Kohkrnmarigel cn Frankreich und Amerika.
^ JBern, 16.Jan. Die Pariser „Chicago Mbims" meldet aus 2»nymgtrm vom 8. Januar: Das Krieg-shTnLelsamt verfügt ein §? n J2? GmX ' a J^° <ruf die Kohlenausfuhr, soweit sie mcltt Mr Kriegszwecke nöti^ ist. Infolgedessen fällt die Aufgabe. Frankreich und Allüren mit Kohlen zu versorgen, ganz auf England. - eurer Vbeldung des BlaLles <wä Washinoion vom 13. Jmr.
«Erchttgt die anrerikmrrsel^ Negierung nenerdigsn, allen Jn- bnst r re l le n, die nid*t füx den ,Kriegsbedarf arbeiten, angesichts ^s starken Kohlennrangets der Bevölkerung bis aus weiteres div Kohlen zu entziehen.
. - 15. Iair. Lyoner Blatter berichten, daß von heute ab
mfowe von Kohlenmangel eine weitereAuizahl Personenzügel M ®üd Westfrankreich ausgesck-altet werden. Ferner werden dre Schnellzüge Paris—Marseille vom 15. Ivnuar ab nur noch dreimal wöchentlich verkehren.
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Verkauf Holländisch-NeuguineaS.
£mit ben ..Basler Nachrichten" meldet Havas ans Ncuyork: Die Vereinigten Staaten haben Holländisch-Guinea angekauft.
Neu-Guinea zerfiel bis zum Kriegsausbruch in drei Teile, von Venen der größte Teil Holland, der zweite England und der dritte (Kaiser-Wilhelms-Land) mit dem davorgelagerten Bismarck- Archipel Deutschland gehörte. Während des Krieges wurde die deutsche Kolonie von Australien besetzt. Der nun angeblich von Amerika angekauftc Teil ist fast 400 000 Quadratkilometer groß, entspricht also etwa dem Flächeninhalt Italiens, hat aber nur Vvischen 250 und 300 000 Bewohner.
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Kundgebungen in Amsterdam.
Amsterdam, 14. Jan. (W.B.) Heute nachmittag kam es hier Lu Kundgebungen gegen die mangelhafte und nw- gcnügeRdeLebensmrttelverteiluns.
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Rücktritt de- Kabinets Wekerle.
Berlin, 16. Jan. Die „Doss. Zig." -meldet: Ministerpräsident Graf Wekerle wird am Mittwoch beim König in Audienz erscheinen und das Rücktritts ge such des Kabinetts überreichen. Die Ursache hiervon sei, daß die Regierung die Zustimmung zu ihrem Militärprogramm nicht erlangen konnte, das sie zum Rückgrat der neuen Parteibildung machen wollte. In Regienmgskreisen hofft man, daß der König neuerlich Wekerle mit der Kabinettsbildung bettauen und daß Wekerle sine Umbildung des Kabinetts vornehmen werde.
Graf herlling im preußischen Herrenhaus.
Berlin. 15. Jan. Im Herrenhaus stand heute der Be- ^emnngen per -rrauSn !N der «vr-sivkiiü ***’ (&tÖ * in1 Wohmrngsgesetzes auf zuhalten, die keinen Fortschritt IXI «Alflcwramung. 5PTT emer Qi-il m Nor ^_r cn.^r. V*.
der Tagesordnung.
Gra f Hertling ergriff dazu das Wort:
W eine Herren! Ich ergreife gern die Gelegenhett, welche die Vwtige Beratung bietet, um mich sem Hause vorzustellen, nachdem Serne Majestät der Kaiser und Körrig mich auf meinen schweren und Veranttvorttrugsvollen Posten berufen hat. Der Gegenstand, umdm es sich harchelt, ist ja in der letzten Zeit von der außerordentlichen Wichtigkeit, die damit verbrächen ist, mehr und mehr in den weitesten Kreiserr erkannt wordew Schon vor dem Kriege und schon lange vorher muhten jedem, dem das Wähl des Volkes ernstlich am Herzen liegt, die Zustände, wie sie sich an der Peri- entwickelt haben, mit ernster Sorge, mit wahrem Schmerz und jgdcft ottfid? mit Entsetzen erfüllen. Schlecht gelüftete Räume, hretige Beleuchtung, mit einer Aussicht aus einen engen Hof, viele Stocknwrke hoch, die überfüllten Räume nicht nur von einer Familie allein bevwhntt sondern durch Fremdlinge noch weiter über- Wlt. die Unmöglichkeit, die FamilreNwohnung genügend abzu- sperren, die damit gegebene Gefahr, die Heranwachsenden Einbrüchen und Erlebnissen auszusetzen, die für ihre ganze spätere Entwicklung vergiftend wirken nvütssen und hinter dem allem der wrveranHnortliche Wohnunyswucher. TaZu kommt, daß zu den! 'Zuständen, die vor dem Krieg bestanden, der Krieg Erschwernisse rmd neue Aufgaben gwiracht hat. Nicht nur, bat? die bauliche Instandhaltung der alten Wohnungen erschwert ist, daß es fast unmöglich geworden ist, den Wvh- nungsb<m M verstärken, etwas anderes liegt uns am Lernen, wir wollen unseren heim kehrenden Kriegern ein Heim schaffen, das ausveichenÄ geftmd und .befriedigend ist. Aus allen diesen Gründen heraus sind diese Vorlagen entstanden. Die Forderung soll geschehen erstens dadurch, daß die gemeindlichen An- mdmmgen auf gesetzliche Grundlage gestellt werden mrd zum Zweite n, da ß auch MÄt el des Staates bereitgestellt werden, Mittel des Staates, uw. einerseits gemeinnützige BLUpeveinigungen zu unterstützen und andererseits zweite Hypotbeyen, die gemeindliche Vereinigungen stellen, durch staatliche Gewähr zu sichern. Ich' glaube vvüh lauf diese wenigen Worte beschränken zu können und dem Herrn Hmchelsminister. wenn nötig, die weitere Begründung überlassen zu dürfen. (Lebhafter Beisrttl.)
Nach eingehender Aussprache wurde das Gesetz hierauf einstimmig angenommen. Angenoinnren wird weiter u. a. eine Ent- fÄtiestung' die Regierung zu ersuchen, die gesamte. Bearbeitung, des Wohnungswesens der einheitlichen Leitung eines Ministeriums AU «unterstellen.
Unverändert wird angenommen das Wirtschaftssicherungsgeletz
das Gesetz betreffend Verlängerung der Gültigkeitsdauer der Verordnung zur Sicherstellung des kommunalen Wahlrechts.der okriegsteilnehMer.
Der hauptausschnß -es Reichstags
Berlin, 15. Jan. Ter Hauptausschu ß de§ Reichstages besprach heute die Behandlung der deutschen Gefangenen in Frankreich. Auf Anfragen, welche Gründe die Re- ~tg zu ihren neuen Vdcrßnahmen bezüglich Jntwnierung von -osen und Franz ösiinnrn der nochsnanzösischen Gebiete veran- bä^eN' bestätägtt General Friedrichs, daß Frankreich in bei Beyandlung der Geangenen wÄt hinter allen Staaten stehe. Wenn rne Franzosen tt-r Verhalten nicht ärtberteu, würden weitere sÄLNe Vergelttcngsmaßnahmen angeordnet. Das schwere Um ih' oa& me Franzosen «nt unseren Elsässern getan, und ihre Weigerung, sie Zurückzugeben, ist der Anlaß gewesen, 600 Franzosen nach Lttauen uud 400 Frrnzöfcnnen nach Holzminden zu überführen
gekündigte Rede im Hauptausschuß halten wird. Ferner wird dem L.-A. mitgeteilt, daß zwischen dem Staatssekretär Grasen Roedern und den Führern der Reichstagsfraktion gestern nachmittag eine Besprechung stattgefunden hat. Die politische Debatte im Hauptausschuß wird zunächst vertagt werden.
Preußischer Abgeordnetenhaur.
. ^ Ak*!in, 15. Jan. Auf der Tagesordnung steht der Antrag des Ab^. Aronsohn (Fortschr. Vp.) und Genossen auf Zulassung von Frauen zu.städtischen Berwal-
tungen,
Deputationen und Stifttmgsvorständen. In der Kvmmiffions- fassung ersucht der Antrag die Regierung, emen Gesetzentwurf ein- zubrrngen, durch drni die Bestimmun.gen der Städteordnung Preußens dalün obgeändect werden, daß Frauen zu Mitgliedern städttfcher Verwaltungen, Deputationen und Stistungsvorftänden der sozialen Fürsorge und Wohlfahrtspftege mft beschließender Stimme bestellt rverden.
Abg. Gräfe (Kons.): .Wenn ein Teil meiner Freunde dein Anttag Aronsohn zustimmt, so lehnen wir doch die Folgerungen, dre besonders die Sozialdenwkraten daraus ziehen, daß nämlich die Frauen auch das politische Wahlrecht erhallen sollen, ent- fchlosjen ab. Dre Frauen sollen sich besonders aus charitativem und sonst den Frauen gemäßen Gebieten betättgen. In Fragen, die lonst das öffentliche Leben berühren, mag man die Frauen mit beratender Stimme hcranziehen.
Abg^ Dr. Kaufmanns,
zur Entschließung der Kommisftv,»., i(nmuu^ Uic grauen auui zu Mitgliedern der SchulkvmMissionen bestellt werden können. Das Politische mrd kommunale Wahlrecht der F-rauen Lehnen wir ab. Mtt der Entschließung der Kommission sind wir einverstanden. Eine Betätigung der Frau aus sozialem Gebiet wird von uns be grüßt.
Gcl^mvat Conze: Der Minister des Amern ist b^veit, die Städlevrbnimg rm Simie des Beschlusses der verstärkten Gemeindekommission abzuLndern, damit die Frauen in den städtischen Teputalionen und KomTnisstonen Stimmrecht erhalten. Das soll aber nicht durch ein Svndecgesetz Hes-ck^hen, sondern die Angelegene hell wird in dem bttL irotijwmktg werdenden Gemerndeverfassu-nas-, ge setz geregell werden. L \
WbQ. Dr. Lewin (Fortschr. Bp.): Fvauen muß das Gemeinde- Wahlrecht gegeben weiden. Die Forderung auf Gewährung des .Frauenwalflrechts im Staate können wir jetzt nicht in den Border- grmtd rücken, weil wir die schvebende Wahlrechtsreform nicht dsrrch wettere Forderungen ersch.veren wollen.
Abg. Hirsch-Berlin (So^): Das günstige Urteil über die itoftamgen .ber Frauen in der Kriegsfürsvvge ist denen entgegen--
KJ ^ ? u V. wt-iwÄ^auuciL iwuen.
I?, einet Zeit, m der dve Frau durch die wirtschaftlicl-en Verhält- np se gezwungen wird, einen Beruf zu ergreifen, sollte man den das Wahlrecht m Staat und Gemeirche nicht vovent-
halten. Viele 0)ebiete des öffentlichen Lebens können die Arbeit der grauen nickst entbehren, und es wäre sehr gut. wenn auch in dle,es Haus einmal weibliche Mitglieder einziehen würden, r c %XSiebmcnn (Wat): Wir stehen dem Antrag 2Ü»n- sohn rvohllvolleiid gegenüber. Die Mehrzahl meiner Froicnde werden für den KommrssiLmsantvag stttmnen.
Abg. Dr. v. W'vyna (fteik.): Wir stimmen dem Anttag Kanfmann zu. Wir eckkemren die Tätigkeit der Frau auf allen Mieten an. aber wenn man den Frauen das Wahlrecht in Staat und Gemeinde geben wollte, so würde man ihnen Steine statt Brot geben denn sie haben ganz andere Interessen.
. «?.?% SttdbeC (UnaU. 6o».): Die Frau muß den Mann
L ^ m der FabrK, rm Büro ersetzen. In
Wnst und Wissenschaft hat fpch die Frau als voMvmmen dem MannÄ>enÄttttg mmesrn. Deshalb ist die Forderrrny berechtigt.
Fvau-en das. aftüre und passive WahlrcM in Gemeinde «und Dtaat zu gewahren.
Hieraus wird die tagt. Außerdem
tteffmd Vereinfachung der Verwalttmg
Mittwoch 12 llhr per- s und Gefetzewwiirf be-
SL: cÄ-vmznmDvn zu überführen, sollten, wie Vertreter des Gvoßgrundbesitzes votbmchen tmrrn Stobeften? 800 OTafier werden noch nnderrechtllch in Frankreich Ebenso sollten die Städte in die^r^nde^a^tt^n^^ zuruckgehalten. Alle Vorstellungen und Verbandlunaen toben sein. ferU- .^treteft
xurückgehalten. Mle Vorstellungen und Verhandlungen haben bte Franzosen unbeachtet gelassen. Die Internierten werden Wlange restgehalten, bis die letzten Elsässer von den Fvanzvsen hevausgegeben sind. Unser Versuch, 20 0M Dater aus Mtausen. Kops Um Kopf, wurden von Frankreichs nicht MrgQwmM^r Wir schlügen dann vor, 5000 Franzosen gegen 4000 deutsche Famuienväter auszutauschen: sie wollten aber weit mehr. In bezug auf Sabotage sirrd wir mit England im Einver- nehmen. Tre soll weder getrieben noch unterstützt werden. In Frankreich wird die Sabotage mntlichersells unterstützt und Be- s^mmpfungen, schlechte Behandlung, Beraubungen der Kriegsgefangenen ftnd in Frankreich häuftg. Wir haben Vorstellungen erhoben und Matznahmen dagegen verlangt. Frankreich darf nicht rm Zweifel sem. daß wtt, falls sich die erniedrigende Behandlung, unseren Gefangenen gegenüber nicht ändert, weitere Vergeltungsmaßnahmen anordnen weichen. Wir 'haben 410 OM gefangene Franzosen und Wer 7M0 Offnere, mindestens doppelt so viel als die Franzosen Gefangene von uns. Wir müssen schließlich gegen die gefcmgenen Franzosen Vorgehen, wollen wir unsere braven Sol- dater und Flreger nicht im Stich lassen.
.Darauf wurde von Ausschußmitgliedern erllärt: Wenn es nicht deutend besser wttd, müssen wir unsere Machtmittel rücksichtslos anwenden. Wenn alle Vorstellungen nichts nützen, muß dre ^brutale Gegenseitigkeit geübt werden. — Im weiteren Ver- laure der Sitzung erklärte Unrerstaatssekretär von der Busche § A der Wunsch des Reichskanzlers, daß morgen die politische Debatte nicht ausgenommen werde, da dies bei dem Stande der Vechandlungen in Brest-Litowsk schädliche Wirkung haben werde.
16. Wie dem L.-A. vvn parlamen- tarisiLer Sette mttgettrlt wird, nimmt man in Abgeord- netenkreven an, daß der Kanzler am Freitag seine an-
Dke Lntschekönng rrurlandr.
fl?? 1 bv J^ Nesiermrg viel zu wenig in der * *irlL 9 geschehen, das deutsche Volk darüber aufzuklären, ui welcher unanfechtbaren Form sich Kurland und die an- dern von uns besetzten Gebiete an der Ostsee gegen ihre Zu- gehorigkett zu Ru^and und für den Anschluß an Deutschland ausgesprochen haben. Man macht sich auch im deutschen Et If ^?^lung davon, wie die Bevölkerung der
besetzten Gebiete selbst über diesen Punkt denkt, und wie völlig falsch und verhängnisvoll es wäre, dem Wunsch der Russen bet einer nochmaligen Abstimmung auch nur im geringsten .KU geben Es wird unter diesen Umständen erwünscht sein die Darstellung kennen zu lernen, die in der nachstehenden Form von Herrn SilvioBroedrich, einem bekann- ten Deutschbslten aus Kurmahlen, über die Verhältnisse in Kurland veröffentlicht wird.
Ter Landtag der kurländischm Müer- und Landschaft, der die Vertretung des grämten Grundbesitzes im Lande badMtt, bat nach
^ ^setzeberischm Jnitmtive. mf+ U rtlt ^ ru. irsA Regieruna gewandt
mtt Gesetzes Vorschlägen, welche dw Erweiterung des LaMaqes zur
Be^ölkiMma herlxn ühren sollte. Die hctt das rnrmer «rbgeschl-agem, um den Zusammenschluß der deutschen Oberschicht und des lettischen Landvolkes m pErhiAerm, da dre Zsnttalgeivatt in Petersburg einsah. daß dann rede Russittzrerung des Gebietes unmöglich wurde. Mitte Sep- SrLftftEj ^ wwtäejkrt reter der Ritterschaft an dw O^r-Ost-RogiMng mtt der Bitte, den La,rdtag einbenlfen zu dürfen, um errce Landesversammlnug oruf der Grundlage eines % on $c«n0Ufgeiibm Wahlv erfahrend zusannnerrttettn zu lassen. Tic Ober-Ost-Regcacung l>it das bewilligt und der Landtag hat dann^eme^Vorlnge angenommstn, npch der ebensoviel Vertteter deck letttlchm la-i7dllck?en Bevölkerung m dem Landtag Mgewähit roerbel Wten, '.me Vertreter des Großgrundbesitzes vorhanden waren.
zustande gemurmene Entschließung nicht als eine Aeutzerung her Bevölkerung Kurlands anerkennen kann. Auch die kürländiWe Bevölkerung wird durck) geheinre Agenten der mazstmalistischen Bewegung während der ganzen Zeit der deutschen Besetzung dauernd terrorprert, imd nur das Bertvauon aur den Schutz des Deutschen. Reiches I>at die ohne j^e Beeinflussung in dsn Wahlvors^immlungM gewählten Vertreter der Bevölkerung veranlassen können, in de: LanEveriammlung io offen ihre Wünsche zum. Ausdruck zu bringen. ^.enn die Bevölkerung ist vollkommen von den fftaiKiijjaftctr -Vorgängen unterrichtet, die sich fortgesetzt in den letzten zwei .'.'Monaten btt auf den heutigen Dag in Liv-- und Estland abspielen uno dort das ganze Land in eine Wüste verwondell haben. Wenn nun eme zweite AbstiMNMNg deutscherseits den Vertretern der Maxi- mallsten zugesagt -würde, womöglich auch, nockz eine Zurückziehung ^PWen -ans Kurland, so könnte nicht verhindert werden, daß ^ Bande des Teils der einheimischen Bevölkerrmg.
0 ^' "15 bei dem deutschen Einmärsche zus-anrmsn mit den Russen offir w ^nd gemeimain mit den russischen Truppen jetzt in IX: 01 ™ E Estland haust, in seine Heimat nach Kurland zurück dort denselben Schrecken verbreiten willLe wie nScv^ llch der Düna. Statt der deutschen Besetznngstruppen würden wir den m axcnrali)tischeu Terrorismüs in Knrlond haben, mrd es N ganz ausgeschlossen, daß unter solchen Umständen die BevölLerum, u ver Haupt noch einmal zur Wahl schreiben würde, nachdem sie zu der Ernsrcbt gelomTnen wäre, daß sie keinen Schutz von Deutschland zu mmrrten hat und daß die Maximalisten in Brest-Litvwsf sich al- macktt gor erweisen, als die Vertreter des siegreichen Deutschen Reiches. Wir haben es mtt emer ländlichen Bevölkerung! zu Jg* mißtrauisch mid .ängstlich ist Und das Prestige des Tmtscheu Renhes wäre unter den vorstehend geschilderten Um- ^ l ^ r Eern, sondern überhaupt im Osten, auf da- schwerste geschädigt.
* r , Am dem Reiche.
1 . 6 ' 3«”- ®e- Maj. btc Kaiser Hst bot SSmd, geäußert das, auch m diesem Jahr« sein Ge- durch- ernste Feiern und Zusam- ßlftfpasf ? m den Schulen und beim sonntäglichen in oen Kirchen geschehen, und von lauten festlichen Veranstaltungen tunlichst Abstand ge- «f-’jr'il ^ecbeit möge. Auch veranlaßt Se. Majestät die |tart i f . &e[o 1 ?« ten postalischen Verkehr im von'cher Uebermitlelung von Glückwün. schm abzusehen und sich auf ein freundliches Gedenken und auf treue Fürbitte zu beschränken.
.Zttr Urlaub ss p t v r e hat aus fehle Antraae SfHrS 1 e r ner die nachstehende Antwort erhalt^
k™ 10 dringenden Fallen Heeresangehörigerr auch H Jrtteresse gewähr!
ane^enitt^^ ^ Zuständige Generalkommando die Dringlichkeit
Aus Heften.
Die Kohleiwerforgung für den komnrenden Winter.
gestellt- ^^bler hat in der Zweiten Kammer folgenden Antrag
^c.^^^^nversorgmrg für diesen Winter ist eine sehr Mangel- hafte, obwohl von vmchcedenen Stellen rechtzeitig Maßnahmen enipsohlen worden stnd, um der drohenden Not zu begegnen Es ist mEl > W rl Bevölkerung auf das tir.fftc zu bedauern
S^r L r ( ?^^. ri i r ^. e j en beklagten Mangel angegäen worden Ev soll hrer auf diese nicht erngegangen werden. Hauptsächlich ist ^M.Mhnen täte nicht zeitig genug Vorlegungen. Damit wird^anttagr^E )li * im laufenden Jahre nicht wiederholen,
^ ^^rung zu ersuchen, bei dem Herrn Reichskanzler
mccbcn ' daß dreier den Herrn Reichskommissar für^die ^?^^"^^Zorgung anweffen möchte, dafür Sorge zu tragen, daß L mtt Hausbrandkohlen für den kommenden
f^^brne ^sreichendere wird als rn diesem Winter, mög- nchst m voller Höhe des Bedarfs:
2. daß die benötigten Kohlenmengen rechtzeitig und ausreichend gefordert werden;
3 beamnend^ Frühjahr dieses Jahres ab so rechtzeitig ^ Versendungen der Kohlen erfol^^daß } ^ der Lage ist, bereits im Somnvch ihren
u\ jP 0T e£!cfäl wachsten Winter einzulegen:
b, me KPhlenhandter und die Gemeindeverwaltungen bis kpa teftens September die Kohlenmengen aus Lager nehmen sur, Gewerbetreibende und die minderbemittelte Bevölkerung, du Kohlen nicht emlegen oder nicht einlegen wimen, erforderlich smd. '
■ ' .JT:!!? Bertvedec der GeistlichSeit, nw^urch namentlich auch mne Vertretung bn katholischen Gwlllchkeit irrt Lande zustande komm en sollte. Es Knd wpst in allen Kreisen des Landes Versamtn - lungen emberufen morden, die aus den Gemreindevorständen sänT-, llcher Gemsind-n zusanttstgesetzi mcwen, wobei zu ^merken ist, daN du Gemeindevorsteher nach der Gomerndeortm^rng Vertretet der gesamten Gem/mde sind, soN§M der besitzenden wie der besitz- EiMMlnrer. diesen BersamNiLungen der GeMeindcvor-' Wahlen vollzogen worden. Es ivar ihnen sin Aufruf des bisherigen Landtags Mgegangxry, in dem^ zum Ausdruck gebrackft wurde, daß d« deutsche Okkupationsrogicrung^ gestattet habe, was die russische Regierung im Lauft der letzten 35 Jalfte immer wreder abgeletznt hatte: nämliche die Vertreter der gesamten Bevölkerung zum Landtag heranzuzfthen. In der so gewählten, aus eimgen 80 Abgeordneten bestehenden Landesversaurmlung wurde nun einstimmig von den deutscher und lettischen Vertretern ein« li e " 2 «rrrgenommen, welche besagt, daß sie vertrirurns^ vÄt dre Geschicke Kurlands in die Hände des deut- s che n Ka i se rs mrd.seines mächtigen Reiäx-s fegen. Gleichmütig' wurde die Ob^-OstMegi-erun« gebeten., dieser Versammlung zu gestatten, ans ihrer Mitte einen Lande srat zu wählen, welcher gemeinsam m>* tosn Vertretern ibec Mgisvung die zu künftige Verfaffimg des Landes ausarbeiten sollte. ^Die Ober-Osd-Regttrung hat dusem Wunschc-, Reckummg getragen, und «S erfolgte «rm nächsten Vage die Wnyl ixete3 Lcnidss-vates, hie ut der Fwm vor sich ging Idaß du Vertreter des Großgrundbesitzes ebenso »wie die Vertreter! K* 1 <chü>esbevölkerimg imb die Bercveder der Städte aus
ihrer litte dre ^Kandidaten znm Landeswtt ernannten, worauf diese dann e-cnstimnng gewählt wurden. Auch unter den Dertretern der Städte smd Letten sowohl in der LanLesverlanrmLung wie Mich m den Lanidesrat geioählt worden. -
Es ckt nicht crsickMich, wie man nun diese vvlMnmwcn vaytttch
Arrr Stadt nnd Land.
Gießen, den 16.Januar 1916.
„Papierbriketts zum Heizen^ — ein schlechter Rat.
^-.^^eizmitterkvappheit scheint bereits auf einige Koch ^Uszuuben: nur so ist der „wohlgemeind ükat erklärlich, der vor emtgen Tagen gegeben wurde, „Pa ™ tt!§ ? um $ e } m " ru verwenden. Danacki kann mm „bet Mangel an Mks auch> Zeilungspapier zum Heizen ver wenden , nur muß man die Zeitungen erst einweichen unj dann „am besten zu festen, brikettartigen Klumpen zusam- menballen .
nur annehmen, hast dieser Vorschlag ei, schlechter Witz sem soll, den Zeitungslesern vorüberaehenL etwas warm zu machen; denn im Ernst einen solchen Voi> schlag machen, hieße sich am Vaterland versündigen. Mach sich doch allerseits em bedauerlicher Mangel an Pacher jede, Lr, bemerkbar, dem nur dadurch gesteuert werden kann, da, den Papierfabriken möglstim große Mengen gebrauchten Pa prers zum iLinstampsen und Neuverarbeiten zugesührt wer den. Dazu kommt, daß Papier ein „Mädchen für olles" ist uni heute manchen anderen Stoff ersetzen muß. den uns di- Femdc nicht hereinlassen.
Da man heule für den Zentner Altpapier 8—10 Mk bekommt, ist Paprer em recht teurer Brennstoff, ganz ad baß der Brikettfabrikant schon mehrere groß. Kettungen halten muß, um den iwtigen „stiohstoff" »ur Ber fugung zu haben Daß „ein derartiges Verfahren nur dan, Anwendung finden kann wo der Kmchnherd ohnedie-
««beizt tttlaßt den Vorschlag nicht übermäßig Praktisch erscheinen. " ^
r ^ld Mf die Reichsbank, gehört das ge
brauckfte Pch)ier m die Sommelstellen, die ja jetzt auch rn a en Schnlen eingerichtet sind. Darum woklen wir unserc f"en Zeitungen den Kftndern mit in die Schule geben, die
Z l i rcn Ä e TT Iei S- r darüber so beglückt sinch daß wir uns an den strahlenden Kindergesichtern mehr erwärmen können als an den „Paprerbriketts".
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, § brenurkundrn. Für langjährige treue Dienst,
verlieh die Handwerkskammer zu Darmstadt nachfolgenden Angestellten der Brühlschen Universitäts-Buch- und Stein druckerci, R. Lange eine Ehrenurkunde: Georg tzoß und Stererthpeur: Theodor Loos.'Setze?: Alwin a n d r e a s, Obermaschinenmelster: Otto E t i e l. Maschinen ^ Sermnnn E l^e, Faktor: Wilhelm Rode rer. Setzer Ernst tz ä p f n e r. Setzer.
-**P «udelska m m er. Auf der 1 Iahresschwm. die aefrem «S?* 01 Wcf> - Kommerzienrat Heichelheim als Vm. s.pen^c, Kommerzunrat Schirmer <L erster st^lv. BorstMm ^r^WmmerM-nrat Grüne Wald (Msfeld) als zweiter st^lr, ^^nder und Herr Röhr aS Rechner einsti^mi» wi^er


