namentlich für solche Bauten, die Wvhmmgen, insbesorrdere Kleinwohnungen, enthalten oder für Umbautet von größeren Wohirnngen, Geschästslokalen aller Art, Läden usw. zu Kleinwohitungen. Derartige Umbauten kömren auch bereits während des Krieges in Frage kommen. Tie Baitbesckveids- gebühren für diese während oder alsbald nach dem Kiriege zur Aus­fuhr img gelangenden Neu- oder Umbauten würden auf Antrag bis zum Baubeginn gestundet werden. Ferner wird darcncf hinge­wiesen, daß seitens der städtischen Hilfskasse bei Umbauten zur Einrichtung von Kleinwohnungen auf Antrag angemessene Dar­lehen gegeben, sonne baupolizeiliche Erleichterungen gewährt werden könrren.

mr. Frankfurt a.M., 16. Jan. Der Magisttat beantragte b^i der Stadtverordnetenversammlung die sofortige Erhöhung der Tarife für die städtische Straßen- und Waldbahn. Ter Hobe Mehr­bedarf cur finanziellen Mitteln bei den gesttegenen Löhnen, den erneuten Teuerungszulagen und den vielfach erhöhten Preisen für Materialien zwingt den Magistrat, die Erhöhung so schnell als möglich durchzusühren. Eigentlich sollte der neue Tarif erst am 1. Älprii in Kraft treten. Im Alter von 87 Jahren verstarb der Geh. Santtätsrat Dr. Johann Heinrich R e h n, ein be­kannter Kttrderarzt Frankfurts, in dessen Poliklinik viele Tausende Mnder geheilt wurden. Sanitätsrat Rehn konnte schon im Jahre 1915 sein 60jähriges Doktorjnbiläum feiern.

X Gelnhausen, 14. Jan. Vorgestern sind auf dem Bahn­hof Niederrodenbach der Strecke HmuruBebra ztvei Postbeittcl mtt Wert in ha 4 von einem gewisseir Kaufmann gestohlen lovrden. Der Postbote I>attc die Postsachen in einem bespannten Wagen zum Bahnlwf gebrackft und hier in einen Postharrdwagen geladen, von dem aus sie durch den in Aussicht stehenden Zarg ilireiu Be-, stimmrmgsori. zrigeftihrt werden sollten. Unr die Aufmerksamkeit des Beamten von den! .Handwagcm abzulentlen, mackste Kauf­mann die Pferde scheu, so daß diese durchgingen. Während der Beamte sich nuc das Einsangen des Gespanns beinühtc, eignete sich. Kauftnann dm Postbeutel an. Schneller, als er gedacht, konnte ihm seine Beute fvieder abg,nr-vncncen nvrden. Er hatte sich zu dem ersten Zrcg eine einfach.' Fahrkarte nach seiner Arbeitsstelle ge­löst, ddn Zug aber übergangen, sich für den nächstfolgenden eine Arbeitertoochlnckarle gelöst cucd diese von dein gestohlenen Gelde mit einem 20 Mark-Schein bezahlt Das war dem Stalions- vvrsteher nach dem inzwischn beracmt gewordenen Diebstahl aus­gefallen und seine der Kriminalpolizei übermittelten Wahrnehmun­gen führten uoch an dencsölben Abend zur Festnahme des Täters. Ten Inhalt einiger in einem Postbeutel verwahrter Pakerchen, mit Etzwaren l)atte der Dieb bereits verzehrt. Die Postbeictel mit den darin befindlichen Briefen hatte er auf einen in der Nähe des Bahnhofes stehenden Bannc geivorsen, tvahrend das ttsteld, über 4000 Atarl, hinter- einem Krautfatz im Keller der Wobirmrg des Kaufmann versteckt gesn'stden tourde.

st Kirchhain, 16. Jan. Dem im Unterverbandstag der Naisfeisenvereine des Kreises Mrchhain durch den Unterverbands- direktor Pfarrer Schlitt erstatteten Geschäftsbericht ist zu enk nehmen, daß dem Unterverband .Kirchhain 14 Vereine mit 1147 Mitgliedern angehüreu. Der Umsatz bettug im letzten Jahre über 4 Millionen Marl, die Einlagen haben sich um 657 6,Mk

Fc. Wiesbaden, 15. Jan. Ern I VjährlAer kaufmännischer Angestellter, der Sohn eines hiesigen Beamten, wurde verhaftet, weil er in einer Fabrik in Biebrich, in der er in Stellung war, in? der Zeit von August bis Dezember v. I. 24000 Mark unter­schlagen hat. Er hat aus den 9tamen der Firma Schecks ausgestelll, die er bei der Ban! unbeanstcmdet ausgezahlt erhielt.

Sulzbach a. T., 16. Imi. In der hiesigen Gemarkung wurde dieser Tage ein Fischreiher -erlegt, ein seit langen Jahren hier nicht vorgekommenes Wild.

Aus der Rhö n, 16. Jan. Tie letzten Tage brachten dem Rh-öngebirge gewaltige Schneemassen. Durch anhaltende Stürme wurden zahlreiche Straßen verweht, so daß der Verkehr vielfach ettrgestelll werden mußte. Aus depc Kreuzberg türmen sich mehr- als meterhohe^ Schneeschanzen auf, die den Zugang zum Kloster vollständig absperren. Nur der Briefträger bahnt sich aus Schnee schuhen seiner: W^g durch die verschneite Bergwelt und bringt der Nröncheri Nachrichten. Wenn früher auf den Rhönbergei: ungezählte Rodler und SchnceschühlLuser sich dem gesicrrden Wintersport wid meten, so ist in cäesein ÄNwter davon gar nichts zu merken Kreuz berg mrd Kloster sind vereinsamt.

Ge»ichc»?aal.

I. Tarmftadt, 15. Jan. Der 25jährigc Ersendreher Adam Adolf Weigand aus Offenbäch bettieb die Einbrüche in Woh­nungen, bereu Inhaber verreist waren, als Spezialität. Er suckstr sie nach den heruntergelassenen Rolläde:: aus. Aus diese Weise vei- übtc er 11 Encbrüche, bei denen es ihm hauptsächlich um Geld und Schmucksachen zu tuic war. Auch Scheckformulare erbeutete er, füllte sie aus, doch gelang es ihm nur in einem Falle, sie an ber Mau n zu brttrgen. W. steh: zurz-eit beim Heer und ist sogar mit dev Eisencen Kreuz ausgezeichnet. Er erhält 7 Jahre Zuchthaus, 10jährigen Ehrverlust und Ausstoßung aus dem Heer. In verschie­denen Fällen hat ihm bei den Fälulstrngen und Bettugsoersuche» sowie als Hehler der 20jährige Dreher Joh. Georg Möller au« Offenback) geholfen und in einem Falle der 18jährige Schneiden lehrling Heinr. Schmidt aus Frankchrt. Ersterer erhält 1 Jahr 6 Älttmate, letzterer 3 Monate Gefängnis. Der 16jährige Ar beiter Otto Mühl eis aus Böchingen stahl eiiun Wirttn in Rüssels!)eini aus eine:n erbrochenen Behältnis ca. 3000 Mk. und verjubelte sie in .Hamburg. Er wurde, da er schon vorbesttaft ist, zu IV2 Jahren Gefängnis verntteilp

llniocrfttä^nacbricbten.

= Frankfurt n. M-, 14. Jan. In der inediziuijchen Fakultät bat sich Tr. Ernst Nathan, Assistenzarzt an bei Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten, als Prioatdvzant für Haut- und Geschlochtskrantt^tten niedergelassen. Er hält am 24. Januar seine Antrittsvvrleftnuf über Jdivsynttasi«: der Haut. Professor H. Bluntschli, Pripawozent für Anatomie und Projektor an: Anabonnscheu Jnstitttt, wurde zum Mtettungsvvr- steher an diesem Justttut ernannt.

H.L. Marburg, 16. Jan. Wie wir erfahren, ist als Nach­folger von Pros. G. Misch der Straßburger Privardozent Prof Di' Max Wiurdt zum a. 0. Professor der Philosophie an der Univer sität Marburg berufen.

Lr!efkasten der rredaktion.

iAnouvme Anfragen bleiben unberücksrchttgt^

5. v. 5. 3. im Felde. Der Anttag karur ,christlich bei der Bürgermeisterei Ihres Wohnortes gestellt werden. An Unterlagen sind notwendig: Geburtsurkunde von Ihnen. Ihrem Vater und Oiroßvater soioie von der Ehefrau und sämtlichen minderjährigen dern, außerdem Heiratsurtünde über Ihre Eheschließung. 2. Die Ihnen p-on der Ortsbehörde erteiltt t'lustünft ist richttg.

tj. 5ch. in t. Die Anfwandsentschadisiung wird nur gezahtt, wenn, eheliche oder diesen gesetzlich gleichsttl-end.' Söhne durch Ab­leistung der g e s e tz l i ch >e n -zwei- oder dreijährige n D i e n st p f 1 i ch t als Gemeine oder llntevosfiziere eine Gesamt- dienstzeit von 6 Jahren zurückgelegt haben, imd zwar für die fvettere Pftichtdienstzeit. Wenn also ,. B. drei Söhne je 2 Jahre bet der Infanterie gedient haben, dann kann beim Trensteintrtti des vierten Sohnes Llllnoandsentschäd:ifting beanspruch: werden. Bei Ihren: Sohn lerntmt deshalb die Aunvatchsentschädigung nicht in Betracht.

Letzte Nachrichten.

(WTB.) Großes Hauptyugrtier. >6. Jmnmr (Amtlich.)

W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.

Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und H e e r e s g r u p p e K r 0 n p r i n z R u p p r e ch t.

Bei und üstlich von Lens war die Artillerietärigkeit ge­steigert. In einzelnen Apschnitten Erkundungsgefechte. Süd­lich von Ornes wurden Gefangene gemachr.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Rach mehrstündiger Feuerwirkung stießen französische Abteilmigen nördlich von Badonvillers vor und drangen vor nvergchend in unsere vorderen Grüben rin.

Eigene Aufklärungstruppen brachten in den oberen Bo gesen Gefangene ein.

O e st l i ch e r K r i e g s s ch a u p l a tz.

Nichts Neues.

Mazedonische Front.

Im Cernabogen erhöhte Gefechtstatigkrir.

I t a l i e n i s ch e F r 0 n t.

Zwischen Brenta und Piave Lebhafte Feuerkämpfe mit besonderer Luftigkeit im Gebiete des Ntonte Asolone. Die Italiener haben ihre erfolglosen Angriffe nur südlich von Diontc Fontana-Secca wiederholt Sie wurden abgewiesen

In dem Piave-Abschnitt nördlich von Montello ver­stärkte sich das englische Artilleriefeuer.

Der Erste Generalguaniermeister Ludendorff.

Neue N-Boot-Crfolge.

Berlin, 15. Jan. (WTB. Amllich?' Neue ll-Bools-<KrfoIge im Mittelmeer:

Ein Torpedobootszerstörer und 24000 Br R T.

Handelsschiffraum.

Am 30. Dezember hat emes unserer ll-Bovbe, >1vmmanda:U Ol-erleulnant zur See Obcnnüller, vor Mexcrudrien einen großen bewaffneten, durch Fischdampser und TorpediK»oolszerstörer stars gesickierten vollbesetzten Truppentransvor. damp ser ver­senkt und darauf im ttihncn Angriff den Zerstörer der Sicherung t,,H. 08" durch Torpckdotteffer vernichte:. Der Transporter hcttü- nach Beobachtung des U-Bootes anschemend ausschließlich weiße Engländer an Bord.

Unter den übrigen von unseren U-Booten versentten Schiffen, von denen die meisten fiir Italien bzw. die Engländer im Orient Ladung hatten, befand sich ein weiterer bewaffneter, von Zer­störern gesicherter Transporldanipier von etwa 5000 Tonnen so- itrie zwei mittelgroße Dampfer, die aus Geleitzüg herausgeschossen wurden.

Ter Ehef des Aomiralstcrbes der Marine

Die Derjerttnug eines Truppcntvansportd^nrpsers hat deshvlv gvoßen Wert, iveil für die Beförderung von Triwpen nur große und schnelle Dampfer mit b e ' v n b e r c u Ein: ichttin gni benutzt zu werden pslegeu. Von: Untergang bei Zerstörers H. 08 wußten wtt bereits aus englischen Meldungen. Danach sollte die ganze Besatzung bis aui 10 Mmm mrettet worden jein. Nun erfahren wir den ivahreu Hergang. Int eres saitt ist übrigens auch in diesem Zusanimen hange oft einftisck>e Nachricku. daß sie briti­sche Admiralität wegen der Mveh-menDeu U-Boots-Gefahr einen Teil ihrer Transporte nack; Mesoporrni kn und 'Palästina mrij mehr durch das Mittelmeer suchet, sondern ivestn^rtSder

erhöht, das gesamte Vermög stellt sich auf V/ 2 Millionen ^Itat ^Äanftschen. den Stillen und der: JndiWsn Ozaw.