Nr. V Zwetter VIM
Gkhener Anzeiger (Generai-Anieiger für Gderhesienj
Zamztag, J2. Januar \ 9\8
HU3 Stadt und €on*.
Gießen, den 12. Januar 1918.
Lebensmittelmarken.
Für die Zeit vom 14. Jan. bis 20. Jan. 1918 haben nachstehende ÜebenSinittelmarfen Gültigkeit:
Brotmarken der 3. Woche, gültig vom 14. 1. 1918 - SO. l. 1918 Buttermarken , 3. w „ 14. 1. 1918 - 20. 1. 1 n 8
Fleüch.narken , 3. . , 14. 1. 1918 - 20. l. 1918
Kartoftelmarken m 3. H , „ 14. 1. 1918 - 20. 1. 1918 Selsenmarken die für den Monat Januar gültigen.
Ein Umtausch verfallener Marken findet nicht mehr statt; ebenso wird für verloren gegangene Marken kein Ersatz gewährt.
Neuanmelduugen und »rnineldung von Neugeborenen haben unter Borlage der nötigen -lusweise, insbesondere der Lebeusmittel'AuSweiSkarte, auf dem Lebensmittelamt zu erfolgen.
Umzüge innerhalb der Stadt und W gzüge von Gieren ft«d in den zuständigen Bezirken anzumelden.
GeschäftSstnnden des Lebensmittelamte» von 9-12 Uhr vorm., 2—4 Uhr nachm.
Markenausgabe kür Urlauber:
Sonntags vou ID—12 Uhr vormittags.
Steuerpflicht während der Militär-Dienstzeit.
(Schluß.)
4. Einspruch «gegen die Veranlagung und Berufungsfristen.
Ein großer TeÜ der Krieg, eil nehmer wird nach dem oben Gejagten in der Mehrzalst der Bimoessmalen überhaupt keine Steuer zu bezahlen haben. Bei denjenigen jedoch, die mul- mährend des Krieges zu Steuerleistungen l-erangezo'.en werden, mögen die Angehörigen, denen die Veranlagung zugestellt wird, dafür Sorge tra- ^eu, daß die Steuerbehörde von der Kriegs teilnehm erscha fl des Steuerzahlers unterrichtet wird, falls aus d.nk Veranlagung nicht chon hervorgeht, daß sie davon Kenntnis l-at. Vielfach weiß die Steuerbehörde ja nichts davon, und so'kann eZ kommen, daß irrtümlich Militäreinliommen oder sienersr ies Zivil eck «kommen zur ,«Veranlagung herangezogen wird In einigen Bundesstaaten, o in Preußen, Württembe-g, Sarh'en-W imar. Anhalt.
"JUU lUljaim IIIU L'lL tili OC.Ulvll l»ci U ’C L I.
Tie Tatiach' der Krieg-tei.uehmerfch-f. hrt ne'ei der Steuererleichterung, msch in der Regel Einfluß auf die Frist für ettvaige bi-'.spräche und Berufungen gei-pen die Veranlag! ^ng
Während nämlich in Preußen, Oldenburg. Sachsen-Weimar, Vraimschweig, Sachsen-Mtaibnrg, Sachsen-Kobin^g-Gotha ibier mr Einkommen über 2900 VLark) Sach e i-Meiningcm, Lipp^-Detmrld, Schanmburg-Livpe, Sck^varzburg-Scmdersl-a'sa« und Lübeck die Frist für die Erckeguug evres Einspruick-es vüw Wachen, in Mecklenburg einen Monat, im Herzogtum Sacksten-Koburg-Gocha für Einkommen unter 2000 Mark zivei Wv-chm. in Sack-'m-Miiuingen al!gemein 14 Tage, im Königreich Swcheu 3 Wochen nach Zu- slrllung der Veranlagmrg beträgt, in Hecken innerlxckb der beiden ersten Monate des Steicerjahres ^April-Mai) Berufung erfolgen kann, und in Reuß i. L. die Frist lewerls bis zum 15. Juni läuft, braucht während des Krieges die gesetzliche Frist für die Einlegung des Einspruchs nicht wahrgenommen zu werden, so daß die Möglichkeit gewahrt bleibt, die Veranlagung mich, spätes-, d. h. nach Demdtgmrg der Krisgstetlnehmcrschaft bzw. des Krieges, anzufechten. Das gleiche gilt für Reuß ä.' L. für Angehörige mobiler Truppenteile, ^n Bayern ist für Kriegsteilnehmer .die Friß für Einlegung einer Berufung oder eines Einspruches auf sechs Mv- nate nach Beendigung der Kriegsteilnehmechchift verläu ert. In Württemberg, wo die Beschwerd-.-fttst zwei Wochen beträgt, sind zwar Ausnahmen für die Kriegsteilnehmer nicht gemacht, dock- werden f Ansiandsfälle vom Königl. Steueäldllegium. Abteilung für
Stenographie. Die Stenographen -- Gesellschaft „Gavelsberger" und Damcknabteilung e. ,B. eröffnet am Dienstag den 15. Jansuar wieder einer« Ainfängerlehrgang in der altbewähr-- teu Gabelsberger'schen Kurzschrift. Siehe Anzeige in heutiger Nummer. ,
** Stadttheater. Nochmals sei darauf hingewiesen, daß wegen Krankheitsfalles heute als 12. Freitag adonne- mentsvorstellung „Glaube unö §eimat v/ statt des angekündigten „Oth-l.o" gegeben wird.
** Ä n l a g e m-u s i k Sonntag, 13. Januar, vormittags lli/y Uhr, findet in der Süd-Anlage Konzert von der Garnison-Kapelle statt. Gespielt wird: Einzug der Gäste auf Wartburg, Ouvertüre a b. Oper Martha, Ave Maria. Spanische Tänze Nr. 2 und 5. Prinz-Eitcl-Fniedricl>-Marsch.
** Schwarz-Wei ß-Theater, Seltersweg 81. Von heute ab bis einschließlich Montag den 14. Januar gelangt das Detektiv-Schauspiel „Der Handabdruck" zur Vorführung. Ferner enthält der Spielplan noch das Lustspiel „Das Paprika-Liebchen" und das Filmspiel „Die Abenteuerin". Siehe Anzeige. .
,** Landwirte und Obstzüchter, schützt die Vö- gel' In dem Kämpfe gegen die schädlichm Insekten, die unsere Obsternten vermindern und oft ganz vernichten, sind die Vögel, namentlich die Höhlenbrüter (Meisen, Kleiber, Baumläufer usw) unsere besten Bundesgau>ssen, denn sie leben das ganze Jahr hindurch fast nur von Insekten sowie deren Eiern und Larven. Da es chiren aber ans den Obttbäumen an Gelegenheit zum Nestbau fehlt, müssen künstliche Nisthöhlen angebracht werden, um sie herbeizuziehen. Tas ist eine Arbeit, die nur geringe Kosten verursacht und tausendfach Frucht bringt. Tenn wo diese Vögel brüten, da tragen die Bäume regelmäßiger und reicher. Jetzt, in den Winter- monaten, ist zum Anbringen der Nickhöhlen die geeignetste Zeit
** Aufhebung der Absatzbeschränkungen für Gemüse. Nachdem auf Grund der Bekanntmachung der Neichsftelle für Gemüse und Obst über den Absatz von Gemüse vom 12. September 1917 im ganzen Reiche der Absatz der wichtigsten Herbst-Gemüsearten einer Regelung unterworfen worden ist, sind die vorher für einzelne Bezirke von der Reichsstelle erlassenen gleichartigen Anordnungen gegenstandslos geworden. Diele sind daher durch eine Bekanntmachung der Neichsftelle vom 28 Dezember 1917 auf- gel-oben worden.
** Keine B e z u g sche i n p f l i ch t für Eisenbahnfahrten. Immer wieder taucht in der Oeffentlich- keit das Gerücht ans. daß die Ei'enbahnverwaltuaa sich mit dem Gedanken tragen sock, eine Be'.ug'cheinpslicht iü Fahrten im Fernverkehr einzu ül-ren. Es wird auf Anfrage an maßgebender Stelle mitgeteilt, daß nach wie vor an eine derartige Maßnahme nicht zu denken ist, da ih e Durchführbarkeit so gut wie ausgeschlossen erscheint. Die Ei'enbahnverwab- tung weist immer wiediH. aufs neue darauf hin, daß jedes unnütze Reisen in der wtzigen Kriegszeit eine Schädigung unserer Kriegswirtschaft bedeutet.
** Das Kreisblatt Nr. 4 enthält Verordnungen über: Bedarf an Arbeitskräften, Jnansprucl-nahme von Gerreide usiv., Verkehr mit Eiern. ,
Or 'u;..uc.lucillh, utli «uMPcgsii oecragr. onrcy 0 N 6 rocuazenum, ckläeuung der Finanzen. Auch Baden, Hamburg, Bremen, Lübeck v.iu; Ecksaß-Lotbringen kennen keine besondere Fristverlängerung er- ennen aber die tatsächlch' Behinderimg des Kriegsteilnehmers an' oua werde-n auch ver,päteten Einspruch nicht abwnsen.
.., "ckl eßlrch i't md, da ran f h^rzwveisen, daß nach reichSaesetz- rr Beitrmnrw'g dre Zwaergsvivll reckung g'gen Kriegsteili'ehmer leer - ganz unzickchftg ish, teils gewissen Be'chränkungeri unterliegt.
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, ** ^ ^ Eli ch e P eLso u alnachricbte n. Te Gr ß'erz.og £ at am^ 1-r Novemoer dem Gutsbesitzer Johann Georg L>c.frich ^amtishos bei Gernsheim, das Silberne Kreuz des Verdienst'- vrdens Philipps des .Großmütigen verliehen. — Cmttack'en wurde audem ^chrckdienst der Lehrer Karl Binget zu Hochstädteu vom 1. Januar 1918 ab.
‘ r- ^ Auszeichnung. Richtkanonier Otto K rausch erhielt das Eherne Kreuz 2. Klasse.
* Einschränkung des Personenverkehr^, -wie wir bereits gestern mitteilten, tritt mit dem 13. Januar, also morgen, eine weitere Einschränkung des Personenver- .-ck)rv auf der Bachi ein. Näheres ist aus der im heutigen Anzeigenteil veröf entlrchten Bekanntmachung der Ci enbahn- dlreklwn zu ersehen.
** Ober real schule und Vorschule des Neal- g Y m n a s i u m s u n d d e r O b e r r e a l sch u l e. Anmeldun-
gen für das neue Schuljahr werden Freitag den 18., Samstag den 19., Montag den 21. und Dienstag den 22. Januar entgegengenommen. Näheres siehe Anzeige.
Mellen-Prüfung. Die Anmeldungen zur diesiahrigen Geiellenprüsung im März haben in der im Anzeigenteil veröffentlichten Weise zu erfolgen.
6res;ener Theaterverein.
. Gießen, den 11. Januar 1918.
Rigoletto.
Oper in 3 Akten von G. Verdi.
Mit dem 1851 in Venedig zirerst aufgeführten „Rigoletw"
^ vegrünüete Verdi seinen RulM. Zu einer Zeit, als Richard Wagner bereits am ,/Rln.g dps Mibeliumgen" Lourponierte, sehen mir die )J1>er in Italien einen kräftigen Seitenzweig treiben, noch unbe-^ rnhrt von der großen reformatorisckMi Idee Wagners, die dieser "t rC rS ^ at «UlMigesetzt hatte. Und ivenn später Verdi —
r ^ • «S^t)hn bei Mozart ans dem Gebiete der Symphanie — flrx r *o Tagner in die Schtnle geht und umlernt, wie seine. ,,wu>a (1871) klar bezeugt, daneben aber seine originaleren- alteren Werke „Rigoletto", „Tronbadour" und La Traviata" geblieben sind, so beweise das ebeir nur, daß die alw „Laxwloneiwper" doch ersticrnnlich fest im Sattel sitzen muß, und auch oer eingefleischteste Wagneriarrer wird zugeben müssen, daß i?chslrdramatische Problem auch auf andere Weise zu lösen lst, au, eben nur im Sincke des Bayreuther Meisters.
Die gestrige Auffichrlmg des „Rigoletto" hinterließ im großen mrd ganzen ernen guten Erndrnck. Vor atlem verkörperte Hans Bokorny vom Deutschen Landestheater in Prag die Titelrolle «gesanglich (Duett mit Gilda!) und besonders darstellerisch in vollendeter Werse- rn M a r a Friedfcldt (Wiesbadener Hoftheater > als Gilda hatte er eine ebenbürtige Partnerin Gut gelang chr besonders ihre Arie im ersteir Akt: „Teurer Name,
Die täglichr- Kovfration an Kartoffeln beträgt ein Pfund! Streckt Eure Kartoffeln durch Verwendung rwn Rüben!
Stellt den täglichen Verbrauch durch Abwiegen fest. Ersatz ft'ir vorzeitig verbrauchte Kartoffeln erfolgt nicht!
Landtreis Gießen.
** Londorf. 12. Jan. Musketier Karl Sch necke r erhielt zu den« Eisernen Kreuz die Heswck-e Tapserkeitsrnedaille.
Rüddingshausen, 11 . Jan. Unteoosfz. Peter Hahn wurde mit dem Eü'erneu Ki'euz 2. Kasse ansge^cichnet. Gefr. Fttod- rich Hahn erhielt das Eiserne Kreuz 2. Klasse und die Hessische Ta^erkeitsmedaille; Musketter Hrch. Th eis erhielt das Eiserne Kreuz.
Kreis Büdingen.
4 O rten berg, 12 . Januar. Unteroffizier Julius Weckes 1 e r wurde zum Vize-Wachtmeister befördert.
Kreis Schotten
O Gedern, 11. Jan. Ter als Re' isionsofftzier hier statio- lircrte Feldwebelleutnant Adam Hartmann geriet bei den Ver- suaie, anit den schon in Bej'segnng beftndckchen Frühzug au zn- sprrngen, unter dre Räder und ackarde am Kops so schwer verletzt, daß der ^od sowrt eintrat. Tie Leichj: .des auf so tragische Weise aus den« Lebm Geschiedenen wurde nach Annah'-'e des Talb"'an..-s au! den Friedhot verbracht. .'Harttnann stand sickiher im Felde und erwarb irch als tapserer Soli-at d>is Eiserne Kreuz.
Kreis Frirdberg.
sc. Aus der Wett er au, 11 . Jan. 500 Jahre sind gerade vergangcii, seitdem das Hans Solms Miteigentümerin der Burg .Münzenberg ist. Zu Begiim des Jal-res 1418 erlosch das mächtige Geschlecht derer von Falkenstein, das 5 / 6 der Burg Munzenberg besaß, während die Grasen von Hanml l / G inne hatten Oynast-engeschlechter hatten sich auf Grund dieses Besitzes den Titel „Herren zu Münzenberg" beigelegt. Der letzte Falken- sterner war Erzbchchos Weriier von Trier, der vor nunnrehr 500 Jahren verstarb. Dcc Kinder von dessen verstorbenen Sckpoestern von denen die eine mit Ebechardt von Eppstein, die andere mit Otto von Solms verniählt gewesen, traten als Erben auf. <7., des Falkensternschen Testes pelen auf Solms, ebensoviel auf Eppstein Erne wertere Telttmg tvurde dadlrrch herbeigeführt, daß 1581 von dem Eppstemschcn Antest die nne Hälfte an das Haus Stollberg- Gedem, die andere Halste an Mainz kam. Letzteres trat aber seinen Anteil 1648 an dre Grafen von Hanau ab. Der Solmssche Anteil wurde mrt der Zeit zwischen den verschiedenen Linien es fielm an, Svlms-Braunfels ^8 der Burg, an Solms- Laubach V ^n dreseni Mkwstände hat sich die Mün^enbergischc Gauerbl chaft brs heute erhalten. Vmi ihr gehören bim Groß- herzogtnm Heften lb / ^ 3 , der Standes Herrschaft Solms-Braunfels
^8/ der Standesiherrschast 'Solms-Laubach 5 /& und der Standesherrschast Stollberg
Starkcnburg und Rbciiihessen.
R. M. K. T arm stabt, 11. Jcnr. In einer von etwa 200 Epenbahnern besuchten Versaninilung sprach Generalsekretär Rie-> bei-Berlin erngeheiiid über die schlechte Lebenshaltung der Eisen- vahnarveiter und Handwerker. Man beschloß, sowohl für eine Er- Istniung der bejtehendeu Teuerungszulage wie auch dafür einzu- tteten, daß den Arbeitern und Handioerkern d'> gleiche einmalige Teuerungszulage gewährt wird, wie den Beamten.
Kreis Wetzlar
ra We tz la r, 11. Jan. Ofsizierstell'.>ertceter Heinrich Des ch aus ^berndors erhielt das Eisenre Kreuz 1. Klasse. Das Eiserne § ™ ttlaffe erhielten Heinrich Mandler- .Kinzenbach,
> 5 akob Wagner- Atzbach, Heinrich Petri- Werdorf, Karl
Dell er- Nicdenvctz und Kanonier E b c r t - Obenvetz. x. brdorf (Till), 11. Jan. Die Gemeinde Werdorf
beabsichttgt die ck/orfstrag? aus dem Dorfe nach dem Bahnhof Werdon' miszubanen Die gevlante S'.raßenstrecke liegt teilweise im Ueberschwenttnuitg ^gebiet der Till.
Hencu Nassau.
G.A. Bad-Homburg, 11. Jan. Gestern abend und heute nacht herrschte hier und im Taunus ein Sturm, der von außerordentlich starkem Schneesall begleitet war. Ter Sckmee liegt in einer Tiefe, wie sie in Jahren nicht erreicht wurde'. Fuhrwerke kommen kauin vonvätts; im Walde sind die Wege nickst mehr gangbar.
= Frankfurt a. M, 12. Jan. Die Polizei verhaftet^ wegen umfangreicher Betrügereien und Schwindeleien den 29-, jährigen Kanftit>.lim Ludwig Hering. Dieser ließ sich von vielen Personen für die Besck-asfung von Lebensmitteln Geld auf Vorschuß geben, besorgte<-ober niemanden, auch nur ein Krümchen, sondern führte mit erhaltenen Geld ein sorgenfreies Leben- X Hanau, 12Jzan. Durch die Absicht der Gesetzgeber, Industrie und Haiidel eine wirkungsvollere mailiche Vertretung in großen Kmmnern zu verschafen, wirb der selbständige Fortbestarst ber kleinen unb auch ber mitsteren Handelskcrmimjer.i vielfach in Frage gepellt. Tie 5>andelskmnmer Hanau hat beschlossen, zunächst itwe Selbstänbigkeit nach Möglichkeit zu wahrer« unb sür der« b-> dauerli.che7i Fall, daß dieZ nicht zu erreick-ea sein sollte, ungeteilt m die Handelskaniwer zu Frankfurt a. M. einzutreten. Diese Stellungnalwie ist auch bem Herrn Minister sür Handel und Ge- 'werbe in etiier persönlick-en Vertaiidlung mit drei Vertretern der Handelskammer aus Hanau ur«d Fulda unlerbrestet worden. Der jetzige Bezirk der Handelskammer 5)anau umfaßt die Kreise Hanau, Gelnbauieu. Sckstüchtern, Fulda, Gersseld und Hünfeld.
^ M a r b u r gs, 12. Jan. Im Jahre 1918 werden hier folgende Mär tte abge^lten: Krammärkte am 2. Februar, 25. März,
1 Ma«. 2. Juli, 30 Semeinler. 19. November, 31. Tezem^ber. —■ V erdemärkte am 21 März urrd ck0. Se'stem^er. — Schweiiiemärkte am 21 Februar. 18. Avril, 20. Juni, 11. Juli. 8. August. 10. Ok- ^?bsr, 28. Noveinber. — Riiidvieh- und Schweinemärkte am 14. Marz, 16. Mai, 5. Septeniber.
ra. Montabaur, 11. Jan. Das Eiserne .Kreuz 1. Klasse erhielten Lehrer Josef Strunk, Vizefoldtvebel bei einer Fliegerstaffel, Leutnant d. R. Rudolf Schwickert aus Wirges und Vizefeldw"bel Willy Kram aus Höhn-Urdorf.
Fe. Vom Main, 12. Januar. Die Weinernte in Unter- franken im Jahre 1917 betrug rund 72 000 Hektoliter mit einem Wett von rund 22 Millioiien Mark. Dias ist das günstigste Herbst- ergelmis, das (Untersrankeii je tzu verzeichnest hatte.
ra. W e i l b u r g , 11. Jan. Die Stadtverwaltung läßt infolge mangelhafter Zufuhr von Kohlen zerlleinertes Buchenscheitholz' zenttrerweise in Wagenladungen von 5, 10 und 15 Zentnern beit Familien aus Antrag anfahren. Sie berechnet den Zentner frei äu ^'10 Mk., ab Lager^ zu 2.80 Mk. Die minderbemittettent Krieger und sonstigen Familien erhalten das Holz ab Lager den Zenmer sür 2,50 Mk.
3 «»orr,
. = Frankfurt a. M., 12. Jan. Gestern verstarb plötzlich
rm Alter von 74 Jahren Generalmajor z. D. von Bis sing, eine der bekanntesten Erscheinungen im deiitschcn Spottleben. Ter Verstorbene begann seine militärische Laufbahn im Jahre 1861 beim 2. sch'.esischen Husarenregiment Nr. 6 und machte die Feldzüge von 1866 und 1870 mit. Später war er Rittmeister bei där 23 Dragonern in Babendru'en, dann Lehrer an« Vkstitär-Reit- mssttnt zu Hannover 1884 übernahm er die Fül-rung des 13. Husarenregiments in Bockenheim und trat von dieser Zeit an an di«! Stütze des Frankfurter Ren«rwesens und Pfcrde'Potts. Unter seiner Leitung— 1896 nahm er den vlbckchicd—fand die Vereinigung des Rh inisck-ei« Rennvereins und des Vereins für Himdennsrennen zum R e n n k 1 u b Frankfurt statt. Später gründete Herr v. Bis.ing das ^Hippodrom. Bei allen Reinen, Reiter festen u. dgl. lat der Berstcn-bene. der- selb! ein glänzender Rester war, in Fcankfutt die sührende Rolle innegehabt.
EvangeUjche Gemeinde.
Gottesdienst am Sonntag ben 13. Jairuar.
Ist der Stadtkirche. 91/2 : Pfr. Sck-wabe; 11: Kinderkrrche f.d. Mark.-Gem. Pfr. Schvabe: 5: Pfr. Mahr. — Ist der Johanneskirche. 91 / 2 : Pfr. Ausfeld: 11: Kinderkirche f. d. Jvh- Gem.; 5: Pfr. Bechtolsh iuer; 8: Wbelbespr. im Jt.«Hannessaal. —■ Kirchberg. Vorm. 10. — Mainzlar. Nachm. IV 2 . —
Lollar. Abds. 8: Kttegsbetstunde.
Uarholijche Gemeinde.
6 V 2 : Gel. z. hl Beicht: 7: Hl. Messe; 8 : Aust, d hl. Komm.;
9: H-ock-mnt m. Vred.; 11: Hl. Messe M. Pred.; 5V 2 : Ehristcnl.- darauf Aiid. Dienstag u. Frestag, abds. 8: .Kriegsbittand. Smns- tag 19. Jan., nachm. 5 u. abds. 8: Gel. z. hl. Bstcht. — Diaspora- Gottesd. am 13. Jan.: Grünberg 91 / 2 , Hungen 9 V 2 .
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besten Klang. Weniger günstig stellte sich August Glo- be r g e r vom Großh Hoftheater in Darmstadt als Herzog von Mantua dar. Seine Stimme wies ettvas gaumigen Ansatz und öfteres störendes Tremulieren aus; darunter litt besonders die Ballade des ersten Aktes: „Freundlich blickt' ich auf diese und jene" wie auch die bekannte, übngens harmonisch stellenweise sehr be- denklicye Kanzone: „Ha, wie so trügerisch." Mit seine besten Momente hatte der Sänger dagegen im Duett mit Gilda und — wre^ überhaupt alle Beteiligten — im Quartett des 3. Aktes- ,?Als Tairzerm erschienst du mir." Richard von Schenk (Frankmrter Opernhaus) gab den ttefgekränkten Graten Monte- rone mit bestem Gegingen. Gut war auch der SpatafucUe des v) 0 s e p h G a r e i s. In kleineren Rollen fügten sich dann noch Annre Kißling als Magdalene und Mary Haan als Gwvanna dem Ganzen harmonisch ein. Der Chor fand sich diesmal mrt den oft recht heillen Aistgaben besonders gut ab. Das O r che st e r , unter Herrrr Musikdirektor R a d i g s Leitung, tnrg zum Gelingen des Gwizen weseutlich bei und leistete in Anbetracht der besonderen Schwierigkeiten einer solchen Aufführung sehr Anspreck-endcs Nach bat Aktschlüssen konnten sich die Haupt- darsteller reichlichen Beifalls des dichtbesetzten Hauses erfreuen, der ftch nach dem ersten Aufzug so lebhaft zu erkennen gab, daß mich dre Häuser von Mantua mit in Bewegung getttten
^ Dr. G. R.
.. ~ Die Uraufführung von „Finale", vier Aufzuge von Hans L'Arwnge, die am 3. Januar im Fürstckichsl
Bei
Hopaoolrhsker» Ollo'a
ro v^a n
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Ün0b«rtp. "jl 8 raschen rn. vorrüg!. Wirkung Erhalt! In Aootbeksn
Hostheater zu Gera stattsand, brachte dem Dichter eineu Vollen Erfolg, ^.as Stuck belMidelt in eigenartiger, der musikalischen Sym- pbv.iie nachgebildeter Form den Zu'ammenbnich eines Fünfziq- «ährigen, der von den Ettnnerungen Mi drei Fraueii nickst lostommal kann, die ihn in den Jngeirdjahreil gefesselt hatten und die stnederziisel-en er aus der selbstgewählten Einsamkeit wieder in d«e Welt zieht Die Aufführimg, die unter Paul Medenwaldts Wertung musterl-aft inszeniert war, zeigte, daß Hans L'Arwnqe e«n Master der seelischen Charaktettsieriingskunst geworden ist ber es versteht, bei der Zeichnung der einzelnen Figuren sich auf das Notwendigste zu beschränken. Ter Dichter, der persönlich der llraufmhrung belnwhiite, konnte für den warmen und rcicheri Beifall pettöiilich danken.
cn» b i n -Ha n s. Die französisch^ Regierung und die
?l a te e ^ bejchasttgen sich nnt der Frage, das Haus,
das Rodm m Meudmi bavohntc und in welchem er auch starb, die Billa ,des Brillants, «n dem letzigen Zusdatide als dauerndes Er- mnerungszeicha« zu erhalten. Es ist beabsichtigt, aus diesem .Hause des größten moderneii Bildhauers ein Rodrn-Museum zu machen das zum Unterschied vou dem großa« Rodin-Rttiseum «m Palais Biron st« Paris eine völlig intime Sammlung darstellen soll Hier will man aNe pett'önlichm Erinnerungen an Rvdin aufbewahren Bneie, Schriftstücke aller Art, SkiWen usw. Wie der Gaulois ment, soll dieses Rodin-Haus so gestalttt werden, daß es ein würdiges Gegenstück zu dem Shakespeare-Haus in Stratford-vn- Avon imd zum Goethe-Haus in Weüiiar brlded


