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Ttx Hietzener Hnjdper

erschein! täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Stehener Fainilienblätter;

Kieisliott

für len Kreis Gießen.

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Erstes Blatt (68. Jahrgang

ZaWtag, 12. Januar 1918

Zwillingsrunddruck u. Verlag: vrühl'jche Univ.-Buch- u. Lteindruckerei N. Lange. Zchristleitung, Geschäftzstelle u. Druckerei: Zchulftr. 7.

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sämtlich in Gießen.

CrotzA Antwort in Breft-Litowsk.

wochenrLSbUS.

Die letzten Tage sind uns in wahren Staubwolken von Zank und Streif verstrichen, und heute schon klar zu übersehen, inwiefern sie uns vorangeb rächt oder etwa un­erfreuliche Keime in sich getragen haben, ist recht schwer. Darin können wir alle froh übereinstimrnen: auf einem toten Punkte, wie es jüngst den Anschein hatte, als di- Russenstreikten", sind wir nicht angelangt, imb auch di, gefährliche Stromschnelle einer Regierungs- oder Militär krisis, von der in der letzten Zeit viel die Rede w-ar, schein überwunden zu sein. Was hat dazu beitzetragen, daß die Russen am Verhandlungstisch in Brest-Ätowsk wieder er sckftenen sind und oaß sie weiterverhandeln wollen, trotzdeni die Mittelmächte auf ihren früher gestellten Forderungen be jtehen bleiben? In erster Linie doch wohl unsere feste Ent fchlossenheit und die Einmütigkeit der Mittelmächte, dazu die Einsicht der Herren um Trotzki, daß Graf Hertling mit seiner Berufung auf unsere Machtstellung recht hat. In bei Ungewißheit, welcl-e Richtung unsere amtliche Politik an gesichts des widerstrebenden und zaudernden Verhaltens der russisclien Regiernngskreise verfolgen werde, sind bei uns die Geister noch einmal heftig anfeincrndergepiatzt. V.el ver­breitet und wohl auch richtig war der Eindruck, daß mir bir Russen mit der Art unseres bisherigen Entgegenkommens verwöhnt hatten. Der Groll darüder, daß unser Vorgehen so oft draußen als Zeugnis der Schwäche gewertet wird, brauste wicider heftig auf. Mögen manche Kritiker unserer Regie cungspolitik dabei ein vernünftiges Maß überschritten haben im allgemeinen konnte es doch nicht unerwünscht fein, daß den überspannten Einbildungen der russischen Unter­händler auch aus dem deutschen Volke heraus einmal kräftig abgewinkt wurde. Es durfte nach außen hin zu Tage treten, daß unsere amtliche Friedenspolitik eher zu entgegenkom­mend als zu. machtlüstern war. Wir wußten alle, daß es jetzt um die Sicherungen des Reiches nach dem Osten gehe, l die Gefahr b, stand, bei den theoretischen Metho­den u.serer Delegation könnte uns zu viel davon abgehan­delt w wden. Ms dann in einem Teil der Presse, nicht nur deralldeutschen", darauf hingewiesen wurde, es schwebten Meinui 'gsverschiedenheiten zwischen der Regierung und der Obersten Heeresleitung, als derVorwärts" feststell.'e. diese Meinungsverschiedenheiten hätten sich zu einem Ringkampf zwischen Staatssekretär v. Kühlmann uud General Luden­dorff ausgewachsen, da war es erklärlich, daß die Spannung und Aufregung wuchs. Heute weiß man durch den Bericht über die Wiedereröffnung der Verhandlungen in Brest- Litowsk, daß gleichzeitig die russischen Revolutionäre unsere Oberste Heeresleitung und ihre Absichten herabgesetzt uud geschmäht hatten. Da war es angebracht und dem Volks- lteresse, aber schließlich auch der Regieruugsstellung den ;a*ujfen gegenüber dienlich, wenn aus dem Volke heraus die Ziele unserer militärischen Führer kräftig unterstützt wur­den. In zahlreichen Kundgebungen wurde zum Ausdruck gebracht, daß in der Frage der Sicherung unserer Gren­zen der Standpunkt Hindenöurgs und Lu'dendorffs maß- geöend sein müsse. Interessant ist, was derVorwärts" dem entgegenhtelt. Er erklärte, Generale seien znm Kbrieg- fuhren da, und sie zögen auch jetzt wieder künftige Kriege nr Betracht. Es sei aber die Aufgabe der Politik, künftige Kriege zu verhrridern. Der bekannte Gegensatz Bismarcks und der Mikitärpartei im Jahre 1866 wurde zur Beweis­führung und Illustration der Lage herbeigeholt. Wie an­ders geartet aber sind die heutigen Verhältnisse! Was hat Bismarck mit dem Glauben an das phantastische Ziel ewigen Friedens zu tun! Und was rechtfertigt die Unterstellung, die Wunsche unserer Heerführer ließen sich nicht mit einer dauernden Friedenspolitik Rußland gegenüber vereinbaren? Bedarf es zu einer solchen Friedenspolitik des Verzichtes? Gras Hertling selbst hat erklärt:Wir stützen uns auf un­sere Machtstellung!" In der Beurteilung dieser Machtstel­lung ist die Oberste Heeresleitung zuständig; sie w-eiß nicht mir, was zur künftigen Sicherung unserer Grenzen vonnöten ist, sondern sie weiß auch, wie weit wir mit unserer Macht­stellung diese Ziele durchsetzen können und wie weit nicht

Der Verlauf derKrisis" zeigt, daß die Opposition gegen eine zu befürchtende schwächliche Politik nicht gescha­det hat. ES wird ja weiterverhandett, und es geht mit einer etwas verbesserten Tonart auch voran. Die Russen werden mit Herrn v. Kühlmann nicht weniger gern verhan- deln, als wenn seine bisherige Politik ganz ungeschoren geblieben wäre. Im Gegenteil, sie werden ftoh sein, daß er weiterhin mit der Führung der Verhandlungen beauf­lagt bleibt. Spannungsvolle Tage stehen uns ja noch be-

venn der Standpunkt der Russen ist noch nicht ab- Ichlleßend zum Ausdruck gekommen. Die neuesten Reden rloyd Georges und Wilsons scheinen bisher aus sie keine rfung getan zu haben. Die Verhandlungen in Brest- Ufcongf werden jetzt zum Zwecke eines Sonderfriedens mit Rußland geführt, alle früher vereinbarten Formeln sur einm allgemeinen Frieden sind hinfällig geworden. Das tst tn E,t-Litowsk erklärt worden, nnd darin liegt schon eine Antwort an die Gewalthaber in London und Washina- ton. Es wäre aber an der Zeit, daß sich unsere Regierung einmal dazu anftafft, die Reden der feindlichen Staats- manner imrksamer und ergiebiger zu widerlegen und an- zugreifen, als es bisher geschehen ist. Dann würde uns auch n,re größere Klarheit aber rhre Ziele, ihre Kräfte und Methoden werden. Sie würoe sich das Vertrauen des Volkes m dem langen Kanrpfe immer mehr verdienen, wie ja auch dre führenden Männer an der Spitze unserer

Heere ihr hohes, unwandelbar feststehendes Ansehen fick nicht umsonst erworben haben.

(WTB.) Großes Hauptquartier. 11. Januar (Amtlich.)

W e st sicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppen Kronprinz Rupprechtund Deutscher Kronprinz.

Dcrsuäpe des Feindes, überraschend und nach Feuervor »ereitung am Morgen des 10. Januar südöstlich von Yper: n unsere Stellung^ rftzudrmg u, scheiterten.

Tagsüber enporckelten sich an der flandrischen Front uud südwestlich von^Eambrai lebhafte Artilleriekämpfe.

Zwischen Moeutnes und Mer oi a ste gerte sich dos englische Feuer am Atzend und bei Tagesanbruch vorüber gehend zu größter Heftigkeit.

Auch die französische Artillerie war beiderseits von St. Quentin und in einzelnen Abschnitten zwischen Oise und Aisne rege.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Westlich von Slamont erhöhte Gefechtstätigkeit.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Nichts Neues.

An der

Mazedonischen und Italienischen Front ist die Lage unverändert.

Der Erste Generttguart^rmeifter Ludendorff

*

Der -Ibendtzerichl.

Berlin, 11. Jan., abends. (WTV. Amtlich.)

Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der österretchisch-nngarische Tagesbericht.

Wien, 11. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautöart:

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Wafftkst'llstand.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Keine Ereignisse von Belang.

Der Chef des Generalstabes.

Die.zriedensverhandlungen.

B roft - Litowsk, 10. Jan. (WTB.) Die gestern unter­brochene Plenarsitzung wurde vormittags 11 Uhr unter dem Vor­sitz t-eS Staatssekretärs v. Kühl manu fortgesetzt. Ms erster Redner führte der ukrainische Staatssekretär für Handel und Industrie

Golubowitsch

folgendes aus:

Tie durch den Krieg erschöpften und gequälten Völker sehnen sich nach Frieden. In dieser Sehnsucht nach Frieden haben die Vertreter der Demokratie Groß-Rußlands, ohne Rücksicht zu neh­men auf Angriffe von seiten eines Teiles der russischen Gesell­schaft und >der Presse, kühn die Schützengräben der kriegführenden Mächte überschritten zu dem Zwecke, uni nickst ans dem Schlackst - felde durch Blut und Eisen, sondern aus dem Wiege des freund- schaftlichcn lieberem komme ns zwischen den Völkern den für die ganze Welt erwünschten allgemeinen Frieden zu erreichen. Nach­dem mit den Friedensverhundlungen begonnen worden war, und die Prinzipien des Friedens bekanntgegeben waren, haben Sie, verehrte Herren, mit Recht eine Pause von zehn Txrgen eintreten lassen, um dcümrch den Staaten, die bisher an den Friedens Ver­handlungen nicht teilnahmen, die Möglichkett zu geben, diesen bei- zjutretcn. Unser Staat, die ukrainische Volksrepublik, deren Bott stets zum Frieden ge^e:gt lvar. hat -als erster aus Ihren Ruf geantwortet. Nachdem durch das 3. Universal der ukrainischen Zentralrada vom 7./20. November ihre staatliche Stellung bestimmt ist, nimmt die ukrainische Volksrepublik im gegenwärtigen Augen­blick ihre internationale Existenz wieder auf, die sie vor mehr als 250 Jahren verloren hat und tritt jetzt in vottem Umfange der ihr auf diesem Gebiet zu kommenden Rechte in internationale Bezie­hungen ein. Auf Grund der obigen Darstellung hält es das Gene­ralsekretariat der Regierung der ukrainischen Volksrepublik fift richtig, aus den jetzigen Friedensverhandlungen eine selbständige Stellung einznnehmen, und hat die Ehre, den Regierungen der hier vertretenen Mächte folgende Note zu überreichen:

Tie Negierrmg der ukrainischen Volksrepublik (Generalsekre­tariat) bringt hiermit allen krieg führende!! und neutralen Staaten folgendes zur Kenntnis: Mittels llnivocsals Nr. 3 der ukrainischen Zentralrada vom 7./20. Noveinber 1917 tourde die ukrainische Volksrepublik proklamiert und durch diesen Staatsakt die völker­rechtliche Stellung der letzteren bestimnrt. Tie Schaffung eines föderativen Bundes aller im gegebenen Momente auf dem Territorium des ehemaligen ru'ssiichea Kaiserreiche^ entstan­denen Republiken anstvebend, knüpft die ukrainische Volksrepublik durch das Generalsekretariat bis zum Zeitpunkte der Blldnng einer gemeinsamen Bundesregierung in Rußland kmie der Regelung der völkerrechtlichen Vertrettrngsfvage zwischen' der ukrainischen Volksrepublik einerseits mrd der Pundesregierirng des künftigen S a,ttei:bm des ail).rnts-etts, selbständige Völkerrechtliche Beziehungen air. Das Generalseki'etariat erach.el es somit mr unumgänglich, alle Staaten und Völker der Welt über das Derlialten der ukrainischen Volksrepublik gegenüber den Fliedens- Verhandlungen, die dieser Tage in Brest-Litawsk zwischen den Vertretern des Arbeiterrates der Volks.vmmissare einerseits und den Regierungen der gegen Rußland kriegführenden Mächte an- dererseits beginnen, in Kenntnis zu setzen. Unerschütterlich daran festl-altend, daß der gegenwärtige Krieg für alle Staaten, ins- bewndere für die arbeitenden Klassen eines jeden Staates, das Ichwevste Uebel bedeutet, rrnd daß alle kriegführenden Staaten etwaigen Evoberungs-Absiästen entsagen und die Frredensverhaud-

ll ingen unverzirglich ein leiten sollten, hat die ukrainische Zentral^ ada und das Parlament der ukrainischen Republik es für un- .nrg cm glich befunden, gleich nach Verkündigung der ukrainischen, iepublik eine aktive Politik in der Friedensftage emzuleiten. Tie ukrainische Zentralrada hat also, nach- >eni sie - in ihrem dritten Universal die Not­wendigkeit eines unv^erzüglichen Friedensschlusses bekundet hat, "ß. als unumgänglich ercöth'et, die Sck-!ie,;ung eines W a f f e n st i l l- i a n d e s zu erstreben. Zu diesem Zweck ivurden Vertreter des Geueralgiretariats an die Südwestftont sowie an die rumänische Front, die gegenwärtig zu einer einzigen ukrainischen vroitt unter der Leitung der Regierung der ukrainischen Volks- epubli'k vereinigt ist, geschickt. Gleichzeitig hat die ukrainische .lentvalrada das Generalsekretariat beauftragt, die verbündeten Määtte von diesen Verlxmdlungen in Kenntnis zu setzen, was em.-rzeit auch von seiten des Generalsekretari-ats vollzogen wurde, m der Folge, als der Rat der Volkskommissare im Einverstände üs mit den Regierirngen der gegen Rußland Krieg führendenj Staaten die Wa ffen still aiü>?-An gelegen heit an allen Fronten in die Hand genommen hat, hat das Generalsekretariat leine Ver-- ^rter nach Brest-Libowsk belTnss Kvntvolle und Information ge- 'ch ckt. Hierbei erachtet das Gaaeralsekretariat es als notwendig, hervorznheben, daß die Vertreter des Rates der Volkskommissare ung^chtet dessen, daß sie über die Ankunft der Dele­gier der llk nine zwecks Teilnahnve an den Verhandlungen in Kenntnis gesetzt worden waren, einen allgemeinen Waffenstillstand selbständig ohne jedwedes Einverständnis mit der ukrainischen; Volksvepnblik gefertigt haben. Dessen gegenwärtig, daß der Rat der Volkskommissare gemäß dem letzten Punkte der Bedingungen des allgemeinen Waffenstillstandes Friedensverhandlungen mit den Regierimgen^ Deutschlands, Oesterreich-Ungarns, der Türkei und Bulgariens in Bresd-Litoivsk beginnt, erklärt das General­sekretariat im Nan.sen der pkvainffchen Volksrepublik föl-^ gendes: . 1

1. Die gesamte Demokratie des ufrarm/ hen Staates strebt die Beendigung des Krieges in der ganzen Wbf den Frieden zwischenj allen gegenwärtig kriegsührenden Staaten \jt& einen allgemeinen Frieden an.

2. Ter zwischen allen Mächten zu schü..ßende Friede muß denw-

kvatisch sein und einem jeden, auch dem lleinsten Volke und Staats das volle, durch nichts beschränkte nationale Selbstbestimmiungs- recht schern. 1

3. Für die Ermöglichung eines wirklichen Willensausdruckes der Völker müssen entsprechende Garantien geschaffen werden.

4. Es ist deinnach jedwede Annexion, d. h. iedwede gewalffamiL Angliederung oder Uebergabe irgendeines Landestettes ohne Ein- Verständnis seiner Bevölkerung unzulässig.

5 Ebenso unznlässig sind vom Standpunkte der Interessen der arbeitenden Klassen jedwede Kriegsentschädigungen, welche Fornt auch rnttner ihnen gegelien würde.

6. Ten lleinen Völkern und Staaten, die infcKge d^ Krieges beträckstlichen Schaden oder Verwüstungen erlitten haben, muß ge­mäß den Regeln, die auf dem Friedenskongresse ausgoarbeitet Wer­der müssen, Nraterielle Hilfe erwiesen werden.

7. Die uftattiische Volksrepublik, die gegenwärtig aus ihrem Territorium die ukrainische Front besetzt hält, und die in völker­rechtlichen Angelegenheiten, vertreten durch ihre Regierung, Wel­cher der Schutz der ukrainischen Volksiitteressen obliegt, selbständig auttritt, muß gleich den übrigen Mächten an allen Friedensvep^ Handlungen, Konferenzen und Kongressen tettnehmen können.

8. Die Macht des Rates der BolkÄommissare erstreckt fk nicht auf ganz Rußland, demnach auch nicht auf die ukrainische Volksrepublik. Es kmm daher der aus den Verhandlungen mit den gegen Rußland Krieg führenden Mächten eventuell resultterende Friede für die Ukraine nur ldann verpflichtend werden, warn die Be­dingungen dieses Friedens durch die Regierung der ukrainischen Volksrepublik angenommen und unterzeichnet würden.

9. Im Namen des gesamten Rußlands kann nur diesenige Regierung (und zwar ausschließlich eine Bundesregierung) Frieden schließen, die. von allen Republiken nnd staatlich organisierten Ge­bieten Rußlands anerkannt sein würde. Wenn aber eine solche Re­gierung in der nächsten Zett nicht gebildet werden könnte, so kann diesen Ffteden nur eine geeinigte Vertretung jener Republiken und Gebiete schließen^ An den Prinzipien eines demokratischen Friedens unerschütterlich fefthaltend. strebt das Generalsekretarrat gleichzeitig eine möglichst rasche Herbeiführung eines allgemeinen Friedens an und legt großes Gewicht allen Versuchen bei, die dessen Verwirklichung näherbringen können. Das Generalsekre­tariat hält es daher für urmmgänglich, eine Vertretung auf der Konferenz in Brest-Litowsk zu besitzen, indem es gleichzeitig hofft, daß die endgültige Lösung der Fftedensangelegenheit auf einem internationalen Kongreß erfolgen wird, zu dessen Beschickung die Regierung der ukrainischen Volksrepublik alle Kriegführenden auf­fordert.

Ter Präsident des Generalsekretariats Winnitschenko,

Staatssekretär für internationale Angelegenheiten.

*

sekretärs Golubowitsch erklärte der Vorsitzende Staatssekretär v. Kühlmann Meme Herren! Wir haben von- den Ausführungen des Vor­sitzenden der ukrainischen Delegatton und von dem Jnlmlte der uns gemachten Mitteilungen mit lebhaftem Interesse Kenntnis ge­nommen. Ich fckMge vor, daß die ukrainische Note als wichtig^! historisches Dottlment den Akten des Kongresses ernverleibt werde. Dre Vertteter der Verbündeten Mächte begrüßen im Sinne che« Telegramms vom 26. Dezember 1917 die in Brest-Litowsk er- ftnenenm nkrarnischen Vertreter. Die Vertneter der verbündetw« Machte b e h a l t e n s i ch ihre Stellungnahme zu den Einzelhetten der Aussirhrungen der ukrainischen Delogierten vor . . Im Anschluß hieran sprach der Vorsitzende den Wunsch aus einige Fragen zu stsell-on, xum die Unterlagen für die Beschluß^ fassung der verbündeten Mächte tzju schassen. Msher- wurde mik J** Petersburger tRegierung über sämtliche dag russische Gebiet bettesfenden Angelegenheiten verbändett. Es mMe daher an den Vvrsrtzende'ii der Delogierten der Petersburger Re­gierung die Frage gerichtet wtivden, ob seine T^legation auch I er Angelegenheiten des gesamten Rußlands hiev diplomatisch zu vertreten beabsichttge. < v

t Trotzki

aab meranf folgende Erklärung ab: In Kwntnis der durch die ukrainische Delegation ve-öffentlichten Note des Generalsekretariat^