der -ukrainischen Volksrepublik erklärt die russische Del-egation ihrer »eits, daß sie in vollem Einven:ehrnen mist der grundsätzlichen Ajn «kernurng des Selbstbeckrimmungsrocht-s jeder Natron bis zur vollen ADtvennung kein Hindernis für die Teilnahme der ukrainischen Delegation an den Friedens Verhandlungen findet.
lieber die Bedeutung der Erklärung entspann sich eine längere Aussprache,
d»P schließlich jn der Frage zusammengefaßt wurde, ob die nkrainis tche Delegation eine Unterabteilung der russischen Dete^ WtWN darltelle, oder ob sie in diplotNätischer Begehung als die Vertretung e:nes selbständigen Staates zu behandeln sei. Tie Frage wurde von Trotz!i dahin beantwortet, dass er sie als erledigt betrachte, da die ukrainische Delegation als selbständige Vertretung hier aufgetreten sei und da diese Vertretung von seiner Delegation anerkannt und von keiner Seite ein anderer Vorschlag gemacht worden sei.
Ter Vorsitzende der ukrainischen Delegation dankte hierauf dem russischen Vertreter für diese Stellungnahme und für die Art, mit der diese ausgenommen worden sei. Er nehme an, daß dadurch die selbständige Stellung, die seine Abordnung bei den Friedensverhandlungen einznnehmen habe, bestimmt worden sei: daß nämlich die ukrainische unk die russische Abordnung zweigetrennte selbständige Telegationen derselben Partei bilden.
Nachdem Staatssekretär v. Kühl mann mit Zustimmung der Versammlung erklärt hatte, daß diese Prälinrinarfrage vorerst zlvisclien den Telegationen der Verbündeten beraten werden würde nick ihre weitere Erörterung dem Plenum Vorbehalten bleibe, ergriff der erste Delegierte der russischen Delegation
Trotzt:
das Wort. Er erklärte einleitend, er halte es für notwendig, vor-r rst ein MifeerNändnis zu beseitigen, das sich in die Verhandlungen tüugeschlichc! labe. Tie russische Delegation stelle fest, daß das offizielle, in den deutschen Zeitungen veröffentlichte Protokoll der Sitzung vom 27. Mancher 1917 in dom Falle, in dem die Nede des Vorsitzenden der russischer Delegation wstdergegeben sei, dem entspreche, was in dieser Sitzung sich ereignet habe. Was das der russnchen Telesatton gänzlich unb «kannte wirkliche oder ,iktive Telegramm der Petersburger Tele- g r a p h e n A g e n tu r antelange, mll das sich die deutsche Presse und der Staatssekretär v. Kühlwonn berief, so müsse die russische Delegation lnerüber zunächst Erkundigungen einztehen. Trotzt: gab seinem Bedauern Ausdruck, baß ein Mißverständnis, das in keinem Zusammenhänge mit den Arbeiten der Delegation stehe, ein getreten sei. Was den von den drn anderen Delegationen unterstützten Protest des Generals Hosftnann gegen Artikel in der Presse, Funssprüche, Ausrufe ufw. betreffe, so müsse er erklären, daß loebcr De Bedingungen des Waffenstillstands, noch der Charak- Er der Friedensverhandlungen die Freiheit der Presse und heÄ Wortes begrenzt Habei,.
Nach diesen Bordenlerknngen ging Drvtzki mtt den Inhalt der omr dem - Vorsitzenden der deutschen und österreichischemgarischen Delsgr.tstm abgegebenen Erklärungen ein und führte aus:
Fürs erste bestätigen wir, daß wir in vollem Einvernehmen mit dem im -Vorjahr gefaßten Beschluß die Friedensver^ Handlungen we i te rführen wollen, ganz abgesehen davon, ob sich die Mächte der Entente anschließen oder nicht. Mir nehmeil die Erklärung her Telegationen des Bierbundes zur Mywtnrs, daß die Grundlagen des allgemeinen Friedens, die in ihrer Deklaration vom 25. Dezember formuliert waren, jetzt hin- satlig werden, da die Länder der Entente während der zehntägigen Frrft sich den Fliedensverhandlungen nich: angeschlosseir haben. Wir unsrerseits halten m: den von uns proklamierten Gvund- fatzen eines demokratischen Friedens fest.
Was den rmssischen Vorschlag auf Verlegung der wei- li 'e r e n Verhandlungen auf neutrales Gebiet aElangt, fy :st dieser aus den Wunsch zurückzuführen, filr beide Seiten gleich gamjtigc Verhälmisse herzustellen. Die öffentliche Meinung Rußlands irrmmt übrigens daran Anstoß, daß die russische Delegation d-r Berhandlmvsen in einer von deutschen Truppen besetzten Ostung ftrhrt, zumal es sich hier um das Schicksal lebendiger Völker l-andelt. Tie technischen Schwierigkeiten, welche die Verlegung der Verhandlungen auf nerttrales Gebiet mit sich bringen, könne die russische Delegation ebensowenig gelten lassen. >oie die Fnrchl vor Masten schäften der Entente, woaegen sich Rußland selcht zu schützen hätte. Unter Hinweis auf b*e von her ma^imo- liMchen Negierung bisher konsequent befolgte Friedenspolitik und die von ihr bewiesene Unabhängigkeit bemerkte Trotzte iveiter, er habe Molut keine Gründe, anziunehmen, daß die Diplomatie der Entente auf neutralem Gebiet gegen den Frieden mit größerem Erfolg operieren könnte, als in Petersburg. Gegenüber 'der vom Vorsitzende!', aer österreichisch-ungarischeu Delegation ausgesprochenen Befftrchning, die Regierungen Englands und Frankreichs könnten vor wie nack hinter den .Kulissen versuchen, das Zustandekommen des Friedens zu verhirckern, halte er es für nottvend-fe W erklären daß die maxi malisrische Polittk ohne K u l i s s e a u s- komme, da diese Waffe der alten Diplomatie durch das russische Volk zarfammen mit vielen an
deren Dingen in dem siegreichen Aufstand vom 25. Oktober ab- geschafft uwrden sei. ^Veinn rglso nach Msicht der- russisch«': .Dele^ Kation technische nick politische Umstände das Schicksal des Friedens nicht unbedingt an Brest-Litowsk als Perhandlungsort knüpwn würden, ,o vermöge dia russische Delegation nicht an dem anderen von dem Reichskanzler erwähnten Argunrem vorüber zugehen. Geweint sei jener Teil der Red? des Grafen Hertling, in d^st dieser außer ans das gute ^stellst imd das loyale ^wissen auch auf dre Mach t.st-e I l n n g D o u t f d) l fl n d s hingewiesen hübe. Tie russische Defegation habe iveder die MügliclMt noch die Absicht, zu bestreiten, daß ihr Land durch die Politik der bis vor kurzem herrschende.: >> lassen geschwächt sei. Aber die Weltstcllung >es Landes werde nicht nur durch den augenbsickli.ä>ea Stand.seines! technischen Apparates bestimmt, sondern auch durch dis ihn' innewohnend?:, Möglichsten, wie ja auch die wirtschaftlich? Kraft Deutsetst-aiw. nicht nur nach deni lseusigen Stand seiner Vexpfle- gungsmitte! beurteilt imhden dürfte. Ebenso wie die große Re- lormotckn des J 4i. und die gros)« Revolution des 18. Jahrhunderts die schafsentea Kräfte des deutschen und französischen Volkes z:m: Leben er.veckr lütten, so würden durch die große Revolution Ruß
auch Fragen aus dem Gebiet des Post- und Eisenbahnverkehrs bildeten bereits Gegenstand jfe Erörterungen. Jmolge von Besprechungen dex deutsäZen Kommission :nit Vertretern der russischen Eisenbahnbehörden konnten bereits auf deutsckxr Seite örtliche Konseve.izen von Offizieren und Eisenbahnsach»- leuten beider Staaten zwecks beschleunigter Wiederherstellung und Jlcketrjebnahme der Strecke Witna-^Dünabura stattsinden. Wie wir hören, werden die Verhandlungen beiderseits in entgegenkommendster Weise geführt. Die russischen Behörden in Dünavurg such sichtlich bestrebt, unsere Feldgrauen in Dstnaburg vergessen zu machen, daß sch sich hx Feindesland befinden. Vorsitzender des deuticheu ^ells der Kommission ist Generalmajor Weidner, des russischen Teils .Herr Spilrenek. Me Kommission verfügt zur Verbindung mit der Heimat über einen eigenen Fernschreiber sowie über regelmäßigen Kurierdienst durch die Front.
*
Telephonische.Verbindung zwischen Wien und Kiew.
Berlin, 11. Jan. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. am Mittag" meldet aus Wien: Wie die Ukrainische Korrespondenz meldet, wurde zwischen Wien und Kiew eine telephonische Verbindung hergestellt.
Aus Rußland.
Petersburg, 9. Jim. (WTP.) Meld:mg her Petersburger ntur. Me kräftigen Bemühungen, dch Rdacht der nt, haben keinen Erfolg. Dutow wurde geschlagen und ergriff die Flucht. Er wiod von Mteilungest revolutionärer Soldaten und der jRjüen 'Garde verfolgt. Ms Truppen Katedins ^ogen sich nack mehreren Niederlagen zw rück. Der Arbeiter- und Soldatenpat m Rostow ist in Freiheit Die Frontkosaken sind gegen Kaledin eingenommen. Klaledin versucht den Rückzug aaMrtreten. Seine in Richtung auf den Don abgeschickten Truppen kehren um Me Enthüllungen der verbrecherischen Beziehungen zwischcin der Rada, Kaledin und den Franzosen und Amerikanern öffneten dem iVvlke die Äugen über de:t versuchten Handel, der mit dem Mete >der ukvainrschen Arbeiter, Soldateor rrnd Bauern getriebeu wurde. Me Mackvt der Sowjets, der sich> auf dem Kjvngreß, in Charkow gebildet hat, gewinnt an Eüffluß,
Der russische Kriegsminister P ettura reichte sein Rücktritts-
gesüchl ein.
London, 10. Jan. (Priv.-Del.) Mieldung des Reuterschen Bureaus. Der Petersburger Mitarbeiter des „Manchester Guardian" meldet vom 8. Jsrnuar, daß die Volkskommissare beabsichtigten, in den nächsten Dogen ein Dekret zu erlassen, durch das« die rurssischen Nationalschulden annuliert werde::.
auf London am 6. Dezember nach arntlichen Mitteilungen 19 Brände ausgebrochen, lieber 30 Gebäude wurden hierdurch vernichtet. Der Poliz^ ibericht verzeichnet 4 4 T o 1 ß und 102 Verwundete. Ein englisches Marineflugzeug ist bei der Verfolgung her Flieger westlich von Mapgate abgestürzt.
Popr le merite.
Berlin, 11. Jan. (WTBä Dem Staatssekre'är des Reichst marineamts Admiral v. C a p e l l ß sst durch aliechpä) e Kabinetts^ order vom 9. Januar der Orden Pour le mchstte vertietzen ivvrben.
Balfour über die Kriegsziele.
Haag, 11. Jan. Reuter meldet aus London: Der Minister des Aeußern Balfpur hielt in Edinbourgh eine Rede über die Knegsziele:
Wenn, wie ich annehme, es wahr ist, daß keine wichtigen Aenderimgen in den Keiegszielen der Alliierten ejngetreten sind, so kann ich gleichzeitig eine kleine Besserung in der veränderten Haltung Deutschlands und feiner Gefolgschaft erkennen. In einer Hinsicht aber nur empfinde ich sie. Me Zentralmächte, die zuerst durch Wilson, als die Vereinigten Gtaa-- ten neutral waren, dann durch den Papst und später von den Staatsmänner:: der Ententemächte oufgefvrdert wurden, ihre
Kriegsziele darz leisten. Nl
lveigerten sich, dieser Aufforderung Folge erkannten sie an, daß es eine Wohltat
welche das ruisische Volt den Böllern der Verbündeten entgegen bringe, bestärkten es in dem Wunick-e. de,: schleunigsten Frieden, der aus die Verständigung der Völler begründet sein wird, zu erreichen. 11m den Mächten des Bimbundes teil Vvrivand des Mbruchrs des Friedens, erlondliingen aus technische:: Gründe:: ,zu entziehen, ne'hnce d i e r u s s i iche T c le g a ri o n di e Fv rd er un g a n , in Bp e st> L i t ow s k z u b lei b e n. Sie bleibe m Brest-Litewsk, um keine^Möglichteit im Kam>pse um den Fried?n unansgenützt zu ^ssen. Indem die russische Delegation auf ihren Vorschlag wegen Verlegung der Verhandlungen auf neutralen Boden verzichte, beantrage sie zur Fortsetzung der Verhiandttmgen überzugehen.
Aus.Verschlug, h v Vorsitzenden wurde sodann beschlossen, um dcach.nittago zivjschsn dpi: Delegattone:: Deutschlands und Oesterreich-Ungarns einerseits und Rußlands andererseits eine interne' Berattulg abzul?alten.
Die deutsche Wqffenftillftandskommission in Dünaburri
Beriil!, 6. Ja,:, ilcichtamtlich,. Tie Mitglieder der deutschen Waffen stillstands-Kpm:ni, sivn in Dünabnrg überschritten am 25.12. 1917 die russischen Stellungei: auf der Elxrussee Kvwno-Tünaburg. Sre wurde» lue:- von ^rtretmu dev russischen Militär- und Zivilbehörden empscmgen und führen init Autos nach Tünaburg weiter, :ao Wohn- und Arbeitsrckuue in einem Privatgebäude bereit- gestellt waren.
Die Waffeustillsvaudsbommission Tünvburg ist in ihrem Be- b- h- von der Ostsee bis zur Düna, auf Grund des Punktes VII des Vertrages in erster Lin:.' für die Bearbeitung Mler nch^aus dem Vertrage ergebenden unljtärischfin Fragen zu- nandrg. L-o beriet z. B. die erltmalig am 25. 12 zusammengüretvns Kouun:,s:vu bereits die für die. Festlegung der durch Punkt IV des Vertrages vorgejeheE Vei^hrSsbellen an der Front. Aber
für die Menschheit f'ckin würde, wenn nach dem Kriege eine Regelung getroffen werden könne, durch die alle Kriege in Zukunft vermieden werden können. Ich weiß nicht, ob sie diese Erklärung aus vollem Herzen abgehen, aber es ist eine Tatsache, daß sie abgegeben wurde^ und somit kann doch auf eine Besserung ihres moralffchen Zustandes geschlossen werden. Bevor sie gelernt hatten, was der Krieg für sie :n Wirklichkeit bedeutet — und sie haben in den letzten Jahren vieles gelernt und werden in den kommenden Monaten vielleicht :wch mehr lernen (Beifall) —bevor sie diese schwere Lektion gelernt hatte::, »nur es sijr den deutschen politischen Philosophen ein Gemeinplatz, daß der Krieg ein Teil der technischen Entwicklnug auf Erden bilde, daß er ein Drittel zun: Fortschritt fei und daß der Sieg des Starken über den Schwachen die esnzige Methode sei, womit in Mrttichkeit ein Fortschritt erzielt werde:: könne, und daß der Erfolg im Kampfe der einzige Maßstab des Verdienstes sei. Tie Tatsache, daß der deutsche Polittker jetzt möglicherweise nur mit dem Munde das Loü> des Friedens des inter::ationalen Schiedsgerichts und der intermationalen Regeln zur Verhütung künftiger Katasttophen singt, läßt auf eine lleine geisttge Verbesserung chließen, Ich lwsse nur, darin einen Vorboten der Beisernnq aus anderen Gebieten erblichen zu können, auf denen sie noch nicht zu spüren ist. Bisher kann ich nicht sehen, daß auch nur ein Ansar^g m der Erkeirnlnis gemacht ist, welch' moralischer Abscheu he: jedem entsteht, der die dnttschen Methoden und die deutsck>en KriostsNele prüft.
Wir wißen, daß die deitt scheu Jünglinge zur Schlackstbank geführt werden, daß die deutsche Industrie der'ganzen Welt in Gefahr gebracht wird, daß die deutsche:: Fürrnze.: erschöpft tverder:, nur um zu verhsichern, daß das Unrecht von 187 l wieder gutgemacht lvird (Beifall), um zu vechmdern, daß Belgien wieder in den Zustand gebracht wird, in den: sein jetziger Herr es damals fand, als er die Grenze verletzte, und um zu verhindern, daß das Weit der Eml>eit Italiens volle ad? l ivird -Beifall), un: zu verhiickern, daß ein anderes großes Unrecht, das zwar nicht im Jahre 1871, fenken: im Jahre 1792 von ösin Borfahren des deutsch«n Kaisers begangen wurde, nämlich die Missetat ta Teil uug P-vlens, wicher gn'tgemacht nnrd. Mesovstamien .und Arabien sollen an die Tstrsei zurückgegeben, Jeru,alem wicher in die Gewalt Ä-v.:sta:ttino,6ts geb.'allst werden. Griect<nla,:d dcnjenigvn ansgeliesert werden, die es verrate:: haben. Es soll rerhindert werden, daß die Wunden Rumäniens, Serbiens und Montenegro geheilt loerden, es soll verhindert worden, daß die Nationen, die schon so lange von den Zentral
Aus dem Ueiche.
Die Wahlreform in Prevtzen.
Berlin, 11. Jan. (WTB.) Der Ausschuß für d:e Wahlreform ist im Abgeordnetenhause zu-- sammengetreten.
Nach einleitenden Ausführungen des Berichterstatters tadelte ein Konservativer, daß die Vorlagen nicht durch ein Mantelgesetz verburrden wurden. Ein Fortschrittler sprach )idy gegen eine allgemeine Besprechung aus. Seine Partei behalte sich hie Stellungnahme für jede einzelne Vorlage vor. Ein Freikonservativer wünschte Auskunft über die Haltung der Regierung zum Stadtwahlrecht. Ein radikales Lan!>- tagswahlrecht müsse mit Notwendigkeit auch ein radikales Gemeindewahlrecht nach sich ziehen.
Aus Heften.
FörderMg der hessischen Kunst.
4 . a ^ t < 11. Jan. Hier hat sich zur Pfleg? der Kunst
und des Kunstgewerbes ein S t ä n d i g e r Rat für u u n st - Ü 1 c 3 \ gebildet, welcher aus zN^ei Vertreter:: d?s GroßlierzogS (Bor)lgnd des GroO. 5bvpmetts Erz. i ort Rymheld und :W- mriiter Graf Hardenberg, iommaudier! zum Hoftnarschuamt). zw.: Berttetern her Regierung (Miui'nnalrat Tr. Wagner und Ooerttnanzrat Emerling) amp .?> Ver.rru'ru d»'r S-abk besteht (BürgermeiUer Mueller, der den Vorsitz im Rate führen w:rd, pnd Stadtv. Justiz-rot Dr. Bender Zu den Beratungen! wttd ferner ein von der TannstDter Pro je g?-vähiier Vertreter bst:gezogen. s.er Großl-erzog und die Regierung haben bereits Wähafte L>ummen zur Verfügung ge-eilt; ein gleiches wird die Stadt ^armstadt tttst. Der lau,ende Bewies wird von einer Ge- schssts-und Auslünftsstelle nahrgenomireu. di? l ersits au: 1. Januar rhre Tätigt eit ausgenommen hat &v- erteilt nni stffund des i O^d.melteu Materials Rat und Ans must ü >er alle eiw- feMagigeu Ansiedlungs-, Ausstellungs-, Eruerls- und Abätz ragen. Sw fmt Austtäge für die hessische Künstlerschaft und das Irische Kunstgewerbe au, zusuchen und zu vermitteln. Endlich wird sie ein« .ftandrgc Ausirellung von deren Erzeugn^sen unte. alten und um vere:: llchatz ben:ül)t sein. Außerdem solle:: regelmäßig hervor- rage:ipe blnslt-ellungen deutscher fr ier uns ancie ian ter Kunst oer- werden. Durch fveizrillige Stiftungen soll ein Kapital zusoiumengebpacht ^werden, um durch Ankäufe auf d:ese:: Ausstellnn- gen^erne Santtnlung:noderner Kunst zu sch:sie.:. Durch die'e Be- streoungei: hofft man Tarnrstgdts Stellimg im deutschen Kunst- leben auch:n der kommenden Friedenszeit zu sill>ern und der Hessin schon Kunst Und dem hessifckeu Künstgowerbe «inen neuen Auf-» jchwung m geben.
Der Landesv-erein Obsrl"essen der Deutschen Vaterlandspartei hat am 11. Jänuar mich stehend Tele-- gramw an dm Reichskanzler abgesandt:
'SSfiC ^Laiches verein Ober Hessen der Deuts rl^n Bntrrland^^ partn dankt Ew. Exzellenz für d e i^astvolleii Worte im Haupte Ausschuß des Reichstages, die nach den trüben Nachrichten über Pie Vorgänge in Brest-Litow.'-t eine Befteiung von allkrschwtz^'ler Sorge bewirkt l^abe:: Wir sind der frmdigen Hofftmng, daß von letzt ab ii: der Tat bei den weiteren Verhncklnngen die'Btacht- f-ettimg des Deutschen R i b ?o und nuf'. r giltes Neckt - le alleimgc ■ r 'ü" imfi-r '>rn^eln ab -feen » T f • - kbu g unk
LuÄ?n or ha e ne Le r un uner F o te vo Sie zu'Sicg - . Ist unbeg enztenl Vr.ttaneu das g i-. oepsta^ . o :j ntzßp d:e en femen Heldc-n und wird joden Fried?:: zu- vcr.lchlltch annelMen, aus dessen Abschluß sie ausschlaggebe:chen Ettstlnß ausgeübt hzvm.^
Letzte NKchrichien.
(WTB.) Großes Hauptquartier. 12. Ianumr. (Amtlich.)
W e st l i ch e r Kriegsschauplatz.
Die GefechtMiigkeit blieb auf Artillerie- und Wurfminenkümpfe an verfllsiedenl'n Stellen der Front beschränkt. OesLlicher Kriegsschauplatz Nichts Neues. «
An der
mazedonischen Front und italienischen Front ist die Lage unverändert.
Der Erste Generalquartiermeister L u d e n d o v f f
mäck'.en unter der d-eutache,: Auffassung von Kultur und Vnwal- t'Npa .mttndrückt Ivsvdeg, ife eigenez Leben zurückerhalte.:, so daß sie sich nach ihrer eigene .i Art entwickeln und mitunrkm können an der genreinscha^fficheu Milffation Europas (Beifglh. Das sind die Ziele, für die Deutschland nach seinem ernenn: Zugeständnis jetzt bereit in, die Welt werter in de:: Krieg zu 'stüpzm.
Aus dem französischen Zcnar.
Gens, 10. Im:. iWTB.'j Nach einer Meldung der Agence Havas sagte SenatSpräsioeitt Dubost bei der Wiedereröffnung der Sitzung: Das Jahr 1017 hat allen bereits auf Frankreich gehäuften Leiden eine neue schwere Last um: Mrnd und Trapeo hinMgefügt, ohne die Entscheidung -zu bringen, ,Der mächtigen Hilft Nordamerikas steht der rnfsisme Abfall gegem über und be(öftet Frankreich für 1918 mit ebenso schuwren Pflichten, wie das Jähr 1911 es getan hat, und fordert von ihm nach drei Jahren voller Opfer eine Wiederholung der Heldentat an der Marne und bei Verdun." Dubost nannte den Abfall Rußlands das größte Ereignis in der Weltgeschichte und erklärte, Frankreich habe keine Zeit mehr, den Sieg aufzuscyteben.
Aus Spanien.
Madrid, 10. Jan. (WTB.) Der König Unterzeichnete -einen Erlatz über die A u f l ä s u n g d e r C o r t e s. Die Wahlen für die Kammer wursten aus den 24. Februar, für den Senat auf den 10. März festgesetzt. Die Cortes werden am 18. März zusammentreten.
Der letzte Fliegerangriff aus London.
Berlin, 11. Jan. MTB. Nichtamtlich.) Wie aus London gemeldet wird, sich bei dem deutschen Fliegerangriff
platz
Berlin, 11 fielen :mferot
Nene U-Voot-Erfoige.
Jan. Amtlich, Auf tum nördlichen KriLgsschau->
U-Booten sechs Danmftr zum Opfer, von
denen die Mehrzahl dicht unter der engliickeu Ostt'üsw ungeachtet der dort besonders starfeu Beivachirng vrrsrntt rmrrden. Zwei Dampfer wurde l aus demftlben Geleftzng l>erauvges'chossen.
Der Chef des Apmiralstabes der 4Narme.
Parlamentarisches aus Hessen.
I Darmstadt, 12- Jan Der Zweite Ge ft tzg ebmrg s -) Aus-* schuß der Zweiten Kaurmer hfel- gestern eine kurze Sitzimg ab, in der e.r die Regierungsvorlage Herr. Landtagsersatzwahlen ein, stimmig aunahm. Im Kürze (etwa in 11 Tagen) fett eine Vchlper* sammln ng der Zlveiter: Kammer stattsinden.
. Englische Kriegslisten zur See.
Berlin, 11. Jan Zum Schutze ihrer Schiffahrt, zur Jrr^ führuug unserer U-Bome, grisseu ueirerdsukp djo Engländer m Kriegsüsteu. die weniger listig sind als heimtückisch So versenM kürzlich eines nnscrer U-Boste au der OMäste Englands einen beladenen und bewaffiwtei: englischen Dampfer von über 6000 Tonnen, dessen Maste, i und Schornstein? zun: Ztveck der Ver- fd>Ieienino bm:t übermalt waren. Mt kräftigen^ dunklen Färbet war außerdem von: und hiutei: aus Hellem Hintergrund Bug und Heck' eines zweiten Dampfers in ichrager Lage aufgemalt, un: den Eindruck eines viel kleinere::, schon im Sinken, begriffe-, neu Dampfers vvrz:Uaufll>eu, Daß dieft Massierung ihren Zweck verfehlte, beivessl der Tiorpck>ottesser in: Hoizraun:, der eine Kessel- explojion hervvrrief und den Dampfer inner lull o zwölf Min ulest zum Stufen brachte. In der nächsten Mcht begegnete dasselbe U-Boot einem verdächtigen .Tmnpfer, der seine auffallend hell brennenden wta: mb aru:teit Seiten latenten vertauscht hatte. Jn: Begriff, vor der offensichtlichen U-Bootsfelle abzndrehen. bemerkte man plötzlich zivei kleine Fahrzeuge, anscheinend Motvr-> boote, die kstnter dem Tmnpfer überraschend mit hoher Fahrt hervor^ brachen. Sofortiges Untertauchen des Uitterjeebo.otev vereitelte ie* doch die tückischen Absillsten des Feindes.


